Emilia Romagna

Romantische Burgen: Emilia Romagna

Romantische Burgen: Emilia Romagna

Burgen und Gourmetparadies zwischen Parma und Bologna

Die Region liegt im Südosten der Po-Ebene und wird im Süden von der schroffen Gebirgsmauer des Appennin begrenzt. Aufgrund ihrer besonderen Fruchtbarkeit ist sie seit frühesten Zeiten besiedelt. Die Römer erschlossen die Emilia mit einer schnurgeraden Straße, auf der bis ins Mittelalter Kaufleute und Heere verkehrten. Neben der florierenden Landwirtschaft konnten sich blühende Städte entwickeln wie z. B. das durch Käse und Schinken reich gewordene Parma, bis heute eine der sehenswertesten Städte Italiens. Entlang der Handelsstraßen finden sich frühmittelalterliche Burgen und Ruinen. Die berühmteste liegt bei Canossa, wo Kaiser Heinrich IV. vor dem Papst im Jahr 1077 im Büßergewand erscheinen musste.



Sehenswürdigkeiten Emilia Romagna


Bologna

Älteste Universität des Abendlands mit urbanem Flair

Bologna ist eine der bedeutendsten Städte Italiens und wird von deutschen Touristen zu Unrecht meist links liegen gelassen. Für Italiener ist sie ein Mythos, der in den drei Beinamen umschrieben wird: „la grassa, la dotta, la rossa“. La grassa – die Fette: die Hauptstadt der Emilia Romagna gilt als eine der ersten kulinarischen Adressen Italiens. La dotta – die Gelehrte: die Universität ist die älteste im christlichen Abendland. La rossa – die Rote: bis 1999 war Bologna für mehr als 50 Jahre kommunistisch regiert. Mit seinen fast 40 Kilometer langen Portici, den Bogengängen, hat Bologna ein einzigartiges Stadtbild.


Canossa

Burg mit denkwürdiger Geschichte

Die strategisch günstige Burg am Rand des Apennins wurde 1077 Schauplatz einer denkwürdigen Begegnung zwischen Kaiser und Papst, die als „Gang nach Canossa“ in die Geschichte einging. Heinrich IV. hatte sich im sogenannten Investiturstreit den Zorn Gregors VII. zugezogen, der ihn mit dem Kirchenbann belegte. Dem Kaiser blieb nichts anderes übrig, als im Büßergewand über die Alpen zu ziehen und eine bitterkalte Woche lang vor der Burg um Gnade zu bitten. Daraufhin musste Gregor ihn wieder in die Kirche aufnehmen. Heute ist die Burg eine Ruine. Ein kleiner Laden erinnert daran, dass der Ort einmal im Brennpunkt der Weltgeschichte stand.


Casentinesi

Wolf und Steinadler in der Bergwildnis

Die Berglandschaft zwischen der Toskana und der Romagna ist Teil des nördlichen Apennin und wird durch einen Naturpark geschützt. Hier wachsen die größten und besterhaltenen Naturwälder Italiens mit einer erstaunlichen Vielfalt von Flora und Fauna. Sensationell ist die gelungene Wiedereingliederung von Wolf und Steinadler. Über Jahrtausende haben auch Menschen hier gewohnt und die Landschaft gestaltet, wovon uralte, verlassene Steindörfer und Maultierpfade zeugen. Besonders sehenswert ist der Besuch von Camaldoli, einem Kloster in der Bergwildnis aus dem 11. Jahrhundert, und La Verna, der „Schicksalshöhle des heiligen Franziskus“.


Ferrara

Citta Vecchia mit mächtiger Wasserburg

Im Mittelalter war die Stadt am Nordufer des Po gleichbedeutend mit Florenz, Mailand und Venedig. Aus dieser Zeit hat sich die Altstadt vollkommen erhalten, die von einer neun Kilometer langen Stadtmauer umschlossen ist. Die autofreie Citta Vecchia rund um die mächtige Wasserburg ist als Ganzes Welterbe der UNESCO.


Parco regionale del Delta del Po

Vogelparadies an der Mündung des Po

Ursprünglich mündete der Po bei Venedig in die Adria. Da er Schutt und Geröll in die Lagune von Venedig brachte und diese zu verlanden drohte, wurde er im 17. Jahrhundert durch ein künstliches Bett nach Süden geleitet, wo im Süden von Ravenna eine neue Kulturlandschaft aus Deichen, Dünen und Hochwasserbetten entstand.

Heute ist das Gebiet ein Vogelparadies mit über 370 verschiedenen Arten.


Parma

Mehr als Parmesan und Schinken

Parmesan und Parmaschinken haben die Stadt in der Po-Ebene berühmt gemacht. Tatsächlich hat Parma viel Kulinarisches zu bieten, wovon die Trattorien in der Altstadt zeugen. Mittelpunkt der Stadt ist seit 2.000 Jahren die Piazza Garibaldi mit dem Palast des Statthalters, dem achteckigen Baptisterium aus rosa Sandstein und dem romanischen Dom. Für Kunstgeschichtler ist im Innenraum vor allem das Fresko in der Kuppel interessant. Dort wird die Aufnahme von Maria in den Himmel mit perspektivischen Tricks so dargestellt, dass sie von einem bestimmten Betrachtungsort beinahe dreidimensional wirkt.


Piacenza

Kunsthandwerkerstadt am Po

Die Stadt am Po lag in der Römerzeit an der Kreuzung zweier Fernstraßen und ist seither bedeutendes Zentrum für Handel und Handwerk. Die kleine, aber sehenswerte Altstadt wird von einer Festungsmauer umschlossen. Palazzi aus dem 16. bis 18. Jahrhundert säumen die Gassen, die auf die Piazza del Cavalli zulaufen. Von dem zentralen Platz, der von zwei Reiterstandbildern beherrscht wird, führt eine autofreie Einkaufstraße zum romanischen Dom.


Ravenna

Römische Kaiserstadt in Oberitalien

Ursprünglich lag die römische Kaiserstadt in Oberitalien direkt am Meer. Heute ist die Küste sieben Kilometer weiter östlich. Der Hafen Porto Corsini ist nur durch einen zehn Kilometer langen Kanal zu erreichen. Ihre Blüte erlebte die Stadt im 5. und 6. Jahrhundert, als die Antike christlich zu werden begann. Viele Mosaiken sind erhalten geblieben, die den Geist dieser Übergangszeit sehr gut verkörpern, zum Beispiel im Battistero Neoniano, der orthodoxen Kirche. Mittelpunkt des Centro Storico ist die Piazza del Popolo, wo man einen Cappucino trinken kann.




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