Nordfrankreich und Südengland: Rund um den Ärmelkanal - Großbritannien
Informationen zum Coronavirus
Kreideklippen gibt's auch in der Normandie.

Nordfrankreich und Südengland

Rund um den Ärmelkanal

Bretagne und Britannien – beide Wörter hängen zusammen. Hinter der gemeinsamen Sprachwurzel steckt eine kulturelle Verwandtschaft, die man auch heute noch spürt, wenn man die grünen Bilderbuchlandschaften auf beiden Seiten des Kanals durchfährt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Mutigny

A

Champagne

Weinberge und sanfte Hügel

Das zwischen den Ardennen und dem Burgund gelegene sanfte Hügel­land verdankt seinen inter­na­tio­nalen Ruhm dem gleich­na­migen perlenden, spritzigen Schaumwein.

Einst galt er als König der Weine, und noch heute ist die Marke welt­weit geschützt. Das bislang touris­tisch wenig beach­tete Gebiet hat einiges zu bieten: grüne Täler, Eichenwälder, mit Wein bewach­sene Hügel­ketten, in denen sich immer wieder beacht­liche Kultur­denkmäler finden. Das Weinbau­gebiet Champagne ist nicht mit der histo­ri­schen Land­schaft Champagne iden­tisch, viel­mehr umfasst es auch noch in den Regionen Picardie und Île-de-France gelegene Weinberge.

Zu Gast auf einem Adelsgut bei Epernay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gutshaus aus dem 17. Jahr­hun­dert grenzt an den Stadt­wald von Reims. Erst wenn man den Hof durch­schritten hat, offenbart sich die ganze Schön­heit des Anwe­sens.

Hinter dem Haus liegt ein präch­tiger, ummauerter Garten mit großer Rasen­fläche und gepflegten Blumenbeeten; etwas weiter gelangt man zu einem Weiher in einem bewal­deten Tal. Der Salon und der Spei­se­raum, der von einem großen, offenen Kamin domi­niert wird, liegen auf der Garten­seite. In die Wandver­kleidung aus dunklem Holz sind Weinreben geschnitzt – typisch für Herren­häuser der Champagne. Eine über 350 Jahre alte Eichen­treppe führt zu den Gäst­ezimmern, deren Einrich­tung jeweils ein bestimmtes Thema zugrunde liegt.

Haut­vil­lers

Geburtsort des Champa­gners

Einer der schönsten Orte in der Champagne ist das auf einem Hügel gelegene Haut­vil­lers. An beinahe jedem der Bilder­buchhöfe aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert hängt ein schmiede­ei­sernes Zunft­zei­chen, auf dem zum Teil uralte Berufe darge­stellt werden. In der kleinen Benedikti­ner­abtei des Ortes hat ein Mönch, Dom Perignon, nach jahre­langen Versu­chen den Champa­gner entwi­ckelt, den man bei einigen der über 200 Winzer auch probieren kann.

Epernay

Welt­haupt­stadt des Champa­gners

Die Stadt mit 27.000 Einwoh­nern liegt rund 30 Kilometer südlich von Reims in der Champagne, jener idylli­schen Land­schaft im Nord­osten Frank­reichs, die den berühm­testen Schaumwein der Welt produ­ziert. Als Zentrum des Anbau­gebiets an der Marne beherbergt sie viele Kelle­reien und Champa­gn­erfirmen, allen voran Moët & Chandon, Mercier und Pol Roger. In den Stollen unter­halb der Stadt sollen bei 9-12° C über 200 Mio.(!) Flaschen Champa­gner lagern. Sechs Kilometer nordwest­lich liegt Haut­vil­lers, ein hübsches Dorf mit der Abtei, in der der legendäre Dom Pérignon Kellermeister war.

Reims

Reinste Gotik und Champa­gner

Etwa 150 Kilometer nord­öst­lich von Paris liegt die eins­tige kelti­sche Gründung an dem kleinen Fluss Vesle. Ihren Weltruf verdankt die heute 185.000 Einwohner zähl­ende Stadt dem Champa­gner und der Kathedrale, die zu den bedeu­ten­dsten Meister­werken der Gotik zählt und heute zusammen mit dem Palais du Tau und dem Kloster­komplex St-Remi als Welt­kultur­erbe der UNESCO geschützt ist. Das kelti­sche Remi war schon in vorrömi­scher Zeit ein blüh­ender Marktfle­cken und bedeu­tender als Paris. So war es selbst­ver­ständ­lich, dass der Bischof der Stadt das Vorrecht bekam, den franzö­si­schen König zu salben. 1429 war es Jeanne d'Arc, die Karl VII. zur Salbung in die Kathedrale gelei­tete.

Von Mutigny nach Crepon

459 km | 6:30 h
Die Strecke führt vom Champa­gner­land ins Land des Apfelweins, durch die weite Land­schaft der Normandie.Von allen Städten am Weg lohnt vor allem Amiens mit seiner zum Welt­kultur­erbe erklärten Kathedrale einen Besuch.

Chan­tilly

Franzö­si­sches Schloss in engli­schem Garten

Das vornehme Städt­chen liegt im Tal der Nonette im großen Wald von Chan­tilly. Welt­be­kannt ist das barocke Schloss, das sein heutiges Gesicht zwischen 1670 und 1688 erhielt. Damals wur­de der Garten ange­legt – mit riesigen Wasser­be­cken und Rasen­flächen sowie einer Sicht­achse, die bis zum Horizont reicht. Später wur­de ein engli­scher Landschafts­garten rund um einen ideali­sierten Bauernhof ange­legt – ein Disney­land aus dem 18. Jahr­hun­dert. Heute befindet sich im Schloss das Musée Condé mit einer bedeu­tenden Kunst­samm­lung.

Rouen

Wo der Scheiter­haufen von Jeanne d'Arc brannte

Über 2.000 Fach­werkhäuser und mehrere goti­sche Kirchen zeugen vom Reichtum vergan­gener Jahrhunderte, den die Stadt ihrem Hafen an der unteren Seine zu verdanken hat. Bis hier ist die Seine sogar mit Meer­es­schiffen zu befahren. Im Hundertjäh­rigen Krieg, als die gesamte Normandie der briti­schen Krone unter­stellt war, wur­de auch Rouen erobert. 1431 wur­de Jeanne d'Arc auf einem Scheiter­haufen in der Stadt verbrannt. Sehens­wert ist vor allem die Altstadt rund um die Gros-Herloge und die Kathedrale Notre-Dame.

Abbaye de Jumièges

Ruine mit spiritueller Kraft

Einst gehörte die Abtei zu den reichsten Frank­reichs; heute liegt sie in Ruinen. Die allerdings lassen die eins­tige Bedeu­tung des Klos­ters erahnen. Ganz erhalten sind die 47 Meter hohen Doppeltürme, die weithin sichtbar himmelwärts streben. Das dach­lose Haupt­schiff hat mit einer Länge von über 120 Metern gewal­tige Ausmaße. Der im spätgo­ti­schen Stil erbaute Kreuzgang ist teilweise zerstört. Lord Stuart de Rothesay hatte einen Flügel gekauft und ihn in sein Schloss Highcliffe bei Bour­nemouth einbauen lassen. In der Mitte des rest­li­chen Kreuzgangs wächst sein über 500 Jahren eine mäch­tige Eibe. In der Peters­kirche direkt neben der Haupt­kirche sind Reste karolingi­scher Wandma­le­reien erhalten. Ein Bogen im West­werk zeigt das typi­sche Mäandermuster. Auf der Südwand ist ein Portrait zu sehen, am besten ist der Schopf zu erkennen. Wen es darstellt, ist nicht bekannt.

B

Côte de Nacre

Badestrand mit Weltgeschichte

An der „Perlmuttküste“ am Ärmel­kanal gibt es viele kleine und größere Bade­orte mit fein­san­digem, breiten Strand, der in der Sonne wie Perlmutt glitzert.

Zwischen den Badezonen gibt es immer wieder felsige Abschnitte. Ange­sichts der heiteren Atmo­sphäre kann man kaum glauben, dass hier eine der größten Schlachten der Welt­ge­schichte stattgefunden hat. Am 6. Juni 1944 begann auf der Breite der gesamten Küste die Inva­sion der Alliierten, die auch als Opera­tion Over­lord oder noch besser als D-Day bekannt ist. Damit begann die geplante Eröff­nung einer Westfront der Anti-Hitler-Koali­tion. Wer mehr möchte als baden und radfahren, kann auf dem Circuit de Debarke­ment die wich­tigsten Orte der Inva­sion besu­chen.

Zu Gast im Herrenhaus von Mathan

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Herren­haus von Mathan liegt in einem parkähn­li­chen Garten im Depart­ment Calvados und stammt in seiner heutigen Form aus dem 17.

Jahr­hun­dert. Scheunen, Wagenhallen und Pferde­ställe wurden an das Wohn­haus ange­baut, sodass ein großer Komplex mit quad­ra­ti­schem Innenhof entstand. Heute beherbergen die alten Mauern ein stil­volles Landhotel, das nicht nur äußer­lich seinen gemüt­li­chen, histo­ri­schen Charme behalten hat, sondern auch im Innern durch eine stil­volle Einrich­tung zu überzeugen weiß. Ganz in der Nähe ist ein gutes Restau­rant; zu den Bade­stränden von Arro­man­ches, wo 1944 die Alliierten landeten, fährt man fünf Kilometer.

Caen

Im Brenn­punkt des D-Day

Vor 1.000 Jahren bauten die Normannen eine Festung auf einer Insel zwischen den Flüssen Orne und Odon. Unter Wilhelm dem Eroberer kamen zwei Abteien hinzu. Im Hundertjäh­rigen Krieg zwischen England und Frank­reich wur­de die Stadt ständig bela­gert. Doch die größte Zerstörung erlebte Caen im Frühs­ommer 1944. Am D-Day, dem 6. Juni 1944 tobte eine erbit­terte Schlacht zwischen den Alliierten und den deut­schen Besatzern. Am 9. Juli 1944 gaben die Deut­schen Caen auf und somit war die Stadt befreit. Rund um die wieder restau­rierten histo­ri­schen Bauten entstand das neue Caen, eine grüne Stadt, deren studen­ti­sches Flair mit Cafés und Boutiquen zahlreiche Besu­cher anzieht.

Bayeux

Altstad­t­idyll mit goti­scher Kathedrale

Die alte Bischofs­stadt liegt etwa neun Kilometer südlich des norman­ni­schen Küsten­ab­schnitts, an dem die alliierten Truppen 1944 gelandet sind. Die verwin­kelte Altstadt mit Bürger­häusern aus dem 14. bis 18. Jahr­hun­dert ist umgeben von satt­grünen Wiesen, Weiden und Äckern. Mittel­punkt bildet die Kathedrale, ein Meister­werk norman­ni­scher Gotik. Haupt­at­trak­tion der Stadt ist aber ein 70 Meter langer Wand­teppich aus dem Jahr 1077, der in 58 Szenen die Erobe­rung Englands durch William the Conqueror darstellt. Die Telle de Conquest ist heute im Centre Guillaume-le-Conquérant ausge­stellt. An der Küste wech­selt Steil­küste mit Sand- und Kies­stränden ab.

Omaha Beach

Längster Strand bei der Opera­tion D-Day

Omaha Beach war mit den zehn Kilome­tern Strand zwischen der Mündung der Vire bei Vierville-sur-Mer und dem kleinen Fischer­hafen von Port-en-Bessin der längste Front­ab­schnitt der alliierten Landung 1944. Die weiter östlich gelegenen Strände hatten die Deck­namen Gold, Juno und Sword Beach.

Von Crepon nach West Lulworth

Fähre

Von Crepon nach Cherbourg

121 km | 2:00 h

Utah Beach

West­lichster Schau­platz des D-Day

Utah Beach war bei der Landung der Alliierten in der Normandie der Deck­name für die fünf Kilometer lange Küste zwischen Pouppeville und La Madel­eine am Fuß der Halb­insel Cotentin. So weit west­lich war ursprüng­lich keine Landung vorge­sehen, jedoch wur­de ein Tief­was­s­er­hafen benö­tigt. Am 6. Juni 1944, dem D-Day, schlug den Soldaten nur wenig Gegen­wehr entgegen. Einige deut­sche Artil­le­rie­stel­lungen beschossen die Schiffe auf See, konnten dort aber keine Schäden anrichten. Am Ende des Tages hatten mehr als 20.000 Soldaten mit 1.700 Fahrzeugen am Utah Beach franzö­si­schen Boden betreten.

Parc Naturel Régional des Marais du Cotentin et du Bessin

Vogel­pa­ra­dies auf mooriger Halb­insel

Das Reservat für die Tier- und Pflanzenwelt der Normandie ist 1.450  Quad­ratki­lometer groß. Im Zentrum liegt ein großes Moor, das besonders für Vogelfreunde attraktiv ist. Am besten erkundet man das im Winter oft über­schwemmte Moor mit dem Boot auf der Douve und der Taute, zu Fuß oder mit dem Rad. Bester Ausgangs­punkt ist die alte Bischofs­stadt Carentan.

Von Cherbourg nach Poole

2 km | 6:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fähre wird nicht von Umfulana gebucht und ist nicht im Reise­preis enthalten. Die Fähre kann auf folgender Webseite gebucht werden: www.brit­tany-ferries.co.uk

Von Poole nach West Lulworth

30 km | 32 Minuten
C

Jurassic Coast

„Area of Oustanding Natural Beauty“

Die „Jura-Küste“ am südeng­li­schen Ärmel­kanal ist ein 150 Kilometer langer Küsten­streifen, der von der UNESCO zum Welt­natur­erbe erklärt wur­de und als Area of Oustanding Natural Beauty gilt.

Auf dem South West Coast Path kann man kilome­ter­lang an der Küste wandern. Anzie­hungs­punkte auf diesem Weg sind der Fossil­wald bei Lulworth Cove und die Felsbrücke Durdle Door. In den kleinen Städten und Dörfern gibt es Museen und Besu­cher­zentren.

Zu Gast in einem Hotel an der Jurassic Coast

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Country House liegt in West Lulworth in den Dorset Hills, inmitten der traumhaften Land­schaft der Jurassic Coast.

Tradi­tionelle Möbel, kombi­niert mit modernem Komfort schaffen ein engli­sches Landhau­sambi­ente mit einem Hauch von Luxus und wohltuender Gastfreundschaft. Jedes der Zimmer ist nach einem bestimmten Thema einge­richtet und mit vielen Accessoires ausge­stattet, die dem Raum das gewisse Etwas geben. Morgens wird ein reichhal­tiges engli­sches Früh­s­tücksbuffet mit vielen lokalen Produkten ange­richtet. Das Hotel ist ideal für alle, die die Land­schaft genießen und erkunden wollen und vor allem auch für Hunde­be­sitzer, für die zwei hundefreund­liche Zimmer im Erdge­schoss zur Verfügung stehen. Die Felsbrücke Durdle Door liegt 2,5 Kilometer entfernt, zur Küste sind es ca. 600 Meter.

Bour­nemouth

Badeort mit mildem Klima

Der Badeort an der Bucht von Poole ist wegen seiner schönen Lage, seines milden Klimas und seiner langen, sauberen Strände eines der belieb­testen Reise­ziele Großbri­tan­niens. Bour­nemouth gilt als der wärmste und sonnigste Ort in England und bietet dement­spre­chend ein reiches Angebot an Freizei­t­ak­tivi­täten. Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2007 sind die Bewohner des Ortes die zufriedensten auf der ganzen Insel. Das Handels- und Wirt­schafts­zentrum Süden­g­lands ist auch ideal gelegen für Ausflüge nach Dorset und Hamp­shire. Die Jura­küste östlich von Bour­nemouth ist ein 150 km langes Natur­pa­ra­dies und Welt­kultur­erbe.

Corfe Castle

Burg der Kronjuwelen auf der Insel Purbeck

Die Burg­ruine über dem Dorf Corfe liegt in den Hügeln der Isle of Purbeck, einer Halb­insel sieben Kilometer südöst­lich von Wareham. Nach der Ermordung Edwards des Märty­rers im Jahr 978 in Corfe wur­de der Ort regelmäßig von Wikingern geplündert. Als Antwort darauf bauten die Normannen um 1090 die Burg, in der eine Zeit­lang die Kronjuwelen aufbe­wahrt wurden. Zerstört wur­de Corfe Castle erst 1646 im engli­schen Bürger­krieg. Ein Besuch lohnt sich auch für Fotografen – wegen der Bilder­buch­landschaft rings umher.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Von West Lulworth nach Uckfield

207 km | 3:30 h

Bour­nemouth's Parks & Gardens

Auf dem Tree Trail durch die vikto­ria­ni­sche Garten­pracht

Etwa 700 Hektar Park­landschaft hat die Stadt Bour­nemouth zu bieten. Die schönsten – die Lower Gardens, die Central Gardens und die Upper Gardens werden durch den Tree Trail zusam­menge­fasst. Man beginnt am Meer und spaziert nach­ein­ander durch die drei Parks, die unter Queen Victoria ange­legt wurden und heute unter Denkmal­schutz stehen.

Portsmouth Historic Dockyard

Vergnügungs­park im alten Hafen

Die Docks im alten Hafen von Portsmouth sind heute ein Vergnügungs­park und das touris­ti­sche Zentrum der Stadt. Im Hafen liegen präch­tige Segel­schiffe aus dem 17. Jahr­hun­dert; mehrere Mari­nemu­seen sind dort ange­siedelt, unter anderem ein Schieß­pulver­museum. Daneben gibt es jede Menge Restau­rants und Geschäfte. Eine Tages­karte kostet ca. 30 GBP und enthält eine Hafen­rundfahrt.

Arundel Castle

Best­er­hal­tene Mittel­alter­burg in Süden­g­land

Das Schloss über dem Fluss Arun ist eine der am besten erhal­tenen mittel­alter­li­chen Burgen Englands. Es wur­de im 11. Jahr­hun­dert zur Vertei­digung der Fluss­mündung erbaut – mit Zinnen und Zugbrü­cken. Nach Beschä­d­igungen im engli­schen Bürger­krieg wur­de es im 18. und 19. Jahr­hun­dert restau­riert. Zum Schloss gehören aufwändig gestal­tete Gärten. Im Mai und Juni ist der Kugelköpfige Lauch mit seinen violetten, pompon­ar­tigen Blüten eine besondere Attrak­tion. Bis auf wenige Privat­ge­mächer ist die Burg der Öffent­lichkeit zugäng­lich.

Fritham Plain

Unter­wegs auf Heiden, in Bachniede­rungen und unter alten Baum­be­ständen

Im Nordwesten des Natio­nalparks New Forest bede­cken weit­läufige Heiden die sanften Hügel, die von Bachniede­rungen und kleineren Wäldern unter­bro­chen werden. Sie gehen auf das 18. Jahr­hun­dert zurück und heißen bis heute »Inclo­sures«, weil sie gegen Wildver­biss eingezäunt wurden. Ursprüng­lich wurden die Wälder ange­pflanzt, um Holz für Kriegs­schiffe zu gewinnen, doch bevor die Bäume schlag­reif wurden, stellte der Schiffsbau auf Stahl um. Ein Glück, denn so kann man bis heute eine abwechs­lungs­reiche Kultur­landschaft genießen. (hin und zurück: 17 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 139 Meter)

D

Sussex

Seebäder und urige Wälder

Der Name der ehema­ligen Graf­schaft bedeutet „Südsachsen“ und weist darauf hin, dass Sussex ab dem 5. Jahr­hun­dert ein angel­säch­si­sches Klein­kö­n­ig­reich war.

Im Osten grenzt es an Kent, im Norden an Surrey und im Westen an Wessex. Die Land­schaft ist größ­ten­teils flach, mit den Hügel­ketten der South Downs und des Weald als höchste Erhe­bungen. Die Flüsse sind kurz und wenig bedeu­tend. Die Küste ist der bedeu­tende Wirt­schafts­faktor. Neben Brighton sind noch Bognor Regis und Eastbourne bedeu­tende Seebäder. Im Landes­in­neren herr­schen vor allem Obstbau und Rinderzucht vor. Der South Downs Footpath erschließt einige besonders schöne Winkel.

Zu Gast in einem Landhaus bei Uckfield

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das gut 200 Jahre alte, ehema­lige Kutscher­haus liegt ruhig am Ende einer Sackgasse in Ridge­wood. Heute ist es nach sorg­samer Restau­rie­rung ein char­mantes Landhaus mit einem typisch engli­schen Garten.

Schon der Empfang ist herz­lich: mit Tee und haus­gemachtem Kuchen, die in der Küche, im Wohnzimmer oder unter der Pergola serviert werden. Zwei Gäste­zimmer werden ange­boten, die in frischen Farben im Landhaus­stil einge­richtet sind. Das Früh­stück ist so englisch wie das ganze Haus: Tomaten, Pilze und verschiedene Sorten Tee, sowie selbst geba­ckener Kuchen werden bei gutem Wetter auf der Terrasse serviert. Ein Tor führt vom Garten direkt in die Park­landschaft, in der man wunderbar spazieren gehen kann.

Bluebell Railway

Mit histo­ri­scher Dampflok durch Glockenblu­menfelder

Die Muse­ums­bahn in der engli­schen Graf­schaft West Sussex wur­de 1960 als erste dampf­be­triebene Muse­ums­bahn Englands in Normal­spur eröffnet. Heute verfügt sie über die zweitgrößte Fahrzeug­samm­lung Großbri­tan­niens. Sie fährt von East Grinstead nach Süden über Kingscote und Horsted Keynes bis Sheffield Park. Der Name stammt von den blauen Glockenblumen, die entlang der Strecke blühen.

Glynde­bourne Festival Opera

Private Opernbühne auf einem Land­sitz in Sussex

Als Liebhaber von Mozart-Opern und Ehemann einer Sängerin litt der wohlha­bende Land­be­sitzer John Christie darunter, dass die Oper in England seiner Meinung nach „nicht exis­tent“ war. Inspi­riert von den Salzburger und Bayreuther Fest­spielen grün­dete er 1933 mit dem deut­schen Dirigenten Fritz Busch und dem deut­schen Schau­spieler und Regis­seur Carl Ebert die Glynde­bourne Festival Opera, die sich binnen kurzer Zeit zu einer der bedeu­ten­dsten kleinen Opernbühnen der Welt entwi­ckelte. Nach einer Umge­stal­tung 1990 fasst das Opern­haus 1.200 Plätze. Ein Besuch muss online gebucht werden. Eine Besonder­heit ist die Pause: Sie dauert mindes­tens 90 Minuten, sodass Zeit für ein Pick­nick im idylli­schen Park bleibt.

Charleston Farm­house

Treff­punkt der antivi­k­to­ria­ni­schen Künst­ler­szene

1916 zogen Vanessa Bell und ihr Geliebter Duncan Grant in ein Farmhaus in Sussex. Bald entwi­ckelte es sich zum länd­li­chen Treff­punkt einer Künst­ler­szene, der Bloomsbury Group. Virginia Woolf war regelmäßig zu Besuch, ebenso der Ökonom John Maynard Keynes oder der Schrift­steller E. M. Forster. Gemeinsam war ihnen die Ableh­nung des prüden und bigotten vikto­ria­ni­schen Zeit­alters. In Charleston Farm­house lebten sie frei von tradi­tionellen Fesseln. Das Haus wur­de künst­le­risch umge­staltet, inspi­riert von italie­ni­scher Fresco­ma­lerei. Es finden sich Bezüge zu den Post-Impres­sio­nisten und Picasso. Alles wur­de bemalt: Wände und Kaminsimse, der Esszimmer­tisch, Türen, Bade­wannen, Betten, Geschirr und Lampen. 1985 wur­de das Haus zum Denkmal erklärt. Seitdem wird mit immensem Aufwand die Kunst erhalten, die eigent­lich nur für den Augen­blick gedacht war.

Von Uckfield nach Namur

Fähre

Von Uckfield nach Dover

129 km | 2:30 h

Sissin­ghurst Castle

Meister­werk engli­scher Garten­ar­chitektur

Der histo­ri­sche Land­sitz in der Graf­schaft Kent ist vor allem wegen seines Gartens berühmt, der ab 1930 von Vita Sackveille-West und ihrem Mann ange­legt wur­de. Sie unter­teilten das rund fünf Hektar große Gelände in zehn abge­schlos­sene Gärten. Als Wände dienten ihnen vor allem Eiben­he­cken. Jeder dieser Gärten im Garten hat ein bestimmtes Thema; so gibt es den Weißen Garten, den Rosen­garten und den Kräu­ter­garten. Die Gestal­tung des Gartens verbindet eine große Schlicht­heit der Gesamt­anlage mit opulenter Bepfl­anzung. Mehr als 200.000 Besu­cher zieht es jähr­lich dort hin. Daher muss man in der Saison auch mal mit Wartezeiten rechnen. 

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Leeds Castle

Wasser­schloss mit tausendjäh­riger Geschichte

Das Wasser­schloss südöst­lich von Maids­tone liegt im Herzen der Graf­schaft Kent. Das Schloss und seine Lände­reien wurden nach dem Nach­bardorf Leeds benannt, nicht zu verwech­seln mit der dreihundert Kilometer nörd­lich gelegenen Groß­stadt Leeds. Erwähnt wurde Leeds Castle bereits im Domesday Book von Wilhelms dem Eroberer. Nach­ein­ander war es norman­ni­sche Festung, Wohn­sitz von sechs mittel­alter­li­chen Königinnen, Palast Heinrichs VIII. und Zufluchtsort für die Reichen und Mäch­tigen. Heute steht es unter der Leitung der Leeds Castle Foun­da­tion und ist jähr­lich das Ziel vieler Tausender Erho­lung suchender Menschen.

Von Dover nach Calais

102 km | 2:30 h
Die Fähr­überfahrt dauert 90 Minuten. Der Check-In schließt 30 Minuten vor Abfahrt.
Gute Fährver­bindungen zum selber buchen finden Sie auf unserer Home­page: www.umfulana.de/faehren oder z.B. auf www.poferries.com

Von Calais nach Namur

259 km | 3:00 h

Ypern

Mittel­alter­liche Stadt mit Welt­krieg­strauma

Die mittel­alter­liche Stadt liegt nur wenige Kilometer von der franzö­si­schen Grenze entfernt. Als Zentrum der Tuchhändler blühte sie auf und hatte schon im 13. Jahr­hun­dert mehr als 40.000 Einwohner. Im Ersten Welt­krieg lag Ypern direkt an der Westfront und wur­de bereits 1914 von deut­schen Truppen in Schutt und Asche gelegt. Nach den Kriegen wur­de der Stadt­kern nach alten Plänen wieder aufge­baut, so dass heute rund um den Grote Markt ein gemüt­li­cher Platz mit Cafés und Restau­rants entstanden ist. Der Erste Welt­krieg ist jedoch bis heute nicht vergessen: Alla­bend­lich wird der Toten im Meens­epoort mit einem Zapfen­streich gedacht.

E

Namur

Zu Gast in einer Villa am Ufer der Maas

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die drei­stö­ckige Jugend­stil­villa aus dem Jahr 1906 liegt zwischen zwei Brücken direkt am rechten Ufer der Maas und eröffnet Blicke auf die Zitadelle und das Parla­mentsgebäude.

Drei stil­voll einge­rich­tete Gäste­zimmer bieten ein harmo­ni­sches Ambi­ente. Morgens servieren Muriel und Bernard im eleganten Esszimmer mit Blick auf den Fluss ein Früh­stück mit sorgsam ausge­wählten, lokalen Produkten. Im Lesezimmer mit Bibliothek kann man sich ins frühe 20. Jahr­hun­dert zurückver­setzt fühlen und bei einer Tasse Tee oder Kaffee ein Buch lesen oder ganz einfach zur Ruhe kommen. Bei schönem Wetter bieten sich hierfür auch der kleine Garten und die Terrasse an. Das histo­ri­sche Zentrum von Namur ist fußläufig erreichbar, ebenso Restau­rants, Geschäfte und Museen.

Belfried von Namur

Macht­symbol des aufstrebenden Bürgertums

Etwa 40 Belfriede gibt es in Flandern und Wallo­nien. Die schlanken Glock­entürme sind eine Besonder­heit der Städte. Während der Adel Burgen baute und die Bischöfe Kathedralen errich­teten, stehen die Belfriede für das aufstrebende Bürgertum in den Städten. Sie sind ein Macht- und Pres­tige­symbol der Bürger­schaft. Die Glocken dienten keinen sakralen Zwecken, sondern dazu, die Zeit oder das Öffnen und Schließen der Stadt­tore anzugeben oder die Bürger­schaft zusam­menzu­rufen – etwa bei einem Stadt­brand. Die Türme wurden meist von der Stadt­wache genutzt. sie enthielten Waffenlager, Versamm­lungs­räume und ein Gefängnis. Der Der Belfried von Namur wur­de 1388 errichtet und war einst Teil der Stadt­mauer. Heute gehört er zum Welt­kultur­erbe.

Namur

Beschau­liche Plätze im Schatten der Zitadelle

Die Stadt am Zusam­menfluss von Sambre und Maas duckt sich im Schatten einer Zitadelle, die zu den mäch­tigsten des ausge­henden Mittel­alters gehörte. Im 17. Jahr­hun­dert wur­de sie noch verstärkt, aus Furcht vor der aggres­siven Expan­si­ons­politik Frank­reichs. Dennoch wur­de sie wenige Jahre später von Ludwig XIV. erobert. Unter dem franzö­si­schen Festungs­ar­chitekten Vauban wur­de das Fort weiter verstärkt. Aber auch das war umsonst, denn nur drei Jahre später eroberte Wilhelm von Oranien Namur zurück. Im 19. Jahr­hun­dert baute das belgi­sche Militär einen neun­fa­chen (!) Festungs­ring um die Stadt. Nun galt sie als unein­nehmbar – bis die deut­sche Armee die Forts im Ersten Welt­krieg mit schwerer Artil­lerie zerstörte. Nach all dem sinn­losen Festungs- und Zerstör­ungs­wahn kann man heute durch die roman­ti­schen Gassen der Altstadt bummeln und auf einem der wunderbar fried­li­chen Plätze einen Café au Lait trinken.

Dinant

Male­ri­sches Städt­chen an der Maas

Die wallo­ni­sche Stadt mit gut 10.000 Einwoh­nern liegt an der Maas, die dort ein male­ri­sches Felsental der Ardennen durch­bricht. Die Kirche zeugt von der Bedeu­tung des Ortes im Mittel­alter, als Dinant vom Messin­ghand­werk lebte. Besonders ihr West­werk von Notre-Dame wird von Kunst­his­to­rikern hoch geschätzt. 100 Meter über der Stadt wacht eine mäch­tige Zitadelle, die um 1820 von den Holländern errichtet wur­de. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Adolphe Sax, der Erfinder des Saxophons. Ihm zu Ehren steht vor seinem Geburtshaus in der rue Sax 31 ein überdi­men­sio­nales, golden glänzendes Saxophon.

Von Namur nach Hause

12 Tage
ab 1.259,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
Nach Oben