Dolomiten

Wildzerklüftet: Dolomiten

Wildzerklüftet: Dolomiten

Outdoorparadies in den Südalpen

Die sagenumwobenen Dolomiten sind Teil der Südalpen und gehören zu den am meisten abgebildeten Bergen überhaupt. Aufgrund ihres besonderen (Dolomit-) Gesteins sind sie bleich und bizarr geformt. Höchster Berg und einziger Gletscher der Dolomiten ist die Marmolada mit 3.342 Metern. Die ursprünglich ladinische Bevölkerung wurde von den Bajuwaren und Italienern weitgehend verdrängt. Im Bereich der Provinz Bozen (Ehemals Südtirol) ist der Jahrhunderte währenden Einfluss Österreichs deutlich zu spüren, während Trento und Belluno italienisch geprägt waren. Eine Fülle von Wanderwegen und Hütten erschließt die Dolomiten. Wenn möglich, sollte man die Hauptferienzeiten meiden.



Sehenswürdigkeiten Dolomiten


Cortina

Zwischen legendären Dolomitengipfeln

Das renommierte Bergsportzentrum liegt im Valle de Boite in den Ampezzaner Alpen. Cortina ist umgeben von den schönsten Dolomitengipfeln: der Tofana di Mezzo (3.244 m), dem Monte Cristallo (3.221 m) und der Sorapis (3.205 m). Meist führen Bergbahnen zum Gipfel. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Ort überwiegend ladinischsprachig, seitdem wird überwiegend Italienisch gesprochen. In der lokalen Küche haben sich diverse Speisen und Ausdrücke aus der k.u.k. Zeit erhalten. So zum Beispiel Gulasch und Krapfen. Gröstl und Chenedi (Tirolerknödel) spiegeln die lange Verbindung mit Tirol wider. Polenta und Bohnensuppe hingegen deuten mehr in die venezianische Tiefebene.

cortina.dolomiti.org


St. Kassian

Mit Seilbahn oder zu Fuß zu den Pralongià-Wiesen

San Cassiano liegt auf 1.537 Metern zwischen den Gipfeln der Fanesgruppe und den ausgedehnten Pralongià-Wiesen, welche im Winter das Zentrum des Skigebietes von Alta Badia bilden. Über dem Ort erheben sich die imposanten Felswände von Lavarella, Conturines und Lagazuoi. Im Sommer sieht man in den schroffen Dolomitenwänden viele Bergsteiger. Für Wanderer gibt es Wege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Eine Kabinenbahn führt vom Dorf aus auf die Pralongià-Wiesen, wo man Sonne und Natur genießen kann. Die 1782 errichtete Kirche ist dem Heiligen Kassian geweiht, dessen Martyrium auf dem Hauptaltar dargestellt ist.


Drei Zinnen

Markantes Wahrzeichen der Dolomiten

Das markante Massiv in den Sextener Dolomiten ist zum Wahrzeichen der Dolomiten geworden. Erstmals bestiegen wurde die Große Zinne (2.999 m) 1869. Bis heute sind die Spitzen bei Kletterern sehr beliebt. Das Gebiet ist mit vielen Wanderwegen erschlossen. Am leichtesten erreichbar ist die Auronzohütte (Rifugio Auronzo, 2.320 m) unmittelbar südlich des Massivs oberhalb des Forcella di Longeres, zu der eine Seilbahn vom Hotelort Misurina aus geht. 


Hochpustertal

Kulturlandschaft im Schatten der Sextner Dolomiten

Während sanfte Wiesen, Wälder und sonnendurchflutete Hochplateaus das untere Pustertal kennzeichnen, ist das Hochpustertal besonders für die schroffen Spitzen der Sextner Dolomiten bekannt: allen voran natürlich die Drei Zinnen. Das Wahrzeichen der Dolomiten ist bei Fotografen und Wanderern gleichermaßen beliebt. Wem das Wandern zu anstrengend ist, findet viele Seilbahnen, die zu Aussichtspunkten und Gipfeln führen. Schon Gustav Mahler schätzte die Schönheit der Dolomiten. Er verbrachte die Sommermonate von 1908 bis 1910 in seinem Komponierhäuschen in Toblach, wo jeden Sommer die Gustav Mahler Musikwochen ihm zu Ehren stattfinden.


Sauris

Abgelegene deutsche Sprachinsel in den Karnischen Alpen

Der Legende nach waren es zwei Tiroler Soldaten, die sich im 13. Jahrhundert in einem abgelegenen sonnigen Hochtal der Karnischen Alpen niederließen und den Ort Zahre gründeten. Tatsächlich ist Sauris eine deutsche Sprachinsel in Friaul, in der ein altertümlicher Dialekt gesprochen wird. Erst seit einigen Jahrzehnten gibt es eine kurvenreiche Bergstraße, über die man Sauris mit dem Auto erreichen kann. Der 400-Einwohner-Ort ist dank seiner Abgeschiedenheit noch immer etwas ganz Eigenes, eine Art lebendes Freiluftmuseum. Alte Bauernhäuser und Stadel mit dorftypischen architektonischen Besonderheiten beherbergen Läden für Holzmasken und Restaurants, auf  die antiquiert anmutende Wandschilder hinweisen.


Mit der Seilbahn nach Kohlern

Ruhe, Sonne und ein wunderbarer Dolomitenblick

Das Bergdorf auf rund 1.100 Metern Meereshöhe ist eine Oase der Ruhe hoch über dem geschäftigen Bozen. Es besteht aus zwei Weilern, Bauernkohlern und Herrenkohlern mit ihren beiden Kirchlein. Von Bozen aus sind sie mit einer Schwebebahn erreichbar, die als die älteste der Welt gilt. Ganz in der Nähe der Bergstation steht ein Aussichtsturm, von dem man bis weit in die Dolomiten, ja sogar bis zum Ortler, schauen kann. Wer will, kann von dort zu Fuß weiter zum Titschen (1.616 m), dem höchsten Punkt der Stadtgemeinde Bozen. Hier befindet sich eine Aussichtswarte und der “Weihbrunnenstoan”, eine Felsmulde, die immer mit Wasser gefüllt ist, obwohl es keinen Zulauf gibt. (1:30 Stunde, 3,8 Kilometer, bergauf: 470 Meter)

Umfulana Route


Von Bozen nach St. Magdalena

Spaziergang durch die Altstadt und die Weinberge

Der kurze Spaziergang führt durch die Altstadt und am Talferbach entlang nach St. Peter. Von dort geht es durch die Weinberge nach St. Magdalena. Dort wird der St. Magdalener Classico zu höchster Qualität gekeltert, wovon man sich im Restaurant Eberle in St. Magdalena überzeugen kann.

Umfulana Route


Südtiroler Archäologiemuseum

Die Geschichte der Gletschermumie Ötzi

Das Bozener Stadtmuseum ist heute der Ausstellungsort des  „Mannes vom Hauslabjoch“, besser bekannt als „Ötzi“. Die Gletschermumie wurde 1992 in den Ötztaler Alpen entdeckt. Sie steckte noch halb im Eis. Wegen der Schädelverletzungen wurde zunächst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die erklärte sich aber für unzuständig, als Gerichtsmediziner das Alter der Leiche feststellten: 5.300 Jahre! Eine besondere Attraktion ist die auf 3D-Aufnahmen beruhende lebensechte Ötzi-Rekonstruktion.

www.iceman.it/de




Weitere Sehenswürdigkeiten Dolomiten




Reisebeispiele Dolomiten

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