14.06.2007

Großbritannienreise von Stephan Schwarz

Unsere Schottlandreise mit Umfalana, 22.05. – 13.06. 2007
Familie Schwarz, Vöhringen

Eine Feststellung zum Anfang: Die Reisevorbereitung durch Umfalana – Strecke und Unterkünfte – war ausgezeichnet. Die Strecken waren so gewählt, dass man Sehenswürdigkeiten, die an der Strecke lagen, ausgiebig besichtigen konnte. Die gewählten Unterkünfte lagen inmitten der verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Dafür erst einmal recht herzlichen Dank.

Ich denke, Umfalana und späteren Reisenden, hilft es ein wenig, wenn ich die Unterkünfte der Reihe nach aus unserer Sicht beschreibe.

Edinburgh New Town, Lady Mcpherson of Glentruim

Unterkunft: Stadthaus im georgianischen Stil in der Nähe des Zentrums, einfach zu erreichen von allen Seiten. Großzügiges, sauberes Zimmer innerhalb der Wohnung mit Bad (Dusche und Wanne), Teekocher und Snacks im Zimmer.
Frühstück: Saft, Kaffe oder Tee, reichlich Obst, Cerealien, Croissant, Toast, Marmelade und komplettes, warmes schottisches Frühstück.
Gastgeberin: Das absolute Plus der Wohnung ist die Gastgeberin. Ihr Englisch ist leicht verständlich, die Atmosphäre ist äußerst familiär. Das absolute Highlight sind ihre Erklärungen über schottische Geschichte und schottisches Leben und vor allem die Geschichte ihrer Familie.
Nachteil: Parkgebühren von £ 9 pro Tag auf öffentlichem Parkplatz vor dem Haus

Loch Lommond Balloch, Sheildag Farm, Mrs. Val Trainer

Unterkunft: Bauernhof abseits von Stadt und Straße, am Hang eines grünen Hügels oberhalb des Sees, aber leider ohne Sicht zum See. Erreichbar bergan über einen, nur anfangs geteerten, sehr holprigen Fahrweg. Sauberes Zimmer in einem Nebenbau in ausreichender Größe, kleines Bad mit Dusche, Heizung, Teekocher, Hosenbügler und TV.
Frühstück: Saft, Kaffe oder Tee, Grapefruit, Cerealien, Marmelade, Toast und komplettes, warmes schottisches Frühstück. Schönes Frühstückszimmer mit Morgensonne.
Gastgeberin: Val Trainer war sehr freundlich, ihr Schottisch allerdings bedarf großer Aufmerksamkeit.
Nachteil: Atmosphäre wie im Garni-Hotel: Gast und Vermieter.

Fasnacloich, Lochside Cottage, Mr. und Mrs. Broadbent

Unterkunft: Steinhaus am Rande eines Sees, mit wunderschönem Garten, umgeben von Bergen, erreichbar auf einer 7 km langen, erst zweispurigen, dann einspurigen geteerten Straße. Riesiges, sauberes Zimmer im 1. Stock mit wunderschöner Aussicht und Bad mit Wanne, mit Teekocher, Keks und TV.
Frühstück: Saft, Kaffe oder Tee, Grapefruit, Cerealien, Marmelade, Honig, Toast und komplettes, warmes schottisches Frühstück in einem schönen Eßzimmer.
Gastgeber: Die Familie Broadbent ist sehr, sehr freundlich und hilfsbereit, die Atmosphäre ist familiär, nachmittags wird zum Tee eingeladen, Mr. Broadbent hilft bei Planung der Ausflüge. Das Englisch der Gastgeber ist leicht verständlich
Nachteil: Das angekündigte Dinner war – trotz versuchter Vorbestellung – nicht zu bekommen. Zum nächsten Restaurant in Port Appin, das nur mittags bis 14:30 Uhr und abends ab 17:30 Uhr öffnet, waren es ca. 20 km einfach. Außerdem wurde der Aufenthalt im Freien wegen Unmengen kleiner, schwarzer Stechfliegen zur Qual.

Isle of Skye, Carters Rest, Betty und Freddy Carter

Unterkunft: Carters Rest ist ein Steinhaus – ca. 1 ½ Jahre alt – in einem zum Little Minch, einem Arm des Atlantischen Ozeans, offenen grünen Tal, auf der westlichen Halbinsel Duirinish. Die kleine Ansiedlung Milovaig liegt ca. 100 km entfernt vom Fährhafen Ardvasar. Die Straße ist anfangs zweispurig, später einspurig, aber die Landschaft ist wunderschön. Das Zimmer ist klein aber ausreichend, mit Kommode aber ohne Tisch, sehr sauber. Teekocher, Radio, TV und Bügeleisen sind im Zimmer. Das Bad hat eine Dusche. Den Gästen steht ein großzügiges Kaminzimmer mit gemütlichen Sesseln, großem TV, Stereoanlage, offenem Kamin, Spielen, Büchern, regulärer Pooltisch und PC mit kostenlosem Internet-Anschluß zur Verfügung. Getränke können gekauft werden.
Frühstück: Für Frühstück und Dinner steht ein kleines Speisezimmer mit Blick auf die Kliffs, das Meer und die äußeren Hebriden zur Verfügung. Zum Frühstück gibt es Saft, Kaffe oder Tee, Grapefruit, Cerealien, Yoghurt, Marmelade, Honig, Toast und komplettes, warmes schottisches Frühstück.
Dinner: Das 3-Gang-Menue ist abwechslungsreich, reichhaltig und gut. Die Auswahl an Säften, Wein, und Bier lässt kaum Wünsche offen.
Gastgeber: Die Gastgeber sind sehr freundlich. Hauptsprache ist sehr gut verständliches Englisch. Freddie spricht aber auch ein bisschen Deutsch, Französisch und Italienisch.
Nachteil: keine, nur Vorteile

Dyke, The Old Kirk, Christine und Uwe Schlüter

Unterkunft: Ehemalige Kirche am Rande eines kleinen Dorfes mitten in den Kornfeldern von Moray, die 1856 gebaut, 1998/99 innen in ein sehr ansprechendes Gästehaus verwandelt wurde und auf guter Straße leicht zu erreichen ist. Heute beherbergt die Kirche u.a. drei Gästezimmer, ein Frühstückszimmer und eine große Gästelounge, mit Kaminofen, Sesseln, großem Tisch, TV, Stereoanlage, kleiner Pooltisch und Kühl-schrank. Das Zimmer ist groß, hat ein großes Bett, Schrank, Kommode, Sessel, Tisch, TV – mit allen deutschen Programmen – und Teekocher. Das Bad hat ist klein und hat eine Dusche.
Frühstück: Das Frühstück, das in einem kleinen Zimmer und nicht in der Lounge serviert wird, ist reichhaltig und besteht aus Cerealien, Obstschale, Marmelade, Honig, Toast, Kaffee, Tee und komplettem warmen schottisches Frühstück.
Gastgeber: Christine spricht als Berlinerin natürlich Deutsch und ist sehr freundlich. Ihren Mann haben wir nicht kennen gelernt.
Nachteil: Atmosphäre wie im Garni-Hotel: Gast und Vermieter. Nach den letzten zwei Unterkünften vermissen wir schmerzlich die schottische Gastfreundlichkeit. Vor allem die von Carters. Vielleicht sind wir mit unseren 60 Jahren zu alt oder die Chemie hat beiderseits nicht gestimmt.

Dinnet, Dinnet House, Marcus und Sabrina Humphrey

Unterkunft: Auf einer 1,2 km langen Lindenallee durch eigenen Park erreicht man das Jagdschloss aus dem Jahre 1896, das bis heute im Besitz der Familie Humphrey ist. Das Schloss liegt in einem wunderschönen Garten am Dee, den man vom Fenster des Zimmers aus sieht. Freundlichst wird man von den Gastgebern empfangen. Sofort wird einem das Haus gezeigt und zum Tee in den Living Room, der zur freien Benützung steht, geladen. Das Zimmer ist riesengroß und sauber, hat zwei große Betten, Sessel, Stühle, Tisch, Kommoden, Teekocher, eine große Anzahl von Prospekten und Lektüre und eine einmalige Aussicht auf Garten, Wald und Dee. Zur alleinigen Verfügung stand uns auf gleichem Flur ein großes Bad mit Dusche und Badewanne. Bademäntel waren bereit gelegt.
Frühstück: Man frühstückt zusammen mit der Familie an einem großen Tisch in der Küche. Das Frühstück besteht aus Cerealien, Obst, Marmelade, Honig, Toast, Yoghurt, Kaffe, Tee und warmem schottischen Frühstück.
Dinner: Dinner war leider nicht zu bekommen.
Gastgeber: Sabrina und Marcus sind äußerst freundlich, sprechen leicht verständliches Englisch und schon beim ersten Gespräch werden Tipps für die Gestaltung des Aufenthaltes gegeben. Welch ein wohltuender Unterschied zu Dyke. Die Stellung der Gastgeber in der schottischen Gesellschaft – in der Halle steht eine Fotografie der Gastgeber mit Prinz Charles und Lady Camilla in trauter Runde – ist zu spüren, aber keinesfalls negativ.
Nachteil: keine

St. Andrews, Campo Estate, Kingsbarns, Sir Peter und Lady Catherine Erskine

Unterkunft: Auf der Anfahrt durch den Park des Anwesens begegnet man freilaufenden Pferden, Schafen, Kühen und Hunden und dicken Schweinen in einem eingezäunten Gelände. Direkt vor dem großen Herrschaftshaus von 1881 befindet sich auf den großen Wiesen ein Gelände-Parcours für Reiter. Neben dem Haus wandert man durch einen herrlichen Garten, der auch für Besucher offen ist. Am Bach entlang, der hinter dem Haus vorbei fließt, geht es auf kurzem Waldweg zur Küste der Nordsee. Entlang des Golfkurses von Kingsbarns wandert man durch Dünen und am Strand entlang. Sehr gut ist die nächste Nähe zu St. Andrews. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Haushälterin Fay Smith werden einem der Smoking Room, der zum Aufenthalt der Gäste dient, das riesige Frühstückszimmer und der Drawing Room, indem wir Sonntags abends zum Drink geladen wurden, gezeigt. Das Zimmer, in unserem Fall der Blue Room, hat eine wunderschöne Sicht auf den Park und ist riesig. Das Zimmer sieht aus, wie die Zimmer, die wir vorher in Schlössern bestaunt und bewundert haben: riesiges viktorianisches Bett mit roter Seitenrückwand, chinesische Kommode, riesiger Schrank, Liegesofa, Tisch, Sessel, Spiegel, offener Kamin, Bademäntel, Kühlschrank, Fön und Teekocher. Außerdem stehen uns ein eigenes Bad auf gleichem Flur mit Badewanne, Dusche und WC und zwei weitere, separate WC’s zur Verfügung. Bademäntel waren bereit gelegt.
Frühstück: Das Frühstück wird im großen Speisezimmer serviert. Es gibt Cerealien, Teller mit geschnittenem, frischen Obst, Yoghurt, Marmelade, Toast, Tee, Kaffee und warmes, schottisches Frühstück. Serviert wird das Frühstück von einer Hausangestellten und der Hausherrin selbst. Das Hausherr schaut nach seiner Gartenrunde ebenfalls vorbei, begrüßt und hält kurzen Small Talk.
Dinner: War nicht zu bekommen. Wird nur für größere Gruppen bereitet. In unserem Fall war ein Gruppe von 13 Amerikanern im Haus, die am Abend Dinner mit Dudelsack-Musik und Whisky-Verkostung hatte. Dadurch aber keinerlei Störung.
Gastgeber: Bei unserer Ankunft haben wir die Gastgeber kurz kennen gelernt. Sie waren sehr freundlich und zu kurzem Small Talk bereit. Am Sonntagabend geben sie sich die Ehre zu Drinks und Small Talk zu laden.
Nachteil: Aufenthalt für Golfer und Kulturliebhaber eigentlich 2 Tage zu kurz.

Nochmals recht herzlichen Dank an das Umfalana-Team. Das war leider erst unsere erste Reise mit Ihnen, aber sicher nicht die Letzte.

Mit herzlichen Grüßen
Gisela und Stephan Schwarz, Vöhringen



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