Auvergne

Wanderparadies Südfrankreich

Vulkane, Schluchten und Wälder

Abseits der Touristenpfade gibt es in Frankreich großartige Landschaften, die man am besten zu Fuß erkundet. Am Schluss der Rundreise steht ein Dorf in den Berner Oberalpen, das nur mit der Seilbahn erreichbar ist.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Nach Tournus

A

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast im Turm des Kämmerers von Tournus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Turm des Kämme­rers lag ursprüng­lich an der Stadt­mauer von Tournus, einem idyll­li­schen Provinzdorf mit einer einzig­ar­tigen roma­ni­schen Kirche.

Der Umbau des ehrwür­digen Gemäuers aus dem 17. Jahr­hun­dert zu einem der sicher­lich schönsten Gäst­e­häuser entlang der Saône ist eine architek­to­ni­sche Meister­leis­tung. Sophia und Thierry, die franzö­sisch-belgi­schen Gastgeber, bieten ihren Gästen eine Oase der Ruhe und des Wohlfühlens. Dazu tragen auch der große Park mit uralten Bäumen und ein herr­li­cher Blick auf die Saône bei. Die Gäste­zimmer wurden mit viel Liebe in einem jeweils eigenen Design gestaltet. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit haus­gemachten und frischen Produkten serviert – bei schönem Wetter auf der Terrasse.

Mâcon­nais

Weinberge, uralte Dörfer und Kloster­ruinen
Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs. Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Tournus

Roma­ni­sche Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen
Zwischen den idylli­schen Wein­bau­regionen vom Südburgund liegt Tournus am rechten Ufer der Saône. Seine Kathedrale, St-Philibert, gehört zu den bedeu­ten­dsten roma­ni­schen Bauwerken Frank­reichs. Sie beherbergt die Reli­quien des Heiligen Philibert, die in der Zeit der Norman­nenüber­fälle hier in Sicher­heit gebracht wurden. Im Südwesten erstreckt sich das Mâcon­nais, ein lieb­li­ches Hügel­land, in dem sich uralte Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen und roma­ni­sche Kirchen verste­cken. Die Mystik und Stille der Umge­bung scheint besonders Orden anzu­ziehen.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Von Tournus nach Saint-Saturnin

256 km | 3:00 h
über abge­legene Neben­stre­cken und uralte Dörfer fährt man durch Südburgund nach Südwest. Dabei kommt man durch Cluny, wo in roma­ni­scher Zeit das mächtigste Kloster des Abend­landes und Ursprungsort der Cluniazenser stand.

Parc de la Tête d'Or

Orangerie, Zoo und bota­ni­scher Garten im Herzen der Stadt
Der Parc de la Tête d'Or liegt am Ufer der Rhône und erstreckt sich über eine Fläche von 105 Hektar. Die ursprüng­lich 117 Hektar des soge­nannten Tête d'or-Landes wurden 1856 gekauft; ein Teil des Gebiets musste entfernt werden, um die Deiche, die vor der Rhône schützten, zu verbe­s­sern. Inner­halb von vier Jahren gab der Schweizer Landschafts­ar­chitekt Denis Bühler der Anlage ihr heutiges Aussehen, das vom Bois de Boulogne und den engli­schen Gärten inspi­riert ist. Sehens­wert sind vor allem die Orangerie, der Rosen­garten, der zoologi­sche Park, der bota­ni­sche Garten und die Gewächs­häuser des Parc de la Tête d'or. Der zoologi­sche Garten umfasst u. a. eine afri­ka­ni­sche Ebene, in der Tiere der afri­ka­ni­schen Savanne leben und ein einzig­ar­tiges Biotop, das den Wäldern Asiens entspricht. Dieser nach­ge­bil­dete Lebens­raum beherbergt 25 Tier­arten, die in ihrer natür­li­chen Umge­bung bedroht sind

Basilique Notre Dame de Fourviere

Prunkvoll gestal­tete Basilika mit vier Türmen
Die Basilika Notre-Dame de Fourvière auf dem Gipfel des „betenden Hügels“ wur­de ab 1872 erbaut, 1896 eingeweiht und ist heute eines der Wahrzei­chen der Stadt Lyon. Sie ist der Jungfrau Maria gewidmet und steht als histo­ri­sches Denkmal auf der Liste des UNESCO-Welt­kultur­erbes. Heute gilt sie als das Wahrzei­chen der Stadt Lyon. Ihre Architektur entspricht einer Mischung aus byzan­ti­ni­schen, goti­schen und roma­ni­schen Einflüssen.
Die Basilika ist 86 Meter lang und 35 Meter breit und hat vier Türme, die jeweils 48 Meter hoch sind und die Kardi­nal­tugenden symboli­sieren: Klugheit, Mäßigung, Kraft und Gerech­tigkeit. Die Kirche besteht aus drei großen Schiffen und drei Gewölben mit goti­schen Bögen und wird von 16 Säulen gestützt. Im Inneren wurden Mate­rialien wie weißer Marmor aus Carrara, rosa Granit aus Nord­i­talien, blauer Marmor aus Savoyen, grüner Onyx, Silber- und Gold­stücke, Eben­holz und Elfen­bein verwendet. Die Seitenwände schmü­cken sechs große Mosaike mit einer Fläche von 50 Quad­r­at­me­tern.

Musée des Confluences

Museum als Brücke zwischen Natur und Kultur
Kennzeich­nend für das Musée des Confluences in Lyon sind zunächst einmal seine Lage und seine architek­to­ni­sche Form. Unmit­telbar unter­halb des Museums verei­nigen sich die Wasser der Rhône und der Saône. Das Konzept beruht auf der Idee, ein Museum zu bauen, das den Zugang zur Natur nicht behindert, sondern einen Übergang vom Gebäude zur Natur darstellt. Besu­cher können so die Halle und die Räume des Museums durch­queren, ohne eine Eintrittskarte zu kaufen und eine Ausstel­lung zu besu­chen. Die Samm­lungen des Museums umfassen fast 3,5 Millionen Objekte und Exem­plare aus den Berei­chen Natur­wis­senschaften, Geis­tes­wis­senschaften sowie Wissenschaft und Technik.

Auf den Kalk­steinfelsen von Solutré

Natur­denkmal des Mâcon­nais
Wie ein monu­men­tales Denkmal erhebt sich die Roche de Solutré aus der grünen Wein­landschaft des Mâcon­nais. Der schroffe Kalk­steinfelsen ist geformt wie ein Keil, der von Norden aus eher flach ansteigt, um dann an den übrigen Seiten steil abzu­fallen. Funde, die am Fuße des Felsens gemacht wurden, haben eine mensch­liche Besied­lung über fünf stein­zeit­liche Perioden nach­ge­wiesen. Wander­wege führen hinauf auf den Gipfel, von wo aus sich eine schöne Aussicht über die sanften Hügel des Umlands bietet.
(Hin und zurück: 3,6 Kilometer, 1:20 Stunde, auf und ab: 120 Meter)
B

Auvergne

Land der Vulkane und unberührten Flüsse

Die Region im Zentrum von Frank­reich ist ein Natur­pa­ra­dies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt.

Geformt wur­de das Land von Feuer und Wasser. Vulkane türmten die zackig gefal­teten Granit­mas­sive auf. Wild­bäche und Flüsse, teilweise bis heute unbe­rührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lava­bu­ckeln gegr­aben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den uner­gründ­li­chen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel. Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besich­tigt werden.

Zu Gast im Schloss von Saint-Saturnin

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Türme, Wasser­gräben und Wehrgänge des könig­li­chen Schlosses zeugen noch heute von der mili­täri­schen Stärke der Anlage im 13.

Jahr­hun­dert. Der Kern der Burg stammt von 1291, andere Teile kamen später hinzu: Die Fensterkreuze, die impo­santen Wendeltreppen und das Dach mit mäch­tigen Decken­balken etwa ­stammen aus der Renais­sance, das Mobiliar überwiegend aus dem 19. Jahr­hun­dert. Heute ist das histo­ri­sche Hotel mit nur fünf Zimmern zwar ein kleiner Gäste­be­trieb, dafür aber einer der schönsten am Parc des Volcans. Ein High­light: Die Gastgeber bieten ihren Gästen eine kosten­lose Führung durch das Schloss und den Garten an.

Puy Mary

Vulkank­rater mit Aussicht
Wer von Aurillac, der alten Haupt­stadt der Auvergne, durch das male­ri­sche Tal der Jordanne 30 km nach Nord­osten fährt, kommt in die Monts du Cantal, ein gewal­tiges Vulkan­masiv. Der Puy Mary (1.787 Meter) ist der Hauptgipfel eines ehemals riesigen Vulkans, der vor 20 Millionen Jahren ausgebro­chen ist und eine Höhe von über 3.000 Metern erreicht hat. Vom Pas de Peyrol kann man zu Fuß in einer halben Stunde auf den Gipfel wandern, wo sich eine grandiose Aussicht über das strah­lenför­mige Massiv bietet. Zurück sollte man über Falgoux und Salers fahren, wo rote Rinder grasen.

Puy de Dôme

Einsames Vulk­an­land im Massif Central
Die Monts Domes sind eine Kette von über hundert Vulkanen über eine Länge von 30 km. Das grandiose Massiv liegt nordwest­lich von Clermont Ferrand in der Auvergne, eine der ungewöhn­lichsten Landschaften Europas. Die kaum besiedelte Berg­region bietet eindrucksvolle Natur bis zum Horizont, aber auch verträumte Dörfer mit roma­ni­schen Kirchen. Als höchster Berg über­ragt der Puy de Dome mit 1.495 Metern das Massiv. Schon den Galliern war dieser Berg heilig. Die Römer errich­teten hier einen Merkus-Tempel. Vom Col de Ceyssat im Süden beginnt der Aufstieg, der etwa eine Stunde dauert. Vom Gipfel kann man an klaren Tagen bis zum Mont Blanc schauen.

Besse-et-Saint-Anas­taise

Von der Lava-Stadt zum Vulk­ansee
Der Ort im Sancy-Massiv hat heute nur noch knapp 1500 Einwohner, ist aber weit über 1000 Jahre alt. Er entwi­ckelte sich rund um ein Kloster und wur­de 1270 sogar Stadt. Die Rein­ais­san­cebauten aus schwarzer Lava sind Ausdruck des Wohl­standes im 15. und 16. Jahr­hun­dert. Heute beherbergen sie Läden, Gale­rien und Restau­rants für die vielen Besu­cher im Sommer und die Skifahrer im Winter. Wer dem länd­li­chen Trubel entrinnen möchte, kann in einem Tal zum Lac Pavin wandern und die weite Vulk­an­landschaft genießen. (hin und zurück 12,2 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 290 Meter)

Wande­rung vom Lac de Servières zum Puy de l'Ouire

Aussichtsreiche Besteigung eines Vulk­angipfels
Der Lac de Servières ist ein Maar, wie man die Vulk­an­seen in ehema­ligen Kratern auch auf franzö­sisch nennt. Er liegt zwischen ausge­dehnten Wäldern auf einer Höhe von gut 1200 Metern und hat eine Wasser­ober­fläche von knapp 15 Hektar. Der See wird von mehreren Vulk­angipfeln über­ragt. Zwei Fernwander­wege führen durch die großar­tige Land­schaft. Unser Wandervor­schlag beginnt am See und führt nach­ein­ander auf drei Vulk­angipfel ober­halb der Waldzone, weshalb man mit einer weiten Aussicht belohnt wird. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 310 Meter)

Wande­rung zwischen den Puys

Durch das größte Vulkan­massiv Europas
Für Natur- und Landschafts­liebhaber gibt es hier viel zu entde­cken. Die aussichtsreiche und nicht besonders anstren­gende Wande­rung führt auf der Nord­seite des großen Puy de Dome durch die alten Vulkan­kegel. Vorbei an Grotten, Heide und satten Grün­flächen, immer mit Blick auf den 1465 Meter in die Höhe ragenden Puy de Dome. (hin und zurück: 9,9 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 504 Meter)

Von Saint-Saturnin nach Saint Privat d'Allier

113 km | 2:00 h
Nachdem man das vulka­ni­sche Gebiet verlassen hat, kann man bei einen Abste­cher in das kleine Dorf Léotoing machen. Dort hat man einen spekta­kulären Blick in die Schlucht, die die Alagnon auf ihrem Weg aus der Auvergne gegr­aben hat.

Léotoing

Blicke in spekta­kuläre Schlucht
Das kleine Dorf Léotoing ist vor allem inter­essant, weil man dort einen spekta­kulären Blick in die Schlucht hat, die der Fluss Alagnon auf seinem Weg aus der Auvergne gegr­aben hat. Er entspringt im Gemeindegebiet von Laveis­sière, in den Monts du Cantal, an der Ostflanke des Puy Bataill­ouse. Die Quelle liegt im Regio­nalen Natur­park Volcans d’Auvergne.
C

Le Puy-en-Velay

Kirchen auf Vulkanschloten

Die Haupt­stadt von Haute-Loire liegt auf über 600 Höhenme­tern im südli­chen Zentral­massiv. Die Land­schaft ist bizarr: ringsumher liegen die Puys, wie man die Basaltkuppen nennt.

Sie sind ehema­lige Vulk­anschlote. Auf einer Kuppe thront die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe (heiliger Michael auf der Nadel). Bereits in römi­scher Zeit hatte hier ein Tempel gestanden. Auf der anderen Kuppe steht die 16 Meter hohe Statue von Notre–Dame de la France, die 1860 aus Kanonen gegossen wur­de, die im Krimkrieg erbeutet wurden. Die Kathedrale von Le Puy-en-Velay gehört zum Welt­kultur­erbe der UNESCO. Sie steht am Fuße des Vulkan­kegels und ist Ausgangs­punkt eines Jakobs­wegs.

Zu Gast in einem Bauernhaus bei Le Puy

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das eins­tige Bauern­haus west­lich von le Puy ist heute ein komfor­ta­bles Gäste­haus mit wenigen Zimmern, das Sylvie und Thierry mit großem Engage­ment führen.

Im Garten kann man unter alten Bäumen ausspannen oder von der schat­tigen Terrasse über die stei­n­alten Dächer von Saint Privat d'Allier weit ins Land schauen. Empfehlens­wert ist das Dinner am Tisch der Familie, das vorbe­stellt werden muss. Eine gute Gelegen­heit, seine Franzö­sischkennt­nisse anzuwenden; die Gastgeber verstehen jedoch auch Englisch. Nicht weit entfernt führt der Jakobsweg nach Santiago de Compo­s­tela vorbei, sodass die Unter­kunft von vielen Pilgern genutzt wird.

Okzi­ta­nien

Viel­sei­tige Küste zwischen Pyre­näen und Rhône
Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13. Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.

von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues

Etappe auf dem Jakobsweg
1526 Kilometer lang ist der Jakobsweg von Le Puy bis nach Santiago di Compo­s­tela. Der Abschnitt von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues entspricht etwa der zweiten Tages­e­tappe. Die Tour beginnt an der Kapelle Saint Jacques in einer Burg, von der ledig­lich ein Wehrturm die Kriege und Revo­lu­tionen über­standen hat. Auf halber Strecke liegt Moni­s­trol-d'Allier tief im Tal des Allier am Zufluss der L'Ance liegt. Dort gibt es ein paar Pilger­herbergen. Anschließend geht es einen steilen Hang bergauf. Dort befindet sich die Kapelle La Madel­eine in einer Grotte. Angeb­lich diente sie schon den Kelten als Unter­schlupf. Oben, auf der spär­lich besiedelten Hoch­e­bene der Marge­ride, pilgert man durch Wiesen, Felder und kleine Wäldchen. Für den Rückweg muss man ein Taxi nehmen. (Hin : 17,8 Kilometer, 5:30 Stunden, auf: 560 Meter, ab: 470 Meter)

Wande­rung von Le Puy nach Poli­gnac

Mittel­alter­liche Festung auf einem Basaltkegel
Das uralte Dorf schart sich rund um eine mäch­tige Burg, die unein­nehmbar auf Basaltkegel thront. Inner­halb der Burgmauern ist vor allem die Kirche Saint-Andéol und im Dorf die Kirche Saint-Martin mit roma­ni­schen Fresken und einem goti­schen Eingangsportal sehens­wert. Ein Rundwanderweg führt durch Wiesen und Felder von Le Puy nach Poli­gnac. Dabei kann man einen Abste­cher zum Mont Denise machen mit schöner Aussicht über das Tal der Borne. (hin und zurück: 11,1 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 400 Meter)

Von Saint Privat d'Allier nach Les Vans

137 km | 3:00 h

Antrai­gues

Künst­lerdorf in den Monts d'Ardèche
Das Künst­lerdorf mit 560 Einwoh­nern liegt im Natur­park Monts d'Ardèche, umringt von den dicht bewal­deten Gebirgs­zügen der Cevennen. Antrai­gues ist schon seit dem Mittel­alter ein beliebter Wohn­sitz regio­naler Künstler, die das Dorf entschei­dend geprägt haben. Zum Beispiel entwarf der Künstler Jean Saussac die Ruelle aux cent sculptures, eine Gasse, an deren Wänden kleine Metall­pla­ketten mit Gesichtern und anderen Formen zu sehen sind. Hoch über dem Ort thront eine Burg auf einem Basaltfelsen, von dem man bis zum Coup d'Aizac, einem erlo­schenen Vulkan, sehen kann.
D

Ardèche

Eldorado für Kajakfahrer und Fotografen

Der Unter­lauf der Ardèche gehört zu den großen Naturwundern Frank­reichs. Von Vallon-Pont-d'Arc bis zur Mündung in die Rhone hat sich der wilde Fluss eine bis zu 300 m tiefe Schlucht, die Gorges de l'Ardèche, gegr­aben.

Die D290, die das Tal erschließt, führt zu grandiosen Aussichts­punkten. Die Gorges de l'Ardèche ist ein Eldo­rado für Kanu- und Kajaksport. Auch Schwimmen ist überall möglich. Zahlreiche Wander­wege führen durch die Schlucht.

Zu Gast in einem Landhaus bei Les Vans

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus, in dem sich einmal eine Seidenrau­pen­zucht befand, liegt in einem Olivenhain etwas außer­halb von Les Vans.

Auf dem 8.000 Quad­r­at­meter großen Grund­stück kann man sich im Schatten von Stein­ei­chen, Maulbeer- und Olivenbäumen nieder­lassen, den Duft von Rosmarin, Thymian und Wildminze genießen und dem Zirpen von Zikaden lauschen. Für Gäste gibt es zudem einen Pool mit Sonnen­deck sowie ein gemüt­li­ches Wohnzimmer. Alle Räume – so auch die Gäste­zimmer – sind liebevoll einge­richtet. Morgens wird das Früh­stück meis­tens auf der Terrasse unter Sonnen­schirmen serviert. Wenige Kilometer weiter liegt der Bois de Païolive, ein zauber­hafter Wald, in dem bizarre Felsen zwischen uralten Eichen stehen.

Naves en Ardèche

Mittel­alter­li­ches Dorf zwischen Olivenhainen und Weinbergen
Das mittel­alter­liche Dorf liegt in der Nähe von Naves im male­ri­schen Tal der Ardèche zwischen Olivenhainen und Weinbergen. Drei Burgen aus dem 12. Jahr­hun­dert zeugen davon, dass es einst zu Vertei­digungs­zwe­cken ange­legt wur­de. Im 19. Jahr­hun­dert erlebte es eine Blüte während der Seidenrau­pen­zucht. Als es im 20. Jahr­hun­dert langsam verfiel, entdeckten Künstler den Ort für sich. Heute ist das auto­freie Dorf Ausgangs­punkt mehrerer Wander­wege.

Aven d’Orgnac

Unter­irdi­sches Höhlen­system
Als Robert de Joly die Höhle im Jahr 1935 entdeckte, war er von der Schön­heit des Ortes so gefangen, dass er beschloss, sie für die Öffent­lichkeit zugäng­lich zu machen. Seit 1939 können Besu­cher das Höhlen­system im Rahmen einer Führung erkunden. Nach einem Einfüh­rungs­video zur Entste­hung der Höhle gelangt man in die drei Bereiche, in denen übri­gens ganzjährig eine Tempe­ratur von 12 Grad Celsius herrscht. Über insge­samt 720 Stufen führt der Weg zuerst in den Salle De Joly, dann in den Salle du Chaos und als letztes in den Salle Rouge, von wo aus man mit einem Aufzug zurück nach oben kommt. 7.000 Quad­r­at­meter Stalag­miten und Stalak­titen, darunter Forma­tionen wie der „Turm von Pisa“, der „Wald aus Teller­sta­peln“, die „Riesenpalmen“ und der „Pini­enzapfen“ mit einer Höhe von über elf Metern, Kalk­stein, der durch Wasser zu einem Meister­werk aus weißen, purpurnen, ockerfarbenen und braunen Farb­tönen geformt wur­de und eine Ton- und Lichtschau in einer Galerie mit kolos­salen Säulen erzeugen nach­hal­tigen Eindruck.

Wande­rung zwischen Les Vans und Naves

Obstwiesen und Kasta­ni­enwälder in alter Kultur­landschaft
Die Wande­rung führt von Les Vans durch die vielfäl­tige Land­schaft unter­halb des Dorfes Naves. Obstwiesen und Wein­gärten prägen die Umge­bung des Dorfes. Ober­halb von Naves kommt man durch alte Kasta­ni­enwälder in die kleine Ortschaft Brahic, wo stei­n­alte Häuser und enge Gassen ein typisch südfranzö­si­sches Flair verbreiten. Zum Abschluss der Wande­rung laden in Les Vans nette kleine Geschäfte zum Bummeln ein. (hin und zurück: 11,5 Kilometer, 4:10 Stunden, auf und ab: 508 Meter)

Wande­rung zu den Dolmen du Calvaire

Auf einem Kreuzweg zu zwei präh­is­to­ri­schen Steinbau­werken
Die präh­is­to­ri­sche Mega­lit­h­anlage nahe dem Weiler Calvaire zählt zu den „Dolmens de l’Ardèche“, die mit 800 Dolmen hinter der Bretagne das zweitgrößte mega­li­thi­sche Areal bilden. Dass auch die Christen dem etwa 7.000 Jahre alten Steinbau­werk eine spirituelle Bedeu­tung zumaßen, zeigt der Kreuzweg, der hinaufführt und an einer Kapelle aus dem 16. Jahr­hun­dert endet. Etwa 70 Meter hinter der Kapelle liegt der intakte Dolmen mit drei Trag­steinen und einer Decken­platte, deren Gewicht wird auf elf Tonnen geschätzt wird. Wer die Dolmen besich­tigen möchte, kann das mit einem Rundweg verbinden, der in St-Alban beginnt. (hin und zurück: 6,7 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 195 Meter)

Wande­rung durch Ruoms

Mittel­alter­li­ches Städt­chen mit Flussbade­stelle
Das mittel­alter­liche Dorf am Zusam­menfluss von Ardèche, Beume und Chas­sezac ist im 10. Jahr­hun­dert aus einer Priorei hervor­gegangen. Aus dieser Zeit stammt noch La Chapelle Notre Dame. Der histo­ri­sche Dorfkern ist von einer Stadt­mauer mit sechs Türmen umgeben. In der Umge­bung wird Wein mit der Herkunfts­bezeich­nung Côtes du Viva­rais ange­baut. Frei­tags findet bis 13 Uhr ein großer Markt statt. Man kann den Besuch der Stadt mit einem Spaziergang an der Ardèche verbinden, der auch an einer Bade­stelle und einer Höhle vorbei­führt. (Hin und zurück: 7 Kilometer, 2;30 Stunden, auf und ab 98 Meter)

Von Les Vans nach Eybens

224 km | 3:30 h

Parc Jouvet

Natur­denkmal im Herzen der Stadt
Der im Herzen der Stadt gelegene Park ist nach Théodore Jouvet (1837-1905) benannt, dem großzügigen Spender, der der Stadt die für den Kauf des Grund­stücks erforder­liche Summe geschenkt hat. Der Park wur­de am 13. August 1905 eingeweiht und ist seit 1942 als Natur­denkmal und Ort mit künst­le­ri­schem, male­ri­schem Charakter klas­si­fi­ziert. Über 700 Bäume – u. a. auch seltene Arten – Teiche, Kanäle, Skulpturen und ein Springbrunnen, der von zwei Stein­treppen flankiert wird, geben dem rund acht Hektar großen Park eine schöne Struktur. Bei einem Spaziergang kann man zudem einen Rosen­garten, Spiel­plätze, einen kleinen Zug und seinen Bahnhof, einen Stein­garten, von exoti­schen Pflanzen gesäumte Wasser­läufe, einen Pavillon mit Sonnenuhr und Volieren entde­cken.

Château de Tournon

Museum im eins­tigen Sitz der Herren von Tournon
Das am Ufer der Rhône gelegene Schloss Tournon, ein denkmalge­schütztes histo­ri­sches Gebäude, wur­de im 15. und 16. Jahr­hun­dert in einem Stil erbaut, der die Entwick­lung zwischen dem Mittel­alter und den Anfängen der Renais­sance wider­spiegelt. Im Hauptgebäude, in dem einst die Herren von Tournon lebten, zeigt das Inte­rieur aus dem 17. Jahr­hun­dert den Umfang der Besitz­tümer der Familie. Seit 1928 beherbergt das Schloss ein Museum, das in mehrere Abtei­lungen gegliedert ist und sich vorwiegend auf das Thema Rhône bezieht.

Tain-l’Hermi­tage

Berühmter Weinberg im Rhone­knie
Das Winzerdorf Tain auf der linken Seite der Rhone ist kelti­schen Ursprungs und schon über 2.000 Jahre alt. Es liegt am Fuß eines der berühm­testen Weinberge Südfrank­reichs. Dort werden kraftvolle Rotweine und aroma­ti­sche Weißweine ange­baut. Im Ort gibt es eine Winzergenos­senschaft und mehrere Depen­dancen von Gütern, wo man Wein probieren und kaufen kann.
E

Dauphiné

Dramatische Schluchten und hochalpine Passstraßen

Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat.

Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Zu Gast in einer Malteser Komturei

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss in einer parkähn­li­chen Anlage schaut herr­schaft­lich aus; und einige der Herr­schaften – unter ihnen Finan­ziers, Premiermi­nister sowie Ritter des Templer- und des Malte­ser­or­dens – schauen ernst auf den früh­s­tü­ckenden Gast herab.

Trotz der Grandeur gelingt es dem Hotelier, eine fast familiäre Stim­mung zu erzeugen. Dabei helfen die Antiqui­täten und Gemälde aus Famili­en­be­sitz. Die Zimmer sind auf vier Gebäude verteilt, das Schloss, die Orangerie und zwei Pavillons, was zusätz­lich für eine persön­liche Atmo­sphäre sorgt. Ein Restau­rant und ein Swimmingpool sind vorhanden.

Savoyen

Ehema­liges Herzogtum zwischen Genfer See und Mont Blanc
Das ehema­lige Herzogtum reichte von den sanften Landschaften um den Genfer See und dem Lac d'Annency bis zu den verglet­scherten Gipfeln des Mont Blanc (4810 m). Seine reiche Geschichte hat viele Spuren hinter­lassen. Dazu kommt eine hervor­ra­gende Gastro­nomie, so dass die Region der Gegen­sätze nicht nur während der Skisaison, sondern auch im Sommer ihren Reiz ausübt. Zahl­lose Wander­wege eröffnen immer wieder phäno­me­nale Ausblicke auf den weißen Riesen, dessen Glet­scher­decke bis zu 28 m dick ist. Weniger Sport­liche können abwechs­lungs­reiche Rundfahrten machen – etwa um den Lac d'Annency oder eine Tour durch den Mont Blanc Tunnel und über den großen St. Bern­hard-Pass.

Grenoble

Alpine Olym­pi­a­stadt
Die Haupt­stadt der Dauphiné liegt am Zusam­menfluss von drei tief einge­schnit­tenen Tälern. Ursprüng­lich von Kelten gegründet, wur­de die Stadt nach­ein­ander von Burgundern, Franken und den Dauphins bewohnt. Seit 1349 gibt es eine Univer­sität. 1968 wurden die Olym­pi­schen Winter­spiele hier ausge­tragen, 1992 nur wenige Kilometer weiter in Albertville. Das hoch­alpine Gebiet der Dauphiné liegt an der herr­li­chen Routes des Grandes Alpes, welche die Côte d'Azur mit dem Mittelmeer verbindet.

Wande­rung auf den Pic Saint-Michel

Einfache Wande­rung mit uriger Auberge und Mont-Blanc-Blick
Der Berg ist zwar keine 2000 Meter hoch, aber die Aussicht ist phäno­menal: Man schaut von Grenoble bis zum Mont Blanc und im Westen über die Vorberge hinweg ins Rhonetal. Außerdem ist der Weg einfach. Unter­wegs kommt man an einem urigen Auberge vorbei, wo man auf dem Rückweg noch eine Rast einlegen kann. Hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Aussichtswande­rung: Charande

Am West­rand der Alpen
Ohne große Steigungen oder Anstrengungen führt die Wande­rung über einen lang­ge­streckten Berg dem Furon- und dem Rhône-Tal. Obwohl man knapp über 1700 Höhenmeter kommt, hat man eine tolle Aussicht auf die Hoch­alpen, was auf die west­liche Randlage der Charande zurückzu­führen ist. Auf dem Rückweg kann man Halt machen in der Gîte d'Alpage, wo es vor roman­ti­scher Kulisse ein gutes Abend­essen mit Almpro­dukten gibt. Mitt­wochs kann man die Wande­rung auch mit einem Besuch des Bauern­marktes in Autrans verbinden. (Hin und zurück: 6,8 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab 130 Meter)

Lac de Montey­nard

Spaziergang über zwei Seil­brü­cken
Die Flüsse Drac und Ebrons werden durch einen 145 Meter hohen Damm zu einem künst­li­chen See aufge­staut, der nicht nur zur Gewin­nung von Elek­trizität genutzt wird. Der zehn Kilometer lange See ist bei Surfern und wegen seines Fisch­reichtums auch bei Anglern beliebt. Baden ist eben­falls erlaubt. Im Süden des Sees überqueren zwei Seil­brü­cken für Fußgänger den See. Damit die ca. 200 Meter langen Brücken nicht allzu sehr schwanken, sind sie mit besonderen Kabeln stabili­siert. Ein Wanderweg führt über beide Brücken. Eine gute Kondi­tion ist Voaus­setzung für die Tour.
(hin und zurück: 14,1 Kilometer, 5:10 Stunden, auf und ab: 450 Meter)

Von Eybens nach Mürren

375 km | 4:30 h

Kurz vor Genf verlässt man Frank­reich und fährt auf der Auto­bahn im Hinter­land des Genfer Sees nach Norden.

Wer ein biss­chen Seeluft schnuppern will, kann die Auto­bahn bei Nyon verlassen, die alter­tüm­liche Stadt im Schatten einer Burg anschauen und anschließend bis Lausanne am Seeufer weiterfahren, wo Winzer­dörfer, histo­ri­sche Städte und Weinberge einander abwech­seln.

Kanton Fribourg

Leben­dige Tradi­tionen im Westen der Schweiz
Der Kanton Fribourg liegt im Westen der Schweiz. Im Norden und Westen erstre­cken sich die flachen Ebenen und sanften Hügel des Schweizer Mittel­landes, im Südosten erheben sich die schroffen Gipfel der Freiburger Voralpen. Wer die Region ausgiebig erkunden möchte, sollte auf jeden Fall die Wander­schuhe im Gepäck haben, denn die male­ri­sche Berg­landschaft ist von zahlrei­chen Panorama­routen und Themen­wegen durch­zogen.
In weiten Teilen der Bevöl­ke­rung spielen altherge­brachte Bräuche und Tradi­tionen noch heute eine große Rolle. Sogar im Lehr­plan der Schulen ist die Sensi­bili­sie­rung für das regio­nale Kulturgut veran­kert. Als Besu­cher fühlt man sich manchmal wie in eine andere Zeit versetzt. Eines der bekann­testen Feste ist dabei der Alpabzug im September und Okotber. Nach dem Sommer in den Bergen kehren die Viehherden ins Unter­land zurück. In tradi­tionellen Trachten treiben die Sennen ihre mit bunten Blumen und prachtvollen Glocken geschmückten Kühe durch die Dörfer.
Neben der gleich­na­migen Haupt­stad Fribourg handelt es sich auch bei Gruyères, Romont, Murten und Esta­vayer- le-Lac um hübsche mittel­alter­liche Städt­chen, die neben ihrem pittoresken Stadt­bild auch mit Cafés, Museen und kulturellen Ange­boten locken.

Genfer See

Mittel­alter­liche Städte und Burgen vor drama­ti­scher Alpen­kulisse
Der Genfer See bzw. der Lac Leman, wie er im franzö­sisch­spra­chigen Teil der Schweiz klangvoll heißt, ist mit fast 600 Quad­ratki­lome­tern der größte See am Rande der Alpen. Er liegt zwischen den Waadt­länder Alpen, Savoyen und dem Schweizer Jura. Seit Jahrhunderten zieht seine einzig­ar­tige Schön­heit Menschen aus aller Welt in den Bann. Lord Byron, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn sind nicht die einzigen. Umgeben wird der von der Rhone durch­flos­sene See von alten Städten, Winzer­dörfern und Burgen, die sich vor der großar­tigen Szenerie der Walliser Alpen präsen­tieren. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Abend in einem der vielen „Caveaux des Vigne­rons“. Fast jeden Abend ist in jedem Dorf ein Wein­keller geöffnet, wo man in einer besonderen Atmo­sphäre die besonderen Weine der Region kennen lernen kann.

Fontaine des Éléphants

Brunnen mit Elefan­ten­statuen
Die Fontaine des Éléphants ist ein Wahrzei­chen der Stadt Chambéry und wur­de 1838 zu Ehren des Gene­rals de Boigne errichtet, der ein großer Wohltäter seiner Heimat­stadt war. Das 17,65 Meter hohe Ensemble wur­de aus Kalk­stein errichtet und besteht aus einem Brunnen, einer Säule und einer Statue. Der Brunnen hat einen Grund­riss in der Form des Savoyi­schen Kreuzes, das zudem durch vier Elefanten symboli­siert wird, die durch die Kruppe vereint sind. Sie sind aus Guss­eisen gefer­tigt und spritzen Wasser aus ihrem Rüssel in ein acht­e­ckiges Becken. Die Säule, die wie der Stamm einer Palme geschnitzt ist, wird von einer drei Meter hohen Statue gekrönt, die den General de Boigne darstellt.
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Berner Oberland

Zwischen Seeidyll und ewigem Eis

1798 wur­de unter Napoleon ein Kanton Ober­land geschaffen, der allerdings fünf Jahre später wieder abge­schafft und in den Kanton Bern einge­gliedert wur­de.

Der Name „Ober­land“ blieb jedoch erhalten und bezeichnet heute die grandiose Land­schaft südlich des Brienzer und des Thuner Sees. Die hohen Nieder­schlags­mengen werden alle von der Aare abge­führt, die bei Koblenz in den Rhein mündet. Nach Süden steigen die Täler steil an bis zum verglet­scherten Hauptkamm der Alpen, der hier weit über 4000 Höhenmeter erreicht. Die bekann­testen Gipfel sind Eiger (3967 m), Mönch (4107 m) und Jungfrau (4158 m). Sie bilden die Grenze zum Kanton Wallis.

Zu Gast in einem Berghotel an der Seilbahn

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das zünf­tige Schweizer Berghotel ist – wie der Ort Mürren, in dem es liegt – nur per Seil­bahn zu errei­chen.

Es liegt unmit­telbar neben der Berg­sta­tion und bietet rund 25 Zimmer mit großar­tiger Aussicht auf die Wunderwelt des Berner Ober­landes. Das Restau­rant mit Panora­ma­ter­rasse bietet Käse­fondue und andere Schweizer Speziali­täten wie tradi­tionelle Rösti an. Die haus­ei­gene Sauna kann kostenfrei genutzt werden, ebenso das örtliche Hallenbad.

Brig

Am Fuß der größten Alpen­glet­scher
Das 5.000 Einwohner zähl­ende histo­ri­sche Städt­chen liegt am Südufer der Rhone zwischen den Berner und den Walliser Alpen. Wenige Kilometer nörd­lich befindet sich das UNESCO Welterbe Aletschge­biet mit dem größten Glet­scher der Alpen. Verschiedene Berg­bahnen führen ins Glet­schergebiet. Von Brig aus fährt man am güns­tigsten zur Belalp. Wegen seiner Lage am Fuß des Simplonpasses, einer wich­tigen Verbindung nach Italien, war der Ort bereits 7 Jahrhunderte vor Christus (!) besiedelt. Es verfügt über eine sehens­werte Altstadt mit Stock­al­per­schloss.

Mürren

Auto­freies Sonnen­dorf in den Berner Ober­alpen
Mürren liegt im Zentrum der Berner Ober­alpen. Die Giganten Eiger, Mönch und Jungfrau liegen direkt vor der Haustür. Das auto­freie 450-Einwohner-Dorf liegt auf einer Sonnen­ter­rasse hoch über dem spekta­kulären Lauter­brun­nental, dem größten der Welt mit bis zu 500 Meter hohen Kalkfelswänden, und ist nur per Seil­bahn zu errei­chen, die in drei weiteren Sektionen bis auf des Schilt­horn (2.970 m) führt, wo man bei gutem Wetter einen grandiosen Fern­blick bis zu Mont Blanc im Süden und dem Schwarz­wald im Norden hat. Auf dem Gipfel befindet sich ein Dreh­re­stau­rant, in dem bereits James Bond im Dienste seiner Maje­stät gegen das Böse gekämpft hat. Der 1.650 m hohe Ort hat ein Hallenbad und ist Ausgangs­punkt vieler Wander­wege. Besonders zu empfehlen ist ein Spaziergang von der Grütschalp über Winte­regg nach Mürren. Besonders an sonnigen Nach­mit­tagen ist der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau überwäl­tigend.

Schilt­horn

Aussichtsgipfel mit Dreh­re­stau­rant
Der 2.970 Meter hohe Aussichtsgipfel ist vom Talort Stechelberg mit einer Luft­seil­bahn zu errei­chen. Auf dem Gipfel, der durch einen James-Bond-Film bekannt geworden ist, befindet sich ein Dreh­re­stau­rant mit phan­tas­ti­scher Aussicht über die Vier­tausender-Gipfel der Berner Ober­alpen. Im Winter herrscht Skibe­trieb; im Sommer kommen Wanderer und gehen auf dem Kamm zur Roten Hard.

Wande­rung zum Wasserfall Sprutz

Hinter den Vorhang eines Wasserfalls
Die Wande­rung startet gleich hinter der Schilt­horn­bahn und führt hoch zur Spielbo­de­nalp. Weiter geht's bergab in Rich­tung Gimmel­wald. Bei der nächsten Abzweigung dem Wegweiser „Sprutz“ folgen. Der Abstieg runter zum Wasserfall ist steil und oftmals auch ein wenig glit­schig, daher ist Vorsicht geboten. Da der Weg hinter dem Wasserfall durch­führt, ist das Erlebnis auch oftmals mit einer kleinen Erfri­schung verbunden. Rundum nieselt, spritzt und tost es. Mit Regenjacke wird man hier gerne ein wenig verweilen, gefähr­lich ist es nur für den Fotoapparat. Den Massen, die zum Schilt­horn hoch­gondeln, wird man hier nicht begegnen. (hin und zurück: 6,7 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 456 Meter)

Wande­rung zur Rotstockhütte

Zwischen Sefi­nental und Spielbo­de­nalp
Für einen gemüt­li­chen Start sorgt der erste Stre­cken­ab­schnitt nach Gimmel­wald. Danach geht es hinunter ins Sefi­nental. Im Tal führt der Wanderweg „Sefinen Lütschine“ entlang bis nach Flirten. Dort ist der Aufstieg, der rund 400 Höhenmeter misst, hoch zum Oberberg. Der Weg führt weiter in die Rotstockhütte. Nach der verdi­enten Pause wird auch schon wieder der Abstieg in Angriff genommen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die schnellste führt beim Bryndli vorbei runter zur Spielbo­de­nalp (steil). Das letzte Stück sorgt für einen wiederum gemüt­li­chen Ausklang der Wande­rung. Lohnens­wert ist allen­falls noch ein kleiner Umweg von der Spielbo­de­nalp zum Wasserfall „Sprutz“. (hin und zurück: 15,1 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 809 Meter)

Plet­sche­nalp

Oberberner Bilder­buch­landschaft
Die Wande­rung führt zuerst über den „Moun­tain-View Trail“ bis zur Plet­sche­nalp, wobei kein grös­serer Auf- oder Abstieg zu bewäl­tigen ist. Nun geht's weiter über die Marchegg runter ins Saus­läger. Die Wande­rung kann dort auch entspre­chend verlängert werden. Die Strecke durch den Sprys­sen­wald ist sehr ange­nehm ohne grös­sere Anstiege. Von der Grütschalp führt ein Spazierweg zurück nach Mürren. (hin und zurück: 16,4 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 559 Meter)

Von Mürren

15 Tage
ab 1.479,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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