Somerset

Weiter Blick über Somerset: Ham Hill bei Yeovil

Weiter Blick über Somerset: Ham Hill bei Yeovil

Apfelwein, Nationalparks und eine lange Küste

Die Grafschaft im Südwesten von England wird im Norden Vom Bristol Channel begrenzt. Abgesehen von der herausragenden Stadt Bath wirkt die Gegend ländlich und idyllisch. Somerset ist wie die Normandie in Frankreich vor allem für seine Apfel-Plantagen und den Cider bekannt. Zu den 
Attraktionen gehören die Küstenorte und der Exmoor-Nationalpark. Die Gärten und Parks der Region sind in das European Garden Heritage Network eingebunden. Viele historische Gebäude sind mit dem charakteristischen honiggelben Bath Stone gebaut oder verkleidet.



Sehenswürdigkeiten Somerset


Cheddar

Berühmteste Käsestadt Englands

Das bekannsteste Produkt aus Cheddar ist der gleichnamige Käse. Der Name kommt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „Molke“. Cheddar ist heute ein beliebter Ausflugsort. Reste einer römischen Villa wurden entdeckt. Seit dem 15. Jahrhundert markiert ein Monument (Cheddar Market Cross) an der Kreuzung dreier Straßen in Cheddar den früheren Marktplatz. Sehenswert sind St. Andrew's Church und das Cheddar Museum.

www.cheddarvillage.co.uk


Cheddar Gorge

Auf der Himmelsleiter durch eine grandiose Schlucht

Die größte Felsenschlucht in Somerset ist eines der größten Naturwunder Englands. Sie enthält neben bizarren Steinformationen viele Höhlen. In einer von ihnen wurde der Cheddar Man gefunden, ein 9.000 Jahre altes Skelett aus der Jungsteinzeit. Durch die fast fünf Kilometer lange und über hundert Meter tiefe Schlucht führt ein Weg mit 274 Stufen, die sogenannte Himmelsleiter. Von einem Turm auf der Höhe besteht eine 360 Grad Sicht über die Schlucht und das Käse-Dorf Cheddar.


Glastonbury

Keltische Mythen um König Arthur

Sagenumwoben ist der kleine Ort in Somerset seit altersher. Auf dem Hügel von Glastonbury soll das Grab von Joseph von Arimatia liegen, der den Leichnam Jesu vom Kreuz genommen und begraben hat. Der Legende nach hat er auf seinem Weg zu den Kelten hier Halt gemacht und seinen Wanderstab in die Erde gestoßen. Daraufhin sei ein Dornbusch gewachsen, der noch heute grünt und zu Weihnachten blüht. An dieser Stelle habe Joseph dann den Heiligen Gral vergraben, also den Kelch, aus dem Jesus und seine Jünger gemeinsam getrunken haben. Später sei hier die älteste Kirche der britischen Inseln gebaut worden. Noch heute stehen dort die Ruinen eines Kloster aus dem 6. Jahrhundert, in der auch das Grab von König Arthur liegen soll. Heute zieht der mythische Ort viele Esoteriker an.

www.glastonbury.co.uk


„Great Britain“

Ältester Ozeanriese der Welt

Das Schiff von 1843 war der erste Ozeanriese mit einer Schiffsschraube. Es hatte noch Segel, aber schon einen Antrieb mit Dampfmaschinen. Am 26. Juli 1845 lief sie zur Jungfernfahrt von Liverpool nach New York aus. Nachdem es auf eine Sandbank lief, wurde es als Emigrantenschiff und Truppentransporter eingesetzt. Heute liegt es im historischen Hafen von Bristol und ist von oben und unten zu besichtigen.


South West Coast Path

Wandern von Leuchtturm zu Leuchtturm

Ursprünglich wurde der Weg von Leuchtturm zu Leuchtturm von der Coast Guard  angelegt. Er diente der Bekämpfung der Schmuggler. Heute ist daraus einer der schönsten Fernwanderwege Englands geworden. Über mehr als 1.000 Kilometer führt er von Minehead entlang der Küsten von Devon und Cornwall nach Poole Harbour in Dorset.

www.southwestcoastpath.org.uk


Bristol

Pest und Sklavenhandel in bedeutender Hafenstadt

Die mit 450.000 Einwohnern sechstgrößte Stadt Englands liegt an der Mündung des River Avon in den Bristol Channel. Im Mittelalter war sie nach York und London die drittgrößte Stadt des Landes, versank dann aber wegen einer langen Pestepidemie in Agonie. Die Wende brachten die englischen Kolonien in Amerika und der Sklavenhandel. Man schätzt, dass über eine Million Sklaven über Bristol nach Amerika verschleppt wurden. Ab 1760 geriet die Hafenstadt ins Hintertreffen gegenüber Liverpool. Im Zweiten Weltkrieg wurde die historische Altstadt von deutschen Bombern vollständig zerstört. Auf den Trümmern wurde ein Park angelegt, in dem bis heute zwei ausgebombte Kirchen als Mahnmal stehen.

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Bath

Mondänes Bad mit heißen Quellen

Das einzige Mineralbad mit heißen Quellen in England ist zugleich eine der schönsten Städte des Landes. Bereits die Römer nutzten die Quellen als Badezentrum, wovon einige Tempelruinen zeugen. Erst im 18. Jahrhundert kam der Ort zu neuer Blüte. Seit 1738 wurden elegante Häuser gebaut, von denen heute über 500 unter Denkmalschutz stehen. 1998 hat die Unesco die ganze Stadt in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen.

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Wye Valley Walk

Durch eine Schlucht zur Druidengrotte

Ein schönes Teilstück des Wye Valley Walk führt von Tintern auf schmalen, teils steilen Pfaden durch das schluchtartige Wye-Tal. Schönster Punkt der Wanderung ist eine Grotte im Piercefield Estate, die auch als Druidentempel bezeichnet wird.  Auf den 365 steps steigt man dann zum Parkplatz Lowe Wyndcliff an der A466 hinab. Der Wanderweg führt weiter durch das Wye-Tal bis nach Chepstow.

www.wyevalleywalk.org


Tintern Abbey

Malerische Ruine an Flussschleife

Im anmutigen Hügelland zwischen England und Wales liegt eine der schönsten Ruinen der britischen Inseln: die Tintern Abbey am Westufer der mäandrierenden Wye. Die Abtei wurde 1131 von Zisterziensern gegründet. Nach der Auflösung des Ordens unter Heinrich VIII. verfiel die Abtei zusehends. Ihre pittoresken Überreste haben berühmte Landschaftsmaler inspiriert, u.a. William Turner. In der Umgebung liegt Caerwent, die bedeutendste und am besten erhaltene römische Stadt in Wales.


Exmoor

Moorlandponies und keltische Heilige

Der 1954 gegründete Nationalpark liegt an der abwechslungsreichen Südküste des Bristol Channels. Zwischen den felsigen Klippen finden sich dicht bewaldete Taleinschnitte und kleine Buchten. Landeinwärts breitet sich eine landwirtschaftlich genutzte Zone aus, in der die meisten Dörfer liegen. Ihre Kirchen sind – wie in der Bretagne – meist keltischen Heiligen geweiht. Im Hinterland der Farmen wächst auf einer Höhe von etwa 300 Metern die unbebaute, baumlose Moorheide, wo Heidekraut, Ginster und Farngewächse oft von Nebel umhüllt sind. Exmoor ist die Heimat der gleichnamigen Moorlandponies, der ältesten Ponyrasse in Großbritannien.

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Reisebeispiele Somerset

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