Isle of Mull

Destillerien, bunte Häuser: Tobermory auf der Insel Mull

Destillerien, bunte Häuser: Tobermory auf der Insel Mull

Windige, weite Hebrideninsel

Die zweitgrößte Insel der Inneren Hebriden ist touristisch noch nicht so erschlossen wie die bekanntere Isle of Skye. Wanderwege führen über die seit 6000 Jahren besiedelte Insel und zum höchsten Berg, dem Ben More mit 966 Metern. Hauptstadt ist Tobermory im Norden mit knapp tausend Einwohnern und ein paar hübschen Häuserzeilen am Hafen. Ein Muss für Whisky-Freunde ist die Tobermory Destillery von 1798. Sehr empfehlenswert ist auch ein Bootsausflug über die unbewohnte Insel Staffa nach Iona mit seinem Kloster, das auf den irischen Mönch St. Columba im 6. Jahrhundert zurückgeht.



Sehenswürdigkeiten Isle of Mull


Ben More

Phantastisches Gipfelpanorama an klaren Tagen

Der „Große Berg“ ist mit 1174 Metern der höchste auf Mull und der einzige Munro auf einer Insel. So werden die schottischen Berge genannt, die über 3000 Fuß hoch sind. Entsprechend großartig ist die Aussicht an klaren Tagen, mit der die Mühen des Wegs belohnt werden. Die Wanderung gilt als eine der schönsten in Schottland. (5 Stunden, 11,4 Kilometer, auf und ab: 960 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Carsaig Arches

Gigantische Felsentore an Mulls Südküste

Die Klippen am Südufer der Isle of Mull bestehen aus hartem Granit. Das weichere Material, auf dem sie lagerten, ist weggespült worden, so dass zwei riesige Tore übriggeblieben sind. Von Carsaig aus führt ein Weg durch die Klippen dorthin, der an manchen Stellen nicht ganz einfach ist. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 90 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Iona

Druideninsel mit irischer Klosterruine

Die kleine Insel westlich der Isle of Mull war über Jahrhunderte das geistliche Zentrum Schottlands. Zuerst war sie ein Druidenheiligtum; 563 kamen irische Mönche und gründeten ein Kloster, von dem aus sich das keltische Christentum in Schottland und Nordengland verbreitete. Über die Straße der Toten kommt man zu Schottlands ältestem christlichen Friedhof, auf dem viele schottische Könige begraben sind. Vom Hügel hinter der Kirche kann man bei gutem Wetter mehr als 30 Inseln sehen.

Enthalten im:
Scottish Heritage Pass (Iona Abbey)


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Motala

Historischer Handelsplatz am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Östergötland liegt am Ostufer des Vättern am Abfluss des Flusses Motala. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2000 gelang ein Überraschungsfund: zuerst eine Pfeilspitze aus Feuerstein, dann der „Phallus von Motala“ und nicht zuletzt die auf Pfähle gespießten Schädel. Das Alter der Fundstücke wird auf 8.000 Jahre geschätzt. Mit dem Bau des Göta-Kanals im 19. Jahrhundert entwickelte sich Motala zu einem bedeutsamen Handelsplatz. Später kam ein Langwellensender hinzu, der heute noch erhalten ist und als technisches Museum dient.


Nationalpark Tiveden

Wölfe und Luchse im „Urwald der Thor“

Schon der Name belegt, wie sehr die wilde Natur zwischen den Seen Vänern und Vättern die Phantasie der Menschen angeregt hat. Tiveden setzt sich zusammen aus dem Namen des Gottes Thor (Ti) und dem Wort für Wald (ved).  Der „Thorwald“ ist felsig und teils noch mit Urwald bewachsen. Einer der bekanntesten Felsformationen ist die Trollkyrka, die „Trollkirche“. Etwa ein Zehntel der Gesamtfläche von knapp 1400 Hektar sind Gewässer. HIrsche und Elche bevölkern den Nationalpark, daneben Marder und Füchse. Manchmal sieht man auch Wölfe oder Luchse. In letzter Zeit haben sich auch viele Vögel angesiedelt, wie Käuze, Auerhähne und Spechte.




Reisebeispiele Isle of Mull

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