Rom

Ewige Stadt: Forum Romanum

Ewige Stadt: Forum Romanum

Zeitgenössisches Leben in der ewigen Stadt

Die auf den legendären sieben Hügeln gebaute Stadt war 1 1/2 Jahrtausende Herrscherin über das Abendland und Schauplatz geschichtlicher Ereignisse von Weltbedeutung. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde sie Zentrum der römisch-katholischen Kirche. In der Blütezeit im 2. Jahrhundert n. Chr. zählte die Stadt mehr als 1 Million Einwohner und war damit die erste Metropole der Welt. Nach dem Niedergang des Reiches hausten nur noch etwa 25.000 Menschen zwischen den Trümmern. Erst die Rückkehr der Päpste von Avignon im 15. Jahrhundert führte zu einem Wachstum der Stadt. Die Hauptstadt Italiens gehört heute wieder zu den ersten Städten Europas, was Kunst, Kultur und zeitgenössisches Leben angeht. Jährlich zieht sie Millionen von Touristen an, die nicht nur zum Besichtigen, sondern auch zum Shoppen und Essen gehen kommen.

Nähere Informationen:
www.turismoroma.it



Sehenswürdigkeiten Rom


Bocca della Verità

Mittelalterlicher Lügendetektor

Der “Mund der Wahrheit” ist eine Marmorscheibe unbekannten Alters in der Säulenvorhalle der Kirche Santa Maria in Cosmedin nahe des Tibers. Das Gesicht, das die Scheibe ziert, hat eine handbreite Vertiefung an der Stelle des Mundes. Im Mittelalter entstand die Legende, dass sich der steinerne Mund schließt, sobald ein Lügner seine Hand hineinlegt – also ein vorneuzeitlicher Lügendetektor. Bis heute fasziniert der geheimnisvolle Mund seine Besucher. Täglich probieren es Hunderte aus, ob er nicht doch zubeißt. Dabei spielen sich oft lustige Szenen ab.


Campo de‘ Fiori

Römische Sinnlichkeit und blutige Geschichte

Zwar ist der „Blumenplatz“ keine herrschaftliche Piazza mit repräsentativen Gebäuden. Dafür kann man hier wunderbar erfahren, was römische Sinnlichkeit ist. Jeden Morgen (außer sonntags) bauen Marktleute hier bunte Stände auf – mit Gemüse, Obst, Käse, Pasta, Kleidung, Haushaltswaren und billigen Souvenirs. Abends, wenn die Marktstände geschlossen sind, übernehmen die Bummler und Flaneure. Restaurants, Cafés und Bars laden zum Verweilen und „Leute-gucken“ ein. 
Kulturbeflissene zieht es in das an der Südostseite des Platzes gelegene Cinema Farnese. Die Statue des Giordano Bruno erinnert an den Dichter, Philosoph und Astronom, den die Inquisition wegen Ketzerei und Magie anklagte. Im Jahr 1600 brannte auf diesem Campo sein Scheiterhaufen.


Circus Maximus

Brot und Spiele im Superlativ

Der Circus Maximus war eine Arena mit einer Länge von 600 Metern und die größte Wagenrennstrecke im antiken Rom – vermutlich auf der ganzen Welt. Jahrhundertelang erlebte das Volk von Rom hier „panem et circenses“, Brot und Spiele. Die Rundstrecke wurde bereits im 6. Jahrhundert vor Christus erbaut und 103 nach Christus mit Steintribünen versehen. Bis zu 200 Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und gigantische Massenvergnügungen fanden hier Jahr für Jahr statt; auf den Tribünen fanden bis zu 250.000 Menschen Platz. Heute markiert eine Rasenfläche den Grundriss des ursprünglichen Circus Maximus: Die Überreste der Zuschauertribünen kann man besichtigen.


Engelsburg

Koloss über dem Tiber

Die kreisrunde Festung thront wie ein mächtiger Koloss am Ufer des Tibers. Ursprünglich war sie das monumentale Grabmal des Kaisers Hadrian, das bereits im Jahr 139 fertiggestellt wurde. Nicht nur Hadrian, sondern auch einige spätere Kaiser, darunter Mark Aurel und Septimius Severus, fanden im Mausoleum ihre letzte Ruhestätte. Ab dem 10. Jahrhundert diente die Engelsburg den Päpsten als Unterschlupf bei drohender Gefahr, später auch als Gefängnis. Als das Gebäude im Jahr 1870 in die Hände der italienischen Armee gelangte und nicht länger dem Vatikan unterstand, wurde es zum Museum umgewandelt. Bis heute zeugen hier unterschiedliche Ausstellungsstücke von der Geschichte Roms.
Ihren Namen erhielt die Engelsburg gegen Ende des 6. Jahrhunderts: Papst Gregor I. hatte gebetet, Gott möge die Stadt von der Pest befreien. Darauf erschien der Erzengel Michael auf dem Dach der Burg und verhieß ihm das Ende der Seuche. Bis heute steht der Erzengel da: weithin sichtbar als bronzene Statue.


Forum Romanum

Herz des antiken Roms

Das einzigartige Trümmerfeld war das Zentrum des einstigen Imperiums. Hier schlug das Herz des antiken Roms. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben. Heute wirkt das Forum Romanum wie eine chaotische Ansammlung von Ruinen. Doch wer sich historische Zeichnungen der zahlreichen Gebäude, Tempel, Basilisken und Triumphbögen ansieht, die früher auf dieser Fläche standen, kann sich ein gutes Bild vom Stadtleben machen. Neben den Tempeln des Saturn und des Janus regierte der Senat in der Curia Iulia die Welt. Gleich nebenan schmachteten im Carcer Tullianus über Jahrhunderte zahllose Gefangene. Von den drei Triumphbögen, die sich die Kaiser zur Feier ihrer Siege errichten ließen, sind heute noch zwei erhalten: Der Titusbogen wurde von Kaiser Titus errichtet und verherrlicht die Eroberung  und Zerstörung Jerusalems 70 nach Christus. Der Septimius-Severus-Bogen erinnert an den weltgeschichtlich bedeutenden Sieg gegen die Parther.


Kolosseum

Urbild aller modernen Stadien

Das Kolosseum, welches ursprünglich Amphitheatrum Flavium hieß, ist das größte antike Amphitheater der Welt und eine logistische Meisterleistung. Zudem ist es Urbild aller modernen Stadien. Es zeugt von der überragenden Baukunst der Römer, aber auch von der Freude an grausamer Unterhaltung. So wurde das Kolosseum in Rom für Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen oder aber nachgestellte Seeschlachten gebraucht, an denen sich bis zu 50.000 Zuschauer ergötzen konnten. Der Bau des Kolosseums begann 72 nach Christus und wurde acht Jahre später fertiggestellt, was mit 100-tägigen Festspielen gefeiert worden sein soll. 
Kaiser Konstantin beendete die Gladiatorenkämpfe 313 schließlich. Danach diente das Kolosseum als Wohnraum, als Teil der Stadtfestung oder als Steinbruch für andere Bauten.


Pantheon

Tempel für alle Götter und Urbild aller Kuppelbauten

Der eindrucksvolle Rundbau mit der Säulenfassade wurde 25 vor Christus als Tempel für alle Götter errichtet und über 600 Jahre später zur Kirche umfunktioniert. Besonders imposant ist die Kuppel: Sie symbolisiert den Himmel, die Öffnung in der Mitte steht für die Sonne und den Kontakt mit den Gestirnen. Mit 43 Metern Durchmesser war die Kuppel des Pantheons 1.700 Jahre lang bis zum Bau des Petersdoms die größte Kuppel der Welt. Besucher des Pantheons genießen die meditative Stimmung im Inneren und das reizvolle Spiel des Sonnenlichtes, das durch die Öffnungen im Dach fällt und am Boden „entlangwandert“. Das Pantheon wurde zum architektonischen Vorbild für Kuppelbauten weltweit, so etwa für das Kapitol in Washington DC, den Berliner Dom oder den Invalidendom in Paris.


Petersdom

Bedeutdenste Pilgerstätte der katholischen Kirche

Die Basilica di San Pietro ist die größte christliche Basilika der Welt und das zentrale Heiligtum der römisch-katholischen Kirche. Der monumentale Renaissance-Bau nimmt etwa ein Fünftel der Vatikanstadt ein und ist mehr als doppelt so groß wie der Kölner Dom. In ihm finden bis zu 60.000 Menschen Platz. Im Kuppelbau befindet sich die Krypta mit 23 Papstgräbern. Unmittelbar unter dem Hauptaltar steht – an seinem mutmaßlichen Grab – der Heilige Petrus als Statue. Bis heute küssen die Pilger dem Urapostel und Namensgeber der Kirche nach alter Tradition die Füße. Wer den Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms mit 537 Stufen macht, wird mit einem tollen Blick über den Vatikan und Rom belohnt.


Piazza Navona

Von der Arena zu einem urbanen Platz

Ein genauerer Blick auf den riesigen Platz im Herzen der Stadt verrät viel über seinen Ursprung: Die langgezogene, nahezu ovale Fläche gleicht einer Laufbahn im Stadion. Tatsächlich war die Piazza Navona ursprünglich eine Arena. Kaiser Domitian ließ sie erbauen. Über 30.000 Menschen fanden hier Platz. Im Mittelalter wurden die Zuschauertribünen nach und nach zu Häusern umgebaut. Im 15. Jahrhundert wurde das Stadion erst zur Parkanlage und durch Pflasterung schließlich zum Platz. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kirche Sant Agnese, die zu Ehren der Märtyrerin Agnes errichtet wurde, und der Vierströmebrunnen aus dem 17. Jahrhundert: Auf ihm symbolisieren vier Männerskulpturen die vier damals bekannten Kontinente in Form der Flüsse Donau, Nil, Ganges und Río de la Plata.


Stadtspaziergang durch Rom

Eine Entdeckungstour durch die Altstadt

Unsere Empfehlung für eine eigenständige Tour durch Rom beginnt am Bahnhof Roma Termini und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt. Vorbei an der Oper kommt man zum Palazzo Berberini, zur Fontana di Trevi, der Spanischen Treppe, dem Pantheon und schließlich zum Kolosseum und dem Forum Romanum. (4 Stunden, 8 Kilometer, auf und ab: 70 m)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Villa Borghese

Grüne Lunge von Rom

Die Villa Borghese ist kein Gebäude, sondern eine Grünanlage mitten in Rom. Sie entstand Ende des 16. Jahrhunderts auf dem Weinberg der Adelsfamilie Borghese. Im Jahr 1901 kaufte der Staat das Landgut und machte es der Öffentlichkeit zugänglich. Heute befinden sich auf dem Gelände zahlreiche Museen, unter anderem die Galleria Borghese und das Museum für etruskische Kunst. Auf der Nordseite liegt der Bioparco, der römische Zoo mit über 200 Tierarten. Die Villa Borghese ist auch ein beliebter Ort für Jogger und Spaziergänger; auf einem kleinen See kann man Ruderboote mieten und den Enten zuschauen. Ein schöner Ort zum Ausruhen nach anstrengenden Besichtigungen.




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