Frankreichs Nordwesten: Von Paris in die Bretagne
Mystische Schönheit: Mont-Saint-Michel

Frankreichs Nordwesten

Von Paris in die Bretagne

Mit der Bahn nach Paris und weiter mit dem Mietwagen: So kann man eine gemächliche Rundreise über die Loire bis zur äußersten Westspitze der Bretagne machen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Paris nach Vouvray

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Hertz
Fahrzeug: Peugeot 2008 o.ä. (CDMR)
Station: Paris-Charles de Gaulle Flughafen (Desk at Airport)

Von Paris nach Vouvray

247 km | 3:30 h
Die Ile de France wird durch­fahren, die als die Wiege des klas­si­schen Frank­reichs gilt. Ein Abste­cher nach Char­tres lohnt sich wegen der Kathedrale. Keine Angst vor dem Verkehr in Paris: wer außer­halb der Stoßzeiten losfährt, wird keine Probleme haben

Île-de-France

Keim­zelle des heutigen Frank­reichs
Die Metro­pol­region von Paris liegt wie eine Insel zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuv­ronne. Der Name leitet sich jedoch nicht von der Insellage ab, sondern von der altfränki­schen Bezeich­nung „Liddle Franke“ zurück, was soviel bedeutet wie „Kleinfrank­reich“. Die Île-de-France war die Keim­zelle des heutigen Frank­reichs, wovon präch­tige Schlösser, Kirchen und Gärten zeugen. Die franzö­si­sche Sprache geht auf einen Dialekt in der Region zurück. Heute ist sie die mit Abstand bevöl­ke­rungs­reichste und am dich­testen besiedelte Region Frank­reichs. Knapp 20 Prozent aller Einwohner Frank­reichs leben in der „Agglome­ra­tion Paris“.

Char­tres

Stilbildende Kathedrale für Europa
Die 40.000-Einwohner-Stadt liegt in der fruchtbaren Ebene zwischen Paris und Orléans. 876 schenkte Karl der Kahle dem Bischof der Stadt eine Reli­quie aus dem Besitz Karls des Großen: ein Gewand der Jungfrau Maria. Dies löste einen Pilger-Strom aus, der Erweite­rungen der Kathedrale notwendig machte. Im Jahre 1195 wur­de schließ­lich ein Bau begonnen, der heute als das Urbild der Gotik gilt: die Kathedrale Notre-Dame-de-Char­tres. Die Außenfront wird von zwei unter­schied­lich hohen Türmen geprägt. Ein Meister­werk der Bildhauerkunst ist das drei­to­rige Eingangsportal mit seinen leben­digen Gesichtern. Der drei­schiffige Raum im Inneren wur­de stilbildend für eine ganze Epoche in Europa.

Vendome

Histo­ri­sche Klein­stadt abseits des Loire-Tourismus
Die histo­ri­sche Klein­stadt liegt idyllisch an zwei Fluss­armen des Loir. Der Fluss ohne „e“ am Ende ist ein nörd­li­cher Nebenfluss der Loire (mit „e“). Die Land­schaft um Vendome ist ähnlich wie an der Loire, jedoch abseits vom großen Tourismus. Die Altstadt um die Kirche la Trinité ist von schmalen Kanälen durch­zogen. Zwei Reli­quien, eine Träne Christi und ein Arm des St. Georg, verschafften ihr im Mittel­alter Reichtum und Bedeu­tung als Pilger­sta­tion auf dem St. Jakobs-Weg. Von der Burg­ruine eröffnet sich ein Panorama-Blick über eine franzö­si­sche Bilder­buch­landschaft. Im Tal des Loir verste­cken sich viele Schlösser, Wein­keller und alte Mühlen. Da es Radwege entlang der Fluss­ufer gibt, erkundet man das Tal am besten per Fahrrad.
A

Loire Tal

Wo Frankreich am französischsten ist

Am längsten Fluss des Landes, sagt man, ist Frank­reich am franzö­sischsten. Die welt­be­rühmten Baudenkmäler des Loire-Tals (man zählt über 600 Schlösser) liegen inmitten einer lieb­li­chen, erstau­n­lich unver­sehrten und wald­rei­chen Land­schaft.

In den Schlös­sern kann man noch heute die rauschenden Renais­sance­feste von Königen und Prinzen nach­empfinden. Die bedeu­ten­dsten sind Chambord, Azayle-Rideau, Chen­onceau, Blois und Amboise. Aber auch die Altstadt von Bourges mit der Stephanska­thedrale und dem Hôtel Jacques-Coeur oder Chinon sind einen Abste­cher wert. Das Loire-Tal hat auch den Beinamen „Garten Frank­reichs“. Dichte Wälder und Seen findet man in der Sologne. Der Regio­nal­park Brenne ist wieder Heimat von seltenen und bedrohten Pflanzen- und Tier­arten.

Zu Gast auf einem ehemaligen Weingut

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Weingut aus dem 18. Jahr­hun­dert wur­de 1996 von Grund auf renoviert und in ein Gäste­haus umge­wandelt.

Die Gastgeber, ein Paar mit drei Kindern, sind voller Engage­ment und haben das alte Gebäude zu neuem Leben verholfen. Die Zimmer, die man über einen Aufzug erreicht, sind teils modern, teils klas­sisch einge­richtet, aber modern ausge­stattet. Umgeben wird das Haus von einem ca. 15 Hektar großer Park, in dem sich auch ein beheizter Pool befindet. Früh­stück wird im Gewölbekeller aus Tuff­stein oder im Winter­garten mit Blick in den Park serviert.

Loir

Wein­gärten und Bauernmärkte am roman­ti­schen Zufluss zur Loire
Der kleine Loir (nicht zu verwech­seln mit der Loire) ist ein nörd­li­cher Zufluss zur bekann­teren Loire. Nörd­lich von Angers mündet er in die Sarthe. Zuvor windet er sich gemäch­lich durch anmu­tige Weinbau­gebiete wie Coteaux du Loir, Jasnières und Coteaux du Vendômois. An seinen Ufern gibt es viel zu entde­cken: Herren­häuser, uralte Kapellen mit Fresken und verschlafene Dörfer, die nur lebendig werden, wenn Bauern­markt abge­halten wird. Eines davon ist Lavardin. Mit seinem mittel­alter­li­chen Ortsbild, einer Burg­ruine und der frühr­oma­ni­schen Kirche wird es zu den Plus beaux villages de France (den schönsten Dörfern Frank­reichs) gezählt.

Amboise

Letzter Wohn­sitz von Leonardo da Vinci
Die Stadt Amboise wird beherrscht vom gleich­na­migen Schloss aus dem 15./16. Jahr­hun­dert. Die Residenz der Valois wur­de wie viele andere von der Krone konfis­ziert. Ludwig XI. und sein Sohn Karl VIII. bauten das Schloss prächtig aus. Dabei halfen die Feldzüge gegen Neapel und Mailand, in deren Folge viele italie­ni­sche Architekten und Künstler ins Land kamen. Unter ihnen war Leonardo da Vinci, der bis zu seinem Tod 1519 in Amboise lebte. Im Schloss ist heute ein Museum mit Rüstungen, Mobiliar und Gobe­lins. Der Ausblick auf den Fluss ist einen Besuch wert.

Schloss Chen­onceau

Château des Dames
Das Wasser­schloss gilt als das elegan­teste, feinste und origi­nellste der Loire-Schlösser. Es wird auch Château des Dames genannt, denn es waren fast immer Frauen, die seine Geschichte und sein Schicksal bestimmten. Eine Zeit lang gehörte es Diane, der Mätr­esse von Heinrich II. Als dieser starb, wur­de sie von Katha­rina von Medici vertrieben, die rauschende Feste auf Chen­onceau feierte – manchmal mehrere Tage. Von 1940 bis 1942 verlief die Grenze zwischen dem von Deutsch­land besetzten Gebiet und Vichy-Frank­reich genau durch das Schloss. Heute kommen viele Besu­cher; morgens wird in der Orangerie ein Früh­stück serviert, abends ist der Schlossgarten beleuchtet. Oft werden Konzerte gegeben.

Von Vouvray nach Nivillac

296 km | 3:30 h

Strecke führt parallel zur Loire entlang bis zu ihrer Mündung. Dabei kommt man an Angers mit seiner bedeu­tenden Vertei­digungs­anlage vorbei.

Flussabwärts streift man Nantes, die ehema­lige Haupt­stadt der Bretagne. Heute gehört die Indu­s­trie- und Hafen­stadt zum Pays de Loire. Immer mehr Bocages säumen die Straße – mit Hecken eingefrie­dete Weiden. Ein Zeichen, dass die Bretagne nicht mehr fern ist.

Untere Loire

Sonnenreiche Wein­landschaft im Westen Frank­reichs
Der Unter­lauf der Loire ist eine sonnenreiche Land­schaft, in der Obst, Gemüse und gute Weine gedeihen. Das Anjou in Frank­reichs Westen war langezeit ein bedeu­tendes Herzogtum, das auf die Normannen zurückgeht und seit dem 12. Jahr­hun­dert den Namen Plan­tagenêt trug. Im Hohen Mittel­alter reichte der Einfluss der Herzöge von Anjou von den Pyre­näen bis Süds­chott­land. Ihre Macht spiegelt sich wider in ihrem zentralen Schloss in Angers.

Natur­park Loire-Anjou

Natür­li­cher Arten­reichtum im UNSECO-Welterbe
Der Regio­nale Natur­park liegt zwischen deren ehema­ligen Haupt­städten Angers und Tours. Er erstreckt sich beider­seits der Loire, der größere Teil liegt jedoch im Süden, wo Nebenflüsse in die Loire münden. Im Bereich des Natur­parks ist die Loire noch heute ein frei fließendes Gewässer ohne Staudämme oder Schleusen. Durch die Bewah­rung der natür­li­chen Umwelt hat sich der Arten­reichtum der Region enorm entwi­ckelt. Abseits der geschützten Kernzonen wird Wein mit der Herkunfts­bezeich­nung Anjou bzw. Saumur ange­baut. Aus dem Tuff­stein wurden Steine für die vielen Schlösser der Loire gewonnen. Der Regio­nal­park gehört inzwi­schen Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Abtei Fonte­vraud

Größte Klos­ter­stadt Europas
Den Grund­stein zu dem monu­men­talen Komplex legte im 12. Jahr­hun­dert ein Wander­pre­diger. Im Laufe der Jahrhunderte wur­de das Kloster stetig erwei­tert, so dass ein ganze Klos­ter­stadt entstand, in der sich roma­ni­sche, goti­sche und Renais­sance-Stile verbinden. In der Abtei­kirche liegen mehrere Könige begr­aben, darunter Richard Löwen­herz und Johann Ohne­land. Die UNESCO hat Fonte­vraud zum Welterbe erklärt und dies damit begründet, dass es sich um Europas größten Kloster­komplex handelt. Etwas besonderes ist die roma­ni­sche Küche, von denen es nur noch ganz wenige gibt. Sie ist wie das Baptiste­rium acht­e­ckig und so raffi­niert verschach­telt, dass in den Nischen verschiedene Feuer­stellen Platz finden.
B

Bretagne

1.500 Kilometer Küste und keltische Kultur

Die Bretagne ist fast voll­ständig vom Meer umspült. Ihre teils lieb­liche, teils zerklüf­tete Küste erstreckt sich über 1.500 Kilometer.

Die eigenwil­lige Land­schaft wird vom Grau der Schieferdächer, vom Blau-Grün der Fluten und vom Rosa der Horten­sien geprägt. Ginster, Jod und die Meer­b­rise kompo­nieren einen unver­wech­selbaren breto­ni­schen Duft. Die rätselhaften Steinreihen von Carnac, die Menhire von Locamria­quer, die Legenden der Tafelrunde, der Mythos von Tristan und Isolde sowie die Geschichten über den Zauberer Merlin zeugen von einer bis heute keltisch geprägten Kultur.
Fast jedes Dorf hat seinen eigenen Heiligen, der jähr­lich auf dem Calvère verehrt wird. Diese eigen­tüm­li­chen Feste, auch grand pardon genannt, haben vorchrist­liche, kelti­sche Wurzeln. Reizvoll sind die Städte entlang der Küste, besonders die Haupt­stadt Rennes. Im Norden zieht sich die Côte d'Emeraude, die Smaragdküste, mit ihren famili­enfreund­li­chen Stränden, ihren kleinen Häfen, Buchten, Klippen und eindrucksvollen Panoram­a­bli­cken von der alten Seeräu­ber­stadt Saint Malo bis nach Erquy hin. Südöst­lich von der grandiosen, ins Meer hineinra­genden Land­spitze Pointe du Raz, die Ihre Schön­heit an stürmi­schen Tagen entfaltet, beginnt ein lieb­li­cher Land­strich mit endlosen Sand­stränden und zahl­losen Buchten.

Zu Gast in einem Herrenhaus bei La-Roche-Bernard

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das efeu­be­wach­sene Herren­haus aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt in einem großen Park mit alten Bäumen ganz in der Nähe des idylli­schen Loire-Hafens La Roche Bernard und etwa 20 Kilometer von der breto­ni­schen Südküste entfernt.

Die Innen­einrich­tung ist franzö­sisch-elegant; die rund 15 Zimmer sind individuell in verschiedenen Stilen einge­richtet – eine Mischung aus Alt und Neu, aber durchweg mit modernem Komfort. Massage­ange­bote und ein beheizter Pool im Garten machen den Aufent­halt entspan­nend; für kuli­na­ri­sche Genüsse sorgt ein gutes Restau­rant. Bei den Gastgebern kann man sich hilf­reiche Tipps für Tages­ausflüge und Aktivi­täten geben lassen.

Golfe de Morbihan

Präh­is­to­ri­sche Funde rund um ein inselrei­ches Binnenmeer
Der Golf ist eigent­lich ein Binnenmeer mit vielen Inseln und ist nur über eine schmale Passage mit dem Atlantik verbunden. Zwischen den Land­spitzen sind die Gezei­ten­ströme extrem stark. Wenn die Flut kommt, stürzt das Wasser durch die Passage ins Innere – mit Geschwin­digkeiten von bis zu 12 km/h. Die Yacht­häfen im Golf stellen daher Lotsen an, die die Freizeitka­pi­täne sicher wieder aufs offene Meer bringen. Die Watt­flächen des Golfs bilden einen besonderen Lebens­raum, der vor allem im Winter von Hundert­tausenden von Gänsen, Enten und Stelzvögeln bevöl­kert ist.  In der Gegend gibt es eine seltene Fülle präh­is­to­ri­scher Denkmäler: Menhire, Dolmen, Hügelgräber oder Stein­kreise zeugen von einer rätselhaften vorkel­ti­schen Hoch­kultur, deren Alter auf bis zu 6.000 Jahre geschätzt wird.

Roche­fort en Terre

Frank­reichs Antwort auf Rothenburg
Auf einem schroffen Felsen umgeben von Wald und Heide liegt eines der schönsten Dörfer Frank­reichs. Gera­nien und Efeu umranken den uralten Stein. Gassen mit Kopf­steinpflaster werden von Erker­häu­schen gesäumt. Phan­ta­sievolle Laden­schilder zeigen an, dass sich mittlerweile viele Künstler in dem auto­freien Ort niederge­lassen haben, die ihre Werke verkaufen. Besonders male­risch sind der Place du Puits und die Rue Saint-Michel. Stift­kirche und Burg­ruine zeugen von einer bedeu­tenden Vergan­gen­heit. Wer dem Rummel entgehen möchte, besucht den Ort am besten vormit­tags.

Natur­park Brière

Sumpf- und Lagu­n­en­landschaft
Das wilde Gebiet des Brière liegt zwischen der Loire im Süden und der Brivet Quelle. Es umfasst 49.000 Hektar, wovon 7.000 Hektar Moor sind. 1970 wur­de das Brière zum Natur­park erklärt – einer der ersten in Frank­reich. Zahl­lose Wasservögel werden geschützt, aber auch die tradi­tionelle Lebens­weise in den 21 Dörfern des Gebiets. Wer die 135 Stufen des Turms von St. Lyphard erklimmt, wird mit einer grandiosen Rund­um­sicht über das Moor belohnt.

Von Nivillac nach Quimper

166 km | 2:00 h
Auf dem Weg zur West­spitze Frank­reichs sollte man sich Zeit nehmen für eines der faszi­nierendsten Phänomene der Archäologie überhaupt: die Hinkel­steine von Carnac. Danach fährt man an Concar­neau vorbei mit seiner vollständig erhal­tenen mittel­alter­li­chen Stadt­mauer.

Vannes

Altstadt zwischen Ramparts und Yacht­hafen
Die 50.000-Einwohner-Stadt am Golfe de Morbihan hat eine entzü­ckende Altstadt. Bunte Fach­werkhäuser mit Edelboutiquen und Gourmet-Restau­rants säumen schmale Kopf­steinpflas­ter­gassen, die auf die halbkreisför­mige Place Gambetta am Yacht­hafen zulaufen. Die mittel­alter­liche Stadt ist von den Ramparts umgeben, einer Festungs­mauer, die heute teilweise in Parks inte­griert ist. Sehens­wert sind ferner die goti­sche Kathedrale, die mit 110 Metern Länge eine der größten in der Bretagne ist, und das Herzogs­schloss Château de l'Hermine, wo heute das Institut culturel de Bretagne residiert.

Menhire von Carnac

Rätsel um 7000 Jahre alte Hinkel­steine
Die über 3.000 Hinkel­steine, die bei Carnac in lockeren Reihen stehen, geben den Archäo­logen Rätsel auf. Manche von ihnen sind bereits vor 7.000 (!) Jahren aufge­stellt worden und damit eher als Pyramiden oder Steinbauten in Indien und China. Die Steine können also nicht von den Druiden stammen, wie man im 19. Jahr­hun­dert annahm. Sie sind das Meister­werk eines unbe­kannten, vorkel­ti­schen, west­eu­ro­päi­schen Stein­zeitvolkes, das außer gewal­tigen Stein­setzungen nichts hinter­lassen hat. Menhire gibt es überall an der Westküste Europas von Spanien bis Schott­land, doch nirgendwo so viele wie in Carnac. Sagen und Mythen ranken sich um die Steine. Christ­liche Missio­nare hielten sie für ein Teufels­werk und ließen Kreuze einmeißeln. Heile­rinnen und Hexen versuchten, mit ihrer Hilfe Unfruchtbarkeit zu heilen. Noch heute sieht man Frauen, die bei Voll­mond ihre Bäuche an den Steinen reiben. Trotz zahl­loser Theo­rien: Den ursprüng­l­i­chen Sinn wird jedoch wohl niemand mehr ergründen können. Einzig der Satz von Flau­bert trifft mit Sicher­heit zu: „Die Steine von Carnac sind große Steine.“
C

Pointe du Raz

Sturmumtoste Westspitze Frankreichs

An drei Seiten von Meer umgeben ist Frank­reichs west­lichstes Kap – das drama­ti­sche Pointe du Raz.

70 Meter hoch ist die Land­spitze, die mit steilen Klippen in das strö­mungs­reiche Meer hineinragt. An der Südseite der Halb­insel liegen male­ri­sche Fischer­dörfer und Bade­orte. Besonders wild sind die Fels­forma­tionen am Fische­reihafen St. Guénolé. Dazwi­schen finden sich immer wieder Strände mit feinem Sand. Fähren führen von Audi­erne zu der vorge­la­gerten, von Stürmen umtosten Ile de Sein.

Zu Gast in einer Villa bei Quimper

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Außer­halb von Quimper liegt dieses Herren­haus in einem riesigen Garten mit meter­hohen Rhododendren, Palmen und alten Bäumen.

Die acht Zimmer sind lichtdurch­flutet und haben hohe Decken; die Bäder sind neu und aufwendig restau­riert. Die hilfsbe­reiten Gastgeber servieren ein für franzö­si­sche Verhält­nisse außer­or­dent­li­ches Früh­stück und geben viele Tipps für Tages­ausflüge.

Cornouaille

Ehema­liges Herzogtum an der Südküste
Das histo­ri­sche Herzogtum reicht von der Pointe du Raz im äußersten Nordwesten bis nach Quimperlé im Südosten. Der Name „Cornouaille“ ist von Cornwall abge­leitet. Im 5. und 6. Jahr­hun­dert flüch­t­eten nämlich chris­tia­ni­sierte Kelten vor den heid­ni­s­chen Angel­sachsen von Cornwall  über den Kanal in die Bretagne. Unter dem ersten Herr­scher Dagan grün­deten sie ein König­reich, um das sich Sagen und Legenden ranken. Tristan und Isolde sollen hier gelebt haben. Ihre Burg soll in Plmarc'h gestanden haben.

Quimper

Fach­werkkunst am schönsten Fluss Frank­reichs
Am Zusam­menfluss (kemper) von Steir und Odet – rund 15 Kilometer nörd­lich ihrer Mündung in den Atlantik – war bereits im 6. Jahr­hun­dert ein Flusshafen, den der legendäre König Gradlon zum Haupt­sitz seines Reiches machte. Ab 1066 regierten in Quimper die Herzöge der Cour­naille. Von der glänzenden Geschichte der 60.000-Einwohner-Stadt zeugt die hoch­go­ti­sche Cathédrale St-Corentin. Drei Jahrhunderte dauerte der Bau. Von seiner voll­en­deten Schön­heit schwärmen Kunst­ge­schichtler bis heute. Im Schatten der Kathedrale ducken sich krumme Fach­werkhäuser an Kopf­steinpflas­ter­gassen.

Fouesnant

Spritziger Apfelwein und weiße Strände
Das breto­ni­sche Provinz­städt­chen mit gut 9.000 Einwoh­nern ist vor allem für seine spritzigen Apfelweine bekannt, die hier seit den 1950iger Jahren produ­ziert werden und angeb­lich zu den besten Frank­reichs zählen. Gefeiert wird der Apfelbaum in der Fête des Pommiers, das jeweils am dritten Juli­sonntag stattfindet. Daneben ist die Stadt stolz auf ihre wunder­schöne roma­ni­sche Kirche. St-Pierre stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert. Rund um Fouesnant geibt es ein paar nette Bade­strände, von denen der längste auf der Landzunge von Mousterlin liegt.

Von Quimper nach Perros-Guirec

138 km | 2:30 h
Die Strecke führt durch den Parc Naturel Régional d'Armo­rique, der eine der schönsten Gegenden der Bretagne schützt. Höhe­punkt ist der Zauber­wald von Huelgoat mit seinen Felsblö­cken, die so gewaltig sind, das nur Obelix sie dort hinge­bracht haben kann.

Parc Régional d'Armo­rique

Ursprüng­l­iche Wälder und Heide­landschaften
Noch in der Antike war die Bretagne dicht bewaldet. Die Römer holzten groß­flächig ab und verwen­deten das Buchen- und Eichen­holz für den Schiffsbau oder Holzkohle. Die größten Rest­be­stände der Wälder sind zum Parc Régional d'Armo­rique zusam­menge­fasst. Auf 112.000 Hektar erstreckt er sich von der Westküste weit bis in Inland. Dort wachsen Rotbu­chen, Kasta­nien und Ahornbäume. An den West­hängen, wo der Küstenwind pfeift haben sich Strauch­landschaften und Heide ausgebreitet.

Corniche de l'Armo­rique

Sand­strände, Landzungen und kleine Häfen
Die Küste zwischen St-Michel-en-Grève und Morlaix präsen­tiert sich als Bretagne aus dem Bilder­buch: Felsklippen und Sand­strände, Landzungen und kleine Häfen wech­seln einander ab. Erschlossen wird die Corniche de l'Armo­rique über ein kurvenrei­ches Stück der D64. Wer die 60 Kilometer mit dem Auto fahren möchte, sollte viel Zeit einplanen für Foto­pa­usen und Spaziergänge.

Circuit des Enclos Parois­siaux

Christ­liche Heilig­tümer mit druidi­schen Wurzeln
In den alten Ortschaften an der Nordküste der Bretagne sind vor allem die Calvaires inter­essant. Auf den uralten, eingefrie­deten Pfarr­höfen werden bis heute Heiligen­feste abge­halten, die wie Thea­ter­stücke insze­niert werden. Die Bretagne hat insge­samt 777 Heilige, um die sich viele, zum Teil vorchrist­liche druidi­sche Legenden ranken. Der Circuit des Enclos Parois­siaux ist eine touris­ti­sche Strecke, die zu den schönsten Pfarr­höfen führt. Besonders eindrucksvoll ist St. Thégonnec, das man durch ein Triumphtor betritt.

Wald von Huelgoat

Bizarre Felsen im Zauber­wald
Der „Zauber­wald“ von Huelgoat oder das „breto­ni­sche Fontai­ne­bleau“ gehört laut Michelin zu den schönsten Gegenden in der inneren Bretagne. ER ist vor allem bekannt für seine gewal­tigen Gesteinsblöcke, die wild aufein­anderge­türmt im Wald liegen. Seit Gene­ra­tionen regen sie die Phan­tasie der Menschen an, die in den bizarr geformte Findlingen den Teufel, König Artus oder die Jungfrau Maria erkennen.  Durch die mystisch-roman­ti­sche Felsen­landschaft rauscht ein Wildbach, an dem sich zahlreiche Wander­wege treffen. (hin und zurück 8,5 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 153 Meter)
D

Côte de Granit Rose

Bizarre Skulpturen aus Frost und Wind

Der Küsten­streifen im Norden der Bretagne zwischen St-Michel-en-Grève im Westen und Pointe de l'Arcouest im Osten gehört zu den schönsten Frank­reichs.

Der Name leitet sich von den impo­santen Granitfelsen her, die aus dem Meer ragen, und bei einer bestimmten Beleuch­tung in der Dämme­rung einen zauber­haften rosa Farbton annehmen. Das Stein­gebirge ist wohl im Erdmit­tel­alter durch Vulka­nismus entstanden. Seitdem haben Meer, Frost und Wind ungezählte bizarre Skulpturen geformt. Beein­dru­ckend sind die gewal­tigen Gezeiten. Bei nied­rigen Wasser­ständen kann man über ausge­dehnte Sand­flächen und vorge­la­gerte Inseln wandern. Zahlreiche Muschelschalen, z. B. von Meerohren lassen sich hier finden.

Zu Gast in einem Hotel bei Perros-Guirrec

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das char­mante Hotel ist in die Klippen hinein­ge­baut und von Perros-Guirec nur über eine schmale Küsten­straße zu errei­chen.

Von hier aus über­blickt man die Bucht und eine Kette kleiner Inseln. Bis an die Klippen reicht der Garten, der voller Horten­sien steht. Die vorherr­schenden Bauma­te­rialien des modernen Hauses sind Natur­steine und Glas. Das Restau­rant serviert gute Küche mit frischen Zutaten aus dem Meer und der Region und bietet eine herr­liche Aussicht. Die Küche hat einen guten Ruf, vor allem wegen der frischen Zutaten aus dem Meer. Ein Bade­strand ist zu Fuß erreichbar.

Sentiers des Doua­niers

Ein Pfad, der Meer und Wolken verbindet
Der „Zöll­nerweg“ führt an der breto­ni­schen Küste entlang, wo früher der Schmuggel blühte. Er ist heute ein franzö­si­scher Fernwanderweg, der GR34. Besonders schön ist der Abschnitt von Perros-Guirec nach Ploumanac'h. Ein Pfad, der Meer und Wolken verbindet.

Village Gaulois

Wo Asterix und Obelix Wildschweine jagten
Asterix-Fans werden sich erin­nern, dass im Hinter­land der breto­ni­schen Küste das Dorf der unbeug­samen Gallier lag, von dem aus Asterix und Obelix Römer verprügelten und Wildschweine jagten. An das „Village Gaulois“ erin­nert das gleich­na­mige Museum gegenüber von Isle d'Aval, ein Erleb­nis­park für Kinder.

Le Gouffre

Gurgelndes Meer­wasser im Felsensch­lund
Le Gouffre – „der Schlund“ – ist eine tiefe Kerbe in einer Felsklippe. Hoch spritzt die Gischt, wenn tosend das Meer­wasser eindringt. Mehrere Wander­wege führen zu dem markanten Landschafts­punkt, unter anderm der Zöll­ner­pfad entlang der Küste auf dem Fernwanderweg GR 34. Mit dem Auto kann auf dem Park­platz am „Maison du Littoral“ parken und von dort aus am Granit­haus vorbei auf einem Sandweg Rich­tung Schlund laufen.

Von Perros-Guirec nach Subles

290 km | 3:30 h
Wir sich Zeit lassen will, kann die Halb­insel von Cherbourg erkunden, von deren Westküste man die briti­schen Kanal­in­seln sehen kann.

Côte d'Emeraude

Smaragd­grünes Meer und zahl­lose Dorfhei­lige
Die 120 Kilometer lange Smaragdküste liegt zwischen dem Cap Fréhel im Westen und Mont-Saint-Michel im Osten. Der Name ist von der Färbung des Meeres abge­leitet, das  sma­ragd-grün gegen die verwit­terten Felsklippen anbrandet. Dazwi­schen liegen schmale Sand­strände, die sich bei Ebbe in weite, goldgelbe Bade­buchten verwandeln. An dieser abwechs­lungs­rei­chen und schönen Küste landeten im 5. und 6. Jahr­hun­dert Mönche aus Irland, die sich vor den Angel­sachsen in Sicher­heit bringen mussten und gleichzeitig das Chris­tentum in der Bretagne ausbrei­teten. Daran erin­nern zahl­lose Orts­namen, die mit Saint beginnen. Fast jedes Dorf hat hier seinen eigenen Heiligen, dessen Gebeine oft in der Kirche aufbe­wahrt werden.

Haute Normandie

Cidre, Calvados und Camembert
Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittel­alter, als die Wikinger das Land eroberten und sich mit der einheimi­schen Bevöl­ke­rung vermischten. Daraus entstand ein eigener Stamm – die „Nordmannen“. Um sie zu befrieden, bekam ihr Anführer, Gånge Rolf, das Lehen der Normandie zuge­spro­chen. Er und seine Nach­fahren wurden Herzöge, von denen einer, nämlich Wilhelm, 1066 England eroberte. 900 Jahre später kamen die Engländer zurück, allerdings um an den Stränden der Normandie Urlaub zu machen. So wur­de Dieppe zum ersten Urlaubsort in der „Romantic Normandie“. Neben Sand­stränden und Geschichte gibt es noch weitere Attrak­tionen: Die drei großen C’s stehen für die norman­ni­sche Küche: Cidre, Calvados und Camembert. Das milde und feuchte Klima bietet ideale Voraus­setzungen für die Viehhal­tung und für den Anbau von Äpfeln. Etwa 10 Millionen Apfelbäume stehen in der Normandie und entfalten im Frühjahr eine wundervolle Blütenpracht.

Mont-Saint-Michel

Klosterberg im Wattenmeer
Der berühmte Abteiberg im Wattenmeer vor der Küste der Bretagne gilt als der bedeu­ten­dste Klosterbau des euro­päi­schen Mittel­alters. Wie eine Pyramide ragt er auf einer Platt­form von drei Hektar aus dem Meer empor. Der Legende nach soll es der Erzengel Michael selbst gewesen sein, der im Jahr 708 dem Bischof von Avran­ches den Auftrag zur Kloster­gründung gab. In drei Bauab­schnitten bis ins 15. Jahr­hun­dert hinein erhielt der Bau sein heutiges Aussehen. Das Kloster ist von 9:30 – 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden ange­boten. Wer die Kloster­insel besu­chen möchte, stelle sich auf touris­ti­sches Gedränge und Geschiebe ein. Hier werden auch die größten Gezei­ten­un­ter­schiede in Europa verzeichnet. Das Meer zieht sich bei Ebbe etwa 14 Kilometer zurück und schnellt dann mit einer Geschwin­digkeit von bis zu 15 Kilometer pro Stunde wieder vor.

Dinan

Ville d’art et d’histoire
Stadt der Kunst und der Geschichte – so lautet die Auszeich­nung, die der franzö­si­sche Staat dem breto­ni­schen Ort auf einem Hügel im Hinter­land von Saint-Malo verliehen hat. Aus dem 14. Jahr­hun­dert stammt die mäch­tige Stadt­mauer, die sich wie ein drei Kilometer langer Ring um die Altstadt zieht. Hoch über der Rance ragt eine Burg empor, die den wich­tigen Übergang über den Fluss sichern sollte. Direkt am Wasser liegt das Gerberviertel mit seinen spitzgieb­ligen Fach­werkhäusern aus dem 15. bis 17. Jahr­hun­dert. Vom Hafen aus kann man schöne Spaziergänge an den Fluss­armen entlang machen.
E

Côte de Nacre

Normannischer Badestrand mit Weltgeschichte

An der „Perlmuttküste“ am Ärmel­kanal gibt es viele kleine und größere Bade­orte mit fein­san­digem, breiten Strand, der in der Sonne wie Perlmutt glitzert.

Zwischen den Badezonen gibt es immer wieder felsige Abschnitte. Ange­sichts der heiteren Atmo­sphäre kann man kaum glauben, dass hier eine der größten Schlachten der Welt­ge­schichte stattgefunden hat. Am 6. Juni 1944 begann auf der Breite der gesamten Küste die Inva­sion der Alliierten, die auch als Opera­tion Over­lord oder noch besser als D-Day bekannt ist. Damit begann die geplante Eröff­nung einer Westfront der Anti-Hitler-Koali­tion. Wer mehr möchte als baden und radfahren, kann auf dem Circuit de Debarke­ment die wich­tigsten Orte der Inva­sion besu­chen.

Zu Gast in der alten Mühle von Subles

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die alte Wassermühle von Subles ist heute ein verstecktes Para­dies im Hinter­land der norman­ni­schen Küste.

Der Mühl­stein und das Räder­werk aus dem 18. Jahr­hun­dert sind gut erhalten und künst­le­risch in das neue Ambi­ente inte­griert. Das Gleiche gilt für die Außen­a­nlagen, wo die alten Teiche und Gräben zu einem einzig­ar­tigen Landschafts­park umge­staltet wurden. Hinzu kommt die freund­liche und unauf­dring­liche Gastfreundschaft von Madame Hélène, die gute Tipps für Restau­rants und Tages­ausflüge gibt. Mit dem Auto fährt man etwa zehn Minuten zu den nächsten Bade­stränden.

Ausflug (OPTIONAL)

D-Day - Fahrt im eigenen Wagen (ganztägig, deutsch)

Bereits als Jugend­li­cher hat Jean Lenoir mit dem Fahrrad oder Moped seine Heimat erkundet und stieß dabei immer wieder auf Spuren des D-Days. Nach dem Abitur begann er, sich systema­tisch für die Inva­sion der Alliierten in der Nacht vom 6. Juni 1944 zu inter­es­sieren. Er interviewte Bauern, Soldaten und andere Zeitzeugen. Er lebte mehrere Jahre in Deutsch­land. Seit seiner Rückkehr in die Heimat führt er Besu­cher zu den Orten, an denen Welt­ge­schichte geschrieben wur­de. Seine Arbeit betrachtet er als ein deutsch-franzö­si­sches Versöhnungs­projekt.

Besucht werden unter anderem Longues, wo die Deutsch Mari­neküs­tenbatterie statio­niert war, der Omaha Beach, der Utah Beach, Angoville, Carentan und La Cambe. Jean fährt entweder als Beifahrer in Ihrem Wagen mit oder Sie steigen in einen Minibus mit Fahrer ein.

Caen

Im Brenn­punkt des D-Day
Vor 1.000 Jahren bauten die Normannen eine Festung auf einer Insel zwischen den Flüssen Orne und Odon. Unter Wilhelm dem Eroberer kamen zwei Abteien hinzu. Im Hundertjäh­rigen Krieg zwischen England und Frank­reich wur­de die Stadt ständig bela­gert. Doch die größte Zerstörung erlebte Caen im Frühs­ommer 1944. Am D-Day, dem 6. Juni 1944 tobte eine erbit­terte Schlacht zwischen den Alliierten und den deut­schen Besatzern. Am 9. Juli 1944 gaben die Deut­schen Caen auf und somit war die Stadt befreit. Rund um die wieder restau­rierten histo­ri­schen Bauten entstand das neue Caen, eine grüne Stadt, deren studen­ti­sches Flair mit Cafés und Boutiquen zahlreiche Besu­cher anzieht.

Bayeux

Altstad­t­idyll mit goti­scher Kathedrale
Die alte Bischofs­stadt liegt etwa neun Kilometer südlich des norman­ni­schen Küsten­ab­schnitts, an dem die alliierten Truppen 1944 gelandet sind. Die verwin­kelte Altstadt mit Bürger­häusern aus dem 14. bis 18. Jahr­hun­dert ist umgeben von satt­grünen Wiesen, Weiden und Äckern. Mittel­punkt bildet die Kathedrale, ein Meister­werk norman­ni­scher Gotik. Haupt­at­trak­tion der Stadt ist aber ein 70 Meter langer Wand­teppich aus dem Jahr 1077, der in 58 Szenen die Erobe­rung Englands durch William the Conqueror darstellt. Die Telle de Conquest ist heute im Centre Guillaume-le-Conquérant ausge­stellt. An der Küste wech­selt Steil­küste mit Sand- und Kies­stränden ab.

Omaha Beach

Längster Strand bei der Opera­tion D-Day
Omaha Beach war mit den zehn Kilome­tern Strand zwischen der Mündung der Vire bei Vierville-sur-Mer und dem kleinen Fischer­hafen von Port-en-Bessin der längste Front­ab­schnitt der alliierten Landung 1944. Die weiter östlich gelegenen Strände hatten die Deck­namen Gold, Juno und Sword Beach.

Von Subles

Mietwagenabgabe

Von Subles nach Paris

265 km | 3:30 h

Die Strecke führt über Rouen, die reizvolle alte Haup­stadt der unteren Seine und der Normandie. Mit ihren über 2000 Fach­werkhäusern und prächtigen Kirchen lohnt sie unbedingt einen Besuch.

Weiter seine­aufwärts kommt man nach Giverny zu Montes Gärten. Sechs Gärtner hatte der impres­sio­nis­ti­sche Maler ange­stellt, um ein Para­dies zu schaffen, das vor allem einem Zweck diente: gemalt zu werden.

Deauville

„König­reich der Eleganz“
Bis in die ­Mitte des 19. Jahr­hun­dert war der Ort zwischen Caen, Rouen und Le Havre noch ein Bauerndorf. Dann begann Charles de Morny, ein Halb­bruder Napoleons III., aus „Sumpf und Sand ein König­reich der Eleganz“ zu schaffen, das zum An­zie­hungs­punkt der mondänen Pariser Gesellschaft werden sollte. Mit Luxus­ho­tels im neono­rman­ni­schen Stil, einem Casino und einer Pferde­renn­bahn wur­de die Entwick­lung vorange­trieben. Bald kamen Könige, Hollywood­stars, Künstler und Kompo­nisten. Ein Yacht­hafen und eine attrak­tive Strand­pro­me­nade runden das Angebot ab.

Honfleur

Male­ri­sches Hafen­städt­chen im Dépar­te­ment Calvados
Die Stadt im Dépar­te­ment Calvados war jahrhunder­te­lang relativ unbedeu­tend im Vergleich mit Harfleur auf dem anderen Ufer der Seine­mündung. Heute zählt das kleine Hafen­städt­chen zu den schönsten und roman­tischsten Orten der ganzen Normandie. Weil das Geld fehlte, den Ort zu moder­ni­sieren, sind die schmalen, mehr­stö­ckigen Fach­werkhäuser und die unter Ludwig XIV entstan­dene Befes­tigungs­anlage am Vieux Bassin aus dem 17. Jahr­hun­dert erhalten geblieben. Bereits im 19. Jahr­hun­dert zog die pittoreske Hafen­stadt bekannte Maler an, darunter Courbet, Renoir und Cézanne. Auch heute noch stehen die Maler am Kai und in den Greniers à Sel, den Salz­la­ger­häusern an der Festung. Unweit vom Hafen liegt die größte Holz­kirche Frank­reichs, die Église Sainte-Cathe­rine, vor der mitt­wochs und sams­tags der Wochen­markt stattfindet. Das Karus­sell, das jedes Jahr im Frühling am Hafen­be­cken aufge­baut wird, wur­de um 1900 gebaut und besteht aus 2 Etagen.

Abbaye de Jumièges

Ruine mit spiritueller Kraft
Einst gehörte die Abtei zu den reichsten Frank­reichs; heute liegt sie in Ruinen. Die allerdings lassen die eins­tige Bedeu­tung des Klos­ters erahnen. Ganz erhalten sind die 47 Meter hohen Doppeltürme, die weithin sichtbar himmelwärts streben. Das dach­lose Haupt­schiff hat mit einer Länge von über 120 Metern gewal­tige Ausmaße. Der im spätgo­ti­schen Stil erbaute Kreuzgang ist teilweise zerstört. Lord Stuart de Rothesay hatte einen Flügel gekauft und ihn in sein Schloss Highcliffe bei Bour­nemouth einbauen lassen. In der Mitte des rest­li­chen Kreuzgangs wächst sein über 500 Jahren eine mäch­tige Eibe. In der Peters­kirche direkt neben der Haupt­kirche sind Reste karolingi­scher Wandma­le­reien erhalten. Ein Bogen im West­werk zeigt das typi­sche Mäandermuster. Auf der Südwand ist ein Portrait zu sehen, am besten ist der Schopf zu erkennen. Wen es darstellt, ist nicht bekannt.

Mietwagenabgabe

Station: Paris City (City Office)

Paris

1 km | 3 Minuten
F

Paris

Mehr als eine Weltmetropole

Der Name bezeichnet mehr als eine Stadt: er ist ein Mythos. Vom Hoch­mit­tel­alter bis ins 19. Jahr­hun­dert war sie nicht nur Mittel­punkt Frank­reichs, sondern auch die bedeu­ten­dste Stadt des Abend­landes, dessen Geschichte sie entschei­dend beeinflusst hat.
Stadt­anlage und Bauwerke spiegeln die Bedeu­tung der Metro­pole wider: Die Champs-Elysées, der Eiffelturm, Sacre Coeur, die Eleganz des Place de la Concorde oder die Erha­ben­heit der Kathedrale Notre Dame zeugen nicht nur von der poli­ti­schen und kulturellen Welt­gel­tung.

Sie haben Paris auch den Ruf als schönste Stadt der Welt einge­bracht.
Die Muse­ums­welt der Haupt­stadt sucht ihres­glei­chen. Vom Louvre über das Orsay, das Centre Pompidou und das Rodin bis zur Cité des Sciences ist jedes Museum ein ästhe­ti­sches Erlebnis. Auf andere Weise gilt das auch für die Mode­hoch­burgen der Stadt, Faubourg, Saint Honoré oder Avenue Montaigne. Paris ist daneben auch eine Einkaufs­me­tro­pole, wo das Shopping mit anschließendem Pastis in einem pittoresken Straßen­café zum Kult wird.

Zu Gast in einem Hotel am Louvre

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Hotel befindet sich im Zentrum von Paris, im Schatten des Louvre, und so nah an der ehema­ligen Königs­kirche St.

Germain l'Auxer­rois, dass die Gesänge von dort zu hören sind. Im Keller befindet sich noch eine Drucker­presse, auf der während der franzö­si­schen Revo­lu­tion illegale Flugblätter gedruckt worden sind. Dort, wo jetzt die Rezep­tion ist, soll früher ein Café gewesen sein, in dem Puccini Teile seiner Oper „La Boheme“ spielen lässt. Die Zimmer variieren in Größe und Design – stil­voll ist die Einrich­tung jedoch durchweg. Früh­stück wird nach guter Pariser Sitte im Zimmer serviert. Zahlreiche Sehens­wür­digkeiten sind fußläufig erreichbar.

Louvre

Vom Königs­schloss zum meist­be­suchten Museum der Welt.
Über Jahrhunderte war der Louvre das Schloss der franzö­si­schen Könige und die größte Baustelle Frank­reichs. Fast jeder König hat Verände­rungen vornehmen lassen. Im 12. Jahr­hun­dert war er noch eine trutzige Burg, wur­de in den nächsten zwei Jahrhunderten aber schnell zu einer repräsenta­tiven Residenz erwei­tert. Was die Zeiten über­dau­erte, sind die vier Flügel rund um den quad­ra­ti­schen Innenhof. Als Ludwig XIV. seine Residenz nach Versailles verlegte, verfiel der Bau und fand eine dauer­hafte Bestim­mung erst nach der Revo­lu­tion. 1791 beschloss die Natio­nalver­samm­lung, die enteig­neten Kunst­schätze des Königs und des Adels zu sammeln und dort auszu­stellen. Heute ist der Louvre mit jähr­lich etwa etwa zehn Millionen Besu­cher das größte Museum der Welt. Seine Samm­lung umfasst über 380.000 Werke, von denen nur knapp ein Zehntel auch ausge­stellt wird. Das berühm­teste Gemälde ist vermut­lich die Mona Lisa, die Leonardo da Vinci um 1503 gemalt hat.

Quar­tier Latin

Vom Studen­ten­viertel zur Touris­tenmeile
Das tradi­tionelle Studen­ten­viertel in Paris liegt nahe der Univer­sität Sorbonne und heißt Quar­tier Latin, weil die Gelehrten über lange Zeit Latein spra­chen. Viele Schrift­steller haben in der Gegend gewohnt, unter anderen Honoré de Balzac, Gabriel García Márquez und Klaus Mann. Während der Studen­ten­un­ruhen 1968 war das Viertel Schau­platz heftiger Straßenkämpfe. Tausende von Studenten wurden verhaftet, über hundert wurden im brutalen Polizei­ein­satz gegen die „Nacht der Barri­kaden“ schwer verletzt. Als die Gewerkschaften aus Soli­da­rität mit den Studenten den Gene­ral­streik ausriefen, trat Präsident de Gaulle zurück. Heute wohnen im Quar­tier Latin kaum noch Studenten, weil die Mieten unbe­zahlbar geworden sind. Stattdessen gibt es dort ange­sagte Restau­rants und Boutiquen.

Notre Dame

Meister­werk der franzö­si­schen Gotik
Fast 200 Jahre wur­de an der Kirche des Erzbischofs von Paris gebaut. Doch als sie 1345 endlich fertig war, war ein Wunder­werk entstanden, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte. Obwohl sie eine der früh­esten Kathedralen der Gotik war, ist sie ihr Meister­werk geblieben. Wie ein Juwel thront Notre-Dame über der Seine. Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, der Dachreiter 96 Meter. Das Kirchen­schiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch; es bietet bis zu 10.000 Personen Platz. Die Kathedrale war für die dama­lige Zeit ein Super­lativ, was durchaus beab­sich­tigt war. Sie sollte den benach­barten Louvre, der damals das Königs­schloss war, über­strahlen. Notre-Dame zeugt davon, dass Paris vom Hoch­mit­tel­alter bis ins 19. Jahr­hun­dert nicht nur Mittel­punkt Frank­reichs, sondern auch die bedeu­ten­dste Stadt des christ­li­chen Abend­landes war und dessen Geschichte entschei­dend beeinflusst hat.

Paris

Paris

34 km | 35 Minuten
15 Tage
ab 1.879,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
Nach Oben