Hebriden, Highlands - Großbritannien
Luskentyre, Isle of Harris

Europas wildes Ende

Eine Reise auf die Hebriden

Die Reise führt von Edinburgh in den äußersten Nordwesten Schottlands: zu den äußeren Hebriden, wo Wind, Schafe und Steine ein erhabenes Naturerlebnis bieten. Wer mit den etwas einfacheren Unterkünften vorlieb nimmt, wird mit Stille, Weite und Einsamkeit belohnt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Edinburgh nach Ballinluig

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Enter­prise
Fahrzeug: Ford Focus o.ä. (CDMR)
Station: Edinburgh Flughafen (Desk at Airport)

Von Edinburgh nach Ballinluig

105 km | 2:00 h
Von Edinburgh nimmt man die Brücke über den Firth of Forth und fährt durch die Graf­schaft Fife nach Norden. Hinter Perth kommt man in die Grampian Moun­tains.

Central Lowlands

Indu­s­tri­elles Herz Schott­lands
Die Lowlands bilden das Zentrum Schott­lands. Sie liegen zwischen den Grampians im Norden und den Southern Uplands im Süden. Im Westen reichen sie bis zum Firth of Clyde, im Osten bis zum Firth of Forth. Der Central Belt ist das indu­s­tri­elle Herz Schott­lands. Dort gibt es ausge­dehnte land­wirt­schaft­liche Anbau­flächen und die dich­teste Besied­lung Schott­lands. In dieser Region liegen die Städte Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, Dundee, Perth, Stir­ling und Ayr.

Forth Road Bridge

2,5 Kilometer lange Hängebrücke
Die Auto­bahnbrücke über den Firth of Forth wur­de als Hängebrücke zwischen 1958 und 1964 erbaut und war damals die größte ihrer Art in Europa. Sie ist gut 2,5 Kilometer lang und besteht aus insge­samt fast 47.000 Tonnen Stahl. Die Draht­seile sind zusammen fast 50.000 Kilometer lang. Seit April 2001 steht die Forth Road Bridge unter Denkmal­schutz. Eine neue Brücke ist allerdings in Planung. Die bishe­rige Brücke soll für Busse, Taxis und Radfahrer befahrbar bleiben. Parallel verläuft die Forth Rail Bridge, eine Stahl­brücke von 1890, die Alfred Hitchcock mit einer Grusel­szene in seinem Spio­nage Thriller, Die neun­und­reißig Stufen, welt­be­kannt gemacht hat.

Hope­toun House

Georgia­ni­sches Landschloss und Filmkulisse
Das Schloss in den schot­ti­schen Lowlands wur­de Anfang des 17. Jahrhunderts für den Earl of Hope­toun gebaut. Bis heute wird das georgia­ni­sche Landhaus von seinen Nach­fahren bewohnt. In der ersten Bauphase entstand der Zentralbau mit repräsenta­tivem Treppen­haus und zahlrei­chen Deckenma­le­reien, in der zweiten Bauphase die heutige Fassade, die Kolon­naden die Pavillons im Süden und Norden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wur­de das Innere des Schlosses umge­staltet. Als innen­ar­chitek­to­ni­sches Meister­werk entstand damals der State Dining Room. Das heutige Ober­haupt des Hope-Clans, der vierte Marquess of Lini­thgow, hat sein Domizil für Besu­cher geöffnet. Teile der Serie „Outlander“ wurden vor Ort gedreht.
A

Grampian Mountains

Heide, Moore, schweigende Munroes

Der wich­tigste Gebirgszug Schott­lands wird im Nordwesten vom Great Glen begrenzt, das sich schnurge­rade von Südwesten nach Nord­osten zieht.

Moor und Heide prägen die Land­schaft, in denen Rotwild und eine große Vogelviel­falt zu Hause ist. Die meisten Munroes, wie man die schot­ti­schen Berge über 3000 Fuß nennt, befinden sich in den Grampians, unter anderem der Ben Nevis, der mit 1345 Metern der höchste Berg Großbri­tan­niens ist. Die Grampians sind eines der ältesten Gebirge der Welt. Bevor es den Atlantik gab, waren sie eine Fort­setzung der Appa­la­chen.

Zu Gast in einem Country House bei Pitlochry

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die ehema­lige Privat­residenz des 9. Duke of Atholl liegt versteckt auf einem großen, bewal­deten Grund­stück südlich von Pitlochry.

Die persön­liche Atmo­sphäre des Hauses, die Ruhe und Abge­schieden­heit sowie die herz­liche Gastfreundschaft von Sally und David tragen zum Wohlbe­finden der Gäste bei. Die Einrich­tung aus hoch­wer­tigen Mate­rialien verleiht den drei Zimmern des Hauses ein elegant-gediegenes Ambi­ente. Morgens wird im Esszimmer das reichhal­tige Früh­stück an einem großen Eichen­tisch serviert. Das Wohnzimmer ist vor allem abends und an kälteren Tagen der ideale Ort, um am Kamin ein Buch zu lesen oder einen Whisky zu genießen. Wer möchte, kann auch am Bech­stein Flügel oder an einer Gitarre seine musikali­schen Quali­täten unter Beweis stellen. Im Sommer laden Garten und Terrasse dazu ein, den Tag an der frischen Luft ausklingen zu lassen und dabei eine Viel­falt an Tieren zu beob­achten, die hier – zusätz­lich zu den Hunden, Katzen und Hühnern des Hauses – oft zu sehen sind.

Heathergems Visitor Centre

Kunst­gewerbe aus den schot­ti­schen High­lands
Etwas Besonderes unter den vielen Schmuck­läden bietet Heathergems: Schmuck, in dem Heidekraut aus den schot­ti­schen High­lands verarbeitet ist. Ob Dekor für die Wohnung, Ohrringe oder Ketten: die Formen sind origi­nell und folgen teilweise kelti­schen Vorbil­dern.

Blair Castle

Whisky-Studium am Sitz des Duke of Atholl
Blair Castle liegt nörd­lich von Blair Atholl in einer typisch schot­ti­schen Idylle. Es stammt aus dem 13. Jahr­hun­dert und wur­de später Sitz des Duke of Atholl. Auf der Burg sind auch die Atholl High­landers statio­niert, die einzige legale Privat­armee Europas, deren Aufgabe die Vertei­digung der Burg und seiner Umge­bung ist. Die Burg­anlage ist täglich für Touristen zur Besich­tigung geöffnet. Whisky-Liebhaber wird freuen, dass die Schloss-Destil­lerie für Besich­tigungen und Whisky-Studium offen steht.

Cairngorms National Park

Seen, Moor und Heide in Großbri­tan­niens größtem Natur­park
Der größte Natio­nal­park Großbri­tan­niens liegt in den zentralen High­lands und wird geprägt von den Bergen der Grampian Moun­tains. Die wilde Land­schaft mit ihren heide­be­wach­senen Bergen und den tief­schwarzen Seen, den unzugäng­li­chen Mooren und grünen Wäldern formiert sich zu einer einzig­ar­tigen Naturkulisse. Etwa 25.000 Rothir­sche ziehen durch die Wälder und Heide­landschaften des Parks. Weite Teile des Geländes sind verkehrs­tech­nisch nicht erschlossen. Die größten Ortschaften sind Ballater im Osten sowie Kingussie und Aviemore im Westen. Der höchste Punkt ist der Ben Macdhui mit 1.310 Metern. Zwei Straßen führen zwar nahe der Grenzlinie von Westen nach Osten und Süden, es exis­tiert jedoch keine Straßenver­bindung in das Zentrum des Natio­nalparks. Das Gelände kann daher nur zu Fuß erreicht werden. Südöst­lich bei Braemar liegt ein für Touristen beliebter An­zie­hungs­punkt: Balmoral Castle.

Ben Lawers

Seltene Pflanzen am höchsten Berg Süds­chott­lands
Im südli­chen Schott­land gibt es keinen höheren Berg als den Ben Lawers mit 1.214 Metern. Er gehört zu den legendären Munros, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt. Berühmt ist das Massiv aber auch wegen seiner seltenen Pflanzen, die nach der letzten Eiszeit überall in Europa zu finden waren und hier einen Rückzugsraum gefunden haben. Wer diese Wande­rung als Rundweg machen möchte, kann vom Gipfel aus zum Wander­park­platz zurückgehen. (6 Stunden, 14,7 Kilometer, auf: 920 Meter, ab: 1360 Meter)

Von Ballinluig nach Ullapool

236 km | 3:30 h

Kale­do­ni­scher Graben

Ruinen und Klöster an tiefen Seen
Die markante Bruchlinie zerschneidet die schot­ti­schen High­lands von Küste zu Küste schnurge­rade von Südwest nach Nordost. Der Grund des Grabens ist meist mit Seen angefüllt, die heute durch einen Kanal mitein­ander verbunden sind. Auf der Höhe von Fort William bis nach Inver­ness gehört die Strecke zu den schönsten Panora­ma­straßen Schott­lands. Sie führt an Ruinen und einer Abtei vorbei, wo im 6. Jahr­hun­dert nach Christus die erste Begeg­nung zwischen dem irischen Mönch St. Colomban und Nessie, dem welt­be­kannten Unge­heuer von Loch Ness, stattgefunden haben soll.

Moray Firth

Wo sich Wale und Delfine tummeln
Die Bucht an der Nordsee gilt als der größte Firth Großbri­tan­niens. Der große Trichter zwischen Kinn­airds Head bei Fraser­burgh in Aber­deen­shire und dem Duncansby Head bei Wick ist an der Öffnung 120 Kilometer breit. Mit allen Buchten hat der Firth eine Küstenlänge von über 800 Kilome­tern, darunter felsige Steil­küsten und Watt­flächen. Höchster Gipfel in Ufer­nähe ist der meist nebelver­hüllte und auch im Sommer verschn­eite hohe Ben Wyvis mit 1.048 Metern. Im Moray Firth tummeln sich Delfine und Wale, die man am besten von Chanonry Point aus sieht.

High­land Folk Museum

Spaziergang in die Vergan­gen­heit
Das Frei­lichtmuseum in Newtonmore stellt das Leben in den High­lands von der frühen Neuzeit bis in die frühe Nach­kriegs­zeit dar. Es besteht aus vier Teilberei­chen: einem Bauernhof des 19. Jahrhunderts, einem Dorf der 1930er Jahre mit Schule, Kirche und Hand­werker­häusern, einem Wald mit Mühle und Spiel­platz und Baile Gean, einem rekon­stru­ierten Dorf um 1700. Die strohge­deckten Black­houses waren Drehort in der Serie „Outlander“. Während der Hoch­saison werden dort dörf­l­iche Szenen in origi­nalen Kostümen nach­ge­spielt. Neben dem Besu­cher­zentrum gibt es ein Café.
B

Western Highlands

Clans, Whisky und baumlose Weiten

Nordwest­lich des Great Glen, das Schott­land von Nord­osten nach Südwesten schnurge­rade zerteilt, beginnen die High­lands.

Obwohl es dort einige Munroes gibt, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt, sind sie eigent­lich kein Hoch­land. Weite Teile bestehen aus baum­losen Mooren. Die abge­legenen High­lands waren dem engli­schen Einfluss weniger ausge­setzt als die südli­chen Lowlands. Dadurch haben sie den eigenen kulturellen Charakter stärker bewahrt. Die Clan-Struktur in den High­lands ist noch lebendig oder wird sogar wiederbelebt. Dies und die Whisky-Produk­tion haben die High­lands welt­be­rühmt gemacht. Dass die weiten High­lands heute weitge­hend unbe­waldet und unbe­siedelt sind, ist vor allem eine Folge der High­land Clearances, der Vertreibung der ansäs­sigen Bevöl­ke­rung in der Zeit von 1762 bis 1884.

Zu Gast in einem B&B in Ullapool

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Seine Lage an der Waterfront von Ullapool in der Nähe des Hafens macht das Non-Smoking-Haus zu einem besonderen Erlebnis.

Man kann den Fähren zu den Hebriden vom Fenster aus zuschauen. Dies geht nicht immer ganz geräuschlos vonstatten, gehört aber unbe­s­tritten für diesen Ort zum tägl­i­chen Leben dazu. Die drei Zimmer haben einen schönen Blick über den Hafen, die Küste und Loch Broom. Ein deftiges schot­ti­sches Früh­stück wird serviert oder als Alter­na­tive ein leichtes konti­nen­tales.

Inverewe Gardens

Subtro­pi­scher Park am 58. Brei­tengrad
Der 20 Hektar große Bota­ni­sche Garten ist einer der nörd­lichsten der Welt, kann aber wegen des warmen Golf­stroms mit einer vielfäl­tigen Pflanzenwelt aufwarten. Als der Begründer des Gartens Ende des 19. Jahrhunderts das Grund­stück über dem Meer erbte, stand nur ein einziger Baum darauf. Heute wachsen Eukalyp­tusbäume aus Australien, Farne aus Neusee­land, Rhododendren aus dem Hima­laya und Zier­pflanzen aus China und Japan. Versch­lun­gene Pfade führen vom Inverewe House durch das kleine Para­dies. Ein kleines Café bietet selbst geba­ckenen Kuchen an.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Ullapool

Male­ri­scher Fischerort mit wilder Umge­bung
Der male­ri­sche Fischerort mit rund 1.000 Einwoh­nern an der Westküste gehört zu Schott­lands belieb­testen Feri­en­zielen. Er liegt am Loch Broom, das Oskar Kokoschka während seiner Ferien in mehreren Aquarellen festge­halten hat. Von hier aus lassen sich schöne Tages­ausflüge machen: land­einwärts durch eine bizarre Land­schaft bis zum Loch Assynt, in die wilde Berg­sze­nerie südlich zu den Kirkaig Wasser­fällen. Wer vor längeren Auto­fahrten nicht zurückschreckt, kann sogar zum Cape Wrath (alteng­li­sches Wort für „Zorn“) im äußersten Norden des Landes fahren. Südöst­lich von Ullapool liegt die herr­liche Corries­halloch Gorge, die von den herab­stürzenden Wasser­fällen gegr­aben wurden.

Wester Ross

High­lands am Ende der Welt
Die High­lands zwischen der Isle of Skye und Ullapool scheinen am Ende der Welt zu liegen. Jeden­falls gehören sie zu den kaum erschlos­senen Gebieten Schott­lands, die in kaum einem Reiseführer beschrieben sind. Nur selten verirrt sich ein Tourist auf eine der wenigen schmalen Straßen, die die Halb­insel erschließen. Dabei ist die Land­schaft hier von besonderem Reiz: Neben dem Loch Maree liegt hier das Beinn Eighe Nature Reserve, das eine urtüm­liche, schroffe Bergwelt bis zu 1.000 Metern Höhe schützt.

Corries­halloch Gorge

Drama­ti­sche Schlucht mit Wasserfall und Brücke
Wenige Kilometer vor seiner Mündung bei Ullapool fließt der Abhainn Droma durch eine tiefe Schlucht, die er unmög­lich selbst gegr­aben hat. Es waren die Glet­scher der Eiszeit, die die Corries­halloch Gorge ausge­ho­belt haben. Heute wachsen Farne auf dem Talboden, ein Wasserfall senk­recht stürzt drama­tisch in die Tiefe. Davor hängt eine schwan­kende Brücke, die sich für spekta­kuläre Fotos eignet.

Loch Maree

Stiller See in schroffer Bergwelt
Der viertgrößte Süßwass­ersee Schott­lands hat die typi­sche lang­ge­streckte Form eines Eiszeit­sees. 25 kleinere und fünf größere Inseln gibt es in dem 25 Kilometer langen und bis zu 4 Kilome­tern breitem See. Alle sind dicht bewaldet. Eine von ihnen, Maree Island, war die Einsiedelei des Heiligen Maol Rubha, der 672 das Kloster Apple­cross grün­dete. Dort findet man noch die Ruinen einer Kapelle, eine Heilige Quelle und einen verlas­senen Friedhof. Das Wasser des Sees hat angeb­lich heilende Wirkung. Über­ragt wird Loch Maree im Südosten von der breiten Fels­masse des 981 Meter hohen Slioch. Loch Maree wird zu den schönsten Seen Schott­lands gezählt, obwohl es sein eigenes Unge­heuer haben soll. Muc-Sheilch ist angeb­lich mit Nessie verwandt.

Von Ullapool nach Back

Fähre

Ullapool

180 m | 1 Minuten

Von Ullapool nach Stor­noway

Dauer: 2:30 Stunden
Die Verbindung ist die nörd­lichste zwischen den äußeren Hebriden und den High­lands und die einzige jenseits des 59. Brei­tengrads.

Von Stor­noway nach Back

14 km | 16 Minuten
C

Hebriden

Sturmumtoste Inselwelt am Rande Europas

West­lich von Schott­land trotzt eine Insel­gruppe den Stürmen des Atlan­tiks: Die Hebriden gehören zu den ursprüng­l­ichsten und abge­le­gensten Landschaften Europas.

Ganz im Westen liegen die Äußeren Hebriden, die trotz ihrer Größe fast unbe­wohnt sind. Auf Lewis und Harris teilen sich acht Bewohner einen Quad­ratki­lometer. Sie leben vom Fisch- und Krabben­fang oder züchten Schafe. Landschaft­lich sind sie von gras­be­wach­senen Hügeln und Torf­mooren geprägt. Lange Sand­strände laden zu endlosen Spaziergängen ein. Die abwechs­lungs­rei­cheren Inneren Hebriden ähneln landschaft­lich den benach­barten High­lands. Trotz ihrer extremen Randlage blicken sie auf eine ehrwür­dige Geschichte zurück. Iona, eine der kleinsten Inseln, gilt mit seinem Kloster als die Wiege des kelti­schen Chris­ten­tums.

Zu Gast in einem Cottage bei Tolastadh Úr

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das von außen eher schlicht wirkende Gäste­haus steht wenige Kilometer nörd­lich von Stor­noway bei Tola­stadh Úrin, einer Sied­lung Croftern, wie man die kleinen Pachtbauern in Schott­land nennt. Tradi­tionelles Insel­de­sign und zeitge­nös­si­scher Stil gehen eine erfreu­liche Liaison ein. Jedes der in sanften Farben und mit viel Holz einge­rich­teten Zimmer hat eine eigene möblierte Terrasse. Ein High­light des Hauses ist die lichtdurch­flu­tete Gästelounge mit Essbe­reich, die durch boden­tiefe Panora­ma­fenster auf drei Seiten einen herr­li­chen Blick auf die Küste bietet. Morgens servieren die Gastgeber hier ein Früh­stück mit Müsli, Obst, Joghurt und Crois­sants sowie ein gekochtes schot­ti­sches Menü; nach­mit­tags stehen neben Tee und Kaffee auch haus­gemachte Kekse oder Kuchen bereit.



Rubha Robha­nais

Magi­sche, bewusst­s­eins­erweiternde Einsamkeit am Ende Europas
Der nörd­lichste Punkt der Äußeren Hebriden ist ein baum­loser, von Sturm und Wellen umtoster Ort von magi­scher, bewusst­s­eins­erweiternder Einsamkeit. Einziges Gebäude ist der Butt of Lewis, ein Leucht­turm, der seit 1860 den Schiffen den Weg durch die Klippen weist.

Lewis

Unbe­rührtes Nordwes­t­ende Europas
Die nörd­lichste Insel der äußeren Hebriden ist relativ flach und hat im Westen einige herr­liche Sand­strände. Neben der unbe­rührten Natur, die man auf den zahlrei­chen Neben­wegen erkunden kann, ist der präh­is­to­ri­sche Stein­kreis von Calla­nish die Haupt­at­trak­tion, der zu den schönsten in West­eu­ropa gehört. Sein Alter wird auf über 4000 Jahre (!) geschätzt und in seiner Bedeu­tung nur von dem in Ston­e­henge übertroffen. In der Mitte des Kreises wur­de schon im 19. Jahr­hun­dert eine Grabkammer mit Über­resten von Knochen entdeckt. Über die Bedeu­tung der standing stones gibt es unzäh­lige Theo­rien – keine ist jedoch veri­fi­ziert. Eben­falls an der Westküste steht der Broch of Carloway, ein mittel­alter­li­cher, wuch­tiger Wehrturm 50 Meter über der See.

Museum nan Eilean

Vom harten Alltag am Rande der Welt
Das Museum ist im grünen Park von Lews Castle unter­ge­bracht. Es handelt vom harten Leben auf der unwirt­li­chen Insel am Rande der Welt. Archäo­logi­sche Funde, die auf den Äußeren Hebriden gemacht wurden, sind hier zusam­menge­tragen. So entsteht ein eindrucksvolles Bild von Geschichte und Kultur der Inseln von der Vorge­schichte bis zur Gegenwart. Auch das Gebäude ist sehens­wert. Die moderne Konstruk­tion orien­tiert sich an den Gewächs­häusern des Schlosses.

Von Back nach Harris

89 km | 2:00 h
Vom flachen Norden der Insel fährt man in den gebirgigen Süden und kommt dabei an vielen Seen vorbei, die zum Wandern und Spazieren einladen.

Standing Stones of Calla­nish

Bronzezeit­li­ches Astro­no­mie­rätsel
Vor über 5.000 Jahren wurden die unbe­hauenen Granit­steine am Ende der Welt von einer präh­is­to­ri­schen Mega­li­thkultur aufge­stellt. Damit sind sie älter als die Pyramiden! Welche Zwecke sie erfüllten, gibt den Forschern bis heute Rätsel. Fest steht, das alle 18,6 Jahre der Mond so über Hügeln der Umge­bung steht, dass es aussieht, als würde er bei seinem Lauf ihrer Silhou­ette folgen. Das Schau­spiel erweckt den Eindruck, der Mond besuche die Erde und würde mit ihr tanzen. Die Steine erlauben, dieses Ereignis voraus­zu­be­rechnen.
D

Harris

Schafe, Wind und Steine

Harris ist der südliche Teil der Haupt­insel Lewis. Die größte Stadt, Tarbert, hat 500 Einwohner und ist zugleich Anlege­hafen.

Vom höchsten Berg, dem Clisham (800 m), kann man an klaren Tagen bis zum schot­ti­schen Fest­land schauen. Da hier der Golf­strom endet, kann in den male­ri­schen Buchten im Sommer auch gebadet werden. Berühmt ist die Insel wegen des in Handwe­be­reien herge­stellten Harris Tweeds. Am südli­chen Ende der Insel steht eine Kirche aus dem 15. Jahr­hun­dert, die zusammen mit den umliegenden Gräbern einen Besuch lohnt.

In einem Gästehaus am Sound of Taransay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Guest House an der Westküste über dem Sound of Taransay wur­de 2008 fertig­ge­stellt und bietet als eines der wenigen Häuser auf den äußeren Hebriden eine ebenso stil­volle wie komfor­table Unter­kunft.

Der Ausblick reicht an klaren Tagen weit über die goldenen Sandstrände bis zur Insel St. Kilda. Gästen steht die Lounge zur Verfügung, wo Lena, die freund­liche und meist anwe­sende Gastgeberin, Tipps für Strandwande­rungen, Boots­touren, Golf oder Besich­tigungen geben kann.

Taransay

Verlas­sene Insel
Die nach einer irischen Heiligen benannte Insel vor Harris war seit 300 n.Chr. besiedelt. 300 Jahre später wur­de das Chris­tentum irischer Prägung eingeführt. Wieder 300 Jahre später eroberten die Wikinger die Insel. Im Laufe der Jahrhunderte entwi­ckelten sich drei Dörfer mit zwei Kirchen, deren Bewohner allerdings im 19. Jahr­hun­dert abwanderten. 1942 war die Insel voll­ständig entvöl­kert. Im Jahr 2000 wur­de eine Reality-Show auf Taransay gedreht. 36 Menschen sollten ein Jahr auf der Insel leben. 29 hielten durch. Seither ist die Insel bekannt und auch für Touristen zugäng­lich. Einmal im Jahr treffen sich Geiger auf der Insel zum Taransay Fiddle Camp.

Huishi­nish

Wande­rung an weißen Sand­stränden
Harris und Lewis sind nicht zwei Inseln, sondern eine. Harris ist der südliche Teil mit abwechs­lungs­rei­cher und bergiger Land­schaft, während Lewis im Norden eher flach und moorig ist. Gemeinsam sind ihnen die weißen, einsamen Sand­strände, an denen man spazieren gehen kann. Besonders schön ist der Strand bei Huishi­nish. wo man den Wagen stehen lassen kann und einen kleines Loch umrundet. (Hin und zurück: 8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 20 Meter)

Von Harris nach Glenhinnisdal

Fähre

Von Harris nach Tarbert

22 km | 42 Minuten (inkl. Fähr­überfahrt)

Von Tarbert nach Uig

46 km | 2:30 h
Die Fähre setzt von den Äußeren auf die Inneren Hebriden über.

Von Uig nach Glenhin­nisdal

12 km | 13 Minuten
E

Isle of Skye

Höhlen, Glens und Wasserfälle

Die größte Insel der inneren Hebriden bietet auf 80 Kilome­tern Länge und bis zu 24 Kilome­tern Breite vor allem ursprüng­l­iche Natur: eine wilde Berg­region mit grünen Tälern, Höhlen, Glens, kris­tallklaren Wasser­fällen und leeren Sand­stränden.

Lachse und Forellen sind Nahrung für Fisch­otter und Seehunde. Unter den mehr als 200 verschiedenen Vogel­arten sind die seltenen Stein­adler und Basstölpel. Daneben ist Skye auch für einen der besten Single Malt Whiskies von Schott­land bekannt. Nicht immer war die Insel so fried­lich wie heute. Unter Bonnie Prince Charles, einem Nach­fahren von Maria Stuart, um den sich roman­ti­sche Geschichten ranken, war sie Brenn­punkt im Kampf um die Vorherr­schaft zwischen Schotten und Engländern. Seit 1995 führt neben der Fähre eine Brücke auf die Insel. Wer noch größere Einsamkeit sucht, kann mit der Fähre von Uig zu den äußeren Hebriden fahren, wo es nur noch Steine, Schafe und Wind gibt.

Zu Gast in einem B&B in Glenhinnisdal

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt auf einem Bauernhof in Glenhin­nisdal, umgeben von der beein­dru­ckenden Land­schaft der Trot­ter­nish Ridge. Margaret, die Gastgeberin, freut sich über Gäste und steht ihnen während des Aufent­haltes mit Rat und Tat zur Seite. Die Zimmer des B&Bs sind gemüt­lich und liebevoll einge­richtet. Zum Früh­stück gibt es Müsli, Joghurt, frisches Obst, und Fruchtsäfte, aber auch warme Speisen werden ange­boten. Die nähere Umge­bung lädt zu Spaziergängen und Wande­rungen durch die Höhen­züge ein. Viel Wert wird auf Umwelt­bewusst­sein gelegt – so wird der Bauernhof ausschließ­lich mit aus Windkraft gewon­nener Energie betrieben. 



Old Man of Storr

Sagen­umwobene Fels­nadel aus schwarzem Basalt
Die fast 50 Meter hohe Fels­nadel aus schwarzem Basalt ist von weitem sichtbar und ein Wahrzei­chen der Halb­insel Trot­ter­nish. Rings umher stehen kleinere aufrechte Felsen, die in alten Erzäh­lungen als seine Familie bezeichnet werden. Seine Frau, die zweitgrößte Fels­nadel, ist leider vor Jahren einge­stürzt. Der Legende nach suchten die beiden in der Gegend nach einer entlaufenen Kuh. Da trafen sie auf Riesen und flüch­t­eten. Als sie einen Blick zurückwarfen, wurden sie verstei­nert.

Skye Museum of Island Life

Frei­lichtmuseum zu Arbeit, Armut und Auswande­rung
Das Frei­lichtmuseum auf der Halb­insel Trot­ter­nish erzählt vom harten Leben früherer Insel­be­wohner. Themen sind Arbeit, Reli­gion, Armut und Auswande­rung. In den sieben tradi­tionellen Cottages sind Wohnungen und Werk­stätten ausge­stellt. Auf dem Friedhof von Kilmuir liegt das Grab von Flora MacDo­nald. Die schot­ti­sche Natio­nalheldin verhalf Prince Charles Edward Stuart nach seiner verlorenen Schlacht gegen England zur Flucht.

Dunvegan Castle

Burg über einer Robben­ko­lonie
Seit über 800 Jahren ist die Burg über dem Loch Dunvegan bewohnt, so lange wie keine andere in Schott­land. Hausherr ist der Clan­chef der MacLeods. In vikto­ria­ni­scher Zeit wur­de ein Park ange­legt, wo dank des milden Golf­stroms viele Pflanzen gedeihen. Unter­halb des Schlosses liegt eine kleine Anlege­stelle für Motorboote. Von hier aus werden Touren zu den Robben­ko­lo­nien in der Meeresbucht vor Dunvegan ange­boten.

Von Glenhinnisdal nach Arrochar

Fähre

Von Glenhin­nisdal nach Armadale

87 km | 2:00 h

Von Armadale nach Mallaig

323 m | 53 Minuten (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fähre geht von den Inneren Hebriden zum Hafen von Mallaig auf dem Fest­land.

Fort William und Umge­bung

Whiskybren­ne­reien und Abenteuer­tou­rismus
Die Stadt, die vorwiegend von der Whiskyde­stilla­tion und vom Abenteuer­tou­rismus lebt, liegt am südwest­li­chen Ende des Kale­do­ni­schen Grabens, der von Küste zu Küste läuft und die High­lands nach Südosten begrenzt. Von hier aus lässt sich die nordwest­liche Fjord- und Seen­landschaft gut erkunden – per Boot, zu Fuß oder per Eisen­bahn. Die Bahn­strecke nach Mallaig gilt als die schönste Großbri­tan­niens. Haupt­at­trak­tion ist der Ben Nevis, der mit 1.343 Metern höchste Berg der briti­schen Inseln.

Von Mallaig nach Arrochar

180 km | 3:00 h
Die Strecke führt von Nord- nach Südschott­land. Der Kale­do­ni­sche Graben wird bei Fort William überquert. Wer Glück hat, kann dort den Ben Nevis sehen. Meist ist der höchste Berg Großbritan­niens jedoch in den Wolken oder im Nebel.

West Loch­aber

Unbe­wohnte Wildnis am Ende der Welt
Die Halb­insel südlich der Straße von Fort William nach Mallaig ist durch Loch Linnhe und den Sound of Mull vom Rest Schott­lands sepa­riert. Zwei weitere kilome­ter­lange Lochs teilen die Land­masse in weitere Halb­in­seln auf, so dass das Gebiet nur schwer zugäng­lich ist. Entspre­chend dünn ist die Bevöl­ke­rung. Auf der Halb­insel Morvern, die immerhin 650 Quad­ratki­lometer umfasst, wohnen beispiels­weise weniger als 320 Menschen! Sehens­wür­digkeiten gibt es hier kaum, dafür schier endloses Gras­land, mal trocken, mal feucht, ab und an ein paar aufge­fors­tete Wälder, weite Blicke, tiefe Wolken; vor allem aber Stille und Einsamkeit, wie sie nur noch an den Rändern Europas zu finden sind. Wasser ist nie weit entfernt. Wander­wege gibt es eben­falls nur wenige. Dafür kann man nach Herzens­lust querfeldein laufen.

Rannoch Moor

Unbe­rührte Wildnis im Herzen Schott­lands
Das 130 Quad­ratki­lometer große Moor befindet sich auf einem 300 bis 400 Meter über dem Meer­es­spiegel liegenden Plateau ist weitge­hend unbe­wohnt. Es hat eine drei­e­ckige Form: Im Osten liegt Loch Rannoch, im Süden Loch Tulla und im Westen das Tal Glen Coe. Das Moor ist für die Land­wirt­schaft gänz­lich unge­eignet und daher eine der letzten unbe­rührten Landschaften Schott­lands. Torfsümpfe, Wasser­läufe, Tümpel und Seen wech­seln einander ab. Gespeist wird das Moor vom Wasser aus den umliegenden hohen Bergen. Die A82 road durch­quert auf dem Weg von Glasgow nach Norden den Südwesten von Rannoch Moor.

Glen­finnan Monu­ment

Denkmal für den schot­ti­schen Aufstand gegen England
Bei Glen­finnan betrat Prinz Charles Edward Stuart 1745 das schot­ti­sche Fest­land, um gegen die engli­sche Krone vorzugehen. Als er der Meinung war, genug Unter­stützung seitens der Clans zu haben, hisste er die schot­ti­sche Fahne – genau da, wo heute das Denkmal steht. Neun Monate später endete die Rebellion in einer Nieder­lage. Schott­land verlor seine Selb­stän­digkeit und wur­de in ein englisch domi­niertes Britan­nien einge­gliedert. Die Clans wurden entwaffnet und weite Teile der gäli­schen Kultur gingen unter. Das Denkmal stammt aus dem frühen 19. Jahr­hun­dert. Auf dem Turm steht die über­lebens­große Statue eines High­landers im Kilt.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Kinlochleven

Wild­nis­wande­rung im Nebeltal
Moos, Steine, Wind und sturmzerzauste Wälder: Ober­halb von Kinlochleven, einer Berg­arbeiter­sied­lung mit knapp 1000 Einwoh­nern, erstreckt sich ein wildes und einsames Hoch­mo­ortal, das sich für eine Rundwande­rung eignet. Die karge Heide­landschaft ermög­licht weite Blicke über das Loch Leven, die sich im Zwie­licht der Wolken verlieren.  Auf dem Rückweg geht man über einen ausge­setzten Grat zwischen zwei Bachtälern. (Hin und zurück: 9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 385 Meter)
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Loch Lomond

„The Queen of all Scottish Lakes“ (Sir Walter Scott)

Sir Walter Scott hat den größten Binnensee Großbri­tan­niens einmal als „The Queen of all Scot­tish Lakes“ bezeichnet.

Was ihn so zum Schwärmen gebracht hat, war die einzig­ar­tige Naturkulisse rund um den Süßwass­ersee. Empfehlens­wert ist eine Fahrt mit dem Raddampfer über den See, aber auch Wassersportlern und Wanderern bieten See und Umge­bung herr­liche Entfal­tungs­mög­lichkeiten.  Wer den Ben Lomond (973 m) besteigt, wird mit einem einzig­ar­tigen Pa­no­ra­ma­blick belohnt. Nord­öst­lich schließt sich das wild­roman­ti­sche Tal der Tros­sachs an, das eben­falls einen Ausflug wert ist.

Zu Gast in einem B&B am Loch Long

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

An der Nord­spitze des Loch Long und direkt am Ufer gelegen, bietet das B&B in einem Gebäude aus der Mitte des 19.

Jahrhunderts impo­sante Blicke auf Berge und Wasser. Nach dem herz­li­chen Empfang mit einem Single Malt Whisky aus einer der örtli­chen Destil­le­rien bezieht man sein in einem modernen Landhaus­stil einge­rich­tetes Zimmer. Dort stehen für jeden Gast Haus­schuhe bereit, um deren Nutzung in den Innenräumen gebeten wird. Im Wohnzimmer kann man es sich mit einem Buch bequem machen oder spielen; bei schönem Wetter kann man im Garten sitzen und die Aussicht genießen. Das schot­ti­sche Früh­stück besteht zum überwiegenden Teil aus lokalen Produkten. Der Start­punkt des Wander­wegs zu „The Cobbler“ (Ben Arthur) ist wenige Gehmi­nuten entfernt. Ausflüge bieten sich zum nahe gelegenen Loch Lomond an; Fahr­räder können geliehen werden.

Argyll

Abge­legene Halb­in­seln im Westen
Die ehema­lige schot­ti­sche Graf­schaft im Westen heißt auf gälisch Earra-Ghàidheal, was so viel wie „Küste der Gälen“ bedeutet. Die vielen Menhire zeugen davon, dass lange vor den Gälen noch ganz andere Kulturen heimisch waren. Der Haup­tort ist Inverary, wo immer noch der Herzog von Argyll residiert, der zugleich das Ober­haupt des Clans Campbell ist. Von den 20 Einwoh­nern, die sich in dieser Region durch­schnitt­lich einen Quad­ratki­lometer teilen, wohnen die meisten in den Haup­t­orten Oban, Campbel­town und Inverary. Der Rest des Gebiets ist kaum besiedelt. Wer einen Job sucht, muss wegziehen. Wer Einsamkeit, Weite und Stille sucht, ist auf den abge­legenen Inseln und Halb­in­seln richtig.

Loch Katrine

Ausflugsboote auf dem Eiszeitsee
Der aufge­staute Süßwass­ersee bei Stir­ling hat die lang gezogene Form eines Eiszeit­sees. Das 13 Kilometer lange, aber nur einen Kilometer breite Gewäs­ser ist das primäre Wasser­re­servoir des Großraums Glasgow. Benzin- bzw. diesel­be­triebene Schiffe sind auf dem Gewässer nicht erlaubt, um eine Verschmutzung des Trink­was­sers zu vermeiden. Das Schiff SS Sir Walter Scott bietet seit 1899 Ausflugsfahrten über den See an. Heute ist es allerdings auf Biodiesel umge­rüstet. Sir Walter Scott widmete Loch Katrine das Gedicht The Lady of the Lake, das von Gioa­chino Rossini zu der Oper La Donna del Lago umge­arbeitet wur­de.

Inveraray Castle

Schau­platz von Schauerro­manen
Das Schloss über dem Loch Fyne war Sitz der Dukes of Argyll und Schau­platz mehrerer roman­ti­scher Romane von Sir Walter Scott. Zentrales Gebäude ist der wuch­tige Turm mit dem großen Saal. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de die ursprüng­l­iche Festung in eine klas­sizis­ti­sche Residenz umge­baut. Besonders sehens­wert ist das Gefängnis, das eine origi­nelle Ausstel­lung über die schot­ti­sche Krimi­nalge­schichte enthält. Inveraray Castle ist von einem großen, symme­trisch ange­legten Park umgeben.

Ardgartan und Loch Long Loop

Spaziergang am Croe
Wo das wilde Croe Water in das Loch Long mündet, zieht die drama­ti­sche Land­schaft seit Jahrhunderten Wanderer, Maler und Reisende an. Der Bach, in dem sich Lachse und Otter tummeln, ist von Bäumen gesäumt. Die Wande­rung führt ein Stück am Bach­ufer entlang und nach der Mündung des Croe Waters am Seeufer nach Süden. (hin und zurück 3 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab 40 Meter)

Ben Lomond

Auf den südlichsten Munro Schott­lands
Der 974 Meter (3.196 ft) hohe Ben Lomond erhebt sich am Ostufer des Loch Lomond. Sein Name, Beinn Laomainn, bedeutet ungefähr Leuchtfeuerberg oder Signalberg. Er ist Schott­lands südlichster Munro, benannt nach Hugh Munro, der eine Liste aller schot­ti­schen Berggipfel über 3.000 Fuß (914,4 Meter) aufstellte. In Rowar­dennan, am Fuße des Ben Lomond gelegen, beginnt der beliebte und viel began­gene Weg zum Gipfel mit herr­li­chen Ausbli­cken über Loch Lomond und die schot­ti­schen High­lands. (5 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 920 Meter)

Tros­sachs

Refugium für Roman­tiker und Viehdiebe
Rund um die Seen Loch Katrine im Westen und Loch Achray liegt die dicht bewal­dete Urwaldschlucht, die im 19. Jahr­hun­dert viele Roman­tiker anzog. Sir Walter Scott machte die schwer zugäng­liche Gegend durch einige seiner Romane bekannt. So suchte der geäch­tete Viehdieb Raiber Ruadh hier Unter­schlupf. Die Anzie­hungs­kraft der Tros­sachs auf Natur­liebhaber ist ungebro­chen. Sie sind heute Teil eines Natio­nalparks mit vielen Wander­wegen. Einer der schönsten führt auf den 461 Meter hohen Ben A'an, von dem aus man den besten Blick auf Loch Katrine hat. (2 Stunden, 3,2 Kilometer, auf und ab: 310 Meter)

Von Arrochar

Mietwagenabgabe

Von Arrochar nach Edinburgh

131 km | 2:00 h
Man streift zunächst die Tros­sachs, ein wild­roman­ti­sches Tal nörd­lich von Glasgow. Danach gelangt man in die dicht besiedelte Ebene. Achtung: Stau­gefahr.

Glasgow School of Art

Bahnbre­chendes Bauwerk des Jugend­stils
Gerade einmal 28 Jahre war Charles Rennie Mack­in­tosh, als er Gebäude der Kunst­hoch­schule konstru­ierte. Das geniale Jugends­tilgebäude  wur­de 1909 fertig­ge­stellt und galt schon bald als „Fanal der Architektur des 20. Jahrhunderts", da seine Gestalt schon entschei­dend durch Konstruk­tion und Funk­tion bestimmt ist. Deko­ra­tive Details spielen nur noch eine Nebenrolle. Die Nordfront beherr­schen für die dama­lige Zeit ungewöhn­lich große Fenster zur Belich­tung der Ateliers. Auch die Innen­ar­chitektur war wegwei­send, besonders die Gestal­tung der Bibliothek

Glasgow

Von der Indu­s­trie­stadt zur grünen Zukunfts­stadt
Glasgow, das mit einem Kirchlein auf der Wiese im Jahre 534 begann, heißt ursprüng­lich: geliebter, grüner Ort. Nach 200 Jahren Ruß und Indu­s­triege­schichte beginnt die Stadt wieder, ihrem Namen gerecht zu werden. Die Umstel­lung einer altindu­s­tri­ellen Region zu einem modernen Dienst­leis­tungs­zentrum scheint hier besser gelungen als in anderen Landes­teilen: Die abbruchreifen Gebäude am Clyde River machten Grün­a­nlangen Platz, Dock­anlangen wurden in schicke Wohn­gegenden verwandelt. Sand­strahler reinigten schwarze Fassaden und am Princes Square entstand eine glas­über­dachte Mall. Die Umge­bung ist landschaft­lich reizvoll. Die North West High­lands, die Grampians und Loch Lomond sind nicht fern.

Glasgow Necro­polis

Spiritueller Ort für Lebende und Tote
Seit 1831 haben mehr als 50.000 Menschen ihre letzte Reise über die Bridge of Sighs in die Toten­stadt Glasgows ange­treten. Sie liegt auf einem Hügel östlich der St. Mungo’s Cathedral mit schöner Aussicht auf die Innen­stadt. Die Nekro­pole, die so groß ist wie 20 Fußballfelder, besteht aus zahl­losen Mausoleen, Pavillons, Gruften und Gedenk­steinen. Hinter jedem verbirgt sich eine Geschichte. Hoch über alle anderen erhoben steht John Knox auf einer 17 Meter hohen Säule. Streng und unerbitt­lich wacht der gefürch­tete Reformator Schott­lands über die Ruhe der Toten.

Mietwagenabgabe

Station: Edinburgh Flughafen (Desk at Airport)

Edinburgh

13 km | 23 Minuten
G

Edinburgh

Schottlands stolze Hauptstadt im Schatten der Burg

Die Haupt­stadt Schott­lands gehört zu den schönsten Städten der Welt. Von der maje­s­tä­ti­schen Burg aus hat man den besten Blick über die Stadt, die im Schatten der Festung heran­wuchs und nach blutigen Machtkämpfen und katastro­phalen Nieder­lagen gegen England mit einer Stadt­mauer (Flodden) geschützt wur­de.

Noch heute befindet sich hier die Altstadt, die mit ihren verwin­kelten Gassen, mittel­alter­li­chen Häus­er­zeilen und Hinter­höfen ein wahres Labyrinth darstellt. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de die Neustadt um die Prin­cess Street ange­legt – ein Meister­werk des Städtebaus. Hier befinden sich zahlreiche Gale­rien und Museen, die der Kultur­haupt­stadt Schott­lands den Namen „Athen des Nordens“ einge­bracht haben. Die poli­ti­sche Geschichte der Stadt ist wech­selhaft und von der Rivalität mit England geprägt. Heute befindet sich hier wieder das schot­ti­sche Parla­ment.

Zu Gast in einem viktorianischen Privathaus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Cambridge Street mit ihren vikto­ria­ni­schen Bürger­häusern ist heute eine der besten Adressen in Edinburgh.

Hier haben Hélène, ehemals Lehrerin, und Erlend, ein Jour­na­list mit trockenem briti­schem Humor, in ihrem neuen Zuhause zwei ganz besondere Gäste­zimmer kreiert. Sie liegen im Erdge­schoss und sind ganz auf den epochalen Stil des Hauses abge­stimmt. Vom vorderen Zimmer kann man Edinburgh Castle sehen, vom anderen blickt man in versteckte Gärten. Das Cand­le­light Breakfast ist vom Feinsten: Pommes Rimbaut und Mushroom Taleggio stehen auf der Karte und Haggis wird natür­lich auch ange­boten.

Edinburgh Castle

Festung auf dem erlo­schenen Vulkan
Hoch über Edinburgh thront die Festung auf dem Castle Rock, einem erlo­schenen Vulkan. Wahr­schein­lich stand an derselben Stelle schon im 7. Jahr­hun­dert eine Burg. 1093 wird die schot­ti­sche Königsburg zum ersten mal erwähnt – im Zusam­menhang mit einer der vielen Bela­ge­rungen und Zerstör­ungen durch die Engländer. Die berühm­teste Schloss­be­woh­nerin war Maria Stuart, ehe sie gefangen und enthauptet wur­de. Von der Espla­nade, dem Vorplatz der Burg, hat man den besten Blick über die Dächer der Altstadt. 

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass
Scot­tish Heri­tage Pass

Dean Village

Roman­ti­sches Mühl­en­dorf bei Edinburgh
Das kleine Dorf in einer tief einge­schnit­tenen Schlucht war die Kornkammer von Edinburgh. Nicht weniger als elf Getrei­demühlen waren zu den besten Zeiten im 19. Jahr­hun­dert in Betrieb. Die nötige Antrieb­s­en­ergie lieferte der Fluss Water of Leith, der hier ein großes Gefälle hatte. Im Jahr 1833 baute man eine spekta­kuläre Brücke über das Tal, dann aber begann der Niedergang. Elek­tri­sche und dampf­be­triebene Mühlen lösten die Wassermühlen ab. In Dean zogen Armut und Arbeits­lo­sigkeit ein. In den 1970ger Jahren entdeckten Städter aus Edinburgh den billigen Wohnraum in der beschau­li­chen Umge­bung. Heute ist Dean ein ange­sagter Vorort der schot­ti­schen Haupt­stadt.

Royal Mile of Edinburgh

Herz der Altstadt zwischen High Street und Cast­le­hill
Zwischen dem Canongate, der High Street und dem Cast­le­hill liegt das Herz der Altstadt, die Royal Mile. Sie hat mit 1,8 Kilome­tern tatsäch­lich die Länge einer (schot­ti­schen) Meile. Hier stehen die High­land Tolbooth Church, die heute eine Mehr­zweckhalle ist, die St. Giles Cathedral, das People’s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus sowie das schot­ti­sche Parla­ment. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrä­t­enmuster kleine, steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden. In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Markt­plätze.

Water of Leith Walkway

Beschau­liche Ufer­pro­me­nade durch Edinburgh
Das Flüs­schen Water of Leith fließt durch ein Tal quer durch Edinburgh und mündet nord­öst­lich bei Leith in die Nordsee. An seinem Ufer ist ein Wanderweg einge­richtet, der an der Schule von Balerno beginnt und teilweise über stillgelegte Gleise führt. Obwohl man mitten durch die City wandert, muss man kaum über Teer gehen und kommt trotzdem an bedeu­tenden Sehens­wür­digkeiten, etwa der Scot­tish National Gallery of Modern Art oder der Dean Gallery, vorbei. Der Weg endet an der Mündung des Fluses in Leith, (nur hin: 20 Kilometer, 5 Stunden, auf: 60 Meter, ab: 210 Meter)

Edinburgh

Edinburgh

14 km | 21 Minuten
15 Tage
ab 1.779,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

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Leslie Jalowiecki

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