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Vatnajökull

Islands Südküste

Wasserfälle, Gletscher, Vulkane

Wasserfälle und Gletscher, Vulkane und stille Täler: An der Südküste Islands findet sich alles, was die Insel einzigartig macht. Die Tour beginnt in Reykjavik und endet in Egilstadir, wo man den Mietwagen abgibt und zurück in die Hauptstadt fliegt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Keflavik nach Reykjavík

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Budget
Fahrzeug: Hyundai i20 o.ä. (EDMN)
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

Von Keflavik nach Reykjavík

57 km | 49 Minuten

Reykjanes

Mond­landschaft im Südwesten Islands
Die Halb­insel Reykjanes liegt südlich der Haupt­stadt. Es handelt sich um die vulka­nisch aktivste Region des Landes. Erst vor 800 Jahren hat hier ein mehrjäh­riger Vulkan­ausbruch weite Teile der Ober­fläche geformt. Zurückge­blieben ist eine karge Land­schaft aus Lava und Kratern. Eine stetige Boden­e­ro­sion hat zudem in einigen Ecken für wüsten­ar­tiges Terrain gesorgt. Diese besonderen Bedingungen warden der Grund dafür, dass die Gegend in den 1960er Jahren von der NASA als Trai­ningsareal zur Vorbe­rei­tung für die Mond­landung genutzt wur­de. Und auch heute erfährt das Gebiet eine ­wis­senschaft­liche Nutzung: rund 40% der Energie Islands wird im Geothermiekraft­werk Reykja­nesvirkjun gewonnen.

Blue Lagoon

Künst­li­cher Thermalsee auf einem Lavafeld
Der 5.000 Quad­r­at­meter große See war ursprüng­lich keine Touris­ten­at­trak­tion, sondern das Abfall­pro­dukt eines nahe gelegenen Geothermal­kraftwerks. Dort wird Wasser aus einer Tiefe von 2.000 Metern gepumpt, das bis zu 240 Grad Celsius heiß ist. Nachdem es für Fernwärme genutzt wur­de, fließt es in ein Lavafeld, wo das 38 Grad warme Wasser eine blau-weiße Färbung annimmt. Im See kann man gehen oder schwimmen. Viele trinken Sekt oder lassen sich massieren. In den letzten Jahren wur­de der Spabe­trieb immer weiter ausge­baut.

Fagradalsfjall

Aktiver Vulkan im Südwesten
Im März 2021 kam es nach wochenlanger Vorankün­digung durch unzäh­lige Erdbeben unter­schied­li­cher Stärken zum Ausbruch im Gelding­adalur, am Berg­rü­cken des Fagradalsfjall. Über Wochen öffneten sich immer weitere Erup­ti­ons­spalten. Eine Besonder­heit dieses Vulkan­ausbruchs ist laut Experten die Tiefe, aus der das Magma zur Erdober­fläche befördert wur­de. Mit 14 – 16 Kilome­tern war diese deut­lich tiefer als bei jedem anderen Ausbruch der jüngeren Vergan­gen­heit. Die Lava­fontänen erreichten dabei zum Teil Höhen von bis zu 50 Metern. Da sich das Schau­spiel zum Besu­cherma­gneten enwi­ckelte, steckte die Icelandic Search And Rescue Asso­cia­tion (ICESAR) durch Holzpfosten einen Pfad ab, der über recht sicheres Terrain führt. Eine gute Kondi­tion sowie feste Wanderbekleidung sind für die rund sieben Kilometer lange Wande­rung, die zum Teil über spitzes Lava­ge­stein und weiche Lehmböden führt, jedoch auf jeden Fall Voraus­setzung. Auch sollten vorab die Wetterbedingungen über­prüft werden. Die Wande­rung beginnt an der Straße 427, ca. zehn Fahrmi­nuten östlich von Grindavík.
A

Reykjavik

Nördlichste Hauptstadt der Welt

Der erste Dauer­siedler Islands war ein Wikinger, der 874 mit seinen Schiffen die Südküste Islands erreichte. Der Über­liefe­rung nach warf er die Säulen seines Hoch­sitzes ins Meer und gelobte, sich dort niederzulassen, wo das Meer die Säulen wieder an Land spülte.

Einige Jahre später fanden seine Sklaven die Säulen an heißen Quellen in einer Bucht an der Westküste. Ingólfur ließ sich dort nieder und nannte die Stelle Reykjavík, was so viel wie Rauchbucht bedeutet. Heute ist Reykjavik mit 120.000 Einwoh­nern bei weitem die größte Stadt der Insel und beherbergt den nörd­lichsten Regie­rungs­sitz der Welt, die Univer­sität, mehrere Thea­tern und einem Hoch­see­hafen. Doch die Ingólfurs Hoch­sitz­säulen zieren noch immer das Stadt­wappen.

Zu Gast in einem Hafenhotel in Reykjavik

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das bogenför­mige Gebäude im Herzen von Reykjavik beherbergte einst eine Farben­fa­brik, einen Zimmerei­be­trieb und weitere Gewerbe, die mit der Werft und dem Hafen in Zusam­menhang standen.

Nach seiner Renovie­rung ist es zu einem Wahrzei­chen des Vier­tels geworden. Das Design ist origi­nell und farbenfroh, sowohl im Innern als auch von außen: Bunte Tapeten, inter­essante Antiqui­täten und fanta­sievolle Details geben dem Auge viel zu gucken. Die Ausstat­tung der modernen Zimmer steht der Lobby in nichts nach. Im Kino laufen isländi­sche Filme mit engli­schen Unter­ti­teln.

Harpa

Modernes Wahrzei­chen von Reykjavík
Die Harpa ist das Konzert­haus der isländi­schen Haupt­stadt und beherbergt das Sinfo­nie­or­chester sowie die Oper. Nach einer langwie­rigen Bauge­schichte wur­de es 2011 eröffnet. Unver­wech­selbar ist die Fassade, die von dem däni­schen Künstler Ólafur Elías­son  – der, wie unschwer zu erkennen, isländi­sche Wurzeln hat – entworfen wur­de und das Bauwerk zu einem modernen Wahrzei­chen von Reykjavík gemacht hat. Inspi­riert von den Licht­stim­mungen Islands sorgt ein waben­ar­tiges Gerüst aus dich­roi­ti­schem Glas für ein wech­selndes Farb­spiel, abhängig von Tages­zeit und Wetter­lage.

Isländi­sches Natio­nalmuseum

Multimediales Kultur­er­lebnis
Das Museum präsen­tiert chro­no­logisch aufge­baut und multimedial die Kulturge­schichte Islands von der Land­nah­mezeit bis in die jüngste Gegenwart. Die älteren Geschichtsepo­chen werden vorwiegend aufgrund archäo­logi­scher Funde präsen­tiert, die neueren Epochen eher volks­kund­lich. Der erste Abschnitt der Ausstel­lung zeigt ein Schiff, wie es die ersten Siedler nutzten, den Abschluss bildet die histo­ri­sche Gepäc­kförder­anlage des Flughafens Keflavík, der Island mit der Welt verbindet. Zum Bestand der Samm­lung gehören etwa 100.000 Objekte und zwei Millionen Fotos.

Hallgrímskirkja

Zwischen Welt­raum­sta­tion und goti­scher Kathedrale
Hoch oben auf der höchsten Erhe­bung Reykjaviks streckt sich die größte Kirche Islands dem Himmel entgegen. Die evangelisch-luthe­ri­sche Pfarr­kirche der Isländi­schen Staats­kirche wur­de nach 40-jähriger Bauzeit 1986 fertig­ge­stellt und nach dem isländi­schen Dichter Hallgrimur Pétur­sson benannt. Auch wenn der Architekt sich von den Basalt­säulen der Vulkan­insel und den Säulen der Gotik inspi­riert war, fühlen sich viele Betrachter eher an eine Welt­raum­sta­tion erin­nert. Im Kirchturm befindet sich auf 75 Metern Höhe eine Aussichts­platt­form, die über einen Aufzug zu errei­chen ist. Auf dem Kirch­platz haben die Isländer ihrem berühm­testen Landsmann ein Denkmal gesetzt: Leifur Eiríkson, der Entde­cker Amerikas, steht auf einem Granits­o­ckel und blickt weit über den Betrachter hinweg nach Westen.

Von Reykjavík nach Vík

Von Reykjavík nach Vík

265 km | 4:00 h

Secret Lagoon

Dampfbad in heißem Quell­wasser
Die „Geheime Lagune“ bei Flúðir ist ein natür­li­ches Schwimmbad in einem geothermi­schen Gebiet mit heißen Quellen und einem Geysir. Das Wasser ist ganzjährig 38 bis 40 Grad warm, so dass man ganzjährig baden kann. Dabei wird man besonders im Winter von wabernden Dampf­schwaden einge­hüllt. Nebenan gibt es ein Gebäude mit Umklei­de­kabinen und einer Bar. Nach dem Bad kann man einen Rundgang durch das Gebiet machen und sich die heißen Quellen anschauen.

Haukadalur

Tal des sprin­genden Wassers
Das Tal am Ende der Golden Circle Route ist das bekann­teste Thermalgebiet Islands. Seine bekann­teste Quelle heißt Geysir, abge­leitet von dem altnor­wegi­schen Wort für „schießen“. Später wur­de der Name zum Gattungs­be­griff für Springquellen auf der ganzen Welt. Der große Geysir schießt bis zu 60 Meter hoch und meist mit einem umheim­li­chen Grummeln in der Erde verbunden. Leider spuckt er nur noch unregelmäßig, da Touristen Flaschen und anderes hinein­ge­worfen haben. Dafür explodiert der Stokkur alle zehn Minuten, allerdings „nur“ zehn Meter hoch. In der Nähe gibt es ein Besu­cher­zentrum mit Restau­rant und Multimedia­show.

Gullfoss

Goldener Wasserfall
Wenn die Sonne am Nach­mittag scheint, wird deut­lich, warum die bekann­testen Wasser­fälle der Nord­meer­insel den Namen Gullfoss tragen. Dann spannt sich ein goldener Schein oder ein Regenbogen über die unge­heuren Wasser­massen, die hier in eine drama­ti­sche Schlucht donnern. In zwei Stufen, die rechtwinklig zuein­ander stehen, stürzen bis zu 2000 Kubimeter Wasser pro Sekunde hinab. Im Besu­cher­zentrum gibt es eine kleine Ausstel­lung zum Wasserfall und seiner Umge­bung.

Þingvellir

Ältestes Parla­ment der Welt
Als gegen 930 die norwegi­schen Wikinger Islands Küsten besiedelt hatten, beschlossen sie, jedes Jahr im Juni einen Thing abzuhalten, also eine Volks­ver­samm­lung, auf der Gesetze beschlossen und Urteile gefällt wurden. Damit ist Þingvellir (die „Thingebene“) eines der ältesten Parla­mente der Welt – nach denen in Grie­chen­land und im Römi­schen Reich der Antike. Es bestand bis 1798, als die Dänen den Thing auflösten. Im Jahr 1000 wur­de in Þingvellir die Annahme des Chris­ten­tums beschlossen und 1944 die Republik Island ausge­rufen. Heute ist der Ort Welt­kultur­erbe der UNESCO. Neben dem Parlam­ents­platz sind verwit­terte und überwach­sene Steinmauern zu sehen. Sie waren mit Zelt­planen über­dacht und dienten als Lager­stätten. Ein Rundweg führt über die Ebene und durch die Allmän­ner­schlucht, die geologisch die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien bildet. (2 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)

Auf den Valahn­úkur

Zwischen Glet­schern und Vulkanen
Die Wande­rung beginnt an der Hütte in Langidalur, wohin man sich am besten mit dem Unimog-Bus bringen lässt. Von dort geht es sachte auf einen Berg mit Aussicht über das Þórsmörk, den Glet­scherfluss Krossa und den Eyafjal­lajöküll. Auf dem Rückweg wartet eine leichte Kletterei. (Hin und zurück: 2 Stunden, 5,9 Kilometer, auf und ab: 300 Meter)

Von Reykjavík nach Vík

176 km | 3:00 h

Hver­a­gerði

Brodelnde Quellen und geothermi­sche Gewächs­häuser
Die 2000-Einwohner-Gemeinde im Süden von Island ist bekannt für ihre Gewächs­häuser, die mit Erdwärme betrieben werden. Gemüse und Obst, sogar Bananen, werden unter Glas ange­baut, sogar ein Café mit einer Palme gibt es. Das örtliche Freibad hat eine eine Dampfsauna. Im Ort selbst sprudeln heiße Quellen aus dem Boden, die zum System des Zentralvulkans Grensdalur gehören. Der Boden unter der Kirche ist heiß, er gehört zu ein Hoch­tempe­raturgebiet. Auch aus vielen Gärten dampft und brodelt es.  Ein kleiner Wanderweg beginnt im Park und führt an einem Bach nach Norden an zischenden Bohrlöchern vorbei.

Geothermalgebiet von Hengill

Wandern zwischen Dampf­säulen und brodelndem Schlamm
Die Wande­rung führt zu einem der schönsten Geothermalgebiete von Island. Man folgt einem Bach mit warmen Wasser bis zu einem kleinen See, wo man ein heißes Bad nehmen kann. Unter­wegs kommt man an Dampf­säulen und brodelnden Schlammlöchern vorbei. (hin und zurück: 10,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 300 Meter)
B

Mýrdalsjökull

Aktiver Vulkan unter einem Gletscher

Der Plateau­g­let­scher im Süden Islands ist mit einer Fläche von fast 600 Quad­ratki­lome­tern der viertgrößte Glet­scher Islands.

Unter dem Glet­scher verborgen brodelt der Vulkan Katla, der vor 10.000 Jahren explodiert ist und ein riesiges Loch gerissen hat. Übrig geblieben ist ein Kessel von über 100 Quad­ratki­lome­tern, der heute zur Gänze mit Glet­schereis gefüllt ist. Manchmal bricht der Vulkan noch aus. Dann tauen große Teile des Glet­schers und es ergießen sich gewal­tige Ströme über die Ebenen. Vor dem Ausbau der Ring­straße war die Fahrt zwischen Glet­scher und Meer gefähr­lich – wegen der reißenden Ströme, die durch­quert werden mussten. Die Überque­rung der von Flüssen durch­zogenen Ebene konnte viele Tage dauern; heute dauert die Fahrt nur noch eine Stunde.

Zu Gast in einem Hotel unter dem Myrdalsjökull

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das von außen eher unauffäl­lige Hotel liegt ideal unter­halb des Myrd­alsjökull, des viertgrößten Glet­schers in Island, so dass man Tages­ausflüge zum Skóga­foss oder zur Glacier Lagoon machen kann.

Innen gibt es sieben sach­liche Zimmer und eine Halle, in der die Mahlzeiten ange­boten werden und man sich mit den Gastgebern trifft, die gerne Hinweise für Ausflüge geben. Der Besitzer ist ein Outdooren­thusiast und bietet Touren auf den Glet­scher an.

Ausflug (OPTIONAL)

Gletscherwanderung auf Sólheimajökull (3 Stunden, englisch)

Die Wande­rung führt über den Sólheimajökull, eine Glet­scherzunge des Mýrd­alsjökulls im Süden Islands. Aus dem zehn Kilometer langen Glet­scher entspringt die Jökulsá á Sólhei­masandi, ein Fluss, der nach neun Kilome­tern in den Nord­at­lantik mündet.

Wegen des Schwefelge­ruchs nennen die Isländer den Bach auch Fúlilækur, zu deutsch Stin­kebach.
Die geführte Wande­rung beginnt um 16:30 Uhr, weil dann die meisten Touristen bereits abge­fahren sind und der Sólheimajökull wieder so einsam ist wie vor 1000 Jahren. Steig­eisen werden zur Verfügung gestellt.

Þórsmörk

Wander­pa­ra­dies am Eyjafjal­lajökull
Der „Wald des Gottes Thor“ liegt in einem Tal hinter der Küste, das auf drei Seiten von Glet­schern umgeben ist. Das Þórsmörk bildet einen Kessel mit warmem Mikro­klima und ist ein Wander­pa­ra­dies mit einer unver­gleich­lich schönen Land­schaft. Allerdings ist die Anfahrt selbst mit dem Allradwagen nicht ratsam – nicht nur wegen der vielen Schlag­löcher, sondern vor allem wegen der Furten, deren Tiefe nur schwer einzu­schätzen ist. Stattdessen sollte man den Wagen auf dem Park­platz am Wasserfall Selja­landsfoss stehen lassen. Ab Anfang Juni fahren gegen 10 Uhr mehrmals täglich Unimog-Busse ins Porsmörk, die für die 30 Kilometer lange Piste über eine Stunde brau­chen.

Reynisfjara

Sturmum­toste Felsen am schwarzen Vulk­an­strand
Der Strand zwischen Örafi und Djupivogur beein­druckt mit schwarzem Sand und drama­tisch abfal­lenden Klippen. Die Brandung braust gegen vorge­la­ger­te Felsen und merkwür­digen ausge­wa­schenen Stein­forma­tionen, die einer Pyramide ähneln. In der Region fühlen sich Papa­gei­entau­cher, Eissturmvögel und Trottellumme wohl, deren abenteuer­liche Sturzflüge man vom Strand aus bewundern kann.  Manchmal schwemmt die Strö­mung Eisbro­cken an, die auf dem schwarzen Kies tolle Fotomo­tive bieten. Auch wenn der Strand schön zum Ansehen ist – baden sollte man auf keinen Fall wegen der heimtü­cki­schen Strö­mungen und dem starken Wellen­gang.

Solhei­masandur Flugzeugwrack

Relikt eines myste­riösen Absturzes
An einem kalten Novembe­r­a­bend im Jahr 1973 sank das Flugzeug der US Navy aus dem isländi­schen Himmel auf den Lava­strand von Solhei­masandur. Bis heute ist nicht genau bekannt, warum die Maschine, eine Douglas C-117D, damals notlanden musste. Manche Quellen berichten von einem Treib­stoff­mangel, der das Flugzeug zum Landen zwang, andere erzählen von heldenhaften Piloten, die die Maschine in größter Not sicher durch ein Unwetter sicher zum Grund steuerten. Welche Version auch immer stimmen mag – niemand aus der Crew wur­de verletzt. In den Tagen darauf demon­tieren Bergungs­teams der Navy jene Teile, wie die Instru­mente aus dem Cockpit, die Trieb­werke und Flügel, die noch verwendbar erschienen. Der ausgehöhlte Rumpf bleibt jedoch auf dem schwarzen Sand zurück, um Jahrzehnte später zu einem der meist besuch­testen Orte des Landes zu werden. Spätes­tens seitdem es als Kulisse für ein Musikvideo des kana­di­schen Super­stars Justin Bieber diente, ist das Wrack welt­be­kannt. Die plötz­liche Berühmt­heit führte zu solch einem Besu­cher­an­sturm, dass die Zufahrt zum Gelände für Autos sogar gesperrt wur­de. Mittlerweile ist die Absturz­stelle nur noch zu Fuß erreichbar. Entlang eines mit Holzpfosten abge­steckten Pfades führt der Weg durch die Ödnis. Ausgangs­punkt ist ein Park­platz an der Ring­straße.

Vogelklippen bei Vík

Eissturmvögel und Papa­gei­entau­cher am Aussichtsfelsen
Das 300-Seelen-Dorf Vík ist der südlichste Ort Islands. Vor dem Strand aus schwarzer Lava ist die See meist aufge­wühlt. Die Steil­küste ist ein wahres Vogel­pa­ra­dies, vor allem für Papa­gei­entau­cher und Eissturmvögel. Ein kurzer Weg führt auf den südlich gelegenen Vogelfelsen, von dem man an guten Tagen eine faszi­nierende Aussicht über den Atlantik hat. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,7 Kilometer, auf und ab: 320 Meter)

Eyjafjal­lajöküll

Islands berühm­tester Glet­schervulkan
Der „Inselberg­g­let­scher“ ist mit einer Fläche von 78 Quad­ratki­lome­tern der sechstgrößte auf Island. Seine größte Höhe beträgt 1651 Meter. Seine Auslass­glet­scher reichen bis ins Tal auf 150 Metern über dem Meer. Unter dem Eis befindet sich der aktive Vulkan Eyjafjöll mit einer eigenen Magma­kammer. Die ältesten Gesteins­schichten sind 800.000 Jahre alt. Sie sind als flüs­sige, 1200 Grad heiße Lava aus dem Erdin­neren gequollen. Seit der Besied­lung Islands brach der Vulkans allerdings erst viermal aus, zuletzt im Frühjahr 2010, als er den Flugver­kehr in halb Europa lahm­legte. Island­experten und erfah­rene Berg­steiger halten die Wande­rung zum Gipfel für die schönste Berg­stei­ger­tour auf Island. Sie beginnt im Wander­pa­ra­dies Pórsmörk und führt durch damp­fende Lava zum Krater. Wegen der extremen Anstrengung ist die Tour gewöhn­li­chen Urlau­bern nicht zu empfehlen. (Hin und zurück 8 Stunden, 18 Kilometer, auf und ab 870 Meter)

Von Vík nach Öræfi

176 km | 2:30 h
C

Vatnajökull

Faszinierende Welt aus Eis und Feuer

Der „Wasser­glet­scher“ ist der größte Islands und zudem außer­halb des Polargebiets auch der größte Europas.

Er lastet auf einem Plateau und ist rund 8.100 Quad­ratki­lometer groß, was etwa acht Prozent der Fläche Islands entspricht. Das Eisvo­lumen wird auf über 3.000 Kubikki­lometer (!) geschätzt. Wegen der Klima­e­rwär­mung und der vulka­ni­schen Aktivität unter dem Glet­scher hat sich die Eismasse seit Ende des 19. Jahrhunderts um 10 Prozent verringert. Daher hat sich das Land unter dem Glet­scher deut­lich ange­hoben. Seit 2008 besteht der 12.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park Vatnajökull. Er umfasst den Vatnajökull­glet­scher, den ehema­ligen Skaf­tafell-Natio­nal­park, den Jökulsárgljúfur-Natio­nal­park und den Laki-Krater.

Zu Gast in einem Hotel in Öræfi

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Grasge­deckte Dächer und eine braune Fassade lassen das Hotel trotz seiner kantigen Formen fast eins werden mit seiner Umge­bung.

Der post­moderne Bau fügt sich harmo­nisch ein in die grün schimmernde Bergwelt. Die Zimmer sind modern und schnörkellos aber trotzdem gemüt­lich in warmen Grau­tönen einge­richtet. Große Fenster geben den Blick frei auf die Südküste oder die umliegenden Berge. Vor allem Natur­freunde und Wanderer finden hier perfekte Gegeben­heiten vor: Hnappavellir ist ein beliebtes Kletter­revier und das Haus liegt zentral zwischen Skaf­tafell and Jökulsárlón, zwei der bekann­testen High­lights des Landes.

Ingólfs­höfði

Vogelfelsen am Skeiðarársandur
Der Vogelfelsen im Osten des Skeiðarársandur ist nur bei Ebbe zugäng­lich. Das gras­be­wach­sene Hoch­pla­teau ist 76 Meter hoch, 1200 Meter lang und 750 Meter breit und über eine große Düne besteigbar. Der Legende nach legte um das Jahr 874 der erste Siedler Islands, Ingólfur Arnarson, hier an, bevor er nach Reykjavik weiter­fuhr. Auf der Hoch­fläche nisten haupt­säch­lich Skúas und Möwen in Nistmulden. An den steil abfal­lenden Felsen brüten Alkenvögel, wie der charak­te­ris­ti­sche Papa­gei­tau­cher, aber auch Tord­alke (Alca torda), Trottellummen (Uria aalge) und Gryllt­eisten (Cepphus grylle). Dreize­henmöwen, Eissturmvögel, Küsten­see­schwalben – dies allerdings nur von Mai bis Anfang August.

Skaf­tafell Natio­nal­park

Kurzwande­rung zum Svar­tifoss
Der Skaf­tafell Natio­nal­park war schon einer der größten in Europa, bevor er in den Vatnajökull Natio­nal­park einge­gliedert wur­de. Die Wande­rung führt zu mehreren Wasser­fällen im ehema­ligen Park, unter anderem zum Svar­tifoss, einem Wasserfall, der zu beiden Seiten von Basalt­säulen umrahmt ist. Der vorge­schla­gene Weg ist eine Alter­na­tive zu dem am meisten began­genen. (hin und zurück 2 Stunden, 6,2 km, auf und ab: 170 Meter)

Von Öræfi nach Seyðisfjörður

376 km | 5:30 h

Jökulsárlón

Größter Glet­schersee Islands
Der bekann­teste und größte aller Glet­scher­seen in Island liegt am Südrand des Vatnajökull. Der Jökulsárlón ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter errei­chen. Sie lösten sich von der Glet­scherzunge des Breiðamerkurjökull ab. Oft sind Farb­un­ter­schiede in den Eisbergen zu beob­achten. Das Blau rührt von verschiedenen Kris­tallen im Eis und deren Reflexion her, das Schwarz von vulka­ni­scher Asche. Rund um den See gibt es mehrere Wander­wege, von denen Robben und im Juni und Juli auch Raubmöwen gesehen werden können. Zwischen Glet­schersee und dem Atlantik erstreckt sich ein schwarzer Vulk­an­strand. Man nennt ihn auch „Diamant­strand“, weil er von glitzernden Eisbergen gesäumt wird.

Breiðdalur

Fast menschenleeres Tal in den Ostfjorden
Die Landgemeinde in den Ostfjorden hat rund 180 Einwohner, die sich auf ein Gebiet von 452 Quad­ratki­lome­tern verteilen. Das entspricht einer Bevöl­ke­rungs­dichte von ca. 0,4 Einwoh­nern pro Quad­ratki­lometer. Mehrere Wander­routen führen durch das mit 40 Kilome­tern längste Tal der Insel, an dessen Ende der Haup­tort Breiðdalsvík liegt. Im Winter und im Frühjahr sieht man häufig Rentier­herden auf dem Weide­land im Tal und auf der Hoch­e­bene Breiðdalsheiði. Hier kann man zudem Schnee­hühner und Wildgänse beob­achten oder auf Islandpferden reiten. Im kleinen See Heiðarvatn kann man Forellen fischen.

Petras Stein­samm­lung

Private Mine­rali­en­kollek­tion
Das ungewöhn­liche Museum geht zurück auf das Lebens­werk einer einzigen Frau. 1946 begann Petra María Sveinsdóttir aus Ljósbjörg damit, Steine aus dem Gebiet des östli­chen Islands zu sammeln. Fast 30 Jahre später beschloss sie, ihre private Samm­lung auch für Besu­cher zugäng­lich zu machen. Seitdem hat das Wohn­haus unzäh­lige Gäste ein- und ausgehen sehen. Die Gründe für einen Besuch sind so vielge­staltig wie die Steine selbst: Einige haben ein besonderes Inter­esse für die Geologie Islands, andere zieht es wegen ihres Glau­bens an die kraftvolle Energie der Steine her. Viele möchten aber auch einfach nur die Schön­heit der unzäh­l­igen Mine­ralien bewundern.
D

Ostfjorde

Heringsfang an zergliederter Küste

Die Austfirðir im Osten Islands bestehen aus knapp 20 Fjorden, die die Küste zergliedern. Sie ähneln den Westfjorden, aber alles ist etwas kleiner.

Sie sind weit von den vulka­ni­schen Zentren entfernt, sodass die Land­schaft älter ist und weniger Verände­rungen unterworfen ist. Der Granitfels ist dunkel. Die bekann­testen Fjorde sind der Norðfjörður mit der Ortschaft Neskaup­staður und der Eskifjörður mit einem Fischerdorf glei­chen Namens. Die Menschen leben vom Heringsfang und in jüngster Zeit auch vom Tourismus.

Zu Gast in einem Hotel in Seyðisfjörður

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel im 700-Seelen-Dorf Seyðisfjörður besteht aus mehreren histo­ri­schen Häusern aus der Jahrhundert­wende, die unter anderem die Bank und das Postamt beherbergten, aber auch schon als Hotel, Schuhma­cherei, Restau­rant und sogar Taxi­zen­trale dienten.

Heute erstrahlen hier nach aufwen­diger Restau­rie­rung insge­samt 22 Gäste­zimmer im alten Glanz, verbunden mit modernem Komfort. Zum Hotel gehören ein Restau­rant, das frische, isländi­sche Kost serviert sowie eine Sushi-Bar, eine Reservie­rung ist ratsam. Trotz seiner geringen Größe ist der Ort das kulturelle Zentrum im Osten der Insel.

Von Seyðisfjörður nach Keflavík

Mietwagenabgabe, Flug

Von Seyðisfjörður nach Egil­stadir

705 km | 9:00 h

Ódáðahraun

Die Lavawüste der Geäch­teten
Die „Wüste der Misse­täter“ ist ein Lavafeld, das bis zum Horizont reicht. Mit einer Fläche von 5.000 Quad­ratki­lome­tern ist es doppelt so groß wie das Saar­land. Wegen der Trocken­heit ist es fast vege­ta­ti­onslos. Nur an den wenigen Flüssen, die vom größten Glet­scher Europas, dem Vatnajöküll, herab­strömen, ist es grün. Ansonsten domi­nieren gelb, braun und schwarz – je nach Alter und Konsis­tenz der Lava, die sich seit über 10.000 Jahren immer wieder ergießt. In diese furch­t­er­regende Einöde flüch­t­eten sich in vergan­genen Jahrhunderten die Misse­täter. Statt sie – wie in anderen Kulturen – mit dem Tod zu bestrafen wurden sie auf Island geächtet und konnten als Vogelfreie von jedem getötet werden. Die Gisli Saga, die in den 1980er Jahren verfilmt wur­de, erzählt davon.

Myvatn Nature Baths

40 Grad heißer Thermalsee
Das Naturbad liegt an der Ostseite des Myvatn. Es wur­de im Jahr 2004 eröffnet. Ähnlich wie in der Blauen Lagune wird mine­rali­enrei­ches Wasser aus einem Bohrloch in eine kleine Senke geleitet. Das Wasser in dem 5.000 Quad­r­at­meter großen Badesee hat ganzjährig eine Tempe­ratur von 38°C bis 40°C. Neben dem See gibt es einige kleinere Becken mit unter­schied­li­cher Tempe­ratur. Zum Myvatn Nature Bath gehört ein Bade­haus mit Umklei­de­räumen und Duschen sowie ein Restau­rant.

Mývatn

Geothermalgebiete und Krater am Mückensee
Der „Mückensee“ hat seinen Namen von den großen Schwärmen Zuckmü­cken, die im Sommer in schwarzen Säulen­forma­tionen tanzen. Doch sollte man sich nicht abschre­cken lassen. Sie sind harmlos und sogar nütz­lich als Fisch- und Enten­futter. Er ist gleichzeitig das Zentrum vieler vulka­ni­scher Aktivi­täten. Bei Skútu­staðir gibt es die einzigen Pseudok­rater auf der Erde. Bei Nama­fjall brodeln Schlammtöpfe in einer stin­kenden Hexen­küche.

Náma­fjall

Brodelnde, stin­kende Hexen­küche
Im Osten des Sees Mývatn liegt der Berg Náma­fjall. Dort köcheln Schlamm­tümpel vor sich hin, andere schmatzen und verspritzen schlam­mige Brühe. Schwefel und andere Mine­ralien machen das Solfata­renfeld zu einer gelb-rot-weißen Hexen­küche, in der es stinkt und brodelt, gurgelt, dampft und zischt. Die meisten Besu­cher fahren nach kurzer Runde wieder ab. Auf dem kurzen Weg zum Gipfel ist man dagegen meist wieder allein. (Hin und zurück: 1 Stunde, 2,8 Kilometer, auf und ab 90 Meter)

Mietwagenabgabe

Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

Flug (nicht im Preis enthalten)

Von Egilsstadir nach Reykjavik
Egils­stadir – Reykjavik
9 Tage
ab 1.639,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Flüge (wie oben aufgeführt)

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Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.