Individuelle Rundreise / Westisland im Winter
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Nordlichter

Winterreise durch Westisland

Eine arktische Bilderbuchlandschaft

Winter in Island, das ist Eiseskälte und Lavahitze, aber auch gutes Essen, Baden unter freiem Himmel und eine arktische Bilderbuchlandschaft. Die Tage sind dann zwar kurz, aber dafür huschen nachts Nordlichter über den Horizont. Und bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt wird ein Bad in der dampfenden Blauen Lagune zum unvergesslichen Erlebnis.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Keflavik nach Reykjavík

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Budget
Fahrzeug: Dacia Duster SUV o.ä. (CFNR)
Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

Von Keflavik nach Reykjavík

56 km | 49 Minuten

Reykjanes

Mond­landschaft im Südwesten Islands
Die Halb­insel Reykjanes liegt südlich der Haupt­stadt. Es handelt sich um die vulka­nisch aktivste Region des Landes. Erst vor 800 Jahren hat hier ein mehrjäh­riger Vulkan­ausbruch weite Teile der Ober­fläche geformt. Zurückge­blieben ist eine karge Land­schaft aus Lava und Kratern. Eine stetige Boden­e­ro­sion hat zudem in einigen Ecken für wüsten­ar­tiges Terrain gesorgt. Diese besonderen Bedingungen warden der Grund dafür, dass die Gegend in den 1960er Jahren von der NASA als Trai­ningsareal zur Vorbe­rei­tung für die Mond­landung genutzt wur­de. Und auch heute erfährt das Gebiet eine ­wis­senschaft­liche Nutzung: rund 40% der Energie Islands wird im Geothermiekraft­werk Reykja­nesvirkjun gewonnen.

Blue Lagoon

Künst­li­cher Thermalsee auf einem Lavafeld
Der 5.000 Quad­r­at­meter große See war ursprüng­lich keine Touris­ten­at­trak­tion, sondern das Abfall­pro­dukt eines nahe gelegenen Geothermal­kraftwerks. Dort wird Wasser aus einer Tiefe von 2.000 Metern gepumpt, das bis zu 240 Grad Celsius heiß ist. Nachdem es für Fernwärme genutzt wur­de, fließt es in ein Lavafeld, wo das 38 Grad warme Wasser eine blau-weiße Färbung annimmt. Im See kann man gehen oder schwimmen. Viele trinken Sekt oder lassen sich massieren. In den letzten Jahren wur­de der Spabe­trieb immer weiter ausge­baut.

Fagradalsfjall

Aktiver Vulkan im Südwesten
Im März 2021 kam es nach wochenlanger Vorankün­digung durch unzäh­lige Erdbeben unter­schied­li­cher Stärken zum Ausbruch im Gelding­adalur, am Berg­rü­cken des Fagradalsfjall. Über Wochen öffneten sich immer weitere Erup­ti­ons­spalten. Eine Besonder­heit dieses Vulkan­ausbruchs ist laut Experten die Tiefe, aus der das Magma zur Erdober­fläche befördert wur­de. Mit 14 – 16 Kilome­tern war diese deut­lich tiefer als bei jedem anderen Ausbruch der jüngeren Vergan­gen­heit. Die Lava­fontänen erreichten dabei zum Teil Höhen von bis zu 50 Metern. Da sich das Schau­spiel zum Besu­cherma­gneten enwi­ckelte, steckte die Icelandic Search And Rescue Asso­cia­tion (ICESAR) durch Holzpfosten einen Pfad ab, der über recht sicheres Terrain führt. Eine gute Kondi­tion sowie feste Wanderbekleidung sind für die rund sieben Kilometer lange Wande­rung, die zum Teil über spitzes Lava­ge­stein und weiche Lehmböden führt, jedoch auf jeden Fall Voraus­setzung. Auch sollten vorab die Wetterbedingungen über­prüft werden. Die Wande­rung beginnt an der Straße 427, ca. zehn Fahrmi­nuten östlich von Grindavík.
A

Reykjavik

Nördlichste Hauptstadt der Welt

Der erste Dauer­siedler Islands war ein Wikinger, der 874 mit seinen Schiffen die Südküste Islands erreichte. Der Über­liefe­rung nach warf er die Säulen seines Hoch­sitzes ins Meer und gelobte, sich dort niederzulassen, wo das Meer die Säulen wieder an Land spülte.

Einige Jahre später fanden seine Sklaven die Säulen an heißen Quellen in einer Bucht an der Westküste. Ingólfur ließ sich dort nieder und nannte die Stelle Reykjavík, was so viel wie Rauchbucht bedeutet. Heute ist Reykjavik mit 120.000 Einwoh­nern bei weitem die größte Stadt der Insel und beherbergt den nörd­lichsten Regie­rungs­sitz der Welt, die Univer­sität, mehrere Thea­tern und einem Hoch­see­hafen. Doch die Ingólfurs Hoch­sitz­säulen zieren noch immer das Stadt­wappen.

Zu Gast in einem Apartment-Hotel in Reykjavik

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Apart­ment-Hotel umfasst einige histo­ri­sche Gebäude im Herzen von Reykjavik. Die Einrich­tung ist modern, jedes Apart­ment ist großzügig geschnitten und hat eine voll­ständig einge­rich­tete Küchen­zeile.

Gegen eine kleine Gebühr kann ein iPad aus­ge­liehen werden. Aufgrund der zentralen Lage ist die Haupt­ein­kaufs­straße mit einer großen Auswahl an Geschäften, Restau­rants, Cafés und Museen schnell erreicht. Derzeit wird den Gästen das Früh­stück aufs Zimmer gebracht.

Reykja­nesskagi

Wo die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien verläuft
Die stiefelför­mige Halb­insel liegt im äußersten Südwesten von Island, südwest­lich der Haupt­stadt Reykjavík. Der Name bedeutet Reykjanes-Halb­insel, wobei Reykjanes (deutsch „Rauch­spitze“ oder „Rauchhalb­insel“) heutzu­tage meist nur die äußerste Südwest­spitze, gewis­ser­maßen die Ferse des Stiefels bezeichnet. Die Halb­insel befindet sich in der Rift­zone, durch die die Grenze zwischen der amerika­ni­schen und der eura­si­schen Erdplatte verläuft. Da beide Platten sich pro Jahr um etwa zwei Zentimeter vonein­ander entfernen, kommt es hier besonders häufig zu Erdbeben und Vulkan­ausbrüchen. Darum ist Reykja­nesskagi der heißeste Ort Islands; unter dem Zentralvulkan Gunn­uhver wurden in 1.000 metern Tiefe 300 Grad Celsius gemessen.

Faxaflói

Wale in Islands größter Bucht
Die weit geschwun­gene Bucht zwischen den Halb­in­seln Reykjanes im Süden und Snæfellsnes im Norden ist die größte Bucht Islands. An seinen Ufern liegt die Haupt­stadt Reykjavik. An klaren Tagen kann man über die gesamte Bucht schauen und hat dann einen Blick über 120 Kilometer. Da sich in der Bucht immer Wale aufhalten, werden Boots­touren zur Walbe­ob­ach­tung ange­boten.

Hallgrímskirkja

Zwischen Welt­raum­sta­tion und goti­scher Kathedrale
Hoch oben auf der höchsten Erhe­bung Reykjaviks streckt sich die größte Kirche Islands dem Himmel entgegen. Die evangelisch-luthe­ri­sche Pfarr­kirche der Isländi­schen Staats­kirche wur­de nach 40-jähriger Bauzeit 1986 fertig­ge­stellt und nach dem isländi­schen Dichter Hallgrimur Pétur­sson benannt. Auch wenn der Architekt sich von den Basalt­säulen der Vulkan­insel und den Säulen der Gotik inspi­riert war, fühlen sich viele Betrachter eher an eine Welt­raum­sta­tion erin­nert. Im Kirchturm befindet sich auf 75 Metern Höhe eine Aussichts­platt­form, die über einen Aufzug zu errei­chen ist. Auf dem Kirch­platz haben die Isländer ihrem berühm­testen Landsmann ein Denkmal gesetzt: Leifur Eiríkson, der Entde­cker Amerikas, steht auf einem Granits­o­ckel und blickt weit über den Betrachter hinweg nach Westen.

Von Reykjavík nach Stykkishólmur

173 km | 3:00 h
B

Snæfellsnes

Island in Miniatur

Die „Schnee­berghalb­insel“ in Westis­land ist von außergewöhn­li­cher Schön­heit. Sie wird auch „Island in Miniatur“ genannt, weil sie auf kleinster Fläche alle Reize der großen Insel wiedergibt.

An der Spitze der Halb­insel ragt weithin sichtbar der Snæfellsjökull empor – ein 1446 Meter hoher Vulkan, der trotz längerer Ruhephasen noch nicht als erlo­schen gilt. Rings um den gewal­tigen Kegel ist ein Natio­nal­park einge­richtet, wo gekennzeichnete Wander­wege in die Wildnis führen. Die wenigen Ortschaften auf Snæfellsnes liegen ausschließ­lich an der Küste. Bei Hellis­sandur steht ein 412 Meter hoher Sende­mast – eines der höchsten Bauwerke Europas.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Stykkishólmur

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wer mit der Fähre im Hafen anlegt, sieht bereits das rot leuch­tende Holzhaus in der Mitte von Stykkishólmur. Es ist das zweit­äl­teste Haus im Ort und wur­de 1867 von einem Geschäfts­mann als Privat­residenz für seine Familie gebaut.

Seit 2012 dient es als Boutique-Hotel. Die Zimmer sind liebevoll einge­richtet, aber etwas klein. Darum bucht Umfulana nur die größeren Zimmer, die besonders gemüt­lich sind und die Geschichte des Ortes wider­spiegeln.

Bjar­narhöfn

Hai-Museum auf ehema­ligem Wikinger-Hof
Der Hof Bjar­narhöfn wird bereits im Land­nah­me­buch aus dem 11. Jahr­hun­dert erwähnt, als der Wikinger Björn sich hier nieder gelassen haben soll, wohl ein Sohn des bekannten Häupt­lings Ketill Flach­nase, der um 890 n.Chr. mit seiner Familie nach Island kam. Der heutige Besitzer, Hildib­randur Bjar­nason, hat mit seiner Familie auf dem Hof ein kleines, aber eigenwil­liges Hai-Museum einge­richtet – das Shark Museum über Fang und Verarbei­tung des Grön­landhais. Wer will, kann auch mal kosten. Hákarl heißt die isländi­sche Spezialität aus dem fermen­tiertem Haif­leisch. Zu den kleinen Würfeln gibt es dunkles Brot.

Kirkjufell

Berühmter Berg am Grundarfjörður
463 Meter hoch erhebt sich der Berg Kirkjufell auf der Halb­insel Snæfellsnes, unweit des Fischerdorfes Grundarfjörður am gleich­na­migen Fjord. Geschliffen von den Eiszeit­glet­schern ist er keil­förmig und mit steilen Abhängen zurückge­blieben. Der Anstieg zum Gipfel ist äußerst beschwer­lich und nur mit Tritt­si­cher­heit und Erfah­rung zu empfehlen, an manchen Stellen dienen Taue als Kletter­hilfe. Ein Ausflug zum Kirkjufell lohnt sich jedoch auch für all dieje­nigen, die sich die Kletter­partie nicht zutrauen. Zum einen ist die Aussicht von unten auf den Berg, der auch schon als Kulisse für den Dreh von Game of Thrones diente, einzig­artig und zum anderen liegt in unmit­telbarer der Nähe der schöne Kirkjufellsfoss. Der Wasserfall besteht eigent­lich aus drei sepa­raten Strömen, die sich aus einem Fluss, dem Kirkjufellsá, ergeben.

Erps­staðir Creamery

Wo man ein uraltes isländi­sches Lebens­mittel probieren kann
Der tradi­tionelle Milch­bauernhof ist einer der wenigen Höfe, die den Skyr heute auf tradi­tionelle Weise produ­zieren. Skyr wird aus Mager­milch herge­stellt und war Teil der isländi­schen Ernäh­rung, seit das Land im 9. Jahr­hun­dert besiedelt wur­de. In der Molkerei erfährt man alles über die Geschichte, die Herstel­lung und den Geschmack von skyr. Gäste sind stets will­kommen, aber nicht jeden Tag ist regulär jemand vor Ort, der die Gäste herumführen kann. Wer Inter­esse an einer Führung hat, sollte daher vorab an­ru­fen.

Felsen­küste von Arnar­stapi

Vogelko­lo­nien in Felsen­toren und Basalt­säulen
Arnar­stapi auf der Südseite des Vulkans Snæfellsjökull hat eine zerklüf­tete Steil­küste mit Höhlen und Felsen­toren. Man sieht sie besonders gut auf der Wande­rung in den Nach­barort Hellnar. Das Meer hat die Basalt­säulen am Strand umge­formt und Buchten und Höhlen unter den Klippen gegr­aben, aus denen es bei Sturm und hohem Wellen­gang herauf­schäumt. Die Fels­säulen und Krater­reste im Meer dienen zahl­losen Seevögeln als Nist­plätze. (hin und zurück: 1.45 Stunde, 6,2 Kilometer, auf und ab: 60 Meter)

Von Stykkishólmur nach Langjökull

161 km | 2:30 h
C

Langjökull

Eiskappe über zwei Vulkanen

Mit noch gut 900 Quad­ratki­lome­tern Fläche ist der Glet­scher im west­li­chen Hoch­land der zweitgrößte in Island.

Trotz seiner gigan­ti­schen Ausmaße hat er nur relativ wenige Abflüsse. Das liegt daran, dass das meiste Wasser unter­irdisch entweicht und weiter entfernte Flüsse speist. Dabei kann es bis zu tausend Jahre unter­wegs sein. Teilweise wird das Glet­scher­wasser durch die Geothermik erhitzt und verlässt die Erde kochend oder als Dampf. Man schätzt, dass der Langjökull zurzeit etwa einen Meter an Dicke pro Jahr verliert, wozu neben dem Klimawandel auch der Ausbruch des Eyafjäl­lajökull 2010 beiträgt. Der Asche­regen hat den Glet­scher dunkel gefärbt, sodass er mehr Wärme absorbiert.

Zu Gast in einem Hotel bei Reykholt

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhotel liegt in Borgarfjördur im Westen der Insel, direkt am Glet­scherfluss Hvítá. Jedes der insge­samt 25 Zimmer ist in einem einfa­chen Stil einge­rich­tet und hat einen eigenen Eingang. Mor­gens wird ein Früh­s­tücksbuffet ange­boten, das Restau­rant bietet Menüs an; zudem gibt es Grill­mög­lichkeiten.

Gäste können sich in der Lounge oder auch auf der Terrasse aufhalten. Die Wasser­fälle Barn­a­foss und Hrau­n­fo­ssar sind in wenigen Automi­nuten erreichbar.

Ausflug (OPTIONAL)

Durch den Gletschertunnel am Langjökull (3,5 Stunden, englisch)

Bläu­lich schimmerndes Licht, spiegel­glatte Tunnelwände und natür­liche Glet­scher­spalten mit Eiszapfen in allen Formen: Mit Into the Glacier kann man die unter­irdi­sche Eiswelt des zweitgrößten Glet­schers Islands von innen entde­cken – ein Erlebnis, das bisher vor allem Wissenschaftlern vorbe­halten war. 

In den Langjökull wur­de ein 500 Meter langer und 30 Meter tiefer Tunnel getrieben. Inge­nieure und wissenschaft­liche Berater haben fünf Jahre gebraucht, um das Projekt zu verwirk­li­chen. Regelmäßige Kontrollen sowie die Beob­ach­tung der seis­mi­schen Aktivi­täten und Glet­scher­be­we­gungen gewährleisten die Sicher­heit der Besu­cher im Eis. 

Bei dem Spaziergang durch den Glet­scher erfährt man viel über Entste­hung und Schmelz­pro­zesse, die verschiedenen Eisschichten, und wie sich Vulkan­ausbrüche auf die Glet­scherbildung auswirken. Schon der Weg zum Eingang ist ein Abenteuer: Mit einem umge­bauten, 20 Tonnen schweren ehema­ligen Mili­tärfahrzeug, dem „Ice Explorer“, geht es über das Eis bis auf das Glet­scher-Plateau in etwa 1.450 Metern Höhe. Von hier haben Besu­cher einen überwäl­tigenden Ausblick über den Langjökull, der sich rundherum über 953 Quad­ratki­lometer erstreckt und der bis zu 580 Meter dick ist.

Hrau­n­fo­ssar

Die „Lavafälle“
Unweit von Húsafell münden die über 100 kleinen Wasser­fälle in den Fluss Hvítá. Ihr isländi­scher Name lautet „Hrau­n­fo­ssar“ – über­setzt „Lavafälle“. Schäu­mend weiß stürzen sie unmit­telbar aus dem schwarzen Gestein des Hall­mundarhraun, einem über 1.000 Jahre alten Lavafeld. Gespeist werden die Wasser­läufe aus dem Langjökull-Glet­scher. In kleineren Rinn­salen bahnen sie sich ihren Weg durch das poröse Gestein.
Von einem ausge­schilderten Park­platz aus erreicht man in wenigen Gehmi­nuten einen Aussichts­punkt, der einen freien Blick auf die Wasser­fälle bietet.

Barn­a­foss

Sagen­umwobene Stromschnellen
Eine trau­rige Sage umgibt den Barn­a­foss, der direkt ober­halb der Hrau­n­fo­ssar am Fluss Hvítá liegt. Über mehrere Stufen zwängt sich das Wasser durch enge Felspas­sage hinab ins Tal, sodass bei hohem Wasser­stand starke Stromschnellen entstehen. Einer altherge­brachten Erzäh­lung nach, sollen hier einst die beiden Söhne einer reichen Bauernfa­milie vom Hof Hraunás ertrunken sein. Es heißt, auf dem Weg in die Weih­nach­ts­messe, zu der die Eltern schon vorgegangen waren, nahmen die beiden eine Abkürzung, die auf einem natür­li­chen Steinbogen über den Wasserfall führte. Als die Eltern nach der Messe fest­stellten, dass ihre Kinder verschwunden waren und suchend deren Spuren im Schnee folgten, führten diese sie nur bis zum Wasserfall. So schloss die Mutter darauf, dass ihre Söhne abge­stürzt und ertrunken sein mussten. Sie ließ die Brücke daraufhin abreißen, um zu verhindern, dass sich eine solche Tragödie jemals wieder­holen könnte. So hat diese Geschichte dem Barn­a­foss seinen isländi­schen Namen einge­bracht, der über­setzt „Kinder­was­serfall“ bedeutet. Ob die alte Erzäh­lung wahr ist oder nicht, kann heute niemand mehr sagen. Man geht hetzu­tage eher davon aus, dass die Steinbrücke bei einem Erdbeben zerstört wur­de. Mittlerweile sorgt eine Fußgänger­brücke dafür, dass die reißenden Fluten aus sicherer Entfer­nung überquert werden können.

Deild­ar­tung­uhver

Stärkste Thermalquelle Europas
Deild­ar­tung­uhver ist die stärkste heiße Quelle Europas. Aus ihr strömt 100°C heißes Wasser – und zwar 180 Lieter pro Sekunde! Der größte Teil wird für Fernwärme in den Städten Borgarnes und Akranes verwendet.  Über eine 65 Kilometer lange Leitung wird das Wasser nach Akranes gepumpt. Wenn es dort ankommt, ist es immer noch 78 – 80 Grad heiß. Alle heißen Duschen im Umkreis von 65 Kilometer sind an die Quelle von Deild­ar­tung­uhver ange­schlossen.

Von Reykholt nach Selfoss

121 km | 2:30 h

Wande­rung zum Glymur-Wasserfall

über Stock und Stein
Rund 196 Meter stürzt der Glymur, am Ende des Fjordes Hvalfjörður, in die Tiefe. Von einem Wander­park­platz aus führt ein Pfad entlang des Flusses Botnsá zum Wasserfall. Von Ende Mai bis Juni bieten auch die blüh­enden Lupi­nenfelder einen besonders schönen Anblick. Spätes­tens bei der ersten Fluss­überque­rung zeigt sich jedoch, warum die Tour nur für tritt­si­chere Wanderer mit gutem Schuh­werk geeignet ist. Über einen Baum­stamm und eine Ansamm­lung wasser­umspülter Steine balanciert man vorsichtig zum anderen Ufer. Halt bietet ledig­lich ein parallel gespanntes Draht­seil. Hat man die andere Seite erreicht, folgt ein recht steiler Anstieg hinauf zum Glymur. Auch hier ist eine leichte Hilfe­stel­lung durch einige Seile gewährleistet. Oben ange­kommen, genießt man gegenüber dem Wasserfall einen freien Blick auf die tosenden Wasser­massen.
Der Abstieg erfolgt entweder auf dem glei­chen Weg zurück oder alter­nativ auf der anderen Seite der Schlucht. Um diese zu errei­chen, muss man allerdings durch das Fluss­bett waten. Hier sollte man vorab genaues­tens beob­achten, wie viel Wasser der Fluss führt und ob die Querung sicher ist. Der Weg führt dann zu einer kleinen Grotte, die man bereits auf dem Hinweg passiert hat. 
(Hin und zurück: 6,2 Kilometer, 3:00 Stunden, auf und ab: 280 Meter)
D

Golden Circle

Rundfahrt zu einem Geothermalgebiet

Der Gullni hringu­rinn, der „goldene Ring“ bzw. die „goldene Rundfahrt“, ist eine Reise­route im Südwesten Islands, die kulturhis­to­ri­sche und natür­liche Sehens­wür­digkeiten mitein­ander verbindet.

Besser bekannt ist sie unter dem engli­schen Namen „Golden Circle“. Zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten entlang der Straße zählt der Natio­nal­park Þingvellir, dessen Name über­setzt so viel bedeutet wie „Versamm­lungs­felder“ und wo sich eine der ältesten Parla­ments­stätten der Welt befindet. Eben­falls an der Strecke liegt das Geothermalgebiet Haukadalur mit eindrucksvollen Geysiren, Thermalquellen und der Wasserfall Gullfoss.

Zu Gast in einem Abenteuer-Hotel in Selfoss

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Natur, Abenteuer und Nach­hal­tigkeit sind in diesem Hotel verbunden: Die Kulisse – ein bergiges Lavafeld, das Gebäude – ehemals ein geothermales Kraft­werk.

Die Umge­bung ist im wahrsten Sinne des Wortes energie­ge­laden: Es gibt einen schlummernden Vulkan, heiße Quellen und Bäche. Die Zimmer sind modern, minima­lis­tisch und in gedeckten Farben einge­richtet. Wo möglich, wur­de auf recycelte Mate­rialien zurückge­griffen; so gibt es beispiels­weise Wasch­be­cken aus aufberei­teten Reifen. Im Restau­rant werden Gerichte der modernen nordi­schen Küche serviert, zubereitet aus Lebens­mit­teln, die von orts­ansäs­sigen Farmern bezogen werden. Die Aktivi­täten sind nach vier Elementen unter­teilt: Erde, Feuer, Eis und Wasser. Nach einem langen Tag in der Natur und auf den Beinen kann man im Spabereich entspannen.

Ausflug (OPTIONAL)

Hundeschlittentour (1.5 St)

Die Hunde­schlit­ten­tour wird ganzjährig ange­boten – im Sommer ziehen die Huskies statt eines Schlit­tens einen vier­räd­rigen Karren.

Der Ausflug beginnt mit dem Einspannen der Hunde und einer kurzen Einweisung. Jeder, der zum ersten Mal eine solche Tour macht, wird erstaunt sein, wie viel Kraft in diesen schlanken Tieren steckt. Nach einer Fahrt querfeldein mit einer Pause, in der man die Möglichkeit hat, eindrucksvolle Fotos zu machen, geht es zur Basis­sta­tion zurück. Dort kann man bei der Fütte­rung zusehen und die zahmen Hunde strei­cheln.
Das Körpergewicht sollte 95 Kilogramm nicht über­schreiten; das Minde­st­alter ist sechs Jahre. Der Ausflug dauert rund 90 min, davon sind etwa 45 min reine Fahrt­zeit.

Geothermalgebiet von Hengill

Wandern zwischen Dampf­säulen und brodelndem Schlamm
Die Wande­rung führt zu einem der schönsten Geothermalgebiete von Island. Man folgt einem Bach mit warmen Wasser bis zu einem kleinen See, wo man ein heißes Bad nehmen kann. Unter­wegs kommt man an Dampf­säulen und brodelnden Schlammlöchern vorbei. (hin und zurück: 10,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 300 Meter)

Þingvellir

Ältestes Parla­ment der Welt
Als gegen 930 die norwegi­schen Wikinger Islands Küsten besiedelt hatten, beschlossen sie, jedes Jahr im Juni einen Thing abzuhalten, also eine Volks­ver­samm­lung, auf der Gesetze beschlossen und Urteile gefällt wurden. Damit ist Þingvellir (die „Thingebene“) eines der ältesten Parla­mente der Welt – nach denen in Grie­chen­land und im Römi­schen Reich der Antike. Es bestand bis 1798, als die Dänen den Thing auflösten. Im Jahr 1000 wur­de in Þingvellir die Annahme des Chris­ten­tums beschlossen und 1944 die Republik Island ausge­rufen. Heute ist der Ort Welt­kultur­erbe der UNESCO. Neben dem Parlam­ents­platz sind verwit­terte und überwach­sene Steinmauern zu sehen. Sie waren mit Zelt­planen über­dacht und dienten als Lager­stätten. Ein Rundweg führt über die Ebene und durch die Allmän­ner­schlucht, die geologisch die Grenze zwischen Amerika und Eura­sien bildet. (2 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)

Von Selfoss nach Keflavik

Mietwagenabgabe

Von Selfoss nach Grindavík

84 km | 1:30 h

Von Grindavík nach Keflavik

24 km | 22 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Keflavik Flughafen (Desk at Airport)

9 Tage
ab 1.699,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: November–März

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