Palermo

Piazza Pretoria: Palermo

Piazza Pretoria: Palermo

Byzantinische Mosaiken, deutsche Kaisergräber und Elendsviertel

Die in einer schönen Bucht gelegene Hauptstadt Siziliens vereint in sich denkbar große Kontraste. Der Glanz byzantinischer Mosaiken und Elendsviertel, deutsche Kaisergräber und gesichtslose Vorstädte, arabische Kuppeln, barocke Kirchen, das Grab der heiligen Rosalie und den „Liebestunnel“, die Stille von Museen und Geschiebe und Gedränge auf Märkten und am Hafen machen die komplexe Wirklichkeit der 700.000 Einwohner zählenden Stadt aus. Sie ist über Jahrtausende gewachsen und besteht aus den verschiedensten Schichten. Von Phöniziern im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet, wurde sie von den Karthagern erobert, die wiederum von den Römern abgelöst wurden. Anschließend wurde sie von Ostgoten beherrscht, danach von Byzanz, den Sarazenen, den Normannen, dem französischen Anjou, dem spanischen Aragon, bis es 1860 zu Italien kam. Der glänzenden Geschichte steht eine schillernde Gegenwart gegenüber, die durch die höchste Arbeitslosigkeit, das niedrigste Pro Kopf Einkommen in Italien, aber auch durch buntes Marktleben und eine interessante kulturelle Szene geprägt ist.



Sehenswürdigkeiten Palermo


Armenviertel Albergheria

Eintauchen in eine sinnliche Welt

Im Mittelalter war das Viertel hinter der Via Vittorio Emmanuele ein Quartier für Händler und Handwerker. Nachdem es im 2. Weltkrieg zerstört wurde ist es heute das Armenviertel der Stadt. Viele Häuser sind immer noch nicht renoviert; ab und zu stürzt eins ein. Zugleich ist die Albergheria Palermos buntestes Viertel. Abenteuerliche Baumaterialien kommen zur Verwendung. Auf dem Ballarò-Markt werden Fisch, Fleisch und Kupfergeräte in buntem Durcheinander angeboten. Entsprechend sinnlich sind die Gerüche, Geräusche und Farben.


Archäologisches Museum Palermo

Griechische Mythologie anschaulich

Wer sich für Siziliens Geschichte interessiert, sollte dem Archäologischen Museum einen Besuch abstatten. Vor allem die Fundstücke aus Selinunt sind interessant, weil die Reliefs die griechische Mythologie erzählen: Wie Zeus Europa raubt, wie Perseus die Medusa enthauptet oder wie Artemis, die Göttin der Jagd, mit Waldnymphen ein Bad nimmt.

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Ruine Lo Spasimo

Groovige Jazzkonzerte in eingestürzter Kirche

Einer der schönsten Orte in Palermo ist die Ruine der einzigen gotischen Kirche La Spasimo. Während der Pest 1624 wurde das Gebäude als Lazarett benutzt, danach als Kornspeicher, Armenhaus und Krankenhaus. Nachdem das Dach eingestürzt war, wuchsen Bäume im Kirchenschiff. Heute ist die Ruine wieder zugänglich; sie beherbergt eine Jazzschule und dient als Konzertsaal.

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Monte Pellegrino

Aussichtsberg von Palermo

Schon Goethe bestieg den 606 Meter hohen Berg und bezeichnete ihn als „schönstes Vorgebirge der Welt“.  Nachdem man 1625 den Leichnam der Heiligen Rosalia in einer Höhle unterhalb des Gipfels fand, entwickelte sich der bewaldete Berg zu einem Wallfahrtsort. Wer ihn besteigt wird mit einer phantastischen Aussicht über Palermo und Mondello belohnt. An klaren Tagen kann man bis Cefalù schauen. (4 Stunden, 12,8 Kilometer, auf und ab: 520 Meter)

Umfulana Route


Monreale

Superlative der Normannenkunst

Die 30.000-Einwohner-Stadt blickt auf Palermo hinab und lockt mit Superlativen der Normannenkunst. Das berühmteste Bauwerk ist die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert – eine Symbiose aus romanischer,arabischer und byzantinischer Baukunst. Im stillen Kreuzgang kann man seine Gedanken durch die Jahrhunderte streifen lassen.

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Reisebeispiele Palermo

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