Newcastle

Am River Tyne: Newcastle in Northumberland

Am River Tyne: Newcastle in Northumberland

Kulturhauptstadt in Northumberland

Die Kulturhauptstadt im Nordosten Englands liegt im Zentrum der Grafschaft Northumberlands. Sie wurde von den Römern als Grenzstadt am Ostende der Hadrian's Wall errichtet. Auch in späterer Zeit blieb die Region Grenzgebiet, so dass Wilhelm der Eroberer hier eine neue Burg „New Castle“ errichten ließ. Während der Industrialisierung gewann die Stadt als Mittelpunkt der Kohleförderung Bedeutung. Eulen nach Athen tragen heißt daher auf englisch: to carry coals to Newcastle. Sehenswert sind die Brücken über den River Tyne, von denen einige architektonisch wegweisend wurden. Im sanierten Viertel von Quayside finden sich kleine Läden in alten Häusern, Märkte und Restaurants.



Sehenswürdigkeiten Newcastle


Hexham Abbey

Frühe englische Baukunst

Am Market Place von Hexham steht die Abteikirche St. Andrew von 1180, die ein klassisches Beispiel früher englischer Baukunst ist. Die Krypta ist allerdings viel älter: Sie stammt aus dem 7. Jahrhundert und war Teil eines Benediktinerklosters. Die Steine stammen teilweise aus dem römischen Hadrianswall, was man an ihren Beschriftungen erkennt. Rund um den Market Place gibt es noch andere interessante Gebäude: eine Markthalle von 1766 auf hölzernen Pfeilern, ein Festungsturm und ein Gefängnis, in dem heute die Tourism Information ihren Sitz hat.

www.hexham-abbey.org.uk


Hareshaw Linn

Malerischer Kurzwanderweg zum Wasserfall

Einer der schönsten Kurzwanderwege in Northumberland führt zum Wasserfall Hareshaw. Der Weg mit der Nummer 11 beginnt in Bellingham, das im 19. Jahrhundert ein Zentrum der Kohle- und Stahlindiustrie war. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Bald nachdem man die Stadt um die mittelalterliche Kirche in nördlicher Richtung verlassen hat, wandert man durch Wälder immer am Fluss entlang. Vorsicht: Am Wasserfall kann es glitschig sein. Über 300 verschiedene Moosarten wachsen dort.


Northumberland-Nationalpark

Menschenleere Hügel am Hadrianswall

Der nördlichste Nationalpark Englands schützt über 1.000 Quadratkilometer grüne Hügellandschaft. Nur wenige Besucher kommen in die fast menschenleere Landschaft, die meisten sind Wanderer und Bergsteiger. In seinem Süden verläuft der römische Hadrianswall. Zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit führen zu Burgen, Ruinen und Aussichtspunkten.


Hadrian's Wall

Wo das Römische Reich endete

Als unter dem römischen Kaiser Hadrian das Imperium seine größte Ausdehnung hatte, wurden an allen Grenzen Befestigungen aufgebaut, die die römische vor der barbarischen Welt schützen sollte. Eine bis heute besonders eindrucksvolle Grenzbefestigung stellt der zwischen 122 und 132 n. Chr. gebaute Hadrian's Wall (oder „Roman Wall“) dar. Er ist fast 120 Kilometer lang und zieht sich von der Westküste bei Carlisle bis zur Nordsee bei Newcastle. 19 Kastelle schützten den bis zu drei Metern dicken und sechs Meter hohen Steinwall. Dazwischen lagen mehrere Wachtürme. Am besten beginnt man mit der Besichtigung am Kastell Cilurnum einen Kilometer westlich von Chollerford. Diese für 500 Reiter gebaute Festung ist besonders gut erhalten. Überall am Wall, der sich durch die malerische Landschaft windet, stößt man auf Reste römischer Vergangenheit: auf einen Mithras Tempel bei Carrawburgh oder einen Grenzort bei Housesteads, wo besonders viele Ausgrabungen stattgefunden haben.

Nach Oben