Cilento

Cilento-Küste: traumhafte Sandbuchten

Cilento-Küste: traumhafte Sandbuchten

Weltnaturerbe zwischen Tyrrhenischem Meer und Apennin

Der Cilento ist eine abwechslungsreiche Küsten- und Berglandschaft südlich von Salerno. Der größte Teil ist durch einen Nationalpark (Cilento e Valle di Diano) geschützt, der von der Unesco in den Rang eines Weltnaturerbes erhoben wurde. Wegen der langen Sandstrände sind die Küstenorte im Sommer ein beliebtes Ferienziel. Einer von ihnen, Castellabate, gehörte zu Hemmingways Lieblingsorten. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten. Landeinwärts durchziehen sanfte Hügelketten die Landschaft, die bis 1800 Meter aufsteigt und eine enorme Pflanzenvielfalt aufweist.



Sehenswürdigkeiten Cilento


Elea

Antike Hafenstadt

Die antike griechische Hafenstadt liegt heute einige Kilometer vom Meer entfernt. Die Gründer waren Flüchtlinge, die eine Odyssee durchs Mittelmeer hinter sich hatten. Sie waren zunächst vor den Persern geflohen, dann vor den Etruskern und schließlich vor den Karthagern. In den Kriegen gegen Karthago wurde Elea zu einem wichtigen römischen Stützpunkt. Die griechische Kolonie erblühte und leistete sich sogar eine eigene Philosophenschule. Cicero hatte eine Villa in der Gegend. Als der Hafen verlandete, verarmte die Stadt und wurde im 9. Jahrhundert nach Christus aufgegeben. Heute sind nur noch ein paar Tempelsäulen und Grundmauern zu sehen. Nur die Porta Rosa, die zur Stadtmauer gehörte, steht noch.


Paestum

Tempelstadt des Meeresgottes

Das bekannteste Ausflugsziel im Cilento ist die Tempelstadt Paestum, die ursprünglich Poseidonia hieß und von griechischen Seefahrern im 7. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. Die Ausgrabungen haben ein großartiges Zeugnis griechischer Kultur in Italien freigelegt. Beim Spaziergang zwischen den großen dorischen Tempeln fühlt man sich in die Antike zurückversetzt. Eine Besichtigung lässt sich wunderbar mit einem Bad an den langen Stränden des Cilento verbinden.


Castellabate

Hemmingways Lieblingsort im Cilento

Die Altstadt des 8000-Seelen-Ortes am Tyrrhenischen Meer gehört zu den I borghi più belli d'Italia, den schönsten Dörfern Italiens und war einer der Lieblingsorte von Hemmingway. Der Name ist von „il castello dell´Abate“ (Burg des Abtes) hergeleitet. Den Benediktinern verdankte Castellabate auch seinen Reichtum. Im Sommer kommen viele italienische Gäste vor allem wegen der schönen Strände.


Grotta di Pertosa

Römische Kultstätte in Tropfsteinhöhle

Der Zugang zu der 35 Millionen Jahre alten Tropfsteinhöhle südlich von Pertosa führt durch das Wasser und kann nur per Boot erreicht werden. Innen fährt man 300 Meter auf dem “schwarzen Fluss” (fiume negro) durch die Höhle, bevor man aussteigt. Die kurze Führung dauert eine Stunde, es ist auch ein ausführlicherer Rundgang möglich, der etwa zwei Stunden dauert und durch riesige Hohlräume und tunnelartige Stollen zu einer Kapelle führt. Bevor die Christen sie dem heiligen Erzengel Michael weihten, wurde die Grotte von Griechen und Römern als Kultstätte genutzt.


Höhle von Busento

Besuch der Höhle von Busento

In Morigerati, einem 600-Seelen-Dorf im Hinterland des Golfs von Policastro hat der Busento-Fluss eines der interessantesten Naturphänomene Südeuropas geschaffen. Sechs Kilometer fließt er unterirdisch durch eine Karstlandschaft und tritt dann durch die Höhle von Bussento ins Freie. Danach gräbt er sich durch einen engen Canyon. Heute ist das Gebiet um die Höhle Naturreservat, wo ein paar seltene Pflanzen und Tiere leben. Vom Besucherzentrum führt ein ehemaliger Maultierpfad in die Schlucht, den man in zwei Stunden bequem hin und zurück gehen kann.


Eboli

Wo die moderne Welt endet.

Eine lokale Redewendung lautet: Cristo si è fermato a Eboli (Christus kam nur bis Eboli). So nennt der italienische Autor Carlo Levi seinen autobiographischen Roman, der die Armut in Süditalien zu Beginn des 20. Jahrhunderts schildert. Demnach leben die Bauern Kampaniens in einer prähistorischen Zeit und sind von Aberglaubens und der Resignation beherrscht. Unter anderem schreibt er: „Das einzige Gebäude, das großstädtischem Standard entspricht, ist ein Pissoir, das nur von Schweinen und Kindern besucht wird. Ein einziger Mensch benutzte es oft zu dem Zweck, zu dem es erbaut war, und das war ich; und dabei wurde ich, wie ich gestehen muss, nicht von einem Bedürfnis, sondern nur von Heimweh getrieben.“




Reisebeispiele Cilento

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