Grampian Mountains

Mehr Hirsche als Menschen: Grampian Mountains

Mehr Hirsche als Menschen: Grampian Mountains

Heide, Moore, schweigende Munroes

Der wichtigste Gebirgszug Schottlands wird im Nordwesten vom Great Glen begrenzt, das sich schnurgerade von Südwesten ndach Nordosten zieht. Moor und Heide prägen die Landschaft, in denen Rotwild und eine große Vogelvielfalt zu Hause ist. Die meisten Munroes, wie man die schottischen Berge über 3000 Fuß nennt, befinden sich in den Grampians, unter anderem der Ben Nevis, der mit 1345 Metern der höchste Berg Großbritanniens ist. Die Grampians sind eines der ältesten Gebirge der Welt. Bevor es den Atlantik gab, waren sie eine Fortsetzung der Appalachen.



Sehenswürdigkeiten Grampian Mountains


Ben Lawers

Seltene Pflanzen am höchsten Berg Südschottlands

Im südlichen Schottland gibt es keinen höheren Berg als den Ben Lawers mit 1.214 Metern. Er gehört zu den legendären Munros, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt. Berühmt ist das Massiv aber auch wegen seiner seltenen Pflanzen, die nach der letzten Eiszeit überall in Europa zu finden waren und hier einen Rückzugsraum gefunden haben. Wer diese Wanderung als Rundweg machen möchte, kann vom Gipfel aus zum Wanderparkplatz zurückgehen. (6 Stunden, 14,7 Kilometer, auf: 920 Meter, ab: 1360 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Blair Castle

Whisky-Studium am Sitz des Duke of Atholl

Blair Castle liegt nördlich von Blair Atholl in einer typisch schottischen Idylle. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde später Sitz des Duke of Atholl. Auf der Burg sind auch die Atholl Highlanders stationiert, die einzige legale Privatarmee Europas, deren Aufgabe die Verteidigung der Burg und seiner Umgebung ist. Die Burganlage ist täglich für Touristen zur Besichtigung geöffnet. Whisky-Liebhaber wird freuen, dass die Schloss-Destillerie für Besichtigungen und Whisky-Studium offen steht.


Cawdor Castle

Wo König Macbeth zum Mörder wurde

Laut Shakespeare war die Burg mit dem massiven Kampfturm der Tatort, wo Duncan von König Macbeth ermordet wurde. Historiker haben daran aber ihre Zweifel, da das Schloss erst im 14. Jahrhundert gebaut wurde und Duncan in der Schlacht von Elgin gefallen sein soll. Dennoch lohnt der Besuch von Cawdor Castle, das heute im Besitz der Grafen von Campbell ist. Nebenan ist die Royal Brackla Distillery, eine von ganz wenigen „königlichen“ Whisky-Brennereien in Schottland.

Nähere Informationen:
www.cawdorcastle.com


Culloden

Blutbad und Ende eines schottischen Traums

In den Sümpfen von Culloden ging am 16. April 1746 der Traum der Highlander von der Herrschaft über Großbritannien zu Ende. Die Schlacht von Culloden ist ein Wendepunkt in der Geschichte Schottlands. Sie beendete nicht nur den letzten Versuch der Stuarts, ihren Anspruch auf den Thron durchzusetzen, sondern leitete zugleich den Untergang der traditionellen schottischen Kultur und der machtvollen Sonderposition der Clanchefs ein und besiegelte die Eingliederung des vordem selbstständigen Landes in ein englisch dominiertes Großbritannien. Heute erinnern nur noch ein einsamer Turm und ein Museum an das Blutbad.

Enthalten im:
Scottish Heritage Pass (Culloden Battlefield)

Zur Website:
www.nts.org.uk


Dallas-Dhu-Distillery

Whiskymuseum in alter Brennerei

Die ehemalige Whiskybrennerei bei Forres ist heute in Museum in denkmalgeschützten Gebäuden. Der Name Dallas stammt vom gälischen Wort für Tal und Wasser ab, Dhu bedeutet schwarz. Es gibt kein Besucherzentrum, doch „Historic Scotland“ hat die Brennerei sehr schön restauriert und das alte Lagerhaus ist heute ein Museum, das die Geschichte des Speyside-Whiskys in Schottland erzählt. Als Teil des Museums gibt es einen Rundgang durch den kompletten Brenn- und Reifeprozess. Das Gelände ist das ganze Jahr über geöffnet. 

Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass

Zur Website:
www.dallasdhu.com


Drummond Castle

Romantische Aussichtsburg mit 400 Jahre altem Garten

Auf dem Gask Ridge, einem weithin sichtbaren Felsgrat, errichtete der Drummond-Clan im 15. Jahrhundert einen gedrungenen Wohnturm zu Verteidigungs- und Beobachtungszwecken. 200 Jahre später, als die Zeiten weniger kriegerisch waren und der Clan zu Reichtum und Würden gelangt war, kamen ein vornehmes Landhaus und ein terrassierter Garten hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde das Anwesen dem viktorianischen Geschmack entsprechend pseudo-mittelalterlich restauriert. Sehenswert ist die Burg aber vor allem wegen ihrer 400 Jahre alten Gärten, die Historic Scotland als „bestes Beispiel für formelle Terrassengärten in Schottland“ beschreibt.


Dunnottar Castle

Wuchtige Burg auf einem Felsen im Meer

Die wuchtige Burg aus dem frühen Mittelalter thront auf einem Felsen im Meer. Während des Bürgerkriegs spielte die Festung eine bedeutende Rolle. 1651 wurde Karl II. mit den schottischen Kronjuwelen (Krone, Schwert und Zepter) im Scone Palace zum König gekrönt. Diese wurden anschließend nach Dunnotar gebracht. Als die Burg schließlich belagert wurde, schmuggelte die Frau des Priesters die Insignien unter ihrem Rock heraus.

Nähere Informationen:
www.dunnottarcastle.co.uk


Glamis Castle

Sagenumwobenes Spukschloss

Das Schloss, das auf der Zehn-Pfund-Note der Royal Bank of Scotland abgebildet ist, liegt zwischen den sanften Hügeln von Angus nahe der Nordsee. Queen Mum hat ihre Kindheit in dem düsteren Anwesen verbracht, um das sich dunkle Sagen ranken. So soll das Monster of Glamis, ein deformiertes Kind, in einer Schlosskammer nach seinem Tod eingemauert worden sein. In der Kapelle gibt es einen Platz, der niemals besetzt werden darf, da er für die „Graue Lady“ bestimmt ist, die als Geist das Schloss regelmäßig heimsucht. Andere raunen, dass ein verstorbener Graf mit dem Teufel um seine Seele würfelte. Noch heute vernimmt man hin und wieder das Klappern der Würfel. Glamis Castle, das dem Earl of Strathmore gehört, und seine über 5000 Hektar großen Außenanlagen sind der Öffentlichkeit zugänglich.

Nähere Informationen:
www.glamis-castle.co.uk


Glencoe

Wandern über dem „Tal der Tränen“

Das „Tal der Tränen“ hat eine blutige Geschichte: 1691 begnadigte der englische König Wilhelm III. alle Highland-Clans, die gegen ihn gekämpft hatten. Bedingung war allerdings, dass sie ihm die Treue schwören mussten. Wer sich weigerte, dem drohte die Todesstrafe. Nachdem der Clan MacDonald nur widerwillig zugestimmt hatte, ging sein Chef irrtümlich nach Inverlochy und erreichte er Inveraray erst nach Ablauf der Frist. Somit wurde dem ganzen Clan die Begnadigung verwehrt. Die königlichen Soldaten richteten das Massaker von Glencoe an, bei dem die Talbewohner ums Leben kamen. Heute beginnt dort einer der schönsten Wanderwege Schottlands. (10 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 1.070 Meter)

Enthalten im:
Scottish Heritage Pass (Glencoe Visitor Centre)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Glenlivet Distillery

Erste legale Brennerei

Die Brennerei von 1823 war die erste legale in der Gegend, weshalb der Gründer den Unmut der gesamten Gegend auf sich zog. Illegales Brennen von Whisky hatte eine lange Tradition in dieser Gegend. Im Jahr 1880 erwarben die Smiths das Exklusivrecht für den Namen „The Glenlivet“. 1977 wurde die Brennerei an den amerikanischen Alkoholkonzern Seagram verkauft, der 2001 an Pernod Ricard ging. Die Destillerie verfügt über ein Besucherzentrum, Besichtigungen werden kostenfrei angeboten.

Nähere Informationen:
www.theglenlivet.com


Glenturret

Whiskybrennerei mit legendärer Hauskatze

Die Whiskybrennerei bei Crieff am Fluss Turret gilt als die älteste noch produzierende Destillerie Schottlands. Die heutige Single Malt Destillerie stammt zwar erst aus dem Jahre 1775, das das Etikett auch als Gründungsdatum ausweist. Zuvor aber soll hier 60 Jahre lang illegal Whisky gebrannt worden sein. Ein Besucherzentrum kann besichtigt werden. Bekannt ist die Destillerie auch wegen der legendären Hauskatze Towser, die es bis ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte: Sie erreichte ein für Katzen biblisches Alter von fast 24 Jahren und erlegte in dieser Zeit angeblich 28.899 Mäuse. Sie starb im Jahre 1987. 1991 wurde ihr zu Ehren eine Statue neben der Destillerie errichtet.

Nähere Informationen:
www.theglenturret.com


Heathergems Visitor Centre

Kunstgewerbe aus den schottischen Highlands

Etwas Besonderes unter den vielen Schmuckläden bietet Heathergems: Schmuck, in dem Heidekraut aus den schottischen Highlands verarbeitet ist. Ob Dekor für die Wohnung, Ohrringe oder Ketten: die Formen sind originell und folgen teilweise keltischen Vorbildern.

Nähere Informationen:
www.heathergems.com


House of Dun

Herrenhaus am Naturreservat

Das Gut war von 1375 bis 1980 das Zuhause des Kennedy-Erskine Clans. Das heutige Haus wurde vom Architekten William Adam nach französischen Vorbildern entworfen und 1730 fertiggestellt. In einigen Räumen existieren aufwändige Wandverzierungen. House of Dun grenzt an das Montrose Basin Naturreservat, wo Archäologen 9.000 Jahre alte Siedlungsspuren entdeckt haben. 

Enthalten im:
National Trust for Scotland Discover Ticket
Scottish Heritage Pass


Loch Katrine

Ausflugsboote auf dem Eiszeitsee

Der aufgestaute Süßwassersee bei Stirling hat die langgezogene Form eines Eiszeitsees. Das 13 Kilometer lange, aber nur einen Kilometer breite Gewässer ist das primäre Wasserreservoir des Großraums Glasgow. Benzin- bzw. dieselbetriebene Schiffe sind auf dem Gewässer nicht erlaubt, um eine Verschmutzung des Trinkwassers zu vermeiden. Das Schiff SS Sir Walter Scott bietet seit 1899 Touristen-Ausflüge über den See an. Heute ist es allerdings auf Biodiesel umgerüstet. Sir Walter Scott widmete Loch Katrine das Gedicht The Lady of the Lake, das von Gioachino Rossini zu der Oper La Donna del Lago umgearbeitet wurde.


Loch Tay

Präshistorische Pfahlbauten an malerischem Süßwassersee

Der 23 Kilometer lange Süßwassersee gehört zu den schönsten in Schottland. Er hat die typische langgestreckte Form eines Eiszeitsees. Am Nordufer führt die Hauptstraße entlang, während das Südufer von einer einspurigen Straße erschlossen wird. Wer eine Rundfahrt um den See machen will, kann in Kenmore das Crannog Centre besuchen, wo Rekonstruktionen von prähistorischen Pfahlbauten im See stehen.


Lossiemouth

Sand- und Steinstrand an der Flussmündung

Östlich des Ortes erstreckt sich bis zur Mündung des Spye-Rivers ein schöner Sand- und Steinstrand. Wer sich dort vom Wind durchpusten lässt, kann hinterher im Lighthouse Inn am Yachthafen von Lossiemouth eine deftige Cullen Skink essen, wie typisch schottische Suppe aus Räucherfisch und Kartoffeln genannt wird.

Nähere Informationen:
www.lossiemouth.org


Malt Whisky Trail

Themenstraße zwischen Cairngorms und Moray Firth

Wer wegen des Whisky-Studiums nach Schottland reist, kommt an dieser Themenstraße nicht vorbei. Sie führt durch Speyside, der bedeutendsten aller fünf Whiskyregionen in Schottland. Mehr als die Hälfte aller schottischen Brennereien liegen in dieser Region zwischen Cairngorms und dem Moray Firth. Insgesamt liegen sieben aktive Whiskybrennereien, eine historische Brennerei und eine Küferei auf der Strecke – dazu  großartige, weite Landschaften und zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser.

Route:
goo.gl


Montrose und Umgebung

Bizarre Klippen und ein langer Sandstrand

Bizarre Klippen und ein langer Sandstrand verleihen dem Städtchen zwischen Aberdeen und Dundee einen besonderen Reiz. 6 km landeinwärts steht das House of Dun von 1730. Weiter südwestlich liegt Arbroath rund um seine einst bedeutende Benediktinerabtei. Die Küstenstadt ist bekannt für ihre geräucherten Schellfische, die Arbroath Smokies. Bei Forfair liegt Glamis Castle, ein Musterexemplar schottischer Burgenromantik. Hier soll um 1050 König Macbeth gelebt und den Mord an König Duncan verübt haben.


Pitlochry

Nettes Städtchen im geografischen Mittelpunkt Schottlands

Der 2.600-Einwohner-Ort am River Tummel ist der geographische Mittelpunkt Schottlands. Der Ort lohnt einen Besuch wegen des netten Stadtbildes, der sanften Umgebung und der Schlösser rings umher, allen voran Blair Castle. Auch Whisky-Kenner kommen auf ihre Kosten. An der Staustufe am Loch Fascally ist eine Lachstreppe mit Unterwasser-Beobachtungsstation eingebaut, wo man Tausende von Lachsen beobachten kann.

Nähere Informationen:
www.pitlochry.org


Pluscarden Abbey

Benediktinerkloster im Tal der Blackburn

Im abgelegenen Tal der Blackburn liegt ein Kloster, das 1230 vom schottischen König gegründet wurde und 200 Jahre später zum Benediktiner-Orden kam. Mit der schottischen Reformation im 16. Jahrhundert hatte es seine besten Tage hinter sich, wurde verlassen und war im 17. Jahrhundert nur noch eine Ruine. 1948 wurde Pluscarden zu neuem Leben erweckt, als Benediktiner aus dem italienischen Montecassino – von der spirituellen Kraft des Ortes im Norden der Grampian Mountains überwältigt, das Kloster wiederbelebten. Die Gebäude wurden restauriert und erstrahlen heute wider in altem Glanz.

Zur Website:
www.pluscardenabbey.org


Stonehaven

Küstenwanderung zum Dunnottar Castle

Die Wanderung führt von dem idyllischen Hafenstädtchen Stonehaven über eine spektakuläre Küstenlanschaft zu einem der schönsten Orte in Aberdeenshire. Hinter Stonehaven geht es steil bergauf. Oben wird man mit einem atemberaubenden Blick übers Meer belohnt. In der Ferne winkt bereits Dunnottar Castle, dem wir uns über die Klippen und ohne weitere Anstiege nähern. Nach einer Besichtigung der zwölf  Ruinen von Dunnottar Castle geht es auf gleichem Weg wieder zurück. (Hin und zurück: 4,8 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 166 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


The House of Bruar

Schottische Spezialitäten, Delikatessen und Mitbringsel

Schottlands prestigesträchtigstes Kaufhaus steht weder in Glasgow noch in Edinburg, sondern auf dem Land an der A9. Zu kaufen gibt es in der schönen Markthalle vor allem schottische Spezialitäten, natürlich Whisky und ausgefallene Lebensmittel, aber auch Kleidung, Deko fürs Haus, Freizeitartkel, Taschen und viele Mitbringsel. Nach dem Shopping kann man Mittag essen oder einen Kaffee trinken.


Whiskybrennerei Blair Atholl

Denkmalgeschützte Destillerie

Die Brennerei von 1798 steht heute unter Denkmalschutz. Dennoch wird dort noch Whisky produziert und im Visitor Centre direkt verkauft. Destilliert wird in zwei wash stills (je 13.000 l) und zwei spirit stills (je 11.500 l), die durch Dampf erhitzt werden.




Weitere Sehenswürdigkeiten Grampian Mountains




Reisebeispiele Grampian Mountains

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