Vestfirðir

Unbehauste Wildnis: Vestfirðir

Unbehauste Wildnis: Vestfirðir

Dramatische Wildnis, grenzenlose Einsamkeit

Mit dem Rest von Island sind die Westfjorde nur über einen schmalen Landhals verbunden.  Im Nordwesten liegt die Dänemarkstraße (isländisch: Grænlandssund) und im Nordosten die Grönlandsee. Die grandiosen Fjorde im Westen reichen tief ins Land hinein, weshalb die Landwege sehr weit sind. Vestfirðir ist extrem dünn besiedelt und leidet unter der Landflucht. Auf einen Quadratkilometer kommt heute weniger als ein Einwohner, was an der Abgelegenheit der Halbinsel liegt. Bei Unwetter und Schnee sind die Schotterstraßen manchmal unpassierbar. Wer Einsamkeit und dramatische Landschaften sucht, wird sie an diesem äußersten Vorposten Europas finden.



Sehenswürdigkeiten Vestfirðir


Dynjandifoss

Schönster Wasserfall auf den Westfjorden

Der schönste Wasserfall in den Westfjorden ist 100 Meter hoch und breit aufgefächert. Im Sommer stürzen hier bis zu acht Kubikmeter in der Sekunde herab. Unterhalb des großen Fjallfoss folgen noch fünf kleinere Wasserfälle. (hin und zurück: 0:45 Stunde, 1,5 Kilometer, auf und ab: 150 Meter)

Route


Ísafjörður

Eingezwängt zwischen den schroffen Bergen des Eyrarfjall und des Kikjubóslsfjall liegt die Stadt mit 2500 Einwohnern, die vor allem von der Fischerei lebt. Sie liegt auf einer Sandbank im Fjord, die immer wieder aufgeschüttet wurde, um Neuland zu gewinnen. Heute reicht die Halbinsel schon fast von einem Ufer zum anderen. Wer den Norden der Westfjorde erkunden will, findet in der über 1.100 Jahre alten Stadt eine gute Basis.


Mýrarfjall

Aussichtsberg über dem Dyrafjördur

Der Berg Mýrarfjall thront 675 Meter über dem Meer und bietet eine phantastische Aussicht über den Fjord Dyrafjördur und den Atlantik im Westen. Vom Parkplatz aus ist der Anstieg einfach. Er führt immer auf dem Kamm entlang. Wer anschließend auf der Straße noch ein paar Kilometer nach Westen fährt, kommt nach Nupur, wo ein Pastor neben seiner  Kirche 1909 einen für Island einzigartigen botanischen Garten angelegt hat. (hin und zurück: 1:45 Stunde, 4,7 Kilometer, auf und ab: 190 Meter)

Umfulana Route


Raudisandur

Wilde, schöne Einsamkeit

Der rötliche-weiße Sandstrand lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Steile Felsen ragen aus der endlosen Sandfläche an der Bucht. Bei Ebbe wird der Strand fast einen Kilomter breit. Doch Vorsicht bei Flut: dann strömt das Wasser im Schritttempo landeinwärts. Bisher ist Raudisandur vom Tourismus noch unentdeckt, sodass man meist allein zwischen Wasser, Himmel und Erde ist – ein Inbegriff für die einsame Schönheit der Westfjorde.


Látrabjarg

Vogelparadies an der Steilküste im Westen Islands

Islands äußerste Westspitze könnte kaum einsamer sein. Bis zum Leuchtturm gibt es noch eine holprige Schotterstraße. Am Parkplatz beginnt dann eine 14 Kilometer lange, spektakuläre Steilküste, die bis zu 450 Meter senkrecht aus dem Meer ragt. Die Klippen sind ein Paradies für Millionen von Seevögeln: Papageitaucher brüten hier im Frühsommer bis Anfang August direkt unterhalb des Weges, der am Klippenrand entlang führt. Weiter unten haben andere Vogelarten ihre Nester, darunter Eissturmvögel und Dreizehenmöwen. Südöstlich liegt eine der gefürchtetsten Schiffspassagen Islands, in der schon viele Schiffe versunken sind.

Route




Reisebeispiele Vestfirðir

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