Mit dem Hausboot entdecken: Canal du Midi

Eine Reise zum Canal du Midi

Unterwegs mit dem Auto und dem Hausboot

Die Route führt in einem Bogen über das Loiretal nach Okzitanien, dann weiter östlich wieder zurück. Highlight der Reise ist eine dreitägige Tour auf dem Canal du Midi. Hier lässt man das Auto stehen und übernimmt selbst als Kapitän(in) eines Hausbootes das Steuer. Während das zypressen- und piniengesäumten Ufer in gemächlichem Tempo vorbeizieht und sich im Hintergrund ausgedehnte Weinberge erstrecken, sorgt die langsame Fortbewegung für bewusste Entschleunigung und für ein Verweilen ganz im Hier und Jetzt.

Dabei gibt es unterwegs die Möglichkeit an verschiedenen Stationen anzulegen und an Land zu gehen. Mittelalterliche Dörfer und historische Festungen wecken den Entdeckergeist, Weinverkostungen und goldene Sandstrände sorgen für Genuss und Erholung. So erlebt man auf der Reise ganz verschiedene Facetten des Landes.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Nach Corbie

Nachdem man bei Aachen die Grenze überquert hat, fährt man durch Wallo­nien, den franzö­sisch spre­chenden Teil Belgiens, und kommt bei Valenci­ennes in die franzö­si­sche Pron­vinz Picardie.
A

Picardie

Sandstrände, Äcker und grandiose Kathedralen

Der Norden Frank­reichs ähnelt bereits dem belgi­schen Flandern: Die Land­schaft ist flach und fruchtbar; Äcker mit Kohl und Kartoffeln ziehen sich bis zum Horizont, wo ab und an Kirchtürme den Himmel weisen.

Die meisten Reisenden, die die Picardie besu­chen, wollen ans Meer. Dort gibt es endlose Sand­strände und jenseits des Ärmel­ka­nals kann man von manchen Stellen bei gutem Wetter engli­sche Klippen blitzen sehen. Im Hinter­land dagegen kommen Ruhe­su­chende auf ihre Kosten. In den alten Fach­werk­städten wird eher Bier als Wein getrunken, und die Kathedralen von Amiens und Laon gehören zu den schönsten Frank­reichs.

Zu Gast in einem alten Stadthaus in Corbie

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

In Corbie, einer Klein­stadt wenige Kilometer östlich von Amiens, liegt das alte Stadt­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert mit Blick auf den Stadt­platz; ein Juwel, das in den 20er und 30er Jahren umge­staltet wur­de.

Heute gibt es sechs Zimmer, die individuell mit einer Mischung aus antiken und modernen Möbeln, Kunst­werken und Kaminen einge­richtet sind – der Stil reicht von Art-Deco bis zu klas­si­scher Eleganz. Morgens kann man sich zu einer selbst gewählten Uhrzeit mit einem leckeren Früh­stück verwöhnen lassen. Nach einem erleb­nis­rei­chen Tag kann man es sich im Innenhof auf der Terrasse oder im Garten mit Springbrunnen bequem machen. Als besondere Aktivität wird auch eine Verkos­tung in der haus­ei­genen „Weinhöhle“ ange­boten. Es handelt sich dabei um einen Wein­keller, der in einem über 1000 Jahre alten Gewölbe einge­richtet wur­de, das einst Teil der Geheimgänge war, die von der Abtei aus der Stadt herausführten. In dem besonderen Ambi­ente können je nach Präferenz Weine oder Whiskeys verkostet werden.

Île-de-France

Keim­zelle des heutigen Frank­reichs
Die Metro­pol­region von Paris liegt wie eine Insel zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuv­ronne. Der Name leitet sich jedoch nicht von der Insellage ab, sondern von der altfränki­schen Bezeich­nung „Liddle Franke“ zurück, was soviel bedeutet wie „Kleinfrank­reich“. Die Île-de-France war die Keim­zelle des heutigen Frank­reichs, wovon präch­tige Schlösser, Kirchen und Gärten zeugen. Die franzö­si­sche Sprache geht auf einen Dialekt in der Region zurück. Heute ist sie die mit Abstand bevöl­ke­rungs­reichste und am dich­testen besiedelte Region Frank­reichs. Knapp 20 Prozent aller Einwohner Frank­reichs leben in der „Agglome­ra­tion Paris“.

Amiens

Größte Kathedrale Frank­reichs
Die ehema­lige Haupt­stadt der Picardie ist heute noch kulturelles, wirt­schaft­li­ches und wissenschaft­li­ches Zentrum der Region. Ihre Blüte im Mittel­alter verdankt die Stadt der Leinen- und Tuch­we­bertra­di­tion. Von ihrer ehema­ligen Bedeu­tung zeugt vor allem die Kathedrale, bis heute die größte Kirche von Frank­reich. Notre-Dame d’Amiens ist neben Notre-Dame de Char­tres und Notre-Dame de Reims eine der drei klas­si­schen Kathedralen der franzö­si­schen Hoch­gotik des 13. Jahrhunderts. Sie wur­de Vorbild für den kurz darauf begon­nenen Kölner Dom und viele Jahrhunderte später für die St. Patrick’s Cathedral in New York. Sie ist als Welterbe der Unesco verzeichnet.

Thiepval-Denkmal

Mahnmal für die Somme-Schlacht
Die Schlacht an der Somme war eine der größten an der Westfront des Ersten Welt­krieges. Sie begann am 1. Juli 1916 mit einer britisch-franzö­si­schen Großoffensive gegen die deut­schen Stel­lungen und wur­de am 18. November ergeb­nislos abge­bro­chen. Mit über einer Million getö­t­eten, verwun­deten und vermissten Soldaten war sie die verlu­st­reichste Schlacht der Westfront. Auf dem Schlachtfeld stehen heute mehrere Gedenk- und Kriegsgräber­stätten. Die größte ist das Thiepval-Denkmal, ein 1932 erbauter Ehrenbogen mit über 70.000 eingemeißelten Namen franzö­si­scher und briti­scher Gefal­lenen, die nicht in einem eigenen Grab bestattet wurden.

Von Corbie nach Nazelles

362 km | 4:30 h

Chan­tilly

Franzö­si­sches Schloss in engli­schem Garten
Das vornehme Städt­chen liegt im Tal der Nonette im großen Wald von Chan­tilly. Welt­be­kannt ist das barocke Schloss, das sein heutiges Gesicht zwischen 1670 und 1688 erhielt. Damals wur­de der Garten ange­legt – mit riesigen Wasser­be­cken und Rasen­flächen sowie einer Sicht­achse, die bis zum Horizont reicht. Später wur­de ein engli­scher Landschafts­garten rund um einen ideali­sierten Bauernhof ange­legt – ein Disney­land aus dem 18. Jahr­hun­dert. Heute befindet sich im Schloss das Musée Condé mit einer bedeu­tenden Kunst­samm­lung.

Paris

Mehr als eine Welt­me­tro­pole
Der Name bezeichnet mehr als eine Stadt: er ist ein Mythos. Vom Hoch­mit­tel­alter bis ins 19. Jahr­hun­dert war sie nicht nur Mittel­punkt Frank­reichs, sondern auch die bedeu­ten­dste Stadt des Abend­landes, dessen Geschichte sie entschei­dend beeinflusst hat.
Stadt­anlage und Bauwerke spiegeln die Bedeu­tung der Metro­pole wider: Die Champs-Elysées, der Eiffelturm, Sacre Coeur, die Eleganz des Place de la Concorde oder die Erha­ben­heit der Kathedrale Notre Dame zeugen nicht nur von der poli­ti­schen und kulturellen Welt­gel­tung. Sie haben Paris auch den Ruf als schönste Stadt der Welt einge­bracht.
Die Muse­ums­welt der Haupt­stadt sucht ihres­glei­chen. Vom Louvre über das Orsay, das Centre Pompidou und das Rodin bis zur Cité des Sciences ist jedes Museum ein ästhe­ti­sches Erlebnis. Auf andere Weise gilt das auch für die Mode­hoch­burgen der Stadt, Faubourg, Saint Honoré oder Avenue Montaigne. Paris ist daneben auch eine Einkaufs­me­tro­pole, wo das Shopping mit anschließendem Pastis in einem pittoresken Straßen­café zum Kult wird.

Orléans

Stadt der legendären Jeanne d'Arc
Wo die Loire ihren nörd­lichsten Punkt erreicht, liegt die Univer­si­täts­stadt Orléans, die im Hundertjäh­rigen Krieg gegen England das letzte Boll­werk Frank­reichs war. Am 8. Mai 1429 wur­de die Stadt nach mona­te­langer Bela­ge­rung endlich befreit – durch ein Heer, das von einem 17-jährigen Mädchen namens Jeanne d'Arc angeführt wur­de. Wegen dieser Großtat ging sie als Legende in die franzö­si­sche Geschichte ein und erhielt den Beinamen Jungfrau von Orléans, was sie nicht davor bewahrte, zwei Jahre später auf dem Scheiter­haufen verbrannt zu werden. Der Herzog von Luxemburg hatte sie gefangen genommen und dem Herzog von Burgund ausgeliefert. Der wiederum verkaufte sie für 10.000 Franken an die Engländer. Mittel­punkt der Altstadt ist der Place du Martroi, auf dem sich seit 1855 ein Reiter­standbild von Jeanne d’Arc befindet.
B

Amboise

Letzter Wohnsitz von Leonardo da Vinci

Die Stadt Amboise wird beherrscht vom gleich­na­migen Schloss aus dem 15./16. Jahr­hun­dert. Die Residenz der Valois wur­de wie viele andere von der Krone konfis­ziert.

Ludwig XI. und sein Sohn Karl VIII. bauten das Schloss prächtig aus. Dabei halfen die Feldzüge gegen Neapel und Mailand, in deren Folge viele italie­ni­sche Architekten und Künstler ins Land kamen. Unter ihnen war Leonardo da Vinci, der bis zu seinem Tod 1519 in Amboise lebte. Im Schloss ist heute ein Museum mit Rüstungen, Mobiliar und Gobe­lins. Der Ausblick auf den Fluss ist einen Besuch wert.

Zu Gast in einem Schloss bei Amboise

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss bei Amboise war Sitz der Grafen von Nazelles. Es stammt vom selben Bauherrn wie das kunst­ge­schicht­lich bedeu­ten­dere Chateau de Chen­onceau.

Da sich der Meister oft in Italien aufge­halten hat, sind Elemente der Renais­sance einge­arbeitet. Die Franzö­si­sche Revo­lu­tion hat es unbe­schadet über­standen, da es in die Bürgermeisterei umge­wandelt wur­de. Nachdem Familie Fructus das Haus 1999 gekauft hatte, wur­de es komplett renoviert und moder­ni­siert. Es wirkt jetzt hell und freund­lich. Die Einrich­tung ist zeitge­nös­sisch, antikes Mobiliar wird bewusst nur poin­tiert einge­setzt. Von einigen der geräu­migen Gäste­zimmer blickt man auf Schloss Amboise, welches nachts eindrucksvoll beleuchtet wird. Ein Swimmingpool ist vorhanden.

Loire Tal

Wo Frank­reich am franzö­sischsten ist
Am längsten Fluss des Landes, sagt man, ist Frank­reich am franzö­sischsten. Die welt­be­rühmten Baudenkmäler des Loire-Tals (man zählt über 600 Schlösser) liegen inmitten einer lieb­li­chen, erstau­n­lich unver­sehrten und wald­rei­chen Land­schaft. In den Schlös­sern kann man noch heute die rauschenden Renais­sance­feste von Königen und Prinzen nach­empfinden. Die bedeu­ten­dsten sind Chambord, Azayle-Rideau, Chen­onceau, Blois und Amboise. Aber auch die Altstadt von Bourges mit der Stephanska­thedrale und dem Hôtel Jacques-Coeur oder Chinon sind einen Abste­cher wert. Das Loire-Tal hat auch den Beinamen „Garten Frank­reichs“. Dichte Wälder und Seen findet man in der Sologne. Der Regio­nal­park Brenne ist wieder Heimat von seltenen und bedrohten Pflanzen- und Tier­arten.

Schloss Chen­onceau

Château des Dames
Das Wasser­schloss gilt als das elegan­teste, feinste und origi­nellste der Loire-Schlösser. Es wird auch Château des Dames genannt, denn es waren fast immer Frauen, die seine Geschichte und sein Schicksal bestimmten. Eine Zeit lang gehörte es Diane, der Mätr­esse von Heinrich II. Als dieser starb, wur­de sie von Katha­rina von Medici vertrieben, die rauschende Feste auf Chen­onceau feierte – manchmal mehrere Tage. Von 1940 bis 1942 verlief die Grenze zwischen dem von Deutsch­land besetzten Gebiet und Vichy-Frank­reich genau durch das Schloss. Heute kommen viele Besu­cher; morgens wird in der Orangerie ein Früh­stück serviert, abends ist der Schlossgarten beleuchtet. Oft werden Konzerte gegeben.

Blois

Residenz der franzö­si­schen Könige
Die Stadt am Nord­ufer der Loire hat einen histo­ri­schen Kern mit verwin­kelten Gassen und male­ri­schen Plätzen. Sie wird über­ragt von der mäch­tigen Kathedrale und dem großar­tigen Schloss Château Royal de Blois. Es war von 1498 bis 1589 die Haupt­residenz der franzö­si­schen Könige, die zahlreiche Erweite­rungen und Umbauten vornahmen. Nach der franzö­si­schen Revo­lu­tion war es das erste Loire-Schloss, das wieder­herge­stellt wur­de. Seitdem wird es als Museum genutzt.

Von Nazelles nach Paunat

428 km | 5:30 h

Nach der Fahrt durch die wald­reiche Sologne, einst Jagdgebiet für den Adel und heute Wander- und Radler­pa­ra­dies kommt man in die Land­schaft von Mont d'Ambazac, wo man besser die schönen Panora­ma­s­taßen parallel zur auto­bahn nimmt.

Auf der Strecke liegen auch die Grotten von Lasceaux mit ihren welt­weit einzig­ar­tigen Höhlenma­le­reien. Zwar ist die Origi­nalhöhle nicht zugäng­lich, dafür eine Nach­bildung (Lascaux 2), die der ersten recht nah kommt.

Aqui­ta­nien

40.000 Jahre Kultur zwischen Dordogne und Pyre­näen
Die Region im äußersten Südwesten Frank­reichs ist nach­weis­lich seit über 40.000 Jahren besiedelt. Von den frühen Jägern und Samm­lern zeugen die Fels­zeich­nungen von Lasceaux. Bemerkens­wert viel­seitig ist die Natur: Das lieb­liche Dordogne Tal, die verschn­eiten Gipfel der Pyre­näen und der größte Tannen­wald Europas liegen nah beiein­ander. Wanderern stehen zwei riesige Natur­parks zur Verfügung. Den 270 km langen Atlan­tikküs­ten­streifen säumen herr­liche Sand­strände und renommierte Bade­orte: Arca­chon, Hossegor, Biarritz, Saint-Jean-de-Luz. Der Charme der Städte Aqui­ta­niens bezau­bert die Besu­cher: Das im Herzen des Périgord gelegene Scarlat, Bayonne mit seinen typi­schen baski­schen Häusern, der Thermalku­rort Dax und Pau mit seiner mittel­alter­li­chen Burg sind eine Reise wert.

Uzerche

Male­ri­scher Ort in einer Fluss­schleife
Der histo­ri­sche Ort mit 3.000 Einwoh­nern liegt male­risch an einer Fluss­schleife der Vézère und ist ein Zentrum für Kanu­touren und Outdo­or­tou­rismus. Durch ein mittel­alter­li­ches Tor kommt man in die Altstadt, wo verschieferte Fach­werk- und Stein­häuser die krummen Gassen säumen.

Périgueux

Denkmalge­schützte Altstadt am Ufer der Isle
Der Haup­tort des Perigord hat eine denkmalge­schützte Altstadt am Ufer der Isle, wo sich Häuser aus dem 15. Jahr­hun­dert an den Kais drängeln. Von der Brücke, Pont des Barris, hat man einen schönen Blick auf das male­ri­sche Ensemble, das sich sich um die Kathedrale Saint-Front aus dem 12. Jahr­hun­dert schart. Der ehema­ligen Pilger­kirche sieht man an, dass ihr Baumeister ein Vorbild hatte: den Dom San Marco in Venedig. Saint-Front gehört zum „Jakobsweg in Frank­reich“ und steht unter dem Schutz des UNESCO-Welt­kultur­erbes.
C

Dordogne

Französische Bilderbuchlandschaft

Die Dordogne ist die nach dem gleich­na­migen Fluss benannte uralte Kultur­landschaft östlich von Bordeaux. Bereits vor 35.000 Jahren lebte hier der Cro-Magnon-Mensch, der Feuer­stätten, Gegen­stände und Skelette hinter­ließ.

Bei Lascaux finden sich die ältesten Höhlenzeich­nungen Europas. Im gewun­denen Tal der Dordogne reihen sich Bilder­buch­dörfer und Städte, Burgen und Schlösser anein­ander. Neben Wein und Tabak wird hier auch Trüffel geerntet. Bedeu­tend ist auch die Gänsezucht. Etwas südlich liegt Rocama­dour, eine der ungewöhn­lichsten Wall­fahrts­stätten Frank­reichs in einer male­risch engen Schlucht. Am besten erkundet man den Fluss und sein Umland per Kanu oder Fahrrad.

Zu Gast in einer alten Wassermühle

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vom 16. Jahr­hun­dert bis zum 2. Welt­krieg diente das allein­ste­hende Anwesen als Wassermühle, wovon noch der Mühl­stein und der Graben unter dem Haus zeugen.

Die sechs Nicht­rau­cherzimmer sind alle individuell einge­richtet. Die Gäste treffen sich in der Lounge mit offenem Kamin. Obwohl fernab aller großen Straßen gelegen, ist die Mühle ideal zur Erkundung der Dordogne. Die Fels­zeich­nungen von Lasceaux sowie die histo­ri­schen Orte am Fluss sind in Tages­ausflügen zu errei­chen. Hinter dem Haus verläuft die Grande Randonnée, einer der promi­nenten Wander­wege Frank­reichs. Fahr­räder werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ausgezeichnete Restau­rants befinden sich in der Nähe. Hund und Katze leben eben­falls auf dem schönen Grund­stück.

Cingle de Tremolat

Roma­ni­sche Kirche im roman­ti­schen Wiesengrund
Bei Tremolat macht die Dordogne ein paar Schleifen und mäandriert zwischen Felsen, Äckern und Wiesen. In dieser idylli­schen Land­schaft liegt das gleich­na­mige Dorf, dessen roma­ni­sche Kirche ein Beispiel für die Baukunst im Périgord ist. Schwimmer, Kanu­fahrer und Wanderer finden hier viele Möglichkeiten.

Abtei Cadouin

Zister­zi­en­ser­abtei auf dem Jakobsweg
Das ehema­liges Zister­zi­ens­erkloster in Cadouin ist Teil des Welt­kultur­erbe der UNESCO „Jakobsweg in Frank­reich“. Sie wur­de 1115 gegründet und war schon früh ein wich­tiger Wall­fahrtsort, weil es über eine wunderwirkende Reli­quie verfügte, das „Leichen­tuch Christi“. Ludwig der Heilige, Richard Löwen­herz, Karl V. und viele Kreuzfahrer sollen der Reli­quie ihre Reve­renz erwiesen haben. So bekam der abge­schiedene Ort großen Zulauf und hohes Ansehen. Cadouin wur­de eine der reichsten Zister­zi­en­ser­ab­teien.

Monpa­zier

Idylli­sches Dorf mit wech­sel­voller Geschichte
Das 500-Einwohner-Dorf im Dépar­te­ment Dordogne gehört zu den Les plus beaux villages de France. Ursprüng­lich war es eine engli­sche Bastide, wie man die stra­tegi­sche geplanten Bauten zur Vertei­digung nannte. Sie wur­de 1284 von Jean de Grailly, Feldherr des engli­schen Königs, gegründet und war im Hundertjäh­rigen Krieg heftig umkämpft. Noch heute erkennt man die rechtwink­lige Anlage mit dem zentralen Platz mit einem roman­ti­schen Brunnen, schat­tigen Arkaden und einer Markt­halle aus Kasta­ni­en­holz, die im 16. Jahr­hun­dert errichtet wur­de.

Von Paunat nach Carcas­sonne

293 km | 4:00 h

Toulouse liegt auf der Strecke. Die größte Stadt Südwest­frank­reichs lohnt einen Abste­cher wegen ihrer Innen­stadt und St.

Sernin, einer der schönsten roma­ni­schen Kirchen des Abend­lands. Zu den landschaft­li­chen Höhe­punkten einer Frank­reichreise gehört die Durch­que­rung des Parc National du Haute Languedoc mit seinen schier endlosen Kasta­ni­enwäl­dern.

Okzi­ta­nien

Viel­sei­tige Küste zwischen Pyre­näen und Rhône
Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13. Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.

Cahors

Mittel­alter­liche Festungs­brücke über den Lot
Die Klein­stadt in einer engen Flusschleife des Lot liegt an der Kreuzung eines Jakobs­weges mit der Römer­straße von Lyon nach Bordeaux. Von den drei mittel­alter­li­chen Brücken steht heute nur noch die Pont Valentré. Sie zeichnet sich durch massive Türme aus, die mit Fallgattern gesi­chert waren. Tatsäch­lich war die Brücke Teil einer Festung, die Anfang des 14. Jahrhunderts im englisch-franzö­si­schen Krieg errichtet wur­de. Der Schluss­stein am mittleren Turm zeigt einen Teufel, der der Legende nach am Bau der Brücke mitgewirkt hat.

Natur­park Causses du Quercy

Raue Karst­landschaft
Der 1999 gegrün­dete Park umfasst eine Fläche von rund 183.000 Hektar. Die raue Karst­landschaft zählt wegen ihrer herben Schön­heit zu den beein­dru­ckendsten Landschaften Frank­reichs. Mit nur 14 Einwoh­nern pro Quad­ratki­lometer gehört sie zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Die Bezeich­nung Hoch­e­bene ist allerdings trüge­risch – das Relief ist fast immer hügelig im Höhenbereich von 300 bis 400 Metern.Trotz der Trocken­heit gedeihen ein paar wider­standsfähige Pflanzen, darunter Flechten und Kräuter. Orchideen finden hier ideale Lebens­bedingungen. Die Täler der Flüsse Dordogne, Lot und Célé struktu­rieren die Causses de Quercy in Ost-West-Rich­tung. Die Parkver­wal­tung (Maison du Parc) hat ihren Sitz in Labas­tide-Murat.
D

Carcassonne

Bedeutendste mittelalterliche Festung Europas

Carcas­sonne liegt an einem uralten Verkehrsweg vom Atlantik zum Mittelmeer. Bereits die Römer legten den Grund­stein zur Befes­tigung des Ortes, den sie Carcasso nannten.

Alle späteren Eroberer bauten an der Festung weiter: Westgoten, Araber, Franken, schließ­lich die Katharer und andere Ketzer gegen die römi­sche Kirche. Im Hoch­mit­tel­alter erhielt die Festung unter Philipp dem Kühnen ihre endgül­tige Gestalt. Später spielte die Festung eine zentrale Rolle bei der blutigen Verfolgung der Katharer, einer südfranzö­si­schen Ketzer­be­we­gung. Carcas­sonne wur­de nie völlig zerstört und ist heute die bedeu­ten­dste mittel­alter­liche Festungs­anlage in Europa.

In einem Gästehaus gegenüber der Burg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus besticht vor allem durch seine Aussicht auf die Festung von Carcas­sonne. Nachts, wenn die Burg ange­strahlt wird, ist der Blick besonders beein­dru­ckend.

Das macht die eher einfache Einrich­tung des Hauses wett. Patrick ist ein zuvor­kom­mender Gastgeber, der gern Tipps für Tages­ausflüge gibt und morgens ein konti­nen­tales Früh­stück anbietet – bei schönem Wetter auch auf der Terrasse. Tags­über kann man sich zudem im Innenhof mit Sitzgelegen­heiten aufhalten. Das Zentrum und die Burg sind zu Fuß erreichbar.

Land der Katharer

Rückzugsgebiet für verfolgte Ketzer
Die Katharer (von grie­chisch: Katharós – rein) waren die größte christ­liche Glau­bens­be­we­gung des Spät­mit­tel­alters. Sie hatten in Okzi­ta­nien, also dem im heutigen Süden Frank­reichs, ihren Ursprung. Sie nannten sich selbst „veri chris­tiani“ (wahre Christen) oder „boni homines“ (gute Menschen). Ihre Lehre war vom Dualismus von Gut und Böse, Welt und Gott geprägt. Während die römi­sche Kirche latei­ni­sche Messen abhielt, predigten sie in den Landes­spra­chen, was ihnen große Popu­la­rität brachte. Als die Bewe­gung wuchs, reagierte die römi­sche Kirche auf die unerwünschte Konkur­renz mit Inqui­si­tion und Verfolgung. So zogen sich die Katharer in das schwer zugäng­liche Gebiet am Rand der Pyre­näen zurück. Im soge­nannten Albi­gens­erkreuzzug, der von der Festung Carcas­sonne aus geführt wur­de, wurden die Katharer schließ­lich voll­ends vernichtet. Geblieben ist nur ihr Name, der sogar Eingang in die deut­sche Sprache gefunden hat: Das Wort „Ketzer“ bezeichnet bis heute jemanden, der von der reinen Lehre abge­wi­chen ist.

Musée Goya

Bedeu­tende Samm­lung spani­scher Malerei
Das Museum im alten Bischofs­pa­last von Castres beherbergt die bedeu­ten­dste Samm­lung spani­scher Malerei in Frank­reich – nach dem Louvre in Paris. Die Samm­lung wur­de bereits 1840 begründet. 50 Jahre später kam ein Privat­samm­lung mit drei Gemälden von Francisco de Goy hinzu. Nach dem Zweiten Welt­krieg kaufte das Museum systema­tisch spani­sche Kunst auf.

Pic de Nore

Pa­no­ra­ma­blick zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln
Mit einer Höhe von 1211 Metern ist der Berg mit einem weithin sichtbaren Anten­nen­mast der höchste Gipfel in der Gebirgs­gruppe Montagne Noire, Er gehört zum südli­chen Ausläufer des Zentral­mas­sivs und ist damit Teil der euro­päi­schen Wasser­scheide zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Von oben hat man einen tollen Blick über der Panorama des Languedoc-Rousillon, das bis zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln reicht. (hin und zurück: 16,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

Chateau de Peyrepertuse

Zur Felsenburg der Ketzer
Die Felsenburg hoch über dem Fluss Verdouble ist die größte Festung der Katharer in Frank­reich gewesen. Im Gegen­satz zu anderen Kathar­er­burgen wur­de sie allerdings nie erobert oder zerstört. Verhindert hat das der Burgherr mit einem Lehnseid, den er dem Anführer des Kreuzzugsheeres schwor. Später gelangte die Burg in den Besitz der franzö­si­schen Krone, die Peyrepertuse zum Teil des Festungs­gür­tels gegen Spanien machte. Wer vom Dorf aus hoch­geht, kann sich auf eine aussichtsreiche Wande­rung freuen. Der Blick reicht an guten Tagen bis zu den Zentralpy­re­näen. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 2:40 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Von Carcas­sonne nach Homps

35 km | 37 Minuten
E

Homps

Hafengemeinde am Canal du Midi

Im Herzen des Midi und unweit des Lac de Jouarres liegt die Gemeinde Homps. Hervor­gegangen ist der Ort aus einer römi­schen Sied­lung, die an der Route zwischen Corbières und dem Minervois lag.

Mit der Fertig­stel­lung des Canal du Midi im späteren 17. Jahr­hun­dert gelangte Homps zu wirt­schaft­li­cher Blüte. Dabei kam dem Hafen vor allem für die Verschiffung von Weinen aus der Region große Bedeu­tung zu.

Hausboot Tour

3 Nächte | Ohne Verpflegung | 1x Haftungsbeschränkung | 1x Parkplatz

Die 1694 fertig­ge­stellte Haupt­strecke des Canal du Midi erstreckt sich über 240 Kilometer und besitzt Aquädukte, Brücken, 91 Schleusen und sogar einen Tunnel.

Die Tour mit dem Hausboot startet ab Homps. Hier, im Herzen des Midi, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten die Gegend vom Wasser aus zu erkunden. So erreicht man beispiels­weise Trèbes, mit einer sehens­werten Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert, in rund sieben Stunden. Die histo­ri­sche Zitadelle Carcas­sonne liegt eine etwa zehn­stün­dige Fahrt entfernt. 
In Homps selbst lohnt sich ein Spaziergang ins Stadt­zentrum, um die blumen­gesäumten Straßen und die alte roma­ni­sche Kapelle aus dem 11. Jahr­hun­dert zu erkunden.

Minerve

Weinort mit ketze­ri­scher Vergan­gen­heit
Am Zusam­menfluss von Cesse und Briant liegt auf einem Felsvor­sprung das alte Weinbauerndorf und Zentrum des Weinbau­gebiets Minervois. Als der Kreuzzug gegen die Albi­genser ausge­rufen wur­de, wur­de der Ort eine Zuflucht der Ketzer. 1210 wur­de Minerve bela­gert. Doch selbst unter Beschuss und vom Durst gequält weigerten sich die „Perfekten“, wie sich die Katherarer selbst nannten, ihrem Glauben abzu­schwören. Sie wurden zum Tod auf dem Scheiter­haufen verur­teilt, woran noch heute Stele auf dem Dorf­platz erin­nert. Wer einen Rundgang durch die steilen und engen Gassen machen möchte, lässt am besten sein Auto auf der Park­platz an der steinernen Brücke stehen. In der roma­ni­schen Kirche Saint-Etienne steht einer der ältesten Marmo­r­al­tare Europas aus dem Jahre 456.

Cascastel

Winzerdorf im Schatten einer Burg
Das Château von Cascastel stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert und liegt am Ortsrand über dem – oft ausge­trock­neten – Flüs­schen Berre. Die Mauern des Turms sind etwa 2,50 Meter dick; der ehema­lige Eingang führte – wie im Mittel­alter üblich – ins erste Geschoss mit seinem acht Meter hohen gewölbten Repräsenta­tions- und Fest­saal. Das Unter­ge­schoss war den Wachen vorbe­halten. Im Rahmen einer Umbau­maß­nahme wurden einige Fenst­er­öffnungen in das Mauer­werk eingefügt, um mehr Licht in die beiden Geschosse des Turms einzulassen; auf der gut zu vertei­digenden Fluss­seite führt eine ins Mauer­werk einge­las­sene schmale Stein­treppe hinauf auf die ehemals nicht über­dachte Wach­platt­form. Die Weinfelder rings um das Schloss gehören zu den geschützten Herkunfts­bezeich­nungen Corbières, Rives­altes, Muscat de Rives­altes und Fitou.
Wein­proben werden überall ange­boten.

Von Homps nach Beaucaire

190 km | 2:30 h

Narbonne

Geschicht­s­träch­tige Klein­stadt mit schönen Stränden
Die Klein­stadt am Canal de la Robine hat römi­sche Ursprünge. Die Colonia Narbo war die erste römi­sche Kolonie außer­halb Italiens. Aus dieser Zeit stammt das Horreum, ein unter­irdi­sches Labyrinth von Lager­hallen, die vom Hafen aus zu errei­chen waren. Dass Narbonne im Mittel­alter eine der bedeu­ten­dsten Städte in Okzi­ta­nien war, kann man an der Kathedrale St-Just erkennen. Der überdi­men­sio­nierte goti­sche Bau wur­de allerdings niemals fertig­ge­stellt. Nur der Chor­raum ist voll­endet und wird heute als Kirchenraum benutzt. Der Vorort Narbonne Plage ist für seine schönen Strände bekannt.

Méze

Musik­fes­tivals und frische Austern
Am nörd­li­chen Ufer des Étang de Thau liegt die Stadt mit einer starken Mittelmee­riden­tität. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert vor Christus von phoen­izi­schen Seefah­rern gegründet. Das Mittelmeer­klima, das charak­te­ris­ti­sche Flair und kuli­na­ri­sche Genüsse ziehen viele Besu­cher an, besonders im Sommer zum Fest des heiligen Petrus (Juni), zum Festival de Thau mit afri­ka­ni­scher Musi (Juli) und zum Scha­len­tier­fest (August). Die Einwohner leben vorwiegend von der Austern- und Mies­mu­schelzucht, die frisch zubereitet in den Restau­rants am Meer ange­boten werden. Moules und Frites finden sich auf fast jeder Spei­se­karte. Im Hinter­land wird Wein ange­baut.

Sète

Fische­reihafen und Stadt­kanäle
Die Hafen­stadt ist nach Marseille der wich­tigste Handelshafen am franzö­si­schen Mittelmeer. Sie ist ganz von Wasser umgeben und wird von Kanälen durch­zogen. Besonders schön ist der Canal de Sète. Am Quai Général Durand beginnen die Hafen­rundfahrten. Höchster Punkt des Orte ist der Mont Saint-Clair 175 Meter über dem Meer. Von dort hat man einen schönen Rund­blick.

Montagne de la Clape

Vom Seefahr­erfriedhof über einen Geröll­berg und eine Schlucht
Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Stein­haufen. Clape ist ein okzi­ta­ni­sches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahr­erfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pini­enwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)
F

Provence

Liaison von Kunst und Natur

Das Zentrum der ehemals römi­schen „Provincia Gallia Narbo­ni­ensis“ bildet die Bas Provence rund um Avignon.

Sie gehört zu den ältesten Kultur­landschaften Europas und hat mehr als einmal Welt­ge­schichte geschrieben. Während des Schisma der mittel­alter­li­chen Kirche residierte in Avignon neben dem Papst in Rom ein weiterer, der die Stadt und das Umland geprägt hat. Uralte Städte schmiegen sich in die Bergwildnis, verlas­sene Dörfer werden von der Natur zurück­e­r­obert. Neben Städten wie Arles, Nimes oder Aix findet der Besu­cher nahezu unbe­rührte Landschaften: den Mont Ventoux oder die schier endlosen Eichenwälder des Luberon. Wenn man das ange­nehm medi­ter­rane Klima berück­sich­tigt, versteht man, dass dieser Land­strich sowohl Urlauber als auch Maler und Künstler anzieht.

Zu Gast auf einem Landsitz bei Beaucaire

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Zwischen Arles und Nimes, an der Grenze von Provence und Camargue, liegt das große Landhaus inmitten eines vier Hektar großen Gartens mit Obstbäumen, Olivenbäumen, Lavendel und zahlrei­chen anderen Pflanzen.

Die etwa 18 Zimmer und Apart­ments sind in einem leicht verspielten, eleganten Stil individuell einge­richtet; die Zimmer sind im Oberge­schoss unter­ge­bracht, die Apart­ments befinden sich im Erdge­schoss und haben eine Küche sowie eine Terrasse. Morgens wird im Salon ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten, bei schönem Wetter auch draußen. Für Abküh­lung sorgt der Swimmingpool; ein Spaziergang durch den Garten ist ein Fest für die Sinne – weitab vom Lärm einer Stadt kann man hier den Vögeln, Zikaden und Fröschen lauschen und den Duft von Lavendel und Rosmarin genießen.

Arles

Proven­cali­sche Stadt mit römi­scher Arena
Die Stadt ist eine der ältesten im Rhone-Delta. Ihre römi­schen und mittel­alter­li­chen Bauten im Zentrum sind heute Welt­kultur­erbe der UNESCO. Vincent van Gogh malte hier viele seiner bekann­testen Bilder. Bedeu­ten­dstes Bauwerk ist die Arena von 90 n. Chr. auf einem Hügel. Sie bestand aus drei Stock­werken und bot über 25.000 Zuschauern Platz. Die letzten Spiele fanden 549 statt. Danach wur­de das Amphi­theater zu einer festungs­ar­tigen Sied­lung umge­baut, die im Laufe der Jahrhunderte zum Armen­viertel der Stadt wur­de. Ab dem frühen 19. Jahr­hun­dert wurden die mittel­alter­li­chen Anbauten wieder abge­rissen. Von oben eröffnet sich ein fantas­ti­scher Blick auf die Altstadt und die Umge­bung von Arles.

Saint-Gilles

Benedikti­n­erkloster am Jakobsweg
Die Abtei­kirche Saint-Gilles, St. Äegidius, wur­de in den Jahren 1125 bis 1150 erbaut und gehörte zu einer Klos­ter­anlage der Benediktiner. Wegen des Grabes des Heiligen Ägidius ist sie bis in die Gegenwart eine bedeu­tende Etappe auf der Via Tolosana, einem der franzö­si­schen Abschnitte des Jakobs­weges nach Santiago de Compo­s­tela. Seit 1998 gehört die Kirche zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Nîmes

Römi­sche Arena als mittel­alter­li­ches Armen­viertel
Seit sich die Stadt 121 v. Chr. den Römern ergab, wuchs ihre Bedeu­tung als Handels­stadt zwischen Italien und Spanien. Die in das Hügel­land der Cevennen einge­bet­tete Stadt ist besonders reich an antiken Bauwerken. Am bedeu­ten­dsten ist zweifellos die Arena. Von den rund 70 römi­schen Arenen, die heute bekannt sind, ist die von Nimes zwar nicht die größte, aber die am besten erhal­tene, obwohl sie später zu anderen Zwecken benutzt wur­de. Die Westgoten bauten sie als Festung um, im Mittel­alter diente sie als Ritter­burg und später als Wohn­viertel für 2.000 Menschen.

Digue à la Mer

Zwischen Dünen und Brack­wass­er­seen
Der einfache Weg zwischen Delta und dem Mittelmeer erschließt die Natur­schön­heiten der Camargue. Er führt vorbei an Dünen und Brack­wass­er­seen, wo zahl­lose Wasservögel beheimatet sind. (Hin und zurück : 24 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab 18 Meter)

Von Beaucaire nach Clessé

338 km | 4:00 h

Lyon

Renais­sance-Ensemble mit Gastro-Szene
Die drittgrößte Stadt Frank­reichs ist eine moderne Indu­s­trie- und Handels­me­tro­pole mit dichtem Verkehr und trost­losen Vorstädten. Dennoch lohnt Lyon einen Besuch: Die Altstadt gehört zu den am besten erhal­tenen Renais­sance-Ensembles in Europa. Schmale Gassen und über­dachte Durch­gänge führen durch ihr Zentrum. Hinzu kommt eine lebhafte Kultur- und Gastro­no­mie­szene. Die Küche ist vielfältig, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und der Handels­be­zie­hungen zum Mittelmeer. Nörd­lich und südlich der Stadt liegen die welt­be­kannten Wein­anbau­gebiete Beaujo­lais und Côtes du Rhône.

Dauphiné

Drama­ti­sche Schluchten und hoch­alpine Pass­straßen
Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat. Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Burgund

Welt­be­rühmte Weine, wohltuende Kultur­landschaft
Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden. Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.
G

Mâconnais

Weinberge, uralte Dörfer und Klosterruinen

Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs.

Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Zu Gast auf einem Gutshof bei Clessé

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Gutshof aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt inmitten der Wein­ter­rassen von Viré und Clessé, unweit der Burgundi­schen Wein­straße. Die histo­ri­schen Gebäude, aus dem weißen Stein der alten Steinbrüche von Quin­taine, Cécile and Thierry erbaut, verteilen sich um einen Innenhof mit ange­schlos­senem Garten. Mit nur zwei Gäst­ezimmern sowie zwei Apart­ments bietet sich hier eine ruhige Über­nach­tungs­mög­lichkeit in der Hügel­landschaft des Mâcon­nais, die von zahlrei­chen Wander- und Radwegen durch­zogen wird.
Am Morgen wird ein Früh­stück mit einigen haus­gemachten Lecke­reien serviert. Bei gutem Wetter kann im Garten gefrüh­s­tückt werden. Am Abend locken die zahlrei­chen Restau­rants der Umge­bung zu einem Dinner außer Haus.



Cluny

Bedeu­ten­dstes Kloster des Mittel­alters
Die Abtei von Cluny war im Mittel­alter das einfluss­reichste Kloster des Abend­landes. Das lag an den ersten sechs Äbten, die Ratgeber und Freunde von Kaiser, Papst und Fürsten waren. Sie waren intel­lektuelle Stars ihrer Zeit und machten Cluny zum Ausgangs­punkt einer Radikal­re­form des Mönchs­we­sens. Im Zentrum stand eine strikte Ausle­gung der benedikti­ni­schen Regeln von Armut, Keuschheit und Gehorsam. In der Liturgie domi­nierte das Memento Mori (Bedenke, dass du sterben musst), im prak­ti­schen Leben wur­de Wert auf die Armenfür­sorge gelegt. Ab dem 13. Jahr­hun­dert geriet die Abtei unter den Einfluss der franzö­si­schen Könige. Das Recht der freien Abts­wahl durch die Mönche ging verloren und führte zum geist­li­chen Niedergang. Unter Napoleon wur­de die gigan­ti­sche Kloster­kirche gesprengt und als Steinbruch für den Bau einer Pferdezucht genutzt. Die erhal­tenen Kloster­gebäude sind leider nicht besonders beein­dru­ckend. Sie dienen heute als Inge­nieur­schule.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Tournus

Roma­ni­sche Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen
Zwischen den idylli­schen Wein­bau­regionen vom Südburgund liegt Tournus am rechten Ufer der Saône. Seine Kathedrale, St-Philibert, gehört zu den bedeu­ten­dsten roma­ni­schen Bauwerken Frank­reichs. Sie beherbergt die Reli­quien des Heiligen Philibert, die in der Zeit der Norman­nenüber­fälle hier in Sicher­heit gebracht wurden. Im Südwesten erstreckt sich das Mâcon­nais, ein lieb­li­ches Hügel­land, in dem sich uralte Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen und roma­ni­sche Kirchen verste­cken. Die Mystik und Stille der Umge­bung scheint besonders Orden anzu­ziehen.

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Auf den Kalk­steinfelsen von Solutré

Natur­denkmal des Mâcon­nais
Wie ein monu­men­tales Denkmal erhebt sich die Roche de Solutré aus der grünen Wein­landschaft des Mâcon­nais. Der schroffe Kalk­steinfelsen ist geformt wie ein Keil, der von Norden aus eher flach ansteigt, um dann an den übrigen Seiten steil abzu­fallen. Funde, die am Fuße des Felsens gemacht wurden, haben eine mensch­liche Besied­lung über fünf stein­zeit­liche Perioden nach­ge­wiesen. Wander­wege führen hinauf auf den Gipfel, von wo aus sich eine schöne Aussicht über die sanften Hügel des Umlands bietet.
(Hin und zurück: 3,6 Kilometer, 1:20 Stunde, auf und ab: 120 Meter)

Wande­rung auf dem Jakobsweg

Von Chas­selas nach Cenves
Der Jakobsweg ist ein Netz von Pilger­wegen, die sich über ganz Europa erstre­cken und ihr Ziel in Santiago de Compo­s­tela haben. Eine Teile­tappe führt von Chas­selas nach Cenves – zuerst durch Weinberge mit schöner Aussicht auf das Sâone-Tal. Danach geht es durch Wälder mit steilen Auf- und Abstiegen. (Hin und zurück: 19,6 Kilometer, 6:00 Stunden, auf und ab: 670 Meter)

Von Clessé nach Than­nen­kirch

363 km | 4:30 h
Man folgt dem lieb­li­chen Fluss Doubs zur Burgundi­schen Pforte auf einer uralten Handels­straße. Franche-Comte heißt die wald­reiche Region, die touris­tisch weitge­hend unent­deckt ist. Auf der Strecke liegt Besancon mit seiner bemerkens­werten Altstadt.

Burgundi­sche Pforte

Wich­tige Verkehrs­wege der Antike
Die „Trouée de Belfort“ ist der rund 30 Kilometer lange, flache Sattel auf rund 400 Meter Höhe zwischen Vogesen und Jura. Er ist zugleich die Wasser­scheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Pforte ist auch inso­fern ein tref­fender Ausdruck, da hier die alle­man­nisch-deut­sche Kultur allmäh­lich in die burgundisch-franzö­si­sche übergeht. Da die Vogesen im Norden und das Jura im Süden nur schwer zu durch­queren waren, verlaufen hier seit der Antike wich­tige Verkehrs­wege. Heute gibt es neben der Auto­bahn und Route natio­nale 83 noch die Eisen­bahntrasse Rhin-Rhone für Hoch­ge­schwin­digkeits­züge sowie den Rhein-Rhone-Kanal, der bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wur­de.

Beaune

Wein­haupt­stadt Burgunds
Mittel­alter­liche Bauten in der Altstadt, eine herr­liche Lage inmitten des Wein­gebiets von Cote d'Or und zahl­lose Restau­rants und Wein­keller machen die 23.000 Einwohner zähl­ende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehens­wür­digkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Kran­ken­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Inter­pro­fes­sionell des Vins bekommt man Adressen von Wein­gütern, Verkos­tungen und Wein­semi­nare.

Besançon

Impo­santer Festungsbau von Vauban
Der Ort in einer Schleife des Flusses Doubs gilt als grünste Stadt Frank­reichs. An der engsten Stelle der Fluss­schleife steht eine Festung der Baumeis­ters Vauban von 1674, die zum UNESCO-Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Innen gibt es mehrere Museen, unter anderem eines über die Resi­s­tance während des Zweiten Welt­kriegs. Von oben hat man einen schönen Blick über die Altstadt, die sich im Osten anschließt. Ein Bummel lohnt sich, auch wegen der Porte Noire, eines Bogens, den Marc Aurel 175 nach Christus errichten ließ.

Meursault

Spaziergang durch eine Bilder­buch­landschaft
Ein leichter Anstieg führt vom Weinort Meursault zum Aussichts­punkt von Saint Chri­s­tophe, wo man den idylli­schen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sen­tier Bota­nique‘, ein bota­ni­scher Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durch­quert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Land­straße nach Auxey, das unter Wein­ken­nern einen exzel­lenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergs­wegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)
H

Elsass

Kulturlandschaft zwischen Vogesen und Rhein

Roman­ti­sche Wein­dörfer, Burg­ruinen auf aussichtsrei­chen Höhen und histo­ri­sche Wehr­kir­chen haben die östlichste Region Frank­reichs zu einer außergewöhn­li­chen Kultur­landschaft gemacht.

Das Land zwischen den Vogesen und dem Rhein ist seit vielen Jahr­tausenden Schau­platz einer wech­sel­vollen Geschichte, die von deut­scher wie franzö­si­scher Kultur glei­cher­maßen geprägt ist. Schon vor 1000 v. Chr. machten sich kelti­sche Einflüsse breit. Die Römer brachten die Mittelmeerkultur und den Wein, der bis heute prägenden Charakter hat. Im Mittel­alter spielten die Städte am Oberrhein­gr­aben eine wich­tige Rolle. Seine Maler gehören zu den größten ihrer Zeit: Matthias Grüne­wald schuf den Isen­heimer Altar und Martin Schongauer die „Madonna im Rosenhag“. Die elsäs­si­sche Küche gilt als eine der origi­nellsten in Frank­reich: Deftige Gerichte wie Chou­c­route, Baecke­offe und Flammku­chen werden durch erstklas­sige Weißweine ergänzt.

In einem Gasthof in Thannenkirch

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Etwas abseits der elsäs­si­schen Wein­straße versteckt sich das Winzerdorf Than­nen­kirch zwischen Wiesen, Weinbergen und den bewal­deten Ausläufern der Vogesen.

Am Horizont thront Schloss Haut-Koen­igsbourg auf einem 750 Meter hohen Felsen. Mitten im Ort liegt der tradi­tionelle Gasthof, in dem Wein­kenner, Gourmets, aber auch Wanderer und Moun­tai­nbiker einkehren. Herausra­gend ist das Restau­rant, das lokale Weine und elsäs­si­sche Küche bietet – im Sommer auch auf der Terrasse. Wer sich nach Sauerk­raut und Entenbrust bewegen will, findet eine Sauna, ein Fitness­zentrum und vor allem zahl­lose Wander­wege.

Haute Koen­igsbourg

Festung mit Weit­blick über das Oberrheintal
Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mäch­tigen Felsen mit phäno­me­nalem Blick über der Oberrhei­ni­schen Tief­ebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deut­schen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämt­liche Handels­wege des Oberrhein­gr­a­bens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegenden Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzig­ar­tiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touris­ten­at­trak­tionen in Frank­reich gehört.

Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass
Das roman­ti­sche Winzer­städt­chen liegt zwischen den Wein­gärten am Fuß der Vogesen. Sein unver­sehrt erhal­tenes Stadt­bild aus dem 16. Jahr­hun­dert ist einzig­artig. Besonders an den Sommer­wo­che­n­enden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rhei­ni­schen Renais­sance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verste­cken sich zahl­lose Restau­rants und Wein­stuben. Heute ist die ganze Stadt auto­frei und zählt zu den Plus beaux villages de France.

Colmar

Kunst- und Wein­stadt im südli­chen Elsass
Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Wein­straße und bezeichnet sich gern als Haupt­stadt der elsäs­si­schen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhal­tenes architek­to­ni­sches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Präch­tige Fach­werkbauten und Renais­sance­pa­läste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzig­ar­tige Kunst­schätze, allen voran den Isen­heimer Altar von Matthias Grüne­wald im Unter­linden-Museum. Die Darstel­lung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrück­lichsten, was die Malerei der Gotik hervor­ge­bracht hat. In der Altstadt gibt es zahl­lose Wistubs, wo man neben Wein auch elsäs­si­sche Hausmanns­kost bekommt.

Than­nen­kirch

Aussichtswande­rung zwischen Felsen und Burgen
Die kleine Berg­gemeinde an der „Route du Bois“ (Holz­strasse) entzückt mit seiner Schnitzkunst und blumen­ge­schmückten Häusern, Plätzen und Straßen. Rundwander­wege führen zu den unter­schied­lichsten Natur­schau­plätzen rund um das Dorf. Viele Besu­cher kommen im Frühjahr, wenn tausende von Kirschbäumen in Blüte stehen. Eine Tages­wande­rung führt zu der Felsen­landschaft rund um den Rein­hold­stein und weiter zur Haut-Koen­igsbourg. (hin und zurück: 6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Zwischen Lac Vert und Lac du Forlet

Glitzernde Seen und steile Berge
Die recht anspruchsvolle Wande­rung startet am Lac Vert, am Fuße des Massivs Tanet. Der See verdankt seinen Namen einer spezi­ellen Algenart, die das Wasser in den Sommermo­naten in strah­lendem Grün einfärbt. Von hier aus geht es zumeist über schat­tige Wald­wege zum glitzernden Lac du Forlet. Dort ange­kommen laden Pick­nickbänke zu einer kleinen Rast ein. Wer eine längere Pause einplant, kann auch in der urigen Gast­stätte am Ufer einkehren. Eine kleine Stärkung kann in jedem Fall nicht schaden, denn auf der Strecke folgt nun ein steiler Anstieg hoch auf den Voge­senkamm. Über diesen geht es dann, mit schönen Ausbli­cken ins Tal, zurück zum Ausgangs­punkt.
(Hin und zurück: 10 Kilometer, 4:00 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Von Than­nen­kirch

18 Tage
ab 2.399,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen. Außerdem können Sie die Umfulana App nutzen, welche sämtliche Informationen – online und offline – komfortabel auf ihrem mobilen Gerät zur Verfügung stellt.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.