Western Highlands: Clans, Whisky und baumlose Weiten

Western Highlands

Baumlose Weiten: schottische Highlands

Baumlose Weiten: schottische Highlands

Clans, Whisky und baumlose Weiten

Nordwestlich des Great Glen, das Schottland von Nordosten nach Südwesten schnurgerade zerteilt, beginnen die Highlands. Obwohl es dort einige Munroes gibt, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt, sind sie eigentlich kein Hochland. Weite Teile bestehen aus baumlosen Mooren. Die abgelegenen Highlands waren dem englischen Einfluss weniger ausgesetzt als die südlichen Lowlands. Dadurch haben sie den eigenen kulturellen Charakter stärker bewahrt. Die Clan-Struktur in den Highlands ist noch lebendig oder wird sogar wiederbelebt. Dies und die Whisky-Produktion haben die Highlands weltberühmt gemacht. Dass die weiten Highlands heute weitgehend unbewaldet und unbesiedelt sind, ist vor allem eine Folge der Highland Clearances, der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung in der Zeit von 1762 bis 1884.



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Sehenswürdigkeiten Western Highlands

Beauly Priory

Mystische Ruine am River Beauly

Am River Beauly, kurz bevor er sich zum Firth weitet, haben französische Mönche im 13. Jahrhundert eine Abtei gebaut, die sie wegen der schönen Lage „beau lieu“ nannten. In der Reformation wurde das Kloster verlassen. Danach verfiel die Anlage; Kreuzgang, Schlafsaal und das Gebäude für den Abt verschwanden, von der Kirche stürzte das Dach ein. Doch auch von der Ruine geht noch ein ganz besonderer Zauber aus.

Big Burn Walk

Wanderung zum Wasserfall

Am Ende des 2,5 Kilometer langen Big Burn Walk liegt ein sehenswerter Wasserfall. Der Weg beginnt in der Nähe von Dunrobin Castle und führt bachaufwärts durch einen dichten Naturwald.
Ein etwas weiterer Weg, für den man feste Schuhe braucht, führt zu den Falls of Shin, wo man in der Saison Lachse springen sieht. Über dem Wasserfall gibt es ein Restaurant.

Cape Wrath

Sturmumtostes Kap im äußersten Nordwesten

„Wrath“, das altenglische Wort für „Zorn“, ist eine treffende Bezeichnung für das sturmumtoste Kap im äußersten Nordwesten des britischen Festlandes. Mangels Straßenanschluss kann die Landspitze nur zu Fuß oder in der Kombination mit einer Fußgängerfähre und einem Pendel-Minibus erreicht werden. Die Aussicht vom Leuchtturm auf den gewaltigen Klippen ist atemberaubend: Bei gutem Wetter kann man die Orkney-Inseln im Nordosten und die Hebriden im Westen sehen.

Corrieshalloch Gorge

Dramatische Schlucht mit Wasserfall und Brücke

Wenige Kilometer vor seiner Mündung bei Ullapool fließt der Abhainn Droma durch eine tiefe Schlucht, die er unmöglich selbst gegraben hat. Es waren die Gletscher der Eiszeit, die die Corrieshalloch Gorge ausgehobelt haben. Heute wachsen Farne auf dem Talboden, ein Wasserfall senkrecht stürzt dramatisch in die Tiefe. Davor hängt eine schwankende Brücke, die sich für spektakuläre Fotos eignet.

Delfinsafari auf dem Moray Firth

Von Cromarty zu den Bottlenose Dolphins

Vor dem Moray Firth existiert eine Kolonie von Bottlenose Dolphins – zu deutsch: Tümmler. Seit 2004 gibt es ein kleines Unternehmen, das Gäste im Schnellboot dorthin fährt. Der Ausflug dauert etwa zwei Stunden und beginnt im malerischen Städtchen Cromarty.

Näheres und Buchung unter:

Nähere Informationen:
www.ecoventures.co.uk

Dunrobin Castle

Märchenschloss über dem Meer

Das Schloss an der Ostküste geht auf einen Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zurück, der noch im Innenhof zu sehen ist. Die Festung ist im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich gewachsen und ist heute das größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands. Heute beheimatet es eine Gemäldesammlung und eine Sammlung skurriler Kuriositäten. Wunderschön ist auch ein Spaziergang durch den großen Park am Meer.

Zur Website:
www.dunrobincastle.co.uk

Easter Ross

Grüne Hügel, mildes Klima

Easter Ross ist der östlichste Teil von Ross-shire, das im Westen bis an den Atlantik reicht und eine Hebrideninsel umfasst. Der Landstrich an der Nordsee wird von den hohen Bergen im Westen abgeschirmt und hat daher ein milderes Klima als die Western Highlands. Die grünen Hügel reichen bis zum Cromart-Fjord, wo man manchmal Delfine sehen kann. Dazwischen finden sich kleine Dörfer und Herrenhäuser.

Eilean Donan Castle

Schauplatz im Film „The Highlander“

Der Stammsitz des Clans der Macrae gehört zu den bekanntesten Burgen Schottlands, wohl auch weil er mehrfach Schauplatz in dem Film „The Highlander“ war. Das Castle liegt romantisch am Loch Duich auf einer kleinen Landzunge, die bei Flut zu einer winzigen Insel wird und dann nur über eine steinerne Fußgängerbrücke zu erreichen ist. Begonnen wurde mit dem Bau um 1220, als die Wikinger das Land unsicher machten. Zerstört wurde die Burg 1719 als Strafe dafür, dass die Jakobiten dort spanischen Söldnern Unterschlupf gewährten. Wiederhergestellt wurde sie erst im 20. Jahrhundert und beherbergt heute ein Museum.

Zur Website:
www.eileandonancastle.com

Insel Handa

Unbewohntes Vogelparadies vor der schottischen Westküste

Das Vogelparadies ist ein lohnender Abstecher. Man wird mit einem kleinen Boot vom Festland hinüber zur Insel gefahren und wandert dort zumeist über Holzstege zu den Brut- und Nistplätzen. An einer Klippe gibt es sogar Papageitaucher zu sehen. Ferngläser kann man gegen eine geringe Gebühr ausleihen.

Die Tour kann man montags bis samstags von 9:30 – 14:00 Uhr machen (Erwachsene 10 GBP, Kinder 5 GBP). Um 14:00 Uhr ist die letzte mögliche Bootsfahrt zur Insel. Man sollte einen halben Tag hierfür einplanen.

Tickets können vor Ort in einem kleinen Holzhäuschen am Wasser gekauft werden.

Loch Assynt

Karge Umgebung und eine weinende Meerjungfrau

Eingebettet in die nahezu baumlosen Hügel der nördlichen Highlands liegt der zehn Kilometer lange Süßwassersee. Im Hintergrund ragen ein paar bizarr geformte Bergspitzen in den Himmel. Die karge Umgebung wirkt bei schlechtem Wetter fast ein wenig bedrohlich – und ist zugleich wildromantisch. Das gilt für das Westende mit Blick auf den Quinag ebenso wie für das Ardvreck Castle, um das sich schaurige Legenden ranken. Eine handelt von der Meerjungfrau Selkie, der Tochter des Schlossherrn MacLeod. Als sie dem Teufel zur Frau versprochen wurde, floh sie in die Höhlen am See, wo sie sich bis zum heutigen Tage versteckt halten soll. Und hat der See Hochwasser, ist dies ein Zeichen, dass die Meerjungfrau wieder viel geweint hat.

Lochalsh Woodland Garden

Ostasiatische Pflanzen im warmen Golfstromklima

Der Park liegt am Ufer des Kyle of Lochalsh und enthält vor allem ostasiatische Pflanzen, die ein britischer Adeliger im 19. Jahrhundert von seinen Weltreisen mitbrachte. Daneben gibt es Pflanzen aus Neuseeland und Tasmanien, die in dem vom Golfstrom beeinflussten feuchtwarmen Klima besonders gut gedeihen. Vom Park aus hat man schöne Blicke übers Meer bis zur Insel Skye.

Enthalten im:
Scottish Heritage Pass

Mehr Info::
www.visitscotland.com

Mallaig

Fischerhafen an der rauen Westküste

Der Fischereihafen im Westen wurde 1840 gegründet und mit der West Highland Railway an das britische Eisenbahnnetz angeschlossen. So konnte der Fisch schnell abtransportiert werden. Die ortsansässigen Fischer sind heute auf den Fang von Garnelen und Hummer spezialisiert. In Mallaig endet außerdem die Road to the Isles, die weitgehend parallel zur Bahnstrecke Fort William–Mallaig verläuft und zu den schönsten Autostraßen Schottlands gehört.

Rogie Falls

Springende Lachse im August und September

Der Wasserfall an der Hauptstraße nach Ullapool lohnt einen Spaziergang oder ein Picknick – besonders im August und September, wenn die Lachse aufwärts schwimmen und in den Fällen springen. Es gibt viele ausgeschilderte Wege mit Sitzgelegenheiten an Aussichtspunkten mit Blick auf den Wasserfall.

Zur Website:
scotland.forestry.gov.uk

Sandwood Bay

Kilometerlange Sandstrände und eine Felsnadel

Die Sandwood Bay mit ihren kilometerlangen Stränden und einer Felsnadel im Meer gehört zu den schönsten Küsten Schottlands, auch weil sie mit dem Auto nicht zugänglich ist. Wer sie erreichen will, geht vom Parkplatz in Blairmore über einen flachen Weg. Vom Baden wird allerdings abgeraten – wegen der starken Strömungen. (4:30 Stunden, 16 Kilometer, auf und ab: 220 Meter)

Strathnaver

Geisterdorf in der Schafsheide

Auf dem Weg an Großbritanniens nördlichster Küste kommt man durch das Geisterdorf Strathnaver. Es wurde vor 200 Jahren zwangsgeräumt, als die Kleinfarmer der lukrativeren Schafszucht weichen mussten. Die meisten Einwohner sind nach Amerika ausgewandert. Ein Museum dokumentiert die außergewöhnliche Geschichte und informiert über den Strathnaver Trail, der zu verschiedenen archäologischen Ausgrabungen führt.

Nähere Informationen:
www.strathnavermuseum.org.uk

Ullapool

Malerischer Fischerort mit wilder Umgebung

Der malerische Fischerort mit rund 1.000 Einwohnern an der Westküste gehört zu Schottlands beliebtesten Ferienzielen. Er liegt am Loch Broom, das Oskar Kokoschka während seiner Ferien in mehreren Aquarellen festgehalten hat. Von hier aus lassen sich schöne Tagesausflüge machen: landeinwärts durch eine bizarre Landschaft bis zum Loch Assynt, in die wilde Bergszenerie südlich zu den Kirkaig Wasserfällen. Wer vor längeren Autofahrten nicht zurückschreckt, kann sogar zum Cape Wrath (altenglisches Wort für „Zorn“) im äußersten Norden des Landes fahren. Südöstlich von Ullapool liegt die herrliche Corrieshalloch Gorge, die von den herabstürzenden Wasserfällen gegraben wurden.

Nähere Informationen:
www.ullapool.com



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