Mýrdalsjökull

Am Vulkan Katla: Mýrdalsjökull

Am Vulkan Katla: Mýrdalsjökull

Aktiver Vulkan unter einem Gletscher

Der Plateaugletscher im Süden Islands ist mit einer Fläche von fast 600 Quadratkilometern der viertgrößte Gletscher Islands. Unter dem Gletscher verborgen brodelt der Vulkan Katla, der vor 10.000 Jahren explodiert ist und ein riesiges Loch gerissen hat. Übrig geblieben ist ein Kessel von über 100 Quadratkilometern, der heute zur Gänze mit Gletschereis gefüllt ist. Manchmal bricht der Vulkan noch aus. Dann tauen große Teile des Gletschers und es ergießen sich gewaltige Ströme über die Ebenen. Vor dem Ausbau der Ringstraße war die Fahrt zwischen Gletscher und Meer gefährlich – wegen der reißenden Ströme, die durchquert werden mussten. Die Überquerung der von Flüssen durchzogenen Ebene konnte viele Tage dauern; heute dauert die Fahrt nur noch eine Stunde.



Sehenswürdigkeiten Mýrdalsjökull


Skógafoss

Wasservorhang von 25 Metern Breite

Unterhalb des Eyjafjallajökull stürzt der Gletscherfluss Skoga über einen Felsen und bildet einen der eindrucksvollsten Wasserfälle und beliebtesten Fotomotive Islands. Der Wasservorhang ist über 25 Meter breit und insgesamt 60 Meter hoch. An der östlichen Seite des Wasserfalls führt ein mehrtägiger Trekkingpfad, der Laugavegur (Quellenweg), hinauf zum Pass Fimmvörðuháls und weiter über die Þórsmörk nach Landmannalaugar. 


Skógar

Heimatmuseum vom einsamen Leben

Das Heimatmuseum von Skogar gibt einen Eindruck vom isländischen Landleben früherer Jahrhunderte. Mehrere Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind hier originalgetreu aufgebaut worden, darunter grasgedeckte Torfhöfe, eine Kirche und eine kleine Schule. Auch ein Verkehrsmuseum mit einer großen Halle voller Autos, Boote und kleiner Flugzeuge sowie ein größeres Museumsgebäude mit Gebrauchsgegenständen und Kunsthandwerk befinden sich dort. Sehr anschaulich ist es, wenn die Fjalaköttur (Brettkatze) vorgeführt wird, bei der ein schwerer Stein auf einem Brett als Mausefalle fungiert. Weitere Exponate sind die aus Wolle gestrickten Hammel-Kondome und die Kuhblase, die zur Wettervorhersage verwendet wurde. 

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Seljavallalaug

Thermalbad in einem einsamen Tal

Das 1923 gebaute Freibad liegt versteckt in einer kleinen Schlucht am Fuß des Eyjafjallajökull. Vom Parkplatz, der zu einem modernen Schwimmbad gehört, muss man noch einmal 20 Minuten durch ein immer enger werdendes Tal gehen. Zugegeben, die Anlage ist ein bisschen verfallen, aber die Umkleiden sind noch nutzbar. Dennoch lohnt das 28 Meter lange und 10 Meter breite Becken einen Besuch. Das Wasser strömt direkt aus dem Felsen und hat eine Temperatur von 30 bis 35 Grad.


Vogelklippen bei Vík

Eissturmvögel und Papageientaucher am Aussichtsfelsen

Das 300-Seelen-Dorf Vík ist der südlichste Ort Islands. Vor dem Strand aus schwarzer Lava ist die See meist aufgewühlt. Die Steilküste ist ein wahres Vogelparadies, vor allem für Papageientaucher und Eissturmvögel. Ein kurzer Weg führt auf den südlich gelegenen Vogelfelsen, von dem man an guten Tagen eine faszinierende Aussicht über den Atlantik hat. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,7 Kilometer, auf und ab: 320 Meter)

Umfulana Route


Reynisfjara

Sturmumtoste Felsen am schwarzen Vulkanstrand

Der Strand zwischen Örafi und Djupivogur beeindruckt mit schwarzem Sand und dramatisch abfallenden Klippen. Die Brandung braust gegen vorgelagerte Felsen und merkwürdigen ausgewaschenen Steinformationen, die einer Pyramide ähneln. In der Region fühlen sich Papageientaucher, Eissturmvögel und Trottellumme wohl, deren abenteuerliche Sturzflüge man vom Strand aus bewundern kann.  Manchmal schwemmt die Strömung Eisbrocken an, die auf dem schwarzen Kies tolle Fotomotive bieten. Auch wenn der Strand schön zum Ansehen ist – baden sollte man auf keinen Fall wegen der heimtückischen Strömungen und dem starken Wellengang.


Vulkan Bláhnúkur

Aussichtsberg in blaugrüner Landschaft

Der 943 Meter hohe Vulkan besteht zum größten Teil aus Pechstein (Rhyolith), das entsteht, wenn ein Vulkan unter Eiszeitgletschern ausbricht. Seine blaugrüne Färbung bildet einen interessanten Kontrast zu den Schneefeldern, die auch im Sommer nicht schmelzen. Von Landmannalaugar im isländischen Hochland führt ein bequemer Weg auf den Aussichtsberg. (hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,6 Kilometer, auf und ab: 290 Meter)

Umfulana Route


Landmannalaugar

Wandern im vulkanischen Wunderland

Das unter Naturschutz Gebiet am Vulkan Hekla gilt als eines der schönsten der Insel, was an den vulkanischen Erscheinungen und den bunten Bergen liegt. Aus graublauem Pechstein besteht der Vulkan Bláhnjúkur. Der Brennisteinsalda glänzt rötlich braun. Dazu kommen bläuliche Kalkstellen, grüne Mosse und weiße Schneereste. Im Gebiet Laugahraun steht eine Berghütte, wo man in einem dampfenden Bach baden kann. Zahlreiche Wanderungen führen durch das vielseitige Land. Ein markierter, einfacher Rundweg führt an seinem Fuße entlang durch die Schlucht Grænagil, auf das Lavafeld Laugahraun und an den Fumarolen und Schlammtöpfen beim Vulkan Brennisteinsalda vorbei über den Laugavegur wieder zurück nach Landmannalaugar.




Weitere Sehenswürdigkeiten Mýrdalsjökull

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