Athlone

Am River Shannon: Athlone

Am River Shannon: Athlone

Flussstädtchen in der Mitte Irlands

Die Stadt mit 20.000 Einwohnern liegt am Fluss Shannon und dem südlichen Ende des schilfumwachsenen Lough Ree ungefähr am geografischen Mittelpunkt Irlands. Tatsächlich war sie immer auch eine umkämpfte Grenzstadt, wovon die Burg im Zentrum zeugt. Athlone Castle wurde seit dem 13. Jahrhundert mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Heute beherbergt sie das Tourist Office.



Sehenswürdigkeiten Athlone


Lough Ree

Sagenumwobene Königinnen und pilzförmige Steine

Der zweitgrößte und mittlere Hauptsee im Lauf des Shannon liegt eingebettet zwischen den Countys Longford, Westmeath und Roscommon. Der Lough Ree ist bei Anglern und Bootfahrern beliebt. Erreichbar ist der Lough Ree von Athlone am Südende des Sees aus, wo sich ein Hafen befindet. Im nördlichen Teil des Sees liegt die Insel Inchcleraun (irisch Inis Cloithrinn) mit den Überresten eines frühchristlichen Klosters. Der Legende nach soll dort die sagenumwobene Königin Medb getötet worden sein. Etwa in der Mitte der Westseite des Lough Ree an dessen Engstelle zwischen dem nördlichen und südlichen See liegt Rindoon, eine geschichtsträchtige Halbinsel. In der Umgebung des Sees finden sich viele sogenannte mushroom stones, das sind pilzförmige Kalksteinformationen, die durch Ausspülung durch das Wasser entstanden sind.


Clonmacnoise

Mystische Klosterruine

Die Geschichte der einzigartigen Klosterruine am Ufer des Shannon Riversreicht reicht in die frühchristliche Zeit zurück. 548 wurde das Kloster gegründet, das wegen seiner zentralen Lage an Wasser- und Landstraßen bald eine Blüte erlebte. 700 Jahre lang wurden auf dem weitläufigen Gelände immer wieder Kapellen und Kirchen errichtet. Im 12. Jahrhundert war das Kloster kultureller und geistlicher Mittelpunkt Irlands. Mit der Ankunft der Wikinger begann der Niedergang. Danach brandschatzten die Normannen das Kloster. Oliver Cromwell schließlich ließ Clonmacnoise und viele andere irischen Klöster vernichten. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn man sich dem Ort, der seit 1877 ein nationales Denkmal ist, per Boot vom Shannon aus nähert.


Shannon

Größter Fluss der Britischen Inseln

Der längste und wasserreichste Fluss der Britischen Inseln ist 370 Kilometer lang. Von seiner Quelle in den Cuilcagh Mountains 76 Meter über dem Meer bis zu seiner Mündung bei Limerick durchfließt er zahllose Seen und Wasserarme. Der Shannon bildet das Rückgrat eines verzweigten Kanalsystems, das etwa ein Viertel der Fläche Irlands überzieht. Während des Mittelalters wurden Burgen an seinen Ufern gebaut, um die Grenze zwischen Leinster und Connacht zu sichern. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Einzug der Eisenbahn war der Shannon der Hauptverkehrsweg in der Region. Heute trifft man vor allem Urlauber, die mit dem Hausboot durch die Flussidylle tuckern.


Birr Castle

Bilderbuchschloss im Landschaftspark

Das Schloss von Anfang des 17. Jahrhunderts hat eine wechselvolle Geschichte mit Belagerungen und Umbauten. Es liegt in einem phantastischen Garten aus dem 18. Jahrhundert mit über 1.000 verschiedenen Baum- und Straucharten und einer Buchsbaumhecke, die über 200 Jahre alt sein soll. Wenn im Frühjahr die Magnolien blühen, ist der Park besonders reizvoll.

Nähere Informationen:
www.birrcastle.com


Belvedere House and Gardens

Vom Jagdschloss zum Goldenen Käfig

Das prachtvolle Anwesen mit schönem Blick auf Lough Ennell wurde 1740 für den First Earl of Belvedere als Jagdschloss errichtet. Als er sich nach seiner Hochzeit entschied, das Anwesen zu seinem Hauptwohnsitz zu machen. wurde Belvedere noch einmal aufwändig umgebaut. Ein französischer Architekt verzierte die Decken mit Stuck. Die Arbeiten gehören zu den kostbarsten ihrer Art in Irland. Doch schon bald nach der Hochzeit wurde Earl eifersüchtig. Er beschuldigte seine Frau des Ehebruchs mit seinem jüngeren Bruder und ließ vor dessen Haus eine Mauer bauen. Erst nach seinem Tod wurde die Ehefrau aus ihrem Goldenen Käfig befreit. Die „jealous Wall“ steht noch heute. Sehenswert sind auch die Parkanlagen.


Turoe-Stein

Magischer Pfeiler aus vorchristlicher Zeit

Der ein Meter hohe, behauene Granitstein aus vorchristlicher Zeit stand ursprünglich in einem prähistorischen Ringwall im einige Kilometer entfernten Rath of Feerwore. Die Forschung vermutet heute, das man dem phallus-förmigen Pfeiler im 1. Jahrhundert nach Christus hier aufgestellt hat, weil man ihm magische Kräfte zuschrieb. Später wurde der Stein „christianisiert“.




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