Hebriden

Blick von Skye auf die Äußeren Hebriden

Blick von Skye auf die Äußeren Hebriden

Sturmumtoste Inselwelt am Rande Europas

Westlich von Schottland trotzt eine Inselgruppe den Stürmen des Atlantiks: Die Hebriden gehören zu den ursprünglichsten und abgelegensten Landschaften Europas. Ganz im Westen liegen die Äußeren Hebriden, die trotz ihrer Größe fast unbewohnt sind. Auf Lewis und Harris teilen sich acht Bewohner einen Quadratkilometer. Sie leben vom Fisch- und Krabbenfang oder züchten Schafe. Landschaftlich sind sie von grasbewachsenen Hügeln und Torfmooren geprägt. Lange Sandstrände laden zu endlosen Spaziergängen ein. Die abwechslungsreicheren Inneren Hebriden ähneln landschaftlich den benachbarten Highlands. Trotz ihrer extremen Randlage blicken sie auf eine ehrwürdige Geschichte zurück. Iona, eine der kleinsten Inseln, gilt mit seinem Kloster als die Wiege des keltischen Christentums.



Sehenswürdigkeiten Hebriden


Isle of Colonsay

Get away from it all

Colonsay (schottisch-gälisch: Colbhasa) gehört zu den Inneren Hebriden. Obwohl das kleine Eiland seit 7000 Jahren besiedelt ist, leben dort heute weniger als hundert Menschen, die ausnahmslos freundlich sind und rund um den Fährhafen in Scalasaig wohnen. Wer Shops und Nachtleben sucht, sollte besser woanders hinfahren. Für Wanderer, Radfahrer, Botaniker und Fotografen hingegen ist die Insel am Ende der Welt ein Paradies.


Uist

Muscheln, Robben, Wasservögel

Die südliche Insel der äußeren Hebriden ist landschaftlich erstaunlich vielseitig. An der Westküste ziehen sich über 30 Kilometer Sandstrand, wo aufmerksame Strandwanderer Muscheln und ein reichhaltiges maritimes Leben finden, während sie von Robben vor der Küste beobachtet werden. Zur Blumenblüte im Frühling werden die Hügel bunt und im Herbst, wenn die Heide blüht, violett. Besonders für Ornithologen ist die Insel interessant. Von den 286 verschiedenen Arten sind einige anderswo vom Aussterben bedroht. Der Wanderweg auf den Ben Mor, den mit 620 Metern höchsten Berg der Insel, gehört zu den sogenannten Scotland's Top Ten Wild Walks.


Insel Eigg

Singender Sand und eine Klosterruine

Mit neun Kilometern Länge und weniger als 80 Bewohnern gehört Eigg zu den kleinen Inseln der Inneren Hebriden. Der Quarz-Strand im Norden macht Geräusche, wenn man über den Sand geht und heißt deswegen „Singing Sand“. Wer von der Anlegestelle im Süden dorthin geht, kommt an Kildonan vorbei, einer mittelalterlichen Klosterruine. (16 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 400 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8196428


Kinloch Castle

Schottlands Antwort auf Neuschwanstein

Das spätviktorianische Jagdschlösschen wurde auf der Isle of Rùm errichtet, nachdem die gesamte Inselbevölkerung zwangsevakuiert und durch eine Hirschpopulation ersetzt wurde. Trotz der etwas uninspirierten Architektur gilt es als die schottische Antwort auf Neuschwanstein, was an der opulenten Innenausstattung liegt. Wer sich ein wenig die Beine vertreten will, kann auf die beiden Berge zugehen, die einstmals Vulkane waren. (hin und zurück: 3 Stunden, 7,3 Kilometer, auf und ab: 420 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8214215




Weitere Sehenswürdigkeiten Hebriden

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