Dörfliches Indien: Kultur und Natur zwischen Delhi und Jaipur
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Dörfliches Indien

Kultur und Natur zwischen Delhi und Jaipur

Wer nicht mehr als zehn Tag in Rajasthan verbringen möchte, sollte sich auf die Region zwischen Delhi und Jaipur konzentrieren. Dort gibt es viel mehr zu entdecken als das Taj Mahal. Zwischen den Städten lockt das dörfliche Indien, wo Wasserbüffel arbeiten und Kamele streunen. Höhepunkt ist eine Safari im Ranthambore National Park, wo es neben Tigern auch Hyänen, Leoparden, Bären und Dachse zu sehen gibt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

A

Delhi

Begrüßung durch Ihren Reiseleiter

Mit ca. 12 Millionen Einwoh­nern und knapp 20 Millionen im Großraum ist Delhi nach Mumbai nur die zweitgrößte Stadt Indiens. Noch 1951 lag die Einwohn­er­zahl unter 1 Million; erst danach hat sich die Bevöl­ke­rung rasant entwi­ckelt.

Die Geschichte der Stadt beginnt nach neuesten archäo­logi­schen Forschungen bereits 1.200 v. Chr. Ihre hindu­is­ti­schen Ursprünge liegen erst im 8. Jahr­hun­dert n. Chr., als sie von Hindukö­n­igen neu gegründet und zur Haupt­stadt gemacht wur­de. Nach 600 Jahren wurden diese 1206 von muslimi­schen Sultanen abge­löst, deren Herr­schaft bis zur briti­schen Kolo­ni­alzeit andau­erte. Ab 1911 entstand südlich des histo­ri­schen Stadt­kerns das moderne Neu-Delhi. Die Reißbrett­stadt ist Sitz der indi­schen Regie­rung.

Heute ist Delhi eine Stadt, die durch das abrupte Neben­ein­ander von Tradi­tion und Fort­schritt faszi­niert. Endlose Blechlawinen schieben sich an den Gräbern von Mogulfürsten vorbei. Wer am Chandni Chowk die hyper­moderne Welt der klima­ti­sierten Metro verlässt, findet sich in einem die Sinne betäu­benden Gewimmel eines orien­tali­schen Basars wieder.

Transfer

Meet & Greet: Delhi Flughafen
Ein Agent mit einem Schild Ihres Namens wartet am Flugzeug auf Sie und sorgt dafür, dass alle Pass- und Zoll­formali­täten beschleu­nigt erle­digt werden.

Transfer

Flughafen - Hotel
Der Indira Ghandi Inter­na­tional Airport liegt ca. 20 km südwest­lich vom Stadt­zentrum.

Zu Gast in einem Homestay

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Hotel gleicht von außen eher einem unscheinbaren Wohn­haus. Innen ist es jedoch eine hoch­wer­tige und persön­lich geführte Unter­kunft, wie man sie in dieser Stadt nicht oft findet.

Nach ermüdenden Exkur­sionen durch den urbanen Dschungel von Delhi wirkt das Haus wie eine Oase des Friedens und der Stille. Atul und Sheetal sind hilfsbe­reite und kommu­nika­tive Gastgeber, die viele Abende mit ihren Gästen auf der Dachter­rasse verbringen. Ins Stadt­zentrum fährt man etwa 20 bis 30 Minuten, empfehlens­werte Restau­rants sind auch in der Nähe.

Ausflug

Hauz Khas

Hauz Khas ist einer der wohlha­bendsten Vororte von South Delhi. Sein Zentrum ist allerdings mittel­alter­lich.

Zum histo­ri­schen Komplex gehören ein Wasser­re­servoir aus dem 13. Jahr­hun­dert, die Ruinen eines islamisch-theo­logi­schen Semi­nars und einer Moschee. Der Ausflug beginnt  bei den Ruinen der Vergan­gen­heit und führt dann in eklek­ti­sche Gegenwart der Reichen und Schönen in Indien. Im neuen Teil gibt es kleine, individu­elle Boutiquen und ausgefal­lene Restau­rants von denen man den Blick auf das alte Viertel genießen kann. Auf Wunsch kann ein Lunch oder Abend­essen einge­plant werden, diese sind jedoch nicht im Preis enthalten.

Stadtbesichtigung

Delhi (ganztägig) | 1x Mittagessen Sravana Bhawan (vegetarisch) pro Person

Wenn Bäume und Straßen spre­chen könnten, könnten sie in Delhi ihre Zuhörer auf Jahre in ihren Bann ziehen. Die Stadt ist einer der ältesten ständig bewohnten Plätze der Erde und ideal, um eine Einfüh­rung in das zugleich uralte und hyper­moderne Indien zu bekommen. Die Führung startet nach dem Früh­stück im Hotel und führt zunächst zum India Gate und dem Parla­ment. Von dort aus geht es ins alte Delhi.

Die Tour startet am Roten Fort und führt durch die engen Gassen am Chandi Chowk und in den Jain Temple Gurwara Bhawari Gali. Gemeinsam mit dem Guide können die vielen Straßenläden in Old Delhi erkundet werden, denn hier werden auf engstem Raum die unter­schied­lichsten und farbenpräch­tigsten Waren ange­boten – auch Lebens­mittel in allen Varia­tionen. Die Tour endet an der Jama Mashid Mosche. Mit der modernen Metro gelangt man zum Bangla Sahib Gurudwara Tempel, dem wich­tigsten Tempel der Sikhs in Delhi. Im Inneren gibt es ein Becken, welches „Sarovar“ genannt wird; das Wasser darin („Amrit“) ist für die Sikhs heilig. Der Bangla Sahib Gurudwara geht auf den achten Guru der Sikhs, Guru Hark­rishan, zurück. Tipp: Nehmen Sie sich ein kleines Tuch mit, das Sie sich über den Kopf binden können, denn in einem Sikh Tempel muss der Kopf bedeckt sein.

Nach dem Lunch wird das Grab des Großmoguls Humayun besich­tigt. Das Bauwerk aus dem 16. Jahr­hun­dert wur­de von einem persi­schen Architekten entworfen und diente als Vorbild für das Taj Mahal.

Begrüßung durch Ihren Reiseleiter

Vermieter: Travel Scope
Fahrzeug: Toyota Innova (Group Innova)
Tarif: Toyota Innova
Station: Travel Scope

Transfer

Von New Delhi nach Agra
Die Fahrt geht über die Auto­bahn in Rich­tung Süden. Dabei folgt man dem Yamuna fluss­abwärts. Der größte Nebenfluss des Ganges entspringt im Hima­laya, fließt durch Delhi und später am Taj Mahal vorbei. Nach dem Check-In im Hotel wird das Agra Fort besucht.
B

Agra

Von Hauptstadt des Mogulreichs zum Welterbe der UNESCO

Die Stadt am Fluss Yamuna war mit Unter­bre­chungen von 1526 bis 1648 die Haupt­stadt des Mogulrei­ches. Aus dieser Zeit stammt die Burg­fes­tung mit dem Roten Fort, dem Palast und der Perlmo­schee.

Viel berühmter aber ist das Taj Mahal, das der Großmogul Shah Jahan sich und seiner Gattin als Mausoleum erbauen ließ. Jeder, der die Garten­anlage mit dem 74 Meter hohen Kolos­salbau zum ersten Mal betritt, ist hinge­rissen von der perfekten Harmonie, die sich aus der bis ins kleinste durch­ge­führten Symme­trie ergibt. Sowohl das Rote Fort als auch das Taj Mahal sind Denkmäler des UNESCO-Welt­kultur­erbes. Wegen des Taj Mahals ist die 1,3 Millionen-Einwohner-Metro­pole die von Touristen am meisten besuchte Stadt Indiens.

Stadtbesichtigung

Erlebnisspaziergang

Dauer ca. 2:30 h

Auf dem Weg in die glor­reiche Vergan­gen­heit von Agra erschließt sich der soziale und städtebau­liche Zusam­menhang der ältesten Mogul-Kapi­tale Indiens. Die Route wur­de zusammen mit Stadt­his­to­rikern ausge­arbeitet.

Sie beginnt mit der Fahrt zum Jama Maszid. Dort steigt man aus und mischt sich unter die Menge der Schaulus­tigen, Händler und Markt­ver­käufer. Vorbei am Shiva Tempel Manka­mes­hwar, wo in den Seiten­gassen Bilder und Orna­mente der vielen Götter und Göttinen verkauft werden und weiter durch enge Gassen zum Gewürz­markt von Rawat Para.

Namak Ki Mandi ist bekannt für das Kunst­hand­werk, hier wird Schmuck herge­stellt und verkauft. Nach zwei Stunden steht man unver­mit­telt wieder vor dem Jama Maszid, wo die Kutsche oder die Fahr­rad­rik­scha bereits für die Rückfahrt zum Hotel bereit­steht.


Folgende Stationen liegen auf Ihrem Weg:

1. Jama Masjid: Die Moschee wur­de 1648 von Prin­zessin Jahanara Begum als wich­tigste Frei­t­agsmo­schee von Agra errichtet. Sie war über einen acht­e­ckigen Hof mit dem Stadttor verbunden bevor die briti­schen Kolo­ni­alherren den Bahnhof an der Stelle errichten ließen.

2. Vaidya Ramdutta Gali: In der alten Gasse ist noch der Geist von Vaidy Famdutt Shrama lebendig, einem der bedeu­ten­dsten Ayurveda-Ärzte. Medi­zi­ni­sche Kräuter werden rund um das Haus verkauft, in dem seine Nach­fahren bis heute nach seinem Vorbild prakti­zieren.

3. Manka­mes­hwar Tempel: Der stei­n­alte Shiva Tempel ist der Legende nach vom Gott Shiva persön­lich erbaut worden. Heute wird die größte sitzende Gott­heit von Agra täglich von tausenden von Pilgern besucht.

4. Balkon der Musikanten: Der Tempel von Bihari Ji, einer Inkar­na­tion des Gottes Krishna, wur­de 1880 erbaut und ist vor allem für seinen kunst­voll geschnitzten Balkon bekannt. Hier werden Brokatsäume für Saris, Hand­ta­schen o.ä. herge­stellt und verkauft.

5. Chidiyawala Mandir: Der Tempel der Gott­heit Shri Ram wur­de von der Familie Marwari 1931 errichtet.

6. Chitti Khana: der älteste Palast von Agra steht in einem der schönsten Winkel der Stadt umgeben von reich verzierten Häusern, die an den Reichtum der Moguln erin­nern.

7. Akbari Moschee: Bekannt ist vor allem die Fassade von gleich­ar­tigen Bögen, durch die man in die Gebetshalle gelangt. Sein Innenhof grenzt an den Kinari Basar an.

8. Patal Hanuman Tempel: Der Tempel ist dem Affengott geweiht, dem Herrn über die Unterwelt, der den Gott Rama und seinen Bruder vor dem Dämo­nen­könig Ahiravan gerettet hat.

9. Agra Fort 

Zu Gast im Trident Hilton von Agra

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das moderne 4-Sterne-Hotel hat etwas Abstand zu den lärm­enden Straßen von Agra und ist anspre­chend gestaltet, besonders die Rezep­tion, die Bar und das Restau­rant.

Die Zimmer haben durch­schnitt­liche Größe, aber einen schönen Blick ins Grüne. Ein Pool liegt im Zentrum der Anlage. Der Service ist freund­lich und aufmerksam. Abends gibt es ein reichhal­tiges Buffet oder ein à-la-carte Menü.

Transfer

Von Agra nach District Karauli

Am frühen Morgen steht der Besuch des Taj Mahals an. Herkömm­liche Fahrzeuge dürfen nicht bis ans Tor fahren, und so werden die letzten 200 Meter mit batte­rie­be­triebenen Fahrzeugen zurückge­legt. Auf diese Weise soll die Luft­ver­schmutzung redu­ziert werden.

Das Taj Mahal, mit Blick auf den Yamuna, steht am Nordende eines ausge­dehnten, von Mauern umge­benen Gartens. Die Anlage repräsen­tiert, einem islami­schen Prinzip folgend, das Para­dies – doch es handelt sich in erster Linie um das Denkmal einer großen Liebe. Sha Jahan ließ es als Grabmal für seine Lieb­lingsfrau, Arju­mund Bann Begum, besser bekannt unter ihrem offi­zi­ellen Palast­titel Mumtaz Mahal (Erwählte des Palastes) erbauen, die 1631 kurz nach der Geburt ihres 14. Kindes starb. 

Fahrt nach Rama­thra – eine lange Fahrt auf schlechten Straßen, die sich aber lohnt.

C

Ramathra

Die alte Festung von Rama­thra liegt roman­tisch in den Bergen von Rajasthan, wo Reisende das dörf­l­iche Indien fernab der Groß­städte kennenlernen können.

Hier sieht man noch Wasserbüffel bei der Arbeit, streu­n­ende Kühe, Kamele und alle Arten Federvieh. Mehrere Natur- und Wild­schutzgebiete liegen in der näheren Umge­bung, unter anderem das Keolaeo Ghana Bird Sanctuary und der Kaladevi National Park, der als Pufferzone für den Tiger­park von Rant­hambore einge­richtet wur­de.

Zu Gast im alten Fort

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Die Festung von 1645 war ursprüng­lich der Wohn­sitz einer Raij­puten-Dynastie. Nach langen Jahren des Verfalls haben die Nach­fahren der Besitzerfa­milie das Anwesen zu einem verträumten Landhotel umge­staltet, in dem die Gäste mit dem tradi­tionellen indi­schen Land­leben in Berüh­rung kommen. Es liegt fernab von allem Verkehrs­lärm, umgeben von einer anmu­tigen Hügel­landschaft, wo dank der Auffor­s­tungs­maß­nahmen der ursprüng­l­iche Busch wieder wächst.

Gäste werden inner­halb der Burgmauern in komfor­ta­blen und geräu­migen Zimmern unter­ge­bracht. Zum ange­nehmen Aufent­halt trägt auch die abwechs­lungs­reiche, lokal inspi­rierte Küche bei. Ausflüge im Jeep zu Natur­schau­plätzen, geführte Spaziergänge durch eines der Nach­bar­dörfer und Bootsfahrten auf dem See werden ange­boten.

Ausflug

Umgebung von Ramathra (halbtägig)

Rings um Rama­thra gibt es drei große Attrak­tionen: die dörf­lich geprägte Land­schaft, den See und das Fort.

Nach dem Früh­stück fahren Sie im Jeep zum Utgir Fort, den Höhlen­tem­peln und zur Schlucht von Chuaki. Zum Mittag­essen geht es zurück ins Hotel. Der Nach­mittag steht zur Besich­tigung des Forts auf eigene Faust zur Verfügung. Zum Sonnen­un­ter­gang gibt es einen Drink auf der alten Festungs­mauer.

Transfer

Von District Karauli nach Dist. Sawai Madhopur
Nach dem Früh­stück fährt man ohne Stopps zum Rant­hambore National Park, um möglichst früh im Camp anzu­kommen. Am Abend findet eine Fahrt im offenen Jeep durch den Natio­nal­park statt, die von einem eng­lisch­spra­chigen Ranger geleitet wird.
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Ranthambore National Park

Der Natio­nal­park zwischen den Aravalli- und den Vindy­a­bergen ist berühmt für seine Möglichkeit, Bengal­tiger in freier Wild­bahn zu beob­achten. Weitere dort lebende Raubtiere sind indi­sche Leoparden, Strei­fenhyänen, Lippen­bären, Goldschakale, Honigdachse, Rohrkatzen und Kleine Mungos. Orni­tho­logen haben bereits mehr als 270 Vogel­arten entdeckt. Die Land­schaft ist von Felsgebieten, Gras­land und Trockenwäl­dern geprägt, die oft kleine Bach­läufe säumen. 400 km² ist das Kern­gebiet des Parks groß; weitere Reservate dienen als Pufferzonen zwischen Mensch und Tiger, sodass die Gesamt­fläche von Rant­hambore fast 1.400 km² beträgt.

Öffnungs­zeiten des Rant­hambore Natio­nalparks:

01.10. – 31.10.  07:00 – 10:30 h  und  14:30 – 18:00 h
01.11. – 31.01.  07:00 – 10:30 h  und  14:00 – 15:30 h
01.02. – 31.03.  06:30 – 10:00 h  und  14:30 – 18:00 h
01.04. – 15.05.  06:00 – 09:30 h  und  15:00 – 16:30 h
15.05. – 30.06.  06:00 – 09:30 h  und  15:30 – 19:00 h

Zu Gast im Haus von Fateh Singh Rathore

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension

Fateh Singh Rathore war mehr als fünfzig Jahre lang Wildhüter in den Wäldern Rajast­hans. Seine bedeu­ten­dste Leis­tung war jedoch, den abge­holzten Wald von Rant­hambore in das berühm­teste Tiger­re­servat Indiens zu verwandeln.

2011 ist der eindrucksvolle Mann gestorben, kurz nachdem er Bill Clinton zu einem Tiger geführt hat. Sein Privat­haus ist heute ein kleines Boutique­hotel mit nur fünf Zimmern. Es hat viele Annehm­lichkeiten, etwa eine gute Küche mit haus­gemachten Speisen und Gewürzen oder einen kleinen Pool. Das wich­tigste ist jedoch das Erbe des berühmten Bewoh­ners, das überall noch sehr präsent ist.

Safari

Ranthambore National Park (2 Safaris)

Die Safari im offenen Jeep beginnt am frühen Morgen und führt in die Wildnis des Rant­hambore National Parks. Für fast alle Teil­nehmer ist es der Höhe­punkt, einen Tiger in freier Wild­bahn zu sehen. Auch wenn das nicht geschieht: Antilopen, Affen und eine Viel­zahl wunder­schöner Vögel gibt es eben­falls zu sehen.

Der Mittag ist zur freien Verfügung und am Nach­mittag stehen der Jeep, Fahrer und Guide für eine weitere Fahrt in den National Park zur Verfügung.

Transfer

Von Dist. Sawai Madhopur nach Jaipur

Auf halber Strecke liegt Lalsot, wo 1787 zwischen den Rajputen und Marathas eine wich­tige Schlacht stattgefunden hat. Heute hat der 30.000-Einwohner-Ort eine Analpha­be­tenquote von fast 50%. Etwa 20% der Bevöl­ke­rung ist unter 6 Jahre.

Der Nach­mittag steht zur freien Verfügung. Die Altstadt Jaipurs birgt eine große Faszi­na­tion für den Reisenden. Voll­ständig von Mauern umschlossen und mit ihrer einheit­li­chen rosa Farbe wirkt die Stadt wie ein Gesamtkunst­werk. Das Schlendern durch die pulsierenden Gassen ist am Spätnach­mittag besonders schön.

E

Jaipur

Verabschiedung von Ihrem Reiseleiter

Die 2,5-Millionen-Einwohner-Stadt zieht mit ihrer Altstadt, den großen Maha­ra­dscha­pa­lästen, aber auch mit den bunten Basaren zahlreiche Touristen an.

Die soge­nannte Pink City erhielt ihren rosa­roten Anstrich schon 1853 anläß­lich des Besuchs von Prinz Albert von England. Seither müssen alle Häuser der Altstadt in der tradi­tionellen Farbe der Gastfreundschaft gestri­chen werden. Berühm­testes Wahrzei­chen von Jaipur ist der Hawa Mahal, der 1799 erbaute Palast der Winde. Die fast 900 Fenster ermög­lichten es den Damen der besseren Gesellschaft, das Treiben auf der Straße zu beob­achten, ohne selbst von fremden Männern gesehen zu werden, was ihnen durch das Gesetz der Purdah verboten war. Von den oberen Stock­werken hat man einen fantas­ti­schen Blick auf den eben­falls bedeu­tenden Stadt­pa­last und die Altstadt. Beide sind zum Welterbe der UNESCO erhoben worden.

Zu Gast in einem Haveli nahe der Altstadt

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Haveli wur­de 1896 von Thakur Bhagwat Singhji, dem 15. Herr­scher von Mandawa, erbaut. Ursprüng­lich als städ­ti­sche Famili­enresidenz gedacht, wur­de das Haveli später in eine charak­tervolle Gäste­un­terkunft mit nur wenigen Zimmern umge­wandelt. Zentrum des Hauses ist der kunst­voll gestal­tete Innenhof. Im Spei­se­saal oder im Innenhof werden zum Cand­le­light Dinner neben indi­scher und konti­nen­taler Küche auch Speziali­täten aus Rajasthan serviert. Der Besitzer Durga Singh ist ein inter­essanter Gastgeber und eine wandelnde Enzyklo­pädie. Er legt viel Wert auf ein umwelt­freund­li­ches Konzept und verwendet auf seinem Grund­stück eine Biogas­anlage zum Kochen; zudem gibt es ein Solar­system und eine Wasser­recycling­anlage.

Vom Hotel aus kann man die Stadt auf eigene Faust erkunden. Morgens erschallt der Ruf des Muez­zins aus einer der Moscheen in der Umge­bung, ein Zeichen für ein multire­ligiöses Land.

Stadtbesichtigung

Jaipur (halbtägig) | 1x Eintrittsgeld pro Person

Als erstes wird das Fort Amber (ausge­spro­chen wird es Amer) mit seinen zahl­losen könig­li­chen Gemäc­hern besich­tigt. Als besonders sehens­wert gilt im ehema­ligen Königs­pa­last der Spiegel­saal. Das Innere dieses Saales ist mit einer Viel­zahl von kleinen Spiegeln deko­riert. Die Außen­fas­sade des Palastes ist aus weißem Marmor und rotem Sand­stein gestaltet. Der Blick von der Zitadelle, die von Raja Nansingh I. 1592 errichtet wur­de, auf die Aravalli Hügel zu allen Seiten ist fantas­tisch.

Auf dem Rückweg in die Stadt macht man Station am Stadt­pa­last, der heute ein Museum mit Bildern, Kostümen und Waffen aus dem 15. Jahr­hun­dert beherbergt. Von dort kommt man zu Fuß zu dem anmu­tigen Hawa Mahal, dem Palast der Winde, erbaut von Maha­ra­dscha Sawaj Pratap Singh. Das fünf­stö­ckige Gebäude erhebt sich über die Haupt­straße der Altstadt und die rosafarbenen Sand­steinfenster haben die Form eines halben Acht­ecks, die wunder­schön waben­artig durch­löchert sind. Es gibt die Möglichkeit, bis auf das Dach des Hawa Mahal zu steigen, um den herr­li­chen Blick auf die Stadt zu genießen.

Zum Abschluss der Tour wird das Observa­to­rium (Jantar Mantar) besucht, mit dessen Bau Jai Singh bereits 1748 begann. Insge­samt baute er fünf dieser Komplexe. Das Inter­esse des Herr­schers Jai Singh an Astro­nomie war weitaus größer als seine Tüch­tigkeit als Krieger. Heute zählt das Jantar Mantar zu den best­er­hal­tenen Bauwerken dieser Zeit.

Ein wuse­liger Basar wird zum Schluss der Tour in der Nähe des Hawa Mahals besucht.

Stadtbesichtigung

Kulturerbe Jaipur

Dauer: 2:30 h

Anders als andere indi­sche Städte, die meist chao­tisch gewachsen sind, wur­de die Pink City am Reißbrett geplant. Die neun Stadt­viertel werden von einer Mauer mit sieben Stadt­toren umgeben.

Bei dem Rundgang geht es nicht nur um Geschichte, sondern auch um Alltag, um Reli­gion, um Hand­werk und Märkte. Auf dem Programm stehen:
- die Besich­tigung eines Hauses, in der Kunst­gewerbe und Schmuck herge­stellt werden
- eine Begeg­nung mit Pilgern im Tempel zum tägl­i­chen Aarti (hindu­is­ti­sches Ritual zu Ehren der Götter)
- ein Treffen mit den Asketen eines Ashrams
- eine Kost­probe von Samosas, Pakoras und indi­schen Süßigkeiten an einem Straßen­stand
- Teetrinken bei einer Familie, die einen privaten Stadt­pa­last mit vielen Familienerb­stü­cken bewohnen

Ausflug

Abhaneri (ganztags)

Wander­schuhe, Hut und Sonnencreme mitbringen!
Nach nur zwei Stunden Auto­fahrt von Jaipur ist man am Stufenbrunnen von Abha­neri, einem der größten Architekturwunder Rajast­hans. Je nach Wasser­stand hat der Brunnen wegen der Stufenbauweise eine unter­schied­liche Ober­fläc­hengröße. Stufenbrunnen gehören zu origi­nellsten Beiträgen Indiens zur Welt­ar­chitektur. Im trockenen und fluss­armen Nordwesten, wo der jähr­liche Monsun nur wenige Wochen lang Regen bringt, war es notwendig, das für kurze Zeit reich­lich vorhan­dene Wasser zu spei­chern. Dies konnte in Zisternen und Brun­nen­schächten geschehen, doch sind die Nieder­schlags­mengen oft so enorm, dass auch größere Spei­cher gefüllt werden konnten, was für die wach­sende Bevöl­ke­rung im Hinter­land der Flüsse wichtig war. Dazu dienten die in das Erdreich versenkte Stufenbrunnen, die – wie alle Brunnen – an der Erdober­fläche eingezäunt oder ummauert werden mussten, um Verunr­ei­nigungen des Wassers durch Tiere zu vermeiden. 

Neben dem Brunnen steht ein Tempel aus dem 10. Jahr­hun­dert, der dem Gott der Freude, Harshat Mata, geweiht ist. Auch wenn heute ein größer Teil der Gebäudes in Ruinen liegt, kann man daran die Merkmale vergan­gener Kunst­epo­chen Indiens studieren. Auf dem Rückweg halten wir in einem verträumten Dorf und kehren in einem denkmalge­schützten Haus zum High Tea ein. Dort ist auch eine Bibliothek mit seltenen Werken unter­ge­bracht, unter anderem dem Tage­buch von Genral Amar Singh, der zwischen 1898 und 1942, 70.000 Seiten Notizen verfasst hat.

Verabschiedung von Ihrem Reiseleiter

Station: Travel Scope

12 Tage
ab 2.950,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Fahrzeug mit Fahrer
  • Reiseleiter (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Langstrecken-Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Oktober–März

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Gabi Rabe

Tel.: +49 (0)2268 92298-24


Elke Metternich

Tel.: +49 (0)2268 92298-71

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