Die Küsten der Normandie: Hafenstädtchen, Fischerdörfer, familiäre Seebäder - Frankreich
Normannisches Küstenstädtchen: Honfleur

Die Küsten der Normandie

Hafenstädtchen, Fischerdörfer, familiäre Seebäder

Die Küsten der Normandie sind weniger mondän als die Côte d'Azur. Dafür gibt es Camembert, Cidre und Calvados – die berühmten drei C's. Ein Ereignis prägt das Idyll bis heute: Die Landung der Alliierten 1944.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Étretat

A

Côte d'Albâtre

Alabasterfarbene Klippen am französischen Ärmelkanal

Die Alabas­terküste zieht sich von der Seine-Mündung bei Le Havre 120 Kilometer nach Nord­osten bis hinter Le Tréport in der Picardie.

Charak­te­ris­tisch und namensgebend sind die über 100 Meter hohen alabas­terfarbenen Steilklippen mit atembe­rau­bender Aussichten auf die Küste und das Meer. Die bekann­testen Urlaubs­orte am Meer sind Dieppe, Fécamp und Étretat. Ein­drück­lich ist besonders  die Küste zwischen Dieppe und Étretat. Sie ist gesäumt von Hafen­städt­chen, Fischer­dörfern und familiären Seebädern. Meist gibt es direkte Strandzugänge oder steile Treppen zum Strand und Meer.

Zu Gast in einer Villa in Étretat

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa im Stil der Belle Époque in Étretat wur­de 1840 aus den für die Region Pays de Caux typi­schen Mate­rialien Silex und Back­stein erbaut und war lange Zeit Wohn­sitz des Bankiers und Kunst­samm­lers Victor-Antoine Desfossés, Mäzen der Künstler Gustave Courbet und Théo und Vincent van Gogh.

Heute empfangen Estelle und Olivier Gäste in diesem zu einem komfor­ta­blen Gäste­haus umge­wandelten Haus, das inmitten eines parkähn­li­chen Gartens steht und einen schönen Blick auf das Meer bietet. Die fünf individuell einge­rich­teten Zimmer schaffen mit ihrer stil­vollen und von viel Liebe zum Detail zeugenden Gestal­tung ein Ambi­ente zum Wohlfühlen. Das Früh­stück wird wahlweise im lichtdurch­flu­teten Früh­s­tücksraum oder auf der großen, schön deko­rierten Terrasse serviert.

Haute Normandie

Cidre, Calvados und Camembert
Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittel­alter, als die Wikinger das Land eroberten und sich mit der einheimi­schen Bevöl­ke­rung vermischten. Daraus entstand ein eigener Stamm – die „Nordmannen“. Um sie zu befrieden, bekam ihr Anführer, Gånge Rolf, das Lehen der Normandie zuge­spro­chen. Er und seine Nach­fahren wurden Herzöge, von denen einer, nämlich Wilhelm, 1066 England eroberte. 900 Jahre später kamen die Engländer zurück, allerdings um an den Stränden der Normandie Urlaub zu machen. So wur­de Dieppe zum ersten Urlaubsort in der „Romantic Normandie“. Neben Sand­stränden und Geschichte gibt es noch weitere Attrak­tionen: Die drei großen C’s stehen für die norman­ni­sche Küche: Cidre, Calvados und Camembert. Das milde und feuchte Klima bietet ideale Voraus­setzungen für die Viehhal­tung und für den Anbau von Äpfeln. Etwa 10 Millionen Apfelbäume stehen in der Normandie und entfalten im Frühjahr eine wundervolle Blütenpracht.

Falaises d’Aval

Weiße Krei­dek­lippen an der Steil­küste von Etretat
An der Steil­küste von Etretat sind die Falaises d’Aval besonders beein­dru­ckend: 75 Meter ragen die weißen Krei­dek­lippen aus dem Meer empor. Ein unter­irdi­scher Fluss hat die Felsen unter­höhlt und zusammen mit der Erosion durch das Meer bizarre Forma­tionen geschaffen, darunter einen gewal­tigen Bogen, die Porte d'Aval. Bezeichnete Wander­wege führen zu schönen Aussichts­punkten.

Fécamp

Yacht­hafen, Kräu­ter­likör und eine norman­ni­sche Abtei­kirche
Das Küsten­städt­chen zwischen Dieppe und Le Havre hat gleich drei Häfen: einen Handelshafen, einen Fische­reihafen und einen Yacht­hafen. Sehens­wert sind die im norman­ni­schen Baustil errich­tete Abtei­kirche Sainte-Trinité von 1175 und das Palais Bénédic­tine. Der monu­men­tale Bau aus dem 19. Jahr­hun­dert ist ein Kunst­museum, in dem vor allem mittel­alter­liche sakrale Kunst ausge­stellt ist; außerdem ist dort die Bren­nerei des Kräu­ter­likörs DOM Bénédic­tine.

Von Étretat nach Honfleur

46 km | 49 Minuten
B

Côte Fleurie

Gepflegte Badestrände an der Blumenküste

Die „Blumen­küste“ der Normandie  erstreckt sich von der Seine-Mündung im Osten bis zur Mündung des Orne bei dem Städt­chen Ouistreham im Westen.

Ein Seebad reiht sich dort an das Nächste, darunter Deauville und die kleine Schwester Trouville, Houlgate und Cabourg. Gepflegte Bade­strände, schicke Casinos und natür­lich Blumen machen die Küste zu einem belieb­ten ­Ur­laubs­ziel des Pariser Jet-Sets.  Zu einem typi­schen Sommer­auf­ent­halt gehören der Besuch von Segel­regatten, Golf­tur­nieren oder Pferde­rennen sowie das Sehen und Gesehen werden an einer der schi­cken Strand­pro­me­naden. Während des alljähr­li­chen Film­fes­tivals in Deauville trifft man manchmal franzö­si­sche und inter­na­tio­nale Stars und Stern­chen.

Zu Gast in einem Kloster aus dem 17. Jahrhundert

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Augustiner-Kloster aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt mitten in Honfleur, einem beschau­li­chen Fischer­dörfchen an der Seine-Mündung.

Heute ist die ehrwür­dige Residenz, die im norman­ni­schen Stil erbaut wur­de, ein Gäste­haus mit fünf großen Suiten, die ein kleines Wohnzimmer haben. Zum Früh­stück gibt es für franzö­si­sche Verhält­nisse ungewöhn­lich viel: Kuchen, Bröt­chen, Marme­laden, heiße Getränke, Oran­gensaft und frisches Brot – bei schönem Wetter auf der Eichenbaum-Terrasse oder dem Blumen­garten. Das Meer ist nur wenige Hundert Meter entfernt und Honfleur mit Jacht­hafen und Sea-Food-Restau­rants in zwei Minuten zu errei­chen.

Honfleur

Male­ri­sches Hafen­städt­chen im Dépar­te­ment Calvados
Die Stadt im Dépar­te­ment Calvados war jahrhunder­te­lang relativ unbedeu­tend im Vergleich mit Harfleur auf dem anderen Ufer der Seine­mündung. Heute zählt das kleine Hafen­städt­chen zu den schönsten und roman­tischsten Orten der ganzen Normandie. Weil das Geld fehlte, den Ort zu moder­ni­sieren, sind die schmalen, mehr­stö­ckigen Fach­werkhäuser und die unter Ludwig XIV entstan­dene Befes­tigungs­anlage am Vieux Bassin aus dem 17. Jahr­hun­dert erhalten geblieben. Bereits im 19. Jahr­hun­dert zog die pittoreske Hafen­stadt bekannte Maler an, darunter Courbet, Renoir und Cézanne. Auch heute noch stehen die Maler am Kai und in den Greniers à Sel, den Salz­la­ger­häusern an der Festung. Unweit vom Hafen liegt die größte Holz­kirche Frank­reichs, die Église Sainte-Cathe­rine, vor der mitt­wochs und sams­tags der Wochen­markt stattfindet. Das Karus­sell, das jedes Jahr im Frühling am Hafen­be­cken aufge­baut wird, wur­de um 1900 gebaut und besteht aus 2 Etagen.

Deauville

„König­reich der Eleganz“
Bis in die ­Mitte des 19. Jahr­hun­dert war der Ort zwischen Caen, Rouen und Le Havre noch ein Bauerndorf. Dann begann Charles de Morny, ein Halb­bruder Napoleons III., aus „Sumpf und Sand ein König­reich der Eleganz“ zu schaffen, das zum An­zie­hungs­punkt der mondänen Pariser Gesellschaft werden sollte. Mit Luxus­ho­tels im neono­rman­ni­schen Stil, einem Casino und einer Pferde­renn­bahn wur­de die Entwick­lung vorange­trieben. Bald kamen Könige, Hollywood­stars, Künstler und Kompo­nisten. Ein Yacht­hafen und eine attrak­tive Strand­pro­me­nade runden das Angebot ab.

Von Honfleur nach Tracy sur Mer

100 km | 2:00 h
C

Côte de Nacre

Normannischer Badestrand mit Weltgeschichte

An der „Perlmuttküste“ am Ärmel­kanal gibt es viele kleine und größere Bade­orte mit fein­san­digem, breiten Strand, der in der Sonne wie Perlmutt glitzert.

Zwischen den Badezonen gibt es immer wieder felsige Abschnitte. Ange­sichts der heiteren Atmo­sphäre kann man kaum glauben, dass hier eine der größten Schlachten der Welt­ge­schichte stattgefunden hat. Am 6. Juni 1944 begann auf der Breite der gesamten Küste die Inva­sion der Alliierten, die auch als Opera­tion Over­lord oder noch besser als D-Day bekannt ist. Damit begann die geplante Eröff­nung einer Westfront der Anti-Hitler-Koali­tion. Wer mehr möchte als baden und radfahren, kann auf dem Circuit de Debarke­ment die wich­tigsten Orte der Inva­sion besu­chen.

Zu Gast in einem Herrenhaus in der Normandie

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 2x Kurtaxe pro Person

Guillaume und Marie-Georges sind beide in der Normandie geboren und verliebten sich sofort in das Herren­haus aus dem 19.

Jahr­hun­dert, nachdem sie nach mehreren Jahren Aufent­halt im Indi­schen Ozean in ihr Heimat­land zurückkamen. Sie unterzogen es einer aufwen­digen Renovie­rung und entschieden dann, es als Gäste­haus zu eröffnen. Im gesamten Haus herrscht eine freund­liche Atmo­sphäre, die Einrich­tung ist elegant und wird von vielen Antiqui­täten aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert geprägt, die Guillaume, der früher als Antiqui­tä­t­en­händler tätig war, zusam­menge­tragen hat. Fünf geräu­mige Zimmer und zwei Apart­ments, die sich in einem sepa­raten Trakt befinden, sind eben­falls in einem Mix aus antiken und modernen Möbeln gestaltet. Der gepflegte Garten und die Terrasse sowie die Salons im Erdge­schoss laden zum gemüt­li­chen Verweilen ein. Zur Küste sind es ca. drei Kilometer, nach Bayeux sieben Kilometer.

Caen

Im Brenn­punkt des D-Day
Vor 1.000 Jahren bauten die Normannen eine Festung auf einer Insel zwischen den Flüssen Orne und Odon. Unter Wilhelm dem Eroberer kamen zwei Abteien hinzu. Im Hundertjäh­rigen Krieg zwischen England und Frank­reich wur­de die Stadt ständig bela­gert. Doch die größte Zerstörung erlebte Caen im Frühs­ommer 1944. Am D-Day, dem 6. Juni 1944 tobte eine erbit­terte Schlacht zwischen den Alliierten und den deut­schen Besatzern. Am 9. Juli 1944 gaben die Deut­schen Caen auf und somit war die Stadt befreit. Rund um die wieder restau­rierten histo­ri­schen Bauten entstand das neue Caen, eine grüne Stadt, deren studen­ti­sches Flair mit Cafés und Boutiquen zahlreiche Besu­cher anzieht.

Bayeux

Altstad­t­idyll mit goti­scher Kathedrale
Die alte Bischofs­stadt liegt etwa neun Kilometer südlich des norman­ni­schen Küsten­ab­schnitts, an dem die alliierten Truppen 1944 gelandet sind. Die verwin­kelte Altstadt mit Bürger­häusern aus dem 14. bis 18. Jahr­hun­dert ist umgeben von satt­grünen Wiesen, Weiden und Äckern. Mittel­punkt bildet die Kathedrale, ein Meister­werk norman­ni­scher Gotik. Haupt­at­trak­tion der Stadt ist aber ein 70 Meter langer Wand­teppich aus dem Jahr 1077, der in 58 Szenen die Erobe­rung Englands durch William the Conqueror darstellt. Die Telle de Conquest ist heute im Centre Guillaume-le-Conquérant ausge­stellt. An der Küste wech­selt Steil­küste mit Sand- und Kies­stränden ab.

Omaha Beach

Längster Strand bei der Opera­tion D-Day
Omaha Beach war mit den zehn Kilome­tern Strand zwischen der Mündung der Vire bei Vierville-sur-Mer und dem kleinen Fischer­hafen von Port-en-Bessin der längste Front­ab­schnitt der alliierten Landung 1944. Die weiter östlich gelegenen Strände hatten die Deck­namen Gold, Juno und Sword Beach.

Ausflug

D-Day - Fahrt im eigenen Wagen (ganztägig, deutsch)

Bereits als Jugend­li­cher hat Jean Lenoir mit dem Fahrrad oder Moped seine Heimat erkundet und stieß dabei immer wieder auf Spuren des D-Days. Nach dem Abitur begann er, sich systema­tisch für die Inva­sion der Alliierten in der Nacht vom 6. Juni 1944 zu inter­es­sieren. Er interviewte Bauern, Soldaten und andere Zeitzeugen. Er lebte mehrere Jahre in Deutsch­land. Seit seiner Rückkehr in die Heimat führt er Besu­cher zu den Orten, an denen Welt­ge­schichte geschrieben wur­de. Seine Arbeit betrachtet er als ein deutsch-franzö­si­sches Versöhnungs­projekt.

Besucht werden unter anderem Longues, wo die Deutsch Mari­neküs­tenbatterie statio­niert war, der Omaha Beach, der Utah Beach, Angoville, Carentan und La Cambe. Jean fährt entweder als Beifahrer in Ihrem Wagen mit oder Sie steigen in einen Minibus mit Fahrer ein.

Von Tracy sur Mer nach Bacilly

151 km | 2:30 h

Ange­sichts der kurzen Entfer­nung kann man sich Zeit nehmen für die Erkundung der norman­ni­schen Küste.

Besonders inter­essant ist die Côte du Nacre – nicht nur wegen der schönen Bade­strände sondern auch weil hier die größte Inva­sion der Welt­ge­schichte stattfand: die Landung der Alliierten 1944.

Utah Beach

West­lichster Schau­platz des D-Day
Utah Beach war bei der Landung der Alliierten in der Normandie der Deck­name für die fünf Kilometer lange Küste zwischen Pouppeville und La Madel­eine am Fuß der Halb­insel Cotentin. So weit west­lich war ursprüng­lich keine Landung vorge­sehen, jedoch wur­de ein Tief­was­s­er­hafen benö­tigt. Am 6. Juni 1944, dem D-Day, schlug den Soldaten nur wenig Gegen­wehr entgegen. Einige deut­sche Artil­le­rie­stel­lungen beschossen die Schiffe auf See, konnten dort aber keine Schäden anrichten. Am Ende des Tages hatten mehr als 20.000 Soldaten mit 1.700 Fahrzeugen am Utah Beach franzö­si­schen Boden betreten.

Parc Naturel Régional des Marais du Cotentin et du Bessin

Vogel­pa­ra­dies auf mooriger Halb­insel
Das Reservat für die Tier- und Pflanzenwelt der Normandie ist 1.450  Quad­ratki­lometer groß. Im Zentrum liegt ein großes Moor, das besonders für Vogelfreunde attraktiv ist. Am besten erkundet man das im Winter oft über­schwemmte Moor mit dem Boot auf der Douve und der Taute, zu Fuß oder mit dem Rad. Bester Ausgangs­punkt ist die alte Bischofs­stadt Carentan.
D

Côte d'Emeraude

Smaragdgrünes Meer und zahllose Dorfheilige

Die 120 Kilometer lange Smaragdküste liegt zwischen dem Cap Fréhel im Westen und Mont-Saint-Michel im Osten. Der Name ist von der Färbung des Meeres abge­leitet, das  sma­ragd-grün gegen die verwit­terten Felsklippen anbrandet.

Dazwi­schen liegen schmale Sand­strände, die sich bei Ebbe in weite, goldgelbe Bade­buchten verwandeln. An dieser abwechs­lungs­rei­chen und schönen Küste landeten im 5. und 6. Jahr­hun­dert Mönche aus Irland, die sich vor den Angel­sachsen in Sicher­heit bringen mussten und gleichzeitig das Chris­tentum in der Bretagne ausbrei­teten. Daran erin­nern zahl­lose Orts­namen, die mit Saint beginnen. Fast jedes Dorf hat hier seinen eigenen Heiligen, dessen Gebeine oft in der Kirche aufbe­wahrt werden.

Zu Gast in einem Schloss bei Bacilly

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss aus dem 18. Jahr­hun­dert liegt umgeben von einem 19 Hektar großen Park auf einem Hügel mit Blick auf den Mont-Saint-Michel.

Zwei Suiten und drei geräu­mige Gäste­zimmer sind mit antiken Möbeln und Accessoires in einem individu­ellen Stil einge­richtet, der die Eleganz des Frank­reichs der dama­ligen Zeit wider­spiegelt. Gäste des Schlosses haben zudem Zugang zum Blauen Salon, zum Chine­si­schen Salon, zum Esszimmer und zu den Ställen. Morgens wird im Esszimmer das Früh­stück serviert. Auf dem Grund­stück befindet sich auch die Orangerie, ein sepa­rates Haus mit drei Schlafzimmern, einem Bad, einem Wohn-/Esszimmer und einer Küche sowie einem großen privaten Garten. Der Park mit teils exoti­schen Bäumen, Seen und Wasser­fällen lädt zu Spaziergängen ein.

Bretagne

1.500 Kilometer Küste und kelti­sche Kultur
Die Bretagne ist fast voll­ständig vom Meer umspült. Ihre teils lieb­liche, teils zerklüf­tete Küste erstreckt sich über 1.500 Kilometer. Die eigenwil­lige Land­schaft wird vom Grau der Schieferdächer, vom Blau-Grün der Fluten und vom Rosa der Horten­sien geprägt. Ginster, Jod und die Meer­b­rise kompo­nieren einen unver­wech­selbaren breto­ni­schen Duft. Die rätselhaften Steinreihen von Carnac, die Menhire von Locamria­quer, die Legenden der Tafelrunde, der Mythos von Tristan und Isolde sowie die Geschichten über den Zauberer Merlin zeugen von einer bis heute keltisch geprägten Kultur.
Fast jedes Dorf hat seinen eigenen Heiligen, der jähr­lich auf dem Calvère verehrt wird. Diese eigen­tüm­li­chen Feste, auch grand pardon genannt, haben vorchrist­liche, kelti­sche Wurzeln. Reizvoll sind die Städte entlang der Küste, besonders die Haupt­stadt Rennes. Im Norden zieht sich die Côte d'Emeraude, die Smaragdküste, mit ihren famili­enfreund­li­chen Stränden, ihren kleinen Häfen, Buchten, Klippen und eindrucksvollen Panoram­a­bli­cken von der alten Seeräu­ber­stadt Saint Malo bis nach Erquy hin. Südöst­lich von der grandiosen, ins Meer hineinra­genden Land­spitze Pointe du Raz, die Ihre Schön­heit an stürmi­schen Tagen entfaltet, beginnt ein lieb­li­cher Land­strich mit endlosen Sand­stränden und zahl­losen Buchten.

Mont-Saint-Michel

Klosterberg im Wattenmeer
Der berühmte Abteiberg im Wattenmeer vor der Küste der Bretagne gilt als der bedeu­ten­dste Klosterbau des euro­päi­schen Mittel­alters. Wie eine Pyramide ragt er auf einer Platt­form von drei Hektar aus dem Meer empor. Der Legende nach soll es der Erzengel Michael selbst gewesen sein, der im Jahr 708 dem Bischof von Avran­ches den Auftrag zur Kloster­gründung gab. In drei Bauab­schnitten bis ins 15. Jahr­hun­dert hinein erhielt der Bau sein heutiges Aussehen. Das Kloster ist von 9:30 – 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden ange­boten. Wer die Kloster­insel besu­chen möchte, stelle sich auf touris­ti­sches Gedränge und Geschiebe ein. Hier werden auch die größten Gezei­ten­un­ter­schiede in Europa verzeichnet. Das Meer zieht sich bei Ebbe etwa 14 Kilometer zurück und schnellt dann mit einer Geschwin­digkeit von bis zu 15 Kilometer pro Stunde wieder vor.

Von Bacilly nach Autheuil Authouillet

259 km | 3:00 h
Im Hinter­land der Küste fährt durch die üppige, grüne Normandie nach Osten.

Le Havre

UNESCO-Beispiel für Nach­kriegs­pla­nung
Die Stadt liegt an der Mündung der Seine, die dort neun Kilometer breit ist und ideale Bedingungen für einen Hafen bildet. Schon im 16. Jahr­hun­dert ging hier das erste Kriegs­schiff an Land. Dennoch findet man keine alten Bauten, denn die Stadt wur­de im Zweiten Welt­krieg komplett zerstört. Danach wur­de Le Havre im Bauhaus­stil wieder aufge­baut. Als ein Beispiel für Nach­kriegs­ar­chitektur hat es die UNESCO zum Welt­kultur­erbe erhoben. Wen es dennoch in den zweitgrößten Seehafen Frank­reichs zieht, sollte das Musée Malraux besu­chen – wegen der impres­sio­nis­ti­schen Bilder von Monet, Braque und Renoir.

Abbaye de Jumièges

Ruine mit spiritueller Kraft
Einst gehörte die Abtei zu den reichsten Frank­reichs; heute liegt sie in Ruinen. Die allerdings lassen die eins­tige Bedeu­tung des Klos­ters erahnen. Ganz erhalten sind die 47 Meter hohen Doppeltürme, die weithin sichtbar himmelwärts streben. Das dach­lose Haupt­schiff hat mit einer Länge von über 120 Metern gewal­tige Ausmaße. Der im spätgo­ti­schen Stil erbaute Kreuzgang ist teilweise zerstört. Lord Stuart de Rothesay hatte einen Flügel gekauft und ihn in sein Schloss Highcliffe bei Bour­nemouth einbauen lassen. In der Mitte des rest­li­chen Kreuzgangs wächst sein über 500 Jahren eine mäch­tige Eibe. In der Peters­kirche direkt neben der Haupt­kirche sind Reste karolingi­scher Wandma­le­reien erhalten. Ein Bogen im West­werk zeigt das typi­sche Mäandermuster. Auf der Südwand ist ein Portrait zu sehen, am besten ist der Schopf zu erkennen. Wen es darstellt, ist nicht bekannt.

Rouen

Wo der Scheiter­haufen von Jeanne d'Arc brannte
Über 2.000 Fach­werkhäuser und mehrere goti­sche Kirchen zeugen vom Reichtum vergan­gener Jahrhunderte, den die Stadt ihrem Hafen an der unteren Seine zu verdanken hat. Bis hier ist die Seine sogar mit Meer­es­schiffen zu befahren. Im Hundertjäh­rigen Krieg, als die gesamte Normandie der briti­schen Krone unter­stellt war, wur­de auch Rouen erobert. 1431 wur­de Jeanne d'Arc auf einem Scheiter­haufen in der Stadt verbrannt. Sehens­wert ist vor allem die Altstadt rund um die Gros-Herloge und die Kathedrale Notre-Dame.
E

Der Garten von Monet

Gesamtkunstwerk aus Wasser, Blumen und Ruhe

Außer Malen und Gärtnern könne er nichts, soll der große Impres­sio­nist einmal gesagt haben. Sein Garten ist keine bloße Ansamm­lung von Blumen, sondern ein Gesamtkunst­werk, zu dem heute Heer­scharen von Malern pilgern.

Monet hat ihn so gestaltet, dass er ihm als Vorlage dienen konnte. Bilder, die bereits in seinem Kopf exis­tierten, wurden von ihm konsequent im Garten umge­setzt. Nichts hat Monet dem Zufall über­lassen. Sechs ange­stellte Gärtner halfen ihm bei der Umsetzung seiner Ideen. Es entstanden Beete, die vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer von Blumen überquollen. Er arrangierte virtuos Zwiebelge­wächse, Stauden und Einjah­res­blumen, schaffte aber auch Plätze der Ruhe. Diese farb­lich fein abge­stimmten Rabatten bedeu­teten für Monet leuch­tende Farbpaletten, Philosophie mit Pflanzen. Heute ist der Garten in Giverny west­lich von Paris als „lebendes Museum eines in Blumen vernarrten Künst­lers“ öffent­lich zu besich­tigen, dank der Schenkung durch seinen Sohn an den franzö­si­schen Staat. Ein Garten, der – zeitlos – jede Menge Anre­gungen bietet, wie einst dem genialen Maler.

Zu Gast auf einem Hof in Autheuil-Authouillet

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 2x Kurtaxe pro Person

Der alte Bauernhof, auf dem Sophie und François ihre Gäste empfangen, liegt auf einem acht Hektar großen Grund­stück in Autheuil-Authouillet, zwischen Rouen und Giverny, am Ufer der Eure.

Das Haupt­haus sowie die Nebengebäude sind mit viel Liebe zum Detail restau­riert und renoviert worden. Die individuell, in modern rustikalem Stil einge­rich­teten Zimmer sind geräumig und blicken auf grüne Wiesen, den Fluss und die idylli­sche Umge­bung – so beginnt die Erho­lung mit der ersten Minute. Umgeben von Wiesen, Blumen- und Gemüsebeeten sowie alten Walnuss- und Laubbäumen leben hier auch zahlreiche Tiere wie Hühner, Gänse, Esel und Katzen. Im Garten gibt es einen beheizten Pool; wer möchte, kann aber auch in einem Nebenarm der Eure baden. Das abwechs­lungs­reiche Früh­s­tücksbuffet mit vielen selbst gemachten Zutaten sorgt für einen guten Start in den Tag. Wer Ruhe sucht, natur- und tierver­bunden ist und ein stil­volles Ambi­ente schätzt, wird hier eine schöne Zeit verleben.

Île-de-France

Keim­zelle des heutigen Frank­reichs
Die Metro­pol­region von Paris liegt wie eine Insel zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuv­ronne. Der Name leitet sich jedoch nicht von der Insellage ab, sondern von der altfränki­schen Bezeich­nung „Liddle Franke“ zurück, was soviel bedeutet wie „Kleinfrank­reich“. Die Île-de-France war die Keim­zelle des heutigen Frank­reichs, wovon präch­tige Schlösser, Kirchen und Gärten zeugen. Die franzö­si­sche Sprache geht auf einen Dialekt in der Region zurück. Heute ist sie die mit Abstand bevöl­ke­rungs­reichste und am dich­testen besiedelte Region Frank­reichs. Knapp 20 Prozent aller Einwohner Frank­reichs leben in der „Agglome­ra­tion Paris“.

La Roche-Guyon

Dorf­idyll in einer Seine-Schleife
Das Dorf an der Pforte zur Normandie gilt als einer der schönsten in Frank­reich. Es duckt sich an einer Schleife der Seine am Fuß unter einen male­ri­schen Krei­defelsen. Stolz über­ragt ein Bergfried den Ort, zu dem man über eine Treppen­gasse gelangt. Mittel­punkt von La Roche-Guyon ist das Schloss der Familie Roche­foucauld, das für Besu­cher geöffnet ist. Hier findet man auf ein typisch franzö­si­sches Stilgemisch von Mittel­alter, Renais­sance und Klassik und einen gepflegten Gemü­segarten. Anschließend kann man durch die alten Gassen des Dorfs schlendern oder am Seine-Ufer entlang­gehen.

Von Autheuil Authouillet nach Hause

Von Vernon aus fährt man durch lieb­liche französische Land­schaft nordöstlich bis Beauvais, wo man in die Picardie kommt. Nach der Grenze zu Belgien beginnt Flandern, eine der kulturhis­to­risch reichsten Gebiete Europas.
11 Tage
ab 1.289,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

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