Gletschersee Jökulsárlón

Kleine Rundreise

Auf der Ringstraße um Island

Auf Island gibt es im wesentlichen eine Nationalstraße: die Ringstraße, die einmal um die Insel führt. Wer ihr folgt, kann fast alle Highlights besuchen – und muss auf menschenleere Wildnis nicht verzichten. Nur wenige hundert Meter abseits der Touristenpfade herrscht Stille und Einsamkeit.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Keflavik nach Reykjavík

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Mietwa­ge­n­an­nahme
Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Europcar
Fahrzeug: VW Golf o.ä. (CDMN)
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

Von Keflavik nach Reykjavík

51 km | 49 Minuten

Reykjanes

Mond­landschaft im Südwesten Islands
Die Halb­insel Reykjanes liegt südlich der Haupt­stadt. Es handelt sich um die vulka­nisch aktivste Region des Landes. Erst vor 800 Jahren hat hier ein mehrjäh­riger Vulkan­ausbruch weite Teile der Ober­fläche geformt. Zurückge­blieben ist eine karge Land­schaft aus Lava und Kratern. Eine stetige Boden­e­ro­sion hat zudem in einigen Ecken für wüsten­ar­tiges Terrain gesorgt. Diese besonderen Bedingungen waren der Grund dafür, dass die Gegend in den 1960er Jahren von der NASA als Trai­ningsareal zur Vorbe­rei­tung für die Mond­landung genutzt wur­de. Und auch heute erfährt das Gebiet eine wissenschaft­liche Nutzung: rund 40% der Energie Islands wird im Geothermiekraft­werk Reykja­nesvirkjun gewonnen.
A

Reykjavik

Nördlichste Hauptstadt der Welt

Der erste Dauer­siedler Islands war ein Wikinger, der 874 mit seinen Schiffen die Südküste Islands erreichte. Der Über­liefe­rung nach warf er die Säulen seines Hoch­sitzes ins Meer und gelobte, sich dort niederzulassen, wo das Meer die Säulen wieder an Land spülte.

Einige Jahre später fanden seine Sklaven die Säulen an heißen Quellen in einer Bucht an der Westküste. Ingólfur ließ sich dort nieder und nannte die Stelle Reykjavík, was so viel wie Rauchbucht bedeutet. Heute ist Reykjavik mit 120.000 Einwoh­nern bei weitem die größte Stadt der Insel und beherbergt den nörd­lichsten Regie­rungs­sitz der Welt, die Univer­sität, mehrere Theater und einen Hoch­see­hafen. Doch die Ingólfurs Hoch­sitz­säulen zieren noch immer das Stadt­wappen.

Zu Gast in einem Apartment-Hotel in Reykjavik

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Apart­ment-Hotel umfasst einige histo­ri­sche Gebäude im Herzen von Reykjavik. Die Einrich­tung ist modern, jedes Apart­ment ist großzügig geschnitten und hat eine voll­ständig einge­rich­tete Küchen­zeile.

Aufgrund der zentralen Lage ist die Haupt­ein­kaufs­straße mit einer großen Auswahl an Geschäften, Restau­rants, Cafés und Museen schnell erreicht. Das Früh­stück wird in einem Korb nach­mit­tags für den nächsten Morgen in die Wohnung geliefert wird. Dieser Korb enthält verschiedene lokale Käsesorten, Joghurts und frisches Obst zusammen mit hartge­kochten Eiern und einer Auswahl an Brotbe­lägen. Am Morgen selbst wird frisch geba­ckenes Brot aus der örtli­chen Bäckerei an die Türklinke gehängt. Auf dem Zimmer stehen außerdem Kaffee, Tee, Milch, Saft und Cornflakes zur freien Verfügung.

Reykja­nesskagi

Wo die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien verläuft
Die stiefelför­mige Halb­insel liegt im äußersten Südwesten von Island, südwest­lich der Haupt­stadt Reykjavík. Der Name bedeutet Reykjanes-Halb­insel, wobei Reykjanes (deutsch „Rauch­spitze“ oder „Rauchhalb­insel“) heutzu­tage meist nur die äußerste Südwest­spitze, gewis­ser­maßen die Ferse des Stiefels bezeichnet. Die Halb­insel befindet sich in der Rift­zone, durch die die Grenze zwischen der amerika­ni­schen und der eura­si­schen Erdplatte verläuft. Da beide Platten sich pro Jahr um etwa zwei Zentimeter vonein­ander entfernen, kommt es hier besonders häufig zu Erdbeben und Vulkan­ausbrüchen. Darum ist Reykja­nesskagi der heißeste Ort Islands; unter dem Zentralvulkan Gunn­uhver wurden in 1.000 metern Tiefe 300 Grad Celsius gemessen.

Faxaflói

Wale in Islands größter Bucht
Die weit geschwun­gene Bucht zwischen den Halb­in­seln Reykjanes im Süden und Snæfellsnes im Norden ist die größte Bucht Islands. An seinen Ufern liegt die Haupt­stadt Reykjavik. An klaren Tagen kann man über die gesamte Bucht schauen und hat dann einen Blick über 120 Kilometer. Da sich in der Bucht immer Wale aufhalten, werden Boots­touren zur Walbe­ob­ach­tung ange­boten.

Hallgrímskirkja

Zwischen Welt­raum­sta­tion und goti­scher Kathedrale
Hoch oben auf der höchsten Erhe­bung Reykjaviks streckt sich die größte Kirche Islands dem Himmel entgegen. Die evangelisch-luthe­ri­sche Pfarr­kirche der Isländi­schen Staats­kirche wur­de nach 40-jähriger Bauzeit 1986 fertig­ge­stellt und nach dem isländi­schen Dichter Hallgrimur Pétur­sson benannt. Auch wenn sich der Architekt von den Basalt­säulen der Vulkan­insel und den Säulen der Gotik inspi­rieren lassen hat, fühlen sich viele Betrachter eher an eine Welt­raum­sta­tion erin­nert. Im Kirchturm befindet sich auf 75 Metern Höhe eine Aussichts­platt­form, die über einen Aufzug zu errei­chen ist. Auf dem Kirch­platz haben die Isländer ihrem berühm­testen Landsmann ein Denkmal gesetzt: Leifur Eiríkson, der Entde­cker Amerikas, steht auf einem Granits­o­ckel und blickt weit über den Betrachter hinweg nach Westen.

Þingvellir

Ältestes Parla­ment der Welt
Als gegen 930 die norwegi­schen Wikinger Islands Küsten besiedelt hatten, beschlossen sie, jedes Jahr im Juni einen Thing abzuhalten, also eine Volks­ver­samm­lung, auf der Gesetze beschlossen und Urteile gefällt wurden. Damit ist Þingvellir (die „Thingebene“) eines der ältesten Parla­mente der Welt – nach denen in Grie­chen­land und im Römi­schen Reich der Antike. Es bestand bis 1798, als die Dänen den Thing auflösten. Im Jahr 1000 wur­de in Þingvellir die Annahme des Chris­ten­tums beschlossen und 1944 die Republik Island ausge­rufen. Heute ist der Ort Welt­kultur­erbe der UNESCO. Neben dem Parlam­ents­platz sind verwit­terte und überwach­sene Steinmauern zu sehen. Sie waren mit Zelt­planen über­dacht und dienten als Lager­stätten. Ein Rundweg führt über die Ebene und durch die Allmän­ner­schlucht, die geologisch die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien bildet. (2 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)

Von Reykjavík nach Reykholt

125 km | 2:00 h
B

Langjökull

Eiskappe über zwei Vulkanen

Mit noch gut 900 Quad­ratki­lome­tern Fläche ist der Glet­scher im west­li­chen Hoch­land der zweitgrößte in Island.

Trotz seiner gigan­ti­schen Ausmaße hat er nur relativ wenige Abflüsse. Das liegt daran, dass das meiste Wasser unter­irdisch entweicht und weiter entfernte Flüsse speist. Dabei kann es bis zu tausend Jahre unter­wegs sein. Teilweise wird das Glet­scher­wasser durch die Geothermik erhitzt und verlässt die Erde kochend oder als Dampf. Man schätzt, dass der Langjökull zurzeit etwa einen Meter an Dicke pro Jahr verliert, wozu neben dem Klimawandel auch der Ausbruch des Eyafjäl­lajökull 2010 beiträgt. Der Asche­regen hat den Glet­scher dunkel gefärbt, sodass er mehr Wärme absorbiert.

Zu Gast in einem Hotel bei Reykholt

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhotel liegt in Borgarfjördur im Westen der Insel, direkt am Glet­scherfluss Hvítá. Jedes der insge­samt 25 Zimmer ist in einem einfa­chen Stil einge­rich­tet und hat einen eigenen Eingang. Mor­gens wird ein Früh­s­tücksbuffet ange­boten, das Restau­rant bietet Menüs an; zudem gibt es Grill­mög­lichkeiten.

Gäste können sich in der Lounge oder auch auf der Terrasse aufhalten. Die Wasser­fälle Barn­a­foss und Hrau­n­fo­ssar sind in wenigen Automi­nuten erreichbar.

Ausflug (OPTIONAL)

Durch den Gletschertunnel am Langjökull (3,5 Stunden, englisch)

Bläu­lich schimmerndes Licht, spiegel­glatte Tunnelwände und natür­liche Glet­scher­spalten mit Eiszapfen in allen Formen: Mit Into the Glacier kann man die unter­irdi­sche Eiswelt des zweitgrößten Glet­schers Islands von innen entde­cken – ein Erlebnis, das bisher vor allem Wissenschaftlern vorbe­halten war. 

In den Langjökull wur­de ein 500 Meter langer und 30 Meter tiefer Tunnel getrieben. Inge­nieure und wissenschaft­liche Berater haben fünf Jahre gebraucht, um das Projekt zu verwirk­li­chen. Regelmäßige Kontrollen sowie die Beob­ach­tung der seis­mi­schen Aktivi­täten und Glet­scher­be­we­gungen gewährleisten die Sicher­heit der Besu­cher im Eis. 

Bei dem Spaziergang durch den Glet­scher erfährt man viel über Entste­hung und Schmelz­pro­zesse, die verschiedenen Eisschichten, und wie sich Vulkan­ausbrüche auf die Glet­scherbildung auswirken. Schon der Weg zum Eingang ist ein Abenteuer: Mit einem umge­bauten, 20 Tonnen schweren ehema­ligen Mili­tärfahrzeug, dem „Ice Explorer“, geht es über das Eis bis auf das Glet­scher-Plateau in etwa 1.450 Metern Höhe. Von hier haben Besu­cher einen überwäl­tigenden Ausblick über den Langjökull, der sich rundherum über 953 Quad­ratki­lometer erstreckt und der bis zu 580 Meter dick ist.

Golden Circle

Rundfahrt zu einem Geothermalgebiet
Der Gullni hringu­rinn, der „goldene Ring“ bzw. die „goldene Rundfahrt“, ist eine Reise­route im Südwesten Islands, die kulturhis­to­ri­sche und natür­liche Sehens­wür­digkeiten mitein­ander verbindet. Besser bekannt ist sie unter dem engli­schen Namen „Golden Circle“. Zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten entlang der Straße zählt der Natio­nal­park Þingvellir, dessen Name über­setzt so viel bedeutet wie „Versamm­lungs­felder“ und wo sich eine der ältesten Parla­ments­stätten der Welt befindet. Eben­falls an der Strecke liegt das Geothermalgebiet Haukadalur mit eindrucksvollen Geysiren, Thermalquellen und der Wasserfall Gullfoss.

Hrau­n­fo­ssar

Die „Lavafälle“
Unweit von Húsafell münden die über 100 kleinen Wasser­fälle in den Fluss Hvítá. Ihr isländi­scher Name lautet „Hrau­n­fo­ssar“ – über­setzt „Lavafälle“. Schäu­mend weiß stürzen sie unmit­telbar aus dem schwarzen Gestein des Hall­mundarhraun, einem über 1.000 Jahre alten Lavafeld. Gespeist werden die Wasser­läufe aus dem Langjökull-Glet­scher. In kleineren Rinn­salen bahnen sie sich ihren Weg durch das poröse Gestein.
Von einem ausge­schilderten Park­platz aus erreicht man in wenigen Gehmi­nuten einen Aussichts­punkt, der einen freien Blick auf die Wasser­fälle bietet.

Barn­a­foss

Sagen­umwobene Stromschnellen
Eine trau­rige Sage umgibt den Barn­a­foss, der direkt ober­halb der Hrau­n­fo­ssar am Fluss Hvítá liegt. Über mehrere Stufen zwängt sich das Wasser durch enge Felspas­sage hinab ins Tal, sodass bei hohem Wasser­stand starke Stromschnellen entstehen. Einer altherge­brachten Erzäh­lung nach, sollen hier einst die beiden Söhne einer reichen Bauernfa­milie vom Hof Hraunás ertrunken sein. Es heißt, auf dem Weg in die Weih­nach­ts­messe, zu der die Eltern schon vorgegangen waren, nahmen die beiden eine Abkürzung, die auf einem natür­li­chen Steinbogen über den Wasserfall führte. Als die Eltern nach der Messe fest­stellten, dass ihre Kinder verschwunden waren und suchend deren Spuren im Schnee folgten, führten diese sie nur bis zum Wasserfall. So schloss die Mutter darauf, dass ihre Söhne abge­stürzt und ertrunken sein mussten. Sie ließ die Brücke daraufhin abreißen, um zu verhindern, dass sich eine solche Tragödie jemals wieder­holen könnte. So hat diese Geschichte dem Barn­a­foss seinen isländi­schen Namen einge­bracht, der über­setzt „Kinder­was­serfall“ bedeutet. Ob die alte Erzäh­lung wahr ist oder nicht, kann heute niemand mehr sagen. Man geht heutzu­tage eher davon aus, dass die Steinbrücke bei einem Erdbeben zerstört wur­de. Mittlerweile sorgt eine Fußgänger­brücke dafür, dass die reißenden Fluten aus sicherer Entfer­nung überquert werden können.

Wande­rung zum Glymur-Wasserfall

über Stock und Stein
Rund 196 Meter stürzt der Glymur, am Ende des Fjordes Hvalfjörður, in die Tiefe. Von einem Wander­park­platz aus führt ein Pfad entlang des Flusses Botnsá zum Wasserfall. Von Ende Mai bis Juni bieten auch die blüh­enden Lupi­nenfelder einen besonders schönen Anblick. Spätes­tens bei der ersten Fluss­überque­rung zeigt sich jedoch, warum die Tour nur für tritt­si­chere Wanderer mit gutem Schuh­werk geeignet ist. Über einen Baum­stamm und eine Ansamm­lung wasser­umspülter Steine balanciert man vorsichtig zum anderen Ufer. Halt bietet ledig­lich ein parallel gespanntes Draht­seil. Hat man die andere Seite erreicht, folgt ein recht steiler Anstieg hinauf zum Glymur. Auch hier ist eine leichte Hilfe­stel­lung durch einige Seile gewährleistet. Oben ange­kommen, genießt man gegenüber dem Wasserfall einen freien Blick auf die tosenden Wasser­massen.
Der Abstieg erfolgt entweder auf dem glei­chen Weg zurück oder alter­nativ auf der anderen Seite der Schlucht. Um diese zu errei­chen, muss man allerdings durch das Fluss­bett waten. Hier sollte man vorab genaues­tens beob­achten, wie viel Wasser der Fluss führt und ob die Querung sicher ist. Der Weg führt dann zu einer kleinen Grotte, die man bereits auf dem Hinweg passiert hat.
(Hin und zurück: 6,2 Kilometer, 3:00 Stunden, auf und ab: 280 Meter)

Von Reykholt nach Hvamm­stangi

115 km | 2:00 h
C

Húnaflói

„Eisbär-Bucht“ zwischen den Westfjorden und Skagi

Die größte Bucht im Norden Islands trennt die Westfjorde vom Rest der Insel. Der Name Húnaflói bedeutet „Bucht des jungen Eisbärs“, weil mit dem Treibeis, das von Grön­land kommt, manchmal Eisbären landen und die Bucht unsi­cher machen.

Viel häufiger sind allerdings die Robben, von denen es in der Bucht mehr gibt als irgendwo sonst auf Island. Wer auf der Ring­straße 711 die Halb­insel zwischen Hvamm­stangi und Thingeyrar umrundet, kommt zudem an markanten Klippen und einem unter­spülten Felsen vorbei. Der Hvits­erkur ähnelt einem versteinerten Nashorn.

Zu Gast in einem Homestay in Hvammstangi

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die liebevoll einge­rich­teten Bungalows im Landhaus­stil mit eigener Terrasse und weitem Blick auf den Fjord liegen etwa einen Kilometer vor dem Orts­ein­gang.

Jeden Morgen finden sich die Zutaten zu einem frischen Früh­stück im Kühlschrank, Gelegen­heiten zum Abend­essen finden sich bei einem Ausflug ins Dorf.

Borgarvirki

Wikinger­burg auf einem Berg aus Basalt­säulen
Im Westen von Húnavatns­sýsla liegt unweit der Lagune Hóp eine der ganz wenigen Festungs­anlagen in Island. Auf einem 15 Meter hohen natür­li­chen Boll­werk aus Basalt­säulen ruht die eigent­liche Burg, in der man die Reste von zwei Hütten und einem Brunnen aus der Wikingerzeit gefunden hat. Vermut­lich stammt das Bauwerk, um das sich Sagen und Legenden ranken, aus dem 10. oder 11. Jahr­hun­dert und diente als Schutz gegen inne­ris­ländi­sche Feinde. Von oben hat man einen weiten Blick über das Ödland.

Von Hvamm­stangi nach Mývatn

289 km | 4:00 h

Hvíts­erkur

Versteinerter Troll im Fjord
Der riesige Basaltfelsen Hvíts­erkur steht wenige Meter vom Ufer entfernt im Hunafjord und ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Der Legende nach ist es ein versteinerter Troll, der vor langer Zeit versuchte, das Kloster Þingeyrar, am anderen Ufer des Fjordes befand, mit Steinen und Felsbro­cken zu bewerfen. In seinem Zorn achtete er nicht auf den Sonnen­aufgang und erstarrte im Sonnen­licht. Er ist etwa 15 Meter hoch und zwei Metern breit. Im Jahr 1990 zierte der Felsen eine isländi­sche Brief­marke, lange bevor er zum vielfotogra­fierten Hotspot für Touristen wur­de. Vom Park­platz führt ein Schot­terweg hinunter zum Strand. Der Schot­terweg ist recht steil und rutschig, weshalb festes Schuh­werk unbedingt zu empfehlen ist; pro Weg sollte man ca. 15 Minuten einplanen. Man kann aber auch von einer Aussichts­platt­form, die sich in der Nähe des Park­platzes befindet auf Strand und Felsen hinun­ter­bli­cken. .

Hof Glaumbær

Torfbau in Perfek­tion
Der Bauernhof Glaumbær aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist einer der am besten erhal­tenen Höfe, die in der für Island typi­schen Torfbauweise errichtet wurden. Bis Ende des 19 Jahrhunderts war dies der typi­sche länd­liche Baustil. Holz stand als Baustoff nur in begrenzter Menge zur Verfügung. Die tragende Konstruk­tion wur­de häufig aus Treib­holz errichtet, da es durch die Einwirkung des Meer­was­sers sehr haltbar war. Die Außenwände bestanden aus dicken Torf­schichten, das Dach war mit Gras gedeckt. Die Wände wurden meis­tens im Fischgrä­t­enmuster aufge­schichtet, was ihnen die nötige Stabilität verlieh. Besonders wichtig war der rich­tige Neigungs­winkel des Gras­da­ches, um Wasser­stauungen einer­seits, Austrock­nung anderer­seits zu verhindern. Um die Stabilität zu erhöhen, wur­de jeder Raum als eigenes kleines Haus gebaut, wobei die wich­tigsten Räume durch einen zentralen Gang verbunden wurden. Heute können die 13 Räume des Hofes besich­tigt werden, in denen man einiges über ihre Geschichte und Bedeu­tung erfährt.

Bota­ni­scher Garten Akureyri

Arkti­sches Expe­ri­men­tierfeld am Polark­reise
Der Bota­ni­sche Garten liegt 45 Meter über dem Fjord im Süden von Akureyri. Seine extreme Lage 50 Kilometer südlich vom Polarkreis macht ihn zu einem inter­essanten Versuchsgarten. Es wird erprobt, welche Sträu­cher, Bäume und andere Pflanzen am Rand der Arktis über­dauern können. Neben arkti­schen Gewächsen werden im Garten Pflanzen aus den gemäßigten Breiten und den Hoch­ge­birgen der Erde kultiviert. Die isländi­schen Pflanzen sind mit etwa 400 Arten in mehreren Teilen des Gartens präsent. Das sind etwa 80 % der in Island vertre­tenen Arten. Der Eintritt in den Garten ist frei. Die Tore sind stets geöffnet.
D

Mývatn

Geothermalgebiete und Krater am Mückensee

Der „Mückensee“ hat seinen Namen von den großen Schwärmen Zuckmü­cken, die im Sommer in schwarzen Säulen­forma­tionen tanzen.

Doch sollte man sich nicht abschre­cken lassen. Sie sind harmlos und sogar nütz­lich als Fisch- und Enten­futter. Er ist gleichzeitig das Zentrum vieler vulka­ni­scher Aktivi­täten. Bei Skútu­staðir gibt es die einzigen Pseudok­rater auf der Erde. Bei Nama­fjall brodeln Schlammtöpfe in einer stin­kenden Hexen­küche.

Zu Gast in einem Blockhaushotel am Mývatn

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die kleine Feri­en­anlage liegt in der Nähe des Sees Mývatn. Sie besteht aus einfa­chen Gäst­e­häusern im Blockhaus­stil.

Ein paar Schritte entfernt davon kommt man zum Cowshed Restau­rant, das für seine isländi­schen Speziali­täten über die Region hinaus bekannt ist. Neben dem Früh­stück werden dort auch alle anderen Mahlzeiten serviert. Von manchen Tischen blickt man in den Kuhstall, von anderen auf den See. Das Personal ist sehr jung und sehr freund­lich. Angrenzend gibt es einen Shop mit hand­gemachten Waren, darunter Lebens­mittel und Kleidung aus Schurwolle.

Ausflug (OPTIONAL)

Rundflug (1,5 Stunden, englisch)

Mýflug Air bietet verschiedene Rundflüge über Island an. Die Firma ist am Flughafen Mývatn statio­niert, liegt also in einem besonders inter­essanten vulka­ni­schen Gebiet.

Mit einem Kleinflugzeug geht es über Vulkane und Glet­scher, über Ödland und reißende Flüsse.

Húsavík

Euro­päi­sche Walhaupt­stadt
Die 2000-Einwohner-Stadt liegt in der Skjál­fandibucht und gilt als euro­päi­sche Haupt­stadt der Walbe­ob­ach­tung. Auf den Walsafaris kann man vor allem Zwergwale und Delfine entde­cken. In der Nähe des Hafen betreibt das Euro­päi­sche Walzentrum ein Museum, das drei­spra­chig (isländisch, englisch, deutsch) beschrieben ist. Húsavík ist ferner ein Ausgangs­punkt für Ausflüge in die Region des Mývatn, eine vulka­nisch sehr aktive Region.

Myvatn Nature Baths

40 Grad heißer Thermalsee
Das Naturbad liegt an der Ostseite des Myvatn. Es wur­de im Jahr 2004 eröffnet. Ähnlich wie in der Blauen Lagune wird mine­rali­enrei­ches Wasser aus einem Bohrloch in eine kleine Senke geleitet. Das Wasser in dem 5.000 Quad­r­at­meter großen Badesee hat ganzjährig eine Tempe­ratur von 38°C bis 40°C. Neben dem See gibt es einige kleinere Becken mit unter­schied­li­cher Tempe­ratur. Zum Myvatn Nature Bath gehört ein Bade­haus mit Umklei­de­räumen und Duschen sowie ein Restau­rant.

Hljóðak­lettar

Die flüsternden Felsen
Die skurrilen Felsen von Hljóðak­lettar liegen im Norden Islands, am West­ufer der Jökulsácanyon. Die besondere Land­schaft entstand vor rund 8.000 Jahren, als der unter dem Fluss­bett liegende Vulkan ausbrach und glüh­endes Gestein an die Ober­fläche spuckte. Das Gemisch aus Wasser, Gas und Feuer sorgte zunächst für gewal­tige Explo­sionen. Als das Magma schließ­lich anfing zu erstarren, bildeten sich Tuff­stein und jene Basalt­forma­tionen, die die Gegend heute prägen. Im Laufe der Jahr­tausende wur­de der Tuff­stein durch den Lauf des Wassers abge­tragen, sodass die Basalt­säulen frei­gelegt wurden. In ihren unter­schied­li­chen Formern erin­nern sie an Tiere, Gebäude und Fabel­wesen. Einige Felsen sind auch geformt wie eine Hörmu­schel, sodass sie die Geräu­sche ihrer Umge­bung wider­hallen lassen. Dieses spezi­elle Merkmal hat ihnen auch ihren Namen einge­bracht, der über­setzte „Echofelsen“ bedeutet. Ein Fußweg führt von einem kleinen Wander­park­platz zum Ufer des Jökulsá á Fjöllum Fluss, entlang der Lava­forma­tionen und wieder zurück.

Dimmuborgir

Ruinen, Türme und Gespenster­häuser am Pseudok­rater
Die „dunkle Burg“ ist ein Lavafeld mit schwärz­li­chen, bizarren Felsen, die an Ruinen, Türme und Gespenster­häuser erin­nern. Die isländi­schen Sagen erzählen von Dimmuborgir als Ort von Elfen und Trollen. Nord­öst­lich erheben sich der Hver­fjall, ein Pseudok­rater, der vor 2500 Jahren entstand, als heiße Lava in einen See gelaufen ist. Das explo­si­ons­artig verdamp­fende Seewasser hat ein gigan­ti­sches Loch gesprengt. Wer den Rand des „Kraters“ ersteigt, sieht zwar keine Lava, hat aber eine phan­tas­ti­sche Aussicht. (Hin und zurück: 2:10 Stunden, 7,8 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Náma­fjall

Brodelnde, stin­kende Hexen­küche
Im Osten des Sees Mývatn liegt der Berg Náma­fjall. Dort köcheln Schlamm­tümpel vor sich hin, andere schmatzen und verspritzen schlam­mige Brühe. Schwefel und andere Mine­ralien machen das Solfata­renfeld zu einer gelb-rot-weißen Hexen­küche, in der es stinkt und brodelt, gurgelt, dampft und zischt. Die meisten Besu­cher fahren nach kurzer Runde wieder ab. Auf dem kurzen Weg zum Gipfel ist man dagegen meist wieder allein. (Hin und zurück: 1 Stunde, 2,8 Kilometer, auf und ab 90 Meter)

Rauðhólar

Zwischen mäch­tigen Vulk­anschloten
Rauðhólar besteht aus einer Reihe von Kratern im Natio­nal­park Jökulsárgljúfur. Die 6.000 Jahre alte Bergkette leuchtet in präch­tigen Farb­tönen. Rotgefärbte Vulk­anschlacke kontras­tiert mit blauem Rhyolith. Der faszi­nierende Wanderweg windet sich vom Park­platz Vesturd­alur hinauf und führt zwischen gewal­tigen Vulk­anschloten entlang. (hin und zurück: 1:30 Stunden, 5 Kilometer, auf und ab: 130 Meter)

Von Mývatn nach Djúpivogur

251 km | 4:00 h

Ódáðahraun

Die Lavawüste der Geäch­teten
Die „Wüste der Misse­täter“ ist ein Lavafeld, das bis zum Horizont reicht. Mit einer Fläche von 5.000 Quad­ratki­lome­tern ist es doppelt so groß wie das Saar­land. Wegen der Trocken­heit ist es fast vege­ta­ti­onslos. Nur an den wenigen Flüssen, die vom größten Glet­scher Europas, dem Vatnajöküll, herab­strömen, ist es grün. Ansonsten domi­nieren gelb, braun und schwarz – je nach Alter und Konsis­tenz der Lava, die sich seit über 10.000 Jahren immer wieder ergießt. In diese furch­t­er­regende Einöde flüch­t­eten sich in vergan­genen Jahrhunderten die Misse­täter. Statt sie – wie in anderen Kulturen – mit dem Tod zu bestrafen wurden sie auf Island geächtet und konnten als Vogelfreie von jedem getötet werden. Die Gisli Saga, die in den 1980er Jahren verfilmt wur­de, erzählt davon.

Minjasafn Aust­ur­lands

Heimatmuseum in einem histo­ri­schen Bauern­haus
Das kleine Heimatmuseum wur­de 1943 gegründet und informiert zu Kultur, Gesellschaft und alltäg­l­i­chem Leben im länd­li­chen Raum Ostis­lands während der vergan­genen Jahrhunderte. Es gibt zwei Dauer­aus­stel­lungen. Eine beschäf­tigt sich mit Themen des Haushalts, während die andere sich darauf konzen­triert, die besondere Rolle der Rentiere für das Leben in der Region zu erläu­tern.

Breiðdalur

Fast menschenleeres Tal in den Ostfjorden
Die Landgemeinde in den Ostfjorden hat rund 180 Einwohner, die sich auf ein Gebiet von 452 Quad­ratki­lome­tern verteilen. Das entspricht einer Bevöl­ke­rungs­dichte von ca. 0,4 Einwoh­nern pro Quad­ratki­lometer. Mehrere Wander­routen führen durch das mit 40 Kilome­tern längste Tal der Insel, an dessen Ende der Haup­tort Breiðdalsvík liegt. Im Winter und im Frühjahr sieht man häufig Rentier­herden auf dem Weide­land im Tal und auf der Hoch­e­bene Breiðdalsheiði. Hier kann man zudem Schnee­hühner und Wildgänse beob­achten oder auf Islandpferden reiten. Im kleinen See Heiðarvatn kann man Forellen fischen.

Stuðlagil Canyon

Basalt­säulen am Ufer des Jökla
Tief im Glet­schertal Jökuldalur liegt der Basaltcanyon Stuðlagil. Erst seit den frühen 2000er Jahren, seitdem der Glet­scherfluss Jökla durch den Kárahnjúkar-Stau­damm gebän­digt wur­de, ist die besondere Schlucht für Besu­cher zugäng­lich. Zuvor lagen die Basalt­säulen voll­ständig unter der Wasser­ober­fläche.
Vom Gutshof Klaustursel aus folgt man dem Lauf des nun recht zahmen Jökla nach Süden. Der Weg ist zum Teil recht schmal und an einigen Stellen auch rutschig. Wander­erfah­rung sowie gutes Schuh­werk sind für die Tour also Voraus­setzung. Wer bis in die Schlucht hinunter möchte, muss sich zudem auf kleinere Kletter­par­tien gefasst machen. Generell sollte man sich im Voraus über die Wegbedingungen erkun­digen. Nach starken Regen­fällen sowie nach der Schnee­schmelze zwischen April und Mai kann der Fluss deut­lich mehr Wasser führen, sodass der Weg unpas­sierbar wird.
(Hin und zurück: 9,9 km, 3:10 Stunden, auf und ab: 110 Meter)

Hengifoss

Zum viert­höchsten Wasserfall Islands
Der Wasserfall gehört zu den größten Naturwundern Islands. Mit einer Höhe von 118 Metern ist er der viert­höchste Wasserfall der Insel. Im Lava­hin­ter­grund des Wasserfalls findet man rötliche, körnige Lehm­schichten aus Vulka­na­sche. Die rötliche Farbe entsteht durch das enthal­tene Eisen­oxid. (hin und zurück: 2 Stunden, 4,7 Kilometer, auf und ab: 250 Meter)
E

Ostfjorde

Heringsfang an zergliederter Küste

Die Austfirðir im Osten Islands bestehen aus knapp 20 Fjorden, die die Küste zergliedern. Sie ähneln den Westfjorden, aber alles ist etwas kleiner.

Sie sind weit von den vulka­ni­schen Zentren entfernt, sodass die Land­schaft älter ist und weniger Verände­rungen unterworfen ist. Der Granitfels ist dunkel. Die bekann­testen Fjorde sind der Norðfjörður mit der Ortschaft Neskaup­staður und der Eskifjörður mit einem Fischerdorf glei­chen Namens. Die Menschen leben vom Heringsfang und in jüngster Zeit auch vom Tourismus.

Zu Gast im Hafenhotel von Djúpivogur

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Haus am Hafen des kleinen Fischerdorfs an der Ostküste wur­de von einem däni­schen Kaufmann im Jahr 1905 gebaut und diente in den ersten Jahren als Dorf­laden und nach 1946 als Postamt.

Schließ­lich wur­de es zu einem Hotel umge­staltet, wobei das ursprüng­l­iche Haus mehrmals erwei­tert und moder­ni­siert wur­de. Die Fassade des histo­ri­schen Hauses wur­de jedoch weitestge­hend erhalten. Die meisten der komfor­ta­blen Zimmer sind in einem Anbau im Blockhaus­stil unter­ge­bracht, zudem gibt es noch ein weiteres Gebäude mit Apart­ments, das ca. 250 Meter vom Hotel entfernt ist. Das eher einfache Früh­stück wird im Spei­se­saal des Hotels ange­boten. Abends serviert das Restau­rant landesty­pi­sche Gerichte mit fang­fri­schem Fisch, Meeresfrüc­hten und Lamm. Die Mitarbeiter des Hotels orga­ni­sieren Angel­touren auf dem Meer und an der Küste; die Ausrüs­tung dafür kann aus­ge­liehen werden. Desweiteren gibt es eine Auswahl an langen und kurzen Wander­wegen entlang der Küste, die zum Teil am Haus starten; Wanderkarten werden zur Verfügung gestellt.

Sveinstekksfoss

Enge Schlucht und impo­sante Basalt­schichten
Der Sveinstekksfoss ist ein Wasserfall, gebildet durch den Fluss Fossá nord­öst­lich der Stadt Djúpivogur. Der Wasserfall stürzt 49 Meter tief in eine enge Schlucht, die durch Basalt­schichten geprägt ist. Das Wasser schlängelt sich dann durch die enge, gewun­dene Schlucht zu einer kleinen Lagune an der Mündung. Obwohl der Wasserfall für isländi­sche Verhält­nisse nicht sonder­lich beein­dru­ckend ist, ist die Geologie einzig­artig und die Land­schaft sehr reizvoll. Vom Park­platz an der Straße läuft man eine kurze Strecke bis zum Rand der Schlucht, von wo aus man den Wasserfall sehen kann.

Petras Stein­samm­lung

Private Mine­rali­en­kollek­tion
Das ungewöhn­liche Museum geht zurück auf das Lebens­werk einer einzigen Frau. 1946 begann Petra María Sveinsdóttir aus Ljósbjörg damit, Steine aus dem Gebiet des östli­chen Islands zu sammeln. Fast 30 Jahre später beschloss sie, ihre private Samm­lung auch für Besu­cher zugäng­lich zu machen. Seitdem hat das Wohn­haus unzäh­lige Gäste ein- und ausgehen sehen. Die Gründe für einen Besuch sind so vielge­staltig wie die Steine selbst: Einige haben ein besonderes Inter­esse für die Geologie Islands, andere zieht es wegen ihres Glau­bens an die kraftvolle Energie der Steine her. Viele möchten aber auch einfach nur die Schön­heit der unzäh­l­igen Mine­ralien bewundern.

Auroras

Polar­lichter im Hafengebäude
Das kleine Fotomuseum ist ein wahres Herzens­projekt von Viðar, Jóhanna und Jónína. Die Polar­lichter, die im Himmel von Fáskrúðsfjörður besonders schön leuchten, haben die drei schon in Kindheits­tagen in ihren Bann gezogen. Aus dem Wunsch, die Faszi­na­tion mit anderen zu teilen, entstand die Galerie in Fáskrúðsfjörður. Unter­ge­bracht ist das Museum in einem ehema­ligen Hafengebäude aus dem 19. Jahr­hun­dert, jener Zeit, in der der Ort noch ein Fischer­dörfchen war.

Von Djúpivogur nach Horn­afjörður

161 km | 2:30 h
F

Vatnajökull

Faszinierende Welt aus Eis und Feuer

Der „Wasser­glet­scher“ ist der größte Islands und zudem außer­halb des Polargebiets auch der größte Europas.

Er lastet auf einem Plateau und ist rund 8.100 Quad­ratki­lometer groß, was etwa acht Prozent der Fläche Islands entspricht. Das Eisvo­lumen wird auf über 3.000 Kubikki­lometer (!) geschätzt. Wegen der Klima­e­rwär­mung und der vulka­ni­schen Aktivität unter dem Glet­scher hat sich die Eismasse seit Ende des 19. Jahrhunderts um 10 Prozent verringert. Daher hat sich das Land unter dem Glet­scher deut­lich ange­hoben. Seit 2008 besteht der 12.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park Vatnajökull. Er umfasst den Vatnajökull­glet­scher, den ehema­ligen Skaf­tafell-Natio­nal­park, den Jökulsárgljúfur-Natio­nal­park und den Laki-Krater.

Zu Gast in einem Landhotel am Jökulsarlon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt auf einem Bauernhof und ist das nächste zum Jökuls­arlon. Der Glet­schersee ist etwa 15 Kilometer entfernt.

Die geräu­migen und hellen Zimmer sind im skan­di­navi­schen Landhaus­stil einge­richtet. Es gibt einen großen Aufent­haltsraum mit Kaffee­ma­schine. Ein gutes Restau­rant bietet tradi­tionelles isländi­sches Essen an. Das Heimatmuseum informiert darüber, wie die Bewohner der isländi­schen Südküste über Hunderte von Jahren Eis, Schnee und Kälte trotzten.

Ausflug (OPTIONAL)

Skaftafell Gletscherwanderung (3 Stunden, englisch)

Der Falljökull liegt im Gebiet des Skaf­tafell-Natio­nal­park. Es handelt sich um eine Glet­scherzunge des Vatnajökull, dem größten Glet­scher Europas.
Nach einer Sicher­heits­un­terweisung begeben Sie sich mit Ihrem Guide ins ewige Eis. Mit Spikes und Eisaxt ausge­rüstet erkunden Sie eine Eiswelt, die geformt wur­de von Schmelz­wasser.

Spalten und mäandernde Risse, Glet­schermühlen und Eishöhlen entlang des Weges zeugen von dem steten Wandel, dem das Eis unterworfen ist.
Während der Wande­rung, die etwa eine Stunde dauert, erklärt Ihnen Ihr Guide alles rund um die Entste­hung des Glet­schers.

Jökulsárlón

Größter Glet­schersee Islands
Der bekann­teste und größte aller Glet­scher­seen in Island liegt am Südrand des Vatnajökull. Der Jökulsárlón ist bekannt für die auf ihm treibenden Eisberge, die eine Höhe von bis zu 15 Meter errei­chen. Sie lösten sich von der Glet­scherzunge des Breiðamerkurjökull ab. Oft sind Farb­un­ter­schiede in den Eisbergen zu beob­achten. Das Blau rührt von verschiedenen Kris­tallen im Eis und deren Reflexion her, das Schwarz von vulka­ni­scher Asche. Rund um den See gibt es mehrere Wander­wege, von denen Robben und im Juni und Juli auch Raubmöwen gesehen werden können. Zwischen Glet­schersee und dem Atlantik erstreckt sich ein schwarzer Vulk­an­strand. Man nennt ihn auch „Diamant­strand“, weil er von glitzernden Eisbergen gesäumt wird.

Von Horn­afjörður nach Vík

218 km | 3:00 h

Ingólfs­höfði

Vogelfelsen am Skeiðarársandur
Der Vogelfelsen im Osten des Skeiðarársandur ist nur bei Ebbe zugäng­lich. Das gras­be­wach­sene Hoch­pla­teau ist 76 Meter hoch, 1200 Meter lang und 750 Meter breit und über eine große Düne besteigbar. Der Legende nach legte um das Jahr 874 der erste Siedler Islands, Ingólfur Arnarson, hier an, bevor er nach Reykjavik weiter­fuhr. Auf der Hoch­fläche nisten haupt­säch­lich Skúas und Möwen in Nistmulden. An den steil abfal­lenden Felsen brüten Alkenvögel, wie der charak­te­ris­ti­sche Papa­gei­tau­cher, aber auch Tord­alke (Alca torda), Trottellummen (Uria aalge) und Gryllt­eisten (Cepphus grylle). Dreize­henmöwen, Eissturmvögel, Küsten­see­schwalben – dies allerdings nur von Mai bis Anfang August.

Svar­tifoss

Inspi­rie­rende Basalt­säulen
Der Svar­tifoss (schwarzer Wasserfall) ist ein Wasserfall im Süden Islands im Skaf­tafell/Vatnajökull-Natio­nal­park. Seinen Namen verdankt er den dunklen sechs­e­ckigen Basalt­säulen, von denen er umgeben ist. Obwohl er nur eine Fallhöhe von ca. 20 Metern hat, ist er dank dieser Säulen – die isländi­sche Architekten zu Gebäuden wie dem Natio­nal­theater, der Hallgrímskirkja-Kirche in Reykjavik und der Kirche in Akureyri inspi­riert haben – besonders inter­essant. Eine Abzweigung von der Ring­starße 1 führt zum Park­platz des Besu­cher­zentrums. Die dort begin­nende einfache Wande­rung ist gut ausge­schildert und dauert zwischen 60 und 90 Minuten (Stre­ckenlänge ca. zwei Kilometer). Zuerst geht es leicht bergauf in die Gebirgsheide von Skaf­tafell, von dort aus führt der Weg hinunter in die Schlucht unter­halb des Wasserfalls. Nachdem man den Wasserfall und seine Umge­bung genossen hat, sollte man die Basalt­säulen­treppe auf der anderen Seite der Schlucht hinauf­steigen und dem Weg über Lambhagi bis zum Start­punkt folgen.

Fjaðrárgljúfur Canyon

Serpen­ti­nenför­mige Schlucht
Der Fjadr­argljufur (Fjaðrárgljúfur) liegt im Süden Islands und ist eine 100 Meter tiefe und etwa zwei Kilometer lange serpen­ti­nenför­mige Schlucht, die vom Fluss Fjaðrá durch­flossen wird. Die unter Natur­schutz stehende Schlucht wur­de einst durch die Wasser­massen geformt, die sich vom Glet­scher einen Weg zur Küste bahnten. Der Fjadr­argljufur ist Teil des Geoparks Katla und liegt am Rande des riesigen Eldhraun-Lavafeldes. Ein gut markierter und begrenzter Weg führt an der Ostseite zu mehreren Aussichts­platt­formen, die spekta­kuläre Blicke in die Schlucht bieten. Für den Weg benö­tigt man ca. 1 Stunde. Achtung: Die Umwelt­behörde kann beschließen, den Fjadr­argljufur für mehrere Monate am Stück zu schließen – meist im Frühling – um der Vege­ta­tion die Möglichkeit zu geben, sich zu rege­ne­rieren.

Skaf­tafell Natio­nal­park

Kurzwande­rung zum Svar­tifoss
Der Skaf­tafell Natio­nal­park war schon einer der größten in Europa, bevor er in den Vatnajökull Natio­nal­park einge­gliedert wur­de. Die Wande­rung führt zu mehreren Wasser­fällen im ehema­ligen Park, unter anderem zum Svar­tifoss, einem Wasserfall, der zu beiden Seiten von Basalt­säulen umrahmt ist. Der vorge­schla­gene Weg ist eine Alter­na­tive zu dem am meisten began­genen. (hin und zurück 2 Stunden, 6,2 km, auf und ab: 170 Meter)
G

Mýrdalsjökull

Aktiver Vulkan unter einem Gletscher

Der Plateau­g­let­scher im Süden Islands ist mit einer Fläche von fast 600 Quad­ratki­lome­tern der viertgrößte Glet­scher Islands.

Unter dem Glet­scher verborgen brodelt der Vulkan Katla, der vor 10.000 Jahren explodiert ist und ein riesiges Loch gerissen hat. Übrig geblieben ist ein Kessel von über 100 Quad­ratki­lome­tern, der heute zur Gänze mit Glet­schereis gefüllt ist. Manchmal bricht der Vulkan noch aus. Dann tauen große Teile des Glet­schers und es ergießen sich gewal­tige Ströme über die Ebenen. Vor dem Ausbau der Ring­straße war die Fahrt zwischen Glet­scher und Meer gefähr­lich – wegen der reißenden Ströme, die durch­quert werden mussten. Die Überque­rung der von Flüssen durch­zogenen Ebene konnte viele Tage dauern; heute dauert die Fahrt nur noch eine Stunde.

Zu Gast in einem Hotel unter dem Myrdalsjökull

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das von außen eher unauffäl­lige Hotel liegt ideal unter­halb des Myrd­alsjökull, des viertgrößten Glet­schers in Island, so dass man Tages­ausflüge zum Skóga­foss oder zur Glacier Lagoon machen kann.

Innen gibt es sieben sach­liche Zimmer und eine Halle, in der die Mahlzeiten ange­boten werden und man sich mit den Gastgebern trifft, die gerne Hinweise für Ausflüge geben. Der Besitzer ist ein Outdooren­thusiast und bietet Touren auf den Glet­scher an.

Ausflug (OPTIONAL)

Landmannalaugar (ganztägig, englisch)

Für den ganz­tägigen Ausflug werden Sie am Morgen von Ihrem Guide abge­holt. Die Fahrt führt zunächst durch die Land­schaft von Nyrðra-Fjallabak. Entlang der Strecke gibt es bereits einiges zu sehen, unter anderem mehrere Wasser­fälle. Außerdem besu­chen Sie die soge­nannte „Feuer­schlucht“, die zum Vulk­an­system des Katla gehört und bei einem Ausbruch um 940 n. Chr. entstand. Wer möchte, kann hier eine erste Wande­rung einschieben. Der Wasserfall Ófærufoss, in der Mitte der Schlucht, bietet ein schönes Ziel.



Anschließend geht es weiter ins Natur­re­servat Landm­an­nalaugar. Hier zeigt sich die isländi­sche Land­schaft besonders male­risch. Vor der Kulisse bunter Rhyoli­thberge erstre­cken sich schwarze Lavafelder und heiße Quellen. So ist das Gebiet zum Wandern und Baden sowohl bei Touristen als auch bei den Islän­de­rinnen und Isländern selbst äußerst beliebt und lädt zu einem aktiven Tag unter freiem Himmel ein.

Reynisfjara

Sturmum­toste Felsen am schwarzen Vulk­an­strand
Der Strand zwischen Örafi und Djupivogur beein­druckt mit schwarzem Sand und drama­tisch abfal­lenden Klippen. Die Brandung braust gegen vorge­la­gerte Felsen und merkwür­digen ausge­wa­schenen Stein­forma­tionen, die einer Pyramide ähneln. In der Region fühlen sich Papa­gei­entau­cher, Eissturmvögel und Trottellumme wohl, deren abenteuer­liche Sturzflüge man vom Strand aus bewundern kann. Manchmal schwemmt die Strö­mung Eisbro­cken an, die auf dem schwarzen Kies tolle Fotomo­tive bieten. Auch wenn der Strand schön zum Ansehen ist – baden sollte man auf keinen Fall wegen der heimtü­cki­schen Strö­mungen und dem starken Wellen­gang.

Skaf­tfel­lingur Museum

Geschichte eines Eichen­holz­schiffes
Das Museum bietet eine Reihe von Ausstel­lungen, darunter das Eichen­holz­schiff Skaf­tfel­lingur mit Ausrüs­tung und Schiffs­zu­behör, das zwischen 1918 und 1974 von den Isländern genutzt wur­de. Im Jahr 1918 lief das Schiff in Däne­mark vom Stapel und brauchte ganze 17 Tage, um nach Reykjavik zu gelangen, da kein Treib­stoff zur Verfügung stand und die Mannschaft segeln musste. Man kann jedoch nicht nur das Schiff besich­tigen, sondern auch alles über seine Geschichte erfahren sowie einen Film über das Leben der Seeleute und das Schiff ansehen Zudem gibt es eine grafi­sche Präsenta­tion mit Geschichten über 112 Schiffs­un­glücke, die sich vor der Südküste Islands ereignet haben.

Öffnungs­zeiten: Montag bis Freitag von 10:00 bis 20:00 Uhr, Samstag und Sonntag bis 18:00 Uhr; Eintritt 500 ISK für Erwach­sene, 200 ISK für Jugend­liche (12 – 16 J.)

Solhei­masandur Flugzeugwrack

Relikt eines myste­riösen Absturzes
An einem kalten Novembe­r­a­bend im Jahr 1973 sank das Flugzeug der US Navy aus dem isländi­schen Himmel auf den Lava­strand von Solhei­masandur. Bis heute ist nicht genau bekannt, warum die Maschine, eine Douglas C-117D, damals notlanden musste. Manche Quellen berichten von einem Treib­stoff­mangel, der das Flugzeug zum Landen zwang, andere erzählen von heldenhaften Piloten, die die Maschine in größter Not sicher durch ein Unwetter sicher zum Grund steuerten. Welche Version auch immer stimmen mag – niemand aus der Crew wur­de verletzt. In den Tagen darauf demon­tieren Bergungs­teams der Navy jene Teile, wie die Instru­mente aus dem Cockpit, die Trieb­werke und Flügel, die noch verwendbar erschienen. Der ausgehöhlte Rumpf bleibt jedoch auf dem schwarzen Sand zurück, um Jahrzehnte später zu einem der meist besuch­testen Orte des Landes zu werden. Spätes­tens seitdem es als Kulisse für ein Musikvideo des kana­di­schen Super­stars Justin Bieber diente, ist das Wrack welt­be­kannt. Die plötz­liche Berühmt­heit führte zu solch einem Besu­cher­an­sturm, dass die Zufahrt zum Gelände für Autos sogar gesperrt wur­de. Mittlerweile ist die Absturz­stelle nur noch zu Fuß erreichbar. Entlang eines mit Holzpfosten abge­steckten Pfades führt der Weg durch die Ödnis. Ausgangs­punkt ist ein Park­platz an der Ring­straße.

Vogelklippen bei Vík

Eissturmvögel und Papa­gei­entau­cher am Aussichtsfelsen
Das 300-Seelen-Dorf Vík ist der südlichste Ort Islands. Vor dem Strand aus schwarzer Lava ist die See meist aufge­wühlt. Die Steil­küste ist ein wahres Vogel­pa­ra­dies, vor allem für Papa­gei­entau­cher und Eissturmvögel. Ein kurzer Weg führt auf den südlich gelegenen Vogelfelsen, von dem man an guten Tagen eine faszi­nierende Aussicht über den Atlantik hat. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,7 Kilometer, auf und ab: 320 Meter)

Von Vík nach Hvolsvelli

38 km | 29 Minuten
H

Þórsmörk

Wanderparadies am Eyjafjallajökull

Der „Wald des Gottes Thor“ liegt in einem Tal hinter der Küste, das auf drei Seiten von Glet­schern umgeben ist.

Das Þórsmörk bildet einen Kessel mit warmem Mikro­klima und ist ein Wander­pa­ra­dies mit einer unver­gleich­lich schönen Land­schaft. Allerdings ist die Anfahrt selbst mit dem Allradwagen nicht ratsam – nicht nur wegen der vielen Schlag­löcher, sondern vor allem wegen der Furten, deren Tiefe nur schwer einzu­schätzen ist. Stattdessen sollte man den Wagen auf dem Park­platz am Wasserfall Selja­landsfoss stehen lassen. Ab Anfang Juni fahren gegen 10 Uhr mehrmals täglich Unimog-Busse ins Porsmörk, die für die 30 Kilometer lange Piste über eine Stunde brau­chen.

Zu Gast in einem Landhotel am Skogafoss

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ein Kilometer nörd­lich der Ring­straße liegt am Fuß der Berge ein kleines Landhotel. Auf dem Gelände weiden Pferde.

Der Skoga-Wasserfall ist ganz in der Nähe. Die Rezep­tion der Famili­en­ho­tels ist einge­richtet wie ein Wohnzimmer vor fünfzig oder hundert Jahren. In den sieben Zimmern setzt sich dieser Stil fort. Aus dem ehema­ligen Kuhstall ist ein gemüt­li­ches kleines Restau­rant geworden, dessen Koch sein Hand­werk versteht. Die Karte ist zwar klein, aber die Gerichte sind hervor­ra­gend. Ein Hot Tub hinter dem Haus lädt zum nächt­li­chen Baden und im Winter zum Bestaunen der Nord­lichter ein.

Seljavall­alaug

Thermalbad in einem einsamen Tal
Das 1923 gebaute Freibad liegt versteckt in einer kleinen Schlucht am Fuß des Eyjafjal­lajökull. Vom Park­platz, der zu einem modernen Schwimmbad gehört, muss man noch einmal 20 Minuten durch ein immer enger werdendes Tal gehen. Zugegeben, die Anlage ist ein biss­chen verfallen, aber die Umkleiden sind noch nutzbar. Dennoch lohnt das 28 Meter lange und 10 Meter breite Becken einen Besuch. Das Wasser strömt direkt aus dem Felsen und hat eine Tempe­ratur von 30 bis 35 Grad.

Gljúfr­abúi

Verstecktes Juwel
Der 40 Meter hohe Wasserfall Gljúfr­abúi befindet sich in Hamrag­arðar in Südis­land, in der Nähe des bekann­teren Selja­landsfoss. Aufgrund seiner versteckten Lage hinter einer beacht­li­chen Klippe, die sich zur Südküste Islands und zum Atlantik hin öffnet, wird er von den meisten Reisenden über­sehen. Wer sich dem Wasserfall nähern möchte, muss den Bach Gljúfurá, der durch eine Fels­spalte fließt, durch­waten. Nach einigen Metern durch ein enges Tal öffnet sich eine kleine Lücke, und man erblickt den Gljúfr­abúi, der sich in die Tiefe stürzt. Einge­rahmt vom Himmel und moos­be­wach­senen Wänden sowie schwarzer Lava scheint er – vor allem an sonnigen Tagen, wenn sich Regenbögen durch die Gischt bilden – wie einer Fanta­siewelt entsprungen zu sein.
Achtung: Der Weg zum Wasserfall ist nicht einfach – er sollte nur bei guter Gesundheit und mit festem Schuh­werk begangen werden. Sobald der Boden vereist ist, wird von einem Besuch des Wasserfalls abge­raten!

Skógar

Heimatmuseum vom einsamen Leben
Das Heimatmuseum von Skogar gibt einen Eindruck vom isländi­schen Land­leben früherer Jahrhunderte. Mehrere Gebäude aus dem 19. Jahr­hun­dert sind hier origi­nalge­treu aufge­baut worden, darunter grasge­deckte Torfhöfe, eine Kirche und eine kleine Schule. Auch ein Verkehrs­museum mit einer großen Halle voller Autos, Boote und kleiner Flugzeuge sowie ein größeres Muse­umsgebäude mit Gebrauchsge­gen­ständen und Kunst­hand­werk befinden sich dort. Sehr anschau­lich ist es, wenn die Fjalaköttur (Brettkatze) vorgeführt wird, bei der ein schwerer Stein auf einem Brett als Mausefalle fungiert. Weitere Expo­nate sind die aus Wolle gestrickten Hammel-Kondome und die Kuhblase, die zur Wettervor­her­sage verwendet wur­de.

Eyjafjal­lajöküll

Islands berühm­tester Glet­schervulkan
Der „Inselberg­g­let­scher“ ist mit einer Fläche von 78 Quad­ratki­lome­tern der sechstgrößte auf Island. Seine größte Höhe beträgt 1651 Meter. Seine Auslass­glet­scher reichen bis ins Tal auf 150 Metern über dem Meer. Unter dem Eis befindet sich der aktive Vulkan Eyjafjöll mit einer eigenen Magma­kammer. Die ältesten Gesteins­schichten sind 800.000 Jahre alt. Sie sind als flüs­sige, 1200 Grad heiße Lava aus dem Erdin­neren gequollen. Seit der Besied­lung Islands brach der Vulkans allerdings erst viermal aus, zuletzt im Frühjahr 2010, als er den Flugver­kehr in halb Europa lahm­legte. Island­experten und erfah­rene Berg­steiger halten die Wande­rung zum Gipfel für die schönste Berg­stei­ger­tour auf Island. Sie beginnt im Wander­pa­ra­dies Pórsmörk und führt durch damp­fende Lava zum Krater. Wegen der extremen Anstrengung ist die Tour gewöhn­li­chen Urlau­bern nicht zu empfehlen. (Hin und zurück 8 Stunden, 18 Kilometer, auf und ab 870 Meter)

Auf den Valahn­úkur

Zwischen Glet­schern und Vulkanen
Die Wande­rung beginnt an der Hütte in Langidalur, wohin man sich am besten mit dem Unimog-Bus bringen lässt. Von dort geht es sachte auf einen Berg mit Aussicht über das Þórsmörk, den Glet­scherfluss Krossa und den Eyafjal­lajöküll. Auf dem Rückweg wartet eine leichte Kletterei. (Hin und zurück: 2 Stunden, 5,9 Kilometer, auf und ab: 300 Meter)

Von Hvolsvelli nach Grindavik

174 km | 3:00 h

Vestm­an­na­eyjar

Eine Insel erhebt sich
Die West­män­ner­in­seln im Süden von Island entstanden erst vor 10 bis 20.000 Jahren, also Vulkane unter dem Meer ausbra­chen. Ein weiterer Ausbruch vor 5.000 Jahren verband mehrere Inseln mitein­ander und ließ die Haupt­insel, Heimaey, entstehen. 1963 erhob sich eine neue Insel aus dem Meer. Drama­tisch war der vorerst letzte Vulkan­ausbruch 1973, als sich in der Nacht des 23. Januar die Insel Heimaey aufriss und aus der 1.600 Meter langen Spalte Lava quoll. Die Bewohner wurden sofort evaku­iert. Als sie Monate später zurückkamen, war Heimaey um 2.200 Hektar gewachsen, dafür war ein Drittel der Häuser unter Lava und Asche begr­aben. Vom Hafen aus kann man auf den Vulkan Eldfell steigen, was sich vor allem bei gutem Wetter wegen der Aussicht lohnt. Dort spürt man immer noch die Wärme, die vom Gestein ausge­strahlt wird.

Lava Centre

Über die Vulk­an­ge­schichte Islands
Das inter­ak­tive Museum im Schatten des berüc­h­tigten Vulkans Eyjafjal­lajökull erzählt die geologi­sche Geschichte Islands über die Dauer von mehr als einer Million Jahre. Die gravierendsten Erdbeben und Vulkan­ausbrüche der letzten Zeit werden doku­men­tiert. Zentrum ist eine zwölf Meter hohe Halle, in der der Magma­f­luss unter Island simuliert wird, das soge­nannte „wilde Herz Islands“. In einem Kino werden einige drama­ti­sche Erup­tionen in HD präsen­tiert.

Secret Lagoon

Dampfbad in heißem Quell­wasser
Die „Geheime Lagune“ bei Flúðir ist ein natür­li­ches Schwimmbad in einem geothermi­schen Gebiet mit heißen Quellen und einem Geysir. Das Wasser ist ganzjährig 38 bis 40 Grad warm, so dass man ganzjährig baden kann. Dabei wird man besonders im Winter von wabernden Dampf­schwaden einge­hüllt. Nebenan gibt es ein Gebäude mit Umklei­de­kabinen und einer Bar. Nach dem Bad kann man einen Rundgang durch das Gebiet machen und sich die heißen Quellen anschauen.

Geothermalgebiet von Hengill

Wandern zwischen Dampf­säulen und brodelndem Schlamm
Die Wande­rung führt zu einem der schönsten Geothermalgebiete von Island. Man folgt einem Bach mit warmen Wasser bis zu einem kleinen See, wo man ein heißes Bad nehmen kann. Unter­wegs kommt man an Dampf­säulen und brodelnden Schlammlöchern vorbei. (hin und zurück: 10,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 300 Meter)
I

Blue Lagoon

Künstlicher Thermalsee auf einem Lavafeld

Der 5.000 Quad­r­at­meter große See war ursprüng­lich keine Touris­ten­at­trak­tion, sondern das Abfall­pro­dukt eines nahe gelegenen Geothermal­kraftwerks.

Dort wird Wasser aus einer Tiefe von 2.000 Metern gepumpt, das bis zu 240 Grad Celsius heiß ist. Nachdem es für Fernwärme genutzt wur­de, fließt es in ein Lavafeld, wo das 38 Grad warme Wasser eine blau-weiße Färbung annimmt. Im See kann man gehen oder schwimmen. Viele trinken Sekt oder lassen sich massieren. In den letzten Jahren wur­de der Spabe­trieb immer weiter ausge­baut.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Grindavik

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte Boutique-Hotel liegt in Grindavik, ca. einen Kilometer von der Blauen Lagune entfernt. Jedes der Zimmer ist individuell stil­voll und in harmo­ni­schen Farben einge­richtet.

Morgens wird ein Früh­s­tücksbuffet ange­boten, nach­mit­tags können Gäste sich nach Belieben Waffeln machen. In der Lounge mit Kamin kann man in gemüt­li­cher Atmo­sphäre den Pa­no­ra­ma­blick auf die moosbe­deckten Lavafelder genießen. Das Restau­rant serviert landesty­pi­sche Gerichte wie frischen Fisch, Lamm und haus­gemachte Speziali­täten. Zu den weiteren Einrich­tungen des Hauses zählen ein Well­nessbe­reich und ein Fitness­center. Das Hotel bietet einen kostenfreien Shut­tle­service zur Lagune an, zu Fuß läuft man ca. 15 Minuten dorthin.

Ausflug (OPTIONAL)

Geldingadalur Vulkanwanderung (6 Stunden, englisch)

Die Wande­rung führt zum Vulkan Gelding­adalur. Ein erfah­rener Wanderführer begleitet Sie und sorgt für Ihre Sicher­heit.

Der Hinweg nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch. Aktuell speit der Vulkan keine Lava mehr. Der letzte Ausbruch hat jedoch ein damp­fendes Lavafeld zurückge­lassen, das aufgrund chemi­scher Reak­tionen mit bunten Steinen gespickt ist und eine inter­essante Perspek­tive auf die geothermi­sche Welt der Insel bietet. Sofern das Wetter es erlaubt, wird der Vulkan einmal voll­ständig umrundet. Bevor der Rückweg ange­treten wird, wird an geeig­neter Stelle eine Rast ange­legt. Bei Kakao und Kleinur, einem typisch isländi­schen Gebäck, kann das Natur­schau­spiel in aller Ruhe betrachtet werden. Wer selbst weitere Verpfle­gung mitge­bracht hat, hat nun Zeit für ein kleines Pick­nick.

Ausflug (OPTIONAL)

Comfort Ticket

Wer am späten Abend von Island abfliegt, kann zuvor ein paar Stunden in der Blauen Lagune baden und sich dabei wunderbar entspannen.

Der 5000 Quad­r­at­meter große See liegt nur 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Man kann im 38 Grad heißen Wasser schwimmen, laufen oder Sekt trinken. Allerdings ist es sinnvoll vorzubu­chen, da man sonst lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss.

Miðlína

Die Brücke zwischen den Konti­nenten
Inmitten der weiten Lavafelder der Reykjanes Halb­insel, Naht­stelle der tekto­ni­schen Platten Eura­siens und Nord­ame­rikas, über­spannt die etwa 15 Meter lange Fußgänger­brücke eine sandige Kluft zwischen zwei schroffen Felswänden. Auf symboli­sche Weise verbindet sie so die beiden Erdteile, die aufgrund der anhal­tenden tekto­ni­schen Aktivität des Mitte­lat­lan­ti­schen Rückens jedes Jahr wenige Millimeter weiter ausein­ander driften. Eine Plakette in der Mitte der Brücke verleiht ihr den Titel „The Bridge Between Contin­ents“.

Krýsuvík

Vulk­an­system
Krýsuvík ist ein Vulk­an­system im Süden der Reykjanes-Halb­insel zwischen den Städten Grindavík und Hafnarfjörður. Das Geothermalgebiet, das auch Austu­rengjar genannt wird, wur­de früher zur Energie­gewin­nung genutzt. In den 1990er Jahren wur­de die Stadt Hafnarfjörður mit Energie aus einem Bohrloch gespeist, 1999 explodierte die Anlage allerdings und wur­de nicht mehr aufge­baut. Das Gebiet ist touris­tisch gut erschlossen. Zu den blub­bernden Schlammtöpfen führen Holz­stege und so kommt man den vulka­ni­schen Aktivi­täten sehr nahe. Gut gekennzeichnete Wander­wege führen auch zum Berg Sveifl­uháls, an dessen Hängen man eben­falls Fuma­rolen erkennen kann.

Von Grindavik nach Keflavik

Mietwagenabgabe

Von Grindavik nach Keflavik

23 km | 23 Minuten

Mietwagenabgabe

Mietwa­gen­abgabe
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

15 Tage
ab 2.259,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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