Irlands Süden: Subtropische Pflanzen im Einfluss des Golfstroms

Irlands Süden

Blarney Castle im Süden Irlands

Blarney Castle im Süden Irlands

Subtropische Pflanzen im Einfluss des Golfstroms

Die Grafschaften Cork und Kerry werden klimatisch vom Golfstrom begünstigt. Subtropische Pflanzen, Palmen, Fuchsienhecken und Rhododendronhaine sorgen für eine südliche Atmosphäre. Hinter der sanften Küste erheben gibt es idyllische Dörfer, romantische Castles und klare Seen entdecken. Dahinter erheben sich Irlands höchste Berge. Höhepunkte im Süden sind die Regionen Killarney und Dingle sowie die zweitgrößte Stadt der Insel, die Hafenstadt Cork.



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Sehenswürdigkeiten Irlands Süden

Auf den Purple Mountain

Gratwanderung hoch über dem Gap of Dunloe

Westlich des Killarney National Park lockt ein beliebter Ausflugsort, das Gap of Dunloe. Die Schlucht ist eine Hinterlassenschaft der eiszeitlichen Gletscher mit Wasserfällen und drei Seen. Die Tour führt über den Tomies Rock und über den Tomies Mountain zum Purple Mountain. Im Westen hat man einen wundervollen Einblick in die Macgillycuddy’s Reeks. (Hin und zurück: 15,1 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 970 Meter)

Carrauntoo Hill

Über die Teufelsleiter zum höchsten Berg Irlands

Der Carrantuohill (irisch Corrán Tuathail) ist mit 1.039 Metern die höchste Erhebung der irischen Insel. Er liegt im Südwesten der Insel im County Kerry und gehört zu den Macgillycuddy’s Reeks. Ein etwa fünf Meter hohes Metallkreuz ziert den Gipfel. Der Berg wird von Norden entlang Hag’s Glen und über die steile wasserführende Devil’s Ladder bestiegen. Spezielle Gebirgsausrüstung ist nicht erforderlich. Trittsicherheit und gute Bergstiefel sind jedoch in der Devil’s Ladder angebracht. Lose Steine und Geröll erschweren den Aufstieg. Die Wetterbedingungen sind wechselhaft. Bei Regen oder dichten Wolken ist ein Aufstieg gefährlich, da die Devil’s Ladder dann viel Wasser führen kann und rutschig ist. (Hin und zurück: 12 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab 898 Meter)

Doneraile Wildlife Park

Landschaftspakr aus dem 18. Jahrhundert

Die Anlage mit über 160 Hektar ist ein herausragendes Beispiel für einen Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist im sogenannten Capability Brown-Stil angelegt ,der zruückgeht auf den berühmtesten Landschaftsarchitekten des 18. Jahrhunderts, Lancelot Brown. Sein Eifer, Möglichkeiten (englisch capabilities) zur Umgestaltung vorhandener alter Gartenanlagen zu finden, verhalfen ihm zu seinem Beinamen Capability Brown. Alte Laubbaumhaine, mehrere restaurierte Wasserspiele und eine Reihe von Hirschrudeln können entlang der vielen Wege im Park besichtigt werden. Doneraile Court, die ehemalige Residenz der Familie St. Leger, liegt im Park.

Drombeg Stone Circle

Altar der Druiden

Der Steinkreis mit einem Durchmesser von mehr als neun Metern besteht aus 17 eng beieinander stehenden Steinen, von denen einer flach liegt (recumbent stone). Er wird manchmal als „Opfertisch“ bezeichnet. Aufgrund der Steinsetzungen vermutet man einen Zusammenhang mit der Wintersonnenwende. Während der Ausgrabungen wurden ungefähr in der Mitte des Kreises ein Topf mit den von einem dicken Tuch umhüllten verbrannten Knochen eines Jugendlichen gefunden. Die Radiokohlenstoffdatierung ergab, dass er zu Beginn des ersten vorchristlichen Jahrtausends lebte.

Zur Website:
www.megalithicireland.com

Gap of Dunloe

Mit der Kutsche über einen Gebirgspass

Der schmale Pass windet sich in Nord-Süd-Richtung von den MacGillycuddy's Reeks zum Purple Mountain. Auf einer Strecke von elf Kilometern kommt man an fünf Seen vorbei, die durch den River Loe miteinander verbunden sind. Wer über die Wishing Bridge zwischen den ersten beiden Seen geht, darf sich etwas wünschen. Es wird in Erfüllung gehen, aber nur wenn der Wunsch genau in der Mitte der Brücke gewünscht wurde. Seit Pferde und Kutschen die Menschen über den Pass bringen, ist das Gap of Dunloe zu einer kleinen Attraktion geworden. Wer nach 16:30 Uhr kommt, kann sich auf spektakuläre Sonnenuntergänge freuen.

Gougane Barra Forest Park

Wälder, Moore und ein Heiliger

Der knapp 150 Hektar große Park schützt eine anmutige Wald-, Heide- und Moorlandschaft im Tal der Sheehy-Berge. Die Kiefernwälder, die schroffen Felsen und der Panoramablick über den See erinnern ein wenig an die kanadischen Rockies. Auf einer Insel im See findet man noch Spuren des frühchristlichen Klosters, das der Heilige Finbarr dort im 6. Jahrhundert gründete. Insgesamt führen sechs kürzere Spazierwege durch den Park.

Killarney

Blaue Seen, mildes Klima

Der Killarney National Park (über 10.000 Hektar) schützt eine der schönsten Landschaften Irlands. Im Zentrum liegen drei blaue Seen, die aufgrund des milden Klimas von einer eigentümlichen, fast subtropischen Landschaft umgeben sind. Riesenfarne, Erdbeerbäume, Bambuswälder und riesige Rhododendren überziehen die Hügellandschaft. Man kann den Park auf eigene Faust erkunden oder geführte Touren buchen, die z. B. Boots- und Kutschfahrten kombinieren.

Nähere Informationen:
www.killarney.ie

Ladies View

Aussicht über den Killarney Park

Einen Überblick über den Upper Lake und die Wunderwelt des Killarney Parks erhält man vom Ladies View aus, einem beliebten Haltepunkt am Ring of Kerry, den schon die Hofdamen Königin Victorias nutzten. Dort existiert ein gut ausgebautes Netz ausgeschilderter Wanderwege, die rund um die Seen und an den Hängen der umgebenden Berge entlangführen. Auch der Fernwanderweg Kerry Way durchquert die Gegend.

Mizen Head

Irlands malerische Südwestspitze

Die pittoreske Südwestspitze Irlands liegt nahe dem Dorf Crookhaven und hat einen geschützten Hafen. Marconi kam hierher, um seine erste Radiomitteilung über den Atlantik zu senden und um mit vorbeifahrenden Schiffen zu kommunizieren. Über eine Brücke kann man zum Leuchtturm und zum Mizen Head Visitor Centre auf der vorgelagerten Klippe gelangen, wo die raue Brandung des Atlantiks hohe Gischt schlägt.

Muckross House and Gardens

Irisches Märchenschloss in großem Park

Der herrschaftliche Ansitz liegt südlich von Killarney, wo er das Herzstück des Bourn Vincent Memorial Park bildet. Es wurde um 1840 nach Plänen eines schottischen Architekten am Ufer des Muckross Lake errichtet. Die Auftraggeber waren Henry Arthur Herbert und dessen Gattin Mary Balfour Herbert, eine Landschaftsmalerin. Der Höhepunkt in der Geschichte des Hauses war der Kurzbesuch von Königin Victoria im Jahre 1861, der die Herberts ein Vermögen kostete. Die Verschuldung führte schließlich zum Bankrott der Familie und dem Verkauf des Anwesens. Heute gibt es auf dem weitläufigen Gelände eine traditionelle Farm und mehrere Gärten.

Enthalten in:
OPW Heritage Card

Nähere Informationen:
www.muckross-house.ie

Ross Castle

Sitz eines mittelalterlichen Clan-Führers

Die Festung aus dem 15. Jahrhundert gilt als typische Burg eines mittelalterlichen irischen Clan-Führers. Sie hat einen Innenhof, der mit Zwischenmauern und Türmen befestigt ist. Von den runden Türmen sind heute noch zwei erhalten. Die kleinen Fenster sowie die schmalen, unregelmäßigen Wendeltreppen waren für die Verteidigung ausgelegt. Nachdem mehrere Besitzer das Anwesen ruiniert hatten, ging das Anwesen 1979 in Staatsbesitz über und wurde sorgfältig restauriert. Das Castle ist vom Seeufer aus zugänglich und Ausgangspunkt für Bootsfahrten zu zwei kleinen Inseln im Lough Leane, wo die Überreste mittelalterlicher Klöster zu finden sind.

Enthalten in:
OPW Heritage Card

Sheep's Head

Menschenleeres Wanderparadies

Die Mizen Halbinsel hat die Form zweier Finger, von denen der nördliche „Sheep’s Head“ (oder Muntervary, irisch Rinn Mhuintir Bháire) genannt wird und zu den abgeschiedensten Regionen der gesamten Insel gehört. Ringstraßen, an denen die winzigen Orte Crookhaven, Goleen, Schull und Toormore liegen, erschließen die zweigeteilte Halbinsel. Die Halbinsel Sheep’s Head ist menschenleer und von Durrus bis zu ihrem Ende nur 16 Meilen lang, also ideal für ungestörte Radtouren. Zur Spitze von Sheep’s Head führt einer der wenigen ausgeschilderten Rundwanderwege in West Cork.

Skellig Michael

Schwer zugängliche Mönchsinsel

Die 22 Hektar große Insel beherbergt eines der bekanntesten, jedoch auch am schwersten zugänglichen mittelalterlichen Klöster Irlands. Der „Michaelsfelsen“ wurde wahrscheinlich im 7. Jahrhundert auf der steilen Insel vor Kerry gegründet. Die Mönchssiedlung klebt unterhalb der Felsenspitze in einer Höhe von 180 Metern über dem Meer. Wer von der Anlegestelle dorthin gehen möchte, muss fast 600 Stufen erklimmen. Dabei wird man je nach Jahreszeit auch von zahllosen Papageitauchern eskortiert. Täglich pendeln Boote zwischen dem Festland und Skellig Michael, die interessierte Besucher zum Kloster bringen. Dabei wird auch die Insel Little Skellig nah umfahren, wo mit 27.000 Brutpaaren eine der größten Basstölpel Kolonie der Welt ist. Betreten darf man die geschützte Vogelinsel jedoch nicht.

Steinkreis von Kenmare

Rätselhafter Druidenkreis mit Steingrab

Der Druid's Circle liegt am Rand von Kenmare unweit der Cromwell’s Bridge (Glengarriff), einer der ältesten Brücken in Irland. Im Gegensatz zu vielen anderen Steinkreisen Irlands ist er eiförmig (17,4 × 15,8 m) und hat im Zentrum ein kistenförmiges Steingrab mit einem etwa zwei Meter langen Deckstein, der sieben Tonnen wiegt. Der Kreis aus 15 großen Steinen, von denen 13 stehen und zwei im Norden umgestürzt sind, ist der größte im County Kerry. Diese Steinkreise haben stets ungerade Steinzahlen, die zwischen 5 und 17 liegen.

Valentia Island

Subtropische Gärten in mildem Mikroklima

Die elf Kilometer lange und drei Kilometer breite Insel vor der Küste von Kerry gehört zu den westlichsten bewohnten Inseln Europas, weshalb auch das erste Transatlantikkabel 1857 hier begann. Valentia Island ist mit dem Festland über eine Brücke bei Portmagee verbunden. Eine Ringstraße führt zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Im Nordosten kommt man zum Glanleam House, dessen Garten das mildeste Mikroklima in ganz Irland hat. Er wurde bereits in den 1830er-Jahren angelegt und beherbergt subtropische Pflanzen der südlichen Hemisphere. Eine weitere Attraktion der Insel ist die Mariengrotte in einem ehemaligen Steinbruch.



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