Brodelnde Schlammtöpfe bei Námafjall

Große Rundreise

Ringstraße und Westfjorde

In einem großen Bogen wird Island umrundet. Neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten kommt man auch an Flecken, wo man ganz allein ist. Einen Höhepunkt bilden die selten besuchten Westfjorde am Ende der Reise.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Keflavik nach Reykjavík

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Mietwa­ge­n­an­nahme
Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Europcar
Fahrzeug: Kia Rio o.ä. (EDAN)
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

Von Keflavik nach Grindavík

24 km | 24 Minuten

Von Grindavík nach Reykjavík

55 km | 49 Minuten

Reykjanes

Mond­landschaft im Südwesten Islands
Die Halb­insel Reykjanes liegt südlich der Haupt­stadt. Es handelt sich um die vulka­nisch aktivste Region des Landes. Erst vor 800 Jahren hat hier ein mehrjäh­riger Vulkan­ausbruch weite Teile der Ober­fläche geformt. Zurückge­blieben ist eine karge Land­schaft aus Lava und Kratern. Eine stetige Boden­e­ro­sion hat zudem in einigen Ecken für wüsten­ar­tiges Terrain gesorgt. Diese besonderen Bedingungen waren der Grund dafür, dass die Gegend in den 1960er Jahren von der NASA als Trai­ningsareal zur Vorbe­rei­tung für die Mond­landung genutzt wur­de. Und auch heute erfährt das Gebiet eine wissenschaft­liche Nutzung: rund 40% der Energie Islands wird im Geothermiekraft­werk Reykja­nesvirkjun gewonnen.
A

Reykjavik

Nördlichste Hauptstadt der Welt

Der erste Dauer­siedler Islands war ein Wikinger, der 874 mit seinen Schiffen die Südküste Islands erreichte. Der Über­liefe­rung nach warf er die Säulen seines Hoch­sitzes ins Meer und gelobte, sich dort niederzulassen, wo das Meer die Säulen wieder an Land spülte.

Einige Jahre später fanden seine Sklaven die Säulen an heißen Quellen in einer Bucht an der Westküste. Ingólfur ließ sich dort nieder und nannte die Stelle Reykjavík, was so viel wie Rauchbucht bedeutet. Heute ist Reykjavik mit 120.000 Einwoh­nern bei weitem die größte Stadt der Insel und beherbergt den nörd­lichsten Regie­rungs­sitz der Welt, die Univer­sität, mehrere Theater und einen Hoch­see­hafen. Doch die Ingólfurs Hoch­sitz­säulen zieren noch immer das Stadt­wappen.

Zu Gast in einem Hafenhotel in Reykjavik

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das bogenför­mige Gebäude im Herzen von Reykjavik beherbergte einst eine Farben­fa­brik, einen Zimmerei­be­trieb und weitere Gewerbe, die mit der Werft und dem Hafen in Zusam­menhang standen.

Nach seiner Renovie­rung ist es zu einem Wahrzei­chen des Vier­tels geworden. Das Design ist origi­nell und farbenfroh, sowohl im Innern als auch von außen: Bunte Tapeten, inter­essante Antiqui­täten und fanta­sievolle Details geben dem Auge viel zu gucken. Die Ausstat­tung der modernen Zimmer steht der Lobby in nichts nach. Im Kino laufen isländi­sche Filme mit engli­schen Unter­ti­teln.

Harpa

Modernes Wahrzei­chen von Reykjavík
Die Harpa ist das Konzert­haus der isländi­schen Haupt­stadt und beherbergt das Sinfo­nie­or­chester sowie die Oper. Nach einer langwie­rigen Bauge­schichte wur­de es 2011 eröffnet. Unver­wech­selbar ist die Fassade, die von dem däni­schen Künstler Ólafur Elíasson – der, wie unschwer zu erkennen, isländi­sche Wurzeln hat – entworfen wur­de und das Bauwerk zu einem modernen Wahrzei­chen von Reykjavík gemacht hat. Inspi­riert von den Licht­stim­mungen Islands sorgt ein waben­ar­tiges Gerüst aus dich­roi­ti­schem Glas für ein wech­selndes Farb­spiel, abhängig von Tages­zeit und Wetter­lage.

Isländi­sches Natio­nalmuseum

Multimediales Kultur­er­lebnis
Das Museum präsen­tiert chro­no­logisch aufge­baut und multimedial die Kulturge­schichte Islands von der Land­nah­mezeit bis in die jüngste Gegenwart. Die älteren Geschichtsepo­chen werden vorwiegend aufgrund archäo­logi­scher Funde präsen­tiert, die neueren Epochen eher volks­kund­lich. Der erste Abschnitt der Ausstel­lung zeigt ein Schiff, wie es die ersten Siedler nutzten, den Abschluss bildet die histo­ri­sche Gepäc­kförder­anlage des Flughafens Keflavík, der Island mit der Welt verbindet. Zum Bestand der Samm­lung gehören etwa 100.000 Objekte und zwei Millionen Fotos.

Hallgrímskirkja

Zwischen Welt­raum­sta­tion und goti­scher Kathedrale
Hoch oben auf der höchsten Erhe­bung Reykjaviks streckt sich die größte Kirche Islands dem Himmel entgegen. Die evangelisch-luthe­ri­sche Pfarr­kirche der Isländi­schen Staats­kirche wur­de nach 40-jähriger Bauzeit 1986 fertig­ge­stellt und nach dem isländi­schen Dichter Hallgrimur Pétur­sson benannt. Auch wenn sich der Architekt von den Basalt­säulen der Vulkan­insel und den Säulen der Gotik inspi­rieren lassen hat, fühlen sich viele Betrachter eher an eine Welt­raum­sta­tion erin­nert. Im Kirchturm befindet sich auf 75 Metern Höhe eine Aussichts­platt­form, die über einen Aufzug zu errei­chen ist. Auf dem Kirch­platz haben die Isländer ihrem berühm­testen Landsmann ein Denkmal gesetzt: Leifur Eiríkson, der Entde­cker Amerikas, steht auf einem Granits­o­ckel und blickt weit über den Betrachter hinweg nach Westen.

Von Reykjavík nach Ranga

177 km | 3:00 h

Secret Lagoon

Dampfbad in heißem Quell­wasser
Die „Geheime Lagune“ bei Flúðir ist ein natür­li­ches Schwimmbad in einem geothermi­schen Gebiet mit heißen Quellen und einem Geysir. Das Wasser ist ganzjährig 38 bis 40 Grad warm, so dass man ganzjährig baden kann. Dabei wird man besonders im Winter von wabernden Dampf­schwaden einge­hüllt. Nebenan gibt es ein Gebäude mit Umklei­de­kabinen und einer Bar. Nach dem Bad kann man einen Rundgang durch das Gebiet machen und sich die heißen Quellen anschauen.

Þingvellir

Ältestes Parla­ment der Welt
Als gegen 930 die norwegi­schen Wikinger Islands Küsten besiedelt hatten, beschlossen sie, jedes Jahr im Juni einen Thing abzuhalten, also eine Volks­ver­samm­lung, auf der Gesetze beschlossen und Urteile gefällt wurden. Damit ist Þingvellir (die „Thingebene“) eines der ältesten Parla­mente der Welt – nach denen in Grie­chen­land und im Römi­schen Reich der Antike. Es bestand bis 1798, als die Dänen den Thing auflösten. Im Jahr 1000 wur­de in Þingvellir die Annahme des Chris­ten­tums beschlossen und 1944 die Republik Island ausge­rufen. Heute ist der Ort Welt­kultur­erbe der UNESCO. Neben dem Parlam­ents­platz sind verwit­terte und überwach­sene Steinmauern zu sehen. Sie waren mit Zelt­planen über­dacht und dienten als Lager­stätten. Ein Rundweg führt über die Ebene und durch die Allmän­ner­schlucht, die geologisch die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien bildet. (2 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)

Wande­rung zum Glymur-Wasserfall

über Stock und Stein
Rund 196 Meter stürzt der Glymur, am Ende des Fjordes Hvalfjörður, in die Tiefe. Von einem Wander­park­platz aus führt ein Pfad entlang des Flusses Botnsá zum Wasserfall. Von Ende Mai bis Juni bieten auch die blüh­enden Lupi­nenfelder einen besonders schönen Anblick. Spätes­tens bei der ersten Fluss­überque­rung zeigt sich jedoch, warum die Tour nur für tritt­si­chere Wanderer mit gutem Schuh­werk geeignet ist. Über einen Baum­stamm und eine Ansamm­lung wasser­umspülter Steine balanciert man vorsichtig zum anderen Ufer. Halt bietet ledig­lich ein parallel gespanntes Draht­seil. Hat man die andere Seite erreicht, folgt ein recht steiler Anstieg hinauf zum Glymur. Auch hier ist eine leichte Hilfe­stel­lung durch einige Seile gewährleistet. Oben ange­kommen, genießt man gegenüber dem Wasserfall einen freien Blick auf die tosenden Wasser­massen.
Der Abstieg erfolgt entweder auf dem glei­chen Weg zurück oder alter­nativ auf der anderen Seite der Schlucht. Um diese zu errei­chen, muss man allerdings durch das Fluss­bett waten. Hier sollte man vorab genaues­tens beob­achten, wie viel Wasser der Fluss führt und ob die Querung sicher ist. Der Weg führt dann zu einer kleinen Grotte, die man bereits auf dem Hinweg passiert hat.
(Hin und zurück: 6,2 Kilometer, 3:00 Stunden, auf und ab: 280 Meter)
B

Þórsmörk

Wanderparadies am Eyjafjallajökull

Der „Wald des Gottes Thor“ liegt in einem Tal hinter der Küste, das auf drei Seiten von Glet­schern umgeben ist.

Das Þórsmörk bildet einen Kessel mit warmem Mikro­klima und ist ein Wander­pa­ra­dies mit einer unver­gleich­lich schönen Land­schaft. Allerdings ist die Anfahrt selbst mit dem Allradwagen nicht ratsam – nicht nur wegen der vielen Schlag­löcher, sondern vor allem wegen der Furten, deren Tiefe nur schwer einzu­schätzen ist. Stattdessen sollte man den Wagen auf dem Park­platz am Wasserfall Selja­landsfoss stehen lassen. Ab Anfang Juni fahren gegen 10 Uhr mehrmals täglich Unimog-Busse ins Porsmörk, die für die 30 Kilometer lange Piste über eine Stunde brau­chen.

Zu Gast in einem Hotel in Ranga

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das überwiegend aus Holz gebaute Hotel hat den Charme einer kana­di­schen Blockhütte. Die Zimmer sind nicht übermäßig groß, aber gemüt­lich und mit Liebe zum Detail einge­richtet.

Wer mehr Platz braucht, kann eine der Themen­suiten in Erwägung ziehen. Das Früh­s­tücksbuffet ist reichhaltig und am Abend wird im Restau­rant mit Blick auf den Fluss tradi­tionelle, isländi­sche und skan­di­navi­sche Küche mit medi­ter­ranem Einschlag serviert. Die frischen Zutaten stammen aus der Umge­bung und wech­seln saisonal. Wer nachts im Außenwhirlpool badet, kann man mit etwas Glück Nord­lichter sehen.

Golden Circle

Rundfahrt zu einem Geothermalgebiet
Der Gullni hringu­rinn, der „goldene Ring“ bzw. die „goldene Rundfahrt“, ist eine Reise­route im Südwesten Islands, die kulturhis­to­ri­sche und natür­liche Sehens­wür­digkeiten mitein­ander verbindet. Besser bekannt ist sie unter dem engli­schen Namen „Golden Circle“. Zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten entlang der Straße zählt der Natio­nal­park Þingvellir, dessen Name über­setzt so viel bedeutet wie „Versamm­lungs­felder“ und wo sich eine der ältesten Parla­ments­stätten der Welt befindet. Eben­falls an der Strecke liegt das Geothermalgebiet Haukadalur mit eindrucksvollen Geysiren, Thermalquellen und der Wasserfall Gullfoss.

Lava Centre

Über die Vulk­an­ge­schichte Islands
Das inter­ak­tive Museum im Schatten des berüc­h­tigten Vulkans Eyjafjal­lajökull erzählt die geologi­sche Geschichte Islands über die Dauer von mehr als einer Million Jahre. Die gravierendsten Erdbeben und Vulkan­ausbrüche der letzten Zeit werden doku­men­tiert. Zentrum ist eine zwölf Meter hohe Halle, in der der Magma­f­luss unter Island simuliert wird, das soge­nannte „wilde Herz Islands“. In einem Kino werden einige drama­ti­sche Erup­tionen in HD präsen­tiert.

Gljúfr­abúi

Verstecktes Juwel
Der 40 Meter hohe Wasserfall Gljúfr­abúi befindet sich in Hamrag­arðar in Südis­land, in der Nähe des bekann­teren Selja­landsfoss. Aufgrund seiner versteckten Lage hinter einer beacht­li­chen Klippe, die sich zur Südküste Islands und zum Atlantik hin öffnet, wird er von den meisten Reisenden über­sehen. Wer sich dem Wasserfall nähern möchte, muss den Bach Gljúfurá, der durch eine Fels­spalte fließt, durch­waten. Nach einigen Metern durch ein enges Tal öffnet sich eine kleine Lücke, und man erblickt den Gljúfr­abúi, der sich in die Tiefe stürzt. Einge­rahmt vom Himmel und moos­be­wach­senen Wänden sowie schwarzer Lava scheint er – vor allem an sonnigen Tagen, wenn sich Regenbögen durch die Gischt bilden – wie einer Fanta­siewelt entsprungen zu sein.
Achtung: Der Weg zum Wasserfall ist nicht einfach – er sollte nur bei guter Gesundheit und mit festem Schuh­werk begangen werden. Sobald der Boden vereist ist, wird von einem Besuch des Wasserfalls abge­raten!

Eyjafjal­lajöküll

Islands berühm­tester Glet­schervulkan
Der „Inselberg­g­let­scher“ ist mit einer Fläche von 78 Quad­ratki­lome­tern der sechstgrößte auf Island. Seine größte Höhe beträgt 1651 Meter. Seine Auslass­glet­scher reichen bis ins Tal auf 150 Metern über dem Meer. Unter dem Eis befindet sich der aktive Vulkan Eyjafjöll mit einer eigenen Magma­kammer. Die ältesten Gesteins­schichten sind 800.000 Jahre alt. Sie sind als flüs­sige, 1200 Grad heiße Lava aus dem Erdin­neren gequollen. Seit der Besied­lung Islands brach der Vulkans allerdings erst viermal aus, zuletzt im Frühjahr 2010, als er den Flugver­kehr in halb Europa lahm­legte. Island­experten und erfah­rene Berg­steiger halten die Wande­rung zum Gipfel für die schönste Berg­stei­ger­tour auf Island. Sie beginnt im Wander­pa­ra­dies Pórsmörk und führt durch damp­fende Lava zum Krater. Wegen der extremen Anstrengung ist die Tour gewöhn­li­chen Urlau­bern nicht zu empfehlen. (Hin und zurück 8 Stunden, 18 Kilometer, auf und ab 870 Meter)

Von Ranga nach Hornafjörður

Von Ranga nach Mýrd­alsjökull

86 km | 1:30 h

Seljavall­alaug

Thermalbad in einem einsamen Tal
Das 1923 gebaute Freibad liegt versteckt in einer kleinen Schlucht am Fuß des Eyjafjal­lajökull. Vom Park­platz, der zu einem modernen Schwimmbad gehört, muss man noch einmal 20 Minuten durch ein immer enger werdendes Tal gehen. Zugegeben, die Anlage ist ein biss­chen verfallen, aber die Umkleiden sind noch nutzbar. Dennoch lohnt das 28 Meter lange und 10 Meter breite Becken einen Besuch. Das Wasser strömt direkt aus dem Felsen und hat eine Tempe­ratur von 30 bis 35 Grad.

Skóga­foss

Wasservor­hang von 25 Metern Breite
Unter­halb des Eyjafjal­lajökull stürzt der Glet­scherfluss Skoga über einen Felsen und bildet einen der eindrucksvollsten Wasser­fälle und belieb­testen Fotomo­tive Islands. Der Wasservor­hang ist über 25 Meter breit und insge­samt 60 Meter hoch. An der östli­chen Seite des Wasserfalls führt ein mehr­tägiger Trekkingpfad, der Laugavegur (Quel­lenweg), hinauf zum Pass Fimmvörðuháls und weiter über die Þórsmörk nach Landm­an­nalaugar.

Skógar

Heimatmuseum vom einsamen Leben
Das Heimatmuseum von Skogar gibt einen Eindruck vom isländi­schen Land­leben früherer Jahrhunderte. Mehrere Gebäude aus dem 19. Jahr­hun­dert sind hier origi­nalge­treu aufge­baut worden, darunter grasge­deckte Torfhöfe, eine Kirche und eine kleine Schule. Auch ein Verkehrs­museum mit einer großen Halle voller Autos, Boote und kleiner Flugzeuge sowie ein größeres Muse­umsgebäude mit Gebrauchsge­gen­ständen und Kunst­hand­werk befinden sich dort. Sehr anschau­lich ist es, wenn die Fjalaköttur (Brettkatze) vorgeführt wird, bei der ein schwerer Stein auf einem Brett als Mausefalle fungiert. Weitere Expo­nate sind die aus Wolle gestrickten Hammel-Kondome und die Kuhblase, die zur Wettervor­her­sage verwendet wur­de.

Auf den Valahn­úkur

Zwischen Glet­schern und Vulkanen
Die Wande­rung beginnt an der Hütte in Langidalur, wohin man sich am besten mit dem Unimog-Bus bringen lässt. Von dort geht es sachte auf einen Berg mit Aussicht über das Þórsmörk, den Glet­scherfluss Krossa und den Eyafjal­lajöküll. Auf dem Rückweg wartet eine leichte Kletterei. (Hin und zurück: 2 Stunden, 5,9 Kilometer, auf und ab: 300 Meter)

Von Mýrd­alsjökull nach Horn­afjörður

206 km | 3:00 h

Fjaðrárgljúfur Canyon

Serpen­ti­nenför­mige Schlucht
Der Fjadr­argljufur (Fjaðrárgljúfur) liegt im Süden Islands und ist eine 100 Meter tiefe und etwa zwei Kilometer lange serpen­ti­nenför­mige Schlucht, die vom Fluss Fjaðrá durch­flossen wird. Die unter Natur­schutz stehende Schlucht wur­de einst durch die Wasser­massen geformt, die sich vom Glet­scher einen Weg zur Küste bahnten. Der Fjadr­argljufur ist Teil des Geoparks Katla und liegt am Rande des riesigen Eldhraun-Lavafeldes. Ein gut markierter und begrenzter Weg führt an der Ostseite zu mehreren Aussichts­platt­formen, die spekta­kuläre Blicke in die Schlucht bieten. Für den Weg benö­tigt man ca. 1 Stunde. Achtung: Die Umwelt­behörde kann beschließen, den Fjadr­argljufur für mehrere Monate am Stück zu schließen – meist im Frühling – um der Vege­ta­tion die Möglichkeit zu geben, sich zu rege­ne­rieren.

Svar­tifoss

Inspi­rie­rende Basalt­säulen
Der Svar­tifoss (schwarzer Wasserfall) ist ein Wasserfall im Süden Islands im Skaf­tafell/Vatnajökull-Natio­nal­park. Seinen Namen verdankt er den dunklen sechs­e­ckigen Basalt­säulen, von denen er umgeben ist. Obwohl er nur eine Fallhöhe von ca. 20 Metern hat, ist er dank dieser Säulen – die isländi­sche Architekten zu Gebäuden wie dem Natio­nal­theater, der Hallgrímskirkja-Kirche in Reykjavik und der Kirche in Akureyri inspi­riert haben – besonders inter­essant. Eine Abzweigung von der Ring­starße 1 führt zum Park­platz des Besu­cher­zentrums. Die dort begin­nende einfache Wande­rung ist gut ausge­schildert und dauert zwischen 60 und 90 Minuten (Stre­ckenlänge ca. zwei Kilometer). Zuerst geht es leicht bergauf in die Gebirgsheide von Skaf­tafell, von dort aus führt der Weg hinunter in die Schlucht unter­halb des Wasserfalls. Nachdem man den Wasserfall und seine Umge­bung genossen hat, sollte man die Basalt­säulen­treppe auf der anderen Seite der Schlucht hinauf­steigen und dem Weg über Lambhagi bis zum Start­punkt folgen.

Skaf­tafell Natio­nal­park

Kurzwande­rung zum Svar­tifoss
Der Skaf­tafell Natio­nal­park war schon einer der größten in Europa, bevor er in den Vatnajökull Natio­nal­park einge­gliedert wur­de. Die Wande­rung führt zu mehreren Wasser­fällen im ehema­ligen Park, unter anderem zum Svar­tifoss, einem Wasserfall, der zu beiden Seiten von Basalt­säulen umrahmt ist. Der vorge­schla­gene Weg ist eine Alter­na­tive zu dem am meisten began­genen. (hin und zurück 2 Stunden, 6,2 km, auf und ab: 170 Meter)
C

Vatnajökull

Faszinierende Welt aus Eis und Feuer

Der „Wasser­glet­scher“ ist der größte Islands und zudem außer­halb des Polargebiets auch der größte Europas.

Er lastet auf einem Plateau und ist rund 8.100 Quad­ratki­lometer groß, was etwa acht Prozent der Fläche Islands entspricht. Das Eisvo­lumen wird auf über 3.000 Kubikki­lometer (!) geschätzt. Wegen der Klima­e­rwär­mung und der vulka­ni­schen Aktivität unter dem Glet­scher hat sich die Eismasse seit Ende des 19. Jahrhunderts um 10 Prozent verringert. Daher hat sich das Land unter dem Glet­scher deut­lich ange­hoben. Seit 2008 besteht der 12.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park Vatnajökull. Er umfasst den Vatnajökull­glet­scher, den ehema­ligen Skaf­tafell-Natio­nal­park, den Jökulsárgljúfur-Natio­nal­park und den Laki-Krater.

Zu Gast in einem Landhotel am Jökulsarlon

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt auf einem Bauernhof und ist das nächste zum Jökuls­arlon. Der Glet­schersee ist etwa 15 Kilometer entfernt.

Die geräu­migen und hellen Zimmer sind im skan­di­navi­schen Landhaus­stil einge­richtet. Es gibt einen großen Aufent­haltsraum mit Kaffee­ma­schine. Ein gutes Restau­rant bietet tradi­tionelles isländi­sches Essen an. Das Heimatmuseum informiert darüber, wie die Bewohner der isländi­schen Südküste über Hunderte von Jahren Eis, Schnee und Kälte trotzten.

Jökulsárlón

Größter Glet­schersee Islands
Der bekann­teste und größte aller Glet­scher­seen in Island liegt am Südrand des Vatnajökull. Der Jökulsárlón ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter errei­chen. Sie lösten sich von der Glet­scherzunge des Breiðamerkurjökull ab. Oft sind Farb­un­ter­schiede in den Eisbergen zu beob­achten. Das Blau rührt von verschiedenen Kris­tallen im Eis und deren Reflexion her, das Schwarz von vulka­ni­scher Asche. Rund um den See gibt es mehrere Wander­wege, von denen Robben und im Juni und Juli auch Raubmöwen gesehen werden können. Zwischen Glet­schersee und dem Atlantik erstreckt sich ein schwarzer Vulk­an­strand. Man nennt ihn auch „Diamant­strand“, weil er von glitzernden Eisbergen gesäumt wird.

Von Horn­afjörður nach Borgarfjörður Eystri

313 km | 5:00 h

Sveinstekksfoss

Enge Schlucht und impo­sante Basalt­schichten
Der Sveinstekksfoss ist ein Wasserfall, gebildet durch den Fluss Fossá nord­öst­lich der Stadt Djúpivogur. Der Wasserfall stürzt 49 Meter tief in eine enge Schlucht, die durch Basalt­schichten geprägt ist. Das Wasser schlängelt sich dann durch die enge, gewun­dene Schlucht zu einer kleinen Lagune an der Mündung. Obwohl der Wasserfall für isländi­sche Verhält­nisse nicht sonder­lich beein­dru­ckend ist, ist die Geologie einzig­artig und die Land­schaft sehr reizvoll. Vom Park­platz an der Straße läuft man eine kurze Strecke bis zum Rand der Schlucht, von wo aus man den Wasserfall sehen kann.

Breiðdalur

Fast menschenleeres Tal in den Ostfjorden
Die Landgemeinde in den Ostfjorden hat rund 180 Einwohner, die sich auf ein Gebiet von 452 Quad­ratki­lome­tern verteilen. Das entspricht einer Bevöl­ke­rungs­dichte von ca. 0,4 Einwoh­nern pro Quad­ratki­lometer. Mehrere Wander­routen führen durch das mit 40 Kilome­tern längste Tal der Insel, an dessen Ende der Haup­tort Breiðdalsvík liegt. Im Winter und im Frühjahr sieht man häufig Rentier­herden auf dem Weide­land im Tal und auf der Hoch­e­bene Breiðdalsheiði. Hier kann man zudem Schnee­hühner und Wildgänse beob­achten oder auf Islandpferden reiten. Im kleinen See Heiðarvatn kann man Forellen fischen.

Minjasafn Aust­ur­lands

Heimatmuseum in einem histo­ri­schen Bauern­haus
Das kleine Heimatmuseum wur­de 1943 gegründet und informiert zu Kultur, Gesellschaft und alltäg­l­i­chem Leben im länd­li­chen Raum Ostis­lands während der vergan­genen Jahrhunderte. Es gibt zwei Dauer­aus­stel­lungen. Eine beschäf­tigt sich mit Themen des Haushalts, während die andere sich darauf konzen­triert, die besondere Rolle der Rentiere für das Leben in der Region zu erläu­tern.
D

Ostfjorde

Heringsfang an zergliederter Küste

Die Austfirðir im Osten Islands bestehen aus knapp 20 Fjorden, die die Küste zergliedern. Sie ähneln den Westfjorden, aber alles ist etwas kleiner.

Sie sind weit von den vulka­ni­schen Zentren entfernt, sodass die Land­schaft älter ist und weniger Verände­rungen unterworfen ist. Der Granitfels ist dunkel. Die bekann­testen Fjorde sind der Norðfjörður mit der Ortschaft Neskaup­staður und der Eskifjörður mit einem Fischerdorf glei­chen Namens. Die Menschen leben vom Heringsfang und in jüngster Zeit auch vom Tourismus.

In einem Gästehaus in Borgarfjörður Eystri

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus befindet sich in einer ehema­ligen Fischfa­brik in Borgarfjörður Eystri, einem kleinen Fischerort in den Ostfjorden.

Bei der umfang­rei­chen Renovie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, den alten, authen­ti­schen Charme zu bewahren. Alle Wohn­ein­heiten sind in einem klaren, aber dennoch gemüt­li­chen Stil einge­richtet und sind geräumig; die Bäder sind modern ausge­stattet. Das haus­ei­gene Restau­rant serviert gesunde Küche aus lokalen Zutaten, aus denen inter­na­tio­nale Gerichte mit einem isländi­schen Touch kreiert werden. Im haus­ei­genen Spa kann man nach einem aktiven Tag entspannen; vom Whirlpool aus eröffnet sich ein weiter Blick in die Natur. Der Hafen von Borgarfjörður Eystri ist ein idealer Ort, um Papa­gei­entau­cher aus nächster Nähe zu beob­achten.

Húsey

Reit­touren
Die Pferdefarm Húsey liegt rund 55 Kilometer nörd­lich von Egils­staðir zwischen den zwei Flüssen Lagarfljót und Jökulsá, inmitten unbe­rührter Natur. Bei einer geführten Reit­tour auf einem Islandpferd bietet sich die Gelegen­heit, wunderbare Panoram­a­blicke über die Land­schaft zu erleben und Seehunde zu beob­achten. In der Hoch­saison (von Mai bis September) sind regelmäßig stattfin­dende Reit­touren von zwei Stunden täglich um 10:00 Uhr und 17.00 Uhr geplant; wer teil­nehmen möchte, muss mindes­tens 30 Minuten vorher eintreffen. Auch längere Touren von vier Stunden oder Zwei­t­age­strecks können im Voraus gebucht werden. Die kürzeren Touren sind glei­cher­maßen für Anfänger wie auch für Fortge­schrit­tene geeignet.

Von Borgarfjörður Eystri nach Mývatn

207 km | 3:30 h

Ódáðahraun

Die Lavawüste der Geäch­teten
Die „Wüste der Misse­täter“ ist ein Lavafeld, das bis zum Horizont reicht. Mit einer Fläche von 5.000 Quad­ratki­lome­tern ist es doppelt so groß wie das Saar­land. Wegen der Trocken­heit ist es fast vege­ta­ti­onslos. Nur an den wenigen Flüssen, die vom größten Glet­scher Europas, dem Vatnajöküll, herab­strömen, ist es grün. Ansonsten domi­nieren gelb, braun und schwarz – je nach Alter und Konsis­tenz der Lava, die sich seit über 10.000 Jahren immer wieder ergießt. In diese furch­t­er­regende Einöde flüch­t­eten sich in vergan­genen Jahrhunderten die Misse­täter. Statt sie – wie in anderen Kulturen – mit dem Tod zu bestrafen wurden sie auf Island geächtet und konnten als Vogelfreie von jedem getötet werden. Die Gisli Saga, die in den 1980er Jahren verfilmt wur­de, erzählt davon.

Hengifoss

Zum viert­höchsten Wasserfall Islands
Der Wasserfall gehört zu den größten Naturwundern Islands. Mit einer Höhe von 118 Metern ist er der viert­höchste Wasserfall der Insel. Im Lava­hin­ter­grund des Wasserfalls findet man rötliche, körnige Lehm­schichten aus Vulka­na­sche. Die rötliche Farbe entsteht durch das enthal­tene Eisen­oxid. (hin und zurück: 2 Stunden, 4,7 Kilometer, auf und ab: 250 Meter)

Stuðlagil Canyon

Basalt­säulen am Ufer des Jökla
Tief im Glet­schertal Jökuldalur liegt der Basaltcanyon Stuðlagil. Erst seit den frühen 2000er Jahren, seitdem der Glet­scherfluss Jökla durch den Kárahnjúkar-Stau­damm gebän­digt wur­de, ist die besondere Schlucht für Besu­cher zugäng­lich. Zuvor lagen die Basalt­säulen voll­ständig unter der Wasser­ober­fläche.
Vom Gutshof Klaustursel aus folgt man dem Lauf des nun recht zahmen Jökla nach Süden. Der Weg ist zum Teil recht schmal und an einigen Stellen auch rutschig. Wander­erfah­rung sowie gutes Schuh­werk sind für die Tour also Voraus­setzung. Wer bis in die Schlucht hinunter möchte, muss sich zudem auf kleinere Kletter­par­tien gefasst machen. Generell sollte man sich im Voraus über die Wegbedingungen erkun­digen. Nach starken Regen­fällen sowie nach der Schnee­schmelze zwischen April und Mai kann der Fluss deut­lich mehr Wasser führen, sodass der Weg unpas­sierbar wird.
(Hin und zurück: 9,9 km, 3:10 Stunden, auf und ab: 110 Meter)
E

Mývatn

Geothermalgebiete und Krater am Mückensee

Der „Mückensee“ hat seinen Namen von den großen Schwärmen Zuckmü­cken, die im Sommer in schwarzen Säulen­forma­tionen tanzen.

Doch sollte man sich nicht abschre­cken lassen. Sie sind harmlos und sogar nütz­lich als Fisch- und Enten­futter. Er ist gleichzeitig das Zentrum vieler vulka­ni­scher Aktivi­täten. Bei Skútu­staðir gibt es die einzigen Pseudok­rater auf der Erde. Bei Nama­fjall brodeln Schlammtöpfe in einer stin­kenden Hexen­küche.

Zu Gast in einem Blockhaushotel am Mývatn

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die kleine Feri­en­anlage liegt in der Nähe des Sees Mývatn. Sie besteht aus einfa­chen Gäst­e­häusern im Blockhaus­stil.

Ein paar Schritte entfernt davon kommt man zum Cowshed Restau­rant, das für seine isländi­schen Speziali­täten über die Region hinaus bekannt ist. Neben dem Früh­stück werden dort auch alle anderen Mahlzeiten serviert. Von manchen Tischen blickt man in den Kuhstall, von anderen auf den See. Angrenzend gibt es einen Shop mit hand­gemachten Waren, darunter Lebens­mittel und Kleidung aus Schurwolle.

Ausflug (OPTIONAL)

Rundflug (1,5 Stunden, englisch)

Mýflug Air bietet verschiedene Rundflüge über Island an. Die Firma ist am Flughafen Mývatn statio­niert, liegt also in einem besonders inter­essanten vulka­ni­schen Gebiet.

Mit einem Kleinflugzeug geht es über Vulkane und Glet­scher, über Ödland und reißende Flüsse.

Húsavík

Euro­päi­sche Walhaupt­stadt
Die 2000-Einwohner-Stadt liegt in der Skjál­fandibucht und gilt als euro­päi­sche Haupt­stadt der Walbe­ob­ach­tung. Auf den Walsafaris kann man vor allem Zwergwale und Delfine entde­cken. In der Nähe des Hafen betreibt das Euro­päi­sche Walzentrum ein Museum, das drei­spra­chig (isländisch, englisch, deutsch) beschrieben ist. Húsavík ist ferner ein Ausgangs­punkt für Ausflüge in die Region des Mývatn, eine vulka­nisch sehr aktive Region.

Myvatn Nature Baths

40 Grad heißer Thermalsee
Das Naturbad liegt an der Ostseite des Myvatn. Es wur­de im Jahr 2004 eröffnet. Ähnlich wie in der Blauen Lagune wird mine­rali­enrei­ches Wasser aus einem Bohrloch in eine kleine Senke geleitet. Das Wasser in dem 5.000 Quad­r­at­meter großen Badesee hat ganzjährig eine Tempe­ratur von 38°C bis 40°C. Neben dem See gibt es einige kleinere Becken mit unter­schied­li­cher Tempe­ratur. Zum Myvatn Nature Bath gehört ein Bade­haus mit Umklei­de­räumen und Duschen sowie ein Restau­rant.

Hljóðak­lettar

Die flüsternden Felsen
Die skurrilen Felsen von Hljóðak­lettar liegen im Norden Islands, am West­ufer der Jökulsácanyon. Die besondere Land­schaft entstand vor rund 8.000 Jahren, als der unter dem Fluss­bett liegende Vulkan ausbrach und glüh­endes Gestein an die Ober­fläche spuckte. Das Gemisch aus Wasser, Gas und Feuer sorgte zunächst für gewal­tige Explo­sionen. Als das Magma schließ­lich anfing zu erstarren, bildeten sich Tuff­stein und jene Basalt­forma­tionen, die die Gegend heute prägen. Im Laufe der Jahr­tausende wur­de der Tuff­stein durch den Lauf des Wassers abge­tragen, sodass die Basalt­säulen frei­gelegt wurden. In ihren unter­schied­li­chen Formern erin­nern sie an Tiere, Gebäude und Fabel­wesen. Einige Felsen sind auch geformt wie eine Hörmu­schel, sodass sie die Geräu­sche ihrer Umge­bung wider­hallen lassen. Dieses spezi­elle Merkmal hat ihnen auch ihren Namen einge­bracht, der über­setzte „Echofelsen“ bedeutet. Ein Fußweg führt von einem kleinen Wander­park­platz zum Ufer des Jökulsá á Fjöllum Fluss, entlang der Lava­forma­tionen und wieder zurück.

Dimmuborgir

Ruinen, Türme und Gespenster­häuser am Pseudok­rater
Die „dunkle Burg“ ist ein Lavafeld mit schwärz­li­chen, bizarren Felsen, die an Ruinen, Türme und Gespenster­häuser erin­nern. Die isländi­schen Sagen erzählen von Dimmuborgir als Ort von Elfen und Trollen. Nord­öst­lich erheben sich der Hver­fjall, ein Pseudok­rater, der vor 2500 Jahren entstand, als heiße Lava in einen See gelaufen ist. Das explo­si­ons­artig verdamp­fende Seewasser hat ein gigan­ti­sches Loch gesprengt. Wer den Rand des „Kraters“ ersteigt, sieht zwar keine Lava, hat aber eine phan­tas­ti­sche Aussicht. (Hin und zurück: 2:10 Stunden, 7,8 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Náma­fjall

Brodelnde, stin­kende Hexen­küche
Im Osten des Sees Mývatn liegt der Berg Náma­fjall. Dort köcheln Schlamm­tümpel vor sich hin, andere schmatzen und verspritzen schlam­mige Brühe. Schwefel und andere Mine­ralien machen das Solfata­renfeld zu einer gelb-rot-weißen Hexen­küche, in der es stinkt und brodelt, gurgelt, dampft und zischt. Die meisten Besu­cher fahren nach kurzer Runde wieder ab. Auf dem kurzen Weg zum Gipfel ist man dagegen meist wieder allein. (Hin und zurück: 1 Stunde, 2,8 Kilometer, auf und ab 90 Meter)

Rauðhólar

Zwischen mäch­tigen Vulk­anschloten
Rauðhólar besteht aus einer Reihe von Kratern im Natio­nal­park Jökulsárgljúfur. Die 6.000 Jahre alte Bergkette leuchtet in präch­tigen Farb­tönen. Rotgefärbte Vulk­anschlacke kontras­tiert mit blauem Rhyolith. Der faszi­nierende Wanderweg windet sich vom Park­platz Vesturd­alur hinauf und führt zwischen gewal­tigen Vulk­anschloten entlang. (hin und zurück: 1:30 Stunden, 5 Kilometer, auf und ab: 130 Meter)

Von Mývatn nach Siglufirði

163 km | 3:00 h

Goða­foss

Wasserfall der Götter
Goða­foss, der oft Wasserfall der Götter genannt wird, liegt im Nord­osten der Insel und ist einer der größten Wasser­fälle Islands. Der Legende nach warf Þorgeir Ljósvet­ningargoði, der Gesetz­spre­cher am alten Alþingi Parla­ment, die nordi­schen Götter­statuen in den Wasserfall, als Island christ­lich wur­de. Andere sagen, der Name komme von der außergewöhn­li­chen Schön­heit des Ortes. Tatsäch­lich ist der Wasserfall, der durch den Fluss Skjál­fand­af­ljót gespeist wird, ein beein­dru­ckendes Schau­spiel. Er ist bis zu 17 Meter hoch und fällt über 30 Meter breite hufei­senför­mige Klippen; je nach Wasser­stand teilen diese ihn in zwei oder mehr einzelne Fälle.

Akureyri

Hafen­stadt am Eyjafjördur
Die Stadt mit knapp 20.000 Einwoh­nern liegt am Fjord Eyjafjördur im Norden Islands. Bereits um 1000 nach Christus standen hier die ersten Bauern­häuser. Aber erst als die Dänen um 1600 einen Hafen mit Handels­posten grün­deten, entwi­ckelte sich nach und nach eine Stadt. In der Mitte befindet sich die in den 1940er-Jahren errich­tete Kirche von Akureyri mit Bunt­glasfenstern, die Szenen aus der isländi­schen Glau­bensge­schichte zeigen. Vom Vorhof der Kirche aus ist der Fjord zu sehen. Im nahe gelegenen Kunst­museum Akureyri werden zeitge­nös­si­sche Werke isländi­scher und inter­na­tio­naler Künstler ausge­stellt.

Bota­ni­scher Garten Akureyri

Arkti­sches Expe­ri­men­tierfeld am Polark­reise
Der Bota­ni­sche Garten liegt 45 Meter über dem Fjord im Süden von Akureyri. Seine extreme Lage 50 Kilometer südlich vom Polarkreis macht ihn zu einem inter­essanten Versuchsgarten. Es wird erprobt, welche Sträu­cher, Bäume und andere Pflanzen am Rand der Arktis über­dauern können. Neben arkti­schen Gewächsen werden im Garten Pflanzen aus den gemäßigten Breiten und den Hoch­ge­birgen der Erde kultiviert. Die isländi­schen Pflanzen sind mit etwa 400 Arten in mehreren Teilen des Gartens präsent. Das sind etwa 80 % der in Island vertre­tenen Arten. Der Eintritt in den Garten ist frei. Die Tore sind stets geöffnet.
F

Tröllaskagi

Gebirgige Troll-Halbinsel

Tröllaskagi, die „Troll-Halb­insel“, liegt im Norden Islands nordwest­lich der Stadt Akureyri. Viele Berge errei­chen Höhen über 1000 Metern.

Die Eiszeit hat dort viele kleine Glet­scher zurückge­lassen. Vulkane haben sich aufge­türmt und Glet­scher tiefe Trogtäler ausge­ho­belt. Sied­lungen gibt es nur an der Küste: Dort befinden sich die Ortschaften Hofsós, Siglufjörður, Ólafsfjörður und Dalvík. Der höchste Berg ist der 1538 Meter hohe Kerling, der höchste Berg in den Küsten­regionen Islands. Die Isländi­sche Ring­straße Hringvegur durch­quert die Halb­insel in Ost-West-Rich­tung und überquert dabei den Pass Öxnadalsheiði (540 m) sowie das Öxnadalur.

In einem Gästehaus in Siglufjörður

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Was man von außen kaum bemerkt: das Gäste­haus ist eine nette Unter­kunft mit einem ganz spezi­ellen Charme.

Das merkt man schon in der Lobby, wo es verschiedene wohnzimmer­ähn­liche Sitz­gruppen gibt. Jedes Zimmer ist anders und origi­nell einge­richtet. Der Küchen­chef des haus­ei­genen Restau­rants stammt aus Marokko und verbindet auf krea­tive Weise die Kochkunst seine Herkunft­lands mit den Zutaten der isländi­schen Küche. Ein weiteres Plus ist die zentrale Lage nahe dem Hafen.

Herring Era Museum

Geschichte des Heringsfang
Siglufjörður, die nörd­lichste Stadt Islands, war einst die Haupt­stadt des isländi­schen Herings. Das Herring Era Museum umfasst fünf Ausstel­lungs­gebäude mit einer Gesamt­fläche von 2.500 Quad­r­at­me­tern und ist das größte Schifffahrts­museum in Island. Es ist ein schön gestal­tetes Museum, das Einblicke in die Geschichte des Heringsfangs und die Heringsver­arbei­tung bietet. Von der Seekarte bis zum Fischkutter kann man sich alles anschauen. Auch für Kinder ist es gut geeignet, da man z. B. in eines der Fischerboote klettern kann. Im Anschluss bietet es sich an, in eines der nahegelegenen Restau­rants zum Herin­gessen zu gehen.

Von Siglufirði nach Hvamm­stangi

202 km | 3:00 h

Vesturfa­ra­se­trið/Hofsós

Altes und Neues Leben der Emigranten
Das Isländi­sche Auswande­rungs­zentrum befindet sich im Dorf Hofsós, aus dessen Umge­bung der erste weiße Siedler in Amerika, Thor­finnur Karlsefni, stammte. Er soll sich mit seiner Frau zwischen 1004 und 1006 in Vinland (Neufund­land) niederge­lassen haben. Ihr Sohn Snorri war der erste von Einwande­rer­eltern in Nord­ame­rika geborene Euro­päer. Nach ihrer Rückkehr nach Island ließen sie sich in Glaumbær in der Nähe von Hofsós nieder.
Das Dorf Hofsós, eines der ältesten Handels­zentren Islands, war ebenso wie der Rest des Landes von den Hungersnöten und der dadurch verur­sachten Emig­ra­tion vieler Iren im späten 19. Jahr­hun­dert betroffen und verfiel zuse­hends. 1990 schließ­lich begann Valgeir Thorvaldsson mit der Restau­rie­rung des alten Dorfkerns mit dem Ziel, die Zeug­nisse tradi­tioneller Architektur zu erhalten und Hofsós zu einer kulturellen Attrak­tion zu machen. Als erstes wur­de das Hofsós-Lager­haus (Pakkhúsið), eines der ältesten Gebäude Islands aus dem späten 18. Jahr­hun­dert, sorgfältig restau­riert – viele weitere folgten. Das 1996 gegrün­dete Auswander­er­zentrum behandelt die Auswande­rungs­welle, als rund 20.000 Isländer zwischen 1870 und 1914 ihr Heimat­land in der Hoff­nung auf bessere Lebens­bedingungen verließen.

Hof Glaumbær

Torfbau in Perfek­tion
Der Bauernhof Glaumbær aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist einer der am besten erhal­tenen Höfe, die in der für Island typi­schen Torfbauweise errichtet wurden. Bis Ende des 19 Jahrhunderts war dies der typi­sche länd­liche Baustil. Holz stand als Baustoff nur in begrenzter Menge zur Verfügung. Die tragende Konstruk­tion wur­de häufig aus Treib­holz errichtet, da es durch die Einwirkung des Meer­was­sers sehr haltbar war. Die Außenwände bestanden aus dicken Torf­schichten, das Dach war mit Gras gedeckt. Die Wände wurden meis­tens im Fischgrä­t­enmuster aufge­schichtet, was ihnen die nötige Stabilität verlieh. Besonders wichtig war der rich­tige Neigungs­winkel des Gras­da­ches, um Wasser­stauungen einer­seits, Austrock­nung anderer­seits zu verhindern. Um die Stabilität zu erhöhen, wur­de jeder Raum als eigenes kleines Haus gebaut, wobei die wich­tigsten Räume durch einen zentralen Gang verbunden wurden. Heute können die 13 Räume des Hofes besich­tigt werden, in denen man einiges über ihre Geschichte und Bedeu­tung erfährt.

Hvíts­erkur

Versteinerter Troll im Fjord
Der riesige Basaltfelsen Hvíts­erkur steht wenige Meter vom Ufer entfernt im Hunafjord und ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Der Legende nach ist es ein versteinerter Troll, der vor langer Zeit versuchte, das Kloster Þingeyrar, am anderen Ufer des Fjordes befand, mit Steinen und Felsbro­cken zu bewerfen. In seinem Zorn achtete er nicht auf den Sonnen­aufgang und erstarrte im Sonnen­licht. Er ist etwa 15 Meter hoch und zwei Metern breit. Im Jahr 1990 zierte der Felsen eine isländi­sche Brief­marke, lange bevor er zum vielfotogra­fierten Hotspot für Touristen wur­de. Vom Park­platz führt ein Schot­terweg hinunter zum Strand. Der Schot­terweg ist recht steil und rutschig, weshalb festes Schuh­werk unbedingt zu empfehlen ist; pro Weg sollte man ca. 15 Minuten einplanen. Man kann aber auch von einer Aussichts­platt­form, die sich in der Nähe des Park­platzes befindet auf Strand und Felsen hinun­ter­bli­cken. .
G

Húnaflói

„Eisbär-Bucht“ zwischen den Westfjorden und Skagi

Die größte Bucht im Norden Islands trennt die Westfjorde vom Rest der Insel. Der Name Húnaflói bedeutet „Bucht des jungen Eisbärs“, weil mit dem Treibeis, das von Grön­land kommt, manchmal Eisbären landen und die Bucht unsi­cher machen.

Viel häufiger sind allerdings die Robben, von denen es in der Bucht mehr gibt als irgendwo sonst auf Island. Wer auf der Ring­straße 711 die Halb­insel zwischen Hvamm­stangi und Thingeyrar umrundet, kommt zudem an markanten Klippen und einem unter­spülten Felsen vorbei. Der Hvits­erkur ähnelt einem versteinerten Nashorn.

Zu Gast in einem Homestay in Hvammstangi

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die liebevoll einge­rich­teten Bungalows im Landhaus­stil mit eigener Terrasse und weitem Blick auf den Fjord liegen etwa einen Kilometer vor dem Orts­ein­gang.

Jeden Morgen finden sich die Zutaten zu einem frischen Früh­stück im Kühlschrank, Gelegen­heiten zum Abend­essen finden sich bei einem Ausflug ins Dorf.

Borgarvirki

Wikinger­burg auf einem Berg aus Basalt­säulen
Im Westen von Húnavatns­sýsla liegt unweit der Lagune Hóp eine der ganz wenigen Festungs­anlagen in Island. Auf einem 15 Meter hohen natür­li­chen Boll­werk aus Basalt­säulen ruht die eigent­liche Burg, in der man die Reste von zwei Hütten und einem Brunnen aus der Wikingerzeit gefunden hat. Vermut­lich stammt das Bauwerk, um das sich Sagen und Legenden ranken, aus dem 10. oder 11. Jahr­hun­dert und diente als Schutz gegen inne­ris­ländi­sche Feinde. Von oben hat man einen weiten Blick über das Ödland.

Von Hvamm­stangi nach Ísafjörður

368 km | 5:00 h

Vestfirðir

Drama­ti­sche Wildnis, grenzen­lose Einsamkeit
Mit dem Rest von Island sind die Westfjorde nur über einen schmalen Landhals verbunden. Im Nordwesten liegt die Däne­mark­straße (isländisch: Græn­landssund) und im Nord­osten die Grön­landsee. Die grandiosen Fjorde im Westen reichen tief ins Land hinein, weshalb die Land­wege sehr weit sind. Vestfirðir ist extrem dünn besiedelt und leidet unter der Landflucht. Auf einen Quad­ratki­lometer kommt heute weniger als ein Einwohner, was an der Abge­legen­heit der Halb­insel liegt. Bei Unwetter und Schnee sind die Schot­ter­straßen manchmal unpas­sierbar. Wer Einsamkeit und drama­ti­sche Landschaften sucht, wird sie an diesem äußersten Vorposten Europas finden.
H

Ísafjörður

Eingezwängt zwischen den schroffen Bergen des Eyrarfjall und des Kikjubóslsfjall liegt die Stadt mit 2500 Einwoh­nern, die vor allem von der Fischerei lebt.

Sie liegt auf einer Sandbank im Fjord, die immer wieder aufge­schüttet wur­de, um Neuland zu gewinnen. Heute reicht die Halb­insel schon fast von einem Ufer zum anderen. Wer den Norden der Westfjorde erkunden will, findet in der über 1.100 Jahre alten Stadt eine gute Basis.

Zu Gast im Hotel am Hafen von Ísafjörður

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das von außen etwas unscheinbare Hotel liegt zentral in Hafen­nähe. Es hat große und modern einge­rich­tete Zimmer.

Der Service ist nett und das Früh­stück frisch und reich­lich. Gute Restau­rants sind in der Nähe.

Ausflug (OPTIONAL)

Bootsfahrt in die Fjorde (2 Stunden, englisch)

Zu den Fjorden Ísafjarðardjúp führt keine Straße. Der gesamte nord­öst­liche Teil der Westfjorde ist uner­schlossen.

Die einzige Möglichkeit, die erha­bene Land­schaft kennenzulernen, ist eine Bootsfahrt. Zwei Stunden dauert die Safari im Motorboot, das maximal zwölf Gästen Platz bietet. Nach einer Einweisung in die Sicher­heits­be­stim­mungen und dem Anziehen der Over­alls und Schwimmwesten fährt man vom Hafen in Isafjördur nach Norden und kommt bald an der Vogelinsel Vigur vorbei, wo man Papa­gei­entau­cher und andere Meeresvögel sieht. Wahr­schein­lich begegnet man unter­wegs auch Walen.

Dokkan Brugghús

Famili­en­geführte Brauerei in den Westfjorden
Die kleine Brauerei wur­de 2017 gegründet und ist hinsicht­lich ihrer Lage in den Westfjorden einzig­artig. Der Famili­en­be­trieb versteckt sich in einem unscheinbaren Gebäude, nahe dem Anleger der Kreuzfahrt­schiffe. Die eigens produ­zierten Bier­sorten können in unter­schied­li­chen Zusam­men­stel­lungen zum Verkosten bestellt werden.

Byggðasafn Vestfjarða

Heimatmuseum
Das Heimatmuseum der Westfjorde in Ísafjörður befindet sich im histo­ri­schen Sied­lungs­kern Neðs­tik­aup­staður, dem ältesten erhal­tenen Häuser­en­semble Islands aus dem 18. Jahr­hun­dert, als die Dänen das Handelsmo­nopol hatten. Die Ausstel­lung zur Fischerei zeigt einen Quer­schnitt durch 1.000 Jahre Fischfang und Fischver­arbei­tung, dem Haupt­erwerbszweig der Westfjorde.

Von Ísafjörður nach Patrek­sfjörður

145 km | 3:00 h

Mýrarfjall

Aussichtsberg über dem Dyrafjördur
Der Berg Mýrarfjall thront 675 Meter über dem Meer und bietet eine phan­tas­ti­sche Aussicht über den Fjord Dyrafjördur und den Atlantik im Westen. Vom Park­platz aus ist der Anstieg einfach. Er führt immer auf dem Kamm entlang. Wer anschließend auf der Straße noch ein paar Kilometer nach Westen fährt, kommt nach Skrúður, wo ein Pastor neben seiner Kirche 1909 einen für Island einzig­ar­tigen bota­ni­schen Garten ange­legt hat. (hin und zurück: 1:45 Stunde, 4,7 Kilometer, auf und ab: 190 Meter)

Dynjandifoss

Schönster Wasserfall auf den Westfjorden
Der schönste Wasserfall in den Westfjorden ist 100 Meter hoch und breit aufge­fäc­hert. Im Sommer stürzen hier bis zu acht Kubikmeter in der Sekunde herab. Unter­halb des großen Fjallfoss folgen noch fünf kleinere Wasser­fälle. (hin und zurück: 0:45 Stunde, 1,5 Kilometer, auf und ab: 150 Meter)
I

Látrabjarg

Vogelparadies an der Steilküste im Westen Islands

Islands äußerste West­spitze könnte kaum einsamer sein. Bis zum Leucht­turm gibt es noch eine holp­rige Schot­ter­straße.

Am Park­platz beginnt dann eine 14 Kilometer lange, spekta­kuläre Steil­küste, die bis zu 450 Meter senk­recht aus dem Meer ragt. Die Klippen sind ein Para­dies für Millionen von Seevögeln: Papa­gei­tau­cher brüten hier im Frühs­ommer bis Anfang August direkt unter­halb des Weges, der am Klippen­rand entlang führt. Weiter unten haben andere Vogel­arten ihre Nester, darunter Eissturmvögel und Dreize­henmöwen. Südöst­lich liegt eine der gefürch­tetsten Schiffs­pas­sagen Islands, in der schon viele Schiffe versunken sind.

Zu Gast in einem Hotel in Patreksfjörður

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt zentral in dem kleinen Fischerdorf, nur wenige Meter vom Fjord, der Haupt­ein­kaufs­straße und den wenigen Restau­rants des Ortes entfernt.

Von hier lassen sich einige der belieb­testen Attrak­tionen Islands erkunden: die Vogelfelsen von Látr­abjarg, der Dynjandi Wasserfall und der rote Sand­strand von Rauðasandur. Die Zimmer sind für isländi­sche Verhält­nisse groß und komfor­tabel. Einige haben Blick aufs Meer und die Berge. Das haus­ei­gene Restau­rant serviert lokale Speziali­täten und natür­lich frischen Fisch.

Rauðisandur

Wilde, schöne Einsamkeit
In der Einsamkeit der Westfjorde liegt ein ganz besonderer Strand. Je nach Tages­zeit und Wetterbedingungen zeigt sich der rote Sand des Rauðisandur in unter­schied­li­chen Farb­in­ten­si­täten. Mal in eher dezenten Erdtönen, mal in geradezu strah­lendem Orange. Bei Ebbe lädt der kilome­terweite Sand­strand lädt zu ausge­dehnten Spaziergängen ein. Steile Felsen ragen aus der endlosen Sand­fläche an der Bucht. Doch Vorsicht bei Flut: dann strömt das Wasser im Schritt­tempo land­einwärts. Bisher ist Rauðisandur vom Tourismus noch weitestge­hend unent­deckt, sodass man meist allein zwischen Wasser, Himmel und Erde ist – ein Inbe­griff für die einsame Schön­heit der Westfjorde. Allerdings ist die Anfahrt nur etwas für sichere Fahrer – und auch diese sollten die Strecke nur bei gutem Wetter in Angriff nehmen. Denn auf den letzten Kilome­tern windet sich eine ausgefah­rene Schot­ter­straße in Serpen­tinen zum Strand hinunter.

Von Patreksfjörður nach Hellnar

Fähre

Von Patrek­sfjörður nach Brjáns­lækur

57 km | 48 Minuten

Von Brjáns­lækur nach Stykkishólmur

(inkl. Fähr­überfahrt) Dauer: 3:00 h
Die Fähre Baldur fährt das ganze Jahr auf dem Breiðafjörður zwischen Stykkishólmur und Brjáns­lækjar und hält an der Insel Flatey. An Bord gibt es ein Restau­rant.

Zur Unter­kunft

88 km | 1:30 h

Bjar­narhöfn

Hai-Museum auf ehema­ligem Wikinger-Hof
Der Hof Bjar­narhöfn wird bereits im Land­nah­me­buch aus dem 11. Jahr­hun­dert erwähnt, als der Wikinger Björn sich hier nieder gelassen haben soll, wohl ein Sohn des bekannten Häupt­lings Ketill Flach­nase, der um 890 n.Chr. mit seiner Familie nach Island kam. Der heutige Besitzer, Hildib­randur Bjar­nason, hat mit seiner Familie auf dem Hof ein kleines, aber eigenwil­liges Hai-Museum einge­richtet – das Shark Museum über Fang und Verarbei­tung des Grön­landhais. Wer will, kann auch mal kosten. Hákarl heißt die isländi­sche Spezialität aus dem fermen­tiertem Haif­leisch. Zu den kleinen Würfeln gibt es dunkles Brot.
J

Snæfellsnes

Island in Miniatur

Die „Schnee­berghalb­insel“ in Westis­land ist von außergewöhn­li­cher Schön­heit. Sie wird auch „Island in Miniatur“ genannt, weil sie auf kleinster Fläche alle Reize der großen Insel wiedergibt.

An der Spitze der Halb­insel ragt weithin sichtbar der Snæfellsjökull empor – ein 1446 Meter hoher Vulkan, der trotz längerer Ruhephasen noch nicht als erlo­schen gilt. Rings um den gewal­tigen Kegel ist ein Natio­nal­park einge­richtet, wo gekennzeichnete Wander­wege in die Wildnis führen. Die wenigen Ortschaften auf Snæfellsnes liegen ausschließ­lich an der Küste. Bei Hellis­sandur steht ein 412 Meter hoher Sende­mast – eines der höchsten Bauwerke Europas.

Zu Gast in einem Hotel bei Hellnar

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Unter­kunft liegt in Arnar­stapi, einem kleinen Fischerort am Fuße des Vulkans Stapafell auf der Halb­insel Snæfellsnes im Westen Islands.

Das Hotel mit fast 40 Zimmern sowie einigen frei­ste­henden Holzcot­tages bietet eine prak­ti­sche Unter­bringung. 
Das Früh­s­tücksbuffet wird im Haupt­haus ange­richtet, in dem sich auch die Rezep­tion befindet. Außerdem gibt es zwei haus­ei­gene Restau­rants. In wenigen Fahrmi­nuten erreicht man den Natio­nal­park Snæfellsjökull, im Ort selbst gibt es einen tollen Spazier­pfad entlang der Klippen.

Reit­ausflug

Zu Pferd entlang der Küste von Breiðavík
Wer gerne einmal auf den bekannten Islandpferden reiten möchte kann dies in der Bucht von Breiðavík tun. Allein oder in Beglei­tung kann man eine Stunde lang am Strand entlang reiten und das tolle Panorama bewundern. Bei Ebbe lohnt auch ein zwei­stün­diger Ausritt. Die Pferde werden am Reit­stall Stóri-Kambur aus­ge­liehen.

Snæfellsjökull

Der „Schnee­berg­g­let­scher“ ist ein 1446 Meter hoher verglet­scher Vulkan ganz im Westen Islands. Er ist 700.000 Jahre alt und seit der letzten Eiszeit 40 mal ausgebro­chen. Einige Erup­tionen waren so gewaltig, dass seine Asche überall im Westen Islands zu finden ist. Bis vor hundert Jahren war der Snæfellsjökull von Sagen umwoben und galt er als von bösen Geistern bewohnt, die alle holen, welche sich ihnen nähern. So wur­de der Berg erst 1753 von aufge­klärten Berg­stei­gern bestiegen. Heute gehört er zu den belieb­testen Gipfeln Islands. Das Gebiet rings umher ist zum Natio­nal­park erklärt worden, um die Natur­schätze und Über­reste mensch­li­cher Sied­lungen zu schützen. Reit- und Wander­wege führen besonderen Sehens­wür­digkeiten und Aussichts­punkten.

Djúpalóns­sandur

Schwarze Strände, bizarre Felsen
Ein schwarzer Strand, eine gewal­tige Brandung und bizarre Lavafelsen: Die Küste am Fuße des Snæfellsjökull wirkt wie aus einer anderen Welt. Moose und bunte Flechten, Tang, Algen und Muscheln aber vor allem glattge­schliffene schwarze Kiesel machen die Bucht zu einem besonderen Erlebnis. Man nennt diese Steine auch „Perlen von Djúpalón“. Ruinen im Hinter­land zeugen davon, dass es in der Bucht von Dritvik früher eine Sied­lung gab, die vom Fischfang lebte. Am Strand liegen noch heute die Kraft­pro­be­steine für die Besatzung. Nur wer die bis zu 154 Kilogramm schweren Steine heben konnte, durfte mit ins Boot.

Felsen­küste von Arnar­stapi

Vogelko­lo­nien in Felsen­toren und Basalt­säulen
Arnar­stapi auf der Südseite des Vulkans Snæfellsjökull hat eine zerklüf­tete Steil­küste mit Höhlen und Felsen­toren. Man sieht sie besonders gut auf der Wande­rung in den Nach­barort Hellnar. Das Meer hat die Basalt­säulen am Strand umge­formt und Buchten und Höhlen unter den Klippen gegr­aben, aus denen es bei Sturm und hohem Wellen­gang herauf­schäumt. Die Fels­säulen und Krater­reste im Meer dienen zahl­losen Seevögeln als Nist­plätze. (hin und zurück: 1.45 Stunde, 6,2 Kilometer, auf und ab: 60 Meter)

Von Hellnar nach Keflavik

Von Hellnar nach Langjökull

181 km | 3:00 h

Faxaflói

Wale in Islands größter Bucht
Die weit geschwun­gene Bucht zwischen den Halb­in­seln Reykjanes im Süden und Snæfellsnes im Norden ist die größte Bucht Islands. An seinen Ufern liegt die Haupt­stadt Reykjavik. An klaren Tagen kann man über die gesamte Bucht schauen und hat dann einen Blick über 120 Kilometer. Da sich in der Bucht immer Wale aufhalten, werden Boots­touren zur Walbe­ob­ach­tung ange­boten.

Erps­staðir Creamery

Wo man ein uraltes isländi­sches Lebens­mittel probieren kann
Der tradi­tionelle Milch­bauernhof ist einer der wenigen Höfe, die den Skyr heute auf tradi­tionelle Weise produ­zieren. Skyr wird aus Mager­milch herge­stellt und war Teil der isländi­schen Ernäh­rung, seit das Land im 9. Jahr­hun­dert besiedelt wur­de. In der Molkerei erfährt man alles über die Geschichte, die Herstel­lung und den Geschmack von Skyr. Gäste sind stets will­kommen, aber nicht jeden Tag ist regulär jemand vor Ort, der die Gäste herumführen kann. Wer Inter­esse an einer Führung hat, sollte daher vorab an­ru­fen.

Krauma

Geothermals SPA-Bad
Das geothermale Bad & Spa bezieht sein Wasser direkt aus der Deild­ar­tung­uhver, Europas kraftvollster heißer Quelle. Das 100°C heiße Wasser wird mit dem eiskaltem Wasser des kleinsten Glet­schers in Island, des Ok, gemischt, was die perfekte Bade­tempe­ratur schafft. Krauma verfügt über insge­samt sechs Bade­be­cken, fünf warme und ein kaltes. Die runden und weichen Formen der Bäder stehen im Kontrast zu den quad­ra­ti­schen Gebäuden. Das Kaltbad ist 5°C bis 8°C heiß; Mutige nutzen es, um den Kreislauf und die Durch­blu­tung anzu­regen.

Von Langjökull nach Keflavik

174 km | 3:00 h
K

Reykjanesskagi

Wo die Grenze zwischen Amerika und Eurasien verläuft

Die stiefelför­mige Halb­insel liegt im äußersten Südwesten von Island, südwest­lich der Haupt­stadt Reykjavík.

Der Name bedeutet Reykjanes-Halb­insel, wobei Reykjanes (deutsch „Rauch­spitze“ oder „Rauchhalb­insel“) heutzu­tage meist nur die äußerste Südwest­spitze, gewis­ser­maßen die Ferse des Stiefels bezeichnet. Die Halb­insel befindet sich in der Rift­zone, durch die die Grenze zwischen der amerika­ni­schen und der eura­si­schen Erdplatte verläuft. Da beide Platten sich pro Jahr um etwa zwei Zentimeter vonein­ander entfernen, kommt es hier besonders häufig zu Erdbeben und Vulkan­ausbrüchen. Darum ist Reykja­nesskagi der heißeste Ort Islands; unter dem Zentralvulkan Gunn­uhver wurden in 1.000 metern Tiefe 300 Grad Celsius gemessen.

Zu Gast in einem Hotel in Keflavik

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt direkt am kleinen Hafen von Keflavik, eine ideale Lösung, wenn man einen frühen Flug nach Hause hat. Mit dem Auto sind es nur fünf Minuten zum Flughafen. Dennoch ist das Haus mehr als nur ein prak­ti­sches Flughafen­hotel: Das Design ist stylisch und modern. Auch die Zimmer sind bequem und haben ein großes Bad. Auf dem Dach wartet ein 40 Grad warmer Pool mit Blick in den Hafen, den man kostenlos nutzen darf. Im hotel­ei­genen Restau­rant wird ein mehrgängiges Menü ange­boten, dessen Gerichte sich vor allem auf Gemüse und Meeresfrüchte aus der Region konzen­trieren.



Viking World Museum

Geschichte und Kultur der Wikinger
Viking World ist ein 2009 eröffnetes Museum in Reykjanes an der Faxafloi-Bucht, das vom preisgekrönten Architekten Guðmundur Jónsson entworfen wur­de. Seine moderne Architektur steht in Kontrast zum Flagg­schiff des Museums, der origi­nalge­treuen Nach­bildung der Islendingur, einem alten Wikinger­schiff. Für die Rekon­struk­tion des Schiffes, das 1882 bei Ausgra­bungen in Norwegen entdeckt wur­de und mutmaß­lich um 870 gebaut wur­de, wurden nur Werkzeuge und Mate­rialien genutzt, die den Wikingern zu dieser Zeit zur Verfügung standen. Insge­samt beherbergt das Museum vier Ausstel­lungs­be­reiche, die alle auf die eine oder andere Weise mit der Wikingerzeit verbunden sind und Besu­chern die Geschichte und den Lebens­stil der Wikinger im Nord­at­lantik vor gut 1.000 Jahren näher­bringen. Ein Café, ein Shop und ein Spiel­platz runden das Angebot des Museums ab.

Miðlína

Die Brücke zwischen den Konti­nenten
Inmitten der weiten Lavafelder der Reykjanes Halb­insel, Naht­stelle der tekto­ni­schen Platten Eura­siens und Nord­ame­rikas, über­spannt die etwa 15 Meter lange Fußgänger­brücke eine sandige Kluft zwischen zwei schroffen Felswänden. Auf symboli­sche Weise verbindet sie so die beiden Erdteile, die aufgrund der anhal­tenden tekto­ni­schen Aktivität des Mitte­lat­lan­ti­schen Rückens jedes Jahr wenige Millimeter weiter ausein­ander driften. Eine Plakette in der Mitte der Brücke verleiht ihr den Titel „The Bridge Between Contin­ents“.

Krýsuvík

Vulk­an­system
Krýsuvík ist ein Vulk­an­system im Süden der Reykjanes-Halb­insel zwischen den Städten Grindavík und Hafnarfjörður. Das Geothermalgebiet, das auch Austu­rengjar genannt wird, wur­de früher zur Energie­gewin­nung genutzt. In den 1990er Jahren wur­de die Stadt Hafnarfjörður mit Energie aus einem Bohrloch gespeist, 1999 explodierte die Anlage allerdings und wur­de nicht mehr aufge­baut. Das Gebiet ist touris­tisch gut erschlossen. Zu den blub­bernden Schlammtöpfen führen Holz­stege und so kommt man den vulka­ni­schen Aktivi­täten sehr nahe. Gut gekennzeichnete Wander­wege führen auch zum Berg Sveifl­uháls, an dessen Hängen man eben­falls Fuma­rolen erkennen kann.

Keflavik

Mietwagenabgabe

Von der Unter­kunft zur Mietwa­gen­sta­tion

6 km | 9 Minuten

Mietwagenabgabe

Mietwa­gen­abgabe
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

19 Tage
ab 3.899,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Fähre (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–September

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Carina Twardowski

Tel.: +49 (0)2268 92298-75

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