Cornwall

Suptropische Gärten: Trengwainton Gardens in Cornwall

Suptropische Gärten: Trengwainton Gardens in Cornwall

Raue Küste, malerische Strände und subtropische Gärten

Die südwestlichste Grafschaft Englands ist durch den Atlantischen Ozean, den Ärmelkanal und die Keltische See von drei Seiten mit Wasser umgeben. Raue, steile Felsen wechseln sich mit langen Stränden und malerischen Buchten ab. Das Klima ist maritim und im Winter aufgrund des Golfstroms besonders mild, so dass auch mediterrane und subtropische Pflanzen gedeihen. Davon profitieren die Gärten und Parks rund um die ehemaligen Adelssitze. Sie sind zum Teil mehre hundert Jahre alt und gehören zu den schönsten in England. Seitdem das ZDF sonntagabends regelmäßig Verfilmungen von Rosamunde Pilchers Romanen zeigt, ist Cornwall für viele Deutsche zum Sehnsuchtsort geworden.



Sehenswürdigkeiten Cornwall


Bodmin Moor

Prähistorische Steinkreise in menschenleerem Hochmoor

Das Hochmoor im nordöstlichen Cornwall bedeckt über 200 Quadratkilometer. Der Untergrund besteht aus Granit, weshalb das Wasser nur schlecht abfließen kann. Über dem Hügelland erheben sich die Tore, wie man die eindrucksvollen Gesteinsformationen nennt, die wie Wächter in der baumlosen, menschenleeren Landschaft stehen. In der Bronzezeit muss das Moor dicht besiedelt gewesen sein. Davon zeugen  prähistorische Hügelgräber und Steinkreise. Bodmin Moor gilt als Area of Outstanding Natural Beauty. Die höchste Erhebung, der 420 Meter hohe Brown Willy, ist gleichzeitig der höchste Punkt in Cornwall.

Näheres unter:
www.bodminmoor.co.uk


Eden Project

Botanischer Garten mit tropischen Pflanzen.

Der botanische Garten nördlich von St. Austell ist einer der bedeutendsten seiner Art und zählt inzwischen tausende Besucher. Auf 50 Hektar Land in einer stillgelegten Kaolingrube wachsen 100.000 Pflanzen aus 5.000 verschiedenen Arten. Besonderer Wert wird dabei auf bedrohte Arten gelegt, um die genetische Vielfalt von Wild- und Nutzpflanzen zu erhalten. Die Gewächshäuser mit einer Sechseckkonstruktion sind derzeit die größten der Welt und beherbergen tropische und mediterrane Pflanzen.

Nähere Informationen:
www.edenproject.com


Glendurgan Garden

Subtropische Garten an der Mündung des Helford River

Der subtropische Garten liegt in einer Schlucht an der Mündung des Helford River. Durch die Schlucht fließt ein Bach, der kurz vor dem Strand einen Teich speist. Entlang der Schluchtwände ziehen sich die Parkwege zwischen der üppig wuchernden Vegetation. Im Mai und Juni leuchtet Glendurgan in allen Farben der Rhododendrenblüte. Charakteristisch für den Park ist der Irrgarten aus Lorbeerhecken aus dem Jahr 1833 in der Mitte des Gartens. Wer noch mehr subtropische Pflanzen ansehen möchte, kann den benachbarten Trebah Garden anschauen.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass


Helston Railway

Historische Dampflok am Land's End

Als Ende des 19. Jahrhunderts Land's End zu einem begehrten Urlaubsziel für reiche Londoner wurde, schloss man Helston an das Eisenbahnnetz an. Mitte der 1960iger Jahre wurde die Bahn wieder stillgelegt und durch Busverkehr ersetzt. Erst 2002 wurde die Helston Railway Preservation Society gegründet, die auf einem Teilabschnitt der Strecke einen Museumsbetrieb aufgebaut hat. Die historische Dampflok startet vom Bahnhof Prospidnick. 

Näheres unter:
www.helstonrailway.co.uk


Lanhydrock House

Herrenhaus mit Landschaftspark

Ursprünglich war das Herrenhaus ein klösterlicher Bauernhof im Besitz des Priors von Bodmin. Heute wird das Anwesen von einem fast 400 Hektar großen Landschaftspark umgeben. Viele Teile des heutigen Hauses sind viktorianischen Ursprungs, einige sind jedoch mehr als 200 Jahre älter. Die kleine Kirche im Park gehört der Gemeinde von Lanhydrock und stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Enthalten im: 
National Trust Touring Pass


Lost Gardens of Haligan

Schluchtgarten mit mythischen Skulpturen

Der bekannteste Garten von Cornwall besteht aus einem Schluchtgarten und einem englischen Landschaftspark mit einem Nutz- und einem Ziergarten. Besonders attraktiv sind der Dschungel in der Schlucht, wo Bambus, Gunneras, Agaven und Baumfarne wachsen sowie „The Lost Valley“  mit Eichen, Buchen und Kastanien. Im Garten leben zudem seltene Wildtiere. Die überwachsenen Erdskulpturen nehmen Bezug auf die Mythologie Cornwalls.


Pendennis Castle

Fluchtburg von Heinrich dem VIII.

Heinrich VIII. ließ die Festung 1540 als Bollwerk gegen Franzosen und Spanier errichten. Nachdem er seine Ehefrauen ermordet und wegen päpstlicher Kritik daran kurzerhand die Religion wechselte, hatte er genug Grund, Feinde zu fürchten. Hundert Jahre später war die Burg wirklich umkämpft. Es wurde als letzte Bastion der Königstreuen fünf Monate von den parlamentarischen Kräften belagert. Etwa tausend Männer, Frauen und Kinder waren eingeschlossen und ergaben sich erst als sie kurz vor dem Verhungern waren.

Enthalten im:
English Heritage Overseas VIsitors Pass 


Tintagel

Burgruine eines sagenhaften Königs

Nordwestlich vom Bodmin Moor liegt Tintagel, wo angeblich die Burg des sagenhaften Königs Artus stand. Heute finden sich dort nur noch wenige Mauerreste. Aber die Sage spiegelt viel vom Zauber der Landschaft wieder. Tatsächlich gab es im 6. Jahrhundert n. Chr. einen bretonischen Heerführer, der sich den vordringenden Angelsachsen entgegenstellte und sie in einer Schlacht besiegte. Der Rest ist Legende aus der Feder eines Mönches, der im 12. Jahrhundert Ereignisse aus dem Leben König Arthurs niederschrieb. Demnach wird er vom Zauberer Merlin erzogen, besteigt mit 15 Jahren den Thron und heiratet eine Römerin. Er unterwirft ganz Britannien, zieht aber dann mit seinem Heer gen Rom. Währenddessen macht sein Neffe zu Hause einen Aufstand gegen ihn, entführt seine Frau und reißt die Herrschaft an sich. Arthur kehrt zurück, erschlägt seinen Neffen und wird dann tödlich verwundet. Doch er stirbt nicht, sondern wird auf die geheimnisvolle Insel Avalonia entrückt. Sein sagenhaftes Schwert Excalibur verschwindet in einem See. Die Legende hat eine große Wirkungsgeschichte entfaltet. Die Parzival-Sage nimmt Teile auf, ebenso wie die Geschichte von Prinz Eisenherz. Auch die von Wagner vertonte Sage von Tristan und Isolde ist mit der König-Arthus-Legende verwoben. Die jüngste Bearbeitung des Stoffes stammt von Marion Zimmer Bradley, „Die Nebel von Avalon“.
Nicht weit entfernt liegt auch Hartland Abbey & Gardens, wo Rosamunde Pilchers Roman „Die Muschelsucher“ gedreht wurde.

Enthalten im:
English Heritage Oversea Visitors Pass (Tintagel Castel)


Zum Dodman Point

Wanderung auf dem South West Coast Path

Die Halbinsel südlich von Mevagissey (ursprünglich St. Meva and St. Issey) eignet sich besonders, um ein Stück auf dem South West Coast Path zu gehen. Höhepunkt ist der Dodman Point, der zu drei Seiten von Wasser umschlossen ist. (hin und zurück: 17.2 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 350 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/20580449




Reisebeispiele Cornwall

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