Rechts und links der Rhone: Romanik und Naturwunder - Frankreich
Ardèche: Vallon Pont d'Arc

Rechts und links der Rhone

Romanik und Naturwunder

Die meisten kennen das Rhonetal nur vom Durchfahren. Aber wer war schon mal in den Bergen dahinter? In den provencalischen Alpen und der Ardèche kann man verborgene Schätze entdecken.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Beaune

A

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Beaune

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Seit dem 16. Jahr­hun­dert diente das Patri­zi­er­haus als Herberge und hat seither viele berühmte Gäste gesehen – allen voran Ludwig XIV, der hier mehrmals über­nach­tete.

1986 wur­de das ehrwür­dige Haus gründ­lich renoviert und zu einem modernen Hotel umge­baut. In den Turm führt ein gläs­erner Aufzug, der einen Pa­no­ra­ma­blick über die Dächer der Altstadt von Beaune bietet. Die Zimmer sind mit wertvollen Antiqui­täten ausge­stattet. Das reichhal­tige Früh­s­tücksbuffet wird entweder im Hof oder im Gewölbekeller serviert; das Gour­me­t­re­stau­rant serviert edle Küche mit Weinen aus dem erle­senen Wein­keller.

Beaune

Wein­haupt­stadt Burgunds
Mittel­alter­liche Bauten in der Altstadt, eine herr­liche Lage inmitten des Wein­gebiets von Cote d'Or und zahl­lose Restau­rants und Wein­keller machen die 23.000 Einwohner zähl­ende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehens­wür­digkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Kran­ken­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Inter­pro­fes­sionell des Vins bekommt man Adressen von Wein­gütern, Verkos­tungen und Wein­semi­nare.

Dijon

Stadt der Herzöge vom Burgund
Das histo­ri­sche Stadt­bild, die präch­tigen Stadt­pa­läste und die vielen Kunst­schätze zeugen von einer bedeu­tenden Vergan­gen­heit. Bereits in römi­scher Zeit gab es die Sied­lung Divio an der Fern­straße von Lyon nach Mainz. Die große Zeit begann jedoch tausend Jahre später, als Dijon zum Herzogtum Burgund kam und ab 1477 zur Haupt­stadt der könig­li­chen Provinz Burgund wur­de. Mittel­punkt der male­ri­schen Altstadt ist der Place de la Libé­ra­tion mit dem Herzog­s­pa­last. In seinem Ostflügel hat mit dem Musée des Beaux Arts eines der bedeu­ten­dsten Kunst­mu­seen Frank­reich Platz gefunden. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Gustave Eiffel, der seine Stadt mit einer großar­tigen Markt­halle beschenkt hat. Heute hat Dijon etwa 150.000 Einwohner und eine große Univer­sität mit 30.000 Studenten.

Clos de Vougeot

Berühmter Weinberg mit Schloss
Der „ummauerte Garten des Schlosses Vougeot“ gehört zu den berühm­testen Weinbergen Frank­reichs. Der dort erzeugte Rotwein ist als Grand Cru einge­stuft und besitzt daher eine eigene Appella­tion. Histo­risch ist der Ort besonders inter­essant, weil das heutige Schloss früher aus einem Gestrei­de­spei­cher hervor­ging. Er gehörte der Abtei Cîteaux, von wo aus der Zister­zi­en­ser­orden seinen Ursprung nahm. Die Mönche sollen in ihrem Wein­garten die ersten wissenschaft­li­chen Expe­ri­mente ange­stellt haben, welche Rebs­orten sich für welche Böden eignen. Das heutige Schloss wur­de 1551 errichtet und blieb bis zur franzö­si­schen Revo­lu­tion im Besitz des Klos­ters.

Meursault

Spaziergang durch eine Bilder­buch­landschaft
Ein leichter Anstieg führt  vom Weinort Meursault zum Aussichts­punkt von Saint Chri­s­tophe, wo man den idylli­schen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sen­tier Bota­nique‘, ein bota­ni­scher Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durch­quert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Land­straße nach Auxey, das unter Wein­ken­nern einen exzel­lenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergs­wegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)

Von Mars­annay-la-Côte nach Gevrey-Chambertin

Durch die Weinberge bei Dijon
Wenige Kilometer südlich von Dijon beginnt der Spaziergang im Städt­chen Mars­annay-la-Côte. Von dort aus geht es durch Weinberge zum Parc Noisot, einen korsi­schen Pini­en­wald, der zwischen 1830 und 1840 als Hommage an Kaiser Napoleon gepflanzt wur­de. Die Wande­rung endet in Gevrey-Chamber­tain an der Route des Grands Crus in der Cote de Nuits. (hin: 8,6 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 100 Meter)

Von Beaune nach Saint Privat d'Allier

379 km | 5:00 h
Wer will, kann eine Neben­strecke durch die Weinbau­gebiet und die uralten Dörfer von Südburgund machen. Dabei kommt man durch Cluny, dem Ursprungsort der Cluniazenser. In roma­ni­scher Zeit stand dort das mächtigste Kloster des Abend­landes.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Mâcon­nais

Weinberge, uralte Dörfer und Kloster­ruinen
Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs. Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Cluny

Bedeu­ten­dstes Kloster des Mittel­alters
Die Abtei von Cluny war im Mittel­alter das einfluss­reichste Kloster des Abend­landes. Das lag an den ersten sechs Äbten, die Ratgeber und Freunde von Kaiser, Papst und Fürsten waren. Sie waren intel­lektuelle Stars ihrer Zeit und machten Cluny zum Ausgangs­punkt einer Radikal­re­form des Mönchs­we­sens. Im Zentrum stand eine strikte Ausle­gung der benedikti­ni­schen Regeln von Armut, Keuschheit und Gehorsam. In der Liturgie domi­nierte das Memento Mori (Bedenke, dass du sterben musst), im prak­ti­schen Leben wur­de Wert auf die Armenfür­sorge gelegt. Ab dem 13. Jahr­hun­dert geriet die Abtei unter den Einfluss der franzö­si­schen Könige. Das Recht der freien Abts­wahl durch die Mönche ging verloren und führte zum geist­li­chen Niedergang. Unter Napoleon wur­de die gigan­ti­sche Kloster­kirche gesprengt und als Steinbruch für den Bau einer Pferdezucht genutzt. Die erhal­tenen Kloster­gebäude sind leider nicht besonders beein­dru­ckend. Sie dienen heute als Inge­nieur­schule.

Rund um Château de Nobles

Burgundi­sche Wiesen­landschaft aus dem Bilder­buch
Der Weg beginnt am Château de Nobles, einem privaten Landschloss aus dem 16. Jahr­hun­dert und führt durch ein burgundi­sches Wiesen­idyll hinauf zum histo­ri­schen Ort Vieux Brancion, wo man an einer Sandwi­cherie eine Rast einlegen kann. Von oben hat man eine weite Aussicht auf die sanfte Bilder­buch­landschaft (hin und zurück: 2:15 Stunden, 8,2 Kilometer, auf und ab: 160 Meter).
B

Auvergne

Land der Vulkane und unberührten Flüsse

Die Region im Zentrum von Frank­reich ist ein Natur­pa­ra­dies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt.

Geformt wur­de das Land von Feuer und Wasser. Vulkanen türmten die zackig gefal­teten Granit­mas­sive auf. Wild­bäche und Flüsse, teilweise bis heute unbe­rührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lava­bu­ckeln gegr­aben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den uner­gründ­li­chen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel.  Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besich­tigt werden.

Zu Gast in einem Bauernhaus bei Le Puy

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das eins­tige Bauern­haus west­lich von le Puy ist heute ein komfor­ta­bles Gäste­haus mit wenigen Zimmern, das Sylvie und Thierry mit großem Engage­ment führen.

Im Garten kann man unter alten Bäumen ausspannen oder von der schat­tigen Terrasse über die stei­n­alten Dächer von Saint Privat d'Allier weit ins Land schauen. Empfehlens­wert ist das Dinner am Tisch der Familie, das vorbe­stellt werden muss. Eine gute Gelegen­heit, seine Franzö­sischkennt­nisse anzuwenden; die Gastgeber verstehen jedoch auch Englisch. Nicht weit entfernt führt der Jakobsweg nach Santiago de Compo­s­tela vorbei, sodass die Unter­kunft von vielen Pilgern genutzt wird.

Le Puy-en-Velay

Kirchen auf Vulk­anschloten
Die Haupt­stadt von Haute-Loire liegt auf über 600 Höhenme­tern im südli­chen Zentral­massiv. Die Land­schaft ist bizarr: ringsumher liegen die Puys, wie man die Basaltkuppen nennt. Sie sind ehema­lige Vulk­anschlote. Auf einer Kuppe thront die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe (heiliger Michael auf der Nadel). Bereits in römi­scher Zeit hatte hier ein Tempel gestanden. Auf der anderen Kuppe steht die 16 Meter hohe Statue von Notre–Dame de la France, die 1860 aus Kanonen gegossen wur­de, die im Krimkrieg erbeutet wurden. Die Kathedrale von Le Puy-en-Velay gehört zum Welt­kultur­erbe der UNESCO. Sie steht am Fuße des Vulkan­kegels und ist Ausgangs­punkt eines Jakobs­wegs.

von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues

Etappe auf dem Jakobsweg
1526 Kilometer lang ist der Jakobsweg von Le Puy bis nach Santiago di Compo­s­tela. Der Abschnitt von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues entspricht etwa der zweiten Tages­e­tappe. Die Tour beginnt an der Kapelle Saint Jacques in einer Burg, von der ledig­lich ein Wehrturm die Kriege und Revo­lu­tionen über­standen hat. Auf halber Strecke liegt Moni­s­trol-d'Allier tief im Tal des Allier am Zufluss der L'Ance liegt. Dort gibt es ein paar Pilger­herbergen. Anschließend geht es einen steilen Hang bergauf. Dort befindet sich die Kapelle La Madel­eine in einer Grotte. Angeb­lich diente sie schon den Kelten als Unter­schlupf. Oben, auf der spär­lich besiedelten Hoch­e­bene der Marge­ride, pilgert man durch Wiesen, Felder und kleine Wäldchen. Für den Rückweg muss man ein Taxi nehmen. (Hin : 17,8 Kilometer, 5:30 Stunden, auf: 560 Meter, ab: 470 Meter)

Wande­rung von Le Puy nach Poli­gnac

Mittel­alter­liche Festung auf einem Basaltkegel
Das uralte Dorf schart sich rund um eine mäch­tige Burg, die unein­nehmbar auf Basaltkegel thront. Inner­halb der Burgmauern ist vor allem die Kirche Saint-Andéol und im Dorf die Kirche Saint-Martin mit roma­ni­schen Fresken und einem goti­schen Eingangsportal sehens­wert. Ein Rundwanderweg führt durch Wiesen und Felder von Le Puy nach Poli­gnac. Dabei kann man einen Abste­cher zum Mont Denise machen mit schöner Aussicht über das Tal der Borne. (hin und zurück: 11,1 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 400 Meter)

Von Saint Privat d'Allier nach Marseillan

271 km | 3:30 h

Viaduc de Millau

Preisgekrönte Brücke über Ceven­nenschlucht
Auf der Strecke von Paris nach Barcelona führt die Auto­bahn A7 über das Viaduc de Millau. Die 2004 eröffnete Brücke ist ein tech­ni­sches Wunder­werk: Mit 2.460 Metern ist sie die längste Schräg­seil­brücke welt­weit. Sie besitzt sieben Pfeiler, die über 340 Meter vonein­ander entfernt sind. Der höchste von ihnen würde mit 343 Metern den Eiffelturm über­ragen. Das ästhe­ti­sche Bauwerk, das mehrere Architekten- und Inge­nieur­s­preise gewonnen hat, über­spannt das Tal des Tarn, der fluss­aufwärts durch eine male­ri­sche Schlucht in den Cevennen donnert.

La Couver­toi­rade

Mittel­alter­li­cher Ort in den Cevennen
Der mittel­alter­liche Ort mit erhal­tener Stadt­mauer, Wehrtürmen und Bergfried gehört zu den schönsten Dörfern Frank­reichs. Einsame Treppen­gassen führen zu einem Schloss und einer Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert. La Couver­toi­rade gilt als Carcas­sonne en miniature, ist aber im Gegen­satz zur großen Schwester touris­tisch kaum entdeckt.
C

Okzitanien

Vielseitige Küste zwischen Pyrenäen und Rhône

Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13.

Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.

Zu Gast in einem Weinhaus in Marseillan

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Garage | 1x Zusatzreinigung pro Zimmer

Es war eine Geschäfts­reise um die Jahr­tausendwende, die Birgit und Peter Zucker zum ersten Mal ins Languedoc führte.

Sie war der Anfang einer immer engeren Verbun­den­heit mit dem heiteren, sonnigen Fleckchen Erde. Im Jahr 2010 schließ­lich eröffneten die beiden in Marseillan ein kleines Hotel in den Räumen eines Wein­hauses. Nach sorgfäl­tiger Renovie­rung begannen sie, Gäste in dem neu erstrahlten Anwesen von 1810 will­kommen zu heißen. Die wenigen Zimmer sind in hellen Farben und einem modernen Stil einge­richtet. Wer einen Ruhetag einlegen will, kann sich auf einer der beiden Sonnen­ter­rassen oder am beheizten Pool entspannen; das Hotel eignet sich jedoch auch bestens als Ausgangs­punkt für die Schön­heiten des Languedoc. Aufgrund ihrer fundierten Landes- und Sprachkennt­nisse – beide spre­chen Deutsch, Franzö­sisch und Englisch – können sie hilf­reiche Tipps geben. Das Meer, der Hafen mit seinen Restau­rants und einige bekannte Wein­güter sind ganz in der Nähe.

Mont­pellier

Lebhafte Studen­ten­stadt am Golf de Lion
Die 250.000-Einwohner-Stadt ist eine der wenigen ohne antiken Hinter­grund an der franzö­si­schen Mittelmeerküste. Eine Sied­lung entstand erst 740 nach Christus unter den Franken. Dennoch ist die Stadt eine Reise wert: Es gibt eine lebhafte Altstadt rund um den Place de la Comédie. Die Univer­sität mit über 60.000 Studenten ist eine der größten in Frank­reich und macht das Stadt­bild bunt und welt­offen.

Méze

Musik­fes­tivals und frische Austern
Am nörd­li­chen Ufer des Étang de Thau die Stadt mit einer starken Mittelmee­riden­tität. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert vor Christus von phoen­izi­schen Seefah­rern gegründet. Das Mittelmeer­klima, das charak­te­ris­ti­sche Flair und kuli­na­ri­sche Genüsse ziehen viele Besu­cher an, besonders im Sommer zum Fest des heiligen Petrus (Juni), zum Festival de Thau mit afri­ka­ni­scher Musi (Juli) und zum Scha­len­tier­fest (August). Die Einwohner leben vorwiegend von der Austern- und Mies­mu­schelzucht, die frisch zubereitet in den Restau­rants am Meer ange­boten werden. Moules und Frites finden sich auf fast jeder Spei­se­karte. Im Hinter­land wird Wein ange­baut.

Sète

Fische­reihafen und Stadt­kanäle
Die Hafen­stadt ist nach Marseille der wich­tigste Handelshafen am franzö­si­schen Mittelmeer. Sie ist ganz von Wasser umgeben und wird von Kanälen durch­zogen. Besonders schön ist der Canal de Sète. Am Quai Général Durand beginnen die Hafen­rundfahrten. Höchster Punkt des Orte ist der Mont Saint-Clair 175 Meter über dem Meer. Von dort hat man einen schönen Rund­blick.

Cathédrale de Maguelone

Auf einem Land­streifen zur roma­ni­schen Kirche
Die roma­ni­sche Kathedrale und Abtei­kirche liegt auf der Insel Maguelone. Sie stammt aus dem 11. Jahr­hun­dert und war Zentrum einer bedeu­tenden Diozöse. Die Stadt Maguelone liegt gegenüber auf dem Fest­land und viel älter. Eine schöne Möglichkeit, die uralte Kirche zu besu­chen, führt über einen schmalen Streifen Land zwischen der Lagune und dem Meer. Er ist natur­be­lassen wie kaum ein anderer Küsten­ab­schnitt in Frank­reich. Der Weg beginnt am Bahnhof in Fron­ti­gnan und endet an der Kathedrale. (hin und zurück: 21,5 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 10 Meter)

Montagne de la Clape

Vom Seefahr­erfriedhof über einen Geröll­berg und eine Schlucht
Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Stein­haufen. Clape ist ein okzi­ta­ni­sches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahr­erfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pini­enwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)

Von Marseillan nach Saint Laurent du Verdon

279 km | 4:30 h
Die Strecke gehört zu den schönsten Hoch­ge­birgs­routen Europas. Nach Durch­que­rung des Luberon, einem wilden Gebirgs­wald, gelangt man in die Seealpen.

Luberon

Provenzali­sche Bilder­buch­landschaft
Die provenzali­sche Bilder­buch­landschaft wur­de von der UNESCO zu einem Biosphären­re­servat („Réserve de la Bios­phère“) erklärt. Zerklüf­tete Felsen, wilde Schluchten, karge Gipfel, aber auch Pini­enwälder, Lavendel- und Weinfelder prägen das Landschafts­bild. Male­ri­sche Dörfer klammern sich an Fels­hänge. Der 60 Kilometer lange Berg­rü­cken in Ost-West-Rich­tung ist ein Para­dies für Wanderer, Fahr­radfahrer und Natur­liebhaber. Die Schlucht von Lourmarin teilt den Kleinen Luberon im Westen vom Großen Luberon im Osten ab. Höchster Punkt des Großen Luberon ist der Mourre Nègre mit 1.124 Metern.

Provence

Liaison von Kunst und Natur
Das Zentrum der ehemals römi­schen „Provincia Gallia Narbo­ni­ensis“ bildet die Bas Provence rund um Avignon. Sie gehört zu den ältesten Kultur­landschaften Europas und hat mehr als einmal Welt­ge­schichte geschrieben. Während des Schisma der mittel­alter­li­chen Kirche residierte in Avignon neben dem Papst in Rom ein weiterer, der die Stadt und das Umland geprägt hat. Uralte Städte schmiegen sich in die Bergwildnis, verlas­sene Dörfer werden von der Natur zurück­e­r­obert. Neben Städten wie Arles, Nimes oder Aix findet der Besu­cher nahezu unbe­rührte Landschaften: den Mont Ventoux oder die schier endlosen Eichenwälder des Luberon. Wenn man das ange­nehm medi­ter­rane Klima berück­sich­tigt, versteht man, dass dieser Land­strich seit sowohl Urlauber als auch Maler und Künstler anzieht.

Prome­nade du Peyrou

Prome­nade am höchsten Punkt von Mont­pellier
1668 wur­de die Prome­nade auf dem höchsten Punkt von Mont­pellier zu Ehren von Ludwig XIV. ange­legt. Sie wird von dem Saint-Clément-Aquädukt durch­quert, der das Wasser zum Wasser­schloss leitet. Die beiden 22 Meter hohen Arkaden­ge­schosse wurden dem römi­schen Pont du Gard bei Nimes nach­empfunden. Sams­tags findet unter den Bögen ein Floh­markt statt. Von der oberen Terrasse der Prome­nade hat man einen herr­li­chen Blick auf die Garrigue, die Cevennen, das Meer und, bei klarer Sicht, auf den Canigou.

Colo­rado Provençal

Bizarre Land­schaft mit einzig­ar­tiger Farbenpracht
Rustrel ist zwar nicht so bekannt wie das nahe gelegene Rous­sillon, doch der Colo­rado von Rustrel braucht einen Vergleich mit den dortigen Ocker­brüchen nicht zu scheuen. Der Mensch und die Erosion haben hier eine bizarre Land­schaft mit einer Farbenpracht geschaffen, die jeden Fotografen begeis­tert. Zugleich ist der Ocker­steinbruch von Rustrel nicht ganz so über­laufen und dazu weit­läufiger. Das rund 30 Hektar große Gebiet ist in Privat­be­sitz und wird von einem Verein betreut. (hin und zurück: 7,5 Kilometer, 2:15 Stunden, auf und ab: 110 Meter)
D

Grand Canyon du Verdon

Gewaltiger Canyon in den provencalischen Alpen

Der 175 km lange Nebenfluss der Durance hat auf seinem Weg durch die proven­cali­schen Alpen einen gewal­tigen Canyon gegr­aben.

Die Schlucht ist die wildeste und tiefste in Europa und gehört zu den beein­dru­ckendsten Naturwundern Frank­reichs. Sie ist 21 km lang, bis zu 700 Meter tief und auf der Talsohle manchmal nur 6 Meter schmal. Diese Klamm ist eine stän­dige Herausforde­rung für Extremkletterer, Kajakfahrer die Wild­wasser lieben, und gut ausge­rüs­tete Wanderer. Wer sich einen Über­blick über die Größe des Canyons verschaffen möchte, sollte der ausge­schilderten Rund­tour an der Abbruchkante folgen. Dieser Tages­ausflug führt zu Aussichts­punkten mit unbe­schreib­li­chem Blick.

Zu Gast in der alten Ölmühle von St-Laurent

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

In den Hügeln der Haute Provence, wo Laven­delfelder bis zum Steil­ufer des Verdon hinun­ter­rei­chen, liegt die ehema­lige Ölmühle des Schlosses von St-Laurent-du-Verdon.

Edith und Nicolas, ein Ehepaar aus der Schweiz, haben das ehrwür­dige Gebäude aus dem 17. Jahr­hun­dert in ein medi­ter­ranes Para­dies mit zehn Zimmern verwandelt. Die idylli­sche Umge­bung, Ruhe und eine kräf­tige orga­ni­sche Küche charak­te­ri­sieren das Haus, das dem Slow-Food-Netz­werk angehört und das aufgrund des steten Engage­ments für einen nach­hal­tigeren Tourismus zu den „Hôtels au Naturel“ gezählt werden darf. 
Fahr­räder werden zur Verfügung gestellt; Wander­wege führen direkt am Grund­stück vorbei. Genauso gut kann man jedoch auch im Schatten der Olivenbäume die Ruhe genießen und lesen bzw. Boule oder Billard spielen.

Basses Gorges du Verdon

Kaum bekannte zweite Verdon-Schlucht
Obwohl die Steilwände nicht die Ausmaße wie in der berühmten Großen Verdonschlucht errei­chen, ist die Wande­rung dennoch sehr beein­dru­ckend. Der Weg bietet schöne Blicke in die Schlucht mit dem ruhig zwischen den Felsen dahinfließenden Fluss; die Besu­cher­frequenz ist meist gering. (hin und zurück: 8,1 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 289 Meter)

Forêt de la Repentance

Zwischen Pinien und Lavendel
Diese Wande­rung besticht durch ihre kontra­st­reiche Land­schaft: grüne Wälder, lila Laven­delfelder, der blaue Stausee von Ste-Croix und die hellen Hänge der Berge ober­halb von Moustiers. (hin und zurück: 9,8 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 283 Meter)

Sentier Martel

Durch­que­rung des Canyons
Der Sentier Martel führt vom Chalet de la Maline aus tief in die Schlucht, erst langsam, dann steil in engen Kehren. Nach 50 Minuten ist man auf der Talsohle, wo der Pfad auf der rechten Seite weiterführt. Unter­halb von Felsbro­cken geht es zu einer Talwei­tung mit Wiese. Die Tages­e­tappe, die auch auf dem GR4 verläuft, endet mit einer kräf­tigen Steigung in Maline, wo man am besten ein Taxi zum Ausgangs­punkt nimmt. (hin: 11,3 Kilometer, 4:30 Stunden, auf: 400 Meter, ab: 590 Meter)

Von Saint Laurent du Verdon nach Saint Martin de la Cluze

232 km | 4:00 h

Wer nicht durch das indu­s­triali­sierte Rhonetal fahren möchte, kann am Alpen­rand über Gap fahren. Die Strecke führt durch eine viel­sei­tige, herr­liche Land­schaft.

Man nennt sie Route Napoleon, weil er 1815 von Elba kommend diese abge­legene Strecke ins Innere Frank­reichs gewählt hatte und auf seinem Zug zahl­lose Anhänger sammelte.

Zitadelle von Sisteron

Maje­s­tä­ti­sche Festung mit Aussicht
Hoch über Durance thront auf einem Felsen bei Sisteron eine gewal­tige Festung, die bereits in der Antike errichtet wur­de. Sie diente dem Schutz der Via Domitia, die Italien mit dem Rhonedelta verband. Die heutige Gestalt der Zitadelle geht auf den Festungs­baumeister Jean Errard de Bar-le-Duc zurück. Später wur­de sie von Vauban unter Ludwig XIV. umge­baut. Erst im Jahr 1920 hat sich die franzö­si­sche Armee zurückge­zogen. Heute gibt es dort ein Museum, das sich der napoleo­ni­schen Epoche der Region widmet und eine Samm­lung von Pferde­wagen hat. Ein Abste­cher dorthin lohnt sich aber auch wegen der Aussicht über die Dächer von Sisteron und die Durance.

Route Napo­léon

Geschicht­s­träch­tige Feri­en­straße durch Provenzali­schen Alpen
Nach seinen katastro­phalen Nieder­lagen in Russ­land und in der Völker­schlacht bei Leipzig wur­de Napo­léon von den Siegermächten nach Elba verbannt. Völlig über­ra­schend brach er mit 800 Getreuen am 26. Februar 1815 aus und segelte nach Cannes. Wegen der vielen Gegner im Rhonetal zog er den Weg durch die Alpen vor. Der Marsch von Cannes über Gap nach Grenoble wur­de zum Triumphzug: Seine Anhänger­schaft verviel­fachte sich. Die Soldaten, die ihn hätten aufhalten sollen, liefen zu ihm über. Der Sieges­taumel dauerte jedoch nur 100 Tage und fand in Waterloo ein fürchter­li­ches Ende. Heute heißt seine legendäre Marsch­route Route Napo­léon. Sie ist zugleich eine der schönsten Feri­en­straßen Frank­reichs und größ­ten­teils mit der N85 iden­tisch.
E

Dauphiné

Dramatische Schluchten und hochalpine Passstraßen

Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat.

Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Zu Gast in einem Château bei Grenoble

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Alt, groß und prächtig – und doch wohn­lich und anheimelnd: Hélène und Jacques ist etwas ganz Besonderes gelungen, als sie das ehrwür­dige Anwesen aus dem 16.

Jahr­hun­dert zu einem modernen Gäste­haus umge­staltet haben. Vieles ist erhalten geblieben, etwa die schweren Eichen­balken, die die Zimmer­de­cken tragen, der gewal­tige Kamin im Spei­se­saal, die geschnitzte Wendeltreppe und nicht zuletzt der terras­sierte Garten, in dem man idylli­sche Ruhe­plätze findet und herr­lich entspannen kann. Die alte Küche wur­de für die Gäste herge­richtet, sodass man sich hier sein Abend­essen selbst zubereiten kann.

Grenoble

Alpine Olym­pi­a­stadt
Die Haupt­stadt der Dauphiné liegt am Zusam­menfluss von drei tief einge­schnit­tenen Tälern. Ursprüng­lich von Kelten gegründet, wur­de die Stadt nach­ein­ander von Burgundern, Franken und den Dauphins bewohnt. Seit 1349 gibt es eine Univer­sität. 1968 wurden die Olym­pi­schen Winter­spiele hier ausge­tragen, 1992 nur wenige Kilometer weiter in Albertville. Das hoch­alpine Gebiet der Dauphiné liegt an der herr­li­chen Routes des Grandes Alpes, welche die Côte d'Azur mit dem Mittelmeer verbindet.

Wande­rung auf den Pic Saint-Michel

Einfache Wande­rung mit uriger Auberge und Mont-Blanc-Blick
Der Berg ist zwar keine 2000 Meter hoch, aber die Aussicht ist phäno­menal: Man schaut von Grenoble bis zum Mont Blanc und im Westen über die Vorberge hinweg ins Rhonetal. Außerdem ist der Weg einfach. Unter­wegs kommt man an einem urigen Auberge vorbei, wo man auf dem Rückweg noch eine Rast einlegen kann. Hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Lac de Montey­nard

Spaziergang über zwei Seil­brü­cken
Die Flüsse Drac und Ebrons werden durch einen 145 Meter hohen Damm zu einem künst­li­chen See aufge­staut, der nicht nur zur Gewin­nung von Elek­trizität genutzt wird. Der zehn Kilometer lange See ist bei Surfern und wegen seines Fisch­reichtums auch bei Anglern beliebt. Baden ist eben­falls erlaubt. Im Süden des Sees überqueren zwei Seil­brü­cken für Fußgänger den See. Damit die ca. 200 Meter langen Brücken nicht allzu sehr schwanken, sind sie mit besonderen Kabeln stabili­siert. Ein Wanderweg führt über beide Brücken. (hin und zurück: 9,8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Wande­rung: Grottes de Chor­anche

Zauber­hafte Tropf­steinhöhle
Der Gebirgs­stock des Vercors im äußersten Westen der franzö­si­schen Alpen ist ein Karstgebirge, das „durch­löchert ist wie ein Schweizer Käse“ (Rother Wanderführer). Über 3000 Höhlen sind bekannt, die berühm­testen von ihnen sind die Grottes de Chor­anche. Bisher sind fünf Höhlen öffent­lich zugäng­lich, doch dahinter gehen überall Gänge in die unerforschte Tiefe. Die zarten Stalak­titen sind durch die gekonnte Beleuch­tung noch eindrucksvoller. Wer in der Haupt­saison nicht auf dem überfüllten Park­platz Schlange stehen möchte, kann sein Auto unten in Chor­anche abstellen und zu Fuß durch eine Schlucht gehen, wo man an den Cascade de Tuf vorbei­kommt. (Hin und zurück: 5,9 Kilometer 2 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

Von Saint Martin de la Cluze nach Liebefeld

332 km | 4:00 h

Genfer See

Mittel­alter­liche Städte und Burgen vor drama­ti­scher Alpen­kulisse
Der mit fast 600 Quad­ratki­lome­tern größte See am Rande der Alpen liegt zwischen den Waadt­länder Alpen, Savoyen und dem Schweizer Jura. Seit Jahrhunderten zieht seine einzig­ar­tige Schön­heit Menschen aus aller Welt in den Bann. Lord Byron, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn sind nicht die einzigen. Umgeben wird der von der Rhone durch­flos­sene See von alten Städten, Winzer­dörfern und Burgen, die sich vor der großar­tigen Szenerie der Walliser Alpen präsen­tieren. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Abend in einem der vielen „Caveaux des Vigne­rons“. Fast jeden Abend ist in jedem Dorf ein Wein­keller geöffnet, wo man in einer besonderen Atmo­sphäre die besonderen Weine der Region kennen lernen kann.

Savoyen

Ehema­liges Herzogtum zwischen Genfer See und Mont Blanc
Das ehema­lige Herzogtum reichte von den sanften Landschaften um den Genfer See und dem Lac d'Annency bis zu den verglet­scherten Gipfeln des Mont Blanc (4810 m). Seine reiche Geschichte hat viele Spuren hinter­lassen. Dazu kommt eine hervor­ra­gende Gastro­nomie, so dass die Region der Gegen­sätze nicht nur während der Skisaison, sondern auch im Sommer ihren Reiz ausübt. Zahl­lose Wander­wege eröffnen immer wieder phäno­me­nale Ausblicke auf den weißen Riesen, dessen Glet­scher­decke bis zu 28 m dick ist. Weniger Sport­liche können abwechs­lungs­reiche Rundfahrten machen – etwa um den Lac d'Annency oder eine Tour durch den Mont Blanc Tunnel und über den großen St. Bern­hard-Pass.

Genf

Franzö­si­sche Lebensart und inter­na­tio­nale Kultur am Genfer See
Franzö­si­sche Lebensart, inter­na­tio­nale Kultur und eine unüberbietbar schöne Lage am gleich­na­migen See machen Genf zu einer der lebens­wer­testen Städte der Schweiz – und zugleich eine der teuersten. Welt­ge­schichte hat Genf in der Reforma­tion geschrieben, als der Reformator in der Stadt einen Gottes­staat mit harter Kirchen­zucht errich­tete. Während Tanzen, Trinken und Singen verboten wurden, erlaubte Calvin die Zins­wirt­schaft, die im katholi­schen Umland den Christen verboten war. Dadurch wur­de Genf zu einem bedeu­tenden Handels- und Banken­platz. Heute haben 200 inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­tionen ihren Sitz in Genf. Über 40% der Bewohner sind Ausländer. Orien­tie­rungs­punkte in Genf sind das Seeufer und die Rhone, an deren linken Ufer die drei­tür­mige Kathedrale steht.

Lavaux

Panora­mawande­rung durch ein Welt­kultur­erbe
Bereits im 12. Jahr­hun­dert wurden am Nord­o­st­ufer des Genfers Sees Terrassen für den Weinbau ange­legt. 2007 wur­de das 800 Hektar große Weinbau­gebiet zum Welterbe der UNESCO erhoben. Durch die Weinberge führt ein Spazierweg mit Blick auf den Genfer See und die Kulisse der Schweizer Alpen. (Hin und zurück: 7,3 Kilometer, 2:10 Stunden, auf und ab: 210 Meter)
F

Bern

Renaissance-Arkaden und Fassadenmalereien in UNESCO-Welterbe-Stadt

Die Bundes­haupt­stadt der Schweiz ist mit 130.000 die viertgrößte Stadt des Landes. Sie wur­de im 12. Jahr­hun­dert gegründet und nach einem katastro­phalen Brand 1405 im Stil der Renais­sance wieder­aufge­baut.

Dieses Stadt­bild ist bis heute fast voll­ständig erhalten und gilt als eines der großar­tigsten Beispiele mittel­alter­li­chen Städtebaus in Europa. Mit einer Länge von über sechs Kilome­tern laden die typi­schen Arkaden entlang der Gassen zum Flanieren ein. Die breiten Häuser mit weit vorsprin­genden Dächern und Fassadenma­le­reien aus dem 17. Jahr­hun­dert illu­s­trieren den behäbigen Berner Bürger­stolz. Elf histo­ri­sche Brunnen gibt es in der Altstadt zu bewundern, die als ganzes zum Welterbe der UNESCO erklärt wur­de. Nur wenige Kilometer west­lich hat sich eine ganz andere Geschichte abge­spielt: In Zimmer­wald bei Riggisberg wur­de 1915 die Dritte Inter­na­tio­nale in Anwe­sen­heit von Lenin und Trotzki gegründet, die zur Gründung der Sowjet­u­nion führte.

Zu Gast in einem Hotel in Liebefeld

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im Jahr 1671 gelangte der Deutschrittervogt Abraham Stettler in den Besitz des Gutes bei Bern und ließ dort ein Landhaus erbauen, das ab 1760 erst Sitz einer Schwarz- und Schön­färberei war, später dann zu einer Bier­brauerei mit Schenke umge­staltet wur­de und seitdem verschiedene Gastgewerbe beherbergte.

Nach einem Großbrand 2004 wur­de das Haus aufwändig restau­riert und bietet nun fünf geräu­mige Gäste­zimmer und eine Suite, die durch individu­elle Gestal­tung die noch in Teilen erhal­tene alte Bausub­stanz mit modernem Komfort verbinden. Das Restau­rant serviert saisonal wech­selnde Speziali­täten aus verschiedenen Regionen, im rustikalen Ambi­ente der Gast­stube kann man Klas­siker der Alpen­küche genießen.

Biel

Sonnen­stadt am Seeufer
Der 15 Kilometer lange und 74 Meter tiefe See ist einer der drei großen Jura­seen der Schweiz. Der Name Jura stammt aus dem Kelti­schen und bedeutet Wald, der noch heute das Landschafts­bild der wenig fruchtbaren und dünn besiedelten Region prägt. An den sonnenver­wöhnten Hängen des Seeufers zwischen Biel und Le Landeron wächst ein fruch­tiger Weißwein, der in den Schank­stuben mit der Treber­wurst, einer lokalen Spezialität serviert wird. Da die deutsch-franzö­si­sche Sprachgrenze über die Seen verläuft, haben die meisten Orte zwei­spra­chige Namen.

Gurten

Sommerro­del­bahn und Aussicht­sturm
Der Gurten ist der Hausberg der Stadt Bern und mit großzügigen Rasen­flächen, schat­tenspen­denden Bäumen und Grill­stellen ein echtes Naher­ho­lungs­gebiet. Es gibt Spiel­plätze, eine Sommerro­del­bahn, viel Platz für Pick­nicks oder sport­liche Aktivi­täten sowie einen Aussicht­sturm mit Blick über Bern, das Mittel­land und die Alpen. Egal ob man wandern oder einfach entspannen möchte – hier findet jeder sein Plätzchen. Mehrere Restau­rants bieten von Snacks bis zu kompletten Menus eine gute Auswahl.

Berner Altstadt

Präch­tige Flaniermeile zwischen Zytglogge und Kramgasse
Die Haupt­achse durch die Altstadt von Bern ist die Gerech­tigkeitsgasse, die sich in der Kramgasse, der Markt- und der Spitalgasse fort­setzt. Mit ihren Patri­zi­er­häusern zu beiden Seiten der Straße und den Arkaden, hinter denen sich edle Geschäfte verbergen, bildet sie ein einzig­ar­tiges Ensemble. Die Flaniermeile wird aufge­lo­ckert durch künst­le­risch gestal­tete Brunnen, von denen der Gerech­tigkeitsbrunnen aus dem Jahr 1543 der älteste ist. Den Abschluss dieser typisch helve­ti­schen Pracht­straße bildet die Zytglogge mit einem astro­no­mi­schen Uhren­werk. Der Zeit­glo­ck­en­turm war im 13. Jahr­hun­dert das west­liche Stadttor.

Von Liebefeld nach Hause

Wer nach Nord­deutsch­land will, fährt über Basel in die Rhein­ebene. Der Weg nach Bayern führt über Zürich und St. Gallen an den Bodensee.
12 Tage
ab 1.319,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
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