Akureyri

Hafenstadt am Eyjafjörður: Akureyri

Hafenstadt am Eyjafjörður: Akureyri

Hafenstadt am Eyjafjördur

Die Stadt mit knapp 20.000 Einwohnern liegt am Fjord Eyjafjördur im Norden Islands. Bereits um 1000 nach Christus standen hier die ersten Bauernhäuser. Aber erst als die Dänen um 1600 einen Hafen mit Handelsposten gründeten, entwickelte sich nach und nach eine Stadt. In der Mitte befindet sich die in den 1940er-Jahren errichtete Kirche von Akureyri mit Buntglasfenstern, die Szenen aus der isländischen Glaubensgeschichte zeigen. Vom Vorhof der Kirche aus ist der Fjord zu sehen. Im nahe gelegenen Kunstmuseum Akureyri werden zeitgenössische Werke isländischer und internationaler Künstler ausgestellt.



Sehenswürdigkeiten Akureyri

Botanischer Garten Akureyri

Arktisches Experimentierfeld am Polarkreise

Der Botanische Garten liegt 45 Meter über dem Fjord im Süden von Akureyri. Seine extreme Lage 50 Kilometer südlich vom Polarkreis macht ihn zu einem interessanten Versuchsgarten. Es wird erprobt, welche Sträucher, Bäume und andere Pflanzen am Rand der Arktis überdauern können. Neben arktischen Gewächsen werden im Garten Pflanzen aus den gemäßigten Breiten und den Hochgebirgen der Erde kultiviert. Die isländischen Pflanzen sind mit etwa 400 Arten in mehreren Teilen des Gartens präsent. Das sind etwa 80 % der in Island vertretenen Arten. Der Eintritt in den Garten ist frei. Die Tore sind stets geöffnet.

Botanischer Garten Akureyri

7.000 Arten im Schutz des Eyjafjords

Der öffentliche Park in der Nähe des Zentrums wurde 1912 eröffnet und 1957 um den botanischen Teil erweitert, sodass er heute eine Fläche von ca. 3,6 Hektar umfasst. Ziel des botanischen Gartens ist es, Bäume, Sträucher und Stauden in dem anspruchsvollen Klima Nordislands zu kultivieren, das durch ausgeprägte jahreszeitliche Schwankungen von Temperatur und Tageslänge gekennzeichnet ist. Im Schutz des Eyjafjords gelegen, der einer der längsten Fjorde Islands ist und ein günstiges Mikroklima für das Pflanzenwachstum bietet, können neben den 430 einheimischen Arten auch über 6.500 gebietsfremde Arten angebaut werden. Als Mitglied des IPEN (International Plant Exchange Network) engagiert sich der Park in den Bereichen Saatgutaustausch, Information der Öffentlichkeit, Bildung und Freizeitgestaltung. Im Park gibt es drei Denkmäler: Das älteste ist das Denkmal des Dichters und Pfarrers von Akureyri Matthias Jochumsson, der die Nationalhymne schrieb, das zweite zeigt Margrethe Schiöth, eine dänische Frau, die hier lebte und sich über 30 Jahre lang ehrenamtlich für die Verwaltung des Parks eingesetzt hat, das dritte zeigt Jon Rognvaldsson, den Begründer der botanischen Abteilung des Gartens.

Goðafoss

Wasserfall der Götter

Goðafoss, der oft Wasserfall der Götter genannt wird, liegt im Nordosten der Insel und ist einer der größten Wasserfälle Islands. Der Legende nach warf Þorgeir Ljósvetningargoði, der Gesetzsprecher am alten Alþingi Parlament, die nordischen Götterstatuen in den Wasserfall, als Island christlich wurde. Andere sagen, der Name komme von der außergewöhnlichen Schönheit des Ortes. Tatsächlich ist der Wasserfall, der durch den Fluss Skjálfandafljót gespeist wird, ein beeindruckendes Schauspiel. Er ist bis zu 17 Meter hoch und fällt über 30 Meter breite hufeisenförmige Klippen; je nach Wasserstand teilen diese ihn in zwei oder mehr einzelne Fälle.

Hrísey

Tagesauflug auf eine Vogelinsel

Die zweitgrößte Insel von Island ist knapp drei Kilometer lang und befindet sich im Eyjafjord nördlich von Akureyri. Weniger als 180 Einwohner leben auf Hrísey. Trotz der geringen Bevölkerungszahl gibt es geteerte Straßen. Die Insel ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Im Sommer werden Sightseeing Touren auf einem Traktoranhänger angeboten. Wanderungen kann man querfeldein machen. Badesachen sollte man einpacken, denn es gibt ein kleines Thermalbad. Die lokale Delikatesse, die Miesmuschel, sollte man probieren. Fähren gehen ab Árskógssandur alle zwei Stunden.

Zum Fährfahrplan:
www.hrisey.is

Súlur

Aussichtsgipfel über Nordisland

Der Súlur im Norden von Island hat gleich zwei Gipfel, einer ist 1213 Meter hoch, der andere 1144 Meter. Er ist Teil des erloschenen Zentralvulkans Kerling, der ihm benachbart ist. Der Berg ruht auf einem Basaltsockel von ca. 500 Meter Dicke. Der Gipfel besteht jedoch aus leuchtendem Rhyolith. Unterhalb des Berges liegen Hütten des Isländischen Wandervereins. Der Weg hinauf von Akureyri ist nicht besonders schwierig. (hin und zurück: 11 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 780 Meter)

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