Grampian Mountains

Mehr Hirsche als Menschen: Grampian Mountains

Mehr Hirsche als Menschen: Grampian Mountains

Heide, Moore, schweigende Munroes

Der wichtigste Gebirgszug Schottlands wird im Nordwesten vom Great Glen begrenzt, das sich schnurgerade von Südwesten ndach Nordosten zieht. Moor und Heide prägen die Landschaft, in denen Rotwild und eine große Vogelvielfalt zu Hause ist. Die meisten Munroes, wie man die schottischen Berge über 3000 Fuß nennt, befinden sich in den Grampians, unter anderem der Ben Nevis, der mit 1345 Metern der höchste Berg Großbritanniens ist. Die Grampians sind eines der ältesten Gebirge der Welt. Bevor es den Atlantik gab, waren sie eine Fortsetzung der Appalachen.



Sehenswürdigkeiten Grampian Mountains


Blair Castle

Whisky-Studium am Sitz des Duke of Atholl

Blair Castle liegt nördlich von Blair Atholl in einer typisch schottischen Idylle. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde später Sitz des Duke of Atholl. Auf der Burg sind auch die Atholl Highlanders stationiert, die einzige legale Privatarmee Europas, deren Aufgabe die Verteidigung der Burg und seiner Umgebung ist. Die Burganlage ist täglich für Touristen zur Besichtigung geöffnet. Whisky-Liebhaber wird freuen, dass die Schloss-Destillerie für Besichtigungen und Whisky-Studium offen steht.


Cawdor Castle

Wo König Macbeth zum Mörder wurde

Laut Shakespeare war die Burg mit dem massiven Kampfturm der Tatort, wo Duncan von König Macbeth ermordet wurde. Historiker haben daran aber ihre Zweifel, da das Schloss erst im 14. Jahrhundert gebaut wurde und Duncan in der Schlacht von Elgin gefallen sein soll. Dennoch lohnt der Besuch von Cawdor Castle, das heute im Besitz der Grafen von Campbell ist. Nebenan ist die Royal Brackla Distillery, eine von ganz wenigen „königlichen“ Whisky-Brennereien in Schottland.

Nähere Informationen:
www.cawdorcastle.com


Dunnottar Castle

Wuchtige Burg auf einem Felsen im Meer

Die wuchtige Burg aus dem frühen Mittelalter thront auf einem Felsen im Meer. Während des Bürgerkriegs spielte die Festung eine bedeutende Rolle. 1651 wurde Karl II. mit den schottischen Kronjuwelen (Krone, Schwert und Zepter) im Scone Palace zum König gekrönt. Diese wurden anschließend nach Dunnotar gebracht. Als die Burg schließlich belagert wurde, schmuggelte die Frau des Priesters die Insignien unter ihrem Rock heraus.

Nähere Informationen:
www.dunnottarcastle.co.uk


Glenlivet Distillery

Erste legale Brennerei

Die Brennerei von 1823 war die erste legale in der Gegend, weshalb der Gründer den Unmut der gesamten Gegend auf sich zog. Illegales Brennen von Whisky hatte eine lange Tradition in dieser Gegend. Im Jahr 1880 erwarben die Smiths das Exklusivrecht für den Namen „The Glenlivet“. 1977 wurde die Brennerei an den amerikanischen Alkoholkonzern Seagram verkauft, der 2001 an Pernod Ricard ging. Die Destillerie verfügt über ein Besucherzentrum, Besichtigungen werden kostenfrei angeboten.

Nähere Informationen:
www.theglenlivet.com


Glenturret

Whiskybrennerei mit legendärer Hauskatze

Die Whiskybrennerei bei Crieff am Fluss Turret gilt als die älteste noch produzierende Destillerie Schottlands. Die heutige Single Malt Destillerie stammt zwar erst aus dem Jahre 1775, das das Etikett auch als Gründungsdatum ausweist. Zuvor aber soll hier 60 Jahre lang illegal Whisky gebrannt worden sein. Ein Besucherzentrum kann besichtigt werden. Bekannt ist die Destillerie auch wegen der legendären Hauskatze Towser, die es bis ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte: Sie erreichte ein für Katzen biblisches Alter von fast 24 Jahren und erlegte in dieser Zeit angeblich 28.899 Mäuse. Sie starb im Jahre 1987. 1991 wurde ihr zu Ehren eine Statue neben der Destillerie errichtet.

Nähere Informationen:
www.theglenturret.com


Heathergems Visitor Centre

Kunstgewerbe aus den schottischen Highlands

Etwas Besonderes unter den vielen Schmuckläden bietet Heathergems: Schmuck, in dem Heidekraut aus den schottischen Highlands verarbeitet ist. Ob Dekor für die Wohnung, Ohrringe oder Ketten: die Formen sind originell und folgen teilweise keltischen Vorbildern.

Nähere Informationen:
www.heathergems.com


House of Dun

Herrenhaus am Naturreservat

Das Gut war von 1375 bis 1980 das Zuhause des Kennedy-Erskine Clans. Das heutige Haus wurde vom Architekten William Adam nach französischen Vorbildern entworfen und 1730 fertiggestellt. In einigen Räumen existieren aufwändige Wandverzierungen. House of Dun grenzt an das Montrose Basin Naturreservat, wo Archäologen 9.000 Jahre alte Siedlungsspuren entdeckt haben. 

Enthalten im:
National Trust for Scotland Discover Ticket
Scottish Heritage Pass


Loch Tay

Präshistorische Pfahlbauten an malerischem Süßwassersee

Der 23 Kilometer lange Süßwassersee gehört zu den schönsten in Schottland. Er hat die typische langgestreckte Form eines Eiszeitsees. Am Nordufer führt die Hauptstraße entlang, während das Südufer von einer einspurigen Straße erschlossen wird. Wer eine Rundfahrt um den See machen will, kann in Kenmore das Crannog Centre besuchen, wo Rekonstruktionen von prähistorischen Pfahlbauten im See stehen.


Lossiemouth

Sand- und Steinstrand an der Flussmündung

Östlich des Ortes erstreckt sich bis zur Mündung des Spye-Rivers ein schöner Sand- und Steinstrand. Wer sich dort vom Wind durchpusten lässt, kann hinterher im Lighthouse Inn am Yachthafen von Lossiemouth eine deftige Cullen Skink essen, wie typisch schottische Suppe aus Räucherfisch und Kartoffeln genannt wird.

Nähere Informationen:
www.lossiemouth.org


Montrose und Umgebung

Bizarre Klippen und ein langer Sandstrand

Bizarre Klippen und ein langer Sandstrand verleihen dem Städtchen zwischen Aberdeen und Dundee einen besonderen Reiz. 6 km landeinwärts steht das House of Dun von 1730. Weiter südwestlich liegt Arbroath rund um seine einst bedeutende Benediktinerabtei. Die Küstenstadt ist bekannt für ihre geräucherten Schellfische, die Arbroath Smokies. Bei Forfair liegt Glamis Castle, ein Musterexemplar schottischer Burgenromantik. Hier soll um 1050 König Macbeth gelebt und den Mord an König Duncan verübt haben.


Pitlochry

Nettes Städtchen im geografischen Mittelpunkt Schottlands

Der 2.600-Einwohner-Ort am River Tummel ist der geographische Mittelpunkt Schottlands. Der Ort lohnt einen Besuch wegen des netten Stadtbildes, der sanften Umgebung und der Schlösser rings umher, allen voran Blair Castle. Auch Whisky-Kenner kommen auf ihre Kosten. An der Staustufe am Loch Fascally ist eine Lachstreppe mit Unterwasser-Beobachtungsstation eingebaut, wo man Tausende von Lachsen beobachten kann.

Nähere Informationen:
www.pitlochry.org


Pluscarden Abbey

Benediktinerkloster im Tal der Blackburn

Im abgelegenen Tal der Blackburn liegt ein Kloster, das 1230 vom schottischen König gegründet wurde und 200 Jahre später zum Benediktiner-Orden kam. Mit der schottischen Reformation im 16. Jahrhundert hatte es seine besten Tage hinter sich, wurde verlassen und war im 17. Jahrhundert nur noch eine Ruine. 1948 wurde Pluscarden zu neuem Leben erweckt, als Benediktiner aus dem italienischen Montecassino – von der spirituellen Kraft des Ortes im Norden der Grampian Mountains überwältigt, das Kloster wiederbelebten. Die Gebäude wurden restauriert und erstrahlen heute wider in altem Glanz.

Zur Website:
www.pluscardenabbey.org


Whiskybrennerei Blair Atholl

Denkmalgeschützte Destillerie

Die Brennerei von 1798 steht heute unter Denkmalschutz. Dennoch wird dort noch Whisky produziert und im Visitor Centre direkt verkauft. Destilliert wird in zwei wash stills (je 13.000 l) und zwei spirit stills (je 11.500 l), die durch Dampf erhitzt werden.




Weitere Sehenswürdigkeiten Grampian Mountains




Reisebeispiele Grampian Mountains

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