Central Lowlands

Schafe und sanfte Hügel: Scotish Lowlands

Schafe und sanfte Hügel: Scotish Lowlands

Industrielles Herz Schottlands

Die Lowlands bilden das Zentrum Schottlands. Sie liegen zwischen den Grampians im Norden und den Southern Uplands im Süden. Im Westen reichen sie bis zum Firth of Clyde, im Osten bis zum Firth of Forth. Der Central Belt ist das industrielle Herz Schottlands. Dort gibt es ausgedehnte landwirtschaftliche Anbauflächen und die dichteste Besiedlung Schottlands. In dieser Region liegen die Städte Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, Dundee, Perth, Stirling und Ayr. Der Kern der Lowlands ist der Central Belt.



Sehenswürdigkeiten Central Lowlands


Bannockburn

Schlimmste Niederlage der englischen Armee

Am 23. und 24. Juni 1314 errang das schottische Heer unter Robert The Bruce im Sumpfland von Bannockburn einen entscheidenden Sieg gegen das erheblich größere englische Heer unter Eduard II. Die Schlacht gilt als eine der schlimmsten Niederlagen, die je eine englische Armee erlitten hat. Tausende von englischen Fußsoldaten wurden auf der Flucht niedergemacht. Der gesamte englische Tross fiel in die Hände der Schotten. Heute erinnert ein hochmodernes Ausstellungszentrum an die Schlacht. Die Scottish National Party organisiert jedes Jahr einen Marsch von Stirling zum Feld von Bannockburn, wo an der Statue von Robert Bruce ein Kranz niedergelegt wird. 

Enthalten im:
National Trust for Scotland Discover Ticket
Scottish Heritage Pass (Bannockburn Heritage Centre)


Callendar House

Geschichtsträchtiges Landschloss bei Falkirk

Die Ursprünge des geschichtsträchtigen  Landschlosses mit zahllosen Kaminen, Türmchen und Erkern liegen im Dunkeln. Bereits im 10. Jahrhundert muss eine hölzerne Festung auf dem Grund gestanden haben. Im 14. Jahrhundert wurde eine neue Burg gebaut und hundert Jahe später um das Tower House erweitert. Maria Stuart war hier zu Gast, ihre Pläne, auf Callendar zu heiraten, wurden allerdings vereitelt. 1651, im englischen Bürgerkrieg wurde die Anlage von Oliver Cromwells Armee gestürmt. Danach hatte sie ihren Sinn als militärische Festung verloren und wurde zu einem repräsentativen Herrenhaus umgebaut, das heute gern als Kulisse für historische Dramen genutzt wird.

Nähere Informationen:
www.visitscotland.com


Culzean Castle

Romantisches Schloss auf der Klippe

Das romantische Schloss an der Küste von South Ayrshire wurde im 18. Jahrhundert für den Earl von Cassillis entworfen. Es thront auf einem steil abfallenden Felsen direkt über Meer, umgeben von einem zwei Hektar großen Schlosspark mit Schwanensee, Abenteuerspielplatz und Waldwegen.
Heute ist eine permanente Ausstellung für William Murdock eingerichtet. Als Anerkennung für Verdienste im Zweiten Weltkrieg wurde dem Präsidenten Dwight D. Eisenhower das oberste Stockwerk auf Lebenszeit zur Verfügung gestellt. Auch über ihn gibt es eine Ausstellung im Castle.

Enthalten im:
National Trust for Scotland Discover Ticket
Scottish Heritage Pass

Mehr Info:
www.celticcastles.com


Doune Castle

Spätmittelalterliche Festung und beliebter Drehort

Die spätmittelalterliche Burg steht auf einem Felssporn über dem River Teith, wo sie zu drei Seiten von steil abfallenden Hängen geschützt ist. Im Hintergrund erheben sich die südschottischen Trossachberge. Wahrscheinlich gab es schon eine Vorgängerburg, bevor der Duke of Albany 1390 die Festung bauen ließ. Im 16. Jahrhundert diente sie den schottischen Monarchen, darunter Mary Stuart, als Sommersitz. Dennoch wurde der Bau nie vollendet, was zu seinem geheimnisumwitterten Aussehen beiträgt. Jedenfalls ist Doune Castle eine beliebte Filmkulisse. Szenen aus der Fernsehserie „Game of Thrones“ und des Films „Ritter der Kokosnuss“ von Monthy Python wurden hier gedreht.

Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass
Scottish Heritage Pass

Zur Website:
www.visitscotland.com


Falkirk Wheel

Riesenrad für Schiffe

Das moderne Schiffshebewerk ist durch seine Konstruktion in der Art eines Riesenrades einmalig auf der Welt. Es wurde 2002 durch Königin Elisabeth eröffnet und ersetzt eine Schleusentreppe von elf Schleusen. Das Falkirk Wheel ist Teil des Millennium Links, der Schottland in West-Ost-Richtung durchquert und so eine Verbindung zwischen den Flüssen Clyde und Forth bildet. Zwei Gondeln sind an einer riesigen Radnabe angebracht. Durch eine halbe Drehung des Rades vertauschen die Fördertröge innerhalb von etwa vier Minuten ihre Position und können so die Narrowboats heben und senken. Das Falkirk Wheel hat einen Durchmesser von über 35 Metern und überwindet damit einen Höhenunterschied von 24 Metern.

Nähere Informationen:
www.falkirk-wheel.com


Firth of Clyde

Meeresarm an der Irischen See

Der Meeresarm an der Westküste von Schottland wird von der Halbinsel Kintyre gebildet, die den Fjord vom Atlantik trennt. Er ist an seinem äußeren Ende rund 42 Kilometer breit. Benannt ist er nach dem Fluss Clyde in den Firth of Clyde mündet. Die Mündung ist drei Kilometer breit. Die Gezeiten sind auf dem Fluss bis ins Stadtzentrum von Glasgow bemerkbar. Vom Ufer aus lassen sich manchmal Seehunde und Robben beobachten. Wale und Delfine kommen selten in den Fjord.


Forth Road Bridge

3 Kilometer lange Hängebrücke

Die Autobahnbrücke über den Firth of Forth wurde als Hängebrücke zwischen 1958 und 1964 erbaut und war damals die größte ihrer Art in Europa. Sie ist gut 2,5 Kilometer lang und besteht aus insgesamt fast 47.000 Tonnen Stahl. Die Drahtseile sind zusammen fast 50.000 Kilometer lang. Seit April 2001 steht die Forth Road Bridge unter Denkmalschutz. Eine neue Brücke ist allerdings in Planung. Die bisherige Brücke soll für Busse, Taxis und Radfahrer befahrbar bleiben. Parallel verläuft die Forth Rail Bridge, eine Stahlbrücke von 1890, die Alfred Hitchcock mit einer Gruselszene in seinem Spionage Thriller, Die neunundreißig Stufen, weltbekannt gemacht hat.

Nähere Informationen:
www.forthroadbridge.org


Hopetoun House

Georgianisches Landschloss und Filmkulisse

Das Schloss in den schottischen Lowlands wurde Anfang des 17. Jahrhunderts für den Earl of Hopetoun gebaut. Bis heute wird das georgianische Landhaus von seinen Nachfahren bewohnt. In der ersten Bauphase entstand der Zentralbau mit repräsentativem Treppenhaus und zahlreichen Deckenmalereien, in der zweiten Bauphase die heutige Fassade, die Kolonnaden die Pavillons im Süden und Norden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Innere des Schlosses umgestaltet. Als innenarchitektonisches Meisterwerk entstand damals der State Dining Room. Das heute Oberhaupt des Hope-Clans, der vierte Marquess of Linithgow, hat sein Domizil für Besucher geöffnet. Teile der Srie „Outlander“ wurden vor Ort gedreht.

Nähere Informationen:
hopetoun.co.uk


Kelpie

Wassergeist in Pferdegestalt

Das Monster von Loch Ness ist nicht das einzige mythologische Wesen Schottlands. In der Nähe von Flüssen des Hochlands kann man auf Kelpies treffen. Sie sehen aus wie große Pferde, sind aber in Wirklichkeit Wassergeister. Manchmal haben sie auch Fischschwänze. Vorsicht: die Kelpies versprechen Reisenden, sie über den Fluss zu tragen. Sitzt man aber erst einmal auf dem Rücken, geht es hinab in die Tiefe, wo man verspeist wird. Rettung kann dann nur ein Schleier bringen, den man dem Kelpie über den Kopf zieht. Gelingt es, muss es einem ein Leben lang zu Diensten sein. Der Glasgower Künstler, Andy Scott, hat den Kelpies 2014 ein kolossales Denkmal gesetzt. Es steht am Forth and Clyde Canal.


Linlithgow Palace

Geburtshaus von Maria Stuart

Die Schlossruine am Ufer von Loch Linlithgow war lange Zeit bevorzugter Wohnsitz der schottischen Könige, weshalb es auch als das Versailles Schottlands gilt. Von allen schottischen Königsschlössern ist Linlithgow das älteste. Jakob V. und Maria Stuart kamen dort zur Welt. Ein Feuer im Jahr 1746 beschädigte den Palast stark und machte ihn zu einer Ruine. Sehenswert ist auch der Park am See.

Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass
Scottish Heritage Pass


New Lanark

Arbeiter-Mustersiedlung des 18. Jahrhundert

Die restaurierte Textilfabriksiedlung aus dem 18. Jahrhundert wurde berühmt, als Robert Owen die Textilfabrik von 1800 bis 1825 leitete. Er ordnete das Leben in der Arbeiter-Mustersiedlung mit Ideen, die seiner Zeit mindestens hundert Jahre voraus waren. Kinderarbeit und Prügelstrafe wurden abgeschafft, und die Dorfbewohner erhielten ordentliche Häuser, Schulen und Abendkurse, kostenlose Gesundheitsfürsorge und Essen zu erschwinglichen Preisen. Die Anlage ist heute Welterbe der UNESCO und für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu besuchen sind die Spinnerei selbst, das Schulgebäude, das Millworker’s House mit Arbeiterwohnungen aus der Zeit um 1820 und 1930, ein Dorfladen, sowie das Wohnhaus von Robert Owen. 

Nähere Informationen:
www.newlanark.org


St. Andrews

Wiege des Golfsports

Das idyllische Städtchen liegt auf einer Halbinsel, die vom Firth of Tay, der Nordsee und dem Firth of Forth umschlossen wird. Die langen Sandstrände laden zu einsamen Wanderungen und Spaziergängen ein – etwa zu dem bizarren Basaltfelsen „Rock and Spindle“ zwei Meilen südlich von St. Andrews. Die Stadt gilt als die Wiege des Golfsports. Die Mitglieder des 1754 gegründeten Clubs legen bis heute international die Golf-Spielregeln fest. Tatsächlich ist dieser Sport in St. Andrews viel älter. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde 1457, als James II. von Schottland das Spiel verbot, weil es vom Kirchgang ablenke. Solches und ähnliche Skurilitäten erfährt man im British Golf Museum, das auch für Nicht-Golfer sehr spannend ist.


Stirling

Gespensterort im Schatten der Burg

Vor Jahrhunderten war der Ort zwischen Edinburgh und Glasgow einmal die Hauptstadt von Schottland. Die heute noch erhaltene mittelalterliche Altstadt entwickelte sich um die große Burg herum. Bis heute beherrscht Stirling Castle immer noch das Stadtbild. Stirling wird oft als „Tor zum Hochland“ bezeichnet, da hier die flache Hügellandschaft des schottischen Tieflands auf die steilen Hänge des Hochlands trifft. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Stadt von zahllosen Geistern heimgesucht wird. Am bekanntesten sind die „Green Lady“, die im Schloss mehrfach gesehen wurde, und ein geheimnisvoller Soldat.. Doch nirgendwo erscheinen so viele Geister wie in der Gaststätte „Settle Inn“.

Enhalten im:
Historic Scotland Explorer Pass 




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