Hebriden

Blick von Skye auf die Äußeren Hebriden

Blick von Skye auf die Äußeren Hebriden

Sturmumtoste Inselwelt am Rande Europas

Westlich von Schottland trotzt eine Inselgruppe den Stürmen des Atlantiks: Die Hebriden gehören zu den ursprünglichsten und abgelegensten Landschaften Europas. Ganz im Westen liegen die Äußeren Hebriden, die trotz ihrer Größe fast unbewohnt sind. Auf Lewis und Harris teilen sich acht Bewohner einen Quadratkilometer. Sie leben vom Fisch- und Krabbenfang oder züchten Schafe. Landschaftlich sind sie von grasbewachsenen Hügeln und Torfmooren geprägt. Lange Sandstrände laden zu endlosen Spaziergängen ein. Die abwechslungsreicheren Inneren Hebriden ähneln landschaftlich den benachbarten Highlands. Trotz ihrer extremen Randlage blicken sie auf eine ehrwürdige Geschichte zurück. Iona, eine der kleinsten Inseln, gilt mit seinem Kloster als die Wiege des keltischen Christentums.



Großbritannien Rundreisen Hebriden

Noch nicht das Passende gefunden?
Individuelles Angebot anfordern


Sehenswürdigkeiten Hebriden

American Monument

Denkmal über spektakulären Klippen

Die Halbinsel Oa im Westen der Insel Islay war Mitte des 19. Jahrhundert noch dicht bevölkert. Dann jedoch mussten die Dörfler den Schafen weichen und eine Auswanderungswelle nach Amerika begann. Heute sind auf Oa vor allem Vögel heimisch. Das American Monument steht spektakulär über den Klippen und erinnert an die amerikanischen Soldaten, die 1918 vor der Küste während eines deutschen U-Boot-Angriffs ums Leben kamen. Vom Parkplatz führt ein Spazierweg zum Denkmal.

Insel Eigg

Singender Sand und eine Klosterruine

Mit neun Kilometern Länge und weniger als 80 Bewohnern gehört Eigg zu den kleinen Inseln der Inneren Hebriden. Der Quarz-Strand im Norden macht Geräusche, wenn man über den Sand geht und heißt deswegen „Singing Sand“. Wer von der Anlegestelle im Süden dorthin geht, kommt an Kildonan vorbei, einer mittelalterlichen Klosterruine. (16 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 400 Meter)

Iona

Druideninsel mit irischer Klosterruine

Die mystische Insel westlich der Isle of Mull hat nur etwa 100 Bewohner und eine Fläche von wenige als neun Quadratkilometern. Dennoch spielt sie in der spirituellen Geschichte Schottlands eine enorme Rolle. Über Jahrhunderte war sie das geistliche Zentrum Schottlands. Zuerst war sie ein Druidenheiligtum; 563 kamen irische Mönche und gründeten ein Kloster, von dem aus sich das keltische Christentum in Schottland und Nordengland verbreitete. Über die „Straße der Toten“ kommt man zu den Überresten der Abtei und Schottlands ältestem christlichen Friedhof, auf dem viele schottische Könige begraben sind. Vom Hügel hinter der Kirche kann man bei gutem Wetter mehr als 30 Inseln sehen. 1829 besuchte der junge Felix Mendelssohn die Insel. Sie inspirierte ihn zu seiner schottischen Sinfonie.

Isle of Colonsay

Get away from it all

Colonsay (schottisch-gälisch: Colbhasa) gehört zu den Inneren Hebriden. Obwohl das kleine Eiland seit 7000 Jahren besiedelt ist, leben dort heute weniger als hundert Menschen, die ausnahmslos freundlich sind und rund um den Fährhafen in Scalasaig wohnen. Wer Shops und Nachtleben sucht, sollte besser woanders hinfahren. Für Wanderer, Radfahrer, Botaniker und Fotografen hingegen ist die Insel am Ende der Welt ein Paradies.

Isle of Islay

Kaum berührte Buchten, Felsriffen und Sandstrände

Die Inseln Islay und Jura im Südwesten von Schottland sind nur durch einen schmalen Sund voneinander getrennt und wirken wie eine Einheit. Von Port Ellen ahnt man bereits die irische Küste. Besonders Islay ist vom Tourismus noch kaum berührt. An den vielen Buchten, Felsriffen und Sandstränden ist man meist allein. Neben zwei verfallenen Castles gibt es ein paar renommierte Whisky-Brennereien.

Kinloch Castle

Schottlands Antwort auf Neuschwanstein

Das spätviktorianische Jagdschlösschen wurde auf der Isle of Rùm errichtet. Trotz der etwas uninspirierten Architektur gilt es als die schottische Antwort auf Neuschwanstein, was an der opulenten Innenausstattung liegt. Wer sich ein wenig die Beine vertreten will, kann auf die beiden Berge zugehen, die einstmals Vulkane waren. (hin und zurück: 3 Stunden, 7,3 Kilometer, auf und ab: 420 Meter)

Machir Bay

Überreste keltischer Siedlungen aus der Eisenzeit

Die Nord- und Südküste der Machir Bay ist in der Regel felsig, am Kopf läuft die Bucht jedoch in einem sandigen Strand aus, der zu den schönsten auf Islay gehört. Entlang der Küstenlinie münden mehrere kleine Bäche ins Meer. Heute ist die Bucht nahezu unbewohnt. Dass dies in der Vergangenheit anders war, belegen die Überreste zweier Duns, wie man die keltischen Siedlungen aus der Eisenzeit nennt. Aus dem 19. Jahrhundert stammen die Ruinen der Kilchoman Church.

Staffa

„Insel der Säulen“

Die unbewohnte Insel, die zu den Treshnish Isles zählt, misst gerade einmal 200 mal 600 Meter. Dennoch hat das kleine Eiland bereits einige berühmte Besucher gelockt, darunter Jules Verne und Felix Mendelssohn Bartholdy. Grund dafür ist die besondere geologische Struktur: erkaltende Lava hat hier vor rund 60 Millionen von Jahren imposante Basaltsäulen wachsen lassen. Die Wellen des Atlantiks haben seitdem ihr Übriges getan und eine Höhle in den Stein gespült, die heute als Fingal’s Cave bekannt ist – benannt nach einem keltischen Sagenheld – und einen nahezu mystischen Anblick bietet.

Mehr Info:
www.staffatrips.co.uk

Uist

Muscheln, Robben, Wasservögel

Die südliche Insel der äußeren Hebriden ist landschaftlich erstaunlich vielseitig. An der Westküste ziehen sich über 30 Kilometer Sandstrand, wo aufmerksame Strandwanderer Muscheln und ein reichhaltiges maritimes Leben finden, während sie von Robben vor der Küste beobachtet werden. Zur Blumenblüte im Frühling werden die Hügel bunt und im Herbst, wenn die Heide blüht, violett. Besonders für Ornithologen ist die Insel interessant. Von den 286 verschiedenen Arten sind einige anderswo vom Aussterben bedroht. Der Wanderweg auf den Ben Mor, den mit 620 Metern höchsten Berg der Insel, gehört zu den sogenannten Scotland's Top Ten Wild Walks.

Zu Fuß auf Iona

Moore, Strände und ein Aussichtsberg

Wer Ionas Spiritualität erfahren möchte, erkundet die Inse am besten zu Fuß. Während die Abtei von vielen besucht wird, ist man auf den Wegen meist allein. Die Wanderung führt über einen Aussichtshügel nach Norden zum Strand und dann der dem Atlantik zugewandten Seite nach Süden. Zwischendurch ist der Weg nur schwer zu erkennen und führt durch Morast. Wasserdichte Schuhe sind erforderlich!



Weitere Sehenswürdigkeiten Hebriden

Ardnamurchan

Abgelegene Halbinsel im äußersten Westen

Die abgelegene und kaum erschlossene Halbinsel liegt im äußersten Westen Schottlands. Der Leuchtturm ist nicht weit vom westlichsten Punkt der britischen Hauptinsel entfernt. Die Landschaft (...)

Harris

Schafe, Wind und Steine

Harris ist der südliche Teil der Hauptinsel Lewis. Die größte Stadt, Tarbert, hat 500 Einwohner und ist zugleich Anlegehafen. Vom höchsten Berg, dem Clisham (800 (...)

Isle of Mull

Windige, weite Hebrideninsel

Die zweitgrößte Insel der Inneren Hebriden ist touristisch noch nicht so erschlossen wie die bekanntere Isle of Skye. Wanderwege führen über die seit 6000 Jahren (...)

Isle of Skye

Höhlen, Glens und Wasserfälle

Die größte Insel der inneren Hebriden bietet auf 80 Kilometern Länge und bis zu 24 Kilometern Breite vor allem ursprüngliche Natur: eine wilde Bergregion mit (...)

Lewis

Unberührtes Nordwestende Europas

Die nördlichste Insel der äußeren Hebriden ist relativ flach und hat im Westen einige herrliche Sandstrände. Neben der unberührten Natur, die man auf den zahlreichen (...)

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Großbritannien Rundreisen anzeigen