Midlands

Am Beginn der Industrialisierung: Oxford Canal

Am Beginn der Industrialisierung: Oxford Canal

Vom Black Country zur Metropolitan Area

Die Midlands im zentralen Teil Englands entsprechen etwa dem mittelenglischen Tiefland. Sie werden auch Black Country genannt, weil sie das Zentrum der Kohleförderung waren. Ihr urbanes Zentrum ist die Agglomeration von Birmingham, Wolverhampton und Coventry mit mehreren Millionen Einwohnern. Mit der Fertigstellung des Oxford Kanals 1790 begann der Aufstieg der Midlands, als aus dem Wasserweg Waren bis nach London transportiert werden konnten.



Sehenswürdigkeiten Midlands


Birmingham

Zentrum der industriellen Revolution

Die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs zählt knapp über 1,1 Millionen Einwohner; im Ballungsraum leben rund 2,6 Millionen Menschen. Birmingham war das Zentrum der industriellen Revolution, die bereits im 15. Jahrhundert mit der Waffenproduktion begann. Gut ausgebildete Arbeitskräfte und die Nähe zu Kohlevorkommen hatten zur Folge, dass die Stadt rasch wuchs. Um 1800 wurde ein verzweigtes Netz von Narrowboat-Kanälen gebaut; in den 1830er Jahren kamen Eisenbahnlinien nach Manchaster und London hinzu. Der Hauptbahnhof New Street ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Großbritanniens. Sehenswürdigkeiten hat „Brum“, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, nicht viele – dafür aber nach London die besten Einkaufsmöglichkeiten des Landes.


Chester

Entzückende Altstadt in Nordwales

Die Stadt im nordwalisischen Flachland besitzt eine entzückende Altstadt aus dem 14. Jahrhundert, die noch von den historischen Rinngmauern umgeben ist. Viele gut erhaltene Fachwerkhäuser und vor allem die Rows, zweistöckige Ladenpassagen aus der Blütezeit der Stadt, machen sie bis heute zu einer der sehenswertesten unter den Städten Englands. Englands frühe Geschichte von der Römerzeit über die Wikinger, Skoten und Angelsachsen ist hier besonders lebendig. Daneben ist Chester auch für den gleichnamigen Käse bekannt, der im Umland produziert wird.


Coventry Cathedral

Moderne Kirche neben Bombenruine

Die Kathedrale St. Michael's aus dem 14. Jahrhundert wurde am 14. November 1940 von deutschen Bombern zerstört. Es blieben nur noch der große Turm und einige Außenmauern übrig. Bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Luftangriff ließ Richard Howard, der damalige Propst von Coventry, aus zwei der verbrannten Dachbalken der Ruine ein einfaches Holzkreuz anfertigen. Dieses Holzkreuz steht heute im Altarraum der Ruine der alten Kathedrale. Die neue Kathedrale wurde neben der alten errichtet. Beide Gebäude bilden heute eine der eindrucksvollsten Kirchen des 20. Jahrhunderts.

Nähere Informationen:
www.coventrycathedral.org.uk


Lincoln

Spuren aus 2000-jähriger Geschichte

Die Hauptstadt der Grafschaft Lincoln blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück. Das Gelände war bereits besiedelt, als die Römer Lindum Colonia als Veteranenstadt gründeten. Die Normannen bauten hier 1068 unter William the Conqueror das mächtige Lincoln Castle. Im Mittelalter brachten Woll- und Tuchhandel Wohlstand und Wachstum. Die Stadt wird überragt von der gewaltigen gotischen Kathedrale, die einst das höchste Kirchenbauwerk der Welt war. In der historischen Altstadt stehen noch ein römischer Torbogen, eine Windmühle, die mittelalterlichen Markthallen und einige Bürgerhäuser aus der Normannennzeit.


Shrewsbury

Historische Stadt im Schatten einer Normannenburg

Das historische Stadtzentrum liegt auf einem Hügel an einer Schleife des Flusses Severn. Die schmalen Gassen und Hausdurchgänge werden von 660 denkmalgeschützten Häusern gesäumt. Der Quarry Park, ein 120 Hektar großer Park mitten in der Stadt, erinnert daran, dass im Mittelalter hier ein großer Steinbruch war. Auf einer Erhebung über der Stadt wacht Shrewsbury Castle, das aus der Normannenzeit stammt und sein heutiges Erscheinungsbild im 13. Jahrhundert erhielt. 

Zur Website:
www.visitshrewsbury.co.uk


Tintern Abbey

Malerische Ruine an Flussschleife

Im anmutigen Hügelland zwischen England und Wales liegt eine der schönsten Ruinen der britischen Inseln: die Tintern Abbey am Westufer der mäandrierenden Wye. Die Abtei wurde 1131 von Zisterziensern gegründet. Nach der Auflösung des Ordens unter Heinrich VIII. verfiel die Abtei zusehends. Ihre pittoresken Überreste haben berühmte Landschaftsmaler inspiriert, u.a. William Turner. In der Umgebung liegt Caerwent, die bedeutendste und am besten erhaltene römische Stadt in Wales.


Wye Valley Walk

Durch eine Schlucht zur Druidengrotte

Ein schönes Teilstück des Wye Valley Walk führt von Tintern auf schmalen, teils steilen Pfaden durch das schluchtartige Wye-Tal. Schönster Punkt der Wanderung ist eine Grotte im Piercefield Estate, die auch als Druidentempel bezeichnet wird.  Auf den 365 steps steigt man dann zum Parkplatz Lowe Wyndcliff an der A466 hinab. Der Wanderweg führt weiter durch das Wye-Tal bis nach Chepstow.

Nähere Informationen:
www.wyevalleywalk.org




Reisebeispiele Midlands

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