Shetland Islands

Bizarre Klippen, archaische Natur: Shetland Islands

Bizarre Klippen, archaische Natur: Shetland Islands

Einsamkeit, rauhe Wildnis, arachaische Natur

Die zu Schottland gehörende Inselgruppe liegt zwischen den Orkney Islands, Norwegen und den Färöern auf einem Areal von 80 x 120 km. Sie bildet den nördlichsten Teil Großbritanniens und liegt wie Südgrönland oder Bergen zwischen dem 59. und dem 61. Breitengrad. Obwohl die Inseln regelmäßig von Sturm und Regen gepeitscht werden, sorgt der Golfstrom für mäßige Temperaturen und geringe Schwankungen im Jahr. Die überwiegend aus Schiefer bestehenden Inseln bilden bizarre Landschafts- und Küstenformationen mit atemberaubend schönen Klippen. Auf den Hügeln der größeren Inseln wachsen Erika und Ginster, was einen schönen Kontrast mit dem grau-blauen Meer, dem braunen Moor und den grünen, landwirtschaftlich genutzten Ebenen ergibt. Die Inseln, besonders die unbewohnten, sind Paradiese für Seevögel, seltene Otter und Robben.

Kulturell und geschichtlich gehören die seit 3.000 Jahren besiedelten Shetlands eher zu Norwegen als zu Großbritannien. Das wird besonders am letzten Dienstag im Januar deutlich, wenn in Lerwick das Sonnenwendfest gefeiert wird. Auf „Up Helly Aa“ wird dann ein Nachbau eines Wikinger-Schiffs verbrannt. Die 24.000 Shetlander leben auf insgesamt 12 Inseln, mehr als die Hälfte davon auf der Hauptinsel Bressay. Haupterwerbsquelle ist die Schafszucht, die die immer noch begehrte Shetland-Wolle produziert.

Zu Beginn des Aufenthalts auf den Shetlands ist es sinnvoll, das Shetland Museum in Lerwick zu besuchen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Broch of Mousa. Der prähistorische Turm auf der Insel Mousa stammt von ca. 100 v. Chr. An der Südspitze der Hauptinsel liegt der Jarlshof, vermutlich die bemerkenswerteste Ausgrabungsstätte der Britischen Inseln, deren älteste Fundamente auf die Bronzezeit 2500 v. Chr. zurückgehen.

Wer im Urlaub Sonne, Gourmetgerichte und luxuriöse Unterkünfte erwartet, sollte lieber woanders hinfahren. Wer sich aber an Einsamkeit, rauher Wildnis und einer archaisch wirkenden Natur begeistern kann, wird das Archipel am äußersten Rande Europas lieb gewinnen.



Sehenswürdigkeiten Shetland Islands


Lerwick

Größte Stadt der Shetland Inseln

Mit 7000 Einwohnern ist Lerwick die größte Stadt der Shetland Inseln. Der Ort wurde im 17. Jahrhundert gegründet und von holländischen Heringsfischern genutzt. Im 18. Jahrhundert profitierte Lerwick vom Grönland-Walfang und dem Gin-Schmuggel mit den Niederlanden. Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen erneuten Heringsboom. Im Jahr 1905 wurden 1 Million Fässer Hering eingesalzen und exportiert. Im 20. Jahrhundert wurde östlich der Shetland-Inseln Öl gefunden. Mit 4500 Tonnen reicht das Ölfeld, um das gesamte Vereinigte Königreich bei der gegenwärtigen Verbrauchsrate für 45 Jahre zu versorgen. 


Shetland Museum

Heimatmuseum in Lerwick

Das Museum in Lerwick, der Hauptstadt der schottischen Shetlandinseln, wurde 2007 eröffnet. Auf zwei Etagen wird die Geschichte der Shetlandinseln präsentiert. Zu den Themen Umwelt, Geologie, Landwirtschaft, Fischerei und Folklore befinden sich Ausstellungsstücke im Erdgeschoss. Im Obergeschoss stehen Politik, Industrie, Kleidung, Walfang und Handelsmarine im Fokus der Ausstellung. Das Archiv umfasst Landkarten, Literatur wie Biographien und Genealogie sowie Akten der Church of Scotland, soweit sie die Shetlands betreffen. Daneben gibt es ein Café.

Zur Website:
www.shetlandmuseumandarchives.org.uk




Reisebeispiele Shetland Islands

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