Über Dover nach Cornwall: Englands malerische Südküste - Großbritannien
The Lizard: Halbinsel im Südwesten Englands

Über Dover nach Cornwall

Englands malerische Südküste

Wer mit dem eigenen Wagen nach England will, kann in der historischen Stadt Brügge Station machen und am nächsten Tag mit dem Zug durch den Eurotunnel fahren. Von Dover führt die Strecke über die malerische Südküste nach Westen ins Herzogtum Cornwall, das für mildes Klima, idyllische Orte und liebliche Landschaft bekannt ist.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Bruges

A

Brügge

Flämische Kaufmannstadt aus dem Bilderbuch

Die flämi­sche Metro­pole ist eine der schönsten Städte Europas. Ihre Bedeu­tung verdankt sie einer Sturmflut, die eine Fahr­rinne bis zur Nordsee riss.

Im 13. Jahr­hun­dert gehörten neben der Hanse Händler aus Genua, Venedig und Florenz ebenso wie aus Süddeutsch­land, Kastilien, Portugal oder Schott­land zu den regelmäßigen Besu­chern der Stadt. Im Haus der Kaufmannsfa­milie Van der Beurse entstand das erste "Börsengebäude; die Bezeich­nung Börse soll auf diesen Famili­en­namen zurückgehen. Nach einer Blüte im Hoch­mit­tel­alter geriet die Stadt unter spani­sche Herr­schaft und verarmte, so dass die alte Bausub­stanz erhalten blieb. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Roman­tiker den einzig­ar­tigen Reiz der Stadt, die bis heute von Grachten und Kanälen durch­zogen ist. Ringsumher ziehen sich mittel­alter­liche Wall­anlagen, auf den Windmühlen stehen.

Zu Gast in einem Bürgerhaus am Kanal

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Bürger­haus von 1503 direkt am Kanal ist ein Schmuck­stück in der Altstadt von Brügge. Bereits Winston Chur­chill, der sich regelmäßig in Brügge aufhielt, hat es gemalt.

Heute ist es zeit­gemäß renoviert, ohne seinen ursprüng­l­i­chen Charme verloren zu haben. Der Spei­se­saal ist im Stil des 18. Jahrhunderts einge­richtet und wirkt trotzdem nicht steif. Die Zimmer sind groß und hell und haben durch ihre Deko­ra­tion mit Dachbo­denfunden, origi­nalen Böden und exklusiven Möbel einen jeweils individu­ellen Stil. Das Früh­stück wird bei passendem Wetter im Garten am Ufer des Wassers unter einem hundertjäh­rigen Birnbaum serviert. Im Salon kann man in gemüt­li­chem Ambi­ente den nächsten Tag planen oder die bereits gewon­nenen Eindrücke verarbeiten.

Flandern

Grünes Kuchenblech hinter den Dünen
Hinter den Sand­dünen der Nordsee erstreckt sich das Land bis zum Horizont: Flandern, die Region im Nordwesten Belgiens, gleicht einem grünen Kuchenblech. In dem fruchtbaren Land, das von Entwäs­se­rungs­gräben durch­zogen ist, liegen einige der schönsten Städte Europas: Antwerpen, Brügge und Gent. Mit ihren prachtvollen Kathedralen und Begi­nenhöfen, Rathäusern und Markt­plätzen zeugen sie von einer glanzvollen Vergan­gen­heit, in der die Kauf­leute der Hanse Wohl­stand gebracht haben. Seinen Tief­punkt erlebte Flandern im Ersten Welt­krieg, als es Schau­platz entsetz­li­cher Schlachten an der Westfront wur­de. In zahlrei­chen Orten erin­nern Denkmäler und Solda­tenfriedhöfe an die Schre­cken.

Stadhuis

Rathaus von Brügge
Fili­granes Maßwerk, Spitztürmchen und Statuen der flandri­schen Grafen schmü­cken die schöne Fassade des Stadhuis von 1376, eines der ältesten Rathäuser Belgiens. Von hier aus wird die Stadt seit über 600 Jahren verwaltet. Der Goti­sche Saal beein­druckt mit seiner skulpturen­ge­schmückten, gold­bemalten Holzgewölb­e­decke und kunst­vollen Wandma­lerei mit Szenen aus der Geschichte Brügges. Die Civiele Griffie (Zilikanzlei) mit den Figuren von Just­itia, Moses und Aaron auf den Giebeln nebenan diente als Friedensge­richt.

Heilig-Blut-Basilika

ältester Bau von Brügge
Auf dem Burgplein steht das älteste erhal­tene Bauwerk von Brügge, die Heilig-Blut-Basilika. Über der roma­ni­schen St. Base­li­uska­pelle von 1139 wur­de die spätgo­ti­sche Kapelle erbaut, in der die Reli­quie des Heiligen Blutes aufbe­wahrt wird. Der Kreuzfahrer Dietrich von Elsass brachte diese von seinem Kreuzzug nach Jersualem im Jahr 1168 mit.

Von Bruges nach Corfe Castle

Von Bruges nach Calais

122 km | 2:30 h
Die Route führt an der Nordsee entlang nach Westen. Zwischen dem Badeort de Panne und Dunkerque überquert man die französische Grenze.

Picardie

Sand­strände, Äcker und grandiose Kathedralen
Der Norden Frank­reichs ähnelt bereits dem belgi­schen Flandern: Die Land­schaft ist flach und fruchtbar; Äcker mit Kohl und Kartoffeln ziehen sich bis zum Horizont, wo ab und an Kirchtürme den Himmel weisen. Die meisten Reisenden, die die Picardie besu­chen, wollen ans Meer. Dort gibt es endlose Sand­strände und jenseits des Ärmel­ka­nals kann man von manchen Stellen bei gutem Wetter engli­sche Klippen blitzen sehen. Im Hinter­land dagegen kommen Ruhe­su­chende auf ihre Kosten. In den alten Fach­werk­städten wird eher Bier als Wein getrunken, und die Kathedralen von Amiens und Laon gehören zu den schönsten Frank­reichs.

Von Calais nach Folkes­tone

Dauer: 1:30 Stunden

Kent

Krei­defelsen mit Blick nach Frank­reich
Die Graf­schaft im Südosten Englands grenzt an East Sussex, Surrey und London. Über den Euro­tunnel ist sie mit Frank­reich verbunden. Wegen ihrer Lage zwischen London und dem Konti­nent war es oft von mili­täri­schen Konflikten betroffen, etwa im Zweiten Welt­krieg. Die Ostküste Kents wur­de damals auch „Hell Fire Corner“ genannt. Dort türmen sich auch die Krei­defelsen von Dover auf, von denen man an klaren Tagen bis nach Frank­reich schauen kann.

Von Folkes­tone nach Corfe Castle

294 km | 3:30 h

Wessex

Histo­ri­sches König­reich in Süden­g­land
Im Gegen­satz zu Sussex exis­tiert Wessex (von: West-Sachsen) heute nicht mehr als Graf­schaft. Dafür war es vom 6. bis zum 10. Jahr­hun­dert eines der sechs König­reiche, aus denen England hervor­gegangen ist. Es umfasste den Süden und Südwesten von Devon bis Cornwall. Eine wich­tige Sied­lung war Winchester, das unter Alfred dem Großen 871 zur Haupt­stadt wur­de. Seit über 900 Jahren gibt es keinen Earl of Wessex mehr. Dennoch gibt es im südlich-zentralen England Bestre­bungen, eine regio­nale, kulturelle und poli­ti­sche Iden­tität in Wessex zu formen.

London

Multikulturelle Metro­pole
Die Haupt­stadt Großbri­tan­niens und des Commonwealth gehört zu den leben­digsten und aufregendsten Metro­polen der Erde. Seit ihrer Gründung durch die Römer ist die Stadt an den Ufern der Themse dank der zahl­losen Einwanderer aus aller Herren Ländern multikulturell. Über 100 Theater, ungezählte Restau­rants, in denen die Küche der gesamten Welt repräsen­tiert wird, eine nicht mehr zu über­se­hende Musik­szene von der Royal Albert Hall bis zur schrillen Musikkn­eipe in Soho machen die Stadt zu einem Mekka für Musik­liebhaber. Alljähr­li­cher Höhe­punkt sind die Proms, die Prome­naden­konzerte zwischen Juli und September. Zahlreiche Museen und Gale­rien vom British Museum bis Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett machen die Stadt zur neben New York wich­tigsten Kunst­me­tro­pole. Einen brauchbaren Leitfaden durch das Dickicht der Kulturver­an­stal­tungen bieten die Zeitschriften „City Limits“ und „Time Out“.

Sissin­ghurst Castle

Meister­werk engli­scher Garten­ar­chitektur
Der histo­ri­sche Land­sitz in der Graf­schaft Kent ist vor allem wegen seines Gartens berühmt, der ab 1930 von Vita Sackveille-West und ihrem Mann ange­legt wur­de. Sie unter­teilten das rund fünf Hektar große Gelände in zehn abge­schlos­sene Gärten. Als Wände dienten ihnen vor allem Eiben­he­cken. Jeder dieser Gärten im Garten hat ein bestimmtes Thema; so gibt es den Weißen Garten, den Rosen­garten und den Kräu­ter­garten. Die Gestal­tung des Gartens verbindet eine große Schlicht­heit der Gesamt­anlage mit opulenter Bepfl­anzung. Mehr als 200.000 Besu­cher zieht es jähr­lich dort hin. Daher muss man in der Saison auch mal mit Wartezeiten rechnen. 

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Brockenhurst

Durch das größte Waldgebiet Süden­g­lands
Der New Forest ist tatsäch­lich ein alter Wald, das bereits William the Conqueror zu könig­li­chen Jagdgebiet erhob. Der Wanderweg führt durch alte Eichenwälder, sonn­endurch­flu­tete Birkenhaine, aber auch die ein oder andere Nadel­holz­auffor­s­tung. Zwischen­druch kommt man durch Moore und an Quellsümpfen vorbei. Man folgt Wild­bächen und kann sich auf Lich­tungen oder Heide­flächen sonnen. (hin und zurück: 20,3 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 119 Meter)

Fritham Plain

Unter­wegs auf Heiden, in Bachniede­rungen und unter alten Baum­be­ständen
Im Nordwesten des Natio­nalparks New Forest bede­cken weit­läufige Heiden die sanften Hügel, die von Bachniede­rungen und kleineren Wäldern unter­bro­chen werden. Sie gehen auf das 18. Jahr­hun­dert zurück und heißen bis heute »Inclo­sures«, weil sie gegen Wildver­biss eingezäunt wurden. Ursprüng­lich wurden die Wälder ange­pflanzt, um Holz für Kriegs­schiffe zu gewinnen, doch bevor die Bäume schlag­reif wurden, stellte der Schiffsbau auf Stahl um. Ein Glück, denn so kann man bis heute eine abwechs­lungs­reiche Kultur­landschaft genießen. (hin und zurück: 17 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 139 Meter)
B

Jurassic Coast

„Area of Oustanding Natural Beauty“

Die „Jura-Küste“ am südeng­li­schen Ärmel­kanal ist ein 150 Kilometer langer Küsten­streifen, der von der UNESCO zum Welt­natur­erbe erklärt wur­de und als Area of Oustanding Natural Beauty gilt.

Auf dem South West Coast Path kann man kilome­ter­lang an der Küste wandern. Anzie­hungs­punkte auf diesem Weg sind der Fossil­wald bei Lulworth Cove und die Felsbrücke Durdle Door. In den kleinen Städten und Dörfern gibt es Museen und Besu­cher­zentren.

Zu Gast in einem Farmhaus in Corfe Castle

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Farmhaus liegt am Fuße des Challow Hill, etwas außer­halb des histo­ri­schen Ortes Corfe Castle im Herzen der Isle of Purbeck.

Inmitten eines weit­läufigen Gartens befinden sich das Haupt­haus mit zwei geschmackvoll einge­rich­teten Gäst­ezimmern und einem Winter­garten sowie eine umge­baute Scheune mit zwei weiteren Zimmern. Kate und Mark sind perfekte Gastgeber, die ihre Gäste gerne verwöhnen – sei es bei der Begrüßung mit Tee und Kuchen oder mit einem liebevoll zuberei­teten Früh­stück. Aufgrund ihrer Lage ist die Unter­kunft eine ideale Basis, um die Jurassic Coast und die Region zu erkunden; auch die Küsten­stadt Swanage und die Sand­dünen von Stud­land sind schnell erreicht.

Isle of Wight

Mildes Klima auf der Isle of Flowers
Die Insel vor Englands Südküste ist vom Klima begüns­tigt und wird auch „isle of flowers“ oder „isle of gardens“ genannt. Hier wächst Englands bester Wein. Zwar zieht die Insel über das ganze Jahr viele Besu­cher an, wer sich aber zu Fuß aufmacht, um im Westen der Insel zu wandern, findet immer einsame und kaum berührte Stellen. In der Fres­hwater Bay wird er dann mit einem herr­li­chen Blick über die Küsten­landschaft belohnt: schnee­weiße Krei­defelsen kontras­tieren mit dem tiefen Blau der See. Phan­tas­tisch anzu­schauen sind auch die Needles, drei riesige, der Insel vorge­la­gerte Krei­defelsen, die wie Nadeln spitz zulaufen. Rundfahrten um die Insel, wie einige Ausflugsdampfer sie anbieten, lohnen sich wegen des schönen Inselpan­oramas.

New Forest National Park

Laub­wald und Heide mit großer Arten­viel­falt
Der knapp 600 Quad­ratki­lometer große Park in Hamp­shire war ursprüng­lich bewaldet, wur­de aber schon in der Bronzezeit gerodet. Der schlechte Boden führte dazu, dass das Land sich in Heide verwandelte und um 1000 n.Chr. zum könig­li­chen Jagdgebiet erklärt wur­de. Um den Holzbedarf zu decken, wur­de im 1. Welt­krieg Nadel­wald ange­pflanzt. Heute herr­schen wieder Laub­wald und Heide vor – mit großem Arten­reichtum: Schlangen, Zikaden und Eidechsen sind wieder heimisch, außerdem Wildpo­nies und Damwild. Eine ideale Gegend für Wanderer und Radfahrer.

Bour­nemouth

Badeort mit mildem Klima
Der Badeort an der Bucht von Poole ist wegen seiner schönen Lage, seines milden Klimas und seiner langen, sauberen Strände eines der belieb­testen Reise­ziele Großbri­tan­niens. Bour­nemouth gilt als der wärmste und sonnigste Ort in England und bietet dement­spre­chend ein reiches Angebot an Freizei­t­ak­tivi­täten. Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2007 sind die Bewohner des Ortes die zufriedensten auf der ganzen Insel. Das Handels- und Wirt­schafts­zentrum Süden­g­lands ist auch ideal gelegen für Ausflüge nach Dorset und Hamp­shire. Die Jura­küste östlich von Bour­nemouth ist ein 150 km langes Natur­pa­ra­dies und Welt­kultur­erbe.

Von Corfe Castle nach St. Austell

261 km | 4:00 h

Devon

Sanfte Hügel zwischen zwei Küsten
Die Graf­schaft im Südwesten ist eine der größten Englands und die einzige mit zwei voll­ständig getrennten Küstenli­nien. Beide gehören zur Heri­tage Coast. Der Nordküste ist vom Exmoor National Park geschützt, während der Dart­moor National Park rund um eine male­ri­sche Moor­landschaft im Süden einge­richtet ist. Das Binnen­land ist länd­lich geprägt und nur wenig besiedelt. Aus dem Großraum London kommen viele Urlauber zur Naher­ho­lung. Bekannt ist Devon wegen der charak­te­ris­ti­schen „Old-Red“-Sand­steine und der weißen Kalk­ab­la­ge­rungen. Sie haben sich vor ca. 400 Millionen Jahren gebildet. Nach ihnen hat man im 19. Jahr­hun­dert das ganze erdge­schicht­liche Zeit­alter, in dem sie entstanden sind, „Devon“ genannt.

Cerne Abbas

Rätselhaftes, riesiges Scharrbild
Die altehrwür­digen Ruinen einer Abtei, Kopf­steinpflas­ter­straßen, die von den idylli­schen Cottages gesäumt werden und ein Riese machen den Ort in Dorset zu einem lohnenden Ausflugs­ziel. Der Riese ist 55 Meter groß und hält eine lange Keule in der rechten Hand. Sein Phallus allein ist über 7 Meter lang. Mit 60 Zentimeter dicken Linien ist das Bild in den Kalkboden gegr­aben. Bis heute gibt das Scharrbild den Archäo­logen Rätsel auf. Waren es die Kelten, die den Donn­ergott Dagda gezeichnet haben, oder die Römer, die Herkules darge­stellt haben?

Forde Abbey

Beliebte Filmkulisse
Die ehema­lige Zister­zi­en­ser­abtei am Ufer des Flusses Axe wur­de 1141 gegründet und blühte rasch auf, auch weil bereits der dritte Abt Erzbischof von Canter­bury wur­de. Nach der engli­schen Reforma­tion unter Heinrich dem VIII. wur­de das Kloster aufge­löst und zu einem Spott­preis verkauft. Die Abtei diente 100 Jahre als Steinbruch. Was davon übrig blieb, wur­de 1650 zu einem Wohn­an­wesen umge­baut, das den Namen Forde Gardens erhielt. Heute exis­tiert vom ursprüng­l­i­chen Kloster nur noch das Refek­to­rium und der Schlaf­saal; der Rest stammt aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die Anlage mit Garten, die oft als Filmkulisse gebraucht wird, lohnt einen Besuch.
C

Cornwall

Raue Küste, malerische Strände und subtropische Gärten

Die südwest­lichste Graf­schaft Englands ist durch den Atlan­ti­schen Ozean, den Ärmel­kanal und die Kelti­sche See von drei Seiten mit Wasser umgeben.

Raue, steile Felsen wech­seln sich mit langen Stränden und male­ri­schen Buchten ab. Das Klima ist maritim und im Winter aufgrund des Golf­stroms besonders mild, so dass auch medi­ter­rane und subtro­pi­sche Pflanzen gedeihen. Davon profi­tieren die Gärten und Parks rund um die ehema­ligen Adels­sitze. Sie sind zum Teil mehrere hundert Jahre alt und gehören zu den schönsten in England. Seitdem das ZDF sonntag­abends regelmäßig Verfil­mungen von Rosa­munde Pilchers Romanen zeigt, ist Cornwall für viele Deut­sche zum Sehn­suchtsort geworden.

Zu Gast in einem Hideway bei St. Austell

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das mehr­fach ausgezeichne­te Hi­deway bei St. Austell liegt mitten in einer südeng­li­schen Bilder­buch­landschaft in der Nähe der Halb­insel Rose­land.

Die Gäste­zimmer sind in Cottages unter­ge­bracht, die rund um eine Wiese stehen. Bei der Innen­einrich­tung wur­de auf vikto­ria­ni­sche Schnörkel verzichtet und stattdessen auf eine geschickte Kombi­na­tion von Stoffen, Farben und Mustern gesetzt. In der Lounge, wo an kalten Tagen ein Feuer im offenen Kamin pras­selt, kommt man mit anderen Gästen und den freund­li­chen Gastgebern Janie und Mike ins Gespräch.

Newquay

Badeort am Rand einer Steil­küste
Auf kornisch heißt die Stadt an der Nordküste der Graf­schaft Cornwall Tewynn Pleu­stri. Im 15. Jahr­hun­dert war Newquay noch ein Fischerdorf, entwi­ckelte sich aber schnell, als sich eine Sardi­nen­indu­s­trie ansiedelte, die im 18. Jahr­hun­dert große Mengen Sardi­nien nach Italien expor­tierte. Mit dem Ausbau des Eisen­bahn­netzes, und angelockt von den schönen Sand­stränden bei Newquay und von den Wellen des Atlantik, setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schließ­lich der Strom der Sommer­ur­lauber ein. Der Ort liegt am Rande der Steil­küste, und seine insge­samt elf Sand­strände haben zusammen eine Länge von mehr als 10 km. Das Klima ist ausge­g­li­chen; im Trenance Tal gibt es sogar tropi­sche Vege­ta­tion. Der kleine Hafen wird nur noch von lokalen Fischern und von Vergnügungs­dampfern benutzt.

Lost Gardens of Heligan

Schluchtgarten mit mythi­schen Skulpturen
Der bekann­teste Garten von Cornwall besteht aus einem Schluchtgarten und einem engli­schen Landschafts­park mit einem ­Nutz- und einem Ziergarten. Besonders attraktiv sind der D­schungel in der Schlucht, wo Bambus, Gunneras, Agaven und Baumfarne wachsen sowie „The Lost Valley“  mit Eichen, Buchen und Kasta­nien. Im Garten leben zudem sel­tene Wild­tiere. Die überwach­senen Erdskulpturen nehmen Bezug auf die Mytho­logie Cornwalls.

Eden Project

Bota­ni­scher Garten mit tropi­schen Pflanzen.
Der bota­ni­sche Garten nörd­lich von St. Austell ist einer der bedeu­ten­dsten seiner Art und zählt inzwi­schen tausende Besu­cher. Auf 50 Hektar Land in einer stillgelegten Kaolingrube wachsen 100.000 Pflanzen aus 5.000 verschiedenen Arten. Besonderer Wert wird dabei auf bedrohte Arten­ gelegt, um die gene­ti­sche Viel­falt von Wild- und ­Nutzpflanzen zu erhalten. Die Gewächs­häuser mit einer Sechs­eckkon­struk­tion sind derzeit die größten der Welt und beherbergen tropi­sche und medi­ter­rane Pflanzen.

Zum Dodman Point

Wande­rung auf dem South West Coast Path
Die Halb­insel südlich von Meva­gissey (ursprüng­lich St. Meva and St. Issey) eignet sich besonders, um ein Stück auf dem South West Coast Path zu gehen. Höhe­punkt ist der Dodman Point, der zu drei Seiten von Wasser umschlossen ist. (hin und zurück: 17.2 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 350 Meter)

Pentire Point bei Polzeath

Spaziergang bei Sonnen­un­ter­gang
Pentire Point liegt an der Spitze einer kleinen Halb­insel nörd­lich von Polzeath in Cornwall. Die kleine, aber herr­liche Rundwande­rung ist eine ideale Abend­tour kurz bevor die Sonne im Meer versinkt. (hin und zurück: 9 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 140 Meter)

Von St. Austell nach Helston

64 km | 1:30 h
D

Land's End

Subtropische Parks, feine Sandstrände

Bizarre Natur­schön­heiten, subtro­pi­sche Parks und Gärten, Felsklippen und feine Sand­strände kennzeichnen den äußersten Südwesten Englands.

In dieser warmen, vom Golf­strom begüns­tigten Region soll im 5. Jahr­hun­dert der legendäre König Artus gelebt haben. Der breto­ni­sche Fürst hat sich den marodierenden angel­säch­si­schen Warlords entgegen­ge­stellt und sie vernich­tend geschlagen. Die Bewohner der Halb­insel Cornwall, die jahrhunder­te­lang vom Schmuggel gelebt haben, sind stolz auf ihre breto­ni­sche Abstam­mung. Das Cornish, eine dem Breto­ni­schen verwandte Sprache, ist allerdings vor 200 Jahren ausge­s­torben. Auf einer Rundfahrt kann man roman­ti­sche Fischer­städt­chen besu­chen. Unter­wegs kommt man an Mount St. Michels, einem Klosterberg im Meer, vorbei. Schließ­lich gelangt man zum Land's End, wo England mit einem schroffen, 60 Meter aus dem Atlantik herausra­genden Granitfelsen endet.

Zu Gast in einem Cottage bei Carminowe

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Cottage aus dem 18. Jahr­hun­dert liegt inmitten eines südeng­li­schen Gartens im Tal von Carmi­nowe, einge­bettet in das Landschafts­schutzgebiet Cornish Oak Wood­land.

Die Bilder­buchküste Cornwalls ist etwa eine Meile entfernt, sodass man sie gut in Tages­ausflügen erkunden kann. Die in hellen Farben gestal­teten Zimmer im Landhaus­stil liegen mit Blick zum gepflegten Garten. Marion und Peter sind freund­liche Gastgeber, die ihren Gästen gerne ­Tipps für Ausflüge geben oder sie durch den Garten führen, der schon in Fachzeitschriften Erwäh­nung fand und neben ca. 120 Rosen­arten auch Obstbäume und Gemüsebeete beheimatet.

Helston Railway

Histo­ri­sche Dampflok am Land's End
Als Ende des 19. Jahrhunderts Land's End zu einem begehrten Urlaubs­ziel für reiche Londoner wur­de, schloss man Helston an das Eisen­bahn­netz an. Mitte der 1960iger Jahre wur­de die Bahn wieder stillgelegt und durch Busver­kehr ersetzt. Erst 2002 wur­de die Helston Railway Preserva­tion Society gegründet, die auf einem Teil­ab­schnitt der Strecke einen Muse­ums­be­trieb aufge­baut hat. Die histo­ri­sche Dampflok startet vom Bahnhof Prospid­nick.

Glendurgan Garden

Subtro­pi­scher Garten an der Mündung des Helford River
Der subtro­pi­sche Garten liegt in einer Schlucht an der Mündung des Helford River. Durch die Schlucht fließt ein Bach, der kurz vor dem Strand einen Teich speist. Entlang der Schluchtwände ziehen sich die Park­wege zwischen der üppig wuchernden Vege­ta­tion. Im Mai und Juni leuchtet Glendurgan in allen Farben der Rhododend­ren­blüte. Charak­te­ris­tisch für den ­Park ist der Irrgarten aus Lorbeer­he­cken aus dem Jahr 1833 in der Mitte des Gartens. Wer noch mehr subtro­pi­sche Pflanzen ansehen möchte, kann den benach­barten Trebah Garden anschauen.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

St. Michael's Mount

Gezei­ten­insel mit Kloster und Garten
Auf einer Gezei­ten­insel an der Südwest­spitze Englands liegt eine Klos­ter­anlage, die mit einer Fähre und bei Ebbe auch über einen schmalen Damm zu errei­chen ist. Das Ensemble ähnelt dem Mont Saint-Michel im Norden Frank­reichs, ist allerdings weniger bekannt. Die Kapelle auf dem Berg stammt aus dem 15. Jahr­hun­dert. Heute ist sie in Privat­be­sitz, kann aber besich­tigt werden. Neben dem Kloster gibt es einen subtro­pi­schen Garten. Im Hafen aus dem Spät­mit­tel­alter legen noch heute die Fähren an. 

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Von Helston nach Scorriton

156 km | 2:30 h

Um einen Eindruck von der Schönheit Cornwalls zu bekommen, sollte man die kurze Etappe auf den ganz kleinen Straßen zurücklegen, die meist von Trockenmauern oder Hecken gesäumt und oft einspurig sind.

Welche Route auch immer man fährt, man wird dabei verschlafene Dörfer, alte Kirchen und idylli­sche Flecken entde­cken.

E

Dartmoor

Nebliger Nationalpark mit gespenstischem Charakter

Bekannt geworden ist der geschicht­s­träch­tige Land­strich im Südwesten Englands durch den „Hound of the Baskervilles“, eine Spukge­schichte, die nicht zufällig in dieser einsamen Land­schaft spielt.

Hoch­moor, sanfte Hügel und Granitfelsen wirken bei Sonnen­schein zwar lieb­lich. Fällt aber der Nebel ein, gewinnt alles einen düsteren, ja gespens­ti­schen Charakter. Dazu tragen auch die Zeug­nisse mensch­li­cher Vergan­gen­heit bei: verlas­sene Berg­werke, Menhire aus präh­is­to­ri­scher Zeit oder eine rätselhafte Gräber­straße mit über 70 Steinen. 1949 wur­de das könig­liche Jagd­revier zu einem Natio­nal­park erklärt, durch den zahl­lose herr­liche Wander­wege führen.

Zu Gast in einem B&B in Scorriton

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt inmitten von Wiesen, Weide­land und Wildgärten etwas außer­halb von Scorriton im Dart­moor Natio­nal­park.

Debbie und Michael haben hier eine Wohlfühloase geschaffen und zeigen ihren Gästen schon bei der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen ihre Gastfreundschaft. Es gibt drei Zimmer mit einem privaten Außenbereich mit Sitzgelegen­heiten. Bei schlechtem Wetter kann man es sich in der Lounge gemüt­lich machen, entspannt ein Buch lesen oder sich anhand von Karten und Broschüren mit Informa­tionen über die örtli­chen Sehens­wür­digkeiten versorgen. Das Früh­stück besteht vorrangig aus regio­nalen Produkten und wird für alle am großen Tisch im Esszimmer mit Pa­no­ra­ma­blick über die Land­schaft ange­richtet. Auf Wunsch bereitet Debbie abends kalte Platten zu. Direkt am Haus vorbei verlaufen der Dart­moor Way Wander­pfad und Radweg, weitere sind in der näheren Umge­bung.

Buck­fast Abbey

Aktives Kloster am Rand von Dart­moor
Die Benedikti­ner­abtei von 1018 ist eines der wenigen Klöster in Großbri­tan­nien, die noch aktiv sind. Über die Frühzeit des Klos­ters ist nur wenig bekannt. Ab 1136 gehörte dann zum Zister­zi­en­ser­orden: Unter Heinrich VIII. wur­de die Anlage zerstört. Mehr als 300 Jahre lang exis­tierten von der Abtei nur noch Ruinen. 1882 wurden Benediktiner in Frank­reich verbannt. Auf der Suche nach einer neuen Exis­tenz kamen einige nach Devon und erwarben schließ­lich das Anwesen. Heute ist die Klos­ter­anlage wieder aufge­baut und kann besich­tigt werden. Täglich finden sechs Gottesdi­enste statt, an  denen auch die Öffent­lichkeit teil­nehmen kann. Besonders in der Feri­en­zeit gibt es ein reiches Konzertleben.

Wide­combe in the Moor

Künst­lerdorf im Herzen von Dart­moor
Das Dorf im Herzen des Dart­moor National Parks liegt in den sanften Hügeln von Devon, umgeben von einsamen Cottages und Moor­landfarmen. Dahinter erst erstreckt sich das Innere des Moors. Jähr­lich findet die Wide­combe Fair statt, ein Jahr­markt, der in England-weit bekannt ist. Die goti­sche Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert wirkt zu groß für den Ort und wird auch „Kathedrale des Moores“ genannt. Als im Oktober 1638 während der Mees ein gewal­tiger Blitz ins Kirchen­dach einschlug und einen Beter erschlug, wur­de dies als Werk des Teufels gedeutet, der aus dem Moor gekommen war und die Sünder mitgenommen hatte.

Canont­eign Falls

Märc­henhaft schönes Ensemble in Dart­moor
Der Wasserfall gehört zu den höchsten Englands und stürzt über mehrere Felsen fast 60 Meter in einen Waldsee. Das märc­henhafte Ensemble liegt im Dart­moor National Park, wo es eine der größten Attrak­tionen des Natio­nalparks dar­stellt. Mehrere Wander­wege führen um die Fälle herum; am einfachsten ist der Grandad's Way, der nur 20 Minuten dauert und einen guten Über­blick über die natür­li­chen Lebens­räume im Moor gibt.

Von Scorriton nach Eastbourne

401 km | 5:00 h

Die Etappe wird von einzig­ar­tigen Sehens­wür­digkeiten gesäumt: bei Yeovil liegt das Monta­cute House, eines der schönsten Schlösser aus Elisa­bet­ha­ni­scher Zeit.

Die goti­schen Kathedralen von Salisbury und Winchester, das bis ins 13. Jahr­hun­dert Englands Haupt­stadt war, gehören zu den schönsten der Insel. Schließ­lich führt die Strecke an Ston­e­henge vorbei, dem welt­be­kannten und eindrucksvollsten Zeugnis jener uralten vorkel­ti­schen Kultur, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgibt.

Somerset

Apfelwein, Natio­nalparks und eine lange Küste
Die Graf­schaft im Südwesten von England wird im Norden vom Bristol Channel begrenzt. Abge­sehen von der herausra­genden Stadt Bath wirkt die Gegend länd­lich und idyllisch. Somerset ist wie die Normandie in Frank­reich vor allem für seine Apfel-Plan­tagen und den Cider bekannt. Zu den At­trak­tionen gehören die Küsten­orte und der Exmoor-Natio­nal­park. Die Gärten und Parks der Region sind in das Euro­pean Garden Heri­tage Network einge­bunden. Viele histo­ri­sche Gebäude sind mit dem charak­te­ris­ti­schen honig­gelben Bath Stone gebaut oder verkleidet.

Knightshayes Court

Märc­henschloss eines Indu­s­trieba­rons
Das denkmalge­schützte Herren­haus von 1879 bei Tiverton ist ein Musterbei­spiel eines eleganten vikto­ria­ni­schen Land­sitzes. Erbauer war John Heathcoat. Der Mann aus einfa­chen Verhält­nissen hatte ein Vermögen mit der indu­s­tri­ellen Massen­fer­tigung von Spitzenklöp­peln gemacht, die zu seiner Zeit Bestand­teil des Sonn­tags­staats war. Heute beherbergt das Haus eine Gemälde­samm­lung. Der Park gilt als einer der schönsten in Devon. Inter­essant ist auch der ummauerte Kräu­ter­garten.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Glas­tonbury

Kelti­sche Mythen um König Arthur
Sagen­umwoben ist der kleine Ort in Somerset seit altersher. Auf dem Hügel von Glas­tonbury soll das Grab von Joseph von Arimatia liegen, der den Leichnam Jesu vom Kreuz genommen und begr­aben hat. Der Legende nach hat er auf seinem Weg zu den Kelten hier Halt gemacht und seinen Wander­stab in die Erde gestoßen. Daraufhin sei ein Dornbusch gewachsen, der noch heute grünt und zu Weih­nachten blüht. An dieser Stelle habe Joseph dann den Heiligen Gral vergr­aben, also den Kelch, aus dem Jesus und seine Jünger gemeinsam getrunken haben. Später sei hier die älteste Kirche der briti­schen Inseln gebaut worden. Noch heute stehen dort die Ruinen eines Kloster aus dem 6. Jahr­hun­dert, in der auch das Grab von König Arthur liegen soll. Heute zieht der mythi­sche Ort viele Esote­riker an.
F

Sussex

Seebäder und urige Wälder

Der Name der ehema­ligen Graf­schaft bedeutet „Südsachsen“ und weist darauf hin, dass Sussex ab dem 5. Jahr­hun­dert ein angel­säch­si­sches Klein­kö­n­ig­reich war.

Im Osten grenzt es an Kent, im Norden an Surrey und im Westen an Wessex. Die Land­schaft ist größ­ten­teils flach, mit den Hügel­ketten der South Downs und des Weald als höchste Erhe­bungen. Die Flüsse sind kurz und wenig bedeu­tend. Die Küste ist der bedeu­tende Wirt­schafts­faktor. Neben Brighton sind noch Bognor Regis und Eastbourne bedeu­tende Seebäder. Im Landes­in­neren herr­schen vor allem Obstbau und Rinderzucht vor. Der South Downs Footpath erschließt einige besonders schöne Winkel.

Zu Gast in einem Manor House bei Eastbourne

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ursprüng­lich gehörte das Grund­stück zu einem Kreuzritter­orden. Später wur­de der Garten mit einer hohen Mauer eingefriedet.

Vor 300 Jahren kam ein Herren­haus hinzu, das heute zu den ältesten rund um Eastbourne gehört. Eine Zeit lang wohnte die Zeich­nerin und Illu­s­t­ra­torin von „Peter Pan“, Mabel Lucie Attwell, im Haus. Heute kommen Gäste aus aller Welt in den Genuss des Ensembles. Die Garten­liebha­berin Wendy hat das Anwesen erworben und zu einem Gäst­e­haus ­umge­staltet, das zu Recht mit fünf Sternen bewertet wird. Beim engli­schen Früh­stück berück­sich­tigt sie persön­liche Vorlieben und gibt Tipps für Ausflüge in die Umge­bung.

St Michael and All Angels

Jesus im hundertjäh­rigen Krieg
Die denkmalge­schützte Kirche von Berwick stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert. Bereits in vorchrist­li­cher Zeit stand hier ein Heiligtum. Bemerkens­wert sind die Wand- und Decken­ge­mälde aus der Renais­sance. Der italie­ni­sche Stil ist hier weiter­entwi­ckelt. Jesus wird hier in das vom 100-jährigen Krieg zerstörte England versetzt.

Charleston Farm­house

Treff­punkt der antivi­k­to­ria­ni­schen Künst­ler­szene
1916 zogen Vanessa Bell und ihr Geliebter Duncan Grant in ein Farmhaus in Sussex. Bald entwi­ckelte es sich zum länd­li­chen Treff­punkt einer Künst­ler­szene, der Bloomsbury Group. Virginia Woolf war regelmäßig zu Besuch, ebenso der Ökonom John Maynard Keynes oder der Schrift­steller E. M. Forster. Gemeinsam war ihnen die Ableh­nung des prüden und bigotten vikto­ria­ni­schen Zeit­alters. In Charleston Farm­house lebten sie frei von tradi­tionellen Fesseln. Das Haus wur­de künst­le­risch umge­staltet, inspi­riert von italie­ni­scher Fresco­ma­lerei. Es finden sich Bezüge zu den Post-Impres­sio­nisten und Picasso. Alles wur­de bemalt: Wände und Kaminsimse, der Esszimmer­tisch, Türen, Bade­wannen, Betten, Geschirr und Lampen. 1985 wur­de das Haus zum Denkmal erklärt. Seitdem wird mit immensem Aufwand die Kunst erhalten, die eigent­lich nur für den Augen­blick gedacht war.

Glynde­bourne Festival Opera

Private Opernbühne auf einem Land­sitz in Sussex
Als Liebhaber von Mozart-Opern und Ehemann einer Sängerin litt der wohlha­bende Land­be­sitzer John Christie darunter, dass die Oper in England seiner Meinung nach „nicht exis­tent“ war. Inspi­riert von den Salzburger und Bayreuther Fest­spielen grün­dete er 1933 mit dem deut­schen Dirigenten Fritz Busch und dem deut­schen Schau­spieler und Regis­seur Carl Ebert die Glynde­bourne Festival Opera, die sich binnen kurzer Zeit zu einer der bedeu­ten­dsten kleinen Opernbühnen der Welt entwi­ckelte. Nach einer Umge­stal­tung 1990 fasst das Opern­haus 1.200 Plätze. Ein Besuch muss online gebucht werden. Eine Besonder­heit ist die Pause: Sie dauert mindes­tens 90 Minuten, sodass Zeit für ein Pick­nick im idylli­schen Park bleibt.

Von Eastbourne nach Hause

Fähre

Von Eastbourne nach Dover

114 km | 2:30 h

Great Dixter

Herren­haus mit Arts-and-Crafts-Garten
Das denkmalge­schützte Herren­haus in Northiam lohnt einen Besuch vor allem wegen seines Gartens im Arts-and-Crafts-Stil. Ein Obstgarten und eine wilde Blumenwiese sind Teil der Anlage. Garten­ar­chitekten haben hier viele mutige Versuche von Form, Farbe und Kombi­na­tion vorge­stellt.

Rye

Mittel­alter­li­ches Städt­chen im Wattenmeer
Die bezau­bernde Klein­stadt in der Graf­schaft East Sussex wirkt wie eine Oase im Wattenmeer. Sie gehörte einst zum Städtebündnis der fünf engli­schen Kanalhäfen (Cinque Ports), wur­de oft angegriffen und zerstört. Als der Hafen austrock­nete, begann auch der wirt­schaft­liche Niedergang. Wegen der Entvöl­ke­rung wur­de der mittel­alter­liche Charakter bewahrt. Besonders schön ist ein Bummel durch die kopfst­ein­ge­pflas­terte Mermaid Street mit dem Mermaid Inn. Der einst berüc­h­tigte Schmugg­ler­treff­punkt stammt aus dem 15. Jahr­hun­dert. Gegenüber liegt das in derselben Zeit erbaute „House Oppo­site“, das so heißt, weil viele es fälsch­li­cherweise für das „Mermaid Inn“ hielten und von den Bewoh­nern dorthin verwiesen wurden.

Von Dover nach Calais

102 km | 2:30 h
Die Fähr­überfahrt dauert 90 Minuten. Der Check-In schließt 30 Minuten vor Abfahrt.
Gute Fährver­bindungen zum selber buchen finden Sie auf unserer Home­page: www.umfulana.de/faehren oder z.B. auf www.poferries.com
15 Tage
ab 1.449,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
Nach Oben