Route des Grandes Alpes: auf der berühmtesten Panoramastraße Europas - Frankreich
Panoramastraße zwischen Genfer See und Mittelmeer

Route des Grandes Alpes

auf der berühmtesten Panoramastraße Europas

Die Route des Grandes Alpes ist einer der berühmten französischen Panoramastraßen. Sie führt quer durch die französischen Alpen vom Genfer See zum Mittelmeer. Zwischen Thonon-les-Bains und Menton an der Côte d’Azur und überquert sie 16 Alpenpässe. Sechs davon sind über 2000 Meter hoch; unter ihnen ist der Col de l’Iseran, der mit 2764 Metern höchste Straßenpass der Alpen.

Die Route überwindet auf knapp 700 Kilometern Länge einen Höhenunterschied von insgesamt 15.700 Metern. 600 Kilometer fährt man auf kleinen Departementsstraßen, weniger als 70 Kilometer auf Nationalstraßen. Mehrere Teilstücke bilden Etappen der Tour de France.

Die Route des Grandes Alpes ist eine der beliebtesten Strecken für Cabrio- und Motorradfahrer. Wer die Route ohne Stress genießen möchte, sollte vier Etappen einplanen. Die Straße ist durchgängig von Juni bis zum 15. Oktober befahrbar.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Hermance

A

Genfer See

Mittelalterliche Städte und Burgen vor dramatischer Alpenkulisse

Der mit fast 600 Quad­ratki­lome­tern größte See am Rande der Alpen liegt zwischen den Waadt­länder Alpen, Savoyen und dem Schweizer Jura.

Seit Jahrhunderten zieht seine einzig­ar­tige Schön­heit Menschen aus aller Welt in den Bann. Lord Byron, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn sind nicht die einzigen. Umgeben wird der von der Rhone durch­flos­sene See von alten Städten, Winzer­dörfern und Burgen, die sich vor der großar­tigen Szenerie der Walliser Alpen präsen­tieren. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Abend in einem der vielen „Caveaux des Vigne­rons“. Fast jeden Abend ist in jedem Dorf ein Wein­keller geöffnet, wo man in einer besonderen Atmo­sphäre die besonderen Weine der Region kennen lernen kann.

Zu Gast in einem Gourmet-Hotel in Hermance

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt wenige Kilometer östlich von Genf, im mittel­alter­li­chen Grenzdorf Hermance am Genfer See.

Die Wärme und Gemüt­lichkeit der Herberge mit ihren offenen Kaminen wird von den Gästen besonders im Winter geschätzt. Im Sommer ist die mit subtro­pi­scher Blumenpracht deko­rierte Terrasse mit Aussicht über das Dorf und den See eine besondere Attrak­tion. Dass das kleine Gäste­haus mit nur sechs Zimmern einen besonderen Ruf genießt, liegt aber vor allem an seiner Küche, die zu den besten rund um den See gehört.

Nyon

Schmucke Klein­stadt am Genfer See
Die schmucke Klein­stadt liegt am Genfersee auf halbem Weg zwischen Genf und Lausanne inmitten der Weinberge der La Côte. Auf einem Hügel in den Park­anlagen am See erin­nern drei korint­hi­sche Säulen an die römi­sche Epoche. Nachdem Julius Cäsar Gallien erobert hatte, beschloss er, auf dem Gebiet der heutigen Stadt Nyon die Kolonie Iulia Eques­tris mit dem Zentrum Novio­dunum zu errichten, wovon die Ausgra­bungen im Römermuseum zeugen. Im Sommer ist der Ort ein Para­dies für Wassersport- und Natur­freunde.

Genf

Franzö­si­sche Lebensart und inter­na­tio­nale Kultur am Genfer See
Franzö­si­sche Lebensart, inter­na­tio­nale Kultur und eine unüberbietbar schöne Lage am gleich­na­migen See machen Genf zu einer der lebens­wer­testen Städte der Schweiz – und zugleich eine der teuersten. Welt­ge­schichte hat Genf in der Reforma­tion geschrieben, als der Reformator in der Stadt einen Gottes­staat mit harter Kirchen­zucht errich­tete. Während Tanzen, Trinken und Singen verboten wurden, erlaubte Calvin die Zins­wirt­schaft, die im katholi­schen Umland den Christen verboten war. Dadurch wur­de Genf zu einem bedeu­tenden Handels- und Banken­platz. Heute haben 200 inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­tionen ihren Sitz in Genf. Über 40% der Bewohner sind Ausländer. Orien­tie­rungs­punkte in Genf sind das Seeufer und die Rhone, an deren linken Ufer die drei­tür­mige Kathedrale steht.

Von Hermance nach Bourg Saint Maurice

208 km | 5:00 h

Savoyen

Ehema­liges Herzogtum zwischen Genfer See und Mont Blanc
Das ehema­lige Herzogtum reichte von den sanften Landschaften um den Genfer See und dem Lac d'Annency bis zu den verglet­scherten Gipfeln des Mont Blanc (4810 m). Seine reiche Geschichte hat viele Spuren hinter­lassen. Dazu kommt eine hervor­ra­gende Gastro­nomie, so dass die Region der Gegen­sätze nicht nur während der Skisaison, sondern auch im Sommer ihren Reiz ausübt. Zahl­lose Wander­wege eröffnen immer wieder phäno­me­nale Ausblicke auf den weißen Riesen, dessen Glet­scher­decke bis zu 28 m dick ist. Weniger Sport­liche können abwechs­lungs­reiche Rundfahrten machen – etwa um den Lac d'Annency oder eine Tour durch den Mont Blanc Tunnel und über den großen St. Bern­hard-Pass.

Thonon-les-Bains

Kuranlage mit male­ri­schem Blick
Der Kurort mit 35.000 Einwoh­nern liegt male­risch auf einer Terrasse am Südufer des Genfer Sees. Von der Kuranlage schaut man weit über den See bis ins Schweizer Jura. Rings umher wird Wein ange­baut, der die Herkunfts­bezeich­nung Vin de Savoie trägt. Thonon-les-Bains war bis 1589 Sitz der Herzöge von Savoyen. Ihr Burg stand auf einer Halb­insel im See und ist heute völlig verschwunden. An derselben Stelle erhebt sich heute Schloss Ripaille, das 1892 von einem elsäs­si­schen Indu­s­tri­ellen gekauft und umge­staltet wur­de.
B

Dauphiné

Dramatische Schluchten und hochalpine Passstraßen

Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat.

Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Zu Gast in einem Landhotel bei Bourg Saint Maurice

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 2x Kurtaxe pro Person

Das Landhotel mit drei Sternen ist vermut­lich das netteste im Skiort Bourg Saint Maurice in der Haute-Taren­taise.

Es liegt etwas außer­halb mit Blick auf die höchsten Gipfel Europas und ist eines der wenigen Hotels, das sich nicht auf Wintersportler speziali­siert hat. Die Bedi­e­nung ist freund­lich, das Früh­stück ist für franzö­si­sche Verhält­nisse reichhaltig. Auf der Terrasse kann man umgeben von Wiesen und Schafen entspannen und die Natur genießen. Sauna und Hallenbad stehen zur Verfügung. Ins Orts­zentrum läuft man ca. zehn Minuten.

Bourg Saint Maurice

Skizentrum an drei Pass­straßen
Die Stadt liegt am Fuß von drei Passtraßen: dem Cormet de Roselend, dem Col de l’Iseran und dem kleinen Sankt-Bernard-Pass, der nach Italien hinüberführt. Wegen dieser zentralen Lage grün­deten bereits die Römer eine Sied­lung. Sie lag an der Straße zwischen Medi­o­lanum (Mailand) und Lugdunum (Lyon). Mit dem Ausbau der Wintersport­sta­tion Les Arcs im Süden von Bourg Saint Maurice begann in den 1960er Jahren ein wirt­schaft­li­cher Aufschwung.

Mont Blanc

Gigant mit zwei Gesichtern
Der „weiße Berg“ zwischen Frank­reich und Italien ist mit 4.810 Metern der höchste der Alpen und der EU. Ob er auch der höchste Europas ist, hängt davon ab, ob man den Elbrus (5.642 m) im Kaukasus noch zu Europa rechnet. Der gewal­tig ­Granitberg hat zwei völlig verschiedene Gesichter: Im Norden ist er rund­lich und aufgrund der hohen Nieder­schläge stark verglet­schert, von Süden erscheint er als markanter Felsklotz mit steilen Wänden. Der Felsgipfel erreicht nur eine Höhe von 4.792 Metern. Hinzu kommt eine etwa 14 Meter dicke Kappe aus Schnee und Eis, die nicht genau über dem Gipfel liegt, sondern je nach Jahres­zeit und Wetter weiter östlich. 

Die abfließenden Glet­scher errei­chen auf der italie­ni­schen Südseite den flachen Talboden und sind in den vergan­genen 150 Jahren kaum geschrumpft. Von oben nach unten spannt sich der Glet­scher über 3390 Höhenmeter hinweg – ein Rekord in Europa. Die Schar­ten­höhe von 4697 Metern wird welt­weit nur von zehn Gipfeln über­boten. 

Viele Jahrhunderte lang galt der Berg als verflucht. Unter den Eismassen wurden Drachen, Teufel und versun­kene Städte vermutet. Die Erst­be­steigung 1776 gilt als Geburts­stunde des modernen Alpi­nismus.

Brévent

Mit der Seil­bahn zum Mont-Blanc-Blick
Der 2.525 Meter hohe Berg am südli­chen Ende des Massivs der Aiguilles Rouges bietet eine traumhafte Aussicht auf die Mont-Blanc-Gruppe. Der Brévent führt seit 1930 eine Seil­bahn. Mit einer Gondel­bahn erreicht man von Chamonix aus zunächst die Zwischen­sta­tion Planpraz, von dort geht es mit einer Luft­seil­bahn weiter.  Alter­nativ kann man von Planpraz aus zu Fuß zum Gipfel gehen (hin und zurück: 3 Stunden, auf und ab: 520 Meter).

Von Bourg Saint Maurice nach Briancon

193 km | 4:30 h

Natio­nal­park Vanoise

Steinböcke in unbe­rührtem Hoch­ge­birge
Der Park schützt die unbe­rührte Hoch­ge­birgs­welt im Zentrum des Vanoise-Massivs mit insge­samt zehn Gipfeln über 3.400 Metern. Er war 1963 der erste franzö­si­sche Natio­nal­park und diente der Erhal­tung des Alpen­steinbocks, von dem Mitte des 20. Jahrhunderts nur noch wenige Exem­plare rund um den Gran Para­diso über­lebt hatten. Zahlreiche Wander­wege und Glet­scher­pfade führen durch den Park.

Col de l’Iseran

Höchster Pass der Alpen
Der mit 2.764 Metern höchste Pass der Alpen verbindet die Hoch­täler der Isère im Norden und des Arc im Süden. Auf der Nord­seite befinden sich bekannte Winterspor­t­orte wie Tignes und Val-d’Isère. Am Stausee bei Tignes führt die Straße durch eine lange Reihe von Gale­rien und Tunneln, während die Südseite frei durch ein karges Hochtal gelegt wur­de. Die Straße ist nur im Sommer befahrbar; im Winter ist sie Teil einer Skipiste. Direkt west­lich der Pass­höhe führt ein Weg auf die Pointe des Lessières. Der einfach zu erstei­gender Drei­tausender bietet von seinem Gipfel auf 3041 Metern eine eindrucksvolle Aussicht auf die Pass­straße.

Bonneval-sur-Arc

Tradi­tionelles Bauerndorf am Fernwanderweg GR5
Der östlichste Ort im Dépar­te­ment Savoie hat nur noch etwa 250 Einwohner. Es liegt im Tal des Arc, der hier durch die Land­schaft Mauri­enne fließt. Das tradi­tionelle Bauerndorf stellt einen schönen Kontrast zu den Skizentren der Gegend dar. Die uralten Häuser sind noch mit Steinen gedeckt. Statt Skifahrer gehören im Sommer die Wanderer zum Ortsbild, da Bonneval-sur-Arc ein Etappenort am Fernwanderweg GR5 ist.
C

Briançon

Festung am Fuß des Col de Montgenèvre

Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern ist nach Davos die zweit­höchste Europas. Sie liegt auf einer Höhe zwischen 1.200 und 1.330 Metern am Fuß des Col de Montgenèvre, der schon zur Römerzeit eine wich­tige Verbindung zwischen dem Rhonetal und der Poebene war.

Nach einem Großbrand 1692 wur­de die Stadt neu aufge­baut und wegen ihrer stra­tegi­schen Bedeu­tung in eine Festung inte­griert. Architekt war Frank­reichs berühm­tester Festungs­baumeister, Sébas­tien Le Prestre de Vauban. Mehrmals wider­stand das Boll­werk den feind­li­chen Angriffen. 1815 zog 40-fachen Übermacht der Öster­rei­cher ab. 1949 wider­stand Briançon den Truppen des faschis­ti­schen Italiens. Von der drei­fach befes­tigten Altstadt mit schönen Restau­rants und Geschäf­ten  hat man einen weiten Blick über das Dauphiné.

Zu Gast in einem Chalet-Hotel bei Briançon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Stein­haus aus dem Jahr 1630 liegt nahe der franzö­si­schen Gemeinde Briançon im Dépar­te­ment Hautes-Alpes auf einem zwei Hektar großen Grund­stück am Wald­rand.

Nach sorg­samer Renovie­rung bieten Marc und Margali hier fünf individuell rustikal einge­rich­tete Bed-and-Breakfast-Zimmer an. Zudem befinden sich auf dem Grund­stück verteilt neun Holzcha­lets, die zur Selbst­ver­sorgung ausge­stattet sind und mit ihrer eben­falls rustikalen Einrich­tung ein warmes Ambi­ente erzeugen. Im Restau­rant am Ufer des Kanals, der am Grund­stück entlang­läuft, werden frei­tags und sams­tags lokale Speziali­täten serviert. Vor dem Essen bietet der ans Restau­rant angrenzende, stil­voll einge­rich­tete Salon mit Klavier und großen Sofas Gelegen­heit, mit anderen Gästen bei einem Aperitif oder Kaffee ins Gespräch zu kommen. Auf dem Weg dorthin kann auch man die Pferde, Ziegen und Hühner besu­chen, die mit auf dem Grund­stück leben.

Col d’Izoard

Berüc­h­tigte Tour-de-France-Strecke
Der mit 2.360 Metern dritt­höchste Pass der Route des Grandes Alpes verbindet Briançon und das Tal des Guil. Die Strecke ist nur wenig befahren, da es eine schnellere Alter­na­tiv­route durch das Tal der Durance gibt. Von Norden führt die Straße mit einem eigenen Radfahr­streifen durch das Tal der Cerveyette bis zum Dorf Saint Michel und weiter durch ein alpines Hochtal. Mit dem Eintritt in den Wald beginnt eine serpen­ti­nenreiche Strecke, die kurz vor dem Refuge Napo­léon aus dem Wald herau­s­tritt und die letzten Höhenmeter in weiten Schleifen überwindet. Auf der Südseite folgt die Casse Déserte, das „menschenleere Geröll“, eine trockene Verwitte­rungs­landschaft mit Schutt­halden und Fels­nadeln. Die Straße überwindet mit weiteren Serpen­tinen die Talstufe bis zum Dorf Brunis­sard und fällt dort mit recht starkem Gefälle ohne größere Kurven weiter ab. Weiter talabwärts Rich­tung Guil­le­stre wird die Schlucht „Combe du Queyras“ passiert.

Massif des Écrins

Wildeste Gebirgs­gruppe der Alpen
Der höchste Gebirgs­stock im Dauphiné ist nach dem Mont Blanc Massiv auf das eindrucksvollste der franzö­si­schen Alpen. Die Gebirgs­gruppe erstreckt sich zwischen Grenoble im Nordwesten, Briançon im Osten und Gap im Süden. Ein Natio­nal­park schützt die stark verglet­scherte Kernzone samt den südlichsten Vier­tausender der Alpen. Vielen Berg­stei­gern gilt das Massiv, das auch Pelvoux genannt wird, als die wildeste Gebirgs­gruppe der Alpen.

Col du Galibier

überwäl­tigendes Panorama
Die über den Col führ­ende Pass­straße wur­de 1876 erbaut und ist mit einer Höhe von 2642 Metern der fünft­höchste asphal­tierte Straßenpass in den Alpen. Von der kleinen Anhöhe mit Orien­tie­rungs­stein ober­halb des Passes bietet sich ein überwäl­tigendes Panorama. Nach Norden schweift der Blick bis zum Mont Blanc. Während der Mont Blanc bereits weit entfernt in den Himmel ragt, stehen im Süden des Passes der höchste und der berühm­teste Berg der Dauphiné-Alpen dem Betrachter zum Greifen nah gegenüber: die Barre des Écrins und die Meije erheben sich hier in aller Pracht aus wilden, zerris­senen Glet­schern und einem unüber­sehbaren Gipfelmeer.

Mont Prorel

Pilgerweg mit Aussicht
Der 2.566 Meter hohe Berg im Westen der Cotti­schen Alpen liegt an einer Route zwischen Rhone-Tal und Po-Ebene, die schon seit der Römerzeit genutzt wur­de. Von Puy-Saint-Pierre führt die Wande­rung hoch zur Andachtska­pelle Notre-Dames des Neiges unter­halb des Gipfels und wieder zurück. (Hin und zurück: 11,8 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 815 Meter)

Von Briancon nach Saint Martin d'Entraunes

153 km | 4:00 h

Préalpes d'Azur

Künst­ler­dörfer im Land der Düfte
Die anmu­tige Region reicht von der Côte d'Azur bis ins alpine Hinter­land. Während die Küsten­region von mondänem Bade­tou­rismus geprägt wird, verste­cken sich im Hinter­land uralte Dörfer, in denen sich Künstler niederge­lassen haben und die welt­be­rühmte Parfüm-Stadt Grasse. Immer wieder tun sich Blicke zum Meer oder zu den Gipfeln der Alpes-Maritimes auf. Zwar ist die amtliche Sprache heute Franzö­sisch – da die Region über Jahrhunderte nicht zu Frank­reich gehörte und erst 1860 annek­tiert wur­de, haben sich jedoch altprovenzali­sche Sprache erhalten, darunter das Briga­sque oder das Marit­im­provenzali­sche im Westen.

Embrun

Kleines Nizza der Alpen
Hoch über der Durance auf einem Fels­pla­teau legten die Römer das Oppidum Eburo­dunum an, das an der Straße von Augusta Taurinum (Turin) nach Brigantio (Briançon) führte. Davon, dass Embrun im Mittel­alter eine blüh­ende Stadt mit eigenem Münzrecht war, zeugt die Kathedrale Notre-Dame-du-Réal aus dem 12. Jahr­hun­dert, die als die schönste in der Dauphiné gilt. Heute ist die Stadt, die auch das kleine Nizza der Alpen genannt wird, ein Feri­enort, der im Sommer und im Winter beliebt ist. Durch die provenzalisch anmu­tende Altstadt führen Gassen mit bunten Häusern zu Plätzen mit Springbrunnen und über­dachten Passagen.

Col de Larche

Der 1.991 Meter hohe  Pass heißt auf franzö­sisch Col de Larche und auf Italie­nisch Colle della Maddalena. Nörd­lich der Pass­straße beginnen die Cotti­schen Alpen, im Süden liegen die Alpes Maritimes. Zwar ist er relativ hoch, aber dafür flach und breit, sodass er möglichst auch im Winter offenge­halten wird. Die wich­tige Ost-West-Verbindung wird von vielen LKW's benutzt, dafür ist die Straße am Woche­n­ende nur wenig befahren.
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Nationalpark Mercantour

Bronzezeitliche Felsritzungen und Wölfe in alpiner Wildnis

Der über 200.000 Hektar Natio­nal­park schützt die Bergwelt der Seealpen.  Höchste Erhe­bung ist die Cime du Gélas (3143 m), weitere sechs Gipfel über­steigen 3000 Meter, darunter mit dem Mont Clapier, der mit 3045 Metern der südlichste Drei­tausender der Alpen.

Im Osten des Natio­nalparks liegt der Mont Bégo, der von den einheimi­schen Hirten als heilig verehrt wur­de. Hier finden mehr als 35.000 Felsritzungen, darunter Tiere, Werkzeuge und Waffen. Die Gravuren wurden wahr­schein­lich von Hirten der Umge­bung um 1800–1500 vor Christus geschaffen. Im Natio­nal­park leben Gämsen, Alpen­steinböcke, Stein­adler, Bartgeier, Murmel­tiere, Euro­päi­sche Muff­lons und Auer­hähne. Seit 1992 wandern Wölfe aus Italien ein. Um 2015 wur­de ihre Zahl auf etwa 50 geschätzt.

Zu Gast in einem Hotel in Saint Martin d'Entraunes

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das kleine franzö­si­sche Landhotel liegt in Saint Martin d'Entraunes an der Route des Grandes Alpes – zwischen dem Parc National du Mercan­tour und den impo­santen Gorges de Daluis – im Herzen der Alpes d'Azur.

Der herz­liche Empfang und die Gastfreund­lichkeit des jungen Besitzers lassen einen ein wenig über die eher schlichte Fassade und die etwas in die Jahre gekom­menen Gäste­zimmer mit Blick auf das Dorf und die Berge hinweg­sehen. Im hotel­ei­genen Restau­rant mit Terrasse werden medi­ter­rane und provenzali­sche Speziali­täten wie Raviolis niçois, Rata­touille und Piss­a­la­diére ange­boten. Nizza ist ca. 100 Kilometer weiter südlich, nach Digne-les-Bains fährt man ebenso weit.

Von Saint Martin d'Entraunes nach Menton

156 km | 4:30 h

Col de la Lombarde

Einspu­riger Pass zwischen Frank­reich und Italien
Der 2.350 Meter hohe Pass in den Seealpen ist in den Sommermo­naten befahrbar. Er markiert die Grenze zwischen dem franzö­si­schen Dépar­te­ment Alpes-Maritimes und der italie­ni­schen Region Piemont. Auf der franzö­si­schen Seite liegt der Retorten-Skiort Isola 2000, eine Etappe Tour de France im Jahre 1993. Die Straße zwischen Isola und Isola 2000 ist zwei­spurig, im weiteren Verlauf verengt sie sich auf eine teils nur noch einspu­rige aber weiterhin asphal­tierte Fahr­bahn.

Vallée des Merveilles

Bronzezeit­liche Felsritzungen im „Tal der Wunder“
Das „Tal der Wunder“ ist bekannt für seine über 40.000 Felsritzungen, die zwischen 1800 und 1500 vor Christus entstanden sind und der Vereh­rung des Mont Bégo dienten. Der Berg stellte für die ligu­ri­schen Volks­stämme eine Art Gott­heit dar, der seinen Zorn und seine Güte in Form von Wasser und Unwettern offenbarte. Seine Vereh­rung war wie auch an vielen anderen Orten mit dem Stier­kult verbunden. Die Hälfte der Zeich­nungen stellt Rinder und Hörner­symbole dar. Abge­bil­dete Ackerge­räte wie Pflüge oder Eggen und vorge­spannte Zugtiere lassen darauf schließen, dass damals Ackerbau betrieben wur­de. Durch das Vallée des Merveilles führen Wander­wege; bestimmte Bereiche sind aber nur mit Führern zugäng­lich. Bester Ausgangs­punkt ist St-Dalmas.
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Côte d’Azur

Frankreichs mondäne Riviera

Der Name „Azur­blaue Küste“ geht auf ein Buch des Schrift­stel­lers  Stéphen Liégeard zurück, der 1887 das Buch mit dem Titel La Côte d’Azur veröff­ent­lichte.

Damals wur­de die Südküste Frank­reichs gerade von reichen Briten entdeckt, die den Winter gern zwischen Menton an der italie­ni­schen Grenze und Saint-Tropez verbrachten. Der große Reichtum von Farben und Formen zog zahlreiche Maler an: Renoir, Matisse, Chagall und Picasso sind nur die bekann­testen unter ihnen. Sie hinter­ließen viele Museen, die man sich allerdings am besten im Winter anschaut, wenn sie weniger voll sind. Für viele ist die Côte d'Azur das Urlaubsgebiet par excel­lence. Dafür sorgen Sonne, Strand und Meer, dazu ein male­ri­sches Hinter­land und ein paar mondäne Städte.

Zu Gast in einer ehemaligen Puppenfabrik

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Einst grün­deten Mutter und Großmutter von Florence in der Villa Saint Benoît eine Puppen­fa­brik, die von 1953 bis 2002 betrieben wur­de. Heute beherbergt das sorgsam restau­rierte Gebäude in der Nähe des Stadt­zentrums von Menton ein schönes B&B, in dem Florence und Clive ihren Gästen einen stil­vollen Aufent­halt bieten. Die Liebe zum Detail spiegelt sich in allen Räumen der Villa wider. Jedes der fünf geräu­migen Gäste­zimmer ist individuell in einer Mischung aus Alt und Neu einge­richtet, wobei auch origi­nale Möbel­stücke aus der Fabrik inte­griert wurden. Ausge­wählte Möbel, Stoffe und Farben verbreiten eine warme Atmo­sphäre, ebenso sorgen die Dackel Guin­ness und Ginger sowie die Katze Gingko für ein familiäres Ambi­ente. Der ruhige, gepflegte Garten profi­tiert vom außergewöhn­li­chen Klima der Riviera. Den Strand von Menton erreicht man in fünf Minuten zu Fuß. Morgens bereiten die sympathi­schen Gastgeber ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet zu, das man bei schönem Wetter auf der Terrasse mit Blick über die Stadt genießen kann.

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Nice

Mondäne Haupt­stadt der Côte d'Azur
Nizza ist die mondäne Haupt­stadt der Côte d'Azur. Die „himmelblaue Küste“, wie die Franzosen ihre Riviera nennen, ist seit ihrer Entde­ckung durch adelige Briten im 18. Jahr­hun­dert ein Urlaubs­pa­ra­dies. Dank seiner geschützten Lage südlich der Alpen ist das Klima ganzjährig ange­nehm, wodurch sich eine vielfäl­tige Pflanzenwelt entwi­ckeln konnte. Haupt­at­trak­tion sind die langen Bade­strände. Dass die fünftgrößte Stadt Frank­reichs nur 30 km von der italie­ni­schen Grenze entfernt ist, spürt man vor allem abends, wenn das Leben in den verwin­kelten Gassen der Altstadt beginnt.

Menton

Belle Epoque mit italie­ni­schem Charme
Die Klein­stadt an der italie­ni­schen Grenze gehört mit ihren Villen aus der Belle Epoque zu den schönsten Orten an der Côte d'Azur. Zwar ist sie weniger mondän als ihre Schwestern St. Tropez oder Cannes, dafür über­rascht sie mit italie­ni­schem Charme. Bekannt ist Menton auch durch seine üppige Vege­ta­tion: Bota­ni­sche Gärten und Citrus­plan­tagen prägen das Umfeld.

Cap-Martin

Aussichts­pro­me­naden und Promi­nente
Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Bahn­strecke Marseille–Venti­miglia gebaut wur­de, zog das Cap Martin als Feri­en­domizil viele bekannte Persön­lichkeiten an. Eugénie, Witwe von Napo­léon III., besaß hier eine Villa, ebenso wie das belgi­sche Königshaus. Der Star­ar­chitekt Le Corbu­sier und Winston Chur­chill waren regelmäßig zu Gast. Am Cap Martin kann man an Sand­stränden spazieren gehen. Am schönsten ist die Prome­nade Le Corbu­sier am West­ufer wegen der vielen Aussichts­punkte. Den besten Blick auf das Kap hat man von der mittel­alter­li­chen Burg auf Roquebrune.

Circuit de Pié Martin

Auf alten Maul­tier­pfaden zur Panora­ma­aus­sicht
Der abwechs­lungs­reiche Rundweg beginnt in Tour­rettes-sur-Loup. Wenn man das Dorf mit den alten Stein­häusern und einem Kirchlein hinter sich gelassen hat, geht man auf alten Maul­tier­pfaden durch einen Stein­ei­chen­wald. Oben auf der Höhe wird man mit einer Panora­ma­aus­sicht belohnt, die bis weit übers Meer reicht (Hin und zurück: 3:30 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab: 460 Meter).
12 Tage
ab 1.059,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Juni–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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