Costa Verde

Einsame Küste im Westen: Costa Verde

Einsame Küste im Westen: Costa Verde

Dünen, Strände, Schildkröten

Die knapp 50 Kilometer lange Küste zwischen Orestano und Iglesias ist bis heute kaum erschlossen. Sie bietet einsame Sandstrände, die mit felsigen Abschnitten abwechseln. Bei Riu Piscinas, wo die Küstenstraße endet, finden sich zudem die höchsten Sanddünen Sardiniens. Im Schutzgebiet weiter südlich legen Meeresschildkröten ihre Eier ab. Im Hinterland gibt es die Reste von Nuraghensiedlingen beispielsweise bei Sa Urecci. Im Gebiet des Monte Linas kann man Wanderungen machen, die durch unberührte Natur führen. Die Wanderung auf den Gipfel (1.236 m) ist anstrengend, aber wegen des tollen Ausblicks lohnenswert.



Sehenswürdigkeiten Costa Verde


Nébida

Spazierwege durch die Klippen und glühende Sonnenuntergänge

Die schroffen Klippen an der Westküste sind vom Erz rötlich-braun gefärbt. Mittendrin hängt 140 Meter hoch über dem Meer ein gastlicher Ort namens Nébida. Der Wanderweg führt von dort durch die Klippen bis hinunter zum Meer bei Porto Corallo. Nach der Wanderung kann man in einer Bar auf der Belvedere-Promenade einen wildromantischen Sonnenuntergang erleben. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 7,5 Kilometer, auf und ab: 220 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8055466


Tempel von Antas

Heiligtum in menschenleerer Landschaft

Die Fahrt zum Tempel führt aus jeder Richtung durch atemberaubende, menschenleere Landschaft und über zahllose Serpentinen. Der erste Tempel wurde von den aus Afrika stammenden Puniern um etwa 500 v. Chr. erbaut und dem Gott Sid Babai geweiht. Nachdem die Insel römisch wurde, rissen die neuen Herren das alte Heiligtum um 300 v. Chr. ab und erbauten auf den Fundamenten einen neuen Tempel für den Gott Sardiniens, Sardus Pater. So kommt es, dass das Heiligtum nach Nordwesten ausgerichtet ist und nicht, wie bei römischen Tempeln üblich, nach Osten. Gut erkennbar sind noch der Altar und der Mosaikfußboden. Mit der Christianisierung geriet der Tempel in Vergessenheit, bis er im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. 1967 begannen umfassende Restaurierungsmaßnahmen, bei denen einige der Säulen wieder aufgerichtet wurden.

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