Orkney Islands

Älter als die Pyramiden: Hütten von Skara Brae

Älter als die Pyramiden: Hütten von Skara Brae

Archipel im äußersten Nordosten Schottlands

67 größere und kleinere Inseln gehören zu den Orkneys im äußersten Nordosten Schottlands. Die größte von ihnen ist Mainland mit etwa 14.000 Einwohnern. Fruchtbare Böden und mildes maritimes Klima haben schon in prähistorischen Zeiten Menschen angelockt. Davon zeugen die Steinhütten von Skara Brae, die über 5.000 (!) Jahre alt sein sollen. Hügeliges Ackerland und Felder wechseln mit Mooren und Heidelandschaft. Die Insel ist vor allem bei Ornithologen, Wanderern und Anglern beliebt. Unbedingt sollte man den einheimischen Malt Whisky probieren.



Sehenswürdigkeiten Orkney Islands


Maes Howe

Geheinmisumwitterte Megaltihanlage am Ende Europas

Weithin sichtbar ist der grasbewachsene Hügel von Meshowe, unter dem James Farrer 1861 eine sensationelle Entdeckung machte. Durch einen elf Meter langen, niedrigen und quadratischen Gang gelangt er in einer unterirdische Hauptkammer mit drei Seitenkammern, die auf den Sonnenuntergang am Tag der Wintersonnenwende ausgerichtet ist. Er ordnete die Megalithanlage den Kelten zu. Nach umfangreichen Vermessungen im Jahr 2003 wird geht man jedoch davon aus, dass die Grabkammer knapp 5000 Jahre alt ist und damit viel älter wäre als die keltische Kultur. Die präzise geplante und gebaute Anlage ist sogar älter als die Pyramiden!

Nähere Informationen:
www.maeshowe.co.uk/


St. Magnus

„Licht des Norden“

Die Kathedrale, die die Gebeine des Heiligen Magnus beherbergt, wird auch das „Licht des Nordens“ genannt . wohl weil sie bis heute das größte und eindrucksvollste Gebäude in Kirkwall und vermutlich auf ganz Orkney ist. Der Bau wurde 1137 von einem Neffen des Heiligen gestiftet. Stilistisch ist die Kirche, die heute der Church of Scotland gehört, ein Gemisch von nordwesteuropäischen, romanisch-normannischen und frühen Gotischen Stilrichtungen. 


Ring of Brodgar

Geheimnisvoller Steinkreis mit magischer Wirkung

Der Ring of Brodgar ist ein Henge, wie man die prähistorischen Steinkreise in Großbritannien nennt. Er ähnelt dem Steinkreis von Stonehenge, nur ist er mit einem Durchmesser von 104 Metern größer. Von den ursprünglich 60 Steinen sind noch 27 erhalten. Der Ring gibt den Archäologen bis heute Rätsel auf. Man schätzt sein Alter auf knapp 5.000 Jahre. Der Sinn der riesenhaften Anlage bleibt jedoch im Dunkel der Geschichte. Trotzdem – oder gerade darum – übt der geheimnisvolle Platz eine magische Wirkung auf die Besucher aus, besonders wenn der atlantische Wind düstere Wolken über die Menhire treibt.


Skara Brae

Besterhaltenes Steinzeitdorf Europas

1850 wütete ein gewaltiger Sturm auf den Orkney Insel, der hunderten von Menschen das Leben kostete und tonnenweise Sand vor sich hertrieb. Als wieder Ruhe einkehrte waren plötzlich Fundamente in den Dünen zu sehen, die wie eine Altersbestimmung mehr als hundert Jahre später ergab, nicht weniger als 5000 Jahre (!) alt sind. Skara Brae gilt seitdem als die am besten erhaltene Siedlung aus der Jungsteinzeit in Europa. Das liegt auch daran, dass die Bewohner der Orkney Inseln mangels Holz aus Steinen bauen mussten. Rund um die Siedlung wurden Rinder, Schafe oder Ziegen und Schweine gehalten, dazu Gerste angebaut und Brot gebacken. Es gab sogar eine Werkstatt, in der lokale Steine verarbeitet wurden. In einer der Hütten, die heute Welterbe der UNESCO sind, hat man einen Bettkasten aus Stein mit Strohresten gefunden.

Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass
Scottish Heritage Pass

Nähere Informationen:
www.orkneyjar.com/history/skarabrae




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