Langjökull

Mit dem Unimog auf dem Langjökull

Mit dem Unimog auf dem Langjökull

Eiskappe über zwei Vulkanen

Mit noch gut 900 Quadratkilometern Fläche ist der Gletscher im westlichen Hochland der zweitgrößte in Island. Trotz seiner gigantischen Ausmaße hat er nur relativ wenige Abflüsse. Das liegt daran, dass das meiste Wasser unterirdisch entweicht und weiter entfernte Flüsse speist. Dabei kann es bis zu tausend Jahre unterwegs sein. Teilweise wird das Gletscherwasser durch die Geothermik erhitzt und verlässt die Erde kochend oder als Dampf. Man schätzt, dass der Langjökull zurzeit etwa einen Meter an Dicke pro Jahr verliert, wozu neben dem Klimawandel auch der Ausbruch des Eyafjällajökull 2010 beiträgt. Der Ascheregen hat den Gletscher dunkel gefärbt, so dass es mehr Wärme absorbiert.



Sehenswürdigkeiten Langjökull


Kjölur-Route

Allradpiste durch das westliche Hochland

Die Kjölur-Route – auch Kjalvegur genannt – führt durch die einsame Wildnis des westlichen Hochlands. Sie ist identisch mit der F35, die die Passage zwischen den Gletschern Langjökull und Hofjökull nimmt. Erst nach der Schneeschmelze wird sie zugänglich, also im Juli und August. Da die Flüsse durchweg überbrückt sind, reicht ein normaler PKW. Wegen der Bodenwellen ist aber ein Allradwagen deutlich komfortabler. Wer ein Naturidyll erwartet, wird enttäuscht. Es gibt nicht viel Vegetation. Manche Gegenden sind völlig kahl. In früheren Jahrhunderten galt der 180 Kilometer lange Inlandsroute als verflucht. Nachvollziehbar ist das noch heute, wenn das Wetter umschlägt. Dann verschlägt der eisige Sturm einem den Atem und finstere Staubwolken nehmen die Sicht.

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