Zu Gast beim Grafen: Schottlands schaurig schöne Schlösser - Großbritannien
Herrensitz im Tweedtal

Zu Gast beim Grafen

Schottlands schaurig schöne Schlösser

Übernachten in Schlosshotels und Herrenhäusern hat einen besonderen Reiz: Man hat die Möglichkeit, in die Geschichte des Hauses einzutauchen und einiges über seine ehemaligen Bewohner zu erfahren. Wir haben schöne Unterkünfte gefunden, in denen die originale Atmosphäre und der Geist der vergangenen Epochen noch erhalten sind und die sich teilweise in Familienbesitz befinden.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Edinburgh nach Blairgowrie

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Enter­prise
Fahrzeug: Ford Focus o.ä. (CDMR)
Station: Edinburgh Flughafen (Desk at Airport)

Von Edinburgh nach Blairgowrie

96 km | 2:00 h
Von Edinburgh nimmt man die Brücke über den Firth of Forth und fährt durch die Graf­schaft Fife nach Norden. Hinter Perth kommt man in die Grampian Moun­tains.

Forth Road Bridge

2,5 Kilometer lange Hängebrücke
Die Auto­bahnbrücke über den Firth of Forth wur­de als Hängebrücke zwischen 1958 und 1964 erbaut und war damals die größte ihrer Art in Europa. Sie ist gut 2,5 Kilometer lang und besteht aus insge­samt fast 47.000 Tonnen Stahl. Die Draht­seile sind zusammen fast 50.000 Kilometer lang. Seit April 2001 steht die Forth Road Bridge unter Denkmal­schutz. Eine neue Brücke ist allerdings in Planung. Die bishe­rige Brücke soll für Busse, Taxis und Radfahrer befahrbar bleiben. Parallel verläuft die Forth Rail Bridge, eine Stahl­brücke von 1890, die Alfred Hitchcock mit einer Grusel­szene in seinem Spio­nage Thriller, Die neun­und­reißig Stufen, welt­be­kannt gemacht hat.

Hope­toun House

Georgia­ni­sches Landschloss und Filmkulisse
Das Schloss in den schot­ti­schen Lowlands wur­de Anfang des 17. Jahrhunderts für den Earl of Hope­toun gebaut. Bis heute wird das georgia­ni­sche Landhaus von seinen Nach­fahren bewohnt. In der ersten Bauphase entstand der Zentralbau mit repräsenta­tivem Treppen­haus und zahlrei­chen Deckenma­le­reien, in der zweiten Bauphase die heutige Fassade, die Kolon­naden die Pavillons im Süden und Norden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wur­de das Innere des Schlosses umge­staltet. Als innen­ar­chitek­to­ni­sches Meister­werk entstand damals der State Dining Room. Das heutige Ober­haupt des Hope-Clans, der vierte Marquess of Lini­thgow, hat sein Domizil für Besu­cher geöffnet. Teile der Serie „Outlander“ wurden vor Ort gedreht.

Fife

Pittoreske Schlösser in anmu­tiger Land­schaft
Die Halb­insel zwischen Edinburgh und Perth zeichnet sich durch ihr anmu­tiges Landschafts­bild, pittoreske Schlösser und histo­ri­sche Dörfer aus. Besonders schön ist Culross, ein Bilder­buch­städt­chen aus der Zeit zwischen 1600 und 1800. Aus St. Monans, einem früheren Fischerdorf mit goti­scher Kirche hat sich ein Künst­lerdorf entwi­ckelt. Bemerkens­wert ist auch Loch Leven. Auf einer Seeinsel steht das Loch Leven Castle, in dem Maria Stuart ein Jahr lang gefangen gehalten wur­de. Die drama­ti­schen Umstände ihrer nächt­li­chen Flucht schildert Sir Walter Scott in seinem roman­ti­schen Roman „Der Abt“. Seit 2008 gibt es den Loch Leven Heri­tage Trail, einen Wanderweg um den See und durch das Natur­schutzgebiet.
A

Grampian Mountains

Heide, Moore, schweigende Munroes

Der wich­tigste Gebirgszug Schott­lands wird im Nordwesten vom Great Glen begrenzt, das sich schnurge­rade von Südwesten nach Nord­osten zieht.

Moor und Heide prägen die Land­schaft, in denen Rotwild und eine große Vogelviel­falt zu Hause ist. Die meisten Munroes, wie man die schot­ti­schen Berge über 3000 Fuß nennt, befinden sich in den Grampians, unter anderem der Ben Nevis, der mit 1345 Metern der höchste Berg Großbri­tan­niens ist. Die Grampians sind eines der ältesten Gebirge der Welt. Bevor es den Atlantik gab, waren sie eine Fort­setzung der Appa­la­chen.

Zu Gast in einem Herrenhaus in Perthshire

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das präch­tige Herren­haus liegt in der sanften Hügel­landschaft von Perth­shire zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern.

Seit einigen Jahren wird das Gut aus dem Jahr 1840 als ein Relais-et-Châteaux-Hotel betrieben. Dabei wur­de die origi­nale Atmo­sphäre so weit wie möglich beibe­halten. In der eichenver­täfelten Eingangshalle grüßt eine Galerie von Ahnen. Die knapp 20 Zimmer sind individuell deko­riert und zum Teil noch mit den ursprüng­l­i­chen Möbeln einge­richtet. Um das Haus herum blüht ein engli­scher Garten, an den sich eine Pferde­koppel anschließt. Das Dinner von Chefkoch Andy May ist ein ganzheit­li­ches Erlebnis, bei dem sich even­tuell vorhan­dene Vorur­teile über die Küche der Insel in Luft auflösen.

Heathergems Visitor Centre

Kunst­gewerbe aus den schot­ti­schen High­lands
Etwas Besonderes unter den vielen Schmuck­läden bietet Heathergems: Schmuck, in dem Heidekraut aus den schot­ti­schen High­lands verarbeitet ist. Ob Dekor für die Wohnung, Ohrringe oder Ketten: die Formen sind origi­nell und folgen teilweise kelti­schen Vorbil­dern.

Blair Castle

Whisky-Studium am Sitz des Duke of Atholl
Blair Castle liegt nörd­lich von Blair Atholl in einer typisch schot­ti­schen Idylle. Es stammt aus dem 13. Jahr­hun­dert und wur­de später Sitz des Duke of Atholl. Auf der Burg sind auch die Atholl High­landers statio­niert, die einzige legale Privat­armee Europas, deren Aufgabe die Vertei­digung der Burg und seiner Umge­bung ist. Die Burg­anlage ist täglich für Touristen zur Besich­tigung geöffnet. Whisky-Liebhaber wird freuen, dass die Schloss-Destil­lerie für Besich­tigungen und Whisky-Studium offen steht.

Loch Tay

Präshis­to­ri­sche Pfahlbauten an male­ri­schem Süßwass­ersee
Der 23 Kilometer lange Süßwass­ersee gehört zu den schönsten in Schott­land. Er hat die typi­sche lang­ge­streckte Form eines Eiszeit­sees. Am Nord­ufer führt die Haupt­straße entlang, während das Südufer von einer einspu­rigen Straße erschlossen wird. Wer eine Rundfahrt um den See machen will, kann in Kenmore das Crannog Centre besu­chen, wo Rekon­struk­tionen von präh­is­to­ri­schen Pfahlbauten im See stehen.

Von Blairgowrie nach Moray­shire

166 km | 3:00 h

Royal Loch­nagar Distil­lery

Whiskybren­nerei nahe Balmoral Castle
Die Whisky-Bren­nerei liegt am River Dee zwei Kilometer fluss­abwärts von Balmoral Castle, das 1845 von Queen Victoria erworben wur­de. Im selben Jahr stat­tete die Königin der Bren­nerei einen Besuch ab und ernannte sie zum könig­li­chen Hofliefe­r­anten. Seitdem darf die Distil­lery den Titel „Royal“ führen. Royal Loch­nagar hat ein Besu­cher­zentrum und kann besich­tigt werden.

Balmoral Castle

Sommer­residenz der briti­schen Königin
Das Schloss in Aber­deen­shire ist heute die Sommer­residenz der briti­schen Königin, die sich dort etwa zwölf Wochen im Jahr aufhält. Es stammt aus dem 14. Jahr­hun­dert, erhielt sein heutiges Gesicht aber erst 1856, als Queen Victoria und Prince Albert in Schott­land Urlaub machten. Beide waren faszi­niert von der schot­ti­schen Land­schaft. So kauften sie das Schloss und bauten es nach den Plänen des anhal­ti­ni­schen Prinzen um. Die Öffnungs­zeiten hängen von der Anwe­sen­heit der Königin ab und können unter www.balmo­r­alcastle.com nach­ge­schaut werden.

Castle Trail

Schlös­ser­route durch die Grampians
In den Grampians west­lich von Aberdeen finden sich einige von Schott­lands schönsten Burgen und Schlös­sern. Elf von ihnen sind durch den Castle Trail mitein­ander verbunden. Die meisten stammen aus dem 13. Jahr­hun­dert als die schot­ti­schen Grundherren unter dem Einfluss der Normannen anfingen, ihre Sied­lungen zu befes­tigen. Seither sind sie immer wieder umge­baut worden und den veränderten Lebens­bedingungen des Adels ange­passt worden. Die einschücht­ernden Bauwerke, deren Aufbau kaum zu durch­schauen ist, liegen in maje­s­tä­ti­scher Land­schaft, in Hoch­mooren oder im menschenleeren, Gras bewach­senen Hügel­land, was sie zu einem idealen Biotop für Geister und Gespenster macht.
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Moray Firth

Wo sich Wale und Delfine tummeln

Die Bucht an der Nordsee gilt als der größte Firth Großbri­tan­niens. Der große Trichter zwischen Kinn­airds Head bei Fraser­burgh in Aber­deen­shire und dem Duncansby Head bei Wick ist an der Öffnung 120 Kilometer breit.

Mit allen Buchten hat der Firth eine Küstenlänge von über 800 Kilome­tern, darunter felsige Steil­küsten und Watt­flächen. Höchster Gipfel in Ufer­nähe ist der meist nebelver­hüllte und auch im Sommer verschn­eite hohe Ben Wyvis mit 1.048 Metern. Im Moray Firth tummeln sich Delfine und Wale, die man am besten von Chanonry Point aus sieht.

Zu Gast in einer ehemaligen Kirche in Morayshire

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Noch heute liegt die kleine Kirche von 1856 mitten in den Kornfel­dern von Moray. Doch Gottesdi­enste werden dort schon viele Jahre nicht mehr gefeiert.

Sie diente als Kartoffel­keller, bevor sie zu einem der origi­nellsten Gäst­e­häuser Schott­lands umwandelt wur­de. Wer die Kirche betritt, findet sich vor einer impo­santen Treppe wieder, die zur Galerie und einem sechs­e­ckigen Saal führt. Wo früher der Gottesdi­enst stattfand, ist heute die Lounge, die von einem bunten Glasfenster geprägt wird. Alle Gäste­zimmer sind geschickt und mit sicherem Stilgefühl in den Kirch­raum inte­griert und haben – eine architek­to­ni­sche Glanzleis­tung – ein eigenes Bad.

Kale­do­ni­scher Graben

Ruinen und Klöster an tiefen Seen
Die markante Bruchlinie zerschneidet die schot­ti­schen High­lands von Küste zu Küste schnurge­rade von Südwest nach Nordost. Der Grund des Grabens ist meist mit Seen angefüllt, die heute durch einen Kanal mitein­ander verbunden sind. Auf der Höhe von Fort William bis nach Inver­ness gehört die Strecke zu den schönsten Panora­ma­straßen Schott­lands. Sie führt an Ruinen und einer Abtei vorbei, wo im 6. Jahr­hun­dert nach Christus die erste Begeg­nung zwischen dem irischen Mönch St. Colomban und Nessie, dem welt­be­kannten Unge­heuer von Loch Ness, stattgefunden haben soll.

Dallas-Dhu-Distil­lery

Whiskymuseum in alter Bren­nerei
Die ehema­lige Whiskybren­nerei bei Forres ist heute ein Museum in denkmalge­schützten Gebäuden. Der Name Dallas stammt vom gäli­schen Wort für Tal und Wasser ab, Dhu bedeutet schwarz. Es gibt kein Besu­cher­zentrum, doch „Historic Scot­land“ hat die Bren­nerei sehr schön restau­riert und das alte Lager­haus ist heute ein Museum, das die Geschichte des Speyside-Whiskys in Schott­land erzählt. Als Teil des Museums gibt es einen Rundgang durch den kompletten Brenn- und Reife­pro­zess. Das Gelände ist das ganze Jahr über geöffnet. 

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass

Plus­carden Abbey

Benedikti­n­erkloster im Tal der Blackburn
Im abge­legenen Tal der Blackburn liegt ein Kloster, das 1230 vom schot­ti­schen König gegründet wur­de und 200 Jahre später zum Benediktiner-Orden kam. Mit der schot­ti­schen Reforma­tion im 16. Jahr­hun­dert hatte es seine besten Tage hinter sich, wur­de verlassen und war im 17. Jahr­hun­dert nur noch eine Ruine. 1948 wur­de Plus­carden zu neuem Leben erweckt, als Benediktiner aus dem italie­ni­schen Monte­cas­sino – von der spirituellen Kraft des Ortes im Norden der Grampian Moun­tains überwäl­tigt, das Kloster wiederbelebten. Die Gebäude wurden restau­riert und erstrahlen heute wieder in altem Glanz.

Von Moray­shire nach Portree

217 km | 3:30 h

Culloden

Blutbad und Ende eines schot­ti­schen Traums
In den Sümpfen von Culloden ging am 16. April 1746 der Traum der High­lander von der Herr­schaft über Großbri­tan­nien zu Ende. Die Schlacht von Culloden ist ein Wende­punkt in der Geschichte Schott­lands. Sie been­dete nicht nur den letzten Versuch der Stuarts, ihren Anspruch auf den Thron durch­zu­setzen, sondern leitete zugleich den Unter­gang der tradi­tionellen schot­ti­schen Kultur und der machtvollen Sonder­po­si­tion der Clan­chefs ein, und besiegelte die Eingliede­rung des vordem selbst­stän­digen Landes in ein englisch domi­niertes Großbri­tan­nien. Heute erin­nern nur noch ein einsamer Turm und ein Museum an das Blutbad.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass (Culloden Battle­field)

Beauly Priory

Mysti­sche Ruine am River Beauly
Am River Beauly, kurz bevor er sich zum Firth weitet, haben franzö­si­sche Mönche im 13. Jahr­hun­dert eine Abtei gebaut, die sie wegen der schönen Lage „beau lieu“ nannten. In der Reforma­tion wur­de das Kloster verlassen. Danach verfiel die Anlage; Kreuzgang, Schlaf­saal und das Gebäude für den Abt verschwanden, von der Kirche stürzte das Dach ein. Doch auch von der Ruine geht noch ein ganz besonderer Zauber aus.

Rogie Falls

Sprin­gende Lachse im August und September
Der Wasserfall an der Haupt­straße nach Ullapool lohnt einen Spaziergang oder ein Pick­nick – besonders im August und September, wenn die Lachse aufwärts schwimmen und in den Fällen springen. Es gibt viele ausge­schilderte Wege mit Sitzgelegen­heiten an Aussichts­punkten mit Blick auf den Wasserfall.

Corries­halloch Gorge

Drama­ti­sche Schlucht mit Wasserfall und Brücke
Wenige Kilometer vor seiner Mündung bei Ullapool fließt der Abhainn Droma durch eine tiefe Schlucht, die er unmög­lich selbst gegr­aben hat. Es waren die Glet­scher der Eiszeit, die die Corries­halloch Gorge ausge­ho­belt haben. Heute wachsen Farne auf dem Talboden, ein Wasserfall senk­recht stürzt drama­tisch in die Tiefe. Davor hängt eine schwan­kende Brücke, die sich für spekta­kuläre Fotos eignet.
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Isle of Skye

Höhlen, Glens und Wasserfälle

Die größte Insel der inneren Hebriden bietet auf 80 Kilome­tern Länge und bis zu 24 Kilome­tern Breite vor allem ursprüng­l­iche Natur: eine wilde Berg­region mit grünen Tälern, Höhlen, Glens, kris­tallklaren Wasser­fällen und leeren Sand­stränden.

Lachse und Forellen sind Nahrung für Fisch­otter und Seehunde. Unter den mehr als 200 verschiedenen Vogel­arten sind die seltenen Stein­adler und Basstölpel. Daneben ist Skye auch für einen der besten Single Malt Whiskies von Schott­land bekannt. Nicht immer war die Insel so fried­lich wie heute. Unter Bonnie Prince Charles, einem Nach­fahren von Maria Stuart, um den sich roman­ti­sche Geschichten ranken, war sie Brenn­punkt im Kampf um die Vorherr­schaft zwischen Schotten und Engländern. Seit 1995 führt neben der Fähre eine Brücke auf die Insel. Wer noch größere Einsamkeit sucht, kann mit der Fähre von Uig zu den äußeren Hebriden fahren, wo es nur noch Steine, Schafe und Wind gibt.

Zu Gast in einem historischen Haus in Portree

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor über 200 Jahren ließ Lord Macdo­nald das Stein­haus am südli­chen Ortsrand von Portree für seinen Kammer­herrn errichten.

Auch heute noch ist das Haus im Besitz der Familie Macdo­nald, die es stolz gepflegt und renoviert hat, sodass es seinen alten Charme bewahrt hat. Seit 1954 wird es als B&B genutzt, das seinen Gästen eine sehr familiäre Atmo­sphäre bietet. Umgeben ist das im glanzvollen vikto­ria­ni­schen Stil einge­rich­tete Haus von einem parkähn­li­chen Garten. Das Inte­rieur zeichnet sich durch eine Viel­zahl an über verschiedene Epochen hinweg gesammelte Jagdtrophäen und eine beacht­liche Ahnen­galerie aus. Morgens erwartet die Gäste ein Früh­s­tücksbuffet, warme Speisen werden auf Bestel­lung zubereitet.

Wester Ross

High­lands am Ende der Welt
Die High­lands zwischen der Isle of Skye und Ullapool scheinen am Ende der Welt zu liegen. Jeden­falls gehören sie zu den kaum erschlos­senen Gebieten Schott­lands, die in kaum einem Reiseführer beschrieben sind. Nur selten verirrt sich ein Tourist auf eine der wenigen schmalen Straßen, die die Halb­insel erschließen. Dabei ist die Land­schaft hier von besonderem Reiz: Neben dem Loch Maree liegt hier das Beinn Eighe Nature Reserve, das eine urtüm­liche, schroffe Bergwelt bis zu 1.000 Metern Höhe schützt.

Old Man of Storr

Sagen­umwobene Fels­nadel aus schwarzem Basalt
Die fast 50 Meter hohe Fels­nadel aus schwarzem Basalt ist von weitem sichtbar und ein Wahrzei­chen der Halb­insel Trot­ter­nish. Rings umher stehen kleinere aufrechte Felsen, die in alten Erzäh­lungen als seine Familie bezeichnet werden. Seine Frau, die zweitgrößte Fels­nadel, ist leider vor Jahren einge­stürzt. Der Legende nach suchten die beiden in der Gegend nach einer entlaufenen Kuh. Da trafen sie auf Riesen und flüch­t­eten. Als sie einen Blick zurückwarfen, wurden sie verstei­nert.

Talisker Whisky

Einzige Whiskybren­nerei auf Skye
Einzige Whiskybren­nerei auf Skye ist die 1830 gegrün­dete Talisker Destil­lerie. Sie ist bekannt für ihren doppelt destil­lierten Single Malt Whisky, der als einer der besten über­haupt gilt. Führungen und Whisky­proben werden ange­boten.

Von Portree nach Glencoe

Fähre

Von Portree nach Armadale

67 km | 56 Minuten

Von Armadale nach Mallaig

323 m | 52 Minuten (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fähre geht von den Inneren Hebriden zum Hafen von Mallaig auf dem Fest­land.

Von Mallaig nach Glencoe

96 km | 2:00 h

Glen­finnan Monu­ment

Denkmal für den schot­ti­schen Aufstand gegen England
Bei Glen­finnan betrat Prinz Charles Edward Stuart 1745 das schot­ti­sche Fest­land, um gegen die engli­sche Krone vorzugehen. Als er der Meinung war, genug Unter­stützung seitens der Clans zu haben, hisste er die schot­ti­sche Fahne – genau da, wo heute das Denkmal steht. Neun Monate später endete die Rebellion in einer Nieder­lage. Schott­land verlor seine Selb­stän­digkeit und wur­de in ein englisch domi­niertes Britan­nien einge­gliedert. Die Clans wurden entwaffnet und weite Teile der gäli­schen Kultur gingen unter. Das Denkmal stammt aus dem frühen 19. Jahr­hun­dert. Auf dem Turm steht die über­lebens­große Statue eines High­landers im Kilt.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass
D

Western Highlands

Clans, Whisky und baumlose Weiten

Nordwest­lich des Great Glen, das Schott­land von Nord­osten nach Südwesten schnurge­rade zerteilt, beginnen die High­lands.

Obwohl es dort einige Munroes gibt, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt, sind sie eigent­lich kein Hoch­land. Weite Teile bestehen aus baum­losen Mooren. Die abge­legenen High­lands waren dem engli­schen Einfluss weniger ausge­setzt als die südli­chen Lowlands. Dadurch haben sie den eigenen kulturellen Charakter stärker bewahrt. Die Clan-Struktur in den High­lands ist noch lebendig oder wird sogar wiederbelebt. Dies und die Whisky-Produk­tion haben die High­lands welt­be­rühmt gemacht. Dass die weiten High­lands heute weitge­hend unbe­waldet und unbe­siedelt sind, ist vor allem eine Folge der High­land Clearances, der Vertreibung der ansäs­sigen Bevöl­ke­rung in der Zeit von 1762 bis 1884.

Zu Gast auf einem Herrensitz im Tal von Glencoe

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der prachtvolle Herren­sitz wur­de 1866 für Lord und Lady Strathcona von einem Star­ar­chitekten der vikto­ria­ni­schen Epoche errichtet, nachdem das Paar in Kanada ein Vermögen gemacht hatte.

Heute ist das repräsenta­tive Anwesen im Tal von Glencoe ein elegantes Boutique-Hotel, das auf einem gut vier Hektar großen Grund­stück mitten im schot­ti­schen Hoch­land liegt. Dem jetzigen schot­tisch-deut­schen Besitzer­paar ist es gelungen, durch gründ­liche Entrüm­pe­lung und Renovie­rung den großzügigen Räumen Helligkeit und schlichte Noblesse zu verleihen. Gäste werden in Suiten mit eigenem Salon unter­ge­bracht, in dem das von der Küche des Hauses zuberei­tete Früh­stück und Dinner serviert werden. Weitere Suiten befinden sich im Bell Tower, einem eigen­stän­digen Gebäude, das ca. 50 Meter vom Haupt­haus entfernt ist. Diese haben eine voll ausge­stat­tete Küche, in der man alle Mahlzeiten aus bereitge­stellten Zutaten selbst zubereitet.

Fort William und Umge­bung

Whiskybren­ne­reien und Abenteuer­tou­rismus
Die Stadt, die vorwiegend von der Whiskyde­stilla­tion und vom Abenteuer­tou­rismus lebt, liegt am südwest­li­chen Ende des Kale­do­ni­schen Grabens, der von Küste zu Küste läuft und die High­lands nach Südosten begrenzt. Von hier aus lässt sich die nordwest­liche Fjord- und Seen­landschaft gut erkunden – per Boot, zu Fuß oder per Eisen­bahn. Die Bahn­strecke nach Mallaig gilt als die schönste Großbri­tan­niens. Haupt­at­trak­tion ist der Ben Nevis, der mit 1.343 Metern höchste Berg der briti­schen Inseln.

West Loch­aber

Unbe­wohnte Wildnis am Ende der Welt
Die Halb­insel südlich der Straße von Fort William nach Mallaig ist durch Loch Linnhe und den Sound of Mull vom Rest Schott­lands sepa­riert. Zwei weitere kilome­ter­lange Lochs teilen die Land­masse in weitere Halb­in­seln auf, so dass das Gebiet nur schwer zugäng­lich ist. Entspre­chend dünn ist die Bevöl­ke­rung. Auf der Halb­insel Morvern, die immerhin 650 Quad­ratki­lometer umfasst, wohnen beispiels­weise weniger als 320 Menschen! Sehens­wür­digkeiten gibt es hier kaum, dafür schier endloses Gras­land, mal trocken, mal feucht, ab und an ein paar aufge­fors­tete Wälder, weite Blicke, tiefe Wolken; vor allem aber Stille und Einsamkeit, wie sie nur noch an den Rändern Europas zu finden sind. Wasser ist nie weit entfernt. Wander­wege gibt es eben­falls nur wenige. Dafür kann man nach Herzens­lust querfeldein laufen.

Ben Nevis

Pa­no­ra­ma­blick vom höchsten Berg der Briti­schen Inseln
Wer das Glück hat, den mit 1.343 Metern höchsten Berg der briti­schen Inseln an einem klaren Tag zu besteigen, wird mit einem überwäl­tigenden Pa­no­ra­ma­blick belohnt. Fast 240 Kilometer weit  reicht der Blick bis zu den Hebriden und nach Irland. Alljähr­lich findet ein Wett­rennen zum Gipfel statt. Der Rekord steht zurzeit bei 87 Minuten, während man bei normaler Geschwin­digkeit etwa drei bis vier Stunden benö­tigt. Den Anstieg kann man vom Glen Nevis Youth Hostel aus beginnen. Den Rückweg sollte man über Carn Mor Dearg machen. Er führt über das Hoch­land und ist von geradezu über­irdi­scher Schön­heit.

Glencoe

Wandern über dem „Tal der Tränen“
Das „Tal der Tränen“ hat eine blutige Geschichte: 1691 begna­digte der engli­sche König Wilhelm III. alle High­land-Clans, die gegen ihn gekämpft hatten. Bedingung war allerdings, dass sie ihm die Treue schwören mussten. Wer sich weigerte, dem drohte die Todes­strafe. Nachdem der Clan MacDo­nald nur widerwillig zuge­stimmt hatte, ging sein Chef irrtüm­lich nach Inver­lochy und erreichte Inveraray erst nach Ablauf der Frist. Somit wur­de dem ganzen Clan die Begna­digung verwehrt. Die könig­li­chen Soldaten rich­teten das Massaker von Glencoe an, bei dem die Talbe­wohner ums Leben kamen. Heute beginnt dort einer der schönsten Wander­wege Schott­lands. (10 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 1.070 Meter)

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass (Glencoe Visitor Centre)

Kinlochleven

Wild­nis­wande­rung im Nebeltal
Moos, Steine, Wind und sturmzerzauste Wälder: Ober­halb von Kinlochleven, einer Berg­arbeiter­sied­lung mit knapp 1000 Einwoh­nern, erstreckt sich ein wildes und einsames Hoch­mo­ortal, das sich für eine Rundwande­rung eignet. Die karge Heide­landschaft ermög­licht weite Blicke über das Loch Leven, die sich im Zwie­licht der Wolken verlieren.  Auf dem Rückweg geht man über einen ausge­setzten Grat zwischen zwei Bachtälern. (Hin und zurück: 9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 385 Meter)

Von Glencoe nach High Blantyre

161 km | 2:30 h

Loch Katrine

Ausflugsboote auf dem Eiszeitsee
Der aufge­staute Süßwass­ersee bei Stir­ling hat die lang gezogene Form eines Eiszeit­sees. Das 13 Kilometer lange, aber nur einen Kilometer breite Gewäs­ser ist das primäre Wasser­re­servoir des Großraums Glasgow. Benzin- bzw. diesel­be­triebene Schiffe sind auf dem Gewässer nicht erlaubt, um eine Verschmutzung des Trink­was­sers zu vermeiden. Das Schiff SS Sir Walter Scott bietet seit 1899 Ausflugsfahrten über den See an. Heute ist es allerdings auf Biodiesel umge­rüstet. Sir Walter Scott widmete Loch Katrine das Gedicht The Lady of the Lake, das von Gioa­chino Rossini zu der Oper La Donna del Lago umge­arbeitet wur­de.

Hill House (Helensburgh)

Jugend­stil vom Feinsten
Die Villa auf einem Hügel bei Helensburgh wurde 1904 nach zweijäh­riger Bauzeit fertig­ge­stellt. Architekt war Charles Rennie Mack­in­tosh, als dessen bedeu­ten­dstes Wohn­haus es zugleich gilt. Von der Anhöhe über­blickt sie den Firth of Clyde. Das relativ junge Alter von Hill House und seine freund­liche Architektur bewahrt es nicht vor Geister­er­scheinungen: In unregelmäßigen Abständen soll eine schwarz geklei­dete Person vorbei­schauen. Außerdem riecht es in der Bibliothek des Öfteren nach Pfei­f­entabak, und zwar nach genau dem, den der ehema­lige Besitzer Blackie rauchte. Auf der gegenüber­liegenden Straßen­seite steht die düstere, seit Jahren leer stehende Villa Drumadoon, die auch „Hell House“ genannt wird.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Balloch Castle

Roman­ti­sche Burg am See
Die origi­nale Burg an der Südspitze des Loch Lomond stammt aus dem Jahr 1238. Von dieser ersten Burg ist jedoch nicht viel mehr als der Burggr­aben vorhanden. Bis zum Jahr 1390 war Balloch Castle der Stamm­sitz des Earls of Lennox und seiner Familie, welche in der Schlacht von Bannockburn im Jahr 1314 Ruhm erlangte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wur­de 500 Meter weiter nörd­lich das heutige Balloch Castle im Tudor­stil errichtet. Heute liegt es in einem Landschafts­park am See, der Teil des Loch-Lomond-and-the-Tros­sachs-Natio­nalparks ist.

Tros­sachs

Refugium für Roman­tiker und Viehdiebe
Rund um die Seen Loch Katrine im Westen und Loch Achray liegt die dicht bewal­dete Urwaldschlucht, die im 19. Jahr­hun­dert viele Roman­tiker anzog. Sir Walter Scott machte die schwer zugäng­liche Gegend durch einige seiner Romane bekannt. So suchte der geäch­tete Viehdieb Raiber Ruadh hier Unter­schlupf. Die Anzie­hungs­kraft der Tros­sachs auf Natur­liebhaber ist ungebro­chen. Sie sind heute Teil eines Natio­nalparks mit vielen Wander­wegen. Einer der schönsten führt auf den 461 Meter hohen Ben A'an, von dem aus man den besten Blick auf Loch Katrine hat. (2 Stunden, 3,2 Kilometer, auf und ab: 310 Meter)
E

Glasgow

Von der Industriestadt zur grünen Zukunftsstadt

Glasgow, das mit einem Kirchlein auf der Wiese im Jahre 534 begann, heißt ursprüng­lich: geliebter, grüner Ort. Nach 200 Jahren Ruß und Indu­s­triege­schichte beginnt die Stadt wieder, ihrem Namen gerecht zu werden.

Die Umstel­lung einer altindu­s­tri­ellen Region zu einem modernen Dienst­leis­tungs­zentrum scheint hier besser gelungen als in anderen Landes­teilen: Die abbruchreifen Gebäude am Clyde River machten Grün­a­nlangen Platz, Dock­anlangen wurden in schicke Wohn­gegenden verwandelt. Sand­strahler reinigten schwarze Fassaden und am Princes Square entstand eine glas­über­dachte Mall. Die Umge­bung ist landschaft­lich reizvoll. Die North West High­lands, die Grampians und Loch Lomond sind nicht fern.

Zu Gast in einem Schloss bei East Kilbride

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Geschichte des Schlosses reicht gut 600 Jahre zurück, als die blutigen Unabhängigkeits­kriege gegen England begannen.

Ursprung ist ein im 15. Jahr­hun­dert von einem Clan erbauter Wehrturm auf dem Hügel über dem Fluss; später kam ein Dower House dazu, wie man die Alters­sitze der abge­dankten Clan­chefs nannte. Bis ins 17. Jahr­hun­dert blieb das Schloss in Famili­en­be­sitz, bevor es dann auf Umwegen in den Besitz von Charles MacIn­tosh gelangte, der das Anwesen zu einem präch­tigen Noble House ausbaute. Nach dem 1. Welt­krieg wur­de es fast ein Jahr­hun­dert lang kaum genutzt, bevor es schließ­lich zu einem Schlosshotel umge­baut wur­de, das der Historie gerecht wird. Das Wohnzimmer spiegelt mit einzig­artig mit Blattgold verzierten Gesimsen die für diese Epoche typi­sche Pracht wider. Jedes der neun Schlafzimmer ist jeweils im klas­si­schen Stil einge­richtet und zu Ehren eines histo­ri­schen Verwalters dieses präch­tigen Schlosses benannt – auch hier wur­de eine ideale Mischung aus Tradi­tion und Moderne gefunden. Das Außenge­lände umfasst einen großen Wald­ab­schnitt mit Wander­wegen und einen schönen Fluss­ab­schnitt mit Wasser­fällen.

Glasgow Necro­polis

Spiritueller Ort für Lebende und Tote
Seit 1831 haben mehr als 50.000 Menschen ihre letzte Reise über die Bridge of Sighs in die Toten­stadt Glasgows ange­treten. Sie liegt auf einem Hügel östlich der St. Mungo’s Cathedral mit schöner Aussicht auf die Innen­stadt. Die Nekro­pole, die so groß ist wie 20 Fußballfelder, besteht aus zahl­losen Mausoleen, Pavillons, Gruften und Gedenk­steinen. Hinter jedem verbirgt sich eine Geschichte. Hoch über alle anderen erhoben steht John Knox auf einer 17 Meter hohen Säule. Streng und unerbitt­lich wacht der gefürch­tete Reformator Schott­lands über die Ruhe der Toten.

Glasgow School of Art

Bahnbre­chendes Bauwerk des Jugend­stils
Gerade einmal 28 Jahre war Charles Rennie Mack­in­tosh, als er Gebäude der Kunst­hoch­schule konstru­ierte. Das geniale Jugends­tilgebäude  wur­de 1909 fertig­ge­stellt und galt schon bald als „Fanal der Architektur des 20. Jahrhunderts", da seine Gestalt schon entschei­dend durch Konstruk­tion und Funk­tion bestimmt ist. Deko­ra­tive Details spielen nur noch eine Nebenrolle. Die Nordfront beherr­schen für die dama­lige Zeit ungewöhn­lich große Fenster zur Belich­tung der Ateliers. Auch die Innen­ar­chitektur war wegwei­send, besonders die Gestal­tung der Bibliothek

Pollok Country Park

High­land Rinder im Landschafts­park
Der weit­läufige Landschafts­park am Rande von Glasgow war Teil des Pollok Gutes, das über 700 Jahre der Familie Maxwell gehörte. Heute beherbergt es neben dem Pollok House auch die Kunst­halle Burrell Collec­tion, die kostenlos besich­tigt werden kann, ebenso wie die schönen Gärten. Auf dem 150 Hektar großen Gelände grasen auch schot­ti­sche Hoch­landrinder. Schmale, gewun­dene Pfade führen durch den Park, aber auch Stre­cken für Moun­tai­nbiker und Jogger. 

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Von High Blantyre nach Inner­lei­then

85 km | 2:00 h

New Lanark

Arbeiter-Muster­sied­lung des 18. Jahr­hun­dert
Die restau­rierte Textil­fa­brik­sied­lung aus dem 18. Jahr­hun­dert wur­de berühmt, als Robert Owen die Textil­fa­brik von 1800 bis 1825 leitete. Er ordnete das Leben in der Arbeiter-Muster­sied­lung mit Ideen, die seiner Zeit mindes­tens hundert Jahre voraus waren. Kinder­arbeit und Prügel­strafe wurden abge­schafft, und die Dorf­be­wohner erhielten ordent­liche Häuser, Schulen und Abendkurse, kosten­lose Gesundheits­für­sorge und Essen zu erschwing­li­chen Preisen. Die Anlage ist heute Welterbe der UNESCO und für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Zu besu­chen sind die Spin­nerei selbst, das Schulgebäude, das Millworker’s House mit Arbeiter­woh­nungen aus der Zeit um 1820 und 1930, ein Dorf­laden, sowie das Wohn­haus von Robert Owen.
F

Borderlands

Neblige Heidelandschaft an der Grenze zu England

Küste, Hügel und Moor­landschaften prägen dieses länd­liche, sanfte Schott­land südlich und östlich von Edinburgh.

Die viel­fach noch unbe­rührte Natur rund um den Tweed River ist durch­zogen von Pfaden und Flüssen. Die meisten der Border Towns reihen sich an seinen Ufern auf wie an einer Kette. Das Grenz­land zwischen England und Schott­land ist unter anderem für die Ruinen seiner vier mittel­alter­li­chen Abteien bekannt: Melrose, Kelso, Jedburgh und Dryburgh. Sir Walter Scott liebte diese Region. Der berühm­teste aller schot­ti­schen Dichter besang in seinen Balladen Nebelschwaden, die Heide­landschaft, Dudel­säcke und die High­land Chief­tains in Kilts und prägte damit unser heutiges Schott­landbild.

Zu Gast in einem ehemaligen Jagdschloss im Tweedtal

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das könig­liche Jagdschloss aus dem 12. Jahr­hun­dert, von dem gelegent­lich behauptet wird, es handele sich um das älteste bewohnte Anwesen in ganz Schott­land, liegt auf etwa 1.600 Hektar Lände­reien, die sich bis zum Tweed erstre­cken.

Ausstel­lungs­stücke und ein Archiv mit histo­ri­schen Schrift­stü­cken doku­men­tieren das Leben vorangegan­gener Gene­ra­tionen und erhalten die Geschichte dieses besonderen Ortes lebendig. Heute werden hier drei Gäste­zimmer ange­boten, die in einem jeweils eigenen Stil einge­richtet und mit Antiqui­täten ausge­stattet sind. Morgens wird ein schot­ti­sches Früh­stück ange­boten, bei dem man sich für Ausflüge oder lange Spaziergänge stärken kann. Wer möchte, kann sich auch seinen Weg durch das Heckenlabyrinth bahnen, das eine Herausforde­rung für Jung und Alt ist. Eine weitere Besonder­heit ist die haus­ei­gene Brauerei aus dem 18. Jahr­hun­dert, die seit Mitte der 1960er Jahre wieder in Betrieb genommen wur­de. Zwischen 11:00 und 17:00 Uhr ist das Haus für Besu­cher zugäng­lich.

Traquair

König­li­ches Jadg­schloss mit eigener Brauerei
Das könig­liche Jagdschloss aus dem 12. Jahr­hun­dert, von dem gelegent­lich behauptet wird, es handele sich um das älteste bewohnte Anwesen in ganz Schott­land, liegt auf einem etwa 1.600 Hektar großen Gut, das sich bis zum River Tweed erstreckt. Zahlreiche Ausstel­lungs­stücke sowie ein Archiv mit Schrift­stü­cken, die bis ins 13. Jahr­hun­dert zurück­rei­chen, doku­men­tieren das Leben vorangegan­gener Gene­ra­tionen und erhalten die Historie dieses besonderen Ortes lebendig. Wer möchte, kann sich auch der Herausforde­rung des Heckenlabyrinths stellen. Eine weitere Besonder­heit ist die haus­ei­gene Brauerei aus dem 18. Jahr­hun­dert, die seit Mitte der 1960er Jahre wieder in Betrieb genommen wur­de. Zwischen 11 und 17 Uhr ist das Haus für Besu­cher zugäng­lich.

Abbotsford House

Roman­ti­sches Landschloss von Sir Walter Scot
Das prachtvolle Landschloss wur­de für den schot­ti­schen Natio­naldichter, Sir Walter Scot, im roman­ti­schen-histo­ri­sierenden Stil gebaut, nachdem dieser im Jahr 1811 den ehema­ligen Bauernhof mit einem Areal von 400 Hektar gekauft hatte. Er rich­tete eine Bibliothek ein und sammelte zeitlebens Antiqui­täten und Waffen, Relikte und Kurio­si­täten, die besonders mit der schot­ti­schen Geschichte verbunden waren. Theodor Fontane, eigent­lich ein Verehrer von Scot, notierte über seinen Besuch auf Abbotsford 1858, dass „die Wiederbele­bung des Vergan­genen, das Ausschmü­cken einer modernen Schöpfung mit den reichen poeti­schen Details des Mittel­alters auf einem Gebiete bezau­bern und hinreißen und auf dem andern zu einer bloßen Schnurre und Absonder­lichkeit werden kann“, wenn der Geis­tes­blitz fehle, die wider­strebenden Element zu etwas Einheit­li­chem zusam­menzu­schmelzen. Heute werden Haus und Park vom Abbotsford Trust verwaltet und können besucht werden.

Floors Castle

Sitz des Duke of Roxcburghe
Das Schloss nahe der Klein­stadt Kelso wur­de auf den Lände­reien einer Abtei errichtet, das im Zuge der schot­ti­schen Reforma­tion säku­la­ri­siert wur­de und in den Besitz des Duke of Roxburghe gelangte. Der Manor House wur­de 1721 begonnen und groß ange­legt: In flankierenden Pavillons waren Stal­lungen und Wirt­schafts­be­reiche unter­ge­bracht. Heute umfasst das Anwesen, das weiterhin Sitz des Dukes of Roxburghe ist, einen Golf­platz, ein Terras­sen­café und ein Hotel.

Melrose Abbey

Roman­ti­sche Ruine und Königsgrab
Theodor Fontane hat sie einmal die „die schönste und fesselndste unter allen Ruinen über­haupt“ genannt. Kloster Melrose wur­de um 1136 von Zister­zi­en­sermön­chen in Form eines St. Johns Kreuzes gebaut. Heute stehen nur noch Ruinen, aber es sind noch Stein­or­na­mente erhalten, die Heilige, Drachen, Wasser­speier und Pflanzen darstellen. Ein Gebäude von 1590 dient als Museum. Alexander II. und andere schot­ti­sche Könige sind hier beer­digt. Das Herz des Kreuzritters, Robert the Bruce, soll auch auf dem Gelände begr­aben sein, nachdem man es einbal­sa­miert und aus Jeru­salem zurückge­bracht hatte. 1812 wur­de ein Steinsarg entdeckt, der die Gebeine des Philosophen und „Zaube­rers“ Michael Scotus enthalten soll. Auf einer der Treppen prangt die Inschrift: „Be halde to ye hende“ (Denk an dein Ende!), was heute das Motto der Stadt Melrose ist. Ein schöner Wanderweg führt auf die charak­te­ris­ti­schen Aussichtshügel.

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass
Scot­tish Heri­tage Pass

Von Innerleithen

Mietwagenabgabe

Von Inner­lei­then nach Edinburgh

158 km | 2:30 h

Lammermuir Hills

Tragi­sche Liebe­sge­schichte im „Lämmer­moor“
Die heide­be­wach­senen Hügel des „Lämmer­moors“ sind Schau­platz von „the Bride of Lammer­moor“, einem histo­ri­schen Roman von Sir Walter Scott. Die junge Lucie Ashton liebt Edgar Ravens­wood, der allerdings ein Feind der Familie ist. Wie bei Romeo und Julia endet auch diese Liebe tragisch. Obwohl die Lammermuir Hills nicht besonders hoch sind, nämlich nied­riger als 600 Meter, gibt es ein paar steile Abschnitte. Wander­wege gibt es keine, die offene Land­schaft eignet sich jedoch zum Querfeldein-Wandern.

Preston Mill

Wassermühle aus dem Märc­henbuch
Die alte Wassermühle von Preston geht auf das 12. Jahr­hun­dert zurück. Das heutige, märc­henhaft anmu­tende Gebäude wur­de im 17. Jahrhunderts zur Versorgung eines nahegelegenen herr­schaft­li­chen Anwesen erbaut. Die wuch­tige Balken­kon­struk­tion und das Mauer­werk aus Bruch­steinen sind noch original. Bis 1959 wur­de die Mühle betrieben, dann ging sie in die Hände des National Trust for Scot­land statt. Die Anlage wur­de restau­riert und ist heute Besu­chern zugäng­lich. Führungen sind im Eintritts­preis enthalten.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Vogelklippen bei St. Abb's Head

Seevögelko­lo­nien und Meeresrau­schen
Wahrzei­chen der Küste von Berwick­shire ist St Abb's Head, berühmt für seine Seevogelko­lonie. Bis zu 60.000 Möwen nisten in den 100 Meter hohen Klippen. Auch Sturmvögel und Papa­gei­tau­cher werden am Nunnery Point gesichtet. Ober­halb der Klippen führt ein herr­li­cher Weg mit Fern­blick über die Nordsee. (2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)

Mietwagenabgabe

Station: Edinburgh Flughafen (Desk at Airport)

Edinburgh

11 km | 20 Minuten
G

Edinburgh

Schottlands stolze Hauptstadt im Schatten der Burg

Die Haupt­stadt Schott­lands gehört zu den schönsten Städten der Welt. Von der maje­s­tä­ti­schen Burg aus hat man den besten Blick über die Stadt, die im Schatten der Festung heran­wuchs und nach blutigen Machtkämpfen und katastro­phalen Nieder­lagen gegen England mit einer Stadt­mauer (Flodden) geschützt wur­de.

Noch heute befindet sich hier die Altstadt, die mit ihren verwin­kelten Gassen, mittel­alter­li­chen Häus­er­zeilen und Hinter­höfen ein wahres Labyrinth darstellt. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de die Neustadt um die Prin­cess Street ange­legt – ein Meister­werk des Städtebaus. Hier befinden sich zahlreiche Gale­rien und Museen, die der Kultur­haupt­stadt Schott­lands den Namen „Athen des Nordens“ einge­bracht haben. Die poli­ti­sche Geschichte der Stadt ist wech­selhaft und von der Rivalität mit England geprägt. Heute befindet sich hier wieder das schot­ti­sche Parla­ment.

Zu Gast in einem Townhouse in Dean Village

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Town­house im ange­sagten Viertel Dean Village verfügt über 29 Zimmer, die – wie das ganze Haus – elegant gestaltet sind.

Der Service ist freund­lich, hilfsbe­reit und aufmerksam. Wenige Minuten zu Fuß von der Prin­cess Street – der lebhaften Einkauf­straße – entfernt, befindet sich das vikto­ria­ni­sche Haus in einer ruhigen Seiten­straße. Auf Wunsch wird ein Früh­stück, das individuell zusam­men­ge­stellt werden kann, in der Suite serviert; nach­mit­tags wird tradi­tionell Afternoon Tea ange­boten. Restau­rants und Pubs sind in großer Auswahl gut erreichbar.

Dean Village

Roman­ti­sches Mühl­en­dorf bei Edinburgh
Das kleine Dorf in einer tief einge­schnit­tenen Schlucht war die Kornkammer von Edinburgh. Nicht weniger als elf Getrei­demühlen waren zu den besten Zeiten im 19. Jahr­hun­dert in Betrieb. Die nötige Antrieb­s­en­ergie lieferte der Fluss Water of Leith, der hier ein großes Gefälle hatte. Im Jahr 1833 baute man eine spekta­kuläre Brücke über das Tal, dann aber begann der Niedergang. Elek­tri­sche und dampf­be­triebene Mühlen lösten die Wassermühlen ab. In Dean zogen Armut und Arbeits­lo­sigkeit ein. In den 1970ger Jahren entdeckten Städter aus Edinburgh den billigen Wohnraum in der beschau­li­chen Umge­bung. Heute ist Dean ein ange­sagter Vorort der schot­ti­schen Haupt­stadt.

Edinburgh Castle

Festung auf dem erlo­schenen Vulkan
Hoch über Edinburgh thront die Festung auf dem Castle Rock, einem erlo­schenen Vulkan. Wahr­schein­lich stand an derselben Stelle schon im 7. Jahr­hun­dert eine Burg. 1093 wird die schot­ti­sche Königsburg zum ersten mal erwähnt – im Zusam­menhang mit einer der vielen Bela­ge­rungen und Zerstör­ungen durch die Engländer. Die berühm­teste Schloss­be­woh­nerin war Maria Stuart, ehe sie gefangen und enthauptet wur­de. Von der Espla­nade, dem Vorplatz der Burg, hat man den besten Blick über die Dächer der Altstadt. 

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass
Scot­tish Heri­tage Pass

Royal Botanic Garden

Von der Heil­pflanzenzucht zur Zuflucht für gestresste Städter
Der Bota­ni­sche Garten von Edinburgh wur­de 1670 gegründet und ist damit nach Oxford der zweit­äl­teste Bota­ni­sche Garten im Vereinten König­reich. Ursprüng­lich diente er zur Kultivie­rung von Heil­pflanzen und lag er an der St. Anne's Yard. Als dort aber wegen der Kohlever­feue­rung Mitte des 18. Jahrhunderts die Luft so schlecht wur­de, dass die Pflanzen eingingen, wur­de die Anlage 1763 an ihren heutigen Ort verlegt. Heute dient der Garten als Park für die Städter und hat mehrere Themen, darunter Wald, Heide, Felsen, China und Alpen.

Water of Leith Walkway

Beschau­liche Ufer­pro­me­nade durch Edinburgh
Das Flüs­schen Water of Leith fließt durch ein Tal quer durch Edinburgh und mündet nord­öst­lich bei Leith in die Nordsee. An seinem Ufer ist ein Wanderweg einge­richtet, der an der Schule von Balerno beginnt und teilweise über stillgelegte Gleise führt. Obwohl man mitten durch die City wandert, muss man kaum über Teer gehen und kommt trotzdem an bedeu­tenden Sehens­wür­digkeiten, etwa der Scot­tish National Gallery of Modern Art oder der Dean Gallery, vorbei. Der Weg endet an der Mündung des Fluses in Leith, (nur hin: 20 Kilometer, 5 Stunden, auf: 60 Meter, ab: 210 Meter)

Edinburgh

Edinburgh

12 km | 18 Minuten
15 Tage
ab 2.879,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

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Leslie Jalowiecki

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