Isola di Sant' Antioco

Unerschlossene Küsten: S. Antioco

Unerschlossene Küsten: S. Antioco

Klippen und Macchia auf Sardiniens größte Insel

Die größte der vorgelagerten Inseln von Sardinien liegt im Südwesten drei Kilometer vor der Küste und ist über einen künstlichen Damm zu erreichen, den vor über 2.000 Jahren schon die Karthager aufgeschüttet haben. Auf der 109 km² großen Insel befinden sich nur zwei kleine Städte, Sant'Antioco und Calasetta. Die anderen Ortschaften sind nur in der Sommersaison bewohnt. Sant'Antioco liegt zu Füßen einer mächtigen Burg und ist eine uralte Phöniziergründung. Dass die Stadt in der Antike bedeutender war als heute, davon zeugt ein ausgedehntes Katakombensystem unter der Stadt, das heute noch von vielen Kellerräumen aus zugänglich ist. Für die Öffentlichkeit sind die Katakomben an der Basilka und den Grotten am Museum zugänglich. Von Calasetta aus kann man Bootsfahrten zu anderen, weiter im Westen gelegenen Inseln machen. Auf Sant'Antioco befinden sich nur wenige Sandstrände. Dafür kann man über die Klippen klettern und durch die Macchia wandern.



Sehenswürdigkeiten Isola di Sant' Antioco


Capo Sperone

Blick auf Vulkaninseln im kristallklaren Meer

Von der äußersten Südspitze der Insel Sant’Antioco hat man einen atemberaubenden Blick auf die Isola della Vacca, die Isola del Vitellino und an guten Tagen auch bis zur Isola del Toro – allesamt einstige Vulkane, die aus dem Meer herausragen. Vom Kap aus kann man weitere Buchten mit kristallklarem Wasser erreichen, das in der Sonne glitzert, weil die Sonnenstrahlen vom Meeresgrund zurückgespiegelt werden. Die vielfältige Unterwasserwelt macht den Strand zu einem beliebten Ausflugsort für Taucher.


Carloforte

Unbewohnte Insel mit bewegter Geschichte

Die einzige Ortschaft auf der ansonsten unbewohnten Insel San Pietro hat eine faszinierende Geschichte, die in Pegli bei Genua beginnt. 1542 stachen einige Bewohner des ligurischen Küstenortes in See, um sich in Tabarka in Tunesien als Perlentaucher niederzulassen. Dort bewahrten sie ihren genuesischen Dialekt und ihre Kultur fast 200 Jahre lang, bis das Leben dort wegen fortgesetzter Piratenüberfälle unmöglich wurde. 1738 nahmen sie schließlich die Einladung von König Karl an, eine Siedlung auf der unbewohnten Insel San Pietro zu gründen, die sie zu Ehren des Königs „Carloforte“ (starker Karl) nannten. Noch heute sprechen die Inselbewohner ihren altertümlichen Dialekt, der in Genua längst verschwunden ist. Auch Architektur, Kultur und Brauchtum des Ortes sind ligurisch und unterscheiden sich deutlich vom Rest Sardiniens.


Capo Sandalo

Spazierweg an der Steilküste

Die Isola di San Pietro wurde vor Jahrhunderten von Fischern aus der Nähe von Genua besiedelt. Daran erinnern bis heute die weißen Häuser mit den blauen Läden. Der Westen der Insel steht unter Naturschutz wegen der Möwen und Falken, die in den Felsnischen der Steilküste brüten. Ein schöner Spazierweg führt durch die zerklüfteten Klippen am Capo Sandalo. (1:10 Stunde, 4 Kilometer, auf und ab: 120 Meter)

Umfulana Route




Reisebeispiele Isola di Sant' Antioco

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