Madonie-Berge

Waldreiches Gebirge: Wanderparadies Madonie

Waldreiches Gebirge: Wanderparadies Madonie

Artenreiches Waldgebirge an der Nordküste

Die Gebirgskette an der Nordküste von Sizilien ist geologisch eine Fortsetzung des Apennin. Der höchste Berg ist der Pizzo Carbonara, der mit 1979 Metern auch der höchste nichtvulkanische Berg Siziliens und ein wichtiges Trinkwasserreservoir ist. Der Madonie-Wald zählt zu den artenreichsten Wäldern des Mittelmeerraums. Auf einer Fläche von 15.000 Hektar wachsen Kork- und Steineichen, Ulmen, riesige Stechpalmen und die letzten Nebrodi-Tannen (Abies nebrodensis). Wegen seines Artenreichtum wurde ein Teil des Gebirges zum Naturpark erklärt.



Sehenswürdigkeiten Madonie-Berge


Pizzo Carbonara

Magerwiesen, Buchenwälder und ein Blick zum Stromboli

Der höchste Berg der Madonie ist zugleich Siziliens höchster nichtvulkanischer Berg.  Man kann ihn von Piano Battaglia aus in etwa zwei Stunden besteigen. Der Weg führt durch eine einsame Karstlandschaft, an Buchenwäldern und Magerwiesen vorbei. Bei gutem Wetter kann man den Stromboli, den Ätna und die Äolischen Inseln sehen. (3 Stunden, 9,3 Kilometer, auf und ab: 400 Meter)

Umfulana Route


Rifugio Francesco Crispi

Wanderungen in die Madonie-Berge

Wer in den Madonie-Bergen wandern will, kann zur Alpenvereinshütte Rifugio Francesco Crispi fahren. Dort beginnen mehrere Rundwanderwege, unter anderem eine 3-stündige Wanderung zu den höchsten Stechpalmen am Mittelmeer. Wenn man Glück hat, kann man bis zu den Liparischen Inseln schauen.


Polizzi Generosa

Bergstädtchen im Schatten einer Normannenburg

Das Bergstädtchen im Schatten einer Normannenburg aus dem 11. Jahrhundert genießt eine sensationelle Aussicht bis zur 70 Kilometer entfernten Nordküste Sizilien. An manchen Tage scheint der Ort auf Wolken zu schweben. Besonders von der Piazza XXVII. Maggio am Ende der Flaniermeile, kann man weit über die Madonieberge hinwegschauen.


Castelbuono

Prähistorischer Ort mit idyllischem Marktplatz

Der Ort am Fuß des Pizzo Carbonara ist uralt. Er wurde in prähistorischer Zeit von den Sikuliern gegründet. Zentrum des Ortes ist die Piazza Margherita, ein idyllischer Marktplatz, der sein Aussehen im 19. Jahrhundert bekam. Dort sind im Schatten der Kirche und des Rathauses viele Cafés, in denen man Manna essen kann, eine Spezialität des Ortes. Das harzähnliche Produkt mit dem biblischen Namen wird aus der Rinde der Esche hergestellt und zum Süßen verwendet.


Monte Macabubbo

Vorgelagerter Aussichtsberg im Norden der Madonie

Der unbewaldete Berg ist ein nördlicher Vorposten des Madonie-Gebirges. Daher bietet er in alle Richtungen einen schönen Blick. Da er immerhin 1204 Meter über dem Meer liegt, sieht man im Norden bis zu den Äolischen Inseln. Im Süden tut sich ein Abgrund auf: tief unten liegt das Dorf Isnello. Wer nach der Wanderung dort einen Cappuccino trinkt und hochschaut, merkt, wie spektakulär der Monte Macabubbo geformt ist: In der Felswand unter dem Gipfel gähnt eine gewaltige Höhle. (3 Stunden, 6,3 Kilometer, auf und ab: 310 Meter)

Umfulana Route


Burgberg von Cefalù

Treppenweg zum tollen Meerblick

Von der Salita Saraceni aus führt ein Treppenweg in Serpentinen auf den 270 Meter hohen Berg über Cefalù. Die griechischen Siedler nannten ihn „Kefalos“, zu deutsch „Kopf“. Daher auch der Name „Cefalù“. Auf dem Weg zum Kopf kommt man an den Resten eines 2.500 Jahre alten Diana-Tempels vorbei. Wer nach etwa eineinhalb Stunden auf dem Berg ist, wird für seine Mühen mit einem tollen Blick belohnt. (1 Stunde, 3 Kilometer, auf und ab: 200 Meter)

Umfulana Route


Cefalù

Griechische Hafenstadt zwischen Meer und Rocca di Cefalù

Die kleine Hafenstadt etwa in der Mitte der Nordküste hat eine malerische Altstadt, eingeklemmt zwischen Meer und der Rocca di Cefalù. Einzigartig ist die von Normannen errichtete Kathedrale, mit der 1135 begonnen wurde. Roger II ließ sie als seine Grabkirche bauen, starb jedoch zu früh, so dass er in Palermo beerdigt wurde. Dennoch gehört sie mit ihren Malereien und byzantinischen Mosaiken zu den schönsten normannischen Bauten Siziliens. Westlich erstreckt sich kilometerlang Sandstrand. Im Hinterland liegt das archaische Sizilien der Madonie-Berge.




Reisebeispiele Madonie-Berge

Nach Oben