Birmingham

Birmingham: Narrowboat-Kanal

Birmingham: Narrowboat-Kanal © astudio / Shutterstock.com

Zentrum der industriellen Revolution

Die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs zählt knapp über 1,1 Millionen Einwohner; im Ballungsraum leben rund 2,6 Millionen Menschen. Birmingham war das Zentrum der industriellen Revolution, die bereits im 15. Jahrhundert mit der Waffenproduktion begann. Gut ausgebildete Arbeitskräfte und die Nähe zu Kohlevorkommen hatten zur Folge, dass die Stadt rasch wuchs. Um 1800 wurde ein verzweigtes Netz von Narrowboat-Kanälen gebaut; in den 1830er Jahren kamen Eisenbahnlinien nach Manchaster und London hinzu. Der Hauptbahnhof New Street ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Großbritanniens. Sehenswürdigkeiten hat „Brum“, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, nicht viele – dafür aber nach London die besten Einkaufsmöglichkeiten des Landes.



Sehenswürdigkeiten Birmingham


Coventry Cathedral

Moderne Kirche neben Bombenruine

Die Kathedrale St. Michael's aus dem 14. Jahrhundert wurde am 14. November 1940 von deutschen Bombern zerstört. Es blieben nur noch der große Turm und einige Außenmauern übrig. Bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Luftangriff ließ Richard Howard, der damalige Propst von Coventry, aus zwei der verbrannten Dachbalken der Ruine ein einfaches Holzkreuz anfertigen. Dieses Holzkreuz steht heute im Altarraum der Ruine der alten Kathedrale. Die neue Kathedrale wurde neben der alten errichtet. Beide Gebäude bilden heute eine der eindrucksvollsten Kirchen des 20. Jahrhunderts.

www.coventrycathedral.org.uk


Warwick Castle

Schiefe Fachwerkäuschen und eine mächtige Burg

Kurz vor Birmingham liegt Warwick, das von seiner trutzigen Burg, dem Warwick Castle, beherrscht wird. In der Altstadt des etwa 1.000 Jahre alten Ortes schauen viele Antiquitätenläden aus den Tudorhäusern. In der Kapelle ruht Richard Beauchamp, Earl of Warwick, der 1439 in Rouen starb. Der Sarkophag besteht aus Marmor aus den Purbeck Hills und ist mit einem lebensgroßen kupfernen Abbild des Earls bedeckt. Tolkien, der in Warwick geheiratet hat, soll durch die schiefen Häuschen zu seinem Roman, Der Herr der Ringe, inspiriert worden sein.

www.warwick-castle.com


Stratford-upon-Avon

Shakespeares Geburtsstadt

Der Name stammt aus dem Angelsächsischen: strete ford war die Straßenfurt durch den River Avon querte. Im Jahr 1196 gründete der Bischof von Worcester dort eine Stadt und sicherte ihr die königlichen Marktrechte zu. Zur Zeit Shakespeares hatte Stratford etwa 1500 Einwohner. Als jedoch die Pest ausbrach, leitete das den Niedergang des geschäftigen Städtchens ein. Erst nach 1760 trat Stratford wieder ins Bewusstsein der Engländer, als der berühmte Schauspieler David Garrick dort eine dreitägige Gedenkveranstaltung zu Ehren Shakespeares organisierte. Die Stadt wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht. Hauptattraktionen sind die Stätten, die einen – wenn auch teilweise nur vagen – Bezug zu Shakespeare und seinem Werk haben.

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