Schottland mit dem eigenen Auto: Mit der Fähre von Rotterdam nach Nordengland - Großbritannien
Isle of Skye

Schottland mit dem eigenen Auto

Mit der Fähre von Rotterdam nach Nordengland

Wer mit dem eigenen Wagen durch Schottland fahren möchte, nimmt am besten die Fähre von Rotterdam nach Newcastle in Nordengland. Nach einer langen Tour und abwechslungsreichen Reise mit originellen Unterkünften geht es dann über die Boderlands zurück auf den Kontinent.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Newcastle

Fähre

Von Amsterdam nach Newcastle

Dauer: ca. 15:30 Stunden
Die Fähre wird von der Rederei DFDS Seaways betrieben und kann unter www.dfds­se­aways.de gebucht werden. Die Tickets sind nicht im Reise­preis enthalten! Abfahrt ist gewöhn­lich am frühen Abend.

Von Newcastle nach Edinburgh

Von Newcastle nach Edinburgh

196 km | 3:00 h

Die Grenz­landschaft zwischen Schott­land und England atmet die Schönheit unberührter Natur, in der immer wieder male­ri­sche Bergdörfer liegen, mächtige Castles und ehrwürdige Abteien, deren schönste Melrose Abbey ist.

Besonders schön ist die Strecke über Galashiels.

Alnwick Castle

Mittel­alter­liche Bilder­buchburg
Das 1092 errich­tete Schloss der Earls of Northumber­land ist nach Windsor Castle der zweitgrößte Adels­sitz in England und sollte der Vertei­digung Englands gegen die Schotten dienen. Wer gerne Robin-Hood-Filme oder die Abenteuer des Harry Potter sieht, dem wird die Anlage vertraut vorkommen. Zahlreiche Veran­stal­tungen wie Ritter­feste finden in der Burg und im Park statt. Ein Shop und Café-Restau­rant sind vorhanden.

Lindisfarne

Vogel­pa­ra­dies auf Gezei­ten­insel
Die Gezei­ten­insel an der Nord­ostküste von Northumber­land ist ein einzig­ar­tiges Vogel­pa­ra­dies. Über 300 Arten sind auf der Insel und im Gezei­tenbereich regi­s­triert. Erreichbar ist die Insel auf dem Landweg nur bei Ebbe. Sie wird auch Holy Island genannt, weil irische Mönche im 7. Jahr­hun­dert dort ein Kloster grün­deten. Im Jahr 793 wur­de Lindisfarne von Wikingern überfallen, was gemeinhin als Beginn der Wikingerzeit gilt. Die Ruine, die heute noch auf der Insel zu sehen ist, stammt allerdings aus dem 16. Jahr­hun­dert. Der wuch­tige Bau diente dem Schutz vor den Schotten.

Enthalten im:
English Heri­tage Over­seas Visitor Pass (Lindisfarne Priory)
National Trust Touring Pass (Lindisfarne Castle)

Preston Mill

Wassermühle aus dem Märc­henbuch
Die alte Wassermühle von Preston geht auf das 12. Jahr­hun­dert zurück. Das heutige, märc­henhaft anmu­tende Gebäude wur­de im 17. Jahrhunderts zur Versorgung eines nahegelegenen herr­schaft­li­chen Anwesen erbaut. Die wuch­tige Balken­kon­struk­tion und das Mauer­werk aus Bruch­steinen sind noch original. Bis 1959 wur­de die Mühle betrieben, dann ging sie in die Hände des National Trust for Scot­land statt. Die Anlage wur­de restau­riert und ist heute Besu­chern zugäng­lich. Führungen sind im Eintritts­preis enthalten.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Vogelklippen bei St. Abb's Head

Seevögelko­lo­nien und Meeresrau­schen
Wahrzei­chen der Küste von Berwick­shire ist St Abb's Head, berühmt für seine Seevogelko­lonie. Bis zu 60.000 Möwen nisten in den 100 Meter hohen Klippen. Auch Sturmvögel und Papa­gei­tau­cher werden am Nunnery Point gesichtet. Ober­halb der Klippen führt ein herr­li­cher Weg mit Fern­blick über die Nordsee. (2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)
A

Edinburgh

Schottlands stolze Hauptstadt im Schatten der Burg

Die Haupt­stadt Schott­lands gehört zu den schönsten Städten der Welt. Von der maje­s­tä­ti­schen Burg aus hat man den besten Blick über die Stadt, die im Schatten der Festung heran­wuchs und nach blutigen Machtkämpfen und katastro­phalen Nieder­lagen gegen England mit einer Stadt­mauer (Flodden) geschützt wur­de.

Noch heute befindet sich hier die Altstadt, die mit ihren verwin­kelten Gassen, mittel­alter­li­chen Häus­er­zeilen und Hinter­höfen ein wahres Labyrinth darstellt. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de die Neustadt um die Prin­cess Street ange­legt – ein Meister­werk des Städtebaus. Hier befinden sich zahlreiche Gale­rien und Museen, die der Kultur­haupt­stadt Schott­lands den Namen „Athen des Nordens“ einge­bracht haben. Die poli­ti­sche Geschichte der Stadt ist wech­selhaft und von der Rivalität mit England geprägt. Heute befindet sich hier wieder das schot­ti­sche Parla­ment.

Zu Gast in einer Gartenlodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das vikto­ria­ni­sche Stadt­haus von 1874 ist heute ein kleines, famili­en­geführ­tes  4-Sterne-Hotel in einem stillen Garten südlich des Zentrums, von wo das Schloss, Roslyn Chapel und die Princes Street leicht zu errei­chen sind.

Mehrere Busli­nien halten direkt vor der Tür. Die Zimmer sind nett und komfor­tabel einge­richtet. Neben Kaffee- und Teeko­chern gibt es auch Shortbread, Mine­r­al­wasser und Whisky auf den Zimmern. Das schot­ti­sche Früh­s­tück mit Eiern und Wurst ist eine gute Basis für anstren­gende Tages­ausflüge. Wer mit dem Auto kommt, hat das in Edinburgh seltene Privileg eines kostenfreien Park­platzes.

Royal Mile of Edinburgh

Herz der Altstadt zwischen High Street und Cast­le­hill
Zwischen dem Canongate, der High Street und dem Cast­le­hill liegt das Herz der Altstadt, die Royal Mile. Sie hat mit 1,8 Kilome­tern tatsäch­lich die Länge einer (schot­ti­schen) Meile. Hier stehen die High­land Tolbooth Church, die heute eine Mehr­zweckhalle ist, die St. Giles Cathedral, das People’s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus sowie das schot­ti­sche Parla­ment. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrä­t­enmuster kleine, steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden. In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Markt­plätze.

Edinburgh Castle

Festung auf dem erlo­schenen Vulkan
Hoch über Edinburgh thront die Festung auf dem Castle Rock, einem erlo­schenen Vulkan. Wahr­schein­lich stand an derselben Stelle schon im 7. Jahr­hun­dert eine Burg. 1093 wird die schot­ti­sche Königsburg zum ersten mal erwähnt – im Zusam­menhang mit einer der vielen Bela­ge­rungen und Zerstör­ungen durch die Engländer. Die berühm­teste Schloss­be­woh­nerin war Maria Stuart, ehe sie gefangen und enthauptet wur­de. Von der Espla­nade, dem Vorplatz der Burg, hat man den besten Blick über die Dächer der Altstadt. 

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass
Scot­tish Heri­tage Pass

Dean Village

Roman­ti­sches Mühl­en­dorf bei Edinburgh
Das kleine Dorf in einer tief einge­schnit­tenen Schlucht war die Kornkammer von Edinburgh. Nicht weniger als elf Getrei­demühlen waren zu den besten Zeiten im 19. Jahr­hun­dert in Betrieb. Die nötige Antrieb­s­en­ergie lieferte der Fluss Water of Leith, der hier ein großes Gefälle hatte. Im Jahr 1833 baute man eine spekta­kuläre Brücke über das Tal, dann aber begann der Niedergang. Elek­tri­sche und dampf­be­triebene Mühlen lösten die Wassermühlen ab. In Dean zogen Armut und Arbeits­lo­sigkeit ein. In den 1970ger Jahren entdeckten Städter aus Edinburgh den billigen Wohnraum in der beschau­li­chen Umge­bung. Heute ist Dean ein ange­sagter Vorort der schot­ti­schen Haupt­stadt.

Water of Leith Walkway

Beschau­liche Ufer­pro­me­nade durch Edinburgh
Das Flüs­schen Water of Leith fließt durch ein Tal quer durch Edinburgh und mündet nord­öst­lich bei Leith in die Nordsee. An seinem Ufer ist ein Wanderweg einge­richtet, der an der Schule von Balerno beginnt und teilweise über stillgelegte Gleise führt. Obwohl man mitten durch die City wandert, muss man kaum über Teer gehen und kommt trotzdem an bedeu­tenden Sehens­wür­digkeiten, etwa der Scot­tish National Gallery of Modern Art oder der Dean Gallery, vorbei. Der Weg endet an der Mündung des Fluses in Leith, (nur hin: 20 Kilometer, 5 Stunden, auf: 60 Meter, ab: 210 Meter)

Von Edinburgh nach Aber­deen­shire

229 km | 3:30 h

Fife

Pittoreske Schlösser in anmu­tiger Land­schaft
Die Halb­insel zwischen Edinburgh und Perth zeichnet sich durch ihr anmu­tiges Landschafts­bild, pittoreske Schlösser und histo­ri­sche Dörfer aus. Besonders schön ist Culross, ein Bilder­buch­städt­chen aus der Zeit zwischen 1600 und 1800. Aus St. Monans, einem früheren Fischerdorf mit goti­scher Kirche hat sich ein Künst­lerdorf entwi­ckelt. Bemerkens­wert ist auch Loch Leven. Auf einer Seeinsel steht das Loch Leven Castle, in dem Maria Stuart ein Jahr lang gefangen gehalten wur­de. Die drama­ti­schen Umstände ihrer nächt­li­chen Flucht schildert Sir Walter Scott in seinem roman­ti­schen Roman „Der Abt“. Seit 2008 gibt es den Loch Leven Heri­tage Trail, einen Wanderweg um den See und durch das Natur­schutzgebiet.

Perth

Eins­tige Haupt­stadt Schott­lands
Die eins­tige Haupt­stadt Schott­lands heißt heute the fair city, wohl wegen der vielen Grün­flächen und der Lage über dem Tay River. Der Edinburgher Bußpre­diger John Knox hielt in der Haupt­kirche St. Johns 1599 eine flam­mende Predigt gegen Götzendi­enst, woraufhin es zu einem vernich­tendem Bilder­sturm kam. Ein herr­li­cher Natur­lehrpfad führt zum Kinnoul Hill, von dem man aus eine weit­rei­chende Aussicht hat. Bemerkens­wert ist noch der Scone Palace, in dem einst schot­ti­sche Könige gekrönt wurden. Wenige Kilometer west­lich liegt Schott­lands älteste Whiskey Destil­lerie, die Glen­turret Whisky Bren­nerei bei Crieff.

Scone Palace

Präch­tiges Schloss mit großem Mittelturm
Das typisch briti­sche Schloss mit großem Mittelturm, zwei nied­rigeren Seitenflügeln und zwei schmalen Ecktürmen wur­de erst 1808 gebaut. Die Geschichte des Ortes ist aber viel älter. In der ursprüng­l­i­chen gäli­schen Burg wur­de der Stone of Scone aufbe­wahrt, auf dem die Könige Schott­lands gekrönt wurden. 1296 ließ der engli­sche König Edward den mythi­schen Stein abtranspor­tieren und in seinen eigenen Thron einbauen. Später stand hier ein Augusti­n­erkloster, das 1559 von fana­ti­schen John-Knox-Anhängern geplündert und verwüstet wur­de.
B

Aberdeenshire

Menschenleere Berge, lieblich-schroffe Küsten

Die Region im Osten Schott­lands ist besonders abwechs­lungs­reich: sie reicht von der ursprüng­l­i­chen, nur dünn besiedelten Welt der Cairngorm Moun­tains bis an die sturmum­tosten Küsten der Nordsee und des Moray Firth.

Mal lieb­lich, mal schroff, gehören sie zu den eindrucksvollsten Küsten der Welt. Dort liegt auch das Felsen­ei­land Buchan Ness mit einem kleinen Leucht­turm, der östlichste Punkt Schott­lands. Bis auf vier kleine Städte hat Aber­deen­shire einen dörf­lich länd­li­chen Charakter. Manche Orte, wie das male­ri­sche Crovie, bestehen noch nicht einmal aus zwei Dutzend Häusern.

Zu Gast in einem historischen Farmhaus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das denkmalge­schützte Farmhaus wur­de 1762 von den Vorfahren der heutigen Besitzerin gebaut. Wald mit Damwild umgibt das länd­liche Idyll, dessen Stille ledig­lich von Vogelgezwit­scher untermalt wird. Wer das repräsenta­tive Stein­haus betritt, wird in der Halle zunächst von den strengen Blicken der Urahnen der Familie McCombie gemus­tert. Umso freund­li­cher sind die Gastgeber, die alles daran setzen, ihre Gäste zufriedenzu­stellen. Vero­nica ist ausgebil­dete Cordon Bleu Köchin, was sich auf Früh­stück und Dinner auswirkt. Das Haus im Herzen von Aber­deen­shire liegt ideal, um die umliegenden Schlösser, Gärten und Whiskyde­stil­le­rien zu erkunden.

Crai­gievar Castle

Vertikales schot­ti­sches Turmhaus
Das Castle am River Dee ist das typisch schot­ti­sche Turmhaus. Anders als herkömm­liche Burgen ist es nicht horizontal, sondern vertikal ange­legt. Auf einem kleinen L-förmigen Grund­riss drängen sich drei Etagen, die mit Wendeltreppen verbunden sind. Der Haupt­turm besitzt eine vierte Etage. Die Pech­nasen zwischen den Türmchen dienen der Deko­ra­tion und haben keine Wehr­funk­tion. 

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Castle Fraser

Spuk- und Gruselge­schichte hinter wuch­tigen Mauern
Das Schloss von 1636 mit seinem z-förmigen Grund­riss diente bereits mehrmals als Filmkulisse – wohl wegen des wuch­tigen Äußeren mit über­ra­gendem Rundturm. In der großen Halle, die in ihrer Schlicht­heit archa­isch wirkt, schauen die Ahnen der Frasers ernst auf den Besu­cher herab. In grünen Raum – so geht die Sage – wur­de einst eine Prin­zessin im Schlaf ermordet und anschließend die Treppe herun­ter­ge­schleift. Das Blut, mit dem sie Treppe befleckte, konnte jedoch nicht entfernt werden, so sehr die Dien­er­schaft auf schrubbte. Man entschloss sich daher, die Treppe mit Holz zu verkleiden. Bis heute hat niemand gewagt, die Stufen zu entfernen. Auch die Prin­zessin soll noch des nachts die Stätte der ruch­losen Tat heim­su­chen.

Crathes Castle

Schot­ti­sches Märc­henschloss
Das schot­ti­sche Märc­henschloss aus dem 16. Jahr­hun­dert war über 400 Jahre im Besitz derselben Familie. Es liegt in einem riesigen Landschafts­park. Wander- und Spazier­wege führen zu Eichen, Bächen und einer vielfäl­tigen Pflanzenwelt, von der sich Garten­liebhaber inspi­rieren lassen können. Crathes Castle ist ganzjährig zu besich­tigen. Im Inneren der Burg sind wertvolle Möbel und Kunst­ge­gen­stände aus mehreren Jahrhunderten zu bewundern.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Ben Rinnes

Aussichtsberg im Whisky­land
Rings um den Spey Fluss gibt es zahl­lose Whisky Bren­ne­reien – mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Eine davon ist Benrinnes, benannt nach dem schönen Aussichtsberg weiter südlich. Wer zwischen dem Whisky Studium ein wenig frische Luft und Über­blick braucht, kann ihn besteigen. (3 Stunden, 6,8 Kilometer, auf und ab: 440 Meter)

Von Aber­deen­shire nach Duff­town

95 km | 2:00 h

Castle Trail

Schlös­ser­route durch die Grampians
In den Grampians west­lich von Aberdeen finden sich einige von Schott­lands schönsten Burgen und Schlös­sern. Elf von ihnen sind durch den Castle Trail mitein­ander verbunden. Die meisten stammen aus dem 13. Jahr­hun­dert als die schot­ti­schen Grundherren unter dem Einfluss der Normannen anfingen, ihre Sied­lungen zu befes­tigen. Seither sind sie immer wieder umge­baut worden und den veränderten Lebens­bedingungen des Adels ange­passt worden. Die einschücht­ernden Bauwerke, deren Aufbau kaum zu durch­schauen ist, liegen in maje­s­tä­ti­scher Land­schaft, in Hoch­mooren oder im menschenleeren, Gras bewach­senen Hügel­land, was sie zu einem idealen Biotop für Geister und Gespenster macht.
C

Moray Firth

Wo sich Wale und Delfine tummeln

Die Bucht an der Nordsee gilt als der größte Firth Großbri­tan­niens. Der große Trichter zwischen Kinn­airds Head bei Fraser­burgh in Aber­deen­shire und dem Duncansby Head bei Wick ist an der Öffnung 120 Kilometer breit.

Mit allen Buchten hat der Firth eine Küstenlänge von über 800 Kilome­tern, darunter felsige Steil­küsten und Watt­flächen. Höchster Gipfel in Ufer­nähe ist der meist nebelver­hüllte und auch im Sommer verschn­eite hohe Ben Wyvis mit 1.048 Metern. Im Moray Firth tummeln sich Delfine und Wale, die man am besten von Chanonry Point aus sieht.

Zu Gast in einem B&B in Dufftown

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im Herzen der Speyside liegt das Bed and Breakfast in Duff­town, das als Welt­haupt­stadt des Malt Whiskys gilt.

Wenige Minuten außer­halb des Zentrums gelegen, bietet es weite Blicke über die Land­schaft und wohltuende Ruhe. Das Haus, das von einem gepflegten, blüh­enden Garten umgeben ist, stammt aus den 1830er Jahren und verbindet georgia­ni­sche und vikto­ria­ni­sche Elemente wie Kamine, Flügelfenster sowie Wand- und Decken­or­na­mente mit modernem Komfort. Jedes der drei geräu­migen Gäste­zimmer ist nach einem individu­ellen Thema, das zur Geschichte des Hauses passt, stil­voll einge­richtet. Karen, die mehr als 30 Jahre Erfah­rung im Hotelgewerbe hat, serviert ein reichhal­tiges Früh­stück mit einer guten Mischung aus kalten und warmen – vorwiegend schot­ti­schen – Speisen und Zutaten. Alis­tair, ihr Mann, ist ein quali­fi­zierter Walking Guide Leader, der auf einer 2,5-stün­digen Tour alles über Mort­lach, die älteste legale Whiskybren­nerei in Duff­town und die Geschichte des Ortes, erzählen kann (bitte im Voraus buchen).

Speyside Coope­rage

Whisky-Bött­cherei auf dem Malt Whisky Trail
Speyside Coope­rage ist die einzige schot­ti­sche Bött­cherei, die Whiskyfässer herstellt und repa­riert. Jähr­lich werden derzeit circa 150.000 Eichen­fässer produ­ziert. Nur ein sehr kleiner Anteil davon sind Neuan­fer­tigungen, das überwiegende Geschäft besteht in der Aufarbei­tung gebrauchter Fässer. Alte Whiskyfässer, deren Holz nach mehrma­liger Verwendung keine Aromen mehr abgibt, werden durch Abschleifen und Verkohlen für einen erneuten Einsatz wieder aufbereitet. Die Bött­cherei hat ein eigenes Besu­cher­zentrum. Die Arbeit an den Fässern kann man von einer Besu­chergalerie aus beob­achten.

Malt Whisky Trail

Themen­straße zwischen Cairngorms und Moray Firth
Wer wegen des Whisky-Studiums nach Schott­land reist, kommt an dieser Themen­straße nicht vorbei. Sie führt durch Speyside, die bedeu­ten­dste aller fünf Whisky­regionen in Schott­land. Mehr als die Hälfte aller schot­ti­schen Bren­ne­reien liegen in dieser Region zwischen Cairngorms und dem Moray Firth. Insge­samt liegen sieben aktive Whiskybren­ne­reien, eine histo­ri­sche Bren­nerei und eine Küferei auf der Strecke – dazu  großar­tige, weite Landschaften und zahlreiche Schlösser und Herren­häuser.

Knock­ando Woolmill

Schot­ti­sche Wollwe­berei mit frischem Design
Seit über 230 Jahren steht in Knock­ando eine Woll­spin­nerei. Es begann mit einer kleinen Kate, in der Wolle von den umliegenden Farmen gesponnen und zu Decken und Textilien verwebt wurden. Im Prinzip hat sich daran nur wenig geändert. Heute werden frische, zeit­ge­mäße Designs mit tradi­tionellen Tweeds und klas­si­schen Woll­de­cken gewebt – alles mit Wolle aus der Umge­bung und mit handwerk­li­chem Können, das seit jeher im Zentrum der Woolmill steht. Wer einen Kilt braucht oder eine typisch schot­ti­sche Decke, wird im Verkaufsraum fündig.

Von Duff­town nach Portree

274 km | 4:00 h

Cawdor Castle

Wo König Macbeth zum Mörder wur­de
Laut Shakespeare war Cawdor Castle mit seinem massiven Kampfturm der Tatort, wo Duncan von König Macbeth ermordet wur­de. Histo­riker haben daran aber ihre Zweifel, da das Schloss erst im 14. Jahr­hun­dert gebaut wur­de und Duncan in der Schlacht von Elgin gefallen sein soll. Dennoch lohnt der Besuch des Anwe­sens mit Burg und Gärten, das heute im Besitz der Grafen von Campbell sind. Nebenan ist die Royal Brackla Distil­lery, eine von ganz wenigen „könig­li­chen“ Whisky-Bren­ne­reien in Schott­land.

Strathspey Railway

Whisky­tas­ting in der Muse­ums­bahn
Die Muse­ums­bahn in den High­lands verkehrt zwischen Aviemore und Broomhill auf einer 16 Kilometer langen Strecke. Nachdem die Bahn in den 1960er Jahren stillgelegt wur­de, grün­deten Eisen­bahnfans die Strathspey Railway Company und betreiben seit 1978 die Strecke mit origi­nalen Diesel- und Dampf­lo­komo­tiven. Die Bahnhöfe sind so weit wie möglich im Origi­nalzu­stand erhalten worden. Von April bis Oktober verkehren die Züge jeweils an mehreren Wochen­tagen, im Juli und August täglich. Von besonderen Anlässen abge­sehen stehen in der Regel drei Zugpaare pro Tag im Fahr­plan. Darüber hinaus werden Sonderfahrten mit Spei­se­wagen oder Whiskyver­kos­tungen ange­boten.

Culloden

Blutbad und Ende eines schot­ti­schen Traums
In den Sümpfen von Culloden ging am 16. April 1746 der Traum der High­lander von der Herr­schaft über Großbri­tan­nien zu Ende. Die Schlacht von Culloden ist ein Wende­punkt in der Geschichte Schott­lands. Sie been­dete nicht nur den letzten Versuch der Stuarts, ihren Anspruch auf den Thron durch­zu­setzen, sondern leitete zugleich den Unter­gang der tradi­tionellen schot­ti­schen Kultur und der machtvollen Sonder­po­si­tion der Clan­chefs ein, und besiegelte die Eingliede­rung des vordem selbst­stän­digen Landes in ein englisch domi­niertes Großbri­tan­nien. Heute erin­nern nur noch ein einsamer Turm und ein Museum an das Blutbad.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass (Culloden Battle­field)

Corries­halloch Gorge

Drama­ti­sche Schlucht mit Wasserfall und Brücke
Wenige Kilometer vor seiner Mündung bei Ullapool fließt der Abhainn Droma durch eine tiefe Schlucht, die er unmög­lich selbst gegr­aben hat. Es waren die Glet­scher der Eiszeit, die die Corries­halloch Gorge ausge­ho­belt haben. Heute wachsen Farne auf dem Talboden, ein Wasserfall senk­recht stürzt drama­tisch in die Tiefe. Davor hängt eine schwan­kende Brücke, die sich für spekta­kuläre Fotos eignet.
D

Isle of Skye

Höhlen, Glens und Wasserfälle

Die größte Insel der inneren Hebriden bietet auf 80 Kilome­tern Länge und bis zu 24 Kilome­tern Breite vor allem ursprüng­l­iche Natur: eine wilde Berg­region mit grünen Tälern, Höhlen, Glens, kris­tallklaren Wasser­fällen und leeren Sand­stränden.

Lachse und Forellen sind Nahrung für Fisch­otter und Seehunde. Unter den mehr als 200 verschiedenen Vogel­arten sind die seltenen Stein­adler und Basstölpel. Daneben ist Skye auch für einen der besten Single Malt Whiskies von Schott­land bekannt. Nicht immer war die Insel so fried­lich wie heute. Unter Bonnie Prince Charles, einem Nach­fahren von Maria Stuart, um den sich roman­ti­sche Geschichten ranken, war sie Brenn­punkt im Kampf um die Vorherr­schaft zwischen Schotten und Engländern. Seit 1995 führt neben der Fähre eine Brücke auf die Insel. Wer noch größere Einsamkeit sucht, kann mit der Fähre von Uig zu den äußeren Hebriden fahren, wo es nur noch Steine, Schafe und Wind gibt.

Zu Gast in einem B&B bei Portree

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt am Ortsrand der Hafen­stadt Portree. Im Süden blickt man auf die Bergkette der Cuillin Moun­tains, im Norden ragt der Old Man of Storr hervor – ein schönes Wandergebiet mit male­ri­schen Ecken und Winkeln.

In die individuell gestal­teten Zimmer dringt viel Licht. Im Wohnzimmer mit offenem Kamin gibt es viele Bücher und Landkarten zu Skye. Das Früh­stück wird im hellen und einla­denden Spei­se­saal serviert. Rick und Georgie geben ihren Gästen gerne Tipps für Tages­ausflüge. Pubs, Restau­rants und Geschäfte liegen auf der anderen Seite von Loch Portree.

Old Man of Storr

Sagen­umwobene Fels­nadel aus schwarzem Basalt
Die fast 50 Meter hohe Fels­nadel aus schwarzem Basalt ist von weitem sichtbar und ein Wahrzei­chen der Halb­insel Trot­ter­nish. Rings umher stehen kleinere aufrechte Felsen, die in alten Erzäh­lungen als seine Familie bezeichnet werden. Seine Frau, die zweitgrößte Fels­nadel, ist leider vor Jahren einge­stürzt. Der Legende nach suchten die beiden in der Gegend nach einer entlaufenen Kuh. Da trafen sie auf Riesen und flüch­t­eten. Als sie einen Blick zurückwarfen, wurden sie verstei­nert.

Talisker Whisky

Einzige Whiskybren­nerei auf Skye
Einzige Whiskybren­nerei auf Skye ist die 1830 gegrün­dete Talisker Destil­lerie. Sie ist bekannt für ihren doppelt destil­lierten Single Malt Whisky, der als einer der besten über­haupt gilt. Führungen und Whisky­proben werden ange­boten.

Cuillin Hills

Para­dies für Alpi­nisten
Das Basalt­massiv auf der Insel Skye ist ein Para­dies für Alpi­nisten. Insge­samt finden sich zwölf Munros im Gebirge, wie man die schot­ti­schen Berge nennt, die über 3.000 Fuß hoch sind. Der höchste von ihnen ist der 992 m hohe Sgurr Alasdair. Vom Berghotel Glen Sliga­chan beginnen Wande­rungen in allen Schwie­rigkeiten. Meist geht es ohne erkennbaren Weg über Geröllfelder, nackten Fels oder durch einge­schliffene Rinnen. Bei gutem Wetter ist die Aussicht überwäl­tigend. Sie reicht vom Fest­land im Osten bis zu den Äußeren Hebriden.

Von Portree nach Fort William

Fähre

Von Portree nach Armadale

66 km | 55 Minuten

Von Armadale nach Mallaig

323 m | 52 Minuten (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fähre geht von den Inneren Hebriden zum Hafen von Mallaig auf dem Fest­land.

Von Mallaig nach Fort William

71 km | 60 Minuten
E

Western Highlands

Clans, Whisky und baumlose Weiten

Nordwest­lich des Great Glen, das Schott­land von Nord­osten nach Südwesten schnurge­rade zerteilt, beginnen die High­lands.

Obwohl es dort einige Munroes gibt, wie man die Berge über 3.000 Fuß nennt, sind sie eigent­lich kein Hoch­land. Weite Teile bestehen aus baum­losen Mooren. Die abge­legenen High­lands waren dem engli­schen Einfluss weniger ausge­setzt als die südli­chen Lowlands. Dadurch haben sie den eigenen kulturellen Charakter stärker bewahrt. Die Clan-Struktur in den High­lands ist noch lebendig oder wird sogar wiederbelebt. Dies und die Whisky-Produk­tion haben die High­lands welt­be­rühmt gemacht. Dass die weiten High­lands heute weitge­hend unbe­waldet und unbe­siedelt sind, ist vor allem eine Folge der High­land Clearances, der Vertreibung der ansäs­sigen Bevöl­ke­rung in der Zeit von 1762 bis 1884.

Zu Gast in einer Villa bei Fort William

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die vikto­ria­ni­sche Villa liegt am Rande von Fort William in einem großen Garten, hoch über dem Loch Linnhe mit herr­li­chem Blick auf die Hügel von Ardgour.

Die Zimmer sind groß, stil­voll und einla­dend und haben einen Blick über den Garten bis hinunter zu den schimmernden Wassern des Lochs, ebenso wie das Esszimmer, in dem morgens das Früh­stück serviert wird. Gastgeberin Joan füllt das große Haus mit Leben und Freund­lichkeit. Das Zenturm von Fort William mit Cafés, Restau­rants und Geschäften ist zu Fuß erreichbar.

Fort William und Umge­bung

Whiskybren­ne­reien und Abenteuer­tou­rismus
Die Stadt, die vorwiegend von der Whiskyde­stilla­tion und vom Abenteuer­tou­rismus lebt, liegt am südwest­li­chen Ende des Kale­do­ni­schen Grabens, der von Küste zu Küste läuft und die High­lands nach Südosten begrenzt. Von hier aus lässt sich die nordwest­liche Fjord- und Seen­landschaft gut erkunden – per Boot, zu Fuß oder per Eisen­bahn. Die Bahn­strecke nach Mallaig gilt als die schönste Großbri­tan­niens. Haupt­at­trak­tion ist der Ben Nevis, der mit 1.343 Metern höchste Berg der briti­schen Inseln.

West Loch­aber

Unbe­wohnte Wildnis am Ende der Welt
Die Halb­insel südlich der Straße von Fort William nach Mallaig ist durch Loch Linnhe und den Sound of Mull vom Rest Schott­lands sepa­riert. Zwei weitere kilome­ter­lange Lochs teilen die Land­masse in weitere Halb­in­seln auf, so dass das Gebiet nur schwer zugäng­lich ist. Entspre­chend dünn ist die Bevöl­ke­rung. Auf der Halb­insel Morvern, die immerhin 650 Quad­ratki­lometer umfasst, wohnen beispiels­weise weniger als 320 Menschen! Sehens­wür­digkeiten gibt es hier kaum, dafür schier endloses Gras­land, mal trocken, mal feucht, ab und an ein paar aufge­fors­tete Wälder, weite Blicke, tiefe Wolken; vor allem aber Stille und Einsamkeit, wie sie nur noch an den Rändern Europas zu finden sind. Wasser ist nie weit entfernt. Wander­wege gibt es eben­falls nur wenige. Dafür kann man nach Herzens­lust querfeldein laufen.

Kale­do­ni­scher Graben

Ruinen und Klöster an tiefen Seen
Die markante Bruchlinie zerschneidet die schot­ti­schen High­lands von Küste zu Küste schnurge­rade von Südwest nach Nordost. Der Grund des Grabens ist meist mit Seen angefüllt, die heute durch einen Kanal mitein­ander verbunden sind. Auf der Höhe von Fort William bis nach Inver­ness gehört die Strecke zu den schönsten Panora­ma­straßen Schott­lands. Sie führt an Ruinen und einer Abtei vorbei, wo im 6. Jahr­hun­dert nach Christus die erste Begeg­nung zwischen dem irischen Mönch St. Colomban und Nessie, dem welt­be­kannten Unge­heuer von Loch Ness, stattgefunden haben soll.

Kinlochleven

Wild­nis­wande­rung im Nebeltal
Moos, Steine, Wind und sturmzerzauste Wälder: Ober­halb von Kinlochleven, einer Berg­arbeiter­sied­lung mit knapp 1000 Einwoh­nern, erstreckt sich ein wildes und einsames Hoch­mo­ortal, das sich für eine Rundwande­rung eignet. Die karge Heide­landschaft ermög­licht weite Blicke über das Loch Leven, die sich im Zwie­licht der Wolken verlieren.  Auf dem Rückweg geht man über einen ausge­setzten Grat zwischen zwei Bachtälern. (Hin und zurück: 9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 385 Meter)

Glencoe

Wandern über dem „Tal der Tränen“
Das „Tal der Tränen“ hat eine blutige Geschichte: 1691 begna­digte der engli­sche König Wilhelm III. alle High­land-Clans, die gegen ihn gekämpft hatten. Bedingung war allerdings, dass sie ihm die Treue schwören mussten. Wer sich weigerte, dem drohte die Todes­strafe. Nachdem der Clan MacDo­nald nur widerwillig zuge­stimmt hatte, ging sein Chef irrtüm­lich nach Inver­lochy und erreichte Inveraray erst nach Ablauf der Frist. Somit wur­de dem ganzen Clan die Begna­digung verwehrt. Die könig­li­chen Soldaten rich­teten das Massaker von Glencoe an, bei dem die Talbe­wohner ums Leben kamen. Heute beginnt dort einer der schönsten Wander­wege Schott­lands. (10 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 1.070 Meter)

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass (Glencoe Visitor Centre)

Von Fort William nach Arrochar

111 km | 2:00 h
Empfehlens­wert ist der Umweg über Inverary wegen der schönen Aussicht, die man über Loch Fyne und das Agyll-Gebirge genießt Über schmale Straßen am Meer gelangt man nach Oban und schließ­lich nach Fort William am Fuße des mäch­tigen Ben Nevis.

Castle Stalker

Trutzig-düstere Inselburg
Der mittel­alter­liche Wohn­turm steht auf einem Eiland in der Bucht von Loch Linnhe und ist heute nahezu authen­tisch restau­riert. Die male­ri­sche Silhou­ette der trutzig-düsteren Inselburg vor einer drama­ti­schen Gebirgs­sze­nerie hat sie zu einem beliebten Foto- und Filmmotiv werden lassen. Das Tower House ist mit dem Boot, bei Ebbe auch zu Fuß zu errei­chen.

Loch Awe

Ruinen von Burgen und Klöstern am Märc­hensee
Der 37 Kilometer lange, aber nur ca. einen Kilometer breite Süßwass­ersee ist der drittgrößte und gleichzeitig einer der schönsten Seen in Schott­land. Er liegt in einem tiefen Tal, das zum Teil bewaldet ist. Auf mehreren Inseln zeugen einsame Ruinen von Burgen und Klöstern von einer wech­sel­vollen Geschichte. Die bekann­teste Burg, Kilchurn Castle, steht am Nord­ufer des Sees.

St Conan’s Kirk

Kruder Mix oder genialer Bau am Loch Awe
Nach dem Eisen­bahnbau von Oban nach Tyndrum wur­de der entlegene, aber roman­ti­sche Land­strich am Loch Awe auch für Städter inter­essant. Eine der zugezogenen Familien waren die frommen und reichen Campbells aus Glasgow. Die Mutter, die es gewohnt war, täglich zur Kirche zu gehen, beauf­tragte ihren Sohn, eine Kirche für sie zu errichten. Der wählte einen Ort nahe der Insel des Heiligen Conan als Bauplatz und errich­tete in mehreren Phasen ein märc­henhaft anmu­tendes Kirchlein. Dabei bedi­ente sich der architek­to­ni­sche Laie verschiedener Elemente aus unter­schied­li­chen Zeiten. Neben der Kirche ließ er einen Kreuzgang bauen, obwohl dies eigent­lich nur Klöstern vorbe­halten war. Man kann den eklek­ti­schen Bau als kruden Mix betrachten – oder als genialen Entwurf. Heute gilt das Kirchlein am See als eines der schönsten in Schott­land.
F

Loch Lomond

„The Queen of all Scottish Lakes“ (Sir Walter Scott)

Sir Walter Scott hat den größten Binnensee Großbri­tan­niens einmal als „The Queen of all Scot­tish Lakes“ bezeichnet.

Was ihn so zum Schwärmen gebracht hat, war die einzig­ar­tige Naturkulisse rund um den Süßwass­ersee. Empfehlens­wert ist eine Fahrt mit dem Raddampfer über den See, aber auch Wassersportlern und Wanderern bieten See und Umge­bung herr­liche Entfal­tungs­mög­lichkeiten.  Wer den Ben Lomond (973 m) besteigt, wird mit einem einzig­ar­tigen Pa­no­ra­ma­blick belohnt. Nord­öst­lich schließt sich das wild­roman­ti­sche Tal der Tros­sachs an, das eben­falls einen Ausflug wert ist.

Zu Gast in einem B&B am Loch Long

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

An der Nord­spitze des Loch Long und direkt am Ufer gelegen, bietet das B&B in einem Gebäude aus der Mitte des 19.

Jahrhunderts impo­sante Blicke auf Berge und Wasser. Nach dem herz­li­chen Empfang mit einem Single Malt Whisky aus einer der örtli­chen Destil­le­rien bezieht man sein in einem modernen Landhaus­stil einge­rich­tetes Zimmer. Dort stehen für jeden Gast Haus­schuhe bereit, um deren Nutzung in den Innenräumen gebeten wird. Im Wohnzimmer kann man es sich mit einem Buch bequem machen oder spielen; bei schönem Wetter kann man im Garten sitzen und die Aussicht genießen. Das schot­ti­sche Früh­stück besteht zum überwiegenden Teil aus lokalen Produkten. Der Start­punkt des Wander­wegs zu „The Cobbler“ (Ben Arthur) ist wenige Gehmi­nuten entfernt. Ausflüge bieten sich zum nahe gelegenen Loch Lomond an; Fahr­räder können geliehen werden.

Loch Katrine

Ausflugsboote auf dem Eiszeitsee
Der aufge­staute Süßwass­ersee bei Stir­ling hat die lang gezogene Form eines Eiszeit­sees. Das 13 Kilometer lange, aber nur einen Kilometer breite Gewäs­ser ist das primäre Wasser­re­servoir des Großraums Glasgow. Benzin- bzw. diesel­be­triebene Schiffe sind auf dem Gewässer nicht erlaubt, um eine Verschmutzung des Trink­was­sers zu vermeiden. Das Schiff SS Sir Walter Scott bietet seit 1899 Ausflugsfahrten über den See an. Heute ist es allerdings auf Biodiesel umge­rüstet. Sir Walter Scott widmete Loch Katrine das Gedicht The Lady of the Lake, das von Gioa­chino Rossini zu der Oper La Donna del Lago umge­arbeitet wur­de.

Inveraray Castle

Schau­platz von Schauerro­manen
Das Schloss über dem Loch Fyne war Sitz der Dukes of Argyll und Schau­platz mehrerer roman­ti­scher Romane von Sir Walter Scott. Zentrales Gebäude ist der wuch­tige Turm mit dem großen Saal. Im 18. Jahr­hun­dert wur­de die ursprüng­l­iche Festung in eine klas­sizis­ti­sche Residenz umge­baut. Besonders sehens­wert ist das Gefängnis, das eine origi­nelle Ausstel­lung über die schot­ti­sche Krimi­nalge­schichte enthält. Inveraray Castle ist von einem großen, symme­trisch ange­legten Park umgeben.

Hill House (Helensburgh)

Jugend­stil vom Feinsten
Die Villa auf einem Hügel bei Helensburgh wurde 1904 nach zweijäh­riger Bauzeit fertig­ge­stellt. Architekt war Charles Rennie Mack­in­tosh, als dessen bedeu­ten­dstes Wohn­haus es zugleich gilt. Von der Anhöhe über­blickt sie den Firth of Clyde. Das relativ junge Alter von Hill House und seine freund­liche Architektur bewahrt es nicht vor Geister­er­scheinungen: In unregelmäßigen Abständen soll eine schwarz geklei­dete Person vorbei­schauen. Außerdem riecht es in der Bibliothek des Öfteren nach Pfei­f­entabak, und zwar nach genau dem, den der ehema­lige Besitzer Blackie rauchte. Auf der gegenüber­liegenden Straßen­seite steht die düstere, seit Jahren leer stehende Villa Drumadoon, die auch „Hell House“ genannt wird.

Enthalten im:
Scot­tish Heri­tage Pass

Ben Lomond

Auf den südlichsten Munro Schott­lands
Der 974 Meter (3.196 ft) hohe Ben Lomond erhebt sich am Ostufer des Loch Lomond. Sein Name, Beinn Laomainn, bedeutet ungefähr Leuchtfeuerberg oder Signalberg. Er ist Schott­lands südlichster Munro, benannt nach Hugh Munro, der eine Liste aller schot­ti­schen Berggipfel über 3.000 Fuß (914,4 Meter) aufstellte. In Rowar­dennan, am Fuße des Ben Lomond gelegen, beginnt der beliebte und viel began­gene Weg zum Gipfel mit herr­li­chen Ausbli­cken über Loch Lomond und die schot­ti­schen High­lands. (5 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 920 Meter)

Tros­sachs

Refugium für Roman­tiker und Viehdiebe
Rund um die Seen Loch Katrine im Westen und Loch Achray liegt die dicht bewal­dete Urwaldschlucht, die im 19. Jahr­hun­dert viele Roman­tiker anzog. Sir Walter Scott machte die schwer zugäng­liche Gegend durch einige seiner Romane bekannt. So suchte der geäch­tete Viehdieb Raiber Ruadh hier Unter­schlupf. Die Anzie­hungs­kraft der Tros­sachs auf Natur­liebhaber ist ungebro­chen. Sie sind heute Teil eines Natio­nalparks mit vielen Wander­wegen. Einer der schönsten führt auf den 461 Meter hohen Ben A'an, von dem aus man den besten Blick auf Loch Katrine hat. (2 Stunden, 3,2 Kilometer, auf und ab: 310 Meter)

Von Arrochar nach Roxburgh­shire

207 km | 3:00 h

Glasgow School of Art

Bahnbre­chendes Bauwerk des Jugend­stils
Gerade einmal 28 Jahre war Charles Rennie Mack­in­tosh, als er Gebäude der Kunst­hoch­schule konstru­ierte. Das geniale Jugends­tilgebäude  wur­de 1909 fertig­ge­stellt und galt schon bald als „Fanal der Architektur des 20. Jahrhunderts", da seine Gestalt schon entschei­dend durch Konstruk­tion und Funk­tion bestimmt ist. Deko­ra­tive Details spielen nur noch eine Nebenrolle. Die Nordfront beherr­schen für die dama­lige Zeit ungewöhn­lich große Fenster zur Belich­tung der Ateliers. Auch die Innen­ar­chitektur war wegwei­send, besonders die Gestal­tung der Bibliothek

Glasgow

Von der Indu­s­trie­stadt zur grünen Zukunfts­stadt
Glasgow, das mit einem Kirchlein auf der Wiese im Jahre 534 begann, heißt ursprüng­lich: geliebter, grüner Ort. Nach 200 Jahren Ruß und Indu­s­triege­schichte beginnt die Stadt wieder, ihrem Namen gerecht zu werden. Die Umstel­lung einer altindu­s­tri­ellen Region zu einem modernen Dienst­leis­tungs­zentrum scheint hier besser gelungen als in anderen Landes­teilen: Die abbruchreifen Gebäude am Clyde River machten Grün­a­nlangen Platz, Dock­anlangen wurden in schicke Wohn­gegenden verwandelt. Sand­strahler reinigten schwarze Fassaden und am Princes Square entstand eine glas­über­dachte Mall. Die Umge­bung ist landschaft­lich reizvoll. Die North West High­lands, die Grampians und Loch Lomond sind nicht fern.

Glasgow Necro­polis

Spiritueller Ort für Lebende und Tote
Seit 1831 haben mehr als 50.000 Menschen ihre letzte Reise über die Bridge of Sighs in die Toten­stadt Glasgows ange­treten. Sie liegt auf einem Hügel östlich der St. Mungo’s Cathedral mit schöner Aussicht auf die Innen­stadt. Die Nekro­pole, die so groß ist wie 20 Fußballfelder, besteht aus zahl­losen Mausoleen, Pavillons, Gruften und Gedenk­steinen. Hinter jedem verbirgt sich eine Geschichte. Hoch über alle anderen erhoben steht John Knox auf einer 17 Meter hohen Säule. Streng und unerbitt­lich wacht der gefürch­tete Reformator Schott­lands über die Ruhe der Toten.
G

Borderlands

Neblige Heidelandschaft an der Grenze zu England

Küste, Hügel und Moor­landschaften prägen dieses länd­liche, sanfte Schott­land südlich und östlich von Edinburgh.

Die viel­fach noch unbe­rührte Natur rund um den Tweed River ist durch­zogen von Pfaden und Flüssen. Die meisten der Border Towns reihen sich an seinen Ufern auf wie an einer Kette. Das Grenz­land zwischen England und Schott­land ist unter anderem für die Ruinen seiner vier mittel­alter­li­chen Abteien bekannt: Melrose, Kelso, Jedburgh und Dryburgh. Sir Walter Scott liebte diese Region. Der berühm­teste aller schot­ti­schen Dichter besang in seinen Balladen Nebelschwaden, die Heide­landschaft, Dudel­säcke und die High­land Chief­tains in Kilts und prägte damit unser heutiges Schott­landbild.

Zu Gast in einem Dower House in den Scottish Borders

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wer eine Nacht in diesem typi­schen Country House verbringt, das im 19. Jahr­hun­dert für die Herzogin von Suther­land erbaut wur­de, bekommt einen Vorge­schmack auf das schot­ti­sche Land­leben.

Die großzügigen und mit allen Annehm­lichkeiten ausge­stat­teten Zimmer im Landhaus­stil blicken weit in die hüge­lige Land­schaft der Scot­tish Borders. Außerdem haben die Gäste Zugang zum Drawing Room, wo man auch bei kühlerem Wetter in gemüt­li­chen Sesseln am pras­selnden Kaminfeuer seinen Tag planen oder einfach eine Tasse Tee genießen kann. Auf Wunsch gibt es Dinner auch im Haus. Angela ist gelernte Köchin und wur­de für ihre einfallsreiche, gesunde Küche bereits mit dem „Healthy Living Award“ ausgezeichnet.

Floors Castle

Sitz des Duke of Roxcburghe
Das Schloss nahe der Klein­stadt Kelso wur­de auf den Lände­reien einer Abtei errichtet, das im Zuge der schot­ti­schen Reforma­tion säku­la­ri­siert wur­de und in den Besitz des Duke of Roxburghe gelangte. Der Manor House wur­de 1721 begonnen und groß ange­legt: In flankierenden Pavillons waren Stal­lungen und Wirt­schafts­be­reiche unter­ge­bracht. Heute umfasst das Anwesen, das weiterhin Sitz des Dukes of Roxburghe ist, einen Golf­platz, ein Terras­sen­café und ein Hotel.

Abbotsford House

Roman­ti­sches Landschloss von Sir Walter Scot
Das prachtvolle Landschloss wur­de für den schot­ti­schen Natio­naldichter, Sir Walter Scot, im roman­ti­schen-histo­ri­sierenden Stil gebaut, nachdem dieser im Jahr 1811 den ehema­ligen Bauernhof mit einem Areal von 400 Hektar gekauft hatte. Er rich­tete eine Bibliothek ein und sammelte zeitlebens Antiqui­täten und Waffen, Relikte und Kurio­si­täten, die besonders mit der schot­ti­schen Geschichte verbunden waren. Theodor Fontane, eigent­lich ein Verehrer von Scot, notierte über seinen Besuch auf Abbotsford 1858, dass „die Wiederbele­bung des Vergan­genen, das Ausschmü­cken einer modernen Schöpfung mit den reichen poeti­schen Details des Mittel­alters auf einem Gebiete bezau­bern und hinreißen und auf dem andern zu einer bloßen Schnurre und Absonder­lichkeit werden kann“, wenn der Geis­tes­blitz fehle, die wider­strebenden Element zu etwas Einheit­li­chem zusam­menzu­schmelzen. Heute werden Haus und Park vom Abbotsford Trust verwaltet und können besucht werden.

Traquair

König­li­ches Jadg­schloss mit eigener Brauerei
Das könig­liche Jagdschloss aus dem 12. Jahr­hun­dert, von dem gelegent­lich behauptet wird, es handele sich um das älteste bewohnte Anwesen in ganz Schott­land, liegt auf einem etwa 1.600 Hektar großen Gut, das sich bis zum River Tweed erstreckt. Zahlreiche Ausstel­lungs­stücke sowie ein Archiv mit Schrift­stü­cken, die bis ins 13. Jahr­hun­dert zurück­rei­chen, doku­men­tieren das Leben vorangegan­gener Gene­ra­tionen und erhalten die Historie dieses besonderen Ortes lebendig. Wer möchte, kann sich auch der Herausforde­rung des Heckenlabyrinths stellen. Eine weitere Besonder­heit ist die haus­ei­gene Brauerei aus dem 18. Jahr­hun­dert, die seit Mitte der 1960er Jahre wieder in Betrieb genommen wur­de. Zwischen 11 und 17 Uhr ist das Haus für Besu­cher zugäng­lich.

Melrose Abbey

Roman­ti­sche Ruine und Königsgrab
Theodor Fontane hat sie einmal die „die schönste und fesselndste unter allen Ruinen über­haupt“ genannt. Kloster Melrose wur­de um 1136 von Zister­zi­en­sermön­chen in Form eines St. Johns Kreuzes gebaut. Heute stehen nur noch Ruinen, aber es sind noch Stein­or­na­mente erhalten, die Heilige, Drachen, Wasser­speier und Pflanzen darstellen. Ein Gebäude von 1590 dient als Museum. Alexander II. und andere schot­ti­sche Könige sind hier beer­digt. Das Herz des Kreuzritters, Robert the Bruce, soll auch auf dem Gelände begr­aben sein, nachdem man es einbal­sa­miert und aus Jeru­salem zurückge­bracht hatte. 1812 wur­de ein Steinsarg entdeckt, der die Gebeine des Philosophen und „Zaube­rers“ Michael Scotus enthalten soll. Auf einer der Treppen prangt die Inschrift: „Be halde to ye hende“ (Denk an dein Ende!), was heute das Motto der Stadt Melrose ist. Ein schöner Wanderweg führt auf die charak­te­ris­ti­schen Aussichtshügel.

Enthalten im:
Historic Scot­land Explorer Pass
Scot­tish Heri­tage Pass

Von Roxburghshire nach Amsterdam

Fähre

Von Roxburgh­shire nach Newcastle

125 km | 2:00 h
England empfängt den Reisenden mit dem Northumber­land National Park, einem Para­dies für Wanderer Moun­tai­nbiker und Angler.

Von Newcastle nach Amsterdam

Dauer: ca. 15:30 Stunden
Die Fähre wird von der Rederei DFDS Seaways betrieben und kann unter www.dfds­se­aways.de ge­bucht werden. Die Fähre legt am frühen Abend ab.

Von Amsterdam nach Hause

17 Tage
ab 1.559,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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