Rundreise durch Südengland: subtropische Gärten und Sandstrände - Großbritannien
Lanhydrock: viktorianisches Herrenhaus in Bodmin

Rundreise durch Südengland

subtropische Gärten und Sandstrände

Englands südwestliche Halbinsel ist vom Klima begünstigt: Was hierzulande nur in Treibhäusern wächst, blüht in Cornwall in Gärten oder wild. Auf dieser Südengland-Rundreise kann man einige der schönsten Gästehäuser samt ihrer Parks von innen kennenlernen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von London nach Stroud

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Enter­prise
Fahrzeug: Ford Focus o.ä. (CDMR)
Station: London-Heathrow Flughafen (Shuttle Service)

Von London nach Stroud

144 km | 2:30 h

Bei Reading verlässt man den Ballungs­raum London und fährt durch südeng­li­sche Hügellandschaft.

25 Meilen west­lich von London lohnt ein Besuch von Windsor Castle auf einem Krei­defelsen über der Themse, das den Royals seit über 900 Jahren als Sommer­residenz dient. Bei Swindon bietet sich ein Abzweig nach Avebury zu den Circles an, einer gigan­ti­schen neustein­zeit­li­chen Kult­anlage, von der noch einige gewal­tige Hinkel­steine und Wälle übrig geblieben sind.

Wessex

Histo­ri­sches König­reich in Süden­g­land
Im Gegen­satz zu Sussex exis­tiert Wessex (von: West-Sachsen) heute nicht mehr als Graf­schaft. Dafür war es vom 6. bis zum 10. Jahr­hun­dert eines der sechs König­reiche, aus denen England hervor­gegangen ist. Es umfasste den Süden und Südwesten von Devon bis Cornwall. Eine wich­tige Sied­lung war Winchester, das unter Alfred dem Großen 871 zur Haupt­stadt wur­de. Seit über 900 Jahren gibt es keinen Earl of Wessex mehr. Dennoch gibt es im südlich-zentralen England Bestre­bungen, eine regio­nale, kulturelle und poli­ti­sche Iden­tität in Wessex zu formen.

Windsor Castle

Domizil der Queen
Das größte Schloss der Welt ist zugleich das älteste durch­gängig bewohnte. Die Ursprünge von Schloss Windsor liegen in der Zeit Wilhelms des Erobe­rers. Zusammen mit dem Buckingham Palace und dem Holyrood Palace in Edinburgh ist es eine der offi­zi­ellen Haupt­residenzen der Queen. Unter­halb des „engli­schen Versailles“ fließt die Themse auf ihrem Weg nach Osten zur Haupt­stadt London. 
Seit ihrem 80. Geburtstag wohnt die Königin ständig in Windsor und hält sich seither nur noch zu Arbeits­zwe­cken im Buckingham Palace auf. Ihre Anwe­sen­heit erkennt man an der könig­li­chen Wappen­standarte auf dem Round Tower, während in ihrer Abwe­sen­heit dort der Union Jack weht. Das Schloss ist täglich für Besich­tigungen geöffnet (März bis Oktober von 9:45 – 17:45 Uhr).

Bekonscot

Miniatur­impe­rium aus den 1930er Jahren
Das älteste Modell­ei­sen­bahn-Dorf der Welt zeigt England, wie es in 1930er Jahren war. Aufge­baut wur­de es von einem Buchhalter als Miniatur­impe­rium in seinem großen Garten. Hilfe bekam er bald von seinem Gärtner, dem Koch, dem Dienstmädchen und dem Chauf­feur. Gemeinsam entwi­ckelten sie die Modell­landschaft. Der Swimming Pool wur­de zum ersten Meer und die hüge­ligen Stein­gärten ein wildes Gebirge. Bald wur­de aus der Schrulle ein großer Erfolg. Inter­na­tio­nale Zeitungen berich­teten, die Wochenschau kam. Heute ist Bekonscot eine Besu­che­rat­trak­tion – vor allem für Kinder. Vom Eintritts­preis wird ein Wohltä­tigkeits­projekt unter­stützt.
A

Cotswolds

Schafweiden und idyllische Städtchen im Herzen Englands

Buchenwälder über­ziehen sanfte Hügel, ungezählte Schafe weiden auf saftigen Wiesen, dazwi­schen liegen male­ri­sche Dörfer und geschicht­s­träch­tige Klein­städte: Zu Recht werden die Cots­wolds als Area of Outstanding Natural Beauty bezeichnet.

Im Norden begrenzt der River Avon die Cots­wold Hills, im Osten reichen sie bis Oxford. Schafe haben die Gegend reich gemacht. So nennt man die Kirchen der Region auch Wool Churches, weil sie mit dem Geld gebaut wurden, das im Wollhandel verdient wur­de. Die Gegend ist wohlha­bend geblieben, da viele vermögende Londoner hier einen zweiten Wohn­sitz haben oder sich zur Ruhe setzen. Sehens­werte Orte sind Broadway, Burford, Chedworth, Chipping Norton, Moreton-in-Marsh, Pains­wick und Stow-on-the-Wold.

Zu Gast in einem Cotswoldhaus im Golden Valley

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Kate und Edward empfangen ihre Gäste in einem für die Cots­wolds typi­schen Stein­haus. Es liegt in ruhiger Umge­bung, inmitten von Feldern und Gärten und bietet weite Blicke über das Golden Valley.

Das große, tradi­tionell und geschmackvoll einge­rich­tete Gäste­zimmer liegt separat, besteht aus einem Schlafzimmer in der ersten Etage und einem Wohnraum im Erdge­schoss und hat Zugang zu Garten und Innenhof. Das Früh­stück wird nach Wunsch zubereitet – von frischem Obst und Joghurt, über selbst­gemachte Marme­laden bis hin zum Full English Breakfast ist alles möglich. Wande­rungen und Spaziergänge kann man direkt vor der Haustür beginnen, außerdem kann man Fahr­räder leihen oder Tennis spielen. Im Ort gibt es zwei Pubs, in denen man gut essen kann, und ein Café. Die Lage des Hauses ist ideal, um die umliegenden Städt­chen Tetbury, Stroud und Ciren­cester zu besu­chen oder die Cots­wolds zu erkunden.

Midlands

Vom Black Country zur Metro­politan Area
Die Midlands im zentralen Teil Englands entspre­chen etwa dem mittel­eng­li­schen Tief­land. Sie werden auch Black Country genannt, weil sie das Zentrum der Kohleförde­rung waren. Ihr urbanes Zentrum ist die Agglome­ra­tion von Birmingham, Wolver­hampton und Coventry mit mehreren Millionen Einwoh­nern. Mit der Fertig­stel­lung des Oxford Kanals 1790 begann der Aufstieg der Midlands, als auf dem Wasserweg Waren bis nach London transpor­tiert werden konnten.

Süd-Wales

Mildes Klima, Bade­buchten und Steil­küsten
Die milde Küste von Süd-Wales ist durch schöne Bade­strände, Feri­en­orte und norman­ni­sche Küstenburgen gekennzeichnet. Beein­dru­ckend ist der mittel­alter­liche Ort Pembroke mit seiner gewal­tigen Festung, von der aus man einen phan­tas­ti­schen Blick genießt. Nörd­lich davon liegt der Pembroke­shire Coastal National Park, der einsame Bade­buchten und grandiose Steil­küsten vor der Zersiede­lung schützt. Den Zauber der Land­schaft kann man vor allem auf den stillen Wander­wegen durch den Park auf sich wirken lassen.

Bristol

Pest und Sklavenhandel in bedeu­tender Hafen­stadt
Die mit 450.000 Einwoh­nern sechstgrößte Stadt Englands liegt an der Mündung des River Avon in den Bristol Channel. Im Mittel­alter war sie nach York und London die drittgrößte Stadt des Landes, versank dann aber wegen einer langen Pestepidemie in Agonie. Die Wende brachten die engli­schen Kolo­nien in Amerika und der Sklavenhandel. Man schätzt, dass über eine Million Sklaven über Bristol nach Amerika verschleppt wurden. Ab 1760 geriet die Hafen­stadt ins Hinter­treffen gegenüber Liver­pool. Im Zweiten Welt­krieg wur­de die histo­ri­sche Altstadt von deut­schen Bombern voll­ständig zerstört. Auf den Trümmern wur­de ein Park ange­legt, in dem bis heute zwei ausgebombte Kirchen als Mahnmal stehen.

Von Stroud nach Exmoor

221 km | 3:00 h
Nachdem man die moderne Hafen­stadt Bristol passiert hat, kommt man an zwei berühmten Bade­orten vorbei: Clevedon und Weston, das einen über drei Kilometer langen Bade­strand hat.

Devon

Sanfte Hügel zwischen zwei Küsten
Die Graf­schaft im Südwesten ist eine der größten Englands und die einzige mit zwei voll­ständig getrennten Küstenli­nien. Beide gehören zur Heri­tage Coast. Der Nordküste ist vom Exmoor National Park geschützt, während der Dart­moor National Park rund um eine male­ri­sche Moor­landschaft im Süden einge­richtet ist. Das Binnen­land ist länd­lich geprägt und nur wenig besiedelt. Aus dem Großraum London kommen viele Urlauber zur Naher­ho­lung. Bekannt ist Devon wegen der charak­te­ris­ti­schen „Old-Red“-Sand­steine und der weißen Kalk­ab­la­ge­rungen. Sie haben sich vor ca. 400 Millionen Jahren gebildet. Nach ihnen hat man im 19. Jahr­hun­dert das ganze erdge­schicht­liche Zeit­alter, in dem sie entstanden sind, „Devon“ genannt.

Somerset

Apfelwein, Natio­nalparks und eine lange Küste
Die Graf­schaft im Südwesten von England wird im Norden vom Bristol Channel begrenzt. Abge­sehen von der herausra­genden Stadt Bath wirkt die Gegend länd­lich und idyllisch. Somerset ist wie die Normandie in Frank­reich vor allem für seine Apfel-Plan­tagen und den Cider bekannt. Zu den At­trak­tionen gehören die Küsten­orte und der Exmoor-Natio­nal­park. Die Gärten und Parks der Region sind in das Euro­pean Garden Heri­tage Network einge­bunden. Viele histo­ri­sche Gebäude sind mit dem charak­te­ris­ti­schen honig­gelben Bath Stone gebaut oder verkleidet.

Wye Valley Walk

Durch eine Schlucht zur Druiden­grotte
Ein schönes Teil­stück des Wye Valley Walk führt von Tintern auf schmalen, teils steilen Pfaden durch das schlucht­ar­tige Wye-Tal. Schönster Punkt der Wande­rung ist eine Grotte im Pierce­field Estate, die auch als Druiden­tempel bezeichnet wird.  Auf den 365 steps steigt man dann zum Park­platz Lowe Wyndcliff an der A466 hinab. Der Wanderweg führt weiter durch das Wye-Tal bis nach Chepstow.
B

Exmoor

Moorlandponies und keltische Heilige

Der 1954 gegrün­dete Natio­nal­park liegt an der abwechs­lungs­rei­chen Südküste des Bristol Chan­nels.

Zwischen den felsigen Klippen finden sich dicht bewal­dete Taleinschnitte und kleine Buchten. Land­einwärts breitet sich eine land­wirt­schaft­lich genutzte Zone aus, in der die meisten Dörfer liegen. Ihre Kirchen sind – wie in der Bretagne – meist kelti­schen Heiligen geweiht. Im Hinter­land der Farmen wächst auf einer Höhe von etwa 300 Metern die unbebaute, baum­lose Moorheide, wo Heidekraut, Ginster und Farn­ge­wächse oft von Nebel umhüllt sind. Exmoor ist die Heimat der gleich­na­migen Moor­landpo­nies, der ältesten Ponyrasse in Großbri­tan­nien.

Zu Gast in einem Country House in Exmoor

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus von 1856 auf den Klippen über der Küste von Exmoor liegt am South West Coastal Path, einem der großen Wander­wege Englands.

Ian und Sarah haben ihre Residenz voll­ständig renoviert und dabei ein Refugium für Gäste geschaffen, die gutes Essen, das Meer und eine friedvolle Umge­bung mögen. Jedes der Zimmer greift die vikto­ria­ni­sche Geschichte des Hauses in zeitge­nös­si­scher Weise auf. Die Atmo­sphäre, die die beiden Jazz-Enthusi­asten verbreiten, ist ange­nehm zwanglos. Auf der Terrasse kann man Tee oder Wein trinken und die schöne Aussicht aufs Meer genießen. Das ange­bo­tene Dinner mit vorwiegend frischen Zutaten aus der Region ist empfehlens­wert.

Lynton and Lynmouth Cliff Railway

Wasser­last­bahn an einer Steil­küste
Als im frühen 19. Jahr­hun­dert immer mehr Urlauber auf Schaufelradbag­gern ankamen, wur­de die Steil­küste zwischen Lynton und Lynmouth zum Problem. Ponys und Esel konnten das Verkehrs­auf­kommen nicht mehr bewäl­tigen, weshalb der Baron Marks of Woolwich eine Wasser­ba­l­ast­bahn mit ausgeklügelter Technik ersann. Sie besteht aus zwei Wagen für 40 Personen, die durch ein Seil mitein­ander verbunden sind. Dieses läuft an jedem Ende der Strecke über eine Umlenk­rolle. Jeder Wagen hat einen Wassertank unter dem Fußboden. Durch eine Rohrlei­tung wird Wasser in den Tank des oberen Wagens geleitet. Danach wird so lange Wasser aus dem unteren Wagen abge­lassen, bis der obere Wagen schwerer ist und zu rollen beginnt. Zum Glück fährt ein Bremser mit und reguliert die Geschwin­digkeit.

South West Coast Path

Wandern von Leucht­turm zu Leucht­turm
Ursprüng­lich wur­de der Weg von Leucht­turm zu Leucht­turm von der Coast Guard  ange­legt. Er diente der Bekämpfung der Schmuggler. Heute ist daraus einer der schönsten Fernwander­wege Englands geworden. Über mehr als 1.000 Kilometer führt er von Minehead entlang der Küsten von Devon und Cornwall nach Poole Harbour in Dorset.

Von Exmoor nach St. Austell

160 km | 3:00 h

Clovelly

Male­ri­sches Fischerdorf in den Dünen
Das Fischerdorf an der Nord­ostküste von Devon liegt male­risch zwischen bewach­senen Dünen hinter dem Strand. Ein 800 Meter langer Weg mit Kopf­steinpflaster und Stufen führt zum Hafen hinunter, der von einer Kaimauer aus dem 14. Jahrhundert geschützt wird. Zwischen den histo­ri­schen Kapellen und Häusern haben sich Re­stau­rants, Gale­rien und Kunst­gewerbe­ge­schäfte ange­siedelt. Gegen Gebühr kann man sich auf einem Esel durch den Ort führen lassen.

Tintagel

Burg­ruine eines sagenhaften Königs
Nordwest­lich vom Bodmin Moor liegt Tintagel, wo angeb­lich die Burg des sagenhaften Königs Artus stand. Heute finden sich dort nur noch wenige Mauer­reste. Aber die Sage spiegelt viel vom Zauber der Land­schaft wieder. Tatsäch­lich gab es im 6. Jahr­hun­dert n. Chr. einen breto­ni­schen Heerführer, der sich den vordrin­genden Angel­sachsen entge­gen­stellte und sie in einer Schlacht besiegte. Der Rest ist Legende aus der Feder eines Mönches, der im 12. Jahr­hun­dert Ereig­nisse aus dem Leben König Arthurs nieder­schrieb. Demnach wird er vom Zauberer Merlin erzogen, besteigt mit 15 Jahren den Thron und heiratet eine Römerin. Er unterwirft ganz Britan­nien, zieht aber dann mit seinem Heer gen Rom. Während­dessen macht sein Neffe zu Hause einen Aufstand gegen ihn, entführt seine Frau und reißt die Herr­schaft an sich. Arthur kehrt zurück, erschlägt seinen Neffen und wird dann tödlich verwundet. Doch er stirbt nicht, sondern wird auf die geheim­nisvolle Insel Avalonia entrückt. Sein sagenhaftes Schwert Exca­libur verschwindet in einem See. Die Legende hat eine große Wirkungs­ge­schichte entfaltet. Die Parzival-Sage nimmt Teile auf, ebenso wie die Geschichte von Prinz Eisen­herz. Auch die von Wagner vertonte Sage von Tristan und Isolde ist mit der König-Arthus-Legende verwoben. Die jüngste Bearbei­tung des Stoffes stammt von Marion Zimmer Bradley, „Die Nebel von Avalon“.
Nicht weit entfernt liegt auch Hart­land Abbey & Gardens, wo Rosa­munde Pilchers Roman „Die Muschel­su­cher“ gedreht wur­de.

Enthalten im:
English Heri­tage Oversea Visi­tors Pass (Tintagel Castel)

Tintagel Castle

Roman­ti­sche Burg­ruine an der Westküste
Die roman­ti­sche Burg­ruine vor der Westküste Conrnwalls war lange Zeit nur durch eine schmale Landzunge und einen steilen Aufstieg mit über 100 Stufen zu errei­chen. Mittlerweile hat der Bau einer Fußgänger­brücke, welche die kleine Halb­insel mit dem Fest­land verbindet, den Zugang für Besu­cher deut­lich erleich­tert.
Die Sage bringt die Burg mit dem legendären König Artus in Verbindung, der im 9. Jahr­hun­dert die eindrin­genden Angeln und Sachsen bekämpfte. Heute vermuten die Archäo­logen allerdings eher, dass die Burg im 5. Jahr­hun­dert als frühchrist­li­ches, kelti­sches Kloster ange­legt wur­de und bereits im 15. Jahr­hun­dert eine Ruine war.

Enthalten im:
English Heri­tage Over­seas Visitor Pass

Pentire Point bei Polzeath

Spaziergang bei Sonnen­un­ter­gang
Pentire Point liegt an der Spitze einer kleinen Halb­insel nörd­lich von Polzeath in Cornwall. Die kleine, aber herr­liche Rundwande­rung ist eine ideale Abend­tour kurz bevor die Sonne im Meer versinkt. (hin und zurück: 9 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 140 Meter)
C

Cornwall

Raue Küste, malerische Strände und subtropische Gärten

Die südwest­lichste Graf­schaft Englands ist durch den Atlan­ti­schen Ozean, den Ärmel­kanal und die Kelti­sche See von drei Seiten mit Wasser umgeben.

Raue, steile Felsen wech­seln sich mit langen Stränden und male­ri­schen Buchten ab. Das Klima ist maritim und im Winter aufgrund des Golf­stroms besonders mild, so dass auch medi­ter­rane und subtro­pi­sche Pflanzen gedeihen. Davon profi­tieren die Gärten und Parks rund um die ehema­ligen Adels­sitze. Sie sind zum Teil mehrere hundert Jahre alt und gehören zu den schönsten in England. Seitdem das ZDF sonntag­abends regelmäßig Verfil­mungen von Rosa­munde Pilchers Romanen zeigt, ist Cornwall für viele Deut­sche zum Sehn­suchtsort geworden.

Zu Gast in einem Hideway bei St. Austell

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das mehr­fach ausgezeichne­te Hi­deway bei St. Austell liegt mitten in einer südeng­li­schen Bilder­buch­landschaft in der Nähe der Halb­insel Rose­land.

Die Gäste­zimmer sind in Cottages unter­ge­bracht, die rund um eine Wiese stehen. Bei der Innen­einrich­tung wur­de auf vikto­ria­ni­sche Schnörkel verzichtet und stattdessen auf eine geschickte Kombi­na­tion von Stoffen, Farben und Mustern gesetzt. In der Lounge, wo an kalten Tagen ein Feuer im offenen Kamin pras­selt, kommt man mit anderen Gästen und den freund­li­chen Gastgebern Janie und Mike ins Gespräch.

Newquay

Badeort am Rand einer Steil­küste
Auf kornisch heißt die Stadt an der Nordküste der Graf­schaft Cornwall Tewynn Pleu­stri. Im 15. Jahr­hun­dert war Newquay noch ein Fischerdorf, entwi­ckelte sich aber schnell, als sich eine Sardi­nen­indu­s­trie ansiedelte, die im 18. Jahr­hun­dert große Mengen Sardi­nien nach Italien expor­tierte. Mit dem Ausbau des Eisen­bahn­netzes, und angelockt von den schönen Sand­stränden bei Newquay und von den Wellen des Atlantik, setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schließ­lich der Strom der Sommer­ur­lauber ein. Der Ort liegt am Rande der Steil­küste, und seine insge­samt elf Sand­strände haben zusammen eine Länge von mehr als 10 km. Das Klima ist ausge­g­li­chen; im Trenance Tal gibt es sogar tropi­sche Vege­ta­tion. Der kleine Hafen wird nur noch von lokalen Fischern und von Vergnügungs­dampfern benutzt.

Lost Gardens of Heligan

Schluchtgarten mit mythi­schen Skulpturen
Der bekann­teste Garten von Cornwall besteht aus einem Schluchtgarten und einem engli­schen Landschafts­park mit einem ­Nutz- und einem Ziergarten. Besonders attraktiv sind der D­schungel in der Schlucht, wo Bambus, Gunneras, Agaven und Baumfarne wachsen sowie „The Lost Valley“  mit Eichen, Buchen und Kasta­nien. Im Garten leben zudem sel­tene Wild­tiere. Die überwach­senen Erdskulpturen nehmen Bezug auf die Mytho­logie Cornwalls.

Eden Project

Bota­ni­scher Garten mit tropi­schen Pflanzen.
Der bota­ni­sche Garten nörd­lich von St. Austell ist einer der bedeu­ten­dsten seiner Art und zählt inzwi­schen tausende Besu­cher. Auf 50 Hektar Land in einer stillgelegten Kaolingrube wachsen 100.000 Pflanzen aus 5.000 verschiedenen Arten. Besonderer Wert wird dabei auf bedrohte Arten­ gelegt, um die gene­ti­sche Viel­falt von Wild- und ­Nutzpflanzen zu erhalten. Die Gewächs­häuser mit einer Sechs­eckkon­struk­tion sind derzeit die größten der Welt und beherbergen tropi­sche und medi­ter­rane Pflanzen.

Zum Dodman Point

Wande­rung auf dem South West Coast Path
Die Halb­insel südlich von Meva­gissey (ursprüng­lich St. Meva and St. Issey) eignet sich besonders, um ein Stück auf dem South West Coast Path zu gehen. Höhe­punkt ist der Dodman Point, der zu drei Seiten von Wasser umschlossen ist. (hin und zurück: 17.2 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 350 Meter)

Von St. Austell nach Scorriton

133 km | 2:30 h
D

Dartmoor

Nebliger Nationalpark mit gespenstischem Charakter

Bekannt geworden ist der geschicht­s­träch­tige Land­strich im Südwesten Englands durch den „Hound of the Baskervilles“, eine Spukge­schichte, die nicht zufällig in dieser einsamen Land­schaft spielt.

Hoch­moor, sanfte Hügel und Granitfelsen wirken bei Sonnen­schein zwar lieb­lich. Fällt aber der Nebel ein, gewinnt alles einen düsteren, ja gespens­ti­schen Charakter. Dazu tragen auch die Zeug­nisse mensch­li­cher Vergan­gen­heit bei: verlas­sene Berg­werke, Menhire aus präh­is­to­ri­scher Zeit oder eine rätselhafte Gräber­straße mit über 70 Steinen. 1949 wur­de das könig­liche Jagd­revier zu einem Natio­nal­park erklärt, durch den zahl­lose herr­liche Wander­wege führen.

Zu Gast in einem B&B in Scorriton

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt inmitten von Wiesen, Weide­land und Wildgärten etwas außer­halb von Scorriton im Dart­moor Natio­nal­park.

Debbie und Michael haben hier eine Wohlfühloase geschaffen und zeigen ihren Gästen schon bei der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen ihre Gastfreundschaft. Es gibt drei Zimmer mit einem privaten Außenbereich mit Sitzgelegen­heiten. Bei schlechtem Wetter kann man es sich in der Lounge gemüt­lich machen, entspannt ein Buch lesen oder sich anhand von Karten und Broschüren mit Informa­tionen über die örtli­chen Sehens­wür­digkeiten versorgen. Das Früh­stück besteht vorrangig aus regio­nalen Produkten und wird für alle am großen Tisch im Esszimmer mit Pa­no­ra­ma­blick über die Land­schaft ange­richtet. Auf Wunsch bereitet Debbie abends kalte Platten zu. Direkt am Haus vorbei verlaufen der Dart­moor Way Wander­pfad und Radweg, weitere sind in der näheren Umge­bung.

Buck­fast Abbey

Aktives Kloster am Rand von Dart­moor
Die Benedikti­ner­abtei von 1018 ist eines der wenigen Klöster in Großbri­tan­nien, die noch aktiv sind. Über die Frühzeit des Klos­ters ist nur wenig bekannt. Ab 1136 gehörte dann zum Zister­zi­en­ser­orden: Unter Heinrich VIII. wur­de die Anlage zerstört. Mehr als 300 Jahre lang exis­tierten von der Abtei nur noch Ruinen. 1882 wurden Benediktiner in Frank­reich verbannt. Auf der Suche nach einer neuen Exis­tenz kamen einige nach Devon und erwarben schließ­lich das Anwesen. Heute ist die Klos­ter­anlage wieder aufge­baut und kann besich­tigt werden. Täglich finden sechs Gottesdi­enste statt, an  denen auch die Öffent­lichkeit teil­nehmen kann. Besonders in der Feri­en­zeit gibt es ein reiches Konzertleben.

Wide­combe in the Moor

Künst­lerdorf im Herzen von Dart­moor
Das Dorf im Herzen des Dart­moor National Parks liegt in den sanften Hügeln von Devon, umgeben von einsamen Cottages und Moor­landfarmen. Dahinter erst erstreckt sich das Innere des Moors. Jähr­lich findet die Wide­combe Fair statt, ein Jahr­markt, der in England-weit bekannt ist. Die goti­sche Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert wirkt zu groß für den Ort und wird auch „Kathedrale des Moores“ genannt. Als im Oktober 1638 während der Mees ein gewal­tiger Blitz ins Kirchen­dach einschlug und einen Beter erschlug, wur­de dies als Werk des Teufels gedeutet, der aus dem Moor gekommen war und die Sünder mitgenommen hatte.

Canont­eign Falls

Märc­henhaft schönes Ensemble in Dart­moor
Der Wasserfall gehört zu den höchsten Englands und stürzt über mehrere Felsen fast 60 Meter in einen Waldsee. Das märc­henhafte Ensemble liegt im Dart­moor National Park, wo es eine der größten Attrak­tionen des Natio­nalparks dar­stellt. Mehrere Wander­wege führen um die Fälle herum; am einfachsten ist der Grandad's Way, der nur 20 Minuten dauert und einen guten Über­blick über die natür­li­chen Lebens­räume im Moor gibt.

Von Scorriton nach Corfe Castle

165 km | 2:30 h

Branscombe Village

Histo­ri­sches Dorf an der Küste von Devon
Das histo­ri­sche Dorf an der Küste der Graf­schaft Devon hat nur wenig mehr als 500 Einwohner, die heute eher vom Tourismus als von der Fischerei leben. Branscombe Villa­ge liegt lang­ge­streckt in einem Tal, das sich zur Küste hin öffnet. Dort befindet sich ein kieselb­e­deckter Bade­strand. In östli­cher und west­li­cher Rich­tung erheben sich die steilen Klippen der Jurrasic Coast. Der West Coast Path ­lädt zu ausge­dehnten Wande­rungen ein.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Cerne Abbas

Rätselhaftes, riesiges Scharrbild
Die altehrwür­digen Ruinen einer Abtei, Kopf­steinpflas­ter­straßen, die von den idylli­schen Cottages gesäumt werden und ein Riese machen den Ort in Dorset zu einem lohnenden Ausflugs­ziel. Der Riese ist 55 Meter groß und hält eine lange Keule in der rechten Hand. Sein Phallus allein ist über 7 Meter lang. Mit 60 Zentimeter dicken Linien ist das Bild in den Kalkboden gegr­aben. Bis heute gibt das Scharrbild den Archäo­logen Rätsel auf. Waren es die Kelten, die den Donn­ergott Dagda gezeichnet haben, oder die Römer, die Herkules darge­stellt haben?
E

Jurassic Coast

„Area of Oustanding Natural Beauty“

Die „Jura-Küste“ am südeng­li­schen Ärmel­kanal ist ein 150 Kilometer langer Küsten­streifen, der von der UNESCO zum Welt­natur­erbe erklärt wur­de und als Area of Oustanding Natural Beauty gilt.

Auf dem South West Coast Path kann man kilome­ter­lang an der Küste wandern. Anzie­hungs­punkte auf diesem Weg sind der Fossil­wald bei Lulworth Cove und die Felsbrücke Durdle Door. In den kleinen Städten und Dörfern gibt es Museen und Besu­cher­zentren.

In einem Gästehaus in Corfe

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das 1833 aus grauem Purbeck-Stein erbaute Haus in Corfe hat in seiner langen Geschichte schon diversen Zwecken gedient: So war es u.

a. ein tea room, ein Lebens­mit­telge­schäft und ein Porzell­an­laden, bevor es als Unter­kunft zu einem Geheim­tipp für Reisende wur­de, die die schöne Umge­bung erkunden wollen. Paul und Leigh haben sich hier einen Traum verwirk­licht und es sich zum Ziel gemacht, ihre Gäste herz­lich zu empfangen und ihnen einen rundum perfekten Aufent­halt zu ermög­li­chen. Die vier Zimmer des Hauses sind nach histo­ri­schen Personen der Region benannt und individuell in einem hellen Landhaus­stil einge­richtet. Das Früh­stück bietet eine Kombi­na­tion aus full English Breakfast, einem konti­nen­talen Büffet und viel frischem Obst.

New Forest National Park

Laub­wald und Heide mit großer Arten­viel­falt
Der knapp 600 Quad­ratki­lometer große Park in Hamp­shire war ursprüng­lich bewaldet, wur­de aber schon in der Bronzezeit gerodet. Der schlechte Boden führte dazu, dass das Land sich in Heide verwandelte und um 1000 n.Chr. zum könig­li­chen Jagdgebiet erklärt wur­de. Um den Holzbedarf zu decken, wur­de im 1. Welt­krieg Nadel­wald ange­pflanzt. Heute herr­schen wieder Laub­wald und Heide vor – mit großem Arten­reichtum: Schlangen, Zikaden und Eidechsen sind wieder heimisch, außerdem Wildpo­nies und Damwild. Eine ideale Gegend für Wanderer und Radfahrer.

Bour­nemouth

Badeort mit mildem Klima
Der Badeort an der Bucht von Poole ist wegen seiner schönen Lage, seines milden Klimas und seiner langen, sauberen Strände eines der belieb­testen Reise­ziele Großbri­tan­niens. Bour­nemouth gilt als der wärmste und sonnigste Ort in England und bietet dement­spre­chend ein reiches Angebot an Freizei­t­ak­tivi­täten. Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2007 sind die Bewohner des Ortes die zufriedensten auf der ganzen Insel. Das Handels- und Wirt­schafts­zentrum Süden­g­lands ist auch ideal gelegen für Ausflüge nach Dorset und Hamp­shire. Die Jura­küste östlich von Bour­nemouth ist ein 150 km langes Natur­pa­ra­dies und Welt­kultur­erbe.

Corfe Castle

Burg der Kronjuwelen auf der Insel Purbeck
Die Burg­ruine über dem Dorf Corfe liegt in den Hügeln der Isle of Purbeck, einer Halb­insel sieben Kilometer südöst­lich von Wareham. Nach der Ermordung Edwards des Märty­rers im Jahr 978 in Corfe wur­de der Ort regelmäßig von Wikingern geplündert. Als Antwort darauf bauten die Normannen um 1090 die Burg, in der eine Zeit­lang die Kronjuwelen aufbe­wahrt wurden. Zerstört wur­de Corfe Castle erst 1646 im engli­schen Bürger­krieg. Ein Besuch lohnt sich auch für Fotografen – wegen der Bilder­buch­landschaft rings umher.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Von Corfe Castle nach Eastbourne

211 km | 3:30 h

Portsmouth Historic Dockyard

Vergnügungs­park im alten Hafen
Die Docks im alten Hafen von Portsmouth sind heute ein Vergnügungs­park und das touris­ti­sche Zentrum der Stadt. Im Hafen liegen präch­tige Segel­schiffe aus dem 17. Jahr­hun­dert; mehrere Mari­nemu­seen sind dort ange­siedelt, unter anderem ein Schieß­pulver­museum. Daneben gibt es jede Menge Restau­rants und Geschäfte. Eine Tages­karte kostet ca. 30 GBP und enthält eine Hafen­rundfahrt.

Arundel Castle

Best­er­hal­tene Mittel­alter­burg in Süden­g­land
Das Schloss über dem Fluss Arun ist eine der am besten erhal­tenen mittel­alter­li­chen Burgen Englands. Es wur­de im 11. Jahr­hun­dert zur Vertei­digung der Fluss­mündung erbaut – mit Zinnen und Zugbrü­cken. Nach Beschä­d­igungen im engli­schen Bürger­krieg wur­de es im 18. und 19. Jahr­hun­dert restau­riert. Zum Schloss gehören aufwändig gestal­tete Gärten. Im Mai und Juni ist der Kugelköpfige Lauch mit seinen violetten, pompon­ar­tigen Blüten eine besondere Attrak­tion. Bis auf wenige Privat­ge­mächer ist die Burg der Öffent­lichkeit zugäng­lich.

Brockenhurst

Durch das größte Waldgebiet Süden­g­lands
Der New Forest ist tatsäch­lich ein alter Wald, das bereits William the Conqueror zu könig­li­chen Jagdgebiet erhob. Der Wanderweg führt durch alte Eichenwälder, sonn­endurch­flu­tete Birkenhaine, aber auch die ein oder andere Nadel­holz­auffor­s­tung. Zwischen­druch kommt man durch Moore und an Quellsümpfen vorbei. Man folgt Wild­bächen und kann sich auf Lich­tungen oder Heide­flächen sonnen. (hin und zurück: 20,3 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 119 Meter)

Fritham Plain

Unter­wegs auf Heiden, in Bachniede­rungen und unter alten Baum­be­ständen
Im Nordwesten des Natio­nalparks New Forest bede­cken weit­läufige Heiden die sanften Hügel, die von Bachniede­rungen und kleineren Wäldern unter­bro­chen werden. Sie gehen auf das 18. Jahr­hun­dert zurück und heißen bis heute »Inclo­sures«, weil sie gegen Wildver­biss eingezäunt wurden. Ursprüng­lich wurden die Wälder ange­pflanzt, um Holz für Kriegs­schiffe zu gewinnen, doch bevor die Bäume schlag­reif wurden, stellte der Schiffsbau auf Stahl um. Ein Glück, denn so kann man bis heute eine abwechs­lungs­reiche Kultur­landschaft genießen. (hin und zurück: 17 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 139 Meter)
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Sussex

Seebäder und urige Wälder

Der Name der ehema­ligen Graf­schaft bedeutet „Südsachsen“ und weist darauf hin, dass Sussex ab dem 5. Jahr­hun­dert ein angel­säch­si­sches Klein­kö­n­ig­reich war.

Im Osten grenzt es an Kent, im Norden an Surrey und im Westen an Wessex. Die Land­schaft ist größ­ten­teils flach, mit den Hügel­ketten der South Downs und des Weald als höchste Erhe­bungen. Die Flüsse sind kurz und wenig bedeu­tend. Die Küste ist der bedeu­tende Wirt­schafts­faktor. Neben Brighton sind noch Bognor Regis und Eastbourne bedeu­tende Seebäder. Im Landes­in­neren herr­schen vor allem Obstbau und Rinderzucht vor. Der South Downs Footpath erschließt einige besonders schöne Winkel.

Zu Gast in einem Manor House bei Eastbourne

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ursprüng­lich gehörte das Grund­stück zu einem Kreuzritter­orden. Später wur­de der Garten mit einer hohen Mauer eingefriedet.

Vor 300 Jahren kam ein Herren­haus hinzu, das heute zu den ältesten rund um Eastbourne gehört. Eine Zeit lang wohnte die Zeich­nerin und Illu­s­t­ra­torin von „Peter Pan“, Mabel Lucie Attwell, im Haus. Heute kommen Gäste aus aller Welt in den Genuss des Ensembles. Die Garten­liebha­berin Wendy hat das Anwesen erworben und zu einem Gäst­e­haus ­umge­staltet, das zu Recht mit fünf Sternen bewertet wird. Beim engli­schen Früh­stück berück­sich­tigt sie persön­liche Vorlieben und gibt Tipps für Ausflüge in die Umge­bung.

St Michael and All Angels

Jesus im hundertjäh­rigen Krieg
Die denkmalge­schützte Kirche von Berwick stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert. Bereits in vorchrist­li­cher Zeit stand hier ein Heiligtum. Bemerkens­wert sind die Wand- und Decken­ge­mälde aus der Renais­sance. Der italie­ni­sche Stil ist hier weiter­entwi­ckelt. Jesus wird hier in das vom 100-jährigen Krieg zerstörte England versetzt.

Charleston Farm­house

Treff­punkt der antivi­k­to­ria­ni­schen Künst­ler­szene
1916 zogen Vanessa Bell und ihr Geliebter Duncan Grant in ein Farmhaus in Sussex. Bald entwi­ckelte es sich zum länd­li­chen Treff­punkt einer Künst­ler­szene, der Bloomsbury Group. Virginia Woolf war regelmäßig zu Besuch, ebenso der Ökonom John Maynard Keynes oder der Schrift­steller E. M. Forster. Gemeinsam war ihnen die Ableh­nung des prüden und bigotten vikto­ria­ni­schen Zeit­alters. In Charleston Farm­house lebten sie frei von tradi­tionellen Fesseln. Das Haus wur­de künst­le­risch umge­staltet, inspi­riert von italie­ni­scher Fresco­ma­lerei. Es finden sich Bezüge zu den Post-Impres­sio­nisten und Picasso. Alles wur­de bemalt: Wände und Kaminsimse, der Esszimmer­tisch, Türen, Bade­wannen, Betten, Geschirr und Lampen. 1985 wur­de das Haus zum Denkmal erklärt. Seitdem wird mit immensem Aufwand die Kunst erhalten, die eigent­lich nur für den Augen­blick gedacht war.

Glynde­bourne Festival Opera

Private Opernbühne auf einem Land­sitz in Sussex
Als Liebhaber von Mozart-Opern und Ehemann einer Sängerin litt der wohlha­bende Land­be­sitzer John Christie darunter, dass die Oper in England seiner Meinung nach „nicht exis­tent“ war. Inspi­riert von den Salzburger und Bayreuther Fest­spielen grün­dete er 1933 mit dem deut­schen Dirigenten Fritz Busch und dem deut­schen Schau­spieler und Regis­seur Carl Ebert die Glynde­bourne Festival Opera, die sich binnen kurzer Zeit zu einer der bedeu­ten­dsten kleinen Opernbühnen der Welt entwi­ckelte. Nach einer Umge­stal­tung 1990 fasst das Opern­haus 1.200 Plätze. Ein Besuch muss online gebucht werden. Eine Besonder­heit ist die Pause: Sie dauert mindes­tens 90 Minuten, sodass Zeit für ein Pick­nick im idylli­schen Park bleibt.

Von Eastbourne nach London

Mietwagenabgabe

Von Eastbourne nach London

136 km | 2:00 h
Nach der Hälfte der Strecke befindet man sich wieder im Ballungs­raum London. Man sollte mit Staus rechnen.

Bluebell Railway

Mit histo­ri­scher Dampflok durch Glockenblu­menfelder
Die Muse­ums­bahn in der engli­schen Graf­schaft West Sussex wur­de 1960 als erste dampf­be­triebene Muse­ums­bahn Englands in Normal­spur eröffnet. Heute verfügt sie über die zweitgrößte Fahrzeug­samm­lung Großbri­tan­niens. Sie fährt von East Grinstead nach Süden über Kingscote und Horsted Keynes bis Sheffield Park. Der Name stammt von den blauen Glockenblumen, die entlang der Strecke blühen.

Ashdown Forest

Wandern und reiten im Wald von Winnie the Pooh
Im Süden von London, wo die Vororte im idylli­schen Hügel­land von Sussex enden, steht der Wald, der wegen des Autors von Winnie the Pooh berühmt ist. Der heute 1.000 Hektar große Wald ist der Rest eines großen Waldgebietes, um das sich viele Sagen ranken und der bereits im Mittel­alter abge­holzt wur­de. Wandern und reiten kann man hier, oder auf den Spuren von Winnie the Pooh wandeln, an den ein kleines Museum am Waldesrand erin­nert.

Pooh Corner

Devo­tio­nalien rund um Pu, den Bär
Winnie the Pooh ist auf deutsch besser bekannt als Pu, der Bär. Die Geschichte stammt von Alan A. Milne, der die Kuschel­tiere seines Sohnes zu den Prot­ago­nisten seiner Erzäh­lung machte. Zum Welt­erfolg wur­de das Kinder­buch durch die zahlrei­chen Disney-Filme, die ab 1977 in die Kinos kamen. In Hartfield, dem Geburtsort des Autors, gibt es heute das Pooh Corner mit der wohl größten Samm­lung von Winnie-the Pooh-Devo­tio­nalien. Umgeben wird das Haus von einem entzü­ckenden kleinen Garten mit einem Lokal, wo man den Afternoon-Tea genießen kann.

Mietwagenabgabe

Station: London-Heathrow Flughafen (Shuttle Service)

14 Tage
ab 1.449,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

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Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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