Mýrdalsjökull: Aktiver Vulkan unter einem Gletscher
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Mýrdalsjökull

Am Vulkan Katla: Mýrdalsjökull

Am Vulkan Katla: Mýrdalsjökull

Aktiver Vulkan unter einem Gletscher

Der Plateaugletscher im Süden Islands ist mit einer Fläche von fast 600 Quadratkilometern der viertgrößte Gletscher Islands. Unter dem Gletscher verborgen brodelt der Vulkan Katla, der vor 10.000 Jahren explodiert ist und ein riesiges Loch gerissen hat. Übrig geblieben ist ein Kessel von über 100 Quadratkilometern, der heute zur Gänze mit Gletschereis gefüllt ist. Manchmal bricht der Vulkan noch aus. Dann tauen große Teile des Gletschers und es ergießen sich gewaltige Ströme über die Ebenen. Vor dem Ausbau der Ringstraße war die Fahrt zwischen Gletscher und Meer gefährlich – wegen der reißenden Ströme, die durchquert werden mussten. Die Überquerung der von Flüssen durchzogenen Ebene konnte viele Tage dauern; heute dauert die Fahrt nur noch eine Stunde.



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Sehenswürdigkeiten Mýrdalsjökull

Auf den Valahnúkur

Zwischen Gletschern und Vulkanen

Die Wanderung beginnt an der Hütte in Langidalur, wohin man sich am besten mit dem Unimog-Bus bringen lässt. Von dort geht es sachte auf einen Berg mit Aussicht über das Þórsmörk, den Gletscherfluss Krossa und den Eyafjallajöküll. Auf dem Rückweg wartet eine leichte Kletterei. (Hin und zurück: 2 Stunden, 5,9 Kilometer, auf und ab: 300 Meter)

Eyjafjallajöküll

Islands berühmtester Gletschervulkan

Der „Inselberggletscher“ ist mit einer Fläche von 78 Quadratkilometern der sechstgrößte auf Island. Seine größte Höhe beträgt 1651 Meter. Seine Auslassgletscher reichen bis ins Tal auf 150 Metern über dem Meer. Unter dem Eis befindet sich der aktive Vulkan Eyjafjöll mit einer eigenen Magmakammer. Die ältesten Gesteinsschichten sind 800.000 Jahre alt. Sie sind als flüssige, 1200 Grad heiße Lava aus dem Erdinneren gequollen. Seit der Besiedlung Islands brach der Vulkans allerdings erst viermal aus, zuletzt im Frühjahr 2010, als er den Flugverkehr in halb Europa lahmlegte. Islandexperten und erfahrene Bergsteiger halten die Wanderung zum Gipfel für die schönste Bergsteigertour auf Island. Sie beginnt im Wanderparadies Pórsmörk und führt durch dampfende Lava zum Krater. Wegen der extremen Anstrengung ist die Tour gewöhnlichen Urlaubern nicht zu empfehlen. (Hin und zurück 8 Stunden, 18 Kilometer, auf und ab 870 Meter)

Reynisfjara

Sturmumtoste Felsen am schwarzen Vulkanstrand

Der Strand zwischen Örafi und Djupivogur beeindruckt mit schwarzem Sand und dramatisch abfallenden Klippen. Die Brandung braust gegen vorgelagerte Felsen und merkwürdigen ausgewaschenen Steinformationen, die einer Pyramide ähneln. In der Region fühlen sich Papageientaucher, Eissturmvögel und Trottellumme wohl, deren abenteuerliche Sturzflüge man vom Strand aus bewundern kann. Manchmal schwemmt die Strömung Eisbrocken an, die auf dem schwarzen Kies tolle Fotomotive bieten. Auch wenn der Strand schön zum Ansehen ist – baden sollte man auf keinen Fall wegen der heimtückischen Strömungen und dem starken Wellengang.

Seljavallalaug

Thermalbad in einem einsamen Tal

Das 1923 gebaute Freibad liegt versteckt in einer kleinen Schlucht am Fuß des Eyjafjallajökull. Vom Parkplatz, der zu einem modernen Schwimmbad gehört, muss man noch einmal 20 Minuten durch ein immer enger werdendes Tal gehen. Zugegeben, die Anlage ist ein bisschen verfallen, aber die Umkleiden sind noch nutzbar. Dennoch lohnt das 28 Meter lange und 10 Meter breite Becken einen Besuch. Das Wasser strömt direkt aus dem Felsen und hat eine Temperatur von 30 bis 35 Grad.

Skógafoss

Wasservorhang von 25 Metern Breite

Unterhalb des Eyjafjallajökull stürzt der Gletscherfluss Skoga über einen Felsen und bildet einen der eindrucksvollsten Wasserfälle und beliebtesten Fotomotive Islands. Der Wasservorhang ist über 25 Meter breit und insgesamt 60 Meter hoch. An der östlichen Seite des Wasserfalls führt ein mehrtägiger Trekkingpfad, der Laugavegur (Quellenweg), hinauf zum Pass Fimmvörðuháls und weiter über die Þórsmörk nach Landmannalaugar.

Skógar

Heimatmuseum vom einsamen Leben

Das Heimatmuseum von Skogar gibt einen Eindruck vom isländischen Landleben früherer Jahrhunderte. Mehrere Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind hier originalgetreu aufgebaut worden, darunter grasgedeckte Torfhöfe, eine Kirche und eine kleine Schule. Auch ein Verkehrsmuseum mit einer großen Halle voller Autos, Boote und kleiner Flugzeuge sowie ein größeres Museumsgebäude mit Gebrauchsgegenständen und Kunsthandwerk befinden sich dort. Sehr anschaulich ist es, wenn die Fjalaköttur (Brettkatze) vorgeführt wird, bei der ein schwerer Stein auf einem Brett als Mausefalle fungiert. Weitere Exponate sind die aus Wolle gestrickten Hammel-Kondome und die Kuhblase, die zur Wettervorhersage verwendet wurde.

Zur Website:
www.skogasafn.is

Solheimasandur Flugzeugwrack

Relikt eines mysteriösen Absturzes

An einem kalten Novemberabend im Jahr 1973 sank das Flugzeug der US Navy aus dem isländischen Himmel auf den Lavastrand von Solheimasandur. Bis heute ist nicht genau bekannt, warum die Maschine, eine Douglas C-117D, damals notlanden musste. Manche Quellen berichten von einem Treibstoffmangel, der das Flugzeug zum Landen zwang, andere erzählen von heldenhaften Piloten, die die Maschine in größter Not sicher durch ein Unwetter sicher zum Grund steuerten. Welche Version auch immer stimmen mag – niemand aus der Crew wurde verletzt. In den Tagen darauf demontieren Bergungsteams der Navy jene Teile, wie die Instrumente aus dem Cockpit, die Triebwerke und Flügel, die noch verwendbar erschienen. Der ausgehöhlte Rumpf bleibt jedoch auf dem schwarzen Sand zurück, um Jahrzehnte später zu einem der meist besuchtesten Orte des Landes zu werden. Spätestens seitdem es als Kulisse für ein Musikvideo des kanadischen Superstars Justin Bieber diente, ist das Wrack weltbekannt. Die plötzliche Berühmtheit führte zu solch einem Besucheransturm, dass die Zufahrt zum Gelände für Autos sogar gesperrt wurde. Mittlerweile ist die Absturzstelle nur noch zu Fuß erreichbar. Entlang eines mit Holzpfosten abgesteckten Pfades führt der Weg durch die Ödnis. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Ringstraße.

Vogelklippen bei Vík

Eissturmvögel und Papageientaucher am Aussichtsfelsen

Das 300-Seelen-Dorf Vík ist der südlichste Ort Islands. Vor dem Strand aus schwarzer Lava ist die See meist aufgewühlt. Die Steilküste ist ein wahres Vogelparadies, vor allem für Papageientaucher und Eissturmvögel. Ein kurzer Weg führt auf den südlich gelegenen Vogelfelsen, von dem man an guten Tagen eine faszinierende Aussicht über den Atlantik hat. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,7 Kilometer, auf und ab: 320 Meter)

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