Lago di Bolsena und Umgebung

Vom Tourismus kaum berührt: Bolsena-See

Vom Tourismus kaum berührt: Bolsena-See

Sauberer See in uralter Kulturlandschaft

Der in die Hügel von Volsini eingebettete See ist vulkanischen Ursprungs und, seit er wieder sauber ist, auch sehr fischreich. Das Seeufer ist kaum bebaut und vom Tourismus wird er allenfalls im Sommer spärlich heimgesucht. Im gleichnamigen Städtchen am See ist die mittelalterliche Bausubstanz noch vorherrschend. Hier soll sich das Hostienwunder abgespielt haben, das der Kirche Anlass gab, den Fronleichnam als Feiertag einzuführen. In dieser uralten Kulturlandschaft zwischen Umbrien, Latium und der Toskana lebten bereits vor den Römern die Etrusker (Raub der Sabinerinnen), wovon viele archäologische Stätten in der sanften Landschaft zeugen.



Sehenswürdigkeiten Lago di Bolsena und Umgebung


Civita di Bagnoregio

Künstlerort östlich vom Bolsenasee

Der Künstlerort östlich vom Bolsenasee kauert wie ein Adlernest auf einem Felsen und ist nur zu Fuß zu erreichen. Der Niedergang der einstmals bedeutenden Civita begann mit dem Umzug eines Bischofs nach einem Erdbeben. 1990 waren nur noch wenige ältere Menschen übrig geblieben, bevor Künstler und Aussteiger den Ort entdeckten und wiederbelebten.


Orvieto

Etruskerstadt auf Felsplateau

Die gesamte Altstadt thront auf einem Felsen aus Tuffstein, der wie eine Insel aus dem Paglia-Tal herausragt. Oben auf dem Plateau ist der Stadtfelsen von einem Labyrinth von Kellern, Gängen und riesigen Zisternen durchzogen, die zum Teil besichtigt werden können. Unterhalb des Altstadt stehen noch die Grabsteine aus der Etruskerzeit, die wie Straßenzeilen angeordnet sind. Auf den Hängen gegenüber gibt es Grabstätten mit Ausmalung. Berühmt wurde die Stadt durch den mit Marmor verkleideten Dom und den ebenfalls weißen „Orvieto Classico“.


Pitigliano

Stadt auf dem Felsen

Zwischen engen Tälern der Provinz Grosseto ragt ein gewaltiger Tuffsteinfelsen empor, aus dessen Plateau  eine mittelalterliche Stadt herausgewachsen zu sein scheint. Die engen Gassen lassen keinen Autoverkehr zu. Lediglich die knatternden Zweitakter kurven durch die Gassen. Unterhalb der Stadt befinden sich in den Felsen gehauene Grabkeller, die heute noch zur Weinlagerung oder als Werkstätten und Ställe genutzt werden. In den malerischen Gassen servieren kleine, aber feine Restaurants lokale Gerichte. Etruskischen Hohlwege wurden in der Umgebung in den Tufffelsen geschlagen – die Vie Cave. Sie sind über 2.000 Jahre alt, bis zu 20 Meter tief und 3 Meter breit. Besonders eindrucksvoll ist die Via Cava di Fratenuti. 


Viterbo

Gassengewirr in der ehemaligen Fluchtburg des Papstes

Kaum zu glauben, dass das Provinzstädtchen im Dreeick von Toskana, Umbrien und Latium einst wichtiger war als Rom. Jedenfalls war es von 1257 bis 1281 Fluchtburg und Residenz der Päpste. Die fünf Kilometer lange Stadtmauer, hinter der die Stellvertreter Christi Schutz suchten, kann man noch heute besichtigen. Das Gewirr von Gassen und brunnenbestandenen Plätzen findet seine Mitte auf der Piazza San Lorenzo, die von der romanischen Kirche und dem Papstpalast mit gotischer Loggia beherrscht wird. 

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