Massa Marittima

"Perle des Mittelalters": Massa Marittima

"Perle des Mittelalters": Massa Marittima

Perle des Mittelalters am Rand der Maremmen

Die „Perle des Mittelalters“ liegt nicht am Meer, wie der Name vermuten lässt, sondern 20 Kilometer landeinwärts auf einer Bergkuppe. Im 13. Jahrhundert ernannte sich die aufstrebende Bergwerksstadt selbstbewusst zur autonomen Republik, in der bis zu 10.000 Menschen wohnten. Aus dieser Zeit stammt die romanische Città Vecchia. Ihr Mittelpunkt ist die Piazza Garibaldi, ein großartiges Stadtensemble mit einem Dom, der dem von Pisa nachgebaut ist. Nachdem die Stadt an Siena und später an die Medici fiel, verlor sie ihre Bedeutung. Auch Malaria und Pest setzten der Stadt zu. Ende des 18. Jahrhunderts zählte sie nur noch 500 Einwohner. Infolge dieser radikalen Entvölkerung wurde das mittelalterliche Stadtbild erhalten. Erst mit der Trockenlegung der Sümpfe wurde die Malaria im 19. Jahrhundert besiegt.



Sehenswürdigkeiten Massa Marittima


Auf den Poggio Croce di Prata

Panoramagipfel mit Meerblick

Rund um Massa Marittima sind die Berge dicht bewaldet, so dass man meist nur wenig Aussicht hat. Dieser Weg führt gleich zu zwei Gipfeln, deren kahle Kuppen über den Wald hinausragen und einen Rundumblick ermöglichen, der an guten Tagen bis Elba reicht. (3:30 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 500 Meter)

Umfulana Route


San Galgano

Einzige Zisterziesenserabtei in der Toskana

Im 12. Jahrhundert lebte der Einsiedelmönch Galgano in der Wildnis am Hügel Montesiepi. Nach seinem Tod kamen Zisterzienser-Mönche, um den Urwald zu roden und urbar zu machen. Sie bauten die Abbazia di San Galgano im Stil der französischen Gotik, die jedoch die einzige Zisterzienserkiche in der Toskana blieb. Der wirtschaftliche Abstieg begann bereits im 14. Jahrhundert, als Hungersnöte und Pestepidemien im Kloster grassierten und marodierende Söldner aus Florenz die Gegend unsicher machten. Schließlich wurde das Dach der Kirche verkauft und die Ruine verfiel. Im 19. Jahrhunderte wurde die romantische Schönheit des Ortes entdeckt. Heute gilt San Galgano trotz des eingestürzten Dachs als der bedeutendste gotische Bau Italiens.

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