Wales

Hügel, Moore, Steilküsten: High Fields in Wales

Hügel, Moore, Steilküsten: High Fields in Wales

Steilküsten, Moore und schroffe Gebirge

Mit gut 20.000 Quadratkilometern ist Wales der kleinste Landesteil Großbritanniens. Im Norden grenzt es an die Irische See, im Westen an den St.-Georgs-Kanal und im Süden an den Bristolkanal. Steilküsten und weitauslaufende Strände ziehen sich weit über 1.200 Kilometer entlang udn werden von zahllosen Seevögeln bevölkert. Das Landesinnere ist von Wiesen, Mooren und schroffen Gebirgen geprägt. Die höchsten Berge stehen im Norden. Der Yr Wyddfa (1.085 Meter) wird vom Snowdonia-Nationalpark geschützt. Hauptstadt ist Cardiff an der Südküste, eine römische Gründung, die während des walisischen Kohle-Booms zum größten Kohlehafen der Welt avancierte.



Sehenswürdigkeiten Wales


Aberystwyth

Aussichtsberg mit Meerblick

Das walisische Seebad mit 11.000 Einwohnern liegt an der Cardigan Bay. Die Einheimischen nennen ihre Stadt oft nur „Aber“. Auf den Gipfel des Constitution Hill im Norden liegt ein Park mit Restaurant, Arkaden sowie einer Camera Obscura. Von dort oben hat man den schönsten Blick über die Stadt und entlang der Küste, der schon den Maler William Turner begeisterte. Für den Aufstieg wurde als Teil der Anlage ein meandernder Weg angelegt. Man kann auch die Aberystwyth Cliff Railway, Stadtseilbahn von 1896, nehmen. An der drei Kilometer langen Strandpromenade gibt es Cafés.


Süd-Wales

Mildes Klima, Badebuchten und Steilküsten

Die milde Küste von Süd-Wales ist durch schöne Badestrände, Ferienorte und normannische Küstenburgen gekennzeichnet. Beeindruckend ist der mittelalterliche Ort Pembroke mit seiner gewaltigen Festung, von der aus man einen phantastischen Blick genießt. Nördlich davon liegt der Pembrokeshire Coastal National Park, der einsame Badebuchten und grandiose Steilküsten vor der Zersiedelung schützt. Den Zauber der Landschaft kann man vor allem auf den stillen Wanderwegen durch den Park auf sich wirken lassen.


Tintern Abbey

Malerische Ruine an Flussschleife

Im anmutigen Hügelland zwischen England und Wales liegt eine der schönsten Ruinen der britischen Inseln: die Tintern Abbey am Westufer der mäandrierenden Wye. Die Abtei wurde 1131 von Zisterziensern gegründet. Nach der Auflösung des Ordens unter Heinrich VIII. verfiel die Abtei zusehends. Ihre pittoresken Überreste haben berühmte Landschaftsmaler inspiriert, u.a. William Turner. In der Umgebung liegt Caerwent, die bedeutendste und am besten erhaltene römische Stadt in Wales.


Brecon Beacons National Park

Moore, Gebirge, undurchdringliche Wälder

Die Brecon Beacons (walisisch: Bannau Brycheiniog) sind eine Bergkette im Südosten von Wales. Der Name erinnert an die mittelalterlichen Leuchtfeuer (Beacons) auf den Bergspitzen, mit denen vor Angriffen der Angelsachsen gewarnt wurde. Die Bergkette bildet den Kern des knapp 1.400 Quadratkilometer großen Brecon-Beacons-Nationalparks, der vermutlich der schönste unter den drei Nationalparks von Wales ist. Westlich der Beacons, beginnt der Forest Fawr, ein großer, undurchdringlicher Wald, der von der UNESCO zum Geopark erklärt wurde. Wandern, Radfahren und Reiten sind möglich, ebenso Segeln, Windsurfen und Kanufahren.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass


Gower-Halbinsel

Sandstrände und Felsenbuchten

Die Halbinsel mit dem walisischen Namen Penrhyn Gŵyr trägt den Titel „Area of Outstanding Natural Beauty“. Das liegt vor allem an ihrer über hundert Kilometer langen, großartigen Küste. Die Three Cliffs Bay im Süden ist bei Wanderern, Surfern und Fotografen gleichermaßen beliebt. Dort gibt es schmale Felsenbuchten, die mit schönen Sandstränden abwechseln. 


Hay-on-Wye

Größtes Bücherdorf der Welt

Das walisische Dorf am River Wye ist weltbekannt als erstes und bis heute größtes so genanntes Bücherdorf. In dem 1.800-Einwohner-Ort gibt es fast 40 Antiquariate, die Bibliophile aus aller Welt anziehen. Ganze Häuser sind vollgestopft mit Büchern, oft vom Dachboden bis zur letzten Kellerecke. Die Geschichte begann 1961, als der Buchhändler Richard Booth sein Antiquariat eröffnete und Hay zum „Bücherdorf“ erklärte. 1977 rief er den Ort zum unabhängigen Königreich aus und ernannte sich selbst zum König. Diese Aktion hat jedoch völkerrechtliche Bedeutung, niemand muss seinen Pass vorzeigen.


Llansteffan Castle

Toller Rundumblick von geschichtsträchtiger Burgruine

Schmale, von Hecken gesäumte Straßen führen zu dem Dorf Llanstephan. Oberhalb liegt die denkmalgeschützte Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. An derselben Stelle stand zuvor ein Fort aus der Eisenzeit. Lange war die Festung Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen Walisern und Anglo-Normannen, die schließlich die Oberhand behielten. Das Castle ist über einen der vielen kleinen Pfade am Strand zu erreichen; oft kann man den großartigen Rundum-Blick ganz allein genießen. 


Powis Castle

Von der Grenzfestung zum Renaissanceschloss

Die mittelalterliche Burg auf einem steilen Felsvorsprung am Fluss Severn wechselte im Zuge der Grenzkriege zwischen England und Wales mehrfach den Besitzer. Einst gehörte sie einer Dynastie walisischer Fürsten. Ihr letzter Vertreter, Owain ap Gruffydd ap Gwenwynwyn, verzichtete 1286 auf den Titel und schwor dem englischen König Eduard I. Loyalität. So wurde die Burg nicht zerstört und war ohne größere Unterbrechung bewohnt. Schaustück der Burg sind die auf der südöstlichen Seite um 1660 im italienischen Stil angelegten Terrassen, belebt von Steinbalustraden, stattlichen Vasen und Bleistatuen.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass


Ruthin

Prächtige Fachwerkhäuser im Schatten der Burg

Die Ortschaft im Süden des Clwyd-Tals besteht aus prächtigen Fachwerkhäusern aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Die Häuser gruppieren sich um einen Hügel, auf dem eine mächtige Burg thront. Sie wurde im 13. Jahrhundert aus dem Buntsandstein der Umgebung gebaut. Das Bauwerk blieb bis ins 17. Jahrhundert erhalten. Es wurde in neuerer Zeit teilweise restauriert und ist heute eines der luxuriösesten Hotels in Wales, bekannt für mittelalterliche Bankette mit Harfenmusik.


Tenby

Mittelalterlicher Marktflecken mit Badestränden

Das Städtchen mit dem walisischen Namen Dinbych-y-pysgod ist ein hübscher Marktflecken und ein beliebter Badeort. Nachdem bereits die Wikinger im frühen Mittelalter eine Siedlung angelegt hatten, wurde im 12. Jahrhundert die Burg auf dem Castle Hill errichtet. Die Stadtmauern von Tenby stammen auch aus dieser Zeit. Im viktorianischen Zeitalter wurde Tenby als Badeort entdeckt. Die Sandstrände, Buchten und Klippen der Umgebung sowie die malerische Altstadt mit engen Gassen ziehen auch heute viele Besucher an, so dass man in der Hauptsaison am besten schon vormittags kommt. Wer wandern will, kann ein Stück auf dem Pembrokeshire Coast Path gehen.


Wye Valley Walk

Durch eine Schlucht zur Druidengrotte

Ein schönes Teilstück des Wye Valley Walk führt von Tintern auf schmalen, teils steilen Pfaden durch das schluchtartige Wye-Tal. Schönster Punkt der Wanderung ist eine Grotte im Piercefield Estate, die auch als Druidentempel bezeichnet wird.  Auf den 365 steps steigt man dann zum Parkplatz Lowe Wyndcliff an der A466 hinab. Der Wanderweg führt weiter durch das Wye-Tal bis nach Chepstow.




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