Das keltische Europa: Frankreich, Irland, England
Gemeinsame Wurzel: vorkeltische Megalithkultur in Westeuropa

Das keltische Europa

Frankreich, Irland, England

Jahrtausendelang bevölkerten die keltischen Bretonen große Teile in Westeuropa. Irland, die heutige Bretagne und Süd-Britannien gehörten zu ihren Siedlungsgebieten. Wer sich dem Reich der Bretonen nähern will, muss heute durch drei Länder reisen. Dabei wird man viele Gemeinsamkeiten entdecken – kulturelle, geschichtliche und natürliche.

Die Reise kann man mit dem eigenen Wagen machen und kommt dabei in den Genuss von drei Fährüberfahrten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Epernay

A

Champagne

Weinberge und sanfte Hügel

Das zwischen den Ardennen und dem Burgund gelegene sanfte Hügel­land verdankt seinen inter­na­tio­nalen Ruhm dem gleich­na­migen perlenden, spritzigen Schaumwein.

Einst galt er als König der Weine, und noch heute ist die Marke welt­weit geschützt. Das bislang touris­tisch wenig beach­tete Gebiet hat einiges zu bieten: grüne Täler, Eichenwälder, mit Wein bewach­sene Hügel­ketten, in denen sich immer wieder beacht­liche Kultur­denkmäler finden. Das Weinbau­gebiet Champagne ist nicht mit der histo­ri­schen Land­schaft Champagne iden­tisch, viel­mehr umfasst es auch noch in den Regionen Picardie und Île-de-France gelegene Weinberge.

Zu Gast in der Residenz der Familie Mercier

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Ende des 19. Jahrhunderts baute der Champa­gner­pro­du­zent Mercier für seine Familie eine prachtvolle Residenz mit 15 Zimmern, wohl auch, um Mitbürgern und Kunden seinen beträcht­li­chen Wohl­stand zu demon­s­trieren.

Heute ist das Anwesen eines der schönsten Häuser in Epernay. Es liegt an einem Park und dient als geho­benes Boutique-Hotel. Trotz der grund­legenden Moder­ni­sie­rung wur­de der private Charakter des Hauses gewahrt. Nach einer abend­li­chen Champa­gner­probe im Ort kann man den kurzen Rückweg zu Fuß antreten.

Epernay

Welt­haupt­stadt des Champa­gners

Die Stadt mit 27.000 Einwoh­nern liegt rund 30 Kilometer südlich von Reims in der Champagne, jener idylli­schen Land­schaft im Nord­osten Frank­reichs, die den berühm­testen Schaumwein der Welt produ­ziert. Als Zentrum des Anbau­gebiets an der Marne beherbergt sie viele Kelle­reien und Champa­gn­erfirmen, allen voran Moët & Chandon, Mercier und Pol Roger. In den Stollen unter­halb der Stadt sollen bei 9-12° C über 200 Mio.(!) Flaschen Champa­gner lagern. Sechs Kilometer nordwest­lich liegt Haut­vil­lers, ein hübsches Dorf mit der Abtei, in der der legendäre Dom Pérignon Kellermeister war.

Haut­vil­lers

Geburtsort des Champa­gners

Einer der schönsten Orte in der Champagne ist das auf einem Hügel gelegene Haut­vil­lers. An beinahe jedem der Bilder­buchhöfe aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert hängt ein schmiede­ei­sernes Zunft­zei­chen, auf dem zum Teil uralte Berufe darge­stellt werden. In der kleinen Benedikti­ner­abtei des Ortes hat ein Mönch, Dom Perignon, nach jahre­langen Versu­chen den Champa­gner entwi­ckelt, den man bei einigen der über 200 Winzer auch probieren kann.

Reims

Reinste Gotik und Champa­gner

Etwa 150 Kilometer nord­öst­lich von Paris liegt die eins­tige kelti­sche Gründung an dem kleinen Fluss Vesle. Ihren Weltruf verdankt die heute 185.000 Einwohner zähl­ende Stadt dem Champa­gner und der Kathedrale, die zu den bedeu­ten­dsten Meister­werken der Gotik zählt und heute zusammen mit dem Palais du Tau und dem Kloster­komplex St-Remi als Welt­kultur­erbe der UNESCO geschützt ist. Das kelti­sche Remi war schon in vorrömi­scher Zeit ein blüh­ender Marktfle­cken und bedeu­tender als Paris. So war es selbst­ver­ständ­lich, dass der Bischof der Stadt das Vorrecht bekam, den franzö­si­schen König zu salben. 1429 war es Jeanne d'Arc, die Karl VII. zur Salbung in die Kathedrale gelei­tete.

Von Epernay nach Crepon

442 km | 6:00 h
Die Strecke führt vom Champa­gner­land ins Land des Apfelweins, durch die weite Land­schaft der Normandie.Von allen Städten am Weg lohnt vor allem Amiens mit seiner zum Welt­kultur­erbe erklärten Kathedrale einen Besuch.

Chan­tilly

Franzö­si­sches Schloss in engli­schem Garten

Das vornehme Städt­chen liegt im Tal der Nonette im großen Wald von Chan­tilly. Welt­be­kannt ist das barocke Schloss, das sein heutiges Gesicht zwischen 1670 und 1688 erhielt. Damals wur­de der Garten ange­legt – mit riesigen Wasser­be­cken und Rasen­flächen sowie einer Sicht­achse, die bis zum Horizont reicht. Später wur­de ein engli­scher Landschafts­garten rund um einen ideali­sierten Bauernhof ange­legt – ein Disney­land aus dem 18. Jahr­hun­dert. Heute befindet sich im Schloss das Musée Condé mit einer bedeu­tenden Kunst­samm­lung.

Rouen

Wo der Scheiter­haufen von Jeanne d'Arc brannte

Über 2.000 Fach­werkhäuser und mehrere goti­sche Kirchen zeugen vom Reichtum vergan­gener Jahrhunderte, den die Stadt ihrem Hafen an der unteren Seine zu verdanken hat. Bis hier ist die Seine sogar mit Meer­es­schiffen zu befahren. Im Hundertjäh­rigen Krieg, als die gesamte Normandie der briti­schen Krone unter­stellt war, wur­de auch Rouen erobert. 1431 wur­de Jeanne d'Arc auf einem Scheiter­haufen in der Stadt verbrannt. Sehens­wert ist vor allem die Altstadt rund um die Gros-Herloge und die Kathedrale Notre-Dame.

Abbaye de Jumièges

Ruine mit spiritueller Kraft

Einst gehörte die Abtei zu den reichsten Frank­reichs; heute liegt sie in Ruinen. Die allerdings lassen die eins­tige Bedeu­tung des Klos­ters erahnen. Ganz erhalten sind die 47 Meter hohen Doppeltürme, die weithin sichtbar himmelwärts streben. Das dach­lose Haupt­schiff hat mit einer Länge von über 120 Metern gewal­tige Ausmaße. Der im spätgo­ti­schen Stil erbaute Kreuzgang ist teilweise zerstört. Lord Stuart de Rothesay hatte einen Flügel gekauft und ihn in sein Schloss Highcliffe bei Bour­nemouth einbauen lassen. In der Mitte des rest­li­chen Kreuzgangs wächst sein über 500 Jahren eine mäch­tige Eibe. In der Peters­kirche direkt neben der Haupt­kirche sind Reste karolingi­scher Wandma­le­reien erhalten. Ein Bogen im West­werk zeigt das typi­sche Mäandermuster. Auf der Südwand ist ein Portrait zu sehen, am besten ist der Schopf zu erkennen. Wen es darstellt, ist nicht bekannt.

B

Côte de Nacre

Normannischer Badestrand mit Weltgeschichte

An der „Perlmuttküste“ am Ärmel­kanal gibt es viele kleine und größere Bade­orte mit fein­san­digem, breiten Strand, der in der Sonne wie Perlmutt glitzert.

Zwischen den Badezonen gibt es immer wieder felsige Abschnitte. Ange­sichts der heiteren Atmo­sphäre kann man kaum glauben, dass hier eine der größten Schlachten der Welt­ge­schichte stattgefunden hat. Am 6. Juni 1944 begann auf der Breite der gesamten Küste die Inva­sion der Alliierten, die auch als Opera­tion Over­lord oder noch besser als D-Day bekannt ist. Damit begann die geplante Eröff­nung einer Westfront der Anti-Hitler-Koali­tion. Wer mehr möchte als baden und radfahren, kann auf dem Circuit de Debarke­ment die wich­tigsten Orte der Inva­sion besu­chen.

Zu Gast im Herrenhaus von Mathan

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Herren­haus von Mathan liegt in einem parkähn­li­chen Garten im Depart­ment Calvados und stammt in seiner heutigen Form aus dem 17.

Jahr­hun­dert. Scheunen, Wagenhallen und Pferde­ställe wurden an das Wohn­haus ange­baut, sodass ein großer Komplex mit quad­ra­ti­schem Innenhof entstand. Heute beherbergen die alten Mauern ein stil­volles Landhotel, das nicht nur äußer­lich seinen gemüt­li­chen, histo­ri­schen Charme behalten hat, sondern auch im Innern durch eine stil­volle Einrich­tung zu überzeugen weiß. Ganz in der Nähe ist ein gutes Restau­rant; zu den Bade­stränden von Arro­man­ches, wo 1944 die Alliierten landeten, fährt man fünf Kilometer.

Caen

Im Brenn­punkt des D-Day

Vor 1.000 Jahren bauten die Normannen eine Festung auf einer Insel zwischen den Flüssen Orne und Odon. Unter Wilhelm dem Eroberer kamen zwei Abteien hinzu. Im Hundertjäh­rigen Krieg zwischen England und Frank­reich wur­de die Stadt ständig bela­gert. Doch die größte Zerstörung erlebte Caen im Frühs­ommer 1944. Am D-Day, dem 6. Juni 1944 tobte eine erbit­terte Schlacht zwischen den Alliierten und den deut­schen Besatzern. Am 9. Juli 1944 gaben die Deut­schen Caen auf und somit war die Stadt befreit. Rund um die wieder restau­rierten histo­ri­schen Bauten entstand das neue Caen, eine grüne Stadt, deren studen­ti­sches Flair mit Cafés und Boutiquen zahlreiche Besu­cher anzieht.

Bayeux

Altstad­t­idyll mit goti­scher Kathedrale

Die alte Bischofs­stadt liegt etwa neun Kilometer südlich des norman­ni­schen Küsten­ab­schnitts, an dem die alliierten Truppen 1944 gelandet sind. Die verwin­kelte Altstadt mit Bürger­häusern aus dem 14. bis 18. Jahr­hun­dert ist umgeben von satt­grünen Wiesen, Weiden und Äckern. Mittel­punkt bildet die Kathedrale, ein Meister­werk norman­ni­scher Gotik. Haupt­at­trak­tion der Stadt ist aber ein 70 Meter langer Wand­teppich aus dem Jahr 1077, der in 58 Szenen die Erobe­rung Englands durch William the Conqueror darstellt. Die Telle de Conquest ist heute im Centre Guillaume-le-Conquérant ausge­stellt. An der Küste wech­selt Steil­küste mit Sand- und Kies­stränden ab.

Omaha Beach

Längster Strand bei der Opera­tion D-Day

Omaha Beach war mit den zehn Kilome­tern Strand zwischen der Mündung der Vire bei Vierville-sur-Mer und dem kleinen Fischer­hafen von Port-en-Bessin der längste Front­ab­schnitt der alliierten Landung 1944. Die weiter östlich gelegenen Strände hatten die Deck­namen Gold, Juno und Sword Beach.

Von Crepon nach Rosslare

Fähre

Von Crepon nach Cherbourg

121 km | 2:00 h

Utah Beach

West­lichster Schau­platz des D-Day

Utah Beach war bei der Landung der Alliierten in der Normandie der Deck­name für die fünf Kilometer lange Küste zwischen Pouppeville und La Madel­eine am Fuß der Halb­insel Cotentin. So weit west­lich war ursprüng­lich keine Landung vorge­sehen, jedoch wur­de ein Tief­was­s­er­hafen benö­tigt. Am 6. Juni 1944, dem D-Day, schlug den Soldaten nur wenig Gegen­wehr entgegen. Einige deut­sche Artil­le­rie­stel­lungen beschossen die Schiffe auf See, konnten dort aber keine Schäden anrichten. Am Ende des Tages hatten mehr als 20.000 Soldaten mit 1.700 Fahrzeugen am Utah Beach franzö­si­schen Boden betreten.

Parc Naturel Régional des Marais du Cotentin et du Bessin

Vogel­pa­ra­dies auf mooriger Halb­insel

Das Reservat für die Tier- und Pflanzenwelt der Normandie ist 1.450  Quad­ratki­lometer groß. Im Zentrum liegt ein großes Moor, das besonders für Vogelfreunde attraktiv ist. Am besten erkundet man das im Winter oft über­schwemmte Moor mit dem Boot auf der Douve und der Taute, zu Fuß oder mit dem Rad. Bester Ausgangs­punkt ist die alte Bischofs­stadt Carentan.

Von Cherbourg nach Ross­lare

Dauer: ca. 18 Stunden
Fährti­ckets können Sie direkt auf der Seite der Fährge­sellschaft buchen: http://www.irishferries.com
Die Fähre ist nicht im Reise­preis enthalten und wird in Eigen­regie gebucht.

Von Rosslare nach Cobh

Von Ross­lare nach Cobh

214 km | 3:30 h

Waterford

Hafen­städt­chen mit vikto­ria­ni­schem Flair

Die Hafen­stadt im Südosten Irlands wur­de im 9. Jahr­hun­dert von den Wikingern gegründet. Die meisten sehens­werten Häuser stammen aus der Blütezeit um 1800, als die Stadt über eine florie­rende Glas­indu­s­trie verfügte. Wahrzei­chen ist der Regi­nald's Tower, ein mäch­tiger Rundturm mit drei Meter dicken Wänden, der von den Normannen um 1000 gebaut wur­de und heute mit einer Mall zusam­men­hängt.

Tramore

Küsten­städt­chen mit Aussicht über die Tramore Bay

Die Küsten­stadt an einem Hang über der Tramore Bay hat von den höher gelegenen Stadt­teilen aus eine wunder­hüb­sche Sicht über die Bucht. Der lange Sand­strand ist in der Mitte durch den Zulauf zu einer Lagune, die Cúl Trá (Back Strand), unter­bro­chen. Vor dem Bau der Eisen­bahn im Jahr 1893 war Tramore ein kleines Fischerdorf. Seither wur­de die Stadt als touris­ti­sches Ausflugs­ziel entdeckt. An einer Prome­nade gibt es einen Freizeit­park und ein paar Imbissbuden. Bekannt ist Tramore als hervor­ra­gendes Surfge­biet.

C

Irlands Süden

Subtropische Pflanzen im Einfluss des Golfstroms

Die Graf­schaften Cork und Kerry werden klima­tisch vom Golf­strom begüns­tigt. Subtro­pi­sche Pflanzen, Palmen, Fuch­si­en­he­cken und Rhododendronhaine sorgen für eine südliche Atmo­sphäre.

Hinter der sanften Küste erheben gibt es idylli­sche Dörfer, roman­ti­sche Castles und klare Seen entde­cken. Dahinter erheben sich Irlands höchste Berge. Höhe­punkte im Süden sind die Regionen Killarney und Dingle sowie die zweitgrößte Stadt der Insel, die Hafen­stadt Cork.

Zu Gast in einer Villa in Cobh

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das eindrucksvolle Haus aus dem Jahr 1840 liegt in Cobh, von dessen natür­li­chem Hafen aus Tausende Hunger­flücht­linge nach Amerika gesegelt sind.

Das Inte­rieur ist ebenso stil­echt wie die frühvi­k­to­ria­ni­sche Fassade. In der Main Hall pras­selt an kalten Tagen ein offener Kamin. In den großen Zimmern stehen teilweise Himmel­betten und andere inter­essante Antiqui­täten. Die Badezimmer hingegen sind voll­kommen modern. Pam, die Gastgeberin, hat früher einen Super­markt geleitet und ist glei­cher­maßen tüchtig wie gastfreund­lich.

Cobh

Letzte Station der irischen Auswanderer

Südöst­lich von Cork, der drittgrößten Stadt Irlands, liegt die Great Island, die inzwi­schen durch Brücken mit dem Fest­land verbunden ist. An ihrer Südseite liegt die kleine Hafen­stadt Cobh, von der während der großen Hungersnot (1845–51) rund zwei Millionen Iren nach Amerika aufge­bro­chen sind. Domi­niert wird die Stadt von der Kathedrale St. Colman’s Church mit ihrem über 90 Meter hohen Turm. Im alten Bahnhof ist ein Heri­tage Centre einge­richtet worden, das über die Hungerzeit, die Auswande­rung und die Titanic informiert, die in Cobh das letzte Mal vor ihrem Unter­gang ange­legt hat.

Titanic Expe­ri­ence Cobh

Vom Schicksal der irischen Passagiere

Die Hafen­stadt Cobh an der Südküste des County Cork war der letzte Hafen, den die Titanic auf ihrer verhäng­nis­vollen Jungfernfahrt anlief. Dort nahm sie Post und die letzten 123 Passagiere auf. Sie hatte nun knapp 2.200 Personen an Bord. In den ehema­ligen Büro­räumen der White Star Line informiert die Ausstel­lung „Titanic Expe­ri­ence“ anhand von Touch Screens, Film­aus­schnitten und hologra­fi­schen Projek­tionen über das Schicksal der in Queens­town zuge­stiegenen Passagiere – von ihrer Aufre­gung vor und während der Reise bis hin zu ihrem Verbleib nach dem Unter­gang.

Kathedrale von Cobh

Ausdruck irischen Natio­nalgefühls

Die neugo­ti­sche Bischofs­kirche von Cobh liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe. Sie wur­de im 19. Jahr­hun­dert errichtet, da die alten Kathedralen der anglika­ni­schen Staats­kirche zugefallen waren und die Katholiken keine Gottes­häuser in ausrei­chender Größe hatten. Heute ist sie die zweitgrößte Kirche Irlands und gilt als Ausdruck des damals wieder­er­starkten irischen Natio­nalismus. 1916 wur­de im Glock­en­turm ein Glocken­spiel mit 42 Bronze­glo­cken installiert, die zusammen über 25 Tonnen wiegen. Die Tonlagen reichen über vier Oktaven. Die größte davon, zugleich die größte Glocke in ganz Irland, wiegt 3,6 Tonnen und ist nach dem heiligen Colman benannt.

Von Cobh nach Kill­orglin

138 km | 2:30 h
Die Strecke führt von Osten nach Westen durch Irlands Südwesten, im dem wegen des Golf­stroms immer ein mildes Klima herrscht.

Gougane Barra Forest Park

Wälder, Moore und ein Heiliger

Der  knapp 150 Hektar große Park schützt eine anmu­tige Wald-, Heide- und Moor­landschaft im Tal der Sheehy-Berge. Die Kiefernwälder, die schroffen Felsen und der Pa­no­ra­ma­blick über den See erin­nern ein wenig an die kana­di­schen Rockies. Auf einer Insel im See findet man noch Spuren des frühchrist­li­chen Klos­ters, das der Heilige Finbarr dort im 6. Jahr­hun­dert grün­dete. Insge­samt führen sechs kürzere Spazier­wege durch den Park.

D

Killarney

Blaue Seen, mildes Klima

Der Killarney National Park (über 10.000 Hektar) schützt eine der schönsten Landschaften Irlands. Im Zentrum liegen drei blaue Seen, die aufgrund des milden Klimas von einer eigen­tüm­li­chen, fast subtro­pi­schen Land­schaft umgeben sind.

Riesen­farne, Erdbeerbäume, Bambuswälder und riesige Rhododendren über­ziehen die Hügel­landschaft. Man kann den Park auf eigene Faust erkunden oder geführte Touren buchen, die z. B. Boots- und Kutschfahrten kombi­nieren.

Zu Gast in einem Country House am Caragh Lake

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Country House liegt direkt am Ufer des stillen Caragh Lake. Wer im Früh­s­tücksraum sitzt, genießt ein herr­li­ches Panorama: Hinter dem parkähn­li­chen Garten glitzert der See und jenseits des Sees erheben sich die einsamen, gras­be­wach­senen Berge.

Die Gastgeber sind freund­lich und helfen gerne mit Reise­tipps und Informa­tionen weiter. Wenige Minuten benö­tigt man für die Fahrt mit dem Auto nach Kill­orglin. Wer den Ring of Kerry mit seinen idylli­schen Wander­wegen erkunden will, findet hier die ideale Bleibe.

Halb­insel Dingle

Eldo­rado für Maler und Fotografen

Die nörd­lichste von allen drei Kerry-Halb­in­seln ist besonders karg und einsam. Jahr für Jahr zieht die gewal­tige Land­schaft Künstler und Fotografen an. Auf einer Rundfahrt über die Halb­insel kann man zahl­lose präh­is­to­ri­sche Steinmonu­mente entde­cken sowie frühe Kirchen oder bronzezeit­liche Befes­tigungs­anlagen. Der höchste Berg, der Brandon Moun­tain, ragt fast 1.000 m über dem Meer empor. Der gleich­na­mige Haup­tort der Insel ist ein male­ri­sches Fischer­ei­städt­chen mit bunten Häusern und freund­li­chen Pubs.

Auf den Purple Moun­tain

Grat­wande­rung hoch über dem Gap of Dunloe

West­lich des Killarney National Park lockt ein beliebter Ausflugsort, das Gap of Dunloe. Die Schlucht ist eine Hinter­las­senschaft der eiszeit­li­chen Glet­scher  mit Wasser­fällen und drei Seen. Die Tour führt über den Tomies Rock und über den Tomies Moun­tain zum Purple Moun­tain. Im Westen hat man einen wundervollen Einblick in die Macgillycuddy’s Reeks. (Hin und zurück: 15,1 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 970 Meter)

Gap of Dunloe

Mit der Kutsche über einen Gebirgs­pass

Der schmale Pass windet sich in Nord-Süd-Rich­tung von den MacGillycuddy's Reeks zum Purple Moun­tain. Auf einer Strecke von elf Kilome­tern kommt man an fünf Seen vorbei, die durch den River Loe mitein­ander verbunden sind. Wer über die Wishing Bridge zwischen den ersten beiden Seen geht, darf sich etwas wüns­chen. Es wird in Erfül­lung gehen, aber nur wenn der Wunsch genau in der Mitte der Brücke gewünscht wur­de. Seit Pferde und Kutschen die Menschen über den Pass bringen, ist das Gap of Dunloe zu einer kleinen Attrak­tion geworden. Wer nach 16:30 Uhr kommt, kann sich auf spekta­kuläre Sonnen­un­ter­gänge freuen.

Carra­u­ntoo Hill

Über die Teufels­leiter zum höchsten Berg Irlands

Der Carran­tuo­hill (irisch Corrán Tuat­hail) ist mit 1.039 Metern die höchste Erhe­bung der irischen Insel. Er liegt im Südwesten der Insel im County Kerry und gehört zu den Macgillycuddy’s Reeks. Ein etwa fünf Meter hohes Metallkreuz ziert den Gipfel. Der Berg wird von Norden entlang Hag’s Glen und über die steile wass­erfüh­r­ende Devil’s Ladder bestiegen. Spezi­elle Gebirgs­ausrüs­tung ist nicht erforder­lich. Tritt­si­cher­heit und gute Berg­stiefel sind jedoch in der Devil’s Ladder ange­bracht. Lose Steine und Geröll erschweren den Aufstieg. Die Wetterbedingungen sind wech­selhaft. Bei Regen oder dichten Wolken ist ein Aufstieg gefähr­lich, da die Devil’s Ladder dann viel Wasser führen kann und rutschig ist. (Hin und zurück: 12 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab 898 Meter)

Von Kill­orglin nach Co. Clare

131 km | 3:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Von Tarbert nach Killimer nimmt man die Auto­fähre, die zur halben Stunde ablegt (von Mitte Mai bis Ende September auch alle halbe Stunde). Die Überfahrt dauert eine Vier­tel­stunde und muss nicht reserviert werden.

Crag Cave

Eine der größten Tropf­steinhöhlen Irlands

Bei Cast­leis­land kann man die Crag Cave besu­chen, eine der größten Tropf­steinhöhlen der Insel. Sie wur­de erst 1981 gefunden, als man nach sauberem Trink­wasser suchte. Heute ist die 3.810 Meter lange Höhle auf 350 Metern zugäng­lich. Tropf­steine unter­schied­lichster Größe wachsen von den Decken. Die schönsten werden mit Scheinwerfern ange­strahlt.

E

Cliffs of Moher

Senkrechte Steilklippen an Irlands Westküste

Die bekann­testen Steilklippen Irlands ragen bis zu 200 Meter nahezu senk­recht aus dem Atlan­ti­schen Ozean empor.

Sie erstre­cken sich über mehr als acht Kilometer von Hag's Head im Süden bis O'Brien's Tower im Norden, von dem aus man bei gutem Wetter bis zu den Aran Islands und zur Bucht von Galway schaut. Es gibt auch ein Besu­cher­zentrum mit einem breit ausge­bauten Weg zu einer Aussichts­platt­form. Wer wandern möchte, kann auf dem Cliffs Coastal Walk am Rande der Klippen knapp 20 Kilometer zwischen Doolin und Liscannor laufen. Auf den Cliffs leben fast ausschließ­lich Vögel; eine Zählung ergab 30.000 Tiere und 29 Arten. Die inter­essan­testen sind die atlan­ti­schen Papa­gei­entau­cher, die in großen Kolo­nien an isolierten Stellen des Cliffs und auf Goat Island leben.

In einem Gästehaus am Spanish Point

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das vikto­ria­ni­sche Haus aus dem Jahr 1830 steht am Wild Atlantic Way, in der male­ri­schen Küsten­sied­lung Spanish Point an der Westküste Irlands.

Im 20. Jahr­hun­dert lange Zeit als Schule genutzt, ist es nun seit 2015 ein Gäste­haus mit zehn Zimmern, in dessen sorg­same Restau­rie­rung die heutigen Besitzer Pat und Aoife O'Malley viel Zeit und Herzblut gesteckt haben. Herausge­kommen ist ein Ensemble aus klas­si­scher Eleganz und modernem Komfort. Schon beim Früh­stück mit vielen haus­gemachten Produkten kann man impo­sante Blicke auf die Küste mit ihren schroffen Felsen und den nahen Sand­strand genießen. Die Unter­kunft liegt ideal, um die zahlrei­chen Sehens­wür­digkeiten der Umge­bung zu erkunden.

Aran Islands

Karge Felsen­in­seln im Atlantik

Die Insel­gruppe gegenüber den Cliffs of Moher besteht aus drei kargen Felsen­in­seln -  Inishmór, Minishmaan und Inisheer – sowie mehreren winzigen Eilanden. Jahr­tausen­de­lang waren die kargen Inseln bewohnt. Die Insu­laner lebten vom Fisch- und Hummerfang. Um die kars­tigen Böden fruchtbar zu machen, legten sie Gärten an, indem sie Seetang zusam­mentrugen und die gedüngten Flächen mit Trockenmauern schützten. Die Küste ist felsig, Strände gibt es kaum. Dafür kann man auf der Insel seltene Pflanzen finden. Trotz des anwach­senden Tourismus ist die alte irische Sprache auf Aran heute noch stärker verbreitet als irgendwo sonst. Die Aran-Inseln erreicht man per Schiff von Galway, Doolin oder Ros an Mhil aus.

Doona­gore Castle

Einsamer Burgturm mit schau­riger Geschichte

Das Turmhaus aus dem 16. Jahr­hun­dert liegt einen Kilometer vom Küstenort Doolin entfernt. Als im September 1588 ein Schiff der spani­schen Armada vor der Küste kenterte, ließ der Sheriff von Clare die 170 Schiffbrüc­higen aufgreifen und am Burgturm erhängen. Ihre Gebeine ruhen in einem Massengrab bei Cnocán an Croch­aire. 1970 wur­de das Castle von einem US-Amerikaner irischer Herkunft aufge­kauft.

Doolin Cave

Graziles Kunst­werk der Natur

Die Kalk­steinhöhle im County Clare beein­druckt mit ihren gewal­tigen Stalak­titen. Die scheinbar frei schwe­benden, grazilen Riesen­säulen sind mit der Höhlen­decke verwachsen. Mit einer Länge bis 7,30 Meter gehören sie zu den längsten ihrer Art, die man auf der nörd­li­chen Hemi­sphäre gefunden hat. 350 Millionen Jahre hat die Natur gebraucht, um diese wundervollen Kunst­werke zu erschaffen. Die Höhle wur­de erst 1952 entdeckt und war bald ein beliebtes Ziel für Höhlen­kletterer, die sich mühsam durch enge Kanäle zwängen mussten. Damit war 1990 Schluss, als die neuen Besitzer die Höhle zu einer Show-Cave ausbauten. Der Zugang wur­de erwei­tert und ist nun leicht zugäng­lich. Führungen werden ange­boten.

Burren Way

Mehr­tägiger Wanderweg durch die Graf­schaft Clare

Der über 100 Kilometer lange Wanderweg in der Graf­schaft Clare führt durch den Burren, eine stei­nige Karst­landschaft. An charak­te­ris­ti­schen Trocken­steinmauern entlang kommt man durch Magerwiesen zu Krei­defelsen, Höhlen und Aussichts­punkten mit fantas­ti­scher Sicht über die Küste. Für den gesamten Wanderweg benö­tigt man sechs Tage. Er beginnt in Lahinch, wo man die erste Etappe als Tages­tour machen kann, und endet an den Cliffs of Moher.

Von Co. Clare nach Dublin

269 km | 3:30 h
Der Weg nach Osten führt über den Insel­mit­tel­punkt an die Ostseite. Dabei lohnt sich ein Abste­cher nach Clonmacnoise, eine einzig­ar­tige frühchrist­liche Klos­ter­sied­lung am River Shannon.

Burren Natio­nal­park

Fels­landschaft von Mittel­erde

Der Páirc Náisiúnta Bhoirne, wie der 15 Quad­ratki­lometer große Park auf Irisch heißt, schützt die ausge­dehnten Fels- und Karst­landschaft Burren im Nordwesten des County Clare in Irland. Aufgrund des Klimas und der Beschaffen­heit des Burren findet man hier eine Viel­falt von seltenen Pflanzen und Blumen. Auch viele Tier­arten finden hier eine Heimat, unter anderem seltene Schmetter­linge. Der Autor J.R.R.Tolkien fand im Burren Natio­nal­park viele Inspi­ra­tionen für die Land­schaft von Mittel­erde. Es gibt sogar eine Höhle, die einem bekannten Wesen aus „Der Herr der Ringe“ als Namenspate diente: Pol na Gollum.

Bunratty Castle

Mäch­tige Burg mit 1.000-jähriger Geschichte

Die mäch­tige Burg mit einer über 1.000-jährigen Geschichte gehört zu den inter­essan­testen Sehens­wür­digkeiten in Irland. Bereits 970 unter­hielten die Wikinger einen Handels­platz am River Shannon, den die Normannen im 13. Jahr­hun­dert zur Festung ausbauten. Ihr heutiges Gesicht erhielt das Castle des MacNamara Clans im 15. Jahr­hun­dert. Nach einem Jahr­hun­dert des Verfalls wur­de Bunratty Castle 1950 sorgfältig restau­riert und der Öffent­lichkeit zugäng­lich gemacht. Rund um die Burg wur­de ein Frei­lichtmuseum mit Häuschen, Werk­stätten und Läden einge­richtet, wie sie im 19. Jahr­hun­dert typisch für ganz Irland waren.

Adare

Reetge­deckte Häuser im Schatten von Desmond Castle

Die Ansied­lung am Maigue River, zwölf Kilometer südlich von Limerick, gilt als ein besonders schönes Dorf in Irland. Die reetge­deckten Häuser an der Main Street kuscheln sich am Fuß der Ruinen von Desmond Castle, das um 1200 nach Christus entstand. Mehrere Klöster entstanden um die gleiche Zeit. Am besten sind die der Augustiner-Abtei erhalten. In der Hoch­saison ist die Idylle allerdings vom starken Autover­kehr beein­träch­tigt.

Dromore Wood Loop

Spaziergung durch ein Natur­re­servat

Das Natur­schutzgebiet Dromore Wood­land am südöst­li­chen Ende des Burren-Gebietes schützt einen besonders arten­rei­chen Lebens­raum. Neben Seen, Mooren und Feuchtwiesen gibt es auch ein paar histo­ri­sche Gebäude zu entde­cken, darunter das Schloss von Cahermacrea, die Kirche von Kilakee, zwei Ringforts und einen mittel­alter­li­chen Kalkofen. Durch die anmu­tige Land­schaft führt neben zwei kürzeren Natur­lehrpfaden ein schöner Wanderweg. (Hin und zurück: 7,1 Kilometer, 1:50 Stunde, auf und ab: 30 Meter)

F

Dublin

Irlands bunte Hauptstadt

Die 500.000 Einwohner zähl­ende Haupt­stadt an der Ostküste Irlands ist unbe­s­tritten poli­ti­scher und kultureller Mittel­punkt der Insel.

In ihrem Einzugsbe­reich lebt gut ein Drittel aller Iren. Das Stadt­bild wird vom Fluss Liffey geprägt, der mitten durch die Stadt fließt und sie in einen armen Norden und einen reichen Süden teilt, bevor er am Hafen ins Meer fließt. Eine Ansied­lung, die ursprüng­lich Dubhlinn („dunkle Untiefe“) hieß, muss schon um 450 n. Chr. exis­tiert haben, als der heilige Patrick hier viele Menschen bekehrte. Über Jahrhunderte war die Geschichte von wech­sel­voller Fremdherr­schaft gekennzeichnet. Das heutige Stadt­bild geht auf das 18. Jahr­hun­dert zurück, als Irland eine kurze Periode der Freiheit genoss und Dublin von 65.000 auf über 200.000 Einwohner anwuchs. Aus dieser Zeit stammt z. B. das Trinity College mit seiner präch­tigen Old Library und die St. James Gate Brewery, in der das welt­be­rühmte Guiness gebraut wird. Mo – Fr, 10:00 – 16:00 Uhr ist das sehens­werte Besu­cher- und Probier­zentrum zu besich­tigen.

Zu Gast in einem B&B in Dublin

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B in einem vikto­ria­ni­schen Haus im grünen Dubliner Vorort Ballsbridge bietet eine stil­volle und gemüt­liche Atmo­sphäre in ruhiger, aber zentraler Lage.

In nahezu allen Räumen des Hauses schaffen Möbel aus dem 19. Jahr­hun­dert ein elegantes Ambi­ente, wobei es an modernem Komfort dennoch nicht fehlt. Im Früh­s­tücksraum mit Winter­garten wird morgens ein reichhal­tiges Buffet mit vielen haus­gemachten Produkten ange­richtet; den Nach­mit­tag­stee kann man im eleganten Salon genießen. In der Nach­bar­schaft gibt es mehrere Restau­rants, das Zentrum erreicht man zu Fuß in ca. 30 Minuten oder mit der DART-Bahn, deren Halte­stelle sich unweit des B&B befindet.

Stadtbesichtigung (OPTIONAL)

Dublin (3 Stunden, deutsch)

Doris Brüderlin, geborene Schwei­zerin, hat bereits vor über 25 Jahren begonnen, ihre Liebe zum Reisen zum Beruf zu machen und in verschiedensten Teilen der Welt als Reiseleiterin zu arbeiten.

2011 ist sie schließ­lich nach Irland gezogen, wo sie nun mit viel Begeiste­rung anderen Reisenden die Kultur und Geschichte ihrer Wahlheimat näher bringt.
Der Stadt­rundgang führt durch die Innen­stadt Dublins, vorbei an den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. Unter­nehmen Sie einen Spaziergang über den Campus des Trinity College, der besten Univer­sität Irlands, vorbei am Parla­mentsgebäude und zum Dublin Castle. Beim anschließenden Besuch im quir­ligen Stadt­viertel Temple Bar, dem Hotspot des Nach­tlebens von Dublin, erhält man den ein oder anderen Geheim­tipp zu den High­lights der zahlrei­chen Restau­rants und Bars der Gegend.
Über die soge­nannte „Ha'penny Bridge“, für deren Überque­rung noch bis 1919 eine Fußgängermaut entrichtet werden musste, geht es hinüber auf die nörd­liche Ufer­seite des Liffey. Hier kann unter anderem ein Schaufenster­bummel durch die belieb­teste Einkaufs­straße der Stadt unternommen sowie das rund 120 Meter hohe „Monu­ment of Light“, besser bekannt als „Mille­nium Spire“, bestaunt werden.

Bank of Ireland

Schalter­halle mit Kaminfeuer und Wand­teppi­chen

Das Bankge­bäude mit den impo­santen Fassaden diente im 18. Jahr­hun­dert als irisches Parla­ment. Jeder darf hineinspa­zieren, um die wunder­schöne Schalter­halle zu bewundern oder sich an den Kaminfeuern in den Fluren zu wärmen. Besu­chern mit entspre­chenden Englischkennt­nissen vermit­telt eine Führung vieles über die irische Geschichte und gewährt Einlass in den Saal des Ober­hauses mit Kris­tall­leuchtern, Wand­teppi­chen und der Täfe­lung aus irischer Eiche.

National Library

Wo James Joyce viele Stunden verbrachte

Direkt nörd­lich von Leinster House steht die National Library, ein herr­li­cher Bau aus dem 19. Jahr­hun­dert. Von der reich verzierten Eingangshalle führt eine Treppe zum großen Lese­saal mit Glas­dach, Puttenfries in leuch­tenden Farben und Stuck­decke. Zur origi­nalen Möblie­rung gehören Regale mit Holzschnitze­reien und Tische mit grünen Lese­lampen. James Joyce hat in diesem Saal viele Stunden zuge­bracht. Eine seiner Szenen aus Ulysses spielt hier.

Trinity College

Altehrwür­dige Univer­sität von Dublin

Jeder darf kostenlos um die alten Höfe der 1592 gegrün­deten Univer­sität mit ihren grauen klas­sizis­ti­schen Fassaden spazieren. Zu ihren berühmten Ehema­ligen gehören Schrift­steller wie Jonathan Swift, Dracula-Autor Bram Stoker, Oscar Wilde und Samuel Beckett. Kostenpf­lichtig sind zwei besondere Höhe­punkte des College: das Book of Kells und die Bibliothek aus dem 18. Jahr­hun­dert. Eine Treppe führt hinauf zum großar­tigen Long Room, in dem rund 200.000 Bücher aufbe­wahrt werden. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Holzschnitze­reien der hohen Regale und das Tonnengewölbe, unter dem sich die Büsten irischer Schrift­steller und Wissenschaftler aufreihen. Im Long Room steht auch die älteste irische Harfe aus dem späten Mittel­alter.

Von Dublin Fährterminal nach Betws-y-Coed

Fähre

Von Dublin Fähr­terminal nach Holyhead

Dauer: ab 3:40 Stunden
Die Fährver­bindung wird von den Rede­reien Irish Ferries und Stena Line betrieben und kann direkt auf den Seiten der Betreiber gebucht werden:
Irish Ferries: http://www.irishferries.com
Stena Line: http://www.stenaline.de

Die Fähre wird nicht von Umfulana gebucht.

Von Holyhead nach Betws-y-Coed

72 km | 1:30 h

Caer­n­afon

Male­ri­scher Badeort mit Yacht­hafen

Die Haupt­stadt der Graf­schaft Gwynedd gegenüber der Halb­insel Anglesey ist ein male­ri­scher Badeort mit Yacht­hafen und einem mittel­alter­li­chen Kern. Denkmalge­schützte Häuser und die engen Gassen werden von einer Stadt­mauer umschlossen. Domi­niert wird der Ort von dem gewal­tigen Caer­n­afon Castle, 1283 erbaut als maje­s­tä­ti­scher Sitz des ersten Prince of Wales. Der wuch­tige Komplex mit 13 Türmen ist heute eine der eindrucksvollsten und am besten erhal­tenen Festungen Europas.

Llanfairpwllgwyngyll

Längster Orts­name Europas

Der schwer auszu­spre­chende gäli­sche Orts­name ist eigent­lich nur eine Abkürzung, die Fremden die Aussprache erleich­tern soll. In voller Länge heißt der Ort im Süden der Insel Anglesey: Llanfairpwllgwyngyllgoge­rychwyrnd­robwll­l­lantysiliogogogoch.
Das bedeutet über­setzt: „Mari­en­kirche (Llanfair) in einer Mulde (pwll) weißer Haseln (gwyn gyll) in der Nähe (ger) eines schnellen Wirbels (chwyrn drobwll) und der Thysilio­kirche (llantysilio) bei der roten Höhle (ogo goch).“ Mit 58 Buch­staben hat das Dorf den längsten amtli­chen Orts­namen Europas und steht im Guiness Buch der Rekorde. Der Name machte die Ortschaft zum Touris­ten­ziel und bekann­testen Dorf in Wales. Das Orts­schild im restau­rierten vikto­ria­ni­schen Bahnhof ist ein beliebtes Fotomotiv.

G

Snowdonia

Alpine Bergwelt am Meeresrand

Landschaft­li­cher Höhe­punkt von Wales ist der Snowdonia-Natio­nal­park im Nordwesten. Mehrere Berge ragen vom Meer­es­spiegel bis über 900 Meter auf; dazwi­schen liegen male­ri­sche Seen.

Auf den höchsten Gipfel, den Snowdon führen mehrere Wander­wege, die die Schön­heit des Parks erschließen. Wem das zu anstren­gend ist, kann die Bergei­sen­bahn benutzen, die mit etwa 8 km/h von Llanberis bergauf dampft. Auf dem Gipfel wird man mit einem drama­ti­schen Rund­um­blick belohnt, der seines­glei­chen in England sucht.

Zu Gast in einem B&B in Betws-y-Coed

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-B&B liegt am Rande des Ortes Betws-y-Coed im über 2.000 Quad­ratki­lometer großen Snowdonia National Park im Norden von Wales mit Bergen, Tälern, Wäldern und Flüssen. Im Jahr 2006 renoviert, bietet es Gästen den dezenten Luxus und Komfort, der einen Aufent­halt ange­nehm macht und im Gedächtnis bleiben lässt. Drei geräu­mige Zimmer und zwei Suiten sind  individuell in hellen Farben und einem eleganten, unauf­dring­li­chen Stil einge­richtet. Morgens wird im hellen Winter­garten ein abwechs­lungs­rei­ches Früh­stück aus lokalen Produkten serviert, das kaum einen Wunsch offen lässt und für den Tag stärkt. Die Umge­bung lädt zu zahlrei­chen Aktivi­täten wie Klettern, Angeln oder Golf spielen ein und zur Erkundung histo­ri­scher Stätten.



Gwynedd

Reste kelti­scher Kultur im ehema­ligen Bergkö­n­ig­reich

Von der frühen Besied­lung der Region im Nordwesten von Wales zeugen präh­is­to­ri­sche Stein­kreise, wie zum Beispiel auf dem Moel Ty-uchaf, und Hügelgräber. Die Römer eroberten Gwynedd im 2. Jahr­hun­dert und errich­teten bei Caerhun und Caer­narfon Befes­tigungen. Als sie im 5. Jahr­hun­dert nach Christus Britan­nien verließen, wur­de Wales in vier König­reiche aufge­teilt. Eines davon war Gwynedd. Während der norman­ni­schen Erobe­rung ab 1066 konnten die schwer zugäng­li­chen Bergkö­n­ig­reiche ihre Unabhängigkeit bewahren. Bis heute halten sich uralte kelti­sche Tradi­tionen, die vor 2000 Jahren in ganz Mittel- und West­eu­ropa verbreitet waren.

Bodnant Welsh Food Centre

Ein Muss für Gourmets

Das für 6,5 Mio. GBP geschaffene Food Centre auf einem histo­ri­schen Gut stellt die besten Lebens­mittel, die Wales zu bieten hat, aus. Es gibt einen Bauern­laden, eine Teestube, ein Restau­rant, eine Bäckerei und eine Koch­schule, in denen einheimi­sche Produkte vom Anwesen selber oder von den lokalen Bauernhöfen und von anderen Regionen in Wales ange­boten werden. Ein Muss für Gourmets.

Aber Falls

Spuren aus der Bronzezeit am Wasserfall

Die Aber Falls werden vom Afon gebildet, der wenige Kilometer vor seiner Mündung ins Meer über eine Abbruchkante knapp 40 Meter in die Tiefe stürzt. An den Wasser­fällen führt ein Fußweg entlang, an dem man verschiedene Sied­lungs­spuren aus der Bronzezeit entde­cken kann, etwa eine Rundhütte und eine Schmiede, die mit Hinkel­steinen eingegrenzt ist. Besu­cher parken am besten in Bont Newydd und gehen zu Fuß zu den Fällen. Wer ein wenig mehr wandern möchte, kann ein Stück auf dem North Wales Path laufen, der über die Brücke führt.

Auf den Snowdon

Besteigung des höchsten Gipfels von Wales

Mit 1.085 Metern ist der „Schnee-Berg“ die höchste Erhe­bung von Wales. Der Weg führt vom Llanberis-Pass zwischen zwei Seen auf einem alten Minenpfad entlang und dann im Zickzack auf den Berg. Wer nicht wandern möchte, kann die Snowdon Moun­tain Railway benutzen. Die Zahnrad­bahn führt von Llanberis bis unter den Gipfel. In der Berg­sta­tion gibt es ein Restau­rant und ein Souve­nir­laden. (hin und zurück: 5 Stunden, 12,2 Kilometer, auf und ab: 690 Meter)

Beddgelert

Wali­si­sches Bilder­buchdorf und ein Aussichtsgipfel

Das 500-Seelen-Dorf am Zusam­menfluss von Colwan und Glaslyn gehört zu den schönsten im Snowdonia Park. Außerdem ist es Ausgangs­punkt für Touren und Wande­rungen in die Umge­bung. Eine besonders beliebte Wande­rung führt auf den Moel Hebog, von dem aus man eine Rund­um­sicht bis zur Cardigan Bay hat. (hin und zurück: 4 Stunden, 10,4 Kilometer, auf und ab: 710 Meter)

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Von Betws-y-Coed nach Llan­arthney

212 km | 4:00 h
Von Westwales fährt man über eine Panora­ma­straße an der Bucht von Cardigan entlang nach Süden. Dabei kommt man durch Aberystwyth, von dessen Pier man einen herr­li­chen Blick über die Bucht hat. Über die Cambrian Moun­tains fährt man weiter nach Carmar­then.

Aberystwyth

Aussichtsberg mit Meer­blick

Das wali­si­sche Seebad mit 11.000 Einwoh­nern liegt an der Cardigan Bay. Die Einheimi­schen nennen ihre Stadt oft nur „Aber“. Auf den Gipfel des Consti­tu­tion Hill im Norden liegt ein Park mit Restau­rant, Arkaden sowie einer Camera Obscura. Von dort oben hat man den schönsten Blick über die Stadt und entlang der Küste, der schon den Maler William Turner begeis­terte. Für den Aufstieg wur­de als Teil der Anlage ein meandernder Weg ange­legt. Man kann auch die Aberystwyth Cliff Railway, Stadt­seil­bahn von 1896, nehmen. An der drei Kilometer langen Strand­pro­me­nade gibt es Cafés.

Cilgerran Castle

Male­ri­sche Ruine über dem Teifi-Tal

Die Burg aus dem 12. Jahr­hun­dert ist nur noch als Ruine erhalten. Sie liegt auf einem hohen Felsen zwischen dem Fluss Teifi und dem zufließenden Plysgog. Da der Teifi hier seine Tiden­grenze erreicht, war die Burg ein natür­li­cher Kreuzungs­punkt und Durch­gangsort von Seeschiffen. Die Landzunge ist durch zwei Gräben zur offenen Seite hin geschützt. Hinter den äußeren Vertei­digungs­anlagen umschließt ein weiterer Graben den Burghof, der mit zwei großen Türmen und einem massiven Torhaus befes­tigt war. Eine Zugbrücke verschaffte den Zugang zum drei­ge­schos­sigen Torhaus. Über dem Tor befand sich ein kleiner Raum, even­tuell eine Kapelle. Darüber lag eine Passage mit Schlitzfenstern, die das Torhaus mit den beiden runden Türme im Osten verband. Auf der Mauer gab es einen Wehrgang mit Zinnen und einen zweiten Zugangsweg zu den Türmen.

H

Wales

Steilküsten, Moore und schroffe Gebirge

Mit gut 20.000 Quad­ratki­lome­tern ist Wales der kleinste Landes­teil Großbri­tan­niens. Im Norden grenzt es an die Irische See, im Westen an den St.-Georgs-Kanal und im Süden an den Bris­tol­kanal.

Steil­küsten und weit­auslau­fende Strände ziehen sich weit über 1.200 Kilometer entlang und werden von zahl­losen Seevögeln bevöl­kert. Das Landes­in­nere ist von Wiesen, Mooren und schroffen Gebirgen geprägt. Die höchsten Berge stehen im Norden. Der Yr Wyddfa (1.085 Meter) wird vom Snowdonia-Natio­nal­park geschützt. Haupt­stadt ist Cardiff an der Südküste, eine römi­sche Gründung, die während des wali­si­schen Kohle-Booms zum größten Kohle­hafen der Welt avancierte.

Zu Gast in einem Country House im Tywi Valley

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Country House im saftig-grünen Tywi Valley ist vermut­lich eines der schönsten seiner Art in ganz Wales. Das Anwesen wur­de mehr­fach ausgezeichnet für seinen origi­nellen Charakter und seinen hervor­ra­genden Service.

Die Gastgeber prakti­zieren eine wunderbare Gastfreundschaft – von der Anreise bis zum wehmü­tigen Abschied. Das urge­müt­liche Bett macht es einem schwer aufzu­stehen, wenn da nicht schon der Kaffee und das üppige Früh­stück lockten. Während­dessen wird man gut versorgt mit vielen Tipps für Restau­rant­be­suche und Tages­ausflüge.

Pembroke­shire

Zwischen Steil­küste und Hoch­moor

Die südwest­lichste wali­si­sche Graf­schaft ist auf drei Seiten vom Meer umgeben. Die fast 300 Kilometer lange Küste gehört fast voll­ständig zum ­Pem­broke­shire-Coast-Natio­nal­park. Mit kleinen Buchten, Steilklippen und sandigen Stränden ist sie Brut­platz für zahl­lose Seevögel. 
Pembroke­shire hat eine wellenför­mige Ober­fläche, die nach Norden ansteigt und im Foel Cwmcerwyn eine Höhe von 537 Metern erreicht. Dort dehnen sich Hoch­moore und Heidel­landschaft aus. Der südliche Teil ist verhält­nismäßig flach und wird land­wirt­schaft­lich genutzt.

Llansteffan Castle

Toller Rund­um­blick von geschicht­s­träch­tiger Burg­ruine

Schmale, von Hecken gesäumte Straßen führen zu dem Dorf Llan­stephan. Ober­halb liegt die denkmalge­schützte Burg­ruine aus dem 12. Jahr­hun­dert. An derselben Stelle stand zuvor ein Fort aus der Eisenzeit. Lange war die Festung Schau­platz blutiger Kämpfe zwischen Wali­sern und Anglo-Normannen, die schließ­lich die Ober­hand behielten. Das Castle ist über einen der vielen kleinen Pfade am Strand zu errei­chen; oft kann man den großar­tigen Rundum-Blick ganz allein genießen.

Tenby

Mittel­alter­li­cher Marktfle­cken mit Bade­stränden

Das Städt­chen mit dem wali­si­schen Namen Dinbych-y-pysgod ist ein hübscher Marktfle­cken und ein beliebter Badeort. Nachdem bereits die Wikinger im frühen Mittel­alter eine Sied­lung ange­legt hatten, wur­de im 12. Jahr­hun­dert die Burg auf dem Castle Hill errichtet. Die Stadt­mauern von Tenby stammen auch aus dieser Zeit. Im vikto­ria­ni­schen Zeit­alter wur­de Tenby als Badeort entdeckt. Die Sand­strände, Buchten und Klippen der Umge­bung sowie die male­ri­sche Altstadt mit engen Gassen ziehen auch heute viele Besu­cher an, so dass man in der Haupt­saison am besten schon vormit­tags kommt. Wer wandern will, kann ein Stück auf dem Pembroke­shire Coast Path gehen.

Carreg Cennen Castle

Mäch­tige Festung über dem River Cennen

Die Burg­ruine in Carmar­t­hen­shire liegt südöst­lich von Lland­eilo auf einer steilen Bergkuppe über dem Fluss Cennen. Die beein­dru­ckende und mäch­tige Festung war Mittel­punkt des Commote Iscennen, hatte aber wegen ihrer abge­legenen Lage keine größere histo­ri­sche Bedeu­tung. Der Legende nach gehörte das Castle während der Zeit König Artus dem mythi­schen König Urien. Tatsäch­lich entstand eine erste Burg auf dem Bergkegel erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts unter Lord Rhys, dem Herr­scher des südwali­si­schen Fürs­ten­tums Deheubarth. Im Südosten des Burghofes führt eine Pforte durch einen Tunnel in eine natür­liche, feuchte Kalk­steinhöhle. Die Ruine selbst wird von Cadw betreut und ist zu besich­tigen. Ein kurzer Rundweg führt um den Burgfelsen. (hin und zurück: 2,8 Kilometer, 50 Minuten, auf und ab: 70 Meter)

Von Llan­arthney nach Oaksey

201 km | 3:00 h

Gower-Halb­insel

Sand­strände und Felsenbuchten

Die Halb­insel mit dem wali­si­schen Namen Penrhyn Gŵyr trägt den Titel „Area of Outstanding Natural Beauty“. Das liegt vor allem an ihrer über hundert Kilometer langen, großar­tigen Küste. Die Three Cliffs Bay im Süden ist bei Wanderern, Surfern und Fotografen glei­cher­maßen beliebt. Dort gibt es schmale Felsenbuchten, die mit schönen Sand­stränden abwech­seln.

Tintern Abbey

Male­ri­sche Ruine an Fluss­schleife

Im anmu­tigen Hügel­land zwischen England und Wales liegt eine der schönsten Ruinen der briti­schen Inseln: die Tintern Abbey am West­ufer der mäandrie­renden Wye. Die Abtei wur­de 1131 von Zister­zi­en­sern gegründet. Nach der Auflösung des Ordens unter Heinrich VIII. verfiel die Abtei zuse­hends. Ihre pittoresken Über­reste haben berühmte Landschafts­maler inspi­riert, u.a. William Turner. In der Umge­bung liegt Caerwent, die bedeu­ten­dste und am besten erhal­tene römi­sche Stadt in Wales.

Wye Valley Walk

Durch eine Schlucht zur Druiden­grotte

Ein schönes Teil­stück des Wye Valley Walk führt von Tintern auf schmalen, teils steilen Pfaden durch das schlucht­ar­tige Wye-Tal. Schönster Punkt der Wande­rung ist eine Grotte im Pierce­field Estate, die auch als Druiden­tempel bezeichnet wird.  Auf den 365 steps steigt man dann zum Park­platz Lowe Wyndcliff an der A466 hinab. Der Wanderweg führt weiter durch das Wye-Tal bis nach Chepstow.

I

Cotswolds

Schafweiden und idyllische Städtchen im Herzen Englands

Buchenwälder über­ziehen sanfte Hügel, ungezählte Schafe weiden auf saftigen Wiesen, dazwi­schen liegen male­ri­sche Dörfer und geschicht­s­träch­tige Klein­städte: Zu Recht werden die Cots­wolds als Area of Outstanding Natural Beauty bezeichnet.

Im Norden begrenzt der River Avon die Cots­wold Hills, im Osten reichen sie bis Oxford. Schafe haben die Gegend reich gemacht. So nennt man die Kirchen der Region auch Wool Churches, weil sie mit dem Geld gebaut wurden, das im Wollhandel verdient wur­de. Die Gegend ist wohlha­bend geblieben, da viele vermögende Londoner hier einen zweiten Wohn­sitz haben oder sich zur Ruhe setzen. Sehens­werte Orte sind Broadway, Burford, Chedworth, Chipping Norton, Moreton-in-Marsh, Pains­wick und Stow-on-the-Wold.

In einem Gästehaus in den Cotswolds

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Jahre­lang haben Barbara und Jonathan erfolg­reich ein Gäste­haus bei Malmesbury betrieben und viele Umfulana-Gäste beherbergt.

Nun sind die beiden noch einmal voll einge­stiegen, haben ihr altes Gäste­haus verkauft und ein neues nach ihren Wüns­chen kreiert. Dazu diente ihnen eine Scheune aus dem 18. Jahr­hun­dert in einem der ­idylli­schen Dörfer, für die die Cots­wolds bekannt sind. Besonders schön sind die lichtdurch­flu­tete Lounge und der Winter­garten, wo man lesen, sich unter­halten und die Sonne genießen kann.

Bath

Mondänes Bad mit heißen Quellen

Das einzige Mine­r­albad mit heißen Quellen in England ist zugleich eine der schönsten Städte des Landes. Bereits die Römer nutzten die Quellen als Bade­zen­trum, wovon einige Tempel­ruinen zeugen. Erst im 18. Jahr­hun­dert kam der Ort zu neuer Blüte. Seit 1738 wurden elegante Häuser gebaut, von denen heute über 500 unter Denkmal­schutz stehen. 1998 hat die UNESCO die ganze Stadt in die Liste des Welt­kultur­erbe aufge­nommen.

Malmesbury

Alter­tüm­liche Stadt am Fluss Avon

Malmesbury ist eine alter­tüm­liche Stadt am Fluss Avon mit schönen Giebelhäusern und zugleich das älteste Borough Englands und für seine aus dem 12. Jh. stam­mende Abtei Malmesbury Abbey bekannt. Das Kloster selbst ist aber älter, denn König Æthelstan gilt als ihr Patron. Ein großer Teil der Abtei ist noch erhalten, obwohl Feuer und Heinrich VIII. einige Teile zerstört haben.

Chalford

Geschicht­s­träch­tiges Dorf in den Cots­wolds

Der Ort in den Cots­wolds kann auf eine lange Geschichte zurück­bli­cken. Feuer­steine aus der Stein­zeit und Hügelgräber weisen darauf hin, dass Chalford seit über 5.000 Jahren besiedelt ist. Mit den Huge­notten kam ein wirt­schaft­li­cher Aufschwung. Die prote­s­tan­ti­schen Flücht­linge aus Frank­reich brachten im 17. Jahr­hun­dert die Seiden- und Woll­spin­nerei mit. Manche Straßen im Ort sind so eng, dass sie nicht mit Wagen befahren werden konnten. Liefe­rungen brachten daher die Esel, die als Chalford Donkeys bald sprich­wört­lich wurden. Noch heute beliefern sie jeden Samstag die engen Seiten­straßen.

Von Oaksey nach Uckfield

211 km | 3:00 h

Wessex (von: „West­sachsen“) gilt als die Wiege des heutigen Englands. So liegen auf der kurzen Strecke viele bedeu­tende Kultur­denkmäler: Winchester Castle, die alte Haupt­stadt mit Königsburg, Salisbury mit seiner einzig­ar­tigen frühgoti­schen Kathedrale und Bath, das berühmteste Heilbad der Insel und architek­to­ni­sches Juwel.

Wer will, kann auch einen Abste­cher nach Ston­henge machen.

Avebury

Präh­is­to­ri­scher Stein­kreis und spirituelles Zentrum

Den besten Eindruck von der gewal­tigen Anlage bekommt man natür­lich aus der Luft. Erst dann wird sichtbar, wie der kleine Ort Avebury von einem Stein­kreis, der über 400 Meter im Durch­messer misst, umschlossen wird. Aus der Luft erkennt man auch die beiden von stehenden Steinen gesäumten Alleen, die zum Stein­kreis hinführen. Doch auch wer mit dem Auto von der A4 kommend über die A4.361 durch Avebury hindurch fährt, kann die riesigen Steine, die zu beiden Seiten der Straße empor ragen, nicht über­sehen. Avebury ist der größte Stein­kreis der Welt und eines der spirituellen Zentren des mysti­schen Englands.

Highclere Castle

Herren­haus im Westminster-Stil

Das prunkvolle Herren­haus imitiert den Stil der Renais­sance, stammt aber aus dem 19. Jahr­hun­dert. Seit dem 8. Jahr­hun­dert gab es Vorgängerbauten. Das heutige Castle wur­de nach den Plänen des Architekten Sir Charles Barry gebaut, der auch die Houses of Parlia­ment in Westminster geplant hatte. Für den 400 Hektar großen Park wur­de 1774 ein ganzes Dorf umge­siedelt. Die Reste der Dorf­kirche sind südwest­lich des Schlosses noch zu sehen. Im 18. Jahr­hun­dert pflanzte der Hobby­bo­ta­niker, Bischof Stephen Pococke, nach einer Reise in den Nahen Osten Libanon-Zedern an, von denen einige noch heute im Park wachsen.

Windsor Castle

Domizil der Queen

Das größte Schloss der Welt ist zugleich das älteste durch­gängig bewohnte. Die Ursprünge von Schloss Windsor liegen in der Zeit Wilhelms des Erobe­rers. Zusammen mit dem Buckingham Palace und dem Holyrood Palace in Edinburgh ist es eine der offi­zi­ellen Haupt­residenzen der Queen. Unter­halb des „engli­schen Versailles“ fließt die Themse auf ihrem Weg nach Osten zur Haupt­stadt London. 
Seit ihrem 80. Geburtstag wohnt die Königin ständig in Windsor und hält sich seither nur noch zu Arbeits­zwe­cken im Buckingham Palace auf. Ihre Anwe­sen­heit erkennt man an der könig­li­chen Wappen­standarte auf dem Round Tower, während in ihrer Abwe­sen­heit dort der Union Jack weht. Das Schloss ist täglich für Besich­tigungen geöffnet (März bis Oktober von 9:45 – 17:45 Uhr).

J

Sussex

Seebäder und urige Wälder

Der Name der ehema­ligen Graf­schaft bedeutet „Südsachsen“ und weist darauf hin, dass Sussex ab dem 5. Jahr­hun­dert ein angel­säch­si­sches Klein­kö­n­ig­reich war.

Im Osten grenzt es an Kent, im Norden an Surrey und im Westen an Wessex. Die Land­schaft ist größ­ten­teils flach, mit den Hügel­ketten der South Downs und des Weald als höchste Erhe­bungen. Die Flüsse sind kurz und wenig bedeu­tend. Die Küste ist der bedeu­tende Wirt­schafts­faktor. Neben Brighton sind noch Bognor Regis und Eastbourne bedeu­tende Seebäder. Im Landes­in­neren herr­schen vor allem Obstbau und Rinderzucht vor. Der South Downs Footpath erschließt einige besonders schöne Winkel.

Zu Gast in einem Landhaus bei Uckfield

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das gut 200 Jahre alte, ehema­lige Kutscher­haus liegt ruhig am Ende einer Sackgasse in Ridge­wood. Heute ist es nach sorg­samer Restau­rie­rung ein char­mantes Landhaus mit einem typisch engli­schen Garten.

Schon der Empfang ist herz­lich: mit Tee und haus­gemachtem Kuchen, die in der Küche, im Wohnzimmer oder unter der Pergola serviert werden. Zwei Gäste­zimmer werden ange­boten, die in frischen Farben im Landhaus­stil einge­richtet sind. Das Früh­stück ist so englisch wie das ganze Haus: Tomaten, Pilze und verschiedene Sorten Tee, sowie selbst geba­ckener Kuchen werden bei gutem Wetter auf der Terrasse serviert. Ein Tor führt vom Garten direkt in die Park­landschaft, in der man wunderbar spazieren gehen kann.

Bluebell Railway

Mit histo­ri­scher Dampflok durch Glockenblu­menfelder

Die Muse­ums­bahn in der engli­schen Graf­schaft West Sussex wur­de 1960 als erste dampf­be­triebene Muse­ums­bahn Englands in Normal­spur eröffnet. Heute verfügt sie über die zweitgrößte Fahrzeug­samm­lung Großbri­tan­niens. Sie fährt von East Grinstead nach Süden über Kingscote und Horsted Keynes bis Sheffield Park. Der Name stammt von den blauen Glockenblumen, die entlang der Strecke blühen.

Glynde­bourne Festival Opera

Private Opernbühne auf einem Land­sitz in Sussex

Als Liebhaber von Mozart-Opern und Ehemann einer Sängerin litt der wohlha­bende Land­be­sitzer John Christie darunter, dass die Oper in England seiner Meinung nach „nicht exis­tent“ war. Inspi­riert von den Salzburger und Bayreuther Fest­spielen grün­dete er 1933 mit dem deut­schen Dirigenten Fritz Busch und dem deut­schen Schau­spieler und Regis­seur Carl Ebert die Glynde­bourne Festival Opera, die sich binnen kurzer Zeit zu einer der bedeu­ten­dsten kleinen Opernbühnen der Welt entwi­ckelte. Nach einer Umge­stal­tung 1990 fasst das Opern­haus 1.200 Plätze. Ein Besuch muss online gebucht werden. Eine Besonder­heit ist die Pause: Sie dauert mindes­tens 90 Minuten, sodass Zeit für ein Pick­nick im idylli­schen Park bleibt.

Charleston Farm­house

Treff­punkt der antivi­k­to­ria­ni­schen Künst­ler­szene

1916 zogen Vanessa Bell und ihr Geliebter Duncan Grant in ein Farmhaus in Sussex. Bald entwi­ckelte es sich zum länd­li­chen Treff­punkt einer Künst­ler­szene, der Bloomsbury Group. Virginia Woolf war regelmäßig zu Besuch, ebenso der Ökonom John Maynard Keynes oder der Schrift­steller E. M. Forster. Gemeinsam war ihnen die Ableh­nung des prüden und bigotten vikto­ria­ni­schen Zeit­alters. In Charleston Farm­house lebten sie frei von tradi­tionellen Fesseln. Das Haus wur­de künst­le­risch umge­staltet, inspi­riert von italie­ni­scher Fresco­ma­lerei. Es finden sich Bezüge zu den Post-Impres­sio­nisten und Picasso. Alles wur­de bemalt: Wände und Kaminsimse, der Esszimmer­tisch, Türen, Bade­wannen, Betten, Geschirr und Lampen. 1985 wur­de das Haus zum Denkmal erklärt. Seitdem wird mit immensem Aufwand die Kunst erhalten, die eigent­lich nur für den Augen­blick gedacht war.

Von Uckfield nach Hause

Fähre

Von Uckfield nach Dover

130 km | 2:30 h

Sissin­ghurst Castle

Meister­werk engli­scher Garten­ar­chitektur

Der histo­ri­sche Land­sitz in der Graf­schaft Kent ist vor allem wegen seines Gartens berühmt, der ab 1930 von Vita Sackveille-West und ihrem Mann ange­legt wur­de. Sie unter­teilten das rund fünf Hektar große Gelände in zehn abge­schlos­sene Gärten. Als Wände dienten ihnen vor allem Eiben­he­cken. Jeder dieser Gärten im Garten hat ein bestimmtes Thema; so gibt es den Weißen Garten, den Rosen­garten und den Kräu­ter­garten. Die Gestal­tung des Gartens verbindet eine große Schlicht­heit der Gesamt­anlage mit opulenter Bepfl­anzung. Mehr als 200.000 Besu­cher zieht es jähr­lich dort hin. Daher muss man in der Saison auch mal mit Wartezeiten rechnen. 

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Leeds Castle

Wasser­schloss mit tausendjäh­riger Geschichte

Das Wasser­schloss südöst­lich von Maids­tone liegt im Herzen der Graf­schaft Kent. Das Schloss und seine Lände­reien wurden nach dem Nach­bardorf Leeds benannt, nicht zu verwech­seln mit der dreihundert Kilometer nörd­lich gelegenen Groß­stadt Leeds. Erwähnt wurde Leeds Castle bereits im Domesday Book von Wilhelms dem Eroberer. Nach­ein­ander war es norman­ni­sche Festung, Wohn­sitz von sechs mittel­alter­li­chen Königinnen, Palast Heinrichs VIII. und Zufluchtsort für die Reichen und Mäch­tigen. Heute steht es unter der Leitung der Leeds Castle Foun­da­tion und ist jähr­lich das Ziel vieler Tausender Erho­lung suchender Menschen.

Von Dover nach Calais

102 km | 2:30 h
Die Fähr­überfahrt dauert 90 Minuten. Der Check-In schließt 30 Minuten vor Abfahrt.
Gute Fährver­bindungen zum selber buchen finden Sie auf unserer Home­page: www.umfulana.de/faehren oder z.B. auf www.poferries.com
22 Tage
ab 2.149,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
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