Tröllaskagi

Gebirgige Halbinsel: Tröllaskagi

Gebirgige Halbinsel: Tröllaskagi

Gebirgige Troll-Halbinsel

Tröllaskagi, die „Troll-Halbinsel“, liegt im Norden Islands nordwestlich der Stadt Akureyri. Viele Berge erreichen Höhen über 1000 Metern. Die Eiszeit hat dort viele kleine Gletscher zurückgelassen. Vulkane haben sich aufgetürmt und Gletscher tiefe Trogtäler ausgehobelt. Siedlungen gibt es nur an der Küste: Dort befinden sich die Ortschaften Hofsós, Siglufjörður, Ólafsfjörður und Dalvík. Der höchste Berg ist der 1538 Meter hohe Kerling, der höchste Berg in den Küstenregionen Islands. Die Isländische Ringstraße Hringvegur durchquert die Halbinsel in Ost-West-Richtung und überquert dabei den Pass Öxnadalsheiði (540 m) sowie das Öxnadalur.



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Sehenswürdigkeiten Tröllaskagi

Botanischer Garten Akureyri

7.000 Arten im Schutz des Eyjafjords

Der öffentliche Park in der Nähe des Zentrums wurde 1912 eröffnet und 1957 um den botanischen Teil erweitert, sodass er heute eine Fläche von ca. 3,6 Hektar umfasst. Ziel des botanischen Gartens ist es, Bäume, Sträucher und Stauden in dem anspruchsvollen Klima Nordislands zu kultivieren, das durch ausgeprägte jahreszeitliche Schwankungen von Temperatur und Tageslänge gekennzeichnet ist. Im Schutz des Eyjafjords gelegen, der einer der längsten Fjorde Islands ist und ein günstiges Mikroklima für das Pflanzenwachstum bietet, können neben den 430 einheimischen Arten auch über 6.500 gebietsfremde Arten angebaut werden. Als Mitglied des IPEN (International Plant Exchange Network) engagiert sich der Park in den Bereichen Saatgutaustausch, Information der Öffentlichkeit, Bildung und Freizeitgestaltung. Im Park gibt es drei Denkmäler: Das älteste ist das Denkmal des Dichters und Pfarrers von Akureyri Matthias Jochumsson, der die Nationalhymne schrieb, das zweite zeigt Margrethe Schiöth, eine dänische Frau, die hier lebte und sich über 30 Jahre lang ehrenamtlich für die Verwaltung des Parks eingesetzt hat, das dritte zeigt Jon Rognvaldsson, den Begründer der botanischen Abteilung des Gartens.

Gvendarskál

Aussichtsbalkon über Islands ältester Steinkirche

Die Wanderung beginnt im 85-Einwohner-Ort Hólar, einem Bischofsitz mit 900-jähriger Tradition. Von der ältesten Steinkirche Islands mit gotischem Altar geht es durch einen alpinen Nadelwald bis zur Gvendarskál, einem 570 Meter hohen Aussichtsbalkon, von dem aus man die westliche Trollhablinsel überblickt. (hin und zurück: 2:30 Stunden, 4,8 Kilometer, auf und ab: 340 Meter)

Herring Era Museum

Geschichte des Heringsfang

Siglufjörður, die nördlichste Stadt Islands, war einst die Hauptstadt des isländischen Herings. Das Herring Era Museum umfasst fünf Ausstellungsgebäude mit einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern und ist das größte Schifffahrtsmuseum in Island. Es ist ein schön gestaltetes Museum, das Einblicke in die Geschichte des Heringsfangs und die Heringsverarbeitung bietet. Von der Seekarte bis zum Fischkutter kann man sich alles anschauen. Auch für Kinder ist es gut geeignet, da man z. B. in eines der Fischerboote klettern kann. Im Anschluss bietet es sich an, in eines der nahegelegenen Restaurants Hering essen zu gehen.

Hof Glaumbær

Torfbau in Perfektion

Der Bauernhof Glaumbær aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist einer der am besten erhaltenen Höfe, die in der für Island typischen Torfbauweise errichtet wurden. Bis Ende des 19 Jahrhunderts war dies der typische ländliche Baustil. Holz stand als Baustoff nur in begrenzter Menge zur Verfügung. Die tragende Konstruktion wurde häufig aus Treibholz errichtet, da es durch die Einwirkung des Meerwassers sehr haltbar war. Die Außenwände bestanden aus dicken Torfschichten, das Dach war mit Gras gedeckt. Die Wände wurden meistens im Fischgrätenmuster aufgeschichtet, was ihnen die nötige Stabilität verlieh. Besonders wichtig war der richtige Neigungswinkel des Grasdaches, um Wasserstauungen einerseits, Austrocknung andererseits zu verhindern. Um die Stabilität zu erhöhen, wurde jeder Raum als eigenes kleines Haus gebaut, wobei die wichtigsten Räume durch einen zentralen Gang verbunden wurden. Heute können die 13 Räume des Hofes besichtigt werden, in denen man einiges über ihre Geschichte und Bedeutung erfährt.

Hrísey

Tagesauflug auf eine Vogelinsel

Die zweitgrößte Insel von Island ist knapp drei Kilometer lang und befindet sich im Eyjafjord nördlich von Akureyri. Weniger als 180 Einwohner leben auf Hrísey. Trotz der geringen Bevölkerungszahl gibt es geteerte Straßen. Die Insel ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Im Sommer werden Sightseeing Touren auf einem Traktoranhänger angeboten. Wanderungen kann man querfeldein machen. Badesachen sollte man einpacken, denn es gibt ein kleines Thermalbad. Die lokale Delikatesse, die Miesmuschel, sollte man probieren. Fähren gehen ab Árskógssandur alle zwei Stunden.

Zum Fährfahrplan:
www.hrisey.is

Súlur

Aussichtsgipfel über Nordisland

Der Súlur im Norden von Island hat gleich zwei Gipfel, einer ist 1213 Meter hoch, der andere 1144 Meter. Er ist Teil des erloschenen Zentralvulkans Kerling, der ihm benachbart ist. Der Berg ruht auf einem Basaltsockel von ca. 500 Meter Dicke. Der Gipfel besteht jedoch aus leuchtendem Rhyolith. Unterhalb des Berges liegen Hütten des Isländischen Wandervereins. Der Weg hinauf von Akureyri ist nicht besonders schwierig. (hin und zurück: 11 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 780 Meter)

Vesturfarasetrið/Hofsós

Altes und Neues Leben der Emigranten

Das Isländische Auswanderungszentrum befindet sich im Dorf Hofsós, aus dessen Umgebung der erste weiße Siedler in Amerika, Thorfinnur Karlsefni, stammte. Er soll sich mit seiner Frau zwischen 1004 und 1006 in Vinland (Neufundland) niedergelassen haben. Ihr Sohn Snorri war der erste von Einwanderereltern in Nordamerika geborene Europäer. Nach ihrer Rückkehr nach Island ließen sie sich in Glaumbær in der Nähe von Hofsós nieder.
Das Dorf Hofsós, eines der ältesten Handelszentren Islands, war ebenso wie der Rest des Landes von den Hungersnöten und der dadurch verursachten Emigration vieler Iren im späten 19. Jahrhundert betroffen und verfiel zusehends. 1990 schließlich begann Valgeir Thorvaldsson mit der Restaurierung des alten Dorfkerns mit dem Ziel, die Zeugnisse traditioneller Architektur zu erhalten und Hofsós zu einer kulturellen Attraktion zu machen. Als erstes wurde das Hofsós-Lagerhaus (Pakkhúsið), eines der ältesten Gebäude Islands aus dem späten 18. Jahrhundert, sorgfältig restauriert – viele weitere folgten. Das 1996 gegründete Auswandererzentrum behandelt die Auswanderungswelle, als rund 20.000 Isländer zwischen 1870 und 1914 ihr Heimatland in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen verließen.

Zur Website:
hofsos.is

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