Südengland mit dem eigenen Wagen: Eine Reise mit Kindern - Großbritannien
East Sussex: Seven Sisters Cliffs

Südengland mit dem eigenen Wagen

Eine Reise mit Kindern

Wir haben lange nach Unterkünften gesucht, wo Kinder nicht nur geduldet, sondern willkommen sind. Herausgekommen ist eine Familienreise durch den Süden Englands mit Baden, Abenteuer und Spaß.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Eastbourne

Fähre

Von zu Hause nach Calais

Bei Aachen überquert man die Grenze nach Belgien und fährt über Brüssel nach Brügge. Das „Venedig Flanderns“ ist eine der schönsten belgi­schen Städte.

Von Calais nach Dover

Dauer: 1:30 Stunden
Die Fähr­überfahrt dauert 90 Minuten. Der Check-In schließt 30 Minuten vor Abfahrt.
Gute Fährver­bindungen zum selber buchen finden Sie auf unserer Home­page: www.umfulana.de/faehren oder z.B. auf www.poferries.com

Von Dover nach Eastbourne

112 km | 2:30 h
Die schöne Alter­na­tive zur Auto­bahn (2:00 h) am Südrand von London ist die Route an der Küste von Sussex. Sie führt unter anderem durch Rye, ein mittel­alter­lich anmu­tendes Städt­chen, das wie eine Oase aus dem Wattenmeer herausragt.

Rye

Mittel­alter­li­ches Städt­chen im Wattenmeer

Die bezau­bernde Klein­stadt in der Graf­schaft East Sussex wirkt wie eine Oase im Wattenmeer. Sie gehörte einst zum Städtebündnis der fünf engli­schen Kanalhäfen (Cinque Ports), wur­de oft angegriffen und zerstört. Als der Hafen austrock­nete, begann auch der wirt­schaft­liche Niedergang. Wegen der Entvöl­ke­rung wur­de der mittel­alter­liche Charakter bewahrt. Besonders schön ist ein Bummel durch die kopfst­ein­ge­pflas­terte Mermaid Street mit dem Mermaid Inn. Der einst berüc­h­tigte Schmugg­ler­treff­punkt stammt aus dem 15. Jahr­hun­dert. Gegenüber liegt das in derselben Zeit erbaute „House Oppo­site“, das so heißt, weil viele es fälsch­li­cherweise für das „Mermaid Inn“ hielten und von den Bewoh­nern dorthin verwiesen wurden.

Sissin­ghurst Castle

Meister­werk engli­scher Garten­ar­chitektur

Der histo­ri­sche Land­sitz in der Graf­schaft Kent ist vor allem wegen seines Gartens berühmt, der ab 1930 von Vita Sackveille-West und ihrem Mann ange­legt wur­de. Sie unter­teilten das rund fünf Hektar große Gelände in zehn abge­schlos­sene Gärten. Als Wände dienten ihnen vor allem Eiben­he­cken. Jeder dieser Gärten im Garten hat ein bestimmtes Thema; so gibt es den Weißen Garten, den Rosen­garten und den Kräu­ter­garten. Die Gestal­tung des Gartens verbindet eine große Schlicht­heit der Gesamt­anlage mit opulenter Bepfl­anzung. Mehr als 200.000 Besu­cher zieht es jähr­lich dort hin. Daher muss man in der Saison auch mal mit Wartezeiten rechnen. 

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Great Dixter

Herren­haus mit Arts-and-Crafts-Garten

Das denkmalge­schützte Herren­haus in Northiam lohnt einen Besuch vor allem wegen seines Gartens im Arts-and-Crafts-Stil. Ein Obstgarten und eine wilde Blumenwiese sind Teil der Anlage. Garten­ar­chitekten haben hier viele mutige Versuche von Form, Farbe und Kombi­na­tion vorge­stellt.

A

Sussex

Seebäder und urige Wälder

Der Name der ehema­ligen Graf­schaft bedeutet „Südsachsen“ und weist darauf hin, dass Sussex ab dem 5. Jahr­hun­dert ein angel­säch­si­sches Klein­kö­n­ig­reich war.

Im Osten grenzt es an Kent, im Norden an Surrey und im Westen an Wessex. Die Land­schaft ist größ­ten­teils flach, mit den Hügel­ketten der South Downs und des Weald als höchste Erhe­bungen. Die Flüsse sind kurz und wenig bedeu­tend. Die Küste ist der bedeu­tende Wirt­schafts­faktor. Neben Brighton sind noch Bognor Regis und Eastbourne bedeu­tende Seebäder. Im Landes­in­neren herr­schen vor allem Obstbau und Rinderzucht vor. Der South Downs Footpath erschließt einige besonders schöne Winkel.

In einem Gästehaus in Eastbourne

2 Nächte | 1x 4er Belegung | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus befindet sich in einer denkmalge­schützten Regency Villa, wenige Meter vom Wasser entfernt. Die sechs Zimmer sind zweckmäßig, aber geschmackvoll einge­richtet und zur Selbst­ver­pfle­gung ausge­stattet.

Die Besitzer Tony und Lisa empfangen ihre Gäste herz­lich und haben jede Menge Empfeh­lungen für Pubs und Restau­rants in der Umge­bung. Die Innen­stadt und den Pier erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten. Ein Full English Breakfast sowie eine leich­tere Vari­ante mit selbst­gemachten Porridge wird ange­boten.

St Michael and All Angels

Jesus im hundertjäh­rigen Krieg

Die denkmalge­schützte Kirche von Berwick stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert. Bereits in vorchrist­li­cher Zeit stand hier ein Heiligtum. Bemerkens­wert sind die Wand- und Decken­ge­mälde aus der Renais­sance. Der italie­ni­sche Stil ist hier weiter­entwi­ckelt. Jesus wird hier in das vom 100-jährigen Krieg zerstörte England versetzt.

Charleston Farm­house

Treff­punkt der antivi­k­to­ria­ni­schen Künst­ler­szene

1916 zogen Vanessa Bell und ihr Geliebter Duncan Grant in ein Farmhaus in Sussex. Bald entwi­ckelte es sich zum länd­li­chen Treff­punkt einer Künst­ler­szene, der Bloomsbury Group. Virginia Woolf war regelmäßig zu Besuch, ebenso der Ökonom John Maynard Keynes oder der Schrift­steller E. M. Forster. Gemeinsam war ihnen die Ableh­nung des prüden und bigotten vikto­ria­ni­schen Zeit­alters. In Charleston Farm­house lebten sie frei von tradi­tionellen Fesseln. Das Haus wur­de künst­le­risch umge­staltet, inspi­riert von italie­ni­scher Fresco­ma­lerei. Es finden sich Bezüge zu den Post-Impres­sio­nisten und Picasso. Alles wur­de bemalt: Wände und Kaminsimse, der Esszimmer­tisch, Türen, Bade­wannen, Betten, Geschirr und Lampen. 1985 wur­de das Haus zum Denkmal erklärt. Seitdem wird mit immensem Aufwand die Kunst erhalten, die eigent­lich nur für den Augen­blick gedacht war.

Glynde­bourne Festival Opera

Private Opernbühne auf einem Land­sitz in Sussex

Als Liebhaber von Mozart-Opern und Ehemann einer Sängerin litt der wohlha­bende Land­be­sitzer John Christie darunter, dass die Oper in England seiner Meinung nach „nicht exis­tent“ war. Inspi­riert von den Salzburger und Bayreuther Fest­spielen grün­dete er 1933 mit dem deut­schen Dirigenten Fritz Busch und dem deut­schen Schau­spieler und Regis­seur Carl Ebert die Glynde­bourne Festival Opera, die sich binnen kurzer Zeit zu einer der bedeu­ten­dsten kleinen Opernbühnen der Welt entwi­ckelte. Nach einer Umge­stal­tung 1990 fasst das Opern­haus 1.200 Plätze. Ein Besuch muss online gebucht werden. Eine Besonder­heit ist die Pause: Sie dauert mindes­tens 90 Minuten, sodass Zeit für ein Pick­nick im idylli­schen Park bleibt.

Von Eastbourne nach Corfe Castle

214 km | 3:30 h

Arundel Castle

Best­er­hal­tene Mittel­alter­burg in Süden­g­land

Das Schloss über dem Fluss Arun ist eine der am besten erhal­tenen mittel­alter­li­chen Burgen Englands. Es wur­de im 11. Jahr­hun­dert zur Vertei­digung der Fluss­mündung erbaut – mit Zinnen und Zugbrü­cken. Nach Beschä­d­igungen im engli­schen Bürger­krieg wur­de es im 18. und 19. Jahr­hun­dert restau­riert. Zum Schloss gehören aufwändig gestal­tete Gärten. Im Mai und Juni ist der Kugelköpfige Lauch mit seinen violetten, pompon­ar­tigen Blüten eine besondere Attrak­tion. Bis auf wenige Privat­ge­mächer ist die Burg der Öffent­lichkeit zugäng­lich.

South Downs National Park

Krei­defelsen und dichte Wälder

Der jüngste Natio­nal­park Großbri­tan­niens wur­de erst 2011 gegründet. Dafür umfasst er über 1.600 km² entlang der Küste zwischen Sout­hampton im Westen und Eastborne im Osten. Geschützt werden vor allem die South Downs, eine Land­schaft, die von Krei­defelsen geprägt wird und in den Beachy Heads ihren Höhe­punkt findet. Darüber hinaus gehören die Western Wealds hinzu, deren Hügel mit dichtem Wald bewachsen sind. Eine schöne Möglichkeit die ausneh­mend schöne Land­schaft kennenzulernen, ist, ein Stück auf dem South Downs Way zu wandern, der den 140 km langen Park von Ost nach West durch­quert.

Portsmouth Historic Dockyard

Vergnügungs­park im alten Hafen

Die Docks im alten Hafen von Portsmouth sind heute ein Vergnügungs­park und das touris­ti­sche Zentrum der Stadt. Im Hafen liegen präch­tige Segel­schiffe aus dem 17. Jahr­hun­dert; mehrere Mari­nemu­seen sind dort ange­siedelt, unter anderem ein Schieß­pulver­museum. Daneben gibt es jede Menge Restau­rants und Geschäfte. Eine Tages­karte kostet ca. 30 GBP und enthält eine Hafen­rundfahrt.

Brockenhurst

Durch das größte Waldgebiet Süden­g­lands

Der New Forest ist tatsäch­lich ein alter Wald, das bereits William the Conqueror zu könig­li­chen Jagdgebiet erhob. Der Wanderweg führt durch alte Eichenwälder, sonn­endurch­flu­tete Birkenhaine, aber auch die ein oder andere Nadel­holz­auffor­s­tung. Zwischen­druch kommt man durch Moore und an Quellsümpfen vorbei. Man folgt Wild­bächen und kann sich auf Lich­tungen oder Heide­flächen sonnen. (hin und zurück: 20,3 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 119 Meter)

Fritham Plain

Unter­wegs auf Heiden, in Bachniede­rungen und unter alten Baum­be­ständen

Im Nordwesten des Natio­nalparks New Forest bede­cken weit­läufige Heiden die sanften Hügel, die von Bachniede­rungen und kleineren Wäldern unter­bro­chen werden. Sie gehen auf das 18. Jahr­hun­dert zurück und heißen bis heute »Inclo­sures«, weil sie gegen Wildver­biss eingezäunt wurden. Ursprüng­lich wurden die Wälder ange­pflanzt, um Holz für Kriegs­schiffe zu gewinnen, doch bevor die Bäume schlag­reif wurden, stellte der Schiffsbau auf Stahl um. Ein Glück, denn so kann man bis heute eine abwechs­lungs­reiche Kultur­landschaft genießen. (hin und zurück: 17 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 139 Meter)

B

Jurassic Coast

„Area of Oustanding Natural Beauty“

Die „Jura-Küste“ am südeng­li­schen Ärmel­kanal ist ein 150 Kilometer langer Küsten­streifen, der von der UNESCO zum Welt­natur­erbe erklärt wur­de und als Area of Oustanding Natural Beauty gilt.

Auf dem South West Coast Path kann man kilome­ter­lang an der Küste wandern. Anzie­hungs­punkte auf diesem Weg sind der Fossil­wald bei Lulworth Cove und die Felsbrücke Durdle Door. In den kleinen Städten und Dörfern gibt es Museen und Besu­cher­zentren.

Zu Gast in einem ehemaligen Herrensitz bei Corfe Castle

2 Nächte | 1x Doppelzimmer, 2x Zustellbetten | Bed & Breakfast

Das kleine Hotel in Corfe wur­de zum „Hotel of the Year 2005“ gekürt und gehörte auch 2006/2007 zu den Fina­listen.

Das Haus aus dem Jahr 1590 wur­de zu Ehren von Königin Eliza­beth I. E-förmig gebaut und war früher durch unter­irdi­sche Tunnel mit dem Schloss verbunden. Alle 21 Zimmer des eins­tigen Herren­sitzes sind nobel ausge­stattet und haben ein eigenes Bad. Im Eingangsbe­reich steht noch der ursprüng­l­iche Stein­kamin; das angrenzende Wohnzimmer mit dunkler Eichentäfe­lung und Schnitze­reien von indo­ne­si­schen Seeleuten ist ein wunderbarer Ort der Entspan­nung.

New Forest National Park

Laub­wald und Heide mit großer Arten­viel­falt

Der knapp 600 Quad­ratki­lometer große Park in Hamp­shire war ursprüng­lich bewaldet, wur­de aber schon in der Bronzezeit gerodet. Der schlechte Boden führte dazu, dass das Land sich in Heide verwandelte und um 1000 n.Chr. zum könig­li­chen Jagdgebiet erklärt wur­de. Um den Holzbedarf zu decken, wur­de im 1. Welt­krieg Nadel­wald ange­pflanzt. Heute herr­schen wieder Laub­wald und Heide vor – mit großem Arten­reichtum: Schlangen, Zikaden und Eidechsen sind wieder heimisch, außerdem Wildpo­nies und Damwild. Eine ideale Gegend für Wanderer und Radfahrer.

Bour­nemouth

Badeort mit mildem Klima

Der Badeort an der Bucht von Poole ist wegen seiner schönen Lage, seines milden Klimas und seiner langen, sauberen Strände eines der belieb­testen Reise­ziele Großbri­tan­niens. Bour­nemouth gilt als der wärmste und sonnigste Ort in England und bietet dement­spre­chend ein reiches Angebot an Freizei­t­ak­tivi­täten. Nach einer Umfrage aus dem Jahre 2007 sind die Bewohner des Ortes die zufriedensten auf der ganzen Insel. Das Handels- und Wirt­schafts­zentrum Süden­g­lands ist auch ideal gelegen für Ausflüge nach Dorset und Hamp­shire. Die Jura­küste östlich von Bour­nemouth ist ein 150 km langes Natur­pa­ra­dies und Welt­kultur­erbe.

Corfe Castle

Burg der Kronjuwelen auf der Insel Purbeck

Die Burg­ruine über dem Dorf Corfe liegt in den Hügeln der Isle of Purbeck, einer Halb­insel sieben Kilometer südöst­lich von Wareham. Nach der Ermordung Edwards des Märty­rers im Jahr 978 in Corfe wur­de der Ort regelmäßig von Wikingern geplündert. Als Antwort darauf bauten die Normannen um 1090 die Burg, in der eine Zeit­lang die Kronjuwelen aufbe­wahrt wurden. Zerstört wur­de Corfe Castle erst 1646 im engli­schen Bürger­krieg. Ein Besuch lohnt sich auch für Fotografen – wegen der Bilder­buch­landschaft rings umher.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Von Corfe Castle nach Lustl­eigh

156 km | 2:30 h

Cerne Abbas

Rätselhaftes, riesiges Scharrbild

Die altehrwür­digen Ruinen einer Abtei, Kopf­steinpflas­ter­straßen, die von den idylli­schen Cottages gesäumt werden und ein Riese machen den Ort in Dorset zu einem lohnenden Ausflugs­ziel. Der Riese ist 55 Meter groß und hält eine lange Keule in der rechten Hand. Sein Phallus allein ist über 7 Meter lang. Mit 60 Zentimeter dicken Linien ist das Bild in den Kalkboden gegr­aben. Bis heute gibt das Scharrbild den Archäo­logen Rätsel auf. Waren es die Kelten, die den Donn­ergott Dagda gezeichnet haben, oder die Römer, die Herkules darge­stellt haben?

Forde Abbey

Beliebte Filmkulisse

Die ehema­lige Zister­zi­en­ser­abtei am Ufer des Flusses Axe wur­de 1141 gegründet und blühte rasch auf, auch weil bereits der dritte Abt Erzbischof von Canter­bury wur­de. Nach der engli­schen Reforma­tion unter Heinrich dem VIII. wur­de das Kloster aufge­löst und zu einem Spott­preis verkauft. Die Abtei diente 100 Jahre als Steinbruch. Was davon übrig blieb, wur­de 1650 zu einem Wohn­an­wesen umge­baut, das den Namen Forde Gardens erhielt. Heute exis­tiert vom ursprüng­l­i­chen Kloster nur noch das Refek­to­rium und der Schlaf­saal; der Rest stammt aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die Anlage mit Garten, die oft als Filmkulisse gebraucht wird, lohnt einen Besuch.

Branscombe Village

Histo­ri­sches Dorf an der Küste von Devon

Das histo­ri­sche Dorf an der Küste der Graf­schaft Devon hat nur wenig mehr als 500 Einwohner, die heute eher vom Tourismus als von der Fischerei leben. Branscombe Villa­ge liegt lang­ge­streckt in einem Tal, das sich zur Küste hin öffnet. Dort befindet sich ein kieselb­e­deckter Bade­strand. In östli­cher und west­li­cher Rich­tung erheben sich die steilen Klippen der Jurrasic Coast. Der West Coast Path ­lädt zu ausge­dehnten Wande­rungen ein.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

C

Dartmoor

Nebliger Nationalpark mit gespenstischem Charakter

Bekannt geworden ist der geschicht­s­träch­tige Land­strich im Südwesten Englands durch den „Hound of the Baskervilles“, eine Spukge­schichte, die nicht zufällig in dieser einsamen Land­schaft spielt.

Hoch­moor, sanfte Hügel und Granitfelsen wirken bei Sonnen­schein zwar lieb­lich. Fällt aber der Nebel ein, gewinnt alles einen düsteren, ja gespens­ti­schen Charakter. Dazu tragen auch die Zeug­nisse mensch­li­cher Vergan­gen­heit bei: verlas­sene Berg­werke, Menhire aus präh­is­to­ri­scher Zeit oder eine rätselhafte Gräber­straße mit über 70 Steinen. 1949 wur­de das könig­liche Jagd­revier zu einem Natio­nal­park erklärt, durch den zahl­lose herr­liche Wander­wege führen.

Zu Gast in einem Landhaus in Dartmoor

2 Nächte | 1x Doppelzimmer, 2x Zustellbetten | Bed & Breakfast

Sobald man das B&B in einem georgia­ni­schen Landhaus im Dart­moor Natio­nal­park betritt, spürt man die Gastfreundschaft von Janet und Martin, den Besitzern, und fühlt sich will­kommen.

Die fünf Gäste­zimmer sind geschmackvoll mit antiken Möbeln einge­richtet und blicken auf die weite grüne Land­schaft entlang des Wray Brooks. Morgens kann man sich bei einem full Devon Breakfast mit vielen regio­nalen Produkten und Obst aus dem Garten für den Tag stärken, und diesen abends in der haus­ei­genen Bar ausklingen lassen. Dart­moor, die Küste, viele Gärten und Sehens­wür­digkeiten des National Trusts sind gut zu errei­chen.

Canont­eign Falls

Märc­henhaft schönes Ensemble in Dart­moor

Der Wasserfall gehört zu den höchsten Englands und stürzt über mehrere Felsen fast 60 Meter in einen Waldsee. Das märc­henhafte Ensemble liegt im Dart­moor National Park, wo es eine der größten Attrak­tionen des Natio­nalparks dar­stellt. Mehrere Wander­wege führen um die Fälle herum; am einfachsten ist der Grandad's Way, der nur 20 Minuten dauert und einen guten Über­blick über die natür­li­chen Lebens­räume im Moor gibt.

Wide­combe in the Moor

Künst­lerdorf im Herzen von Dart­moor

Das Dorf im Herzen des Dart­moor National Parks liegt in den sanften Hügeln von Devon, umgeben von einsamen Cottages und Moor­landfarmen. Dahinter erst erstreckt sich das Innere des Moors. Jähr­lich findet die Wide­combe Fair statt, ein Jahr­markt, der in England-weit bekannt ist. Die goti­sche Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert wirkt zu groß für den Ort und wird auch „Kathedrale des Moores“ genannt. Als im Oktober 1638 während der Mees ein gewal­tiger Blitz ins Kirchen­dach einschlug und einen Beter erschlug, wur­de dies als Werk des Teufels gedeutet, der aus dem Moor gekommen war und die Sünder mitgenommen hatte.

Buck­fast Abbey

Aktives Kloster am Rand von Dart­moor

Die Benedikti­ner­abtei von 1018 ist eines der wenigen Klöster in Großbri­tan­nien, die noch aktiv sind. Über die Frühzeit des Klos­ters ist nur wenig bekannt. Ab 1136 gehörte dann zum Zister­zi­en­ser­orden: Unter Heinrich VIII. wur­de die Anlage zerstört. Mehr als 300 Jahre lang exis­tierten von der Abtei nur noch Ruinen. 1882 wurden Benediktiner in Frank­reich verbannt. Auf der Suche nach einer neuen Exis­tenz kamen einige nach Devon und erwarben schließ­lich das Anwesen. Heute ist die Klos­ter­anlage wieder aufge­baut und kann besich­tigt werden. Täglich finden sechs Gottesdi­enste statt, an  denen auch die Öffent­lichkeit teil­nehmen kann. Besonders in der Feri­en­zeit gibt es ein reiches Konzertleben.

Von Lustl­eigh nach St. Austell

128 km | 2:30 h
Die Fahrt führt gen Westen am Bodmin Moor entlang, eine zerklüf­tete Moor­landschaft, die zu Wande­rungen einlädt.

Greenway House

Agatha Chri­sties Sommer­haus

Greenway House sei zu schön, um ihr zu gehören, schrieb Agatha Christie. Sie kaufte die Villa in Devon am River Dart dennoch und machte sie zum Tatort vieler Krimis. Das Anwesen liegt weitab von den Verkehrs­strömen und ist für Auto­fahrer wegen des beschränkten Park­platz­ange­bots nur nach Voran­meldung zu besich­tigen. Da Agatha Christie und ihr Mann, der von Beruf Aegyp­to­loge war, mani­sche Sammler waren, ist das Haus eine Fundgrube für Bücher, Porzellan und Tafelsilber bis hin zu Möbeln verschiedenster Prove­nienz. Im großen Garten befindet sich ein Bootshaus und von dort hat man einen herr­li­chen Blick über den River Dart.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Bodmin Moor

Präh­is­to­ri­sche Stein­kreise in menschenleerem Hoch­moor

Das Hoch­moor im nord­öst­li­chen Cornwall bedeckt über 200 Quad­ratki­lometer. Der Unter­grund besteht aus Granit, weshalb das Wasser nur schlecht abfließen kann. Über dem Hügel­land erheben sich die Tore, wie man die eindrucksvollen Gesteins­forma­tionen nennt, die wie Wächter in der baum­losen, menschenleeren Land­schaft stehen. In der Bronzezeit muss das Moor dicht besiedelt gewesen sein. Davon zeugen  präh­is­to­ri­sche Hügelgräber und Stein­kreise. Bodmin Moor gilt als Area of Outstanding Natural Beauty. Die höchste Erhe­bung, der 420 Meter hohe Brown Willy, ist gleichzeitig der höchste Punkt in Cornwall.

D

Cornwall

Raue Küste, malerische Strände und subtropische Gärten

Die südwest­lichste Graf­schaft Englands ist durch den Atlan­ti­schen Ozean, den Ärmel­kanal und die Kelti­sche See von drei Seiten mit Wasser umgeben.

Raue, steile Felsen wech­seln sich mit langen Stränden und male­ri­schen Buchten ab. Das Klima ist maritim und im Winter aufgrund des Golf­stroms besonders mild, so dass auch medi­ter­rane und subtro­pi­sche Pflanzen gedeihen. Davon profi­tieren die Gärten und Parks rund um die ehema­ligen Adels­sitze. Sie sind zum Teil mehrere hundert Jahre alt und gehören zu den schönsten in England. Seitdem das ZDF sonntag­abends regelmäßig Verfil­mungen von Rosa­munde Pilchers Romanen zeigt, ist Cornwall für viele Deut­sche zum Sehn­suchtsort geworden.

Zu Gast in einem Hideway bei St. Austell

2 Nächte | 1x Doppelzimmer, 2x Zustellbetten | Bed & Breakfast

Das mehr­fach ausgezeichne­te Hi­deway bei St. Austell liegt mitten in einer südeng­li­schen Bilder­buch­landschaft in der Nähe der Halb­insel Rose­land.

Die Gäste­zimmer sind in Cottages unter­ge­bracht, die rund um eine Wiese stehen. Bei der Innen­einrich­tung wur­de auf vikto­ria­ni­sche Schnörkel verzichtet und stattdessen auf eine geschickte Kombi­na­tion von Stoffen, Farben und Mustern gesetzt. In der Lounge, wo an kalten Tagen ein Feuer im offenen Kamin pras­selt, kommt man mit anderen Gästen und den freund­li­chen Gastgebern Janie und Mike ins Gespräch.

Newquay

Badeort am Rand einer Steil­küste

Auf kornisch heißt die Stadt an der Nordküste der Graf­schaft Cornwall Tewynn Pleu­stri. Im 15. Jahr­hun­dert war Newquay noch ein Fischerdorf, entwi­ckelte sich aber schnell, als sich eine Sardi­nen­indu­s­trie ansiedelte, die im 18. Jahr­hun­dert große Mengen Sardi­nien nach Italien expor­tierte. Mit dem Ausbau des Eisen­bahn­netzes, und angelockt von den schönen Sand­stränden bei Newquay und von den Wellen des Atlantik, setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schließ­lich der Strom der Sommer­ur­lauber ein. Der Ort liegt am Rande der Steil­küste, und seine insge­samt elf Sand­strände haben zusammen eine Länge von mehr als 10 km. Das Klima ist ausge­g­li­chen; im Trenance Tal gibt es sogar tropi­sche Vege­ta­tion. Der kleine Hafen wird nur noch von lokalen Fischern und von Vergnügungs­dampfern benutzt.

Lost Gardens of Heligan

Schluchtgarten mit mythi­schen Skulpturen

Der bekann­teste Garten von Cornwall besteht aus einem Schluchtgarten und einem engli­schen Landschafts­park mit einem ­Nutz- und einem Ziergarten. Besonders attraktiv sind der D­schungel in der Schlucht, wo Bambus, Gunneras, Agaven und Baumfarne wachsen sowie „The Lost Valley“  mit Eichen, Buchen und Kasta­nien. Im Garten leben zudem sel­tene Wild­tiere. Die überwach­senen Erdskulpturen nehmen Bezug auf die Mytho­logie Cornwalls.

Eden Project

Bota­ni­scher Garten mit tropi­schen Pflanzen.

Der bota­ni­sche Garten nörd­lich von St. Austell ist einer der bedeu­ten­dsten seiner Art und zählt inzwi­schen tausende Besu­cher. Auf 50 Hektar Land in einer stillgelegten Kaolingrube wachsen 100.000 Pflanzen aus 5.000 verschiedenen Arten. Besonderer Wert wird dabei auf bedrohte Arten­ gelegt, um die gene­ti­sche Viel­falt von Wild- und ­Nutzpflanzen zu erhalten. Die Gewächs­häuser mit einer Sechs­eckkon­struk­tion sind derzeit die größten der Welt und beherbergen tropi­sche und medi­ter­rane Pflanzen.

Zum Dodman Point

Wande­rung auf dem South West Coast Path

Die Halb­insel südlich von Meva­gissey (ursprüng­lich St. Meva and St. Issey) eignet sich besonders, um ein Stück auf dem South West Coast Path zu gehen. Höhe­punkt ist der Dodman Point, der zu drei Seiten von Wasser umschlossen ist. (hin und zurück: 17.2 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab 350 Meter)

Von St. Austell nach Devon

141 km | 3:00 h
Die Strecke führt an der Nordwest­küste Rich­tung Barn­staple. Unter­wegs kommt man an dem male­risch gelegenen Fischerdort Clovelly vorbei. Wegen des starken Gefälles und des generellen Autover­bots können Dorf und Hafen nur zu Fuß besich­tigt werden.

Tintagel Castle

Roman­ti­sche Burg­ruine an der Westküste

Die roman­ti­sche Burg­ruine vor der Westküste Conrnwalls war lange Zeit nur durch eine schmale Landzunge und einen steilen Aufstieg mit über 100 Stufen zu errei­chen. Mittlerweile hat der Bau einer Fußgänger­brücke, welche die kleine Halb­insel mit dem Fest­land verbindet, den Zugang für Besu­cher deut­lich erleich­tert.
Die Sage bringt die Burg mit dem legendären König Artus in Verbindung, der im 9. Jahr­hun­dert die eindrin­genden Angeln und Sachsen bekämpfte. Heute vermuten die Archäo­logen allerdings eher, dass die Burg im 5. Jahr­hun­dert als frühchrist­li­ches, kelti­sches Kloster ange­legt wur­de und bereits im 15. Jahr­hun­dert eine Ruine war.

Enthalten im:
English Heri­tage Over­seas Visitor Pass

Tintagel

Burg­ruine eines sagenhaften Königs

Nordwest­lich vom Bodmin Moor liegt Tintagel, wo angeb­lich die Burg des sagenhaften Königs Artus stand. Heute finden sich dort nur noch wenige Mauer­reste. Aber die Sage spiegelt viel vom Zauber der Land­schaft wieder. Tatsäch­lich gab es im 6. Jahr­hun­dert n. Chr. einen breto­ni­schen Heerführer, der sich den vordrin­genden Angel­sachsen entge­gen­stellte und sie in einer Schlacht besiegte. Der Rest ist Legende aus der Feder eines Mönches, der im 12. Jahr­hun­dert Ereig­nisse aus dem Leben König Arthurs nieder­schrieb. Demnach wird er vom Zauberer Merlin erzogen, besteigt mit 15 Jahren den Thron und heiratet eine Römerin. Er unterwirft ganz Britan­nien, zieht aber dann mit seinem Heer gen Rom. Während­dessen macht sein Neffe zu Hause einen Aufstand gegen ihn, entführt seine Frau und reißt die Herr­schaft an sich. Arthur kehrt zurück, erschlägt seinen Neffen und wird dann tödlich verwundet. Doch er stirbt nicht, sondern wird auf die geheim­nisvolle Insel Avalonia entrückt. Sein sagenhaftes Schwert Exca­libur verschwindet in einem See. Die Legende hat eine große Wirkungs­ge­schichte entfaltet. Die Parzival-Sage nimmt Teile auf, ebenso wie die Geschichte von Prinz Eisen­herz. Auch die von Wagner vertonte Sage von Tristan und Isolde ist mit der König-Arthus-Legende verwoben. Die jüngste Bearbei­tung des Stoffes stammt von Marion Zimmer Bradley, „Die Nebel von Avalon“.
Nicht weit entfernt liegt auch Hart­land Abbey & Gardens, wo Rosa­munde Pilchers Roman „Die Muschel­su­cher“ gedreht wur­de.

Enthalten im:
English Heri­tage Oversea Visi­tors Pass (Tintagel Castel)

Clovelly

Male­ri­sches Fischerdorf in den Dünen

Das Fischerdorf an der Nord­ostküste von Devon liegt male­risch zwischen bewach­senen Dünen hinter dem Strand. Ein 800 Meter langer Weg mit Kopf­steinpflaster und Stufen führt zum Hafen hinunter, der von einer Kaimauer aus dem 14. Jahrhundert geschützt wird. Zwischen den histo­ri­schen Kapellen und Häusern haben sich Re­stau­rants, Gale­rien und Kunst­gewerbe­ge­schäfte ange­siedelt. Gegen Gebühr kann man sich auf einem Esel durch den Ort führen lassen.

Pentire Point bei Polzeath

Spaziergang bei Sonnen­un­ter­gang

Pentire Point liegt an der Spitze einer kleinen Halb­insel nörd­lich von Polzeath in Cornwall. Die kleine, aber herr­liche Rundwande­rung ist eine ideale Abend­tour kurz bevor die Sonne im Meer versinkt. (hin und zurück: 9 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 140 Meter)

E

Exmoor

Moorlandponies und keltische Heilige

Der 1954 gegrün­dete Natio­nal­park liegt an der abwechs­lungs­rei­chen Südküste des Bristol Chan­nels.

Zwischen den felsigen Klippen finden sich dicht bewal­dete Taleinschnitte und kleine Buchten. Land­einwärts breitet sich eine land­wirt­schaft­lich genutzte Zone aus, in der die meisten Dörfer liegen. Ihre Kirchen sind – wie in der Bretagne – meist kelti­schen Heiligen geweiht. Im Hinter­land der Farmen wächst auf einer Höhe von etwa 300 Metern die unbebaute, baum­lose Moorheide, wo Heidekraut, Ginster und Farn­ge­wächse oft von Nebel umhüllt sind. Exmoor ist die Heimat der gleich­na­migen Moor­landpo­nies, der ältesten Ponyrasse in Großbri­tan­nien.

Zu Gast in einem Farmhaus in West Buckland

2 Nächte | 1x 4er Belegung | Bed & Breakfast

Das Farmhaus aus dem 16. Jahr­hun­dert liegt idyllisch inmitten von Weide­land. Jackie und ihr Mann leben seit über 40 Jahren in North Devon und haben die Schafzucht und das B&B von den Eltern übernommen.

Jedes Jahr im Frühling freuen sie sich über jede Hand, die dabei behilf­lich ist, die kleinsten Lämmer mit der Flasche aufzupäp­peln. Das macht einen Aufent­halt natür­lich vor allem für Familien zu einem span­nenden Erlebnis. Die kleinen Gäste dürfen ihr Früh­s­tücksei am Morgen selbst aus dem Hühner­stall holen. Im Haupt­haus darf man keine geraden Wände oder hohe Türen erwarten. Alles ist nach Denkmal­schutz-Richt­li­nien erhalten und zum Charme dieses Hauses gehört auch, dass man bei so mancher Tür den Kopf einziehen muss. Der Panorama-Blick auf die grünen Hügel von Nord-Devon und das reichhal­tige Früh­stück am pras­selnden Kaminfeuer machen diese kleinen Unbequem­lichkeiten aber wieder wett.

Lynton and Lynmouth Cliff Railway

Wasser­last­bahn an einer Steil­küste

Als im frühen 19. Jahr­hun­dert immer mehr Urlauber auf Schaufelradbag­gern ankamen, wur­de die Steil­küste zwischen Lynton und Lynmouth zum Problem. Ponys und Esel konnten das Verkehrs­auf­kommen nicht mehr bewäl­tigen, weshalb der Baron Marks of Woolwich eine Wasser­ba­l­ast­bahn mit ausgeklügelter Technik ersann. Sie besteht aus zwei Wagen für 40 Personen, die durch ein Seil mitein­ander verbunden sind. Dieses läuft an jedem Ende der Strecke über eine Umlenk­rolle. Jeder Wagen hat einen Wassertank unter dem Fußboden. Durch eine Rohrlei­tung wird Wasser in den Tank des oberen Wagens geleitet. Danach wird so lange Wasser aus dem unteren Wagen abge­lassen, bis der obere Wagen schwerer ist und zu rollen beginnt. Zum Glück fährt ein Bremser mit und reguliert die Geschwin­digkeit.

South West Coast Path

Wandern von Leucht­turm zu Leucht­turm

Ursprüng­lich wur­de der Weg von Leucht­turm zu Leucht­turm von der Coast Guard  ange­legt. Er diente der Bekämpfung der Schmuggler. Heute ist daraus einer der schönsten Fernwander­wege Englands geworden. Über mehr als 1.000 Kilometer führt er von Minehead entlang der Küsten von Devon und Cornwall nach Poole Harbour in Dorset.

Von Devon nach Bath

183 km | 2:30 h

Nachdem man bei Burnham-on-Sea den Bristol Channel verlässt, kommt man an der Cheddar Gorge vorbei, einer 5 km langen Fels­schlucht mit spekta­kulären Fels­forma­tionen, die in der Eiszeit entstanden sind.

In einer der vielen Höhlen wur­de ein voll­stän­diges mensch­li­ches Skelett gefunden, der 9000 Jahre alte Cheddar Man.

Knightshayes Court

Märc­henschloss eines Indu­s­trieba­rons

Das denkmalge­schützte Herren­haus von 1879 bei Tiverton ist ein Musterbei­spiel eines eleganten vikto­ria­ni­schen Land­sitzes. Erbauer war John Heathcoat. Der Mann aus einfa­chen Verhält­nissen hatte ein Vermögen mit der indu­s­tri­ellen Massen­fer­tigung von Spitzenklöp­peln gemacht, die zu seiner Zeit Bestand­teil des Sonn­tags­staats war. Heute beherbergt das Haus eine Gemälde­samm­lung. Der Park gilt als einer der schönsten in Devon. Inter­essant ist auch der ummauerte Kräu­ter­garten.

Enthalten im:
National Trust Touring Pass

Cheddar

Berühm­teste Käse­stadt Englands

Das bekanns­teste Produkt aus Cheddar ist der gleich­na­mige Käse. Der Name kommt vermut­lich aus dem Kelti­schen und bedeutet „Molke“. Cheddar ist heute ein beliebter Ausflugsort. Reste einer römi­schen Villa wurden entdeckt. Seit dem 15. Jahr­hun­dert markiert ein Monu­ment (Cheddar Market Cross) an der Kreuzung dreier Straßen in Cheddar den früheren Markt­platz. Sehens­wert sind St. Andrew's Church und das Cheddar Museum.

Cheddar Gorge

Auf der Himmels­leiter durch eine grandiose Schlucht

Die größte Felsenschlucht in Somerset ist eines der größten Naturwunder Englands. Sie enthält neben bizarren Stein­forma­tionen viele Höhlen. In einer von ihnen wur­de der Cheddar Man gefunden, ein 9.000 Jahre altes Skelett aus der Jung­stein­zeit. Durch die fast fünf Kilometer lange und über hundert Meter tiefe Schlucht führt ein Weg mit 274 Stufen, die soge­nannte Himmels­leiter. Von einem Turm auf der Höhe besteht eine 360 Grad Sicht über die Schlucht und das Käse-Dorf Cheddar.

F

Bath

Mondänes Bad mit heißen Quellen

Das einzige Mine­r­albad mit heißen Quellen in England ist zugleich eine der schönsten Städte des Landes. Bereits die Römer nutzten die Quellen als Bade­zen­trum, wovon einige Tempel­ruinen zeugen.

Erst im 18. Jahr­hun­dert kam der Ort zu neuer Blüte. Seit 1738 wurden elegante Häuser gebaut, von denen heute über 500 unter Denkmal­schutz stehen. 1998 hat die UNESCO die ganze Stadt in die Liste des Welt­kultur­erbe aufge­nommen.

Zu Gast in einer georgianischen Residenz in Bath

2 Nächte | 1x 4er Belegung | Bed & Breakfast

Handbe­druckte Tapeten und antike Möbel sind ein paar der Merkmale, die die glanzvolle Residenz aus der Zeit von King George auszeichnet.

Auf einem großen Hügel gelegen, blickt sie über den Sydney Park. Das Inte­rieur spiegelt die Epoche des frühen 19. Jahrhunderts so gut wider, dass die BBC in den Räumen die Verfil­mung eines Romans der engli­schen Schrift­stel­lerin Jane Austen gedreht hat. Neben den stil­voll und individuell einge­rich­teten Zimmern steht den Gästen ein Salon im ersten Stock mit Aussicht auf den Park zur Verfügung. Das reichhal­tige Früh­stück – Full English oder Conti­nental – wird im Winter­garten, in der gemüt­li­chen Küche oder bei schönem Wetter auch im Garten serviert. In die Innen­stadt mit Cafés, Restau­rants und Geschäften sowie zahlrei­chen Sehens­wür­digkeiten läuft man ca. zehn Minuten.

Bristol

Pest und Sklavenhandel in bedeu­tender Hafen­stadt

Die mit 450.000 Einwoh­nern sechstgrößte Stadt Englands liegt an der Mündung des River Avon in den Bristol Channel. Im Mittel­alter war sie nach York und London die drittgrößte Stadt des Landes, versank dann aber wegen einer langen Pestepidemie in Agonie. Die Wende brachten die engli­schen Kolo­nien in Amerika und der Sklavenhandel. Man schätzt, dass über eine Million Sklaven über Bristol nach Amerika verschleppt wurden. Ab 1760 geriet die Hafen­stadt ins Hinter­treffen gegenüber Liver­pool. Im Zweiten Welt­krieg wur­de die histo­ri­sche Altstadt von deut­schen Bombern voll­ständig zerstört. Auf den Trümmern wur­de ein Park ange­legt, in dem bis heute zwei ausgebombte Kirchen als Mahnmal stehen.

Römi­sche Bäder von Bath

Archäo­logi­scher Schatz von euro­päi­scher Bedeu­tung

Als Naturphänomen einzig­artig in England, wurden die heißen Quellen bereits von den Kelten verehrt. Als die Römer 43 nach Christus die briti­sche Insel eroberten, bauten sie die Quelle zu einer komplexen Anlage mit Fußbo­den­heizung und Wasser­lei­tungen aus. Als die Römer die Insel verließen, versank die impo­sante Bade­anlage im Schlamm. Erst im 19. Jahr­hun­dert wur­de die Anlage wieder­ent­deckt und teilweise restau­riert. Heute zählt sie zu den wertvollsten archäo­logi­schen Schätzen in Europa. In der Ausstel­lung können Modell­bauten sowie Alltagsge­gen­stände der Römer und Kelten betrachtet werden, die dort bei Ausgra­bungen gefunden wurden. Kostümierte Schau­spieler beantworten Besu­cherfragen. Im eleganten Pump Room Restau­rant kann man das Heil­wasser der Quelle aus einem Wasser­speier kosten. Zum Baden geht man in das benach­barte, hoch­moderne Thermae Bath Spa, das 2005 als neue Attrak­tion eröffnet wur­de und neben Thermalbädern auch Well­ness- und Beautybereiche anbietet.

Corsham Court

Vikto­ria­ni­sches Landhaus in engli­schem Landschafts­park

In Corsham steht eines der schönsten engli­schen Landhäuser in einem Landschafts­park. Corsham Court war schon könig­li­cher Besitz zur Zeit der Sach­senkö­nige und steht auf den Grundmauern eines Elisa­bet­ha­ni­schen Schlosses aus dem 16. Jahr­hun­dert. Sein heutiges Aussehen erhielt das Anwesen im 18. und 19. Jahr­hun­dert. In den präch­tigen Räumen sind Kunst­schätze, Statuen, Bilder von Rubens und van Dyck sowie Chippen­dale Möbel ausge­stellt.

Von Bath nach Canter­bury

291 km | 4:00 h
Bevor man in den Großraum London eintritt, sollte man sich Zeit nehmen für die rätselhaften Hinkel­steine der Avebury Circle, einer wahr­haft gigan­ti­schen Anlage aus der Jung­stein­zeit, die südlich der Auto­bahn etwa auf der Höhe von Swindon liegt.

Ston­e­henge

Mega­lith-Monu­ment aus der Bronzezeit

Das gewal­tige Mega­lith-Monu­ment ist das größte seiner Art und bedeckt zusammen mit den benach­barten Stein­kreisen ein Gebiet von über 20 km². Ston­e­henge („hängende Steine“) wur­de von 3000 – 1500 v.Chr. errichtet. Heute sind nur noch die jüngsten Stein­kreise aus der Bronzezeit sichtbar. Vermut­lich wur­de das reli­giöse Heiligtum gewaltsam zerstört – entweder durch die Römer, die die Macht der kelti­schen Druiden brechen wollten, oder im frühen Mittel­alter im Zusam­menhang mit der Chris­tia­ni­sie­rung Englands. Trotz Gene­ra­tionen andau­ernder Forschungen bleibt Ston­e­henge ein Rätsel. Das betrifft die Bauweise, die einen großen Kraft- und Orga­ni­sa­ti­ons­aufwand voraus­setzt wie auch seine Funk­tion zwischen Sonnen- und Totenkult.

Enthalten im:
English Heri­tage Over­seas Visitor Pass
National Trust Touring Pass

Shaf­tesbury

Roman­ti­sche Marktfle­cken in Dorset

Der roman­ti­sche Marktfle­cken im Norden von Dorset hat eine reiche Vergan­gen­heit, die eng mit den Gebeinen von King Edward zusam­men­hängen. Der engli­sche König wur­de 979 ermordet und in der Kloster­kirche von Shaf­tesbury beige­setzt, von der heute nur noch die Grundmauern stehen. Bekannt ist der Ort über dem Blackmore-Tal wegen des Gold Hill, einer kopfst­ein­ge­pflas­terten Stein­treppe, an der sich geduckte Cottages aus dem 17. Jahr­hun­dert anein­ander­reihen. Von oben hat man eine tolle Sicht bis zur Isle of Purbeck.

Highclere Castle

Herren­haus im Westminster-Stil

Das prunkvolle Herren­haus imitiert den Stil der Renais­sance, stammt aber aus dem 19. Jahr­hun­dert. Seit dem 8. Jahr­hun­dert gab es Vorgängerbauten. Das heutige Castle wur­de nach den Plänen des Architekten Sir Charles Barry gebaut, der auch die Houses of Parlia­ment in Westminster geplant hatte. Für den 400 Hektar großen Park wur­de 1774 ein ganzes Dorf umge­siedelt. Die Reste der Dorf­kirche sind südwest­lich des Schlosses noch zu sehen. Im 18. Jahr­hun­dert pflanzte der Hobby­bo­ta­niker, Bischof Stephen Pococke, nach einer Reise in den Nahen Osten Libanon-Zedern an, von denen einige noch heute im Park wachsen.

G

Kent

Kreidefelsen mit Blick nach Frankreich

Die Graf­schaft im Südosten Englands grenzt an East Sussex, Surrey und London. Über den Euro­tunnel ist sie mit Frank­reich verbunden.

Wegen ihrer Lage zwischen London und dem Konti­nent war es oft von mili­täri­schen Konflikten betroffen, etwa im Zweiten Welt­krieg. Die Ostküste Kents wur­de damals auch „Hell Fire Corner“ genannt. Dort türmen sich auch die Krei­defelsen von Dover auf, von denen man an klaren Tagen bis nach Frank­reich schauen kann.

Zu Gast auf einer Farm bei Canterbury

2 Nächte | 1x Doppelzimmer, 2x Zustellbetten | Bed & Breakfast

Die Farm liegt in der male­ri­schen Graf­schaft Kent, zwei Meilen südlich von Canter­bury. In rund zehn Minuten ist man im histo­ri­schen Kern der altehrwür­digen Univer­si­täts­stadt.

Sarah, die Gastgeberin, hat im histo­ri­schen Wohn­haus ihrer Eltern eine Pension einge­richtet, in der sie ihren Gästen morgens ein viel gelobtes „healthy farm Breakfast“ serviert. Von den liebevoll einge­rich­teten Zimmern blickt man in einen ruhigen Garten. Etwas abseits leben die Tiere, darunter Hunde und Katzen, Ponys, Schafe und Hühner.

Canter­bury

Glänzende Kathedrale des Erzbischofs

Die Stadt am River Stour wird domi­niert von ihrer Kathedrale. Von hier aus nahm die Chris­tia­ni­sie­rung Englands im 6. Jahr­hun­dert ihren Lauf. Bis heute ist die Stadt Zentrum der anglika­ni­schen Kirche. Der Bischof der Cathedrale ist der ranghöchste und seine Funk­tion ist eng mit dem Königshaus verbunden. Nach der Ermordung von Thomas Becket, dem dama­ligen Erzbischof, durch Adlige im Jahr 1180 wur­de Canter­bury zu einem der wich­tigsten Pilger­orte in Europa. Heinrich VIII, der sich nach seinen Eheschließungen von der römi­schen Kirche trennte, machte hunderte von Jahren danach einen Schau­pro­zess gegen den inzwi­schen heilig gespro­chenen, ließ ihn zum Tode verur­teilen und seinen Sarg zerstören. Faszi­nierender Mittel­punkt der Stadt ist die Kathedrale, deren Bauge­schichte den Stoff für Ken Follets Best­seller „die Säulen der Erde“ bildete.

Walmer Castle

Küstenburg mit Landschafts­garten

Die Küsten­fes­tung in der Graf­schaft Kent zählt zu den am besten erhal­tenen aus der Zeit von Heinrich VIII. Walmer Castle wur­de um 1540 errichtet und war Teil der 20 Burgen umfas­senden Festungs­kette zur Abwehr spani­scher oder franzö­si­scher Inva­sionen. Die einzige mili­täri­sche Aktion, die die Festung je sah, war eine drei­wöchige Bela­ge­rung im engli­schen Bürger­krieg, an deren Ende sich die Roya­listen kampflos ergaben. Seit 1708 ist sie Residenz der Lord Wardens of the Cinque Ports. Berühm­tester Bewohner war Admiral Wellington. Der herausra­gende briti­sche Mili­tärführer in der napoleo­ni­schen Zeit starb 1852 in der Festung. Die ­se­hens­werten Gärten sind aus Kräuter- und Gemü­segärten der Schloss­be­wohner hervor­gegangen. 

Enthalten im: 
English Heri­tage Over­seas Visitor Pass

Von Canterbury nach Hause

Fähre

Von Canter­bury nach Dover

30 km | 24 Minuten

Von Dover nach Calais

102 km | 2:30 h
Die Fähr­überfahrt dauert 90 Minuten. Der Check-In schließt 30 Minuten vor Abfahrt.
Gute Fährver­bindungen zum selber buchen finden Sie auf unserer Home­page: www.umfulana.de/faehren oder z.B. auf www.poferries.com
15 Tage
ab 1.839,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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